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Die Pölker harren dein!
Zwei afrikanische Häuptlinge kamen einst zu Missionar Chalmers und sagten:„Wir brauchen christliche Lehrer, willst du sie uns senden?“ Chalmers hatte niemand zur Verfügung und sagte ihnen:„Ich habe niemand und kann euch deshalb niemand senden.“ Zwei Jahre vergingen; jene zwei Häuptlinge kamen wieder zu ihm. Da fügte es sich so schön, daß Chalmers selber gerade frei war und mit ihnen ziehen konnte. Sie trasen an einem Sonntagmorgen in ihrem Lande ein. Zu seiner Überraschung erblickte er auf einmal das ganze Volk regungslos in tiefstem Schweigen auf den Knien liegend. Chalmers fragte einen seiner Begleiter:„Was soll das bedeuten?“„Wie magst du nur fragen? Sie beten.“„Aber,“ entgegnete Chalmers,„sie reden ja gar nichts.“„Weißer Mann,“ sagte der Häuptling,„wir wissen nicht, was wir sagen sollen. Seik zwei Jahren haben wir uns jeden Sonntagmorgen hier versammelt und vier Stunden auf den Knien gelegen, wie du es jetzt siehst, aber wir wissen nicht, was wir sagen sollen.“
0 Was für ein Bild der harrenden Völker! Aber, liebe Brüder, das Ziehen des Heiligen Geistes!
an dem Herzen der Völker mag vielleicht nicht mehr lange wirksam sein. Und was für Folgen wird es haben, wenn der Heilige Geist aufhört, verlorene Seelen zu Gott zu ziehen?
„Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils.“
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Mlit den Götzen wird's ganz aus sein. f Je
Ein kürzlich eingelaufener Bericht aus China—. sagt, daß daselbst vielerorts böse Zeiten über die Götzen gekommen sind. Der schlaue, gründliche,
berechnende chinesische Landmann, der dauernd
mit den Sorgen um das tägliche Brot zu kämpfen hat, fühlt nicht mehr den Respekt vor den Götzen,
auf deren Altar er sein schwerverdientes Geld
geopfert hat, von denen er aber keine Hilfe im täglichen Leben empfängt. So sieht man häufig Buddhastatuetten mit ihrem unerträglich zufriede— nen Lächeln in den Ecken unter dem Gerümpel liegen, oder den häßlichen Gott des Krieges, der hilflos und zerbrochen, wie einst Dagon, auf das Angesicht gefallen ist, ohne daß ihm jemand Ehr⸗ erbietung zollt. Dr. E. Lüring.
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Versammlungsanzeigen i
(Versammlungen innerhalb der Landeskirche)— Sezirk Gießen.
Stadtmission Gießen, Cöberstraße 14. Jeden Sonntag 1½ Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8¼ Uhr: Versammlung. 4½ Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Sonntag, den 238. Februar, nachmittags 3 Uhr:
Slaukreuffest.
Sonntag, den 23. Februar, nachmittags Nordeck, abends Wißmar, 25. Altenbuseck, 27. Kleinlinden.
Bezirk Alsfeld. 23. Lauterbach, 25. Maar, 26. Leusel, 27. Altenburg.
Bezirk Friedberg. Vorstadt zum Garten No. 8: Jeden Sonntag und Donners— tag abends 8½ Uhr Versammlung. 23. Febr. nachm. 3 Uhr: Stammheim, 25. Erbstadt, 26. Schwalheim; 28. Nauheim, 1. März Leidhecken.
Bezirk Schotten.
23. Febr.: Sonntagsschule um 12 Uhr, Versammlung in Schotten abends ½9 Uyr; nachm. 3 Uhr in Lißberg und Betzenrod, abends 8 Uhr Ranstadt.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen.
und die Prediger der Pilgermission. Verlag der Buchhandlung der Pilgermisston. *
Jeden Dienstag abends 8 Uhr Versammlung in Nidda. 26. Bibelstunde in Schotten; 28. Ranstadt.
Sezirk Lich. Lich, Butzbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12¾ Uhr, Sonntagsschule. 4 Uhr: Jungfrauenstunde, 8½ Uhr: allgemeine Versammlung. 23. Febr. Villingen, Langsdorf und Schwester
Sonntag, 26. Wohnbach
Anna Eigenbrod in Lich. 25. Villingen,
gezirk Nieder- Weisel. 3 8
26. Febr. Fauerbach, 27. Nieder⸗Weisel, 28. Butzbach, 2. März: abends 8 Uhr: Nieder-Weisel, Kirchgöns.
gezirk Sellnrod.
Sellnrod: Jeden Sonntag 12 Uhr: Sonntagsschule, abend 8 Uhr Versammlung. 23. nachm. 2½ Uhr: Köddingen, Ober-Seibertenrod, Groß. Eichen, Wohnfeld. g N a 25. Helpershain. 26. Unter⸗Seibertenrod, 27. Sellnrod: Männerchor, 28. Klein-Eichen. 2. März nachm. 2½ Uhr: Klein-Eichen, Helpershain, Unter⸗ Seibertenrod, Ruppertenrod.
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Mitarbeiser: Pfarrer Sperber⸗Cassel, Pfarrer Mockert-Frankfurt a. M.,
Druck von Otte Meper, Gießen.


