die Mutter immer um ihre Jungen herum gewesen wäre, so würden diese vielleicht nie
das Fliegen gelernt haben.
Ja, daran hat mich meine Freundin erinnert. Und ich will mich nun anch mit
Jesus zufrieden geben.
Er soll mein Herz weit machen und mit Seiner Liebe erfüllen.
Bis jetzt ist es, ach, so eng und kalt und leer gewesen. Ich will lernen, so wie sie Du bist genug für mich,
Mein lieber, teurer Heiland,
Ja, Du bist genug für mich!
von Herzen zu singen:
Die Geheimnisse der Gräber.
Es ist aber nichts verborgen,
In einer englischen Stadt wurde ein alter Friedhof aufgegeben, weil eine Wasserleitung hin- durch gelegt werden mußte. Bei der Anlage der
Wasserleitung stießen die Arbeiter fortwährend
auf Knochen und Skelette, sodaß ein solcher Fund nichts Außergewöhnliches mehr war.
Ein älterer, beschäftigungsloser Mann, der mit allen Verhältnissen in der Stadt seit Jahren vertraut war, ging öfter hinaus, um dort den Arbeiten zuzuschauen. Er hatte viele von den dort begrabenen Menschen persönlich gekannt und wußte manches von den Familienverhältnissen der Ver⸗ storbenen. Eines Tages kam er nach Feierabend hinaus auf den Kirchhof und sah, daß man das Grab einer Frau geöffnet hatte, die vor vielen Jahren plötzlich gestorben war und deren reichen Besitz ein entfernter Verwandter geerbt hatte, der sich seitdem nie wieder in der Stadt hatte sehen lassen.
Sinnend trat der Mann näher. Da sah er mit Befremden, daß die Arbeiter den weißen Schädel auf dem Erdhaufen hatten liegen lassen, wie er ausgegraben worden war. Das Zeichen zum Feierabend hatte wohl die Leute gerade ab⸗ gerufen.— Der Besucher trat näher. Plötzlich sah er, daß der Schädel sich bewegte. Während er starr darauf hinblickte, huschte eine Maus aus der leeren Augenhöhle und der knöcherne Kopf lag wieder still. Den alten Mann überfiel ein Zittern. Einem hinzutretenden Freunde erzählte er sogleich
das nicht offenbar werde, noch heimlich, das man nicht wissen werde.
Luk. 12, 2.
von dem Schädel, der sich bewegt hatte, und von seinem Schrecken. Der andere trat lachend hinzu und hob den Schädel mit einem Scherzworte auf. Er sah ihn genauer an, und plötzlich zog er aus der Fuge der Schädelnaht mitten auf dem Schädel⸗ dach eine lange, eigenartig geformte Nadel, das untere Ende einer Schlipstadel. Diese Nadel konnte nicht in der Erde oder nach der Ausgrabung dorthin gekommen sein, und sie war es auch nicht. Die Behörden wurden benachrichtigt, die Unter⸗ suchung setzte ein, und ihr Ergebnis war, daß der Erbe als ehemaliger Besitzer der Nadel, und als Mörder der alten Dame festgestellt wurde. Er starb am Galgen. Ein Mäuschen hatte ihn ver— raten.
Jahre lagen dazwischen, seit er sein Opfer betäubt und dann auf eine Weise getötet hatte, von der er glaubte, daß es niemals jemand werde entdecken können. Aber er hatte nicht mit Dem gerechnet, der zu Kain sprach:„Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu Mir vom Erdboden“(1. Mose 3, 10), mit Dem,„der dem vergossenen Blute nachforscht“(Ps. 9, 12). Gott sieht alles, Gott hört alles, Gott vermag zu enthüllen und zu offenbaren.„Der das Ohr ge⸗ pflanzt hat, sollte Er nicht hören? Der das Auge gebildet, sollte Er nicht sehen?“(Psalm 94, 9). Kein Geheimnis ist vor Ihm verborgen.„Auch Finsternis würde vor Dir nicht verfinstern, und


