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31 Feldgeschütze, Ingenieure und Kavallerie auf der Insel, die von ihren befestigten Stellungen und gedeckten Batterien aus den Uebergang sehr erschwert hätten.
Der preußische Verlust betrug 70 Offiziere und rund 1 100 Mann an Toten und Verwundeten. Unter den Loten befand sich auch der General v. Raven.
Auch der „Rolf Krake" das dänische Panzerschiff, hatte in den Kampf eingegriffen ibn aber bald aufgegebcn und war darauf abgedampft. Das Schiff war immer Offizieren und Mannschaften eine unheimliche, unberechenbare Grütze gewesen, wie ein Gespenst; aber nach dem 18. April schwand sein Ansehen, und man verspottete ihn.
König Wilhelm begnügte sich aber nicht mit dem telegraphischen Dank, er eilte selbst herbei, um diesem Danke an die braven Düppelstürmer persönlich Ausdruck zu geben. Zwischen Gravenstcin und Alzbllll hielt er am 21. April eine Heerschau über die am Sturme beteiligten Truppen ab. Al? Prinz Friedrich Karl ihm den Frontrapport überreichte. zog der greife König den Neffen bewegt an sein Herz und dankte ihm und seinen Truppen nochnials in der innigsten Weise.
Ein sehr interessantes Ereignis ist wert, noch angeführt zu werden. Es war vor dem Sturm bei Gelegenheit oer Besprechung mit den Unterführer»', als der Prinz zum Schlutz fragte, ob noch einer der Anwesenden etwas zu bc- merken habe. Alle? schwieg. Aber eine tiefe Stimme sagte ruhig und klar, als handle es sich um eine geringfügige Sache: „Wenn die vorderste Kompagnie sticht, Königlick>c Hoheit, so darf doch von hinten auf sie geschossen werden?" Alles sah sich um nach dein langen hageren Sprecher, der niit seiner Brille auf der Nase wie ein Schulmeister aussah. Es war der berühmte Gocben, der alte Karlistcngeneral, in Erinnerung an seine Ipanischen Kriege. Der Prinz war selbst über diese unerwartete Frage einen Augenblick betroffen, sagte aber dann: „Dos wird nicht Vorkommen" und wiederholte die Worte nochmals niit einer abweisenden Hand- biwegung. Gocben verneigte sich und schwieg. Er hatte an die Praxis in den spanisä-en Bergen gedacht. Prinz Friedrich Karl hatte Recht: seine Prcntzen stutzten nicht.
Am 12. Mai begann ein sechswöchentlicher Wasfenftill- stand, nachdem die Dänen Ende April die Festung Fredericia geräuint lind sich noch Fühnen zurückgezogen hatten. Diplomatische Verhandlungen, in die sich auch England mischte, beeinflutztcn die späteren Absichten der Verbündeten in ungünstiger Weise. Aber Ende Juni wurde von den Prcutzen auch SClfcn genommen, ohne Zweifel ein moralischer Erfolg, denn er zeigte den Dänen, datz man vor den kühnen Preutzen auch oiis den anderen Inseln nicht mehr sicher war. Auch England schwieg nach Alscn. So kam dann nach einem längeren Wafienstillstandc anr 30. Oktober der Friede zu Wien zustande, der Schleswig-Holstein von Dänemark trennte.
Prinz Friedrich Karl verließ seine Truppen mit folgen- dem Armeebefehl, in dem er nach einem fiefgefühlten Danke sagte: „Seit 50 Jahren haben Oesterreich und Preutzen wie- der nebeneinander gekämpft für dieselbe Sache. Und eng verbündet, wie es unsere Monarchen sind, so seid ihr, öfter- rcichische und preußische Waficngcfährten, wie Brüder euch begegnet. Kein Mitzton, nichts hat jemals diese Eintracht gestört. Des zum Andenken werden wir uns freuen, die Kriegsdenkmünze, die unsere Herrscher für den Feldzug zu verleihen die Gnade haben, alle am gleichen Bande zu tragen. Die Farben desselben mahnen uns, daß wir gute Kriegskameraden, die wir sind, auch in Zukunft bleiben, aber auch daran, daß Oesterreich und Preutzen vereint, stark und mächtig, ja, so Gott will, miüberwindlich sind."
