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Deutschland das rückständigste Land in bezug auf die Post ist. Aber unsere Post kann sich in Wahrheit vor dem AuSlandc sehe» lassen. (Zustiinmung rechts.) Viele Wünsche werden ja aus dein Publikum geäußert, aber eS geht nicht an, alles einzuführeu. Manche Neuerung erweist sich nachher als tui- nütz, wir j. B. die Kartellbriefe Die Postbestellupgen ge­nüge» meiner Ansicht nach vollkommen. Eher könnte im Interesse größerer Ruhe au eine Einschränkung gedacht wer­den. Die Zeitungsbesörderung läßt zu wünschen übrig. Die Zeitungsordnung steht leider nur auf dein Papier. Hoffent­lich koinmt eine neue Fernsprechgebührenordnung. Die un­nütze Fernsprechcrci sollte eingeschränkt werden. Wir leiden unter der sortwähcenden Anguasselei. (Zustimmung rechts.) Die Dienststundcn der Fernsprechämter auf dem Lande soll­ten einheitlich geregelt werden. Wir wollen den Beamten daS Petitionsrecht nicht verkümmern, aber sie sollten ihre Wünsche immer erst ihren Vorgesetzten vortragen, ehe sie sich an den Reichstag wenden. Sonst gibt es hier eine Hochflut von Petitionen. tZustiuiniung rechts.) Die Wünsche der Postagcnten verdienen Berücksichtigung. Ich bin kein Freund der Fraucnciuanzipation, habe aber gegen eine Be­schäftigung der Frauen an sich nichts einzuwenden. Aber sie dürfen nicht de» Männern die Beschäftigung nehmen, vor allein dürfe» sie nicht Vorgesetzte von Männern sein. Das würde zu einer Verweiblichung führen. Eine Beschäftigung der Frau als Fernsprechgehilsin entspricht nicht ihrer Eigen­art. (Zuruf: Ja!) Rein, die Aerzte sind anderer Meinung, do das Nervensystem darunter leidet.

Prenfn>cher Landtag.

Abgeordnetenhaus.

Dar Preußische Abgeordnetenhaus beschäftigt« sich am Mon­tag mit dem Gesetzenlwurf zur Abänderung des Kommunal, abyaben-gejetzes und des Kreis- und Provinzialabgabengesetzes. Ja Beibindung damit stand eine Interpellation der Abg. Dr. Aren»! (fteikonf.) und Genossen über die Unterschiede in der finanziellen Belastung der Gemeinden.

Minister v Dallwitz erklärt« Zu Beginn der Sitzung, daß er nicht in der Lage sei, jetzt di« Interpellation zu beant­worten. Er behalte sich das für einen späteren Zeitpunkt vor. Dann ging er aus das Kommunalabgabeng-setz ein. Dir hohen Gemeiudelasten bedeuteten vielfach eine Gefahr, doch könne dar Ersetz dem nicht abhelfen. es tonn« lediglich die bester« Berter- lung der Lasten regeln und di« Bevorzugung einzelner Perfo. nen imb Gruppen ausheben. Der Entwurf sei das Ergebnis langer, piattijchcr Erfahrungen, der hoffentlich zu einer gedeih, lichcn Weiterentwicklung der Kommunen führe« werde.

Abg. ». Jacob! (kauf.) erklärte sich mit den Grundftugen des Entwurfs einverstanden. Er bezweifelte aber, daß er ge­eignet sei, einen Ausgleich in der steuerlichen Belast««« der Städic und kleineren Laudgenicinden herbeizuführen. Er warnte vor zu weitgehender Erhebung von Berwaltungsgebühren, das könne leicht die kleinen Leute in die Hände der Winkelkonsulen­ten lreiben. Unbedingt müsse der Grundbesitz vor unberechtig­ten Steuern geschützt werden. Die Grundsteuer »ach dem ge­meinen Wert lehnten seine Freunde ab. Sein« Freunde bean­tragten di« griindlichc Durchberatung des Entwurfs in einer Kommission von 28 Mitgliedern.

Abz. Dr. Keil sRatl.) wies besonders auf dir unerträglich haben Schullasten vieler Gemeinden hin. Energische Abhilfe sei nötig. Kritisch ständen sein« Freund« der Besteuerung der G. m. b. H gegenüber, doch wollten sie an der Kommissionsbera- tt>ng mitwirke».

