Ausgabe 
20.2.1914
 
Einzelbild herunterladen

Wt. »

Sette 3.

Weit X«*e*i<naB«. jmiti tn M. gekttat Ult.

tett, bas nach emsiger Arbeit einige Stunde» in jröhUcher hn. moriitischee Stimmung feinen Freunden und Könner» bereiten will, wirb dafür Large tragen, duz der «benb in recht tarne, valistilchem Sinn und Witz verlaufen wirb. Ebenso werben die herrlich belarierten Räume bei Refiauiatian Rüsfner viel zur närrischen Stimmung beitragen. Darum auf, ihr Rärrin. neu unb Narren, zum tarneoalistische» Abend i» bei Restaura, tion Küffner unb laßt bie Devise sein: Humor ist Me Wiirze be» Leben» Die Musik wirb au»gefährt von einer oberbayeri. fefyerr Bauernkapelle

* Friebbeeg. 20. Febr Sonntag, be» 22bM nachmittag» t Uhr, veranstaltet bei 1. Stemm- unb Ringklub imRats­keller" einen großen karnevalistische» Rummel nri, Tanz. Der Eintritt ist frei.

* Rendel, 20. Febr, Am 17. Februar fand in der Wirt­schaft von .Herrn Leonbardt die diesjährige Generalverfomm- liing der Vereinigung Rendeler Landwirte statt. Zur Tages­ordnung stand die Vorlage der Jabresrechrrung und die Bilanz siir das abgelaufene Geschäftsjahr 1913, Der Jahres- nttisal, betrug 196022, er überstieg den vorjährigen um 20 000 Trotz gesteigerter Geschäftsunkosten und nur ge­ringen Zuichlaae« auf die gemeinsam bezogenen Waren, wurde dennoch ein Rcingewnn, von 500 000 M erzielt, sodaß die Bereinigung Über ein Verniögen von 300000 <t verfügt. Vach Erstattung des Revisionsberichtes durch die bestellten Revifaren. entlastete die Versammlung den Vorstand. Die darauf stattgrfundene Wahl zweier ausscheidender Vorstands- mitgsieder, sotvie die Wahl der Revisoren, ergab die Wieder­wahl der seitberigen Mitglieder. Die Vereinigung konnte mit de,« abgelausenen Geschäftsjahr aus eine 10jährige Tätigkeit zurrickblieckei'. in welcher Zeit die Summe von I 200 000 00 .4lmgesetzt und trotzdem eD Reservefonds von 3000 -K angejammeit wurde, bat ihr Begeben allen Mitglie­dern wes-ntliche Vorteile geschaffen. Mit dem Wunsche, daß auch in Zukunft ein segensreiches Wirken der Vereinigung sowohl s,ir ibre Mitglieder als auch sür die gesamte heimisch.» Landwirffchaft bringen möge, wurde die Dersamnilung ge­schlossen

* Gießen, 20. Febr. Der soeben ausgegebene Jahre?- kericht der Gew-rbebarrk E. 8. m. b. Si. setzt die 55. ordent- lidte fftz-neralversammlnng auf Donnerstag, den 26. Februar, abends StA Uhr, im .Hotel Gros;Herzog von Hesse» mit fol-

genher Tagesordnung fest; 1) Geschäftsbericht sür 1913. 2) stzeneluntgung der tzahresrechnung und Bilanz. 3) Vertei­lung de? Reingewinnes. 4) Ersatzwahl von 5 ausscheidenden Mitgliedern des Anffichtsrates. 8) Dahl eines Direktors. Von oll den unerfreulichen Erjcix'inungcn, wie rmverständige Gesckästsffihrnng tnid Untreue der Beamten, welche säst zu einer katastrophalen Kalamität auf dem ganzen Gebiete des Genoffenschaftswefens in Hesse» geführt babeu, macht die Gcwerbehank Gießen als eine der größten Genossenschaften e:ue riibinliche Ausnahme. Stets hat ste auch in den nun ffberstandenen Zeiten größter Geldknappheit dem Kreditbe- dürfnt» ihrer Mitglieder enffprochen, ohne die von anderen Privat- und Großbanken geforderten, ffie die Geschäftswelt unerschwinglichen Zinse» in Anrechnung zu bringen. Als nach den, Krach des Agenten Rolentbal von unlauterer Seite In Franlsurler Blättern versucht wurde, die Geschäftssüh- runa der Gewerbedank zu diskreditieren. dritte dies Manöver bei de» Mitglieder» der Getoerbebank absolut keinrn Erfolg. * 1 » Dezember wurde, fast unerwartet, der erste Direktor der S'ank. Herr Eail LooS. durch den Tod obberufen. An seine Stelle ist vuniiiebr ein neuer Direftor zu wählen.

