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Unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit Seinem Sohne Jesu Christo. J.
4 Gemeinschaftsblatt für Hessen.
Diescs Blatt erscheint wöchentlich und koftet 1 Pfg. vr Nu.(Porto ertrah— vor 20 EAy
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Sonntag, den 30. März 1913.
6. Jahrg.
————̃—— Was ist dir Irsus?
7 as ist dir Jesus von Nazareth?
7 2 Ist Er dein Meister und dein Prophet? Hast du erfahren Seines Wortes Kraft,
Das Leben wecket und Erkenntnis schafft,
Und uns den Weg zum Vater zeigt,
Dem Glauben Trost und Licht darreicht?
O selig, wer auch für die dunkelsten Stunden
In Jesu die Quelle des Lichtes gefunden!—
Was ist dir das Lamm von Golgatha,
Das man am Kreuze einst sterben sah?
Mit Sünden beladen, mit Dornen gekrönt, Vom Pöbel geschlagen, vom Volke verhöhnt. Hast du erkannt die Schuld, die's trägt,
Die Ihm von Gott ward auferlegt?
O selig, wenn auch dein Glaube darf sagen: Auch all meine Sünden hat Jesus getragen!
Was ist dir Jesus, der Menschensohn,
Den Gott erhöhte auf Seinen Thron?
Ist Er dir dein König, dem du dich geweiht, Gehört Ihm dein Leben und all deine Zeit? Kann Er dich wohl mit Freuden sehn
Gerüstet auf dem Kampfplatz stehn?
O selig, wenn Jesus dein König geworden!
Er wird dich einst schmücken mit himmlischen Orden!
Schonet die Bessegten.
Von dem Direktor des Gefängnisses in P. war ich gebeten, einen Gefangenen zu besuchen, der schon zum drittenmal dort war. Von diesem Mann will ich erzählen, aber zunächst von dem Gefängnis selbst.
Als ich an die große steinerne Eingangs— pforte kam, bemerkte ich darüber zwei lateinische, in Stein gemeißelte Worte: Parcere Victis“ (Schonet die Besiegten). Ich fragte, warum wohl diese Worte über einem Gefängnis stünden?
Der Hauptwärter, der mich führte, erklärte mir, daß dies Haus für die französischen Ge— fangenen aus der Napoleonischen Zeit gebaut worden war, sie wurden hier untergebracht und hatten es als Kriegsgefangene sehr gut, wenn man ja auch dafür sorgen mußte, daß sie nicht entfliehen konnten; die Mahnung über dem Tor wurde befolgt.„Ja, ich sehe ein, daß das richtig ist,“ erwiderte ich.„Schonet die Be- siegten, und vielleicht könnte man auch jetzt, wo das Haus für verurteilte Verbrecher be— stimmt ist, keine passendere Inschrift finden“
„Das sehe ich freilich nicht ein,“ erwiderte der Wärter und stand mit erstauntem Gesicht still,„wie meinen Sie das?“
„Nun,“ antwortete ich,„wer sind z. B.