Worte, die über den Bruderzwist von Sechsundsechzig hinüberklingen und heute zum frohen Wahrspruch geworden lind
Das gab selbst Tante Julie zn, die Mary sonst lobte. Rosemarie kümmerte sich nicht viel um sie. Sie stand der Schwägerin frencder denn je gegenüber und wünschte keine Aenderung im beiderseifigen Verkehr. Dagegen liebte sie den Kleinen fanatisch. Jeden freien Augenblick brachte sie bei ihm zu, wobei sie es klug einzurichten wußte, datz sie die Mutter mied.
Der Kleine gedieh überraschend. Da die Junitage beständig warm waren, ließ Mary chn tagsüber im Garten. Einstweilen verschlief er des Somniers Herrlichkeit. Sein Rütterchen genoß sie auf ihre Weise. Ihr war, als stehe sie aus dem Höhepunkt ihres Glückes. Geborgen in ihres Cannes Liebe, zur Seite das liebliche Kind, genoß sie Som- nersonne und Blumenduft, empfand sie, w neues Leben durch ihre Adern flotz.
Monate waren vergangen. Heinz, der Kleine, wuchs ran. Schon streckte er die Acrmchen nach seiner Mutter 11 3 schon begrüßte er Heinz' Eintritt mit lustigem Krähen, 'ibst Erna, die er liebte, behauptete, daß er sie kenne. Bon einer einzigen lvandte er sich ab. Rosemarie gab sich die erdenklichst« Mühe des Kindes Herz zu gewinnen, sie 'egte ihm zuliebe sogar die Trauer ab und erschien gegen >re Gewohnheit in hellen Kleidern, weil die Wärterin behauptete, er liebe das Helle.
Nichts hals. Er zitterte vor Angst, fo oft sie sich chm näherte. Zwang man ihn, erhob er ein mörderisches Geschrei. Mary versuchte auf alle Art des Kindes Furcht zu bezwingen, sie überwand sich sogar so weit, ihn selbst zur Tante hinaufzutragen. Es nutzte Lichts. Kaum sah das Kind die hohe Gestalt, so fing cs an zü weinen und beruhigte sich erst, wenn man es weggebracht hatts
lFoitsetzung folg..
Reue Tageszeitung. Montag, den s. März »914.
Wie ßch die «bkmodttnk Welt „ainiiflfrr.
Merkwürdige Enthüllungen macht Louis Forest im „Matin": „An der Riviera", plaudert er, „sind gegenwärtig viele
Hotelte-llner, die noch jung an Jahren sind, aber sehr abgenragcrt und geschwächt aussehen. Ihre Mattigkeit ist jedoch edler Natur: sie kommt daher, datz die Herren Kellner das Verlangen haben, sich fortzubilden. Rach der harten Tagesarbeit knapsen sie von den wenigen Stunden, di« sie dem Schlafe widmen können, noch etwas ab, um Abendkurse zu besuchen, ihre Erziehung zu vervollkommnen und um den Preis vieler Nachtwachen das zu lernen, was heut« für jeden gewisienhasten Bürger uube. dingt notwendig ist: den Tango. Früher pflegten die Hotelbesitzer den Geruch eines nicht mehr ganz frischen Fisches durch die Tunke zu verdecken. Dann erfanden sie, um die Aufmerksamkeit des Gastes abzulenken, Zigeuner. Jetzt haben sie noch Tänzer hinzugefiigt. Diese Evolution ist, meiner Ansicht nach, auf die Lchrlingskris« zurückzuführen. Die Küchenchefs haben keinen geeigneten Nachwuchs mehr. Und man mutz die Küche durch irgend etwas anderem ersetzen ... Es gibt also in der Riviera in der Hochsaison keinen Hotelpalast, in dem nicht zur Teestunde oder nach dem Diner ein paar Tangotänzerpärchen zur Schau gestellt würden. Diese Tänzer sind bezahlt. Aber da sie sich vtn einem Tische erheben, an welchem Eäsde sitzen, da sie genau so ohne Appetit gegessen haben wie ihre Tischnachbarn, da sie ebenso gelmrgweilt, d. h. distinguiert aussehen, halten "die Fremden sie für Tanzamaieur«. Und man sieht von Zeit zu Zeit, wie der Fürst Couehe und Miß Poire, durch das edle Beispiel angestcckt, gleichfalls zu einem Tänzchen antreten und dem nr.tzückten Hotelwirt aus diese Weise «ine Herabsetzung seiner Unkosten ermöglichen, denn wenn Amateure tanzen, brauchen nicht so viele Bcrufstänzer besoldet zu werde», Eu!