Müssen sich nicht unsre Herzen in bitterm Weh zusam⸗ menziehen, unsre Tränen rinnen, daß Brudervölker, die vor⸗ her Schulter an Schulter gegen ihre Unterdrücker kämpften, sich nun so zerfleischen? Liegt die Bestialität, diese teuflische Bosheit in der Natur des Krieges, oder sind diese sogenann⸗ ten Christen gerade so verkommen, so roh, so gemein, wie die Horden der Türken? Der Krieg ist gewiß ein Übel. Da werden Menschen zu Hyänen, ja zu Tigern. Wer beten kann, rufe ernstlich zu Gott, daß dieses rote Tier aus dem Ab— grund, das die Menschen zu Teufeln macht, in Ketten ge— legt werde. Ja, es kann nicht Friede werden, bis Jesu Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu Jesu Füßen liegt.
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„Da fiel die Furcht des Herrn auf das Volk.“
Im Jahre 1848 hatte ein Soldat einen Pul— verschuppen zu bewachen. Eine aufrührerische, wilde Rotte wollte sich des Schuppens bemächtigen und forderte den Soldaten auf, fortzugehen, da Widerstand unmöglich, ja Wahnsinn sei. Der Soldat wies einfach auf seinen Eid hin und er— klärte, daß er lieber sterben, als seinen Posten ver— lassen wolle. Schon wurde ein Schuß auf ihn abge— feuert, der zum Glück nicht traf, schon flogen einige Steine herüber. Ruhig und fest lud der Soldat sein Gewehr und rief:„Wer noch einen Schritt
Besonnene nahmen die Partei des Soldaten, und bald verlief sich die wilde Schar unter einem Hurrah für den braven Soldaten.
Vom Gebet.
Das Gebet, hat jemand gesagt, ernährt die Armen, kontrolliert die Reichen, hebt auf die Schwachen, stärkt die Schwankenden und stützt die Stehenden. Das Gebet ist das Bollwerk des Glaubens, die Waffenrüstung des Kämpfenden und die Kraft gegen die Feinde, die unseren Weg allezeit umlagern. Laßt uns deshalb nie ausgehen, ohne mit ihm gerüstet zu sein. Das ganze Leben eines wahren Christen sollte ein fort— gesetztes Gebet sein.
Geh ohn Gebet nicht auf die Höh,
Geh ohn Gebet nicht auf die See,
Geh ohn Gebet und Gottes Wort
Niemals aus deinem Hause fort.
Die Umgebung eines Christen. Unter mir: grüne Weide. Neben mir: stille Wasser. Bei mir: mein Hirte. Vor mir: ein Tisch. Um mich herum: meine Feinde. Hinter mir: Güte und Barmherzigkeit. Vor mir: das Haus des HErrn.
näher kommt, ist des Todes!“ Das wirkte. Einige
Lies hierzu Pf. 23.
Uersammlungs-Anzeigen
Bezirk Gießen.
Stadtmission Gießen, Cöberstraße 14.
Jeden Sonntag 1½ Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8 ¼ Uhr: Versammlung. 4½ Uhr: Christlicher Verein junger Männer.
Jeden Mittwoch 8½ Uhr: Bibelstunde.
Sonntag, den 10. August Nordeck und Wißmar, 12. Alten⸗ buseck, 14. Kleinlinden.
Sonntag, den 17. Aug. nachm. Beuern, abends Altenbuseck.
Bezirk Alsfeld.
Stadtmission Alsfeld(am Kreuz). Jeden Sonntag um 11 Uhr: Sonntagsschule; abends 8 ½ Uhr: Versammlung. Freitags: Bibelstunde.
Sonntag, den 10. August: Maar und Alsfeld, 11. Lauterbach.
Versammlungen für Frauen und Jungfrauen durch Schwester Anna Eigenbrodt: 10. Aug. Storndorf, Oberbreidenbach, 11. Kirtorf.
Sonntag, den 17. Aug, nachm. ½8 Uhr:
Jet im Freien in Ober⸗ Breidenbach.
19. Lingelbach, 20. Schwarz, 21. Eifa.
Bezirk Niederweisel.
10. August, nachmittags 3 Uhr: Maibach, Kirch- und Pohl⸗ göns, abends 8 Uhr Nieder-Weisel, Fauerbach,
14. Nieder⸗Wessel, 15. Butzbach, 17. Aug. 1 Uhr: Brüder⸗ ratssizung in Niederweisel, nachmittags 3 Uhr und abends 8¼/ Uhr: Jahreskest in mieder-Weisel.
21. August: Niederweisel, 22. Butzbach, 24. Aug. nachm. 3 Uhr Fauerbach, Münzenberg, Kirch- und Pohlgöns, abends 8 Uhr: Niederweisel.
Bezirk Sellnrod. Sonntag, den 17. August, nachm. ½8 Uhr:
Fest im Freien in Helpershain.
Sonntag, 10. August 1 2½ Uhr: Wohnfeld und und Groß-Eichen, abends 8/ Uhr: Helpershain und Unter-Seibertenrod.
Bezirk Lich. Lich, Butzbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12% Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenstunde; 8½ Uhr: allgemeine Versammlung. Sonntag, den 17. August Watzenborn, Ettingshausen, Villingen und Langsdorf. Sonntag, den 17. August: Dorgill, Burkhardsfelden, Ober⸗Bessingen und Wohnbach. Frauenversammlungen von Schwester Anng: 17. nachm. Watzenborn, abends Lich, 18. Dorfgill, 5 19. Langsdorf, 20. Wohnbach, 21. Villingen, 22. Ettings⸗ bauer
Redakteur: Stadtmisstonar Herrmann⸗Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber⸗Cassel, Pfarrer Mockert⸗Frankfurt a. M.,
und die Prediger der Pilgermtssion.
Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. Druck von Otto Meyer, Gießen.