' ««ehe», 20 . Febr Dos seitherig« Dienstgebäud« b«r Reick-nbei.tnebei'stelle, Westanlage .13, ging durch Rauf ffit die S -mme non Mk SS 100 in den Besitz bcs Chemikers Earl Fel. sing hier über Wie wie hören, soll in bem Haust ein Finanzie- uirni»., Immobilien- und Hypolheleir geschält ereichret werben Die Relkamalion gegen ben Entscheid de» Kreisausschnlses bete, bee Reklamationen über die Stabtneeoedneienwoblen kommt nächsten Samstag vormittags halb 10 Uhr vor dem Pro. vinzlakauslchuß »UI Berhandlung, Die hiekige Freimaueer- loa« beabsichtigt ihr Logengebäude noch der Ostanlage z» »er. größer» »Nb hak die »ussährung der vauarbeilen der Firma Obermann « Kling übertragen,

* Franst»»! a. 5BI., 20 Febr. Auf einer Streife, die die Polizei kürzlich durch ein diesiges Case unternahm, wurden 40 Personen sei,genommen von denen 30 bereit, voibeitrast wa. ren, zun, Teil mit Zuchthaus, Sieben der Feslgenommenen werben iieäbeieklich verfolgt Ei» Teil be, Personals des Ea. les «»tpnvpte sich »ls Einbrecher unb Hehler, Auch mehrere Dirne», bie seügcnommen würbe», hatten sich der polizeilichen Kontrolle seit langer Zeit entzogen.

Helle,, Roll»».

* F. E Wiesbaden, 19, Febr. In den Etat des Bezirks­verbandes des Regierniigsbezirks Wiesbaden für 1914. der dem 43. Korirmnnallerrrdtag in seiner am 20, Avril d, I. be­ginnenden Tagung zur Geuebmiaung vorgelegt wird, sind, wie im vergangenen Jalire und in den Jahren 19t t und 1912 wieder 7> j Proze rt des Steuereinnabnreiolls als Bezrrksab- gabe eingestellt. Eine Erhöbung findet demnach erfreulicher, weise nicht statt.

* F. C. Wiesbaden, >9. Febr. Die 68 Jahre alte Slickc- rin Eleonore Walt stürzte gestern Nachmittag im Hause Reu­gasse 22 von der Treppe und zog sich einen linken Unterarm­bruch z». der ilrrr Verbringung int städtische Krankenbaus »ölig machte.

* F. C. Wiesbaden, 19. Febr. Ich habe die drei Räder nicht gestohlen sondern von einem gewissen Fritz Hermann erhalten. So verteidigte sich gestern vor der Wiesbadener Straffamnier der Hausbars che Johann Hirlmaier. dem drei in Wiesbaden airsgerübrte Fahrraddiebstichle zur Last gelegt wurden. Be, dieser Behauptung blieb er fest bestehen, als allein der Wahrbeit entsprechend, selbst da noch. als der Ge- richtsvvrsitzende ihm bedeniete. er solle bester zugeben, daß er die Räder gestohlen habe da form leicht hei den viele« Fällen

in kurzer Zeit da» Gericht gewerbsmäßige Hehlerei cm- nehnien könne, auf der nur Zuchthaus steht. Diebstahl konnte bei dieser Verteidigung das Gericht nicht annehmen, auch nicht gewerbsmäßige, sondern nur einfache Hehlerei, die das Gericht mit einem weiteren Kameradcndrebstahl und einem versncksien schweren Diebstahl chm mit 14 Monaten Gefäng­nis onkreidete.

* F E. Wirsbade», 19. Febr. Als Spezialist betreibt der Taglöhner und Fuhrmann Wilhelm Schipper von hier Einbrüche in Gartenhäuschen, aus denen er Arbeitsgeräte u. s. w. entwendet, das er sofort an den Mann zu bringen versteht. Eine Anzahl derartiger in ganz Mitteldeiitscktland auSgeführt« Einbrüche hat ihm 4 Jahre 4 Monate Gefäng­nis eingebracht, Auf 4 Jahre 7 Monate unter Einschluß der vorgenannten Strafe erkannte die Wiesbadener Ctraskain- mer wegen eines in Wiesbaden bei Rathgeber aurgeführten gleichartigen Diebstahl».

Aus Starkrnburg.

* Ce«8felb, 20. Febr. Hier sprang der Knecht eines Land­wirts vor dem Hanfe eines Metzger» vom Wagen herab »nb direkt in einem an bem Hause beseitigten Fleischhaken hinein. Der Hake» drang dem Knecht oberhalb be» einen Auges ein unb kam am Kopse wieber heraus.

