Ausgabe 
20.4.1913
 
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für die Natur. Auf seines Vaters Wunsch studierte er Medizin; weil ihm dies jedoch zu materialistisch erschien, hatte er keine Freude an der Arbeit und gab das Studium auf. Er schwärmte weiter, aber alle seine Ideale und all die schönen Vor stellungen und Genüsse ließen eine Leere in seinem Herzen zurück; er wurde, wie viele andere Idealisten, ein Realist, ein Materialist. Doch blieb er vor der Sinnlichkeit bewahrt und betrat nicht den Weg des Verderbens, wie so viele, die einst Ide alisten waren. Er erkannte, daß weder der Ide alismus noch der Realismus, wenn auch der letztere viel Gutes und Praktisches wirkt, wie Ent deckungen, Erfindungen, humanitäre Einrichtungen, Entwickelung und Stählung des Körpers, das Ziel des Menschen sein könne. Als er aber Jesus kennen lernte, in dem der höchste Idealismus und der reinste Realismus verbunden sind, der von himmlischen Dingen und von den lieblichen Blumen der Erde sprach, aber zugleich einherging und

Gutes tat, der nicht für sich, sondern für andere

lebte, dessen Leben heilig und vollkommen war, der die Verkörperung Gottes ist und Ihn als Sein Ideal, Sein Ziel und Seines Lebens Kraft annahm, da wurde er befriedigt, glücklich und stark. Dieser bekennt, daß nichts Irdisches den Menschen befriedigen könne, sondern nur Jesus, weil wir in Ihm das Höchste, das Reinste

In den Tagen Jesu saß Kaiser Tiberius auf dem Thron. Er hatte alles, was das Herz er⸗ freuen konnte. Er lebte auf einer paradiesischen Jusel. Doch war er ein Melancholiker, und Jesus, der keinen Ort hatte, wo Er Sein müdes Haupt

hinlegen konnte, der alle irdischen Güter von sich

wies, auf alles verzichtete, war so glückselig, daß Er anderen Seinen Frieden und Seine Freude anbieten konnte.

Paulus und Silvanus lagen als Gefangene im Kerker zu Philippi kund sangen um die Mitter⸗ nacht, so dankbar und froh waren sie, um Jesu willen leiden zu dürfen. Dagegen die Reichen in den Palästen zu Philippi hatten ein leeres, un⸗ befriedigtes Herz. Ein Wandel mit Gott, die Ver bindung mit Jesu erfüllt uns mit Freude und Seligkeit, und wir genießen so recht alles Edle, Gute, Reine, besonders die Natur, als das wunder schöne Werk unseres Gottes und Vaters.

Anzeigen ꝛc. bis zum 25. April erwünscht.

und Beste haben.

Uersammlungsanzeigen

(Versammlungen innerhalb der Landeskirche)

Bezirk Friedberg.

Vorstadt zum Garten Nr. 8: Jeden Sonntag Abend und Donnerstag Abend Uhr Versammlung.

22. April Assenheim, 23. Schwalheim, 25. Nauheim,

27. Dorheim. Bezirk Alsfeld.

Stadtmission Alsfeld(am Kreuz). Jeden Sonntag um 11 Uhr: Sonntagsschule; abends 8 ½ Uhr: Versammlung. Freitags: Bibelstunde.

Sonntag, den 20. April: Maar, Lauterbach, Storndorf.

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22. Kirtorf, 23. Oberbreidenbach, 24. Altenburg, 25. Leusel.

Bezirk Nieder-Weisel. a 20. April, nachmittags 3 Uhr: Kirch- und Pohlgöns, abends 8 Uhr: Nieder-Weisel, Fauerbach, 22. Gambach,. 23. Münster, 24. Nieder⸗Weisel, 25. Butzbach, 27. nachm. Uhr Maibach, abends 8 Uhr Nieder-Weisel,

Fauerbach. Bezirk Sellnrod. Sellnrod: Jeden Sonntag, 12 Uhr: Sonntagsschule, abends Uhr: Versammlung. 20. April, lor: Helpershain, Ruppertenrod, Wohnfeld, Unter⸗Seibertenrod, abends 8, Uhr Klein-Eichen. 22. Helpershain, 23. Unter-Seibertenrod,

24. Sellnrod: Männerchor; 25. Klein-Eichen. 27. April ühr Wohnfeld, Groß-Eichen, Ober-Seiberten⸗

rod, Köddingen. gezirk Lich. Lich, Butzbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12¼ Uhr,

Sonntagsschule. 4 Uhr: Jungfrauenstunde,

Uhr: allgemeine Versammlung. 25« Ü vv 5 1 0 d4emeinschafts-Konferenz am Sonntag, den 27. und Montag, den 28. April in Frankfurt a. Al. im Vereinshause Nord-Ost, Wingertstraße 15 18. Thema: Lebendiges Christentum. Sonntag, den 27. April, nachm. Uhr: Wie es entsteht. abends 8 Uhr: Hemmnisse und ihre Ueberwindung. Montag, vormittags 10 Uhr: Wie erweist sich das lebendige Ehristentume nachm. 5 Uhr: e und echtes Christentum. abends Uhr: Wie sich das Christentum bewährt im Familienleben. 5

l ee Bezirk Gießen.

Stadtmission Gießen, Löberstraße 14.

Jeden Sonntag Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; Uhr: Versammlung. 44% Ubr: Christlicher Verein junger

Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Mockert⸗Frankfurt a. M.,

und die Prediger der Pilgermlssion.

Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston.

Druck von Otto Meyer, Gießen.