« Tanga- tönzer find gar nicht zu bezahlen. Nach dengrotzen Hotelpalästen mutzten sich auch di« Halbpalüstc, di« Viertelpa löste »nd die Si- rmlipaliiste für den Tango zu interessieren beginnen. Alle Welt verlangt jetzt Tango Und das eilt; denn die Saison geht rasch vorüber. Deshalb haben «in paar gewitzte Hotelbesitzer, da sie N'icht wußten, woher sie so rasch Tongotänzcr verschrcii-en sollten. Hausknechten, Kellnern-, Zimniennädchen, di« sich ein bischen anstellig zeigten, Tango-Untcrricht geben lassen. Und sie haben ihrem Dienstpersonal vornehm geschnitien« Röcke und Roben aus der Rue de kr Pair geliefert. Begreift man jetzt, weshalb die Fremden die Tangotänzer so leicht für vornehme Leute halten? — Die Hotelwirte haben übrigens alles ausgezeichnet arrangiert. Sie haben gute Auswahl gctrofsen; sie haben nur junge Leute, di« recht müde und läisig aussehen, ausgesucht. Um zu Tcauermelodien zwischen Tischen zu tanzen^ muß man in der Tat so ausstchen, können wie alle», was man heutzutage Freude nennt. Ein Lächln, eine heitere Miene, und der Tonga ist nicht mehr schick ... In den Kellnerstuben erzählt man noiürbich Geschichten von Kollegen, die mit dem Tango ihr Glück gemacht haben. Ein Junge, der noch vor einem Monat Fahrstuhlführer war, verdient jetzt täglich 800 Franes. Der klein« Siinvn, der so dumm war, da er sich nicht einmal zu seinen Gunsten verrechnen konnte, gibt jetzt amerikaniichen Milliardärtöchtern Unterricht. Wenn schließlich alle Kellner Tangotänzer geworden sein werden, wird es für die Tangoiänzer am besten sein, wenn sie Kellner werden. Das ist das Gesetz von Angebot« und Nachfrage, das einzig wahre, das einzig weil«, das einzig richtige, das alles wieder im Ordnung bringt .
Aus aller Well.
Der Kanairenvvgcl als Zeugt. Der Gasttvirt Ernst
Koster in der Torganer Straße zu Schöneberg, besaß einen Kanarienvogel, den er mehrere Melodien gelehrt batte. Wenn K. aus einer Vogelpfeife eines der Lieder begann, so sang der Vogel die Melodien ganz deutlich und richtig nach. Als R. vor einigen Tagen wiederum ein Vogelkonzert für seine Gäste veranstalten wollte, bemerkte er zu feineni Schrecken, daß die Tür des Vogelbauers gewaltsam geöffnet und der wertvolle Vogel gestohlen war. Der Verdacht des Wirtes lenkte sich sofort auf einen Gast, den Mechaniker F. Er erstattete sofort Anzeige und begab sich mit einen'. Beaniten nach der Wohnung des F., wo er auch den Vogel vorfand. Der Mechaniker bestritt zmiächst den Diebstahl und behauptete, daß er den Vogel schon seit längerer Zeit besitze. Der Bestohlene schlug nun vor, den Kanarienvogel als Zeugen anzurufen, indem er behauptete, daß das Tierchen ihn als seinen Herrn sofort erkennen und sich auf den ausgestreckten Zeigefinger der rechten Hand setzen werde. Das Bauer wurde geöffnet und unverzüglich flog der Vogel niit fröhlichem Gezwitscher dem Gastwirt zu und setzte sich richtig auf den ausgestreckten Zeigefinger. Angesichts dieser Beweisführungen bequemte sich der Dieb zu einem Sing«- ständnis.
Vom Schwär,waw. Auf den Höh« der Schwarzwakde» ist
nech reichlichem Schneesall starker Frost erngetreten. Bus der Hochfläche der Paar und im Feldberggebiet fiel di« Temperatur bis 8 Grad unter dem Gefrierpunkt; vom Belchen wevden 9 Eiad Kälte gemeldet. Der Neuschnee, der sich bis zur Talsohle herab behauptet, liegt auf dm Kommhöhen einen Dlevtelmeter hoch Im Hornisgrindegebiet e««icht jetzt die Schneehöhe 40, cm Felbberggebiet 70 Zentimeter.
