Ausgabe 
17.8.1913
 
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Bekenntnis eines großen Mannes.

Der große Mann ist der Naturforscher Isaak Newton, und sein Bekenntnis ist folgendes:Ich habe im Leben zwei wichtige Dinge gelernt: erstens, daß ich ein großer Sünder bin, zweitens, daß Jesus ein noch größerer Heiland ist.

Gott ist williger, uns Seine Gnade mitzu teilen, als wir willig sind, dieselbe anzunehmen.

Wir ermüden eher im Bitten und Nehmen, als Er müde wird, uns zu geben und zu verge ben.

Möchtest du, daß Gott so unnachsichtig, kri tisch und hart gegen dich wäre, wie du es oft gegen deinen Nächsten bist?

Wenn Gott nicht mehr Geduld mit uns hätte als wir miteinander haben, sagte jemand, dann hätte er schon lange die Erde zu Sternschnuppen zerschlagen. Die Geduld des Herrn bewirkt unsere Seligkeit.(2 Petri 3. 15.)

Könnte irgendeine Sünde größer sein als Seine Gnade?

Ist es denkbar, daß irgendein Mensch lang mütiger oder freundlicher oder versöhnlicher oder entgegenkommender sein könnte als sein Schöpfer, der Vater im Himmel?

Warum vertrauen wir ihm nicht noch mehr?

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Es gibt Menschen, die es für eine Schwäche halten, nachzugeben oder einem Beleidiger zu vergeben. Nach diesem Grundsatz wäre Gott der Schwächste im Himmel und auf Erden, weil niemand im Himmel und auf Erden so viel nach gibt und so viel vergibt als Er.

Der kluge Hofnarr.

Ein Fürst im Mittelalter hielt sich, wie es damals nichts Seltenes war, zu seiner Belustigung einen Hofnarren. In seiner Laune schenkte er diesem einst einen Stab, den er behalten sollte, bis er einen noch größeren Narren träfe. Fände er einen, der noch närrischer sei, sollte er dem den Stab weitergeben. Viele Jahre später wurde der Fürst sehr krank. Als auch der Narr kam und an das Lager gelassen wurde, hörte er von der bedenklichen Krankheit, und daß sein Herr ihn wohl verlassen würde.Und wohin willst du gehen? fragte der Narr.Auf eine lange Reise.Und wann willst du wiederkommen, in einem Monat etwa?Nein, sagte trübe sein Herr.In einem Jahre?Nein.Wann denn, niemals? Niemals!Und welche Vorbereitungen hast du getroffen?Leider keine!Also du gehst fort für immer; wußtest das und hast gleichwohl keine Vorbereitungen getroffen?! Hier nimm meinen Stab, denn ich bin nicht entfernt so töricht und gar so närrisch, wie du hier gehandelt hast.

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Weisst du eine Hntwort:

Für jede ernste Frage hat die Heilige Schrift

eine Antwort, für eine Frage aber nicht, für die Frage:Wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten?(Ebr. 2, 3.)

Ein Heiland. 2 b Der Heiland.

Wie nennst du den Heiland der Welt?

Darfst du das besitzanzeigende FürwortMein gebrauchen?

Es gibt einen Weg, an der Hölle vorbeizu kommen; aber es gibt keinen Weg, aus der Hölle

herauszukommen. Jesus sagt:Ich bin der Weg! Dem reichen Manne in der Hölle ward ge

sagt:Da ist eine große Kluft befestigt, daß, die

da wollten hinaus, könnten nicht.(Luk. 16, 26.) * 1.

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Es ist eine schreckliche Sache, zu leben, wie Gott es von uns verlangt.Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen, wenn man Seinen Sohn, Christum, verwirft und sich nach eigenem Gutdünken einen Erlösungsplan macht, und so ohne den Heiland dem jüngsten Gericht entgegensieht.

Das Leben ist zu kurz für falsche Proben,

Was unten wird gefehlt, das wird gerichtet oben. 8 4

Der Haß der ganzen Welt tut einem rechten Christen nicht so weh als eine einzige Wunde im Gewissen. n 6 5

7 Eine kleine Sünde zu lieben 4 ist eine große Sünde. 28

Zum nachdenken.

Wir sind geboren mit dem Rücken gegen Gott und den Himmel, und mit dem Gesicht zur Sünde und Hölle, bis die Gnade kommt und uns umkehrt. Diese Bekehrung ist nicht sowohl

Sache des Verstandes oder Gefühls als des Willens. Wer einmal mit ganzer Macht ernstlich

will, dem wird Gott schon weiterhelfen.

Wie breit ist eigentlich der schmale Weg? So fragte ein Spötter. Ihm wurde geant wortet:So breit oder schmal wie die Fußtapfen Jesu sind, denen wir nachfolgen sollen. a Wenige sind's die ihn finden. Den Über⸗ menschen ist er zu simpel, und den Herdenmenschen nicht breit genug. In hundert Jahren wird's niemand leid sein, ihn in der Jetzzeit gewandelt zu sein. Wo aber sind die vom breiten Wege in hundert Jahren?

edakteur: Stadtmisstonar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber⸗Cassel, Pfarrer Mockert⸗Frantfurt a. M. und die Prediger

der Pilgermisston. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. Druck von Otto Meyer in Gießen, Ludwigstr. 30.

Mein Heiland.

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