etwas zurück zu halten, da er sich selbst ein für allemal Gott dargegeben. Was sollte er da wohl zurück behalten? Er wüßte von keiner Schranke.
Er meinte, ich müßte meine goldene Uhrkette verkaufen, hätte auch kein Recht, sie zu tragen; sie sollte für die Armen verkauft werden. Indes erkannte er an, daß es für andere auch seine Schwierigkeit habe, alle irdischen Dinge in dem Lichte anzusehen, wie er es tat. Seine Börse war stets leer zufolge seiner fortwährenden Freigebig— keit. Einst sagte er uns, das silberne Teeservice, das er als Geschenk von Sir William Gordon aufhob, würde hinreichend sein, die Kosten seiner Beerdigung zu bestreiten, ohne daß er seiner Fa— milie zur Last zu fallen brauche.
ke.
Paslende Gelegenheiten.
Ein amerikanischer Kaufmann und 2 Eng— länder hatten bei einer Reise in China den Weg ver— loren. Vier Stunden irrten sie schon umher, da begegnete ihnen ein Chinese, der zu der niedrigsten Klasse seines Volkes zählte. Bereitwillig führte sie dieser mit viel Mühe auf ihre Ausgangsstation zurück. Müde und erschöpft wollte er dann den
Heimweg antreten. Die Reisenden aber suchten 8
ihrem Dank Ausdruck zu geben und boten ihm Geld an, mehr als er in 2 Jahren verdienen konnte; denn in China sind die Löhne sehr niedrig. Aber zu ihrem großen Erstaunen weigerte er sich, das Geld zu nehmen.„Aber warum denn?“ fragten sie.„Wißt ihr nicht,“ antwortete der Chinese, „daß Confueius seinen Schülern befohlen hat,
ihren Brüdern in der Menschheit Gutes zu tun?
Wir sind so arm, daß wir selten den Befehl aus- führen können. Nie zuvor bot sich mir solch eine passende Gelegenheit dazu wie heute, die will ich nicht dadurch verlieren, daß ich mir den Dienst bezahlen lasse.“
Muß uns dieser Chinese nicht beschämen? Machen wir so treu Gebrauch von den Gelegen— heiten des Dienens, die unser großer Meister uns gibt, als dieser arme Heide es tat?
Handlanger gesucht.
Unsere Geschwister in Weidenhausen sind vor die Bau-
frage gestellt. Ein einfacher Saal ist dort ein dringendes Bedürfnis. filein aber können die Seschwister das haus nicht bauen. Deshalb suchen wir Handlanger, die aus Clebe zum ferrn Steine, Balken, Fenster und Türen zutragen. Caben, auch die kleinsten, werden entgegengenommen bon Prediger Ilartin, Illarburg, oder von der Redaktion.
Cersammlungsanzeigen
(Versammlungen innerhalb der Landeskirche) Bezirk Gießen.
Stadtmission Gießen, Cöberstraße 14. Jeden Sonntag 1½ Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8 ¼ Uhr: Versammlung. 4½½ Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Sonntag, den 22. Juni nachm. Altenbuseck, abends Beuern.
Grünberg(Frankfurterstr. 23) jeden Sonntag abends 8 Uhr Versammlung. ö
Bezirk Alsfeld. Stadtmission Alsfeld(am Kreuz). Jeden Sonntag um 11 Uhr: Sonntagsschule; abends 8 ½ Uhr: Versammlung. Freitags: Bibelstunde. 23. Juni Lauterbach, 24. Lingelbach, 25. Schwarz, 26. Eifa.
Bezirk Sellnrod.
Sellnrod: Jeden Sonntag 12 Uhr: Sonntagsschule, abends 8¼ Uhr: Versammlung. Sonntag, Juni: Brüderratssitzung der Bezirke Sellnrod und Schotten um 12 Uhr in Sellnrod. nachm, 2½ Uhr: Versammlung in Köddingen, abends ½9 Uhr: Oelpershallt, Anten Seide enruh Wohn⸗ feld, Klein-Eichen.
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Bezirk Friedberg. Vorstadt zum Garten Nr. 8: Jeden Sonntag Abend und Donnerstag Abend 8½ Uhr Versammlung. 24. Juni Assenheim, 25. Stammheim, 27. Nauheim, Sonntag, 29. Juni nachm. 3 Uhr: Gemeinschaftsfest in Schwalheim.
Bezirk Lich. Lich, Butzbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12 Uhr 5 Sonntagsschule;— 4 Uhr: Jungfrauenstunde; 8½ Uhr: allgemeine Versammlung.
Sonntag, den 22. Juni, Villingen und Langsdorf, 24. Oberbessingen, 25. Ettingshausen, 26. Burkhardsfelden.
Bezirll Nieder-Weisel. 24. Kirch⸗ und Pohlgöns, 25. Münster, 28. Nieder⸗Weisel, 27. Butzbach, 29. nachm. 3 Uhr: Kirch- und Pohlgöns, Maibach, abends 8 ¼ Uhr: Niederweisel, Fauerbach.
Versammlungsanz. ꝛc. bis zum 20. Juni erwünscht.
Redakteur: Stadtmtsstonar Herrmann⸗Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber⸗Cassel, Pfarrer Mockert⸗Frantfurt a. M. und die Prediger der Pilgermisston. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. Druck von Otto Meyer in Gießen, Ludwigstr. 30.