Professor Ott» Hanrnck entschwunden. In Stuttgart ist der Professor Otto Harnack, an der Technischen Hochschule, seit einiger Zeit verschwunden. Er hat am Sonn-ag, den 22. Februar st'ne Wohnung ohne Angabe eines Ziele» verlosten und wird seitdem vermißt, Profestor Harnack war früher rn Dannstadt; auch dort hat er sich einmal länger« Zeit unter dem Einfluß einer seelischen Depression für längere Zeit von Hause entfernt. Cr wurde damals in Jtalben ermittelt.
Vom Mord am Tcufelsse«. In einer Ortschaft an der Gör- litzer Bahn ist «in Mann, der als mutmaßlicher Mörder der beiden Frauen am Teufelssee in Betracht kommt, verhaftet worden. Auf d«n Verhafteten patzt das Signalement, Die Festnahme erfolgte, nachdem festgestellt worden war, daß der Mann- falsch« Paniere bei iich führte. Außerdem wurde «rn Portemon-
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noic vorgefunden, von dem man annimmt, daß es der crmöp beten Frau Witt gevaubt worden ist. Auf dem G-meindefried- hof in Nowawes wurden an, 4. März die beiden Opfer der Blrib tat, Frau Amalie Witt und Frau Schwark, zur letzten Ruhe bestattet.
Flucht eines Bürgermeisters. Großes Aufsehen machen i„ Bad Bttickena» di« Zahlungsschwierigkeiten des in ganz Hestru bekannten Bürgermeisters und Pesthaltcrs Peter Rhcinwald Besitzer des Hotels „Zur Post", der seit einigen Tagen mit sei. wer Familie von dort verschwunden ist. Die Passiven sind seh, glotz. Auch die Gemeind« Bad Brückenau ist mir ungefähr Mk 120 000 engagiert. Die Aktiven sind verhältnismäßig gering
Eine unselige T°t Die 32 Jahre alt« Eh-frau des Schwei. Hers Aiarion in Ulm fand sich im Amtsgericht ein und macht, di« Anzeige, daß sie ihre drei Kinder im Alter von 6, 4 Iahte, und 4 Monaten in Abwesenheit des Mannes in ihrer Wohnuez ausgehängt habe. Die sofort angestellten Ermittelungen c:- gaben die Richtigkeit dieser Anzeige. Di- Kinder wurden, teils an der Zimmerdecke, teils am Türpfosten hängend tot eufg«- iunden. Was die als fleißig und ordentlich geschilderte F:a,, zu der unseligen Tat veranlaßt Hot, bedarf noch der Aufklärung.
Berurteilung eines betrügerischen Bürgermeisters. Del Bürgermeister von Klein-Schmalkalden, Fitz, ist wegen Vergehens im Amt« Unterschlagung und Urkundenfälschung von der Slraskammer zu Meiningen zu 3 Jahren Gefängnis vcrutteilt worden.
Schmerzensgcldjägcr. Von den 27 bei der Zivilkam.
wer des Landgerichts in Zabern gegen den Militärfiskus anhängig gemachten Entschädigungsklagen wird der größcc« Teil am 10. März zur Verhandlung komme», nachdem bet Vertreter des beklagten Militärfiskus, Geh. Justizrat Wün- disch, bei dem vertagten ersten Termin die Vereinigung der anhängigen Klagen beantragt hat. Ein Teil der Kläger hat mit der vom Militärfiskus angebotcnen Entschädigung von je 50 Jl fidj abgefimden, andere haben die Annahme mit der Begründung abgelehnt, an ihrer Gesundheit geschädigt worden zu sein.
Verhaftete Schwindler. Die Schöncbevger Kriminalpolizei verhaftete ein; aus neun Personen bestehendes Schwinblerkon» fortium, bas Hunderte Personen um größere Beträge geschädigt hat. Die gesamte Höhe der erschwindelten Sumni« bürst« sich schätzungsweise auf 350—100 000 Mark belaufen. Der Schwindel wurde mit wertlosen Lizenzen betticben, die an vertrauensselig« Kapitalisten um 8 000 Mark dar Stück verkauft haben.
Ein schweres «erbrechen. Im Haufe Krefekderstratz- 20 in Moabit ist «in schweres Verbrechen entdeckt worden. In ihrer Wohnung wurde die 58 Jahve alt« Frau Diana Metz tot auf, gefunden. Als Täter kommt ihr 35 Jahve alter aas erster Eh« stammender Sohn, Rudolf Eöthe in Frage, der feit sieben Jahren an Tuberkulose leidet und außerdem geistig nnnderwertig ist. Auf bi« Ergreifung des Mörders ist eine Belohnung vor 800 Mark aasgc setzt worden.