* Leetzeim 20. Febr Hi« wohnen 8 Mann«, darunter 3 Brüber, bie zusammen 087 Jahre zählen. Es find bie», Daniel Molbaner: 93 Jahre, Ernst Molbaner 84 Jahre, Jakob Molba, uer 87 Jahre, Jakob Schwartz 9l Jahre, Ludwig Bog« 91 Jahre, Philipp Müller Jahre, Jakob Seipel 81 Jahre, und b« jüngste, Johanne» Theiß 80 Iah«,

Aus Rheinbessrn.

* F. C, Eteiiisifchbach, 19, Febr. Die Errichtung eines Kriegerdenkmals im hiesigen Orte beschloß der Krieger- »nd Militärvercin,

* F, C, Alzeh, 19. Febr. Der Direktor der LandeS- Heil- und Pflege-Anstalt Alzey, Ilr. Wcyprccht ist im 42, Lebensjahr plötzlich gestorben.

Ans aller Ivell.

* Aicha ffenburg, 20. Febr, In bet Goldbachcr Kiesgrube legte man ein größere» kräberfeld aus der Lalenezeii frei. Leiber würben durch die Arbeiter mehrere bei wertvollsten Ur. nen zerstört.

Keine Mustrrehe. Ein Zerrbild von Ehe bildete be» Hrn- 1«grunb ber Anklage gegen 34 Iah« alten Buchdrucker Ernst Schauder aus Mannheim wegen Sittlichkeitsverbrechen», Der Angeklagte halte seine setzt 28 Jahre alte Frau im Iah« 1906 gh-iratet. Die Ehe gestaltete sich höchst unglücklich. Der verkommene Mensch mißhandelte Frau und Kind aus» grau­samste und ließ sie Hunger leiden. 1910 wurde die Ehe aus An­trag der Frau geschieben. Später kamen die beiden aber wie­der zusammen unb heiraten trotz der üblen Ersahrungen, bie hinter ihnen lagen, zum zweiten Mal«. Nun wirb die Ehe Ilteber getrennt durchs Zuchthaus. Schauder hat sich am eige­nen Kinde in schwerer Weise sittlich vergangen und wurde be» halb van b« Mannheimer Strafkammer zu I Jahr 7 Monaten Zuchthaus verurteilt. In der letzien Zeit arbeitete Schauder nicht auf seinem Geschäft, sondern als Kohienträger,

* Der rauhe unb längere Tauseudnrarffchein Aus' Darm stabt wurde in der vorigen Woche gemeldet, nach einer Mittei­lung de» Ainlsgerickst« GroßckSerau sei van einem Unbelannien in Nauheim ein falscher Tausenbmarkschein in Verkehr gebracht werben. Wie wir erfahren, verhält sich die Sache n»n aber wesentlich anders: Ein Herr aus Nauheim hakte bei dem Kcknzleirnk Herbert in Groß-Gerau einen Tausenbmarkschein in Zahtung gegeben, dessen Papier rauher war als dasjenige der­artiger Scheine »u sein pflegt. Der Schein wurde zunächst ber Bezirkskaste vorgelegt welche konsiatierke, baß bas Papier tat­sächlich rauher unb auch der Schein selbst 2 Millimeter länger war als andere Scheine. Gesetzlicher Borschrist gemäß wurde der Inhaber der Scheines protokollarisch vernommen und das Pioiokoll mit dem Schein dem Greßh. Amtsgericht übersandt. Diese» legte die Akten der Großh. Staalsanwaltschast Darmstadt vor, d« Tausendmarkschei» kam auf die Rcichsöank und diese bestätigte besten Echtheit trotz der Unlerchiedes in der Länge.

Ranbmorb? Aus Mülhausen (Elsaß) berichtet man: Der srühcre Gastwirt Grunbner au» Darnach, Dirigent der Musti- lurcins von Diebenhrii», ist auf dem Heimwege von einem un­bekannten Tat« durch eine» Nevalr-eischutz in die linle Brust- f eit« getötet warten Es liegt aiigheinenb Raubmord vor. Der Ermordete stand im Alter von 4., Jahre»,

22 Fertel g«««r>«n. Da» Muit-rschwein eines Landwirts ,n Gumpen warf dieser Tage 22 Ferkel, die sämilich gesund und kräftig sind,

verhaftete Hochstapl«. In Bozen wurde die angebliche Ba ronin Beskowrabo» unter dem B<!dacht, mit ihrem Gatten große Betrügereien begangen zu haben, verhaftet. Da