Sir. 3»
St«»e ü.ugesze»nug. Sa«»«ag, Mn 28. iftbtxac 191t.
f’li befmtben sich noch für 2500 M Wertsachen, aus denen sie aber die Steine entfernt hatten. Die Uhren hat der An- fitster des Einbruches, eine bisher nidjt festgenommene Per- fon mit ins Ausland, vermutlich Brussel, genommen. Fi», sterer ist einer der gefährlichsten Einbrecher; er verbüßte eine Strafe wegen Münzverbrechens. wurde aber vor einem Jahr a»S dein Gefängnis wegen Krankheit vorläufig entlassen. In dieser „Krankheitszeit" verübte er zahlreiche große Einbrüche ». <i. war er auch an der Mainzer Urnsteinassäre beteiligt. Der Inhaber des Geschäfts von Pletzsch stand lange Zeit unter dem falschen Verdacht, daß er de» Einbruch nur vor- gespiegelt liabe.
' Frankfurt a, M., 27. Febr. Der 41 Jahre alte Steiger feoul Rcißner in Frankfurt arbeitet seit sieben Jahren in einer Erbschaftsangelegenheit, der folgend«, teils um Jahrhunderte Zurückliegende Begebenheiten zu Grunde liegen. Der 174g g«. baren: n»d 1818 verstorbene Fürst Friedrich Ludwig zu Hohenlohe OehUugcn hinterließ ciiden am 3g. April 1773 zu Kloster Sulz von der Eva Marg. Leonhard! geborenen Sohn, der im Jahre 1793 von dem Ritter Edler von Renee ehelich gesprochen wurde und den Namen Johann Adam Bolz erhielt. Dieser hatte einen Sohn gleichen Namens, der der Vater der jetzt noch lebenden im 77. Lebensjahr« stehenden Katharina Pottmar geb. Bolz in Horst in der Mark ist. Dies« hat Reißner, einem Ver. wandten von ihr, der auch aus Hohenlohe'schem Erbiet gebür. tig ist, mit der Erbschaftsangelegenheit betraut, da ihr aus Krund von drei Testamenten in deutscher zeitgemäßer Wahrung etwa 5'/i Millionen Mark zuständen. Bon diesen sind etwa «in Viertel also rund zwei Millionen dem Rcißner abgetreten. Legitimationspapiere über diese Angelegenheit hat Reißner nicht, oder aber, will sie nicht vorlegen. — Mit dieser Erb. schaftsangelegenheit betreibt nun Reitzner dergestalt einen Handel, daß er allen möglichen Personen davon erzählt, sr« da. sür zu erwärmen sucht, ihnen darauf seine augenblickliche prc. ISr« Lage vorstellt und um „milde Gaben" nachsucht. So war er auch am 8. April 1913, an welchem Tag« Reißner den ihm bekannten Fabrikarbeiter Johann Thorwaid in Nied sein« Mit. tellosrgkeil schilderte, und um 199 Mark Darlehen ersuchte. Thorward konnte aber nur 19 Mark ablossen und gab sie Reiß, rer. Der öffnet« darauf seine mitgeführte Mappe, zog einen Bogen Papier hervor und schrieb in prächigen Lettern eine S<»entllngsurkunde, in der er dem Thorward eine bereits am 11 April jällige Schakung von 8999 Mark aussetzte. Auch in anderen Städten hat Reißner derart gearbeitet. Die Stras. kammer Wiesbaden, vor der Reißner wegen dieses Schwindels stand, beezichnete ihn als einen gemeingefährlichen Schwind, ler und erkannt« aus 4 Monate Eesängnis. Es ließ dabei di« Reüssierbarkeit der Erbschaft vollständig außer Betracht und kam schon auf Erund ds „blühenden Unsinns" zur Verurteilung, daß Reißner für ein gegebenes Darlehen von 19 Mark einer Schenkung von 8999 Mari mache, die schon nach fünf Tagen füllig ist
* Frankfurt a. M., 28. Febr. Die günstige Witterung bessert die Lage auf dem Arbcitsmarkt zusehends, lodiß sich
die Zahl der Arbeitslosen erheblich vernrindcrt Hot. In crsier Linie hat der Bauniarlt eine kräftige Belebung erfahren, die sich in der Inangriffnahme zahlreicher Bauten knnd tut. Rur im Metallgewcrbe ist die Lage noch recht trübe. Zu de» schon vorhandenen vielen Arbeitslosen kommen täglich neue, da noch fortgesetzt Betriebs- und Arbeitseinschränknn- gen vorgcnomme» werden.. Eine Besserung dieser miß- tichcn Verhältnisse ist vorerst nicht zu erwarten.