Abg. Dr. Wuerineling (Ztr.) wünscht« vor allem eine Erziehung der Gemeinden zur weisen Sparsamkeit, sonst wür. den auch die vorgeschlagenen Mittel nicht Helsen.

Finanzminister Dr. Lcntze nahm di« Gemeinden gegen den Vorwurf in Schutz, daß sie zuviel Ausgaben für luxiöf« Zwecke machten. Die modernrn Anforderungen an die Einrich­tungen der Schulen, dem Aussehen der Straßen usw. seien den Gemeinde» über den Hals gekommen. Wenn die Gemeinden nicht so tapfer voraugeschrttten wären, dann hätte Preußen nicht solche kulturelle Höh« erreicht. Das habe die großen Städte steuerlich überlastet, in den kleinen trag« das Kinderprivileg dazu bei. Er hoffe, daß die Koinmissionsberalung ein crsprieß. lichco Gesetz zustande bringen werde.

Abz. Dr. B r e d t (freikons.) mach!« für die Steuernot die ver'ehrtc Bodenpolitil der Städte verantwortlich. Er lehnte die Steuer nach dein gemeinen Wert ab und sprach sich gegen di« Erngrisse der Städte in die Privatwirtschaft des Einzelnen aus.

Al>g Cassel (Fortschr.) bekannte sich dagegen als u»be- birrzier Anhänger der Steuer »ach gemeinem Wert und dankte dein Finanzminister für seine Verteidigung der Städte.

Abg. Hirsch (Soz.) meinte, die steuerlich« Rot vieler Ge. «erulen mit königlicher Polizei lomme daher, daß dies« keinen Einsli ß aus diese Kosten hätten.

Abg. Graf v. 2 p e e (Ztr.) bezcichnete die durch die Ge­meinden erhobenen Steuern nach dem gemeinen Wert als di­rekte Vermögenssteuern.

Das Haus vertagte sich aus Dienstag, 11 Uhr: Fortsetzung. Schluß halb 8 Uhr.

^agesüderNcht.

Deutsches Äeich.

:: Der bayerische Krjegsminifter gegen di« Soldatenmiß.

Handlungen. Der bayeristhc Kriegsminister Hai einen Erlaß an di« militärischcn Behörden gerichtet, worin das strengste Ein- jchoeittn gegen all« Fälle von Mißhandlung von Soldaten oder «nvorschlistsmäßige Behandlung gefordert wird. Der Kriegs, minister erltärt, daß er mit u»,rachsichtlicher Strenge gegen je­den V»!gesetzte» ciaschreite» werde, welchen durch nachlässige Psli.etaujjastung «ine Mitschuld an einer unwürdigen Behand­lung von Mannschasten trifft.

:: Die deutsch-ftanziis,scheu Bazdadbahnverhandlungen. Die _5'.'!;c. die ein Teil der »ationoliltilcheu Pariser Bi:stc gegen

Neue -Tageszeit», >g. Dienstag, ven 3. März 191«.

da» deutschfranzösische Bagdadbahnobkvmmen führt, ist seit einigen Tagen verstummt. Die französische Regierung hat ihren Botschaft«! in Berlin, Jul«» Eanibon, nach Pari» berufen, der in Gemeinschaft mft den Pariser Delegierten di« endgültige Ueberarbeiiung de» Abkonnnens in Fühlungnahme mit den maßgebenden Leitern der französischen Diplomatie durchsühren soll. Ursprünglich war der Aufenthalt Eambons in Paris nur auf wenig« Tag« festgesetzt. Nach den bisherigen Dispositionen wird Cambon jedoch nicht vor Beginn nächster Woche auf seinen Berliner Posten zurückkehren können.

Frankreich.