Berurteilung van Offiziere« wegen Duelloergehen». Das Kriegsgericht in Düstekdors verurteilt« wegen v^—«»sott>«ron>> zum Zweikampfe mit tätlichen Waisen den Leutnant im dortigen Ukmeniegiineitt Rr. 5 Graf Beißel von Gymnich zu drei und den Leutnant der Reserve im Dragonrrregiment von Wedel (Pommersches Rr. 11 ) Eckardt zu 4 Monaten Festungshaft sowie wegen Kartelttagens den Rittmeister d. R. Ostmonn von der Leye zu einem und den Oberleutnant Ferdinand Leibs zu zwei Tagen Festungshaft. Di« Verhandlungen fanden unter Ausschluß der Oeffentlühkrtt statt.
Schweres Schabrnfeuer in Dottmund. In einem großen Lagerhaus in der Pttnz Wikhelm-Strahe in Dortmund, in dem sich auch eine Kaffee-Erotzrösterei befindet, brach Feuer au», datz an dem reichen Vorräten an Kolonialwaren aller Art reiche Nahrung fand. Es gelang der Feuerwehr nur mit großer Mühe den Brand auf seinen Herd zu beschränken nnd di« Nachbarge- bäube zu schützen. Da in dem Gebäude mehrere Firmen ihr Lager haben, läßt sich di« Höhe des Schadens zurzeit noch nicht übersehen.
Beim Rangieren erdrückt. Ein tragisches Geschick hat di« Familie Reckmann in Walstedde betroffen. Zwei ihrer Söhn« find bereits im Dienste der Eisenbahn ums Leben gelomnrei». Run geriet der dritte, der Rangierer Reckmann, zwischen die Puffer zweier Züge und wurde erdrückt.
Bo» eine«, Hunde totgebisien. Don einem ttagisihen Mißgeschick wurde die Familie des Fleischermeisters Hochstettei in Dortmund heimgesucht. Das 1% Jahr« alt« Töchtercherr wurde, als es mit dem Hofhund spielt«, von diesem in den Kopf g» bissen und starb kurze Zeit danach an den erlittenen Verletzungen. Der Hund wurde getötet rrnd der Kadaver zru Untersuch
ung eingeliefevt.
Beim Fischen ertrnken. Der Sergeant Hornist Rickenbeks vom PionirbatoMon Rr. 10 in Minden ist beim Fischen in der Weser ertrunken. Er fuhr mit einem Echlächtermeiestr beim Fischen den Fluß abwärts. Dabei stieß das Boot gegen ein Schiss nud kentert«. Rickenberg stürzte ins Wasser rrnd ging sofort unter. Sein Begleiter konnte noch tm letzten Augenblick dir Ankerkett« de, Schiffes ergreifen und ward« gerettet. Di« Leiche des Ettrunkenen ist noch nicht geborgen.
Ein bestialischer Retter. Ein Reiter vom 4. Chevauleger»- regiment in Bayreuth hat seinem Dienstpserde die Zunge aus- gerissen und das von Schmerzen gepeinigte Tier noch in d-> Bahn geritten, bis Vorgesetzte das Tier bluten sahen. Di« Zunge fand man im Stollstond, Der Reiter wurde sosott •«' hastet und dürste einer exemplarischen Straf« entgegensetzen.
Folgenschwere Explosion. Ein noch unaufgeklärter Vorfa» de« zwei Menschenleben zum Opfer fielen, ereignet« sich in 3» gorze bei Myslowitz. Aus der Mottimer Grube find die Arte' Biganski und Zellmski beschäftigt. Es erfolgt« in der 2Bo? nung de» elfteren eine heftig« Detonation. Als die Wohnur^ geösfirot wurde, bot sich den Eintretenden »in grouenhoftei blick Lar. Beide Arbeiter logen vollständig zerrissen am Sw# ; Was eigentlich vorzefallen war, konnte noch nicht «rnn ' werden. In der Nähe des Tatortes wurde eine abgebi«'!'.
Zündschnur gefunden.
Unterschlagungen eines Bonkbirettor«. —,
des Staatsanwalts io Belli nro na ist dar Direktor der m
Auf Veranlasst"^