Hesikn-Rassau.
* Griesheim a. M., 2,8. Febr. Ein unbekannter Mann drang gestern Abend in die Wohnung einer Frau, verprügelte sie »nd schleifte sie an den Haaren auf den Vorplatz, wo die Gcniißhaudeltc bewußtlos aufgefirnden wurde. Der rohe Patron konnte noch nicht ermittelt werden.
* Griesheim a. M., 28. Febr. Eine recht interessante Feststellung wurde hier gemacht, nämlich daß die hierorts „geschäftlich" verkchreuden Bettler durchschnittlich 60 Pfg. pro Stunde verdienen, also mehr als ehrliche Handarbeit cinbringt. Da kpnn man sich nicht wundern, wenn die Zahl dieser „Gewerbetreibenden" immer mehr anschwillt.
* Hvrnau, 28. Fcbr. Zn dem vorjährigen Gesangs- Wettstreit der „Euterpe" hatte sich auch die Unterlicderbacher „Germania" angemeldet und zugleich 45 M bezahlt. Kurz
vor dem Sängerkrieg zogen die Unterliederbacher ihre Zusage zurück und verlangten die 45 .M wieder. „Euterpe" weigerte sich dessen; cs kam zum „Sängerkrieg" vor dem Königsteiner Amtsgericht, daS die Unterliederbacher Germanen kostenpflichtig abwies.
* r. Usingen, 28. Febr. Der PfeideversicheiunKsverein für dem Kreis Usingen feiert am 1. März sein 28jähriges Bestehen.
* %■ H°use«, 28. Febr. Der hiesig« landwirtschaftliche Kon. sumverein hatte im abgelausenen Geschäftsjahr folgenden Stand: Di« Mitgliederzahl Ende 1913 betrug 87. Vermögens- bilang. Aktiva »nd Passiva, 12,489 Mark,, der Reservefond 1393 Mark 89 Pfg.
A»S Starkcnbnrg.
* Buchschlag, 28. Febr. Der Gemeinderat beschloß den Ausbau der hiesigen Schule zu einer höheren Lehranstalt, deren Klassen bis Quarta reichen. Zu Ostern wird bereits die Sexta eingerichtet, 1915 die Quinta und in zwei Jahren die Quarta. Das Schulgeld wurde auf vorläufig 100 M festgesetzt.
* Rnunhcim, 28. Febr. Aus Lebensüberdruß erhängte sich hier die 83jährige Witwe Ackermann.
Aus Rhrinhessrn.
* Mainz, 28. Febr. Hier wurde gestern am Nheinufer eine Flaschenpost angetricbcn. Die Flasche enthielt ein Zettel mit folgender Aufschrift: „Wir sind zur Fremdenlegion verschleppt. Befreit uns schnell." Der Zettel war datiert: Straßburg, 1. Dezember 1913 und war unterschrieben von E. Cockheimcr, Adam Rauschgold, Ludwig Götke und Karl Harkenburg. Es ist festgestellt, daß der Unterzeichnete Götke seit dem Ende November vermißt wird. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.
* Oppenheim, 28. Febr. Wein.ilitsbesitzcr Gimtrum- Bensheim, der hier ein größeres Weingut hat, ließ sämtliche Weinberge in den letzten Tagen nochmals durchlesen und die inr Herbste hängen gebliebenen dürren Trauben abschneiden.
__Seite »
Die trockenen Beeren wurden durch Fachleute untersucht -i-id wurden darin die Puppen des Heu- und Sauerwurms in lebensfähigem Zustande zahlreich vorgefunden. Ungefähr 4 Zentner dürrer Trauben konnten verbrannt werden. Man sieht aber anch. daß die Kälte dem Ungeziefer nichts anhabe" konnte und daß nur bei intensivster Bekämpfiingsarbeit dv Winzer Herr über diese Rebschädlinge werden kann.
* Gon Bickelheim, 28. Febr. Am Sonntag mußte ein biesiger Viehbesitzer plötzlich ein Rind schlachten, wobei e . üch berausstcllte, daß dasselbe einen Sack gefressen halt - >. jedoch im Halse stecken blieb.
Briefkasten.
Rach Melbach. Der 8 12 des Kronkcnveisiche, ,e«s bestimmt, daß das Wahlrecht persönlich ausgcübt weiden muß und daß ein« Vertretung nicht statthaft ist.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde.
Der Kinderyottesdienst morgen Sonntag vormitie-s 11 Uhr fällt aus.
Franksurtrr Wetlerberrcht.
Voraussage: Wolkig, zeitweise trocken, Nachtfrost, nördliche Wind«.
tagsüber mild,
Die heutige flummcr mW 12 Seiten.
Verantwortlich für den politischen Teil: Otto H i r s ch c l, Friedberg; sür den lokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg; sür den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tages- zeitung", A.-G., Friedberg i. H.
Todes-flnzeige.
Statt besonderer Anzeige.
Heute Morgen ist unser guter Gatte und Vater
Gross!). Seminardirektor
im 55. Lebensjahre durch einen sanften Tod erlöst worden.
Friedberg, den 27. Februar 1914.
Julie Schäfer, geb. Gwinnerj
und Kinder.
Beileidsbesuche mit herzlichem Dank verbeten. I
| Die Beerdigung findet am Sonntag, den 1. März, nach- |
mittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt
Eleganteste Formen.
Nur beste Qualitäten.
Billigste Preise.
August Neuhof,
Friedberg. Kaiserstr-13.
Alleinverkauf der Dr. I>iehl-Stiefel.
Bttlilikttl-Riltttgiit l
[1073 Morgen groß in der Pr. !Poscn gelegen, sehr gute: Boden, [29 Minuten von der Eisenbahn entfernt, recht gute Jagd ist zum »Preise von 880 Mt. per Morgen »bei 289 Mille Anzahlung zu ver- I kaufen. Nähere Auskunft erteilt VW. Schaumdurg, Vertrauensmann «der Kgl. Ansiebeiungslommtsston 1 Cassel, Schönjclder-Str. Rr. 7.
MiIly Lang El O. H. Becker,
Verlobte
Friedberg, Februar 1914.
Arzt
.J
Direkt bezogene
Gesterreichische Medirinal Weine
billigst zu haben bei
Schaaf Roth.
Colonialwaren
Ockstadt b. Frie-berz i. H.
ÄckMntmlllijlllllj.
Die Besitzer von Obligalionen des Turnvereins Germania Reiche.sherm >. W. weiden ge- beren die Nummern derselbe» bis zum 1. April 1014 dem Vorstande miliureilen.
Säcmajchine
„Würzburgia" u. „Jiaria" gut- bewährte Ma chine. Kedcniahn Cuttivataren Großes Lager in Osbornc- Malchtnen. Eriatzleilioger ■V tzaategge» 3 teitig unü alte ionstrge landwirtsckait- liche Maichincn und Errät«. Lager Obcrurlel, Franlsurterstr. 17
I. Bommersheim,
Kammersheim (Taunus) Telefon 158, Oberurfel.
zgM- Neue Frülij alirs-Kleiderstoiie "WW
in Wolle und Seide zu außerordentlich billigt« Preisen.
Ptuse||ft0he uni und gemustert, solide Qualitäten und aparte Farbenstellungen Meter 2.25, 1.78, 1.05 C’Villliltf II» 0* nur gute reinwollene Qualitäten ea. 110 cm breit in reicher Farbenauswahl, moderne Gewebe Mir. 4.78, 2.0», 2,10,1.65
Popeline, Kammgarne und Cheviots alatte s,offe ca - 100 “* 110 cm b " lt - auaU,tl ‘ in "^«.7*,
Ek1)0tteil moderne Kleider-Karos in geschmackvollem Dessin Meter 2.85, 1.88, 1.25, —.98
----------- - Gxlra-Angedot für die Konfirmation!! -
8 ll>Zt Pssttii schwarze iniii farbige Klei «lei*-Stoffe Meter -.88, 1.25, 1.V5, 1.95, 2.25, 2.75, 3.58, 3.95 Elegante Hemden. Beinkleider, Unterröcke, Combinaigen. Corsetts, Striimpfe in unerreicht grober Auswahl zu sehr billigen Preisen
Kaufhaus Schleimer
Kaiserstraße 66
Friedberg I. II.
Bitte um Besichtigung der Saison-Neuheiten in meinen Schaufenstern.
Kaiserstraße 66