:: E>n neue» französische, Feldschnellfruergeschiitz. Der

,.Tempo" kündigt« gestern di« Einführung eine» Schnellfeuer- feldgeschützes von 165 Millimeter Kaliber an. Das Geschoß der neuen Kanone wiegt 1V Kilogramm und erreicht eine mittlere Geschwindigkeit von 870 Sekundenmetern. Bei größizulässiger Erhöhung beträgt di« gesamte Schußweii« mindestens 10 Kilo­meter. Wegen des großen Eefchoßgewichtes wird immer erst das Geschoß selbst und dann erst die Hüls« für sich in den Laus eingefiihrt: die Feuergeschwindigkeit soll darunter nicht leiden. Der Rücklauf wird durch komprimiert« Luft erreicht. Das ganze Geschütz ist mft einer Schutzhülle versehen. Es wiegt 3206 Kilo­gramm, di« Protze 2606 Kilogramm.

England.

Aufgegebene Hebungsversnche. Der Oberkommandant der englischen Flott« in Plymouth verkündete gestern Abend, daß nach einer Entscheidung der Admftalität die Versuche zur Heb­ung des am 18. Januar mit der gesamten Mannschaft von 11 Mann in der Bucht von Whiiesand gesunkenen Unterseebootes A. 7" nicht mehr fortzusetzen sind. Am Donnerstag soll an der klnglllcksstclle ein Gottesdienst abgehalten werden, «in weiterer Gottesdienst wird in der Marinegarnison von Devonport statt» finden.

Rußland.

Kohlenfunde am Kaspijee. Am östlichen Ufer des Kaspi- fees, im Mangifchlaker Kreise, wurden riesig« Steinkohlenlager in einem Umfange von 124 Quadratwerst entdeckt. Di« Kohle weist eine vorzügliche Qualität auf. Da di« Wolga nahe ist, bietetQ di« Ausbeutung d«r neuen Dodenreichtllmer keine Schwierigkeiten,

Mexiko.

:: Zur Ermordung des Engländers Benton. Di« Unter­suchung wegen der Ermordung des Engländers Benton ist vor­erst aufgegeben worden, bis eine Auseinandersetzung mit Car- ranza erfolgt ist, der den Standpunkt verittit, nur EroßbrÄon- nien könn« di« Untersuchung verlangen: das Hab« aber ein« entsprechende Forderung nicht gestellt, da di« englische Regie, rimg Huerta anerkannt hat. Augenscheinlich herrscht in Wa­shington ziemlich« Verlegenheit. Das BlattSun" meldet, Huerta fei stärker »l» je. Er habe ausreichend« Mittel und feine Soldaten seien iatsächllch in besserer Verfassung als die Rrvoluttonärr.

Vereinigte Landwirte

von Frankfurt a. M. u. Umgegend.

Versammlung

Mittwoch, den 4. März 1914 abends 8 Uhr in

g: Rieder-Wöllstadt :»

in der GastwirtschaftZur Rose" (Bausch.)

Redner die Herren Hensel-Dortelweil und Hirschel-Friedberg.

Alle Landwirte Rieder-Wöllstadts werden zu dieser Versammlung eingeladen.

Eichen (Kr. Hanau), 3. März. Am Samstag nachmittag fand hier in der Stein'schen Wirtschaft eine Dcrsammlung oer hiesigen Ortsgruppe statt, in der der Geschäftsführer unserer Vereinigung, Hirsche!- Friedbcrg, über organisatorische Fra­gen sprach. Es wurdcn verschiedene Beschlüsse gefaßt, die un­sere örtlichen Berhältnist« betreffen.

Sund dcr Kundwirte.

Schwalheim, 3. März. Am vergangenen Samstag hielt die hiesige Ortsgruppe des Bundes der Landrvirte in der Wiefner- jcheir Wirtschajr eine Versammlung ab, an der sich die meisten hiesigen Landwille beleiligten. Hirschel-Friedberg besprach die politischen und wirtschaftlichen Fragen, insbesondere auch das neue Krankenversicherungsgejetz und seine Wirkung auf di« Landwirtschaft. Er fand ledhasten Beifall. An der Aussprache beteiligten sich Herr Altbürgermeister Henscl, dem Herr Hirfchel nochmals antwortete. Mit einem Hoch auf den deut- jchsn Bauernstand schloß der Vorsitzende Karl Fleischhauer die Versammlung.

Ans der Heimat.

* Friedberg, 3. März. Die Fleistlmrinnnng beschloß vom 1. März ab eine Herabsetzung der Ochsen- und Rind- flcischpreisc um 5 Pfennig daS Pfund.

* Friedbcrg, 3. März. Das neue Berliner Opcreftcn- Ensemble, welches sich auf einer großen Tounree durch Deutschland befindet, kommt am Sonntag und Montag bei uns zu Gast und wird uns mit zwei der neuesten »nd besten Opcretten-Schlager bekannt machen. Es sind diesDie Kino-Königin" nndDie Tangoprinzefsin". Die Kino- Königin von Freund und Okonkowskr mit der reizenden Musik von Jean Gikbert. Die Hanptfchlager dieser -Opc- rekkc find-Liebliche kleine Dinoerckmn".In der Nacht",

____________Seite i,

Man lacht, man lebt, man liebt" undAch Amalie", sind schnell populär nnd beliebt geworden, wie keine anderen

Lperetienmelodicn. Seit einer Reihe von Jahren erzielt diese Operette in Berlin täglich auSverkaufte Häuser. Erst

wurdcn über 200 Anssührungen am Motropol-Thcater cr-

rcicht, dann über läO am Rollendorf-Theatcr und heute noch hat dieser Operetten Schlager am Friedrich-Wilbel-ustäd-

tischen Schauspielhaus ausverkaufte Häuser .fodaß für Ber- lin die 000. Ausführung in kurzer Zeit tngetllndigt werden dürfte. TieKino Königin" ist tatsächlich die Sensation dieser Saison, denn nicht allein Berlin, nein, alle anderen deutschen Großstädte >vie Hamburg, München, Breslau Stettin, Leipzig, Hannover usw., haben fch>on zahllose Auf­führungen hinter sich und noch täglich müssen die Gesangs- schlager 3 bis 4 Mal wiederholt werden. DieTango- Prinzessin" ist eine der »eiiesten Operetten, welche sich in kurzer Zeit die Welt erobert habe» dürste- Am Bcrlinei Thalia-Theater erzielte dieselbe bereits feit eurem Vicrtel- jchr täglich ausverkaufte Häuser und dürfte dort sobald nicht vom Spielplan vcjchwindcn. Die reizenden Melodien des populären eJan Gilpert in dieser Operette sind bereits Ge- incingnt des großen Publikums geworden, und fast überall bört man schon singen und spielen:Ach wenn das dcr Petrus- wüßte",Ich tanz so gern den Tango" usw. Das Neue Berliner Operetten-Enscinble, lvelches uns die Be- kanntschaft mit diesen neuen Operetten macht, erfreut sich de-: besten Renommees und ist nicht zu verwechseln mit andere, reisenden Gesellschaften, es ich ein erstklassiges, durchau« künstlerisches Unternehmen. Wir können also »ilt gutem Gewissen den Besuch dieser Oiastspielvorstellung empfehlen. Diese modernen Operetten Schlager sollte jeder Musikfreund sehen.

* Ober-Erlenbach. 2. März. Ein schwerer Raubanfall wurde

hier in der Nacht vom 27. auf 28. v. M. an dem Kutscher der Firma Weil (Bilbeler Wasservertrieb) aus der Straß« van Ob., Erlenbach nach Seulberg verübt. Ern Paffcmt fand den Beda» ernswerten erst am anderen Morgen in besinnungslosem Zu. stand bei seinem Fuhrwerk. Ein« groß« Blutlache kennzeichnet« den Tatort. Don der Steftvmühle au» wurde das Fuhrwerk schon längere Zeit beobachtet, aber da die Straße in schlechten, Zustade ist, glaubt« nran, es sei wieder einmal jemand stecke« geblieben Erst um 1V Uhr kam aus telefonische Mitteilung sei, tens der Stcurmühlc «i» Auto mit einem Arzt van Dübel. da, den Mann nach Vilbel ins Krankenhaus überführt«. Von dem Täter fehlt jede Spur, es dürften ihm zirli 86 Mark in die Hände gefallen sein. Der Zustand de» Verletzten ist sehr be. deutlich

* Lilbcl, 3. März. Die hiesige freiwillige Feuerwehr begeht am 0. »nd 6. Juli l. IS. ihr 40jährigeS Stiftungsftst. Am 28. März wird die höher Bürgerschule ihr 25jöhriges

Jubiläum feiern.

Wöljershcim, 3. März. Samstag, den 28 Februar(* c-> Svölfersheim Gemeinderatswahl statt, bei der bei «ergkafsterer

Winter mft großer Majorität gegen einen hiesigen Landwitt von dem behauptet wird, daß er keinen Feind im ganzen Dorf häkle, gewählt. In einem für den Gewählten herausgrgcbene» Flugblatt wurde di« Behauptung ausgestellt, daß der nun un­terlegen« Kandidat sich aus das Drängen seiner Freunde aufzv- stellt habe. Was beweist dies? Es liegt nicht in Jedem, feint Persönlichkeit so in den Vordergrund zu stellen und sich aus diese Art bemerkbar zn machen. Dann heißt es weiter:Wenn er aber eben schon tut, was feine Freunde wollen, wie wird ec dann sein, wenn er wirklich im Gemeinderot ist? Mo blelbl da die Arbeft nach bestem Wissen und Ecwistcn?" Also, dar wagt man einem Ehrenmann zu bieten, der schon jahrelang da! Amt eines Eerichtsschöftcn ausübt! Wohlweislich hat man cs vermieden die Stelle zu nennen, wo dieses Machwerk hergestelli wurde: aber noch ist darüber dar letzt« Wort nicht gesprochen Wohlniöglich, daß dieselben Helden, di« die Strohmänner, di« Frcibierspcndcn waren, wegen denen die frühere Alah Winters kassteft wurde, auch jetzt wieder den Deckniantel ab geben. Run es produziert sich eben jeder so gut, er es kann. Dann wird in dem Machwrrl auch noch von Fajclvich und Un­abhängigkeit gesasell. Ist es denn überhaupt für ernst zu neh­mende Leut« «in- Frage, wer der Unabhängige ist: der ftfte Bauer oder dcr Beamte, der gegebenenfalls Rückstchien nach oben zu nehmen hat »nd wenn er auch Kassierer an der Lud- wigshoftnung sei. Dann ist in dem Flugblatt davon die Rede, daß nran rn den brodelnden Kegel hineinschauen wolle, um z» sehe,» was darinnen ist. Wir meinen, man solle acht geben, daß nran nicht hinrinfüllt, dem, sonst tönnte man sich den schönen Bart und das reichliche Haar verderben. Auch schwirren uittoittrollierbare Gerüchte durch das Dorf, daß man sich dic Behandlung unserer Orlsstl-h-n, von denen ja auch in den Marchwerk (Ftugblalt gcnauntj. dic Rede ist, folgendermaßer denkt: Es soll die Rathausstraße und Kirchgassc erhöhtes Tr» loir und Holzpflaster bekommen, ähnlich wie in Frankfuii. Der Lehmlautenwcg soll asphalttert werden, di« Wingerksgaste soll als Prvnrenadcnweg hcrgcrichjet werden, der Singberg wirk zum Lunapari mit großer Singspielhall« umgewandelt. Dic Slroßc vom Bahnhos nach dem tlntcrseld, an der die Beamten wohnungeu dcr Grube Ludwigshoflnung liege», übrigen ein Schmerzenstind der Wölfersheim«! Finanzen soll Moiaik Pflaster erhalten und bis zum Wcckcshcimcr Ülleg duichgcruhr! werden. Auch gedenkt man «ine elektrische Bahn anzulegen über Södel und Melbach gehend, Endstatton Rödgen. Daneben so« der Pflege «°n Kunst und Wissenschaft Raum gewährt wcr- den. Vorgesehen find, «in Museum, ein« Bildergallerie. «in Zirkus, ein Zoologischer Gatten, ein Theater und ein Palai, de Dviis« (zu deutsch: Tanzpolast s. wo erstllassigc Tcilizichicr den Tango und den Schieber eiuübeu werden. Eine Wetterwarte unb ein Krematorium werden den Beweis liefern, daß Wist fcrsheim aus der Höhe steht. An passende» Gebäuden ist kein Mangel: der sogen. Hcrrenhos, dcr groß« Fruchispcicher, de weist« Turm usw. werden leichl zu den gexlanl-u Zwecke» »m zutauen sein. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß d e zwei Wm reu des Geineftldeb-unveas an S.nnttaren abwecbrelnd - 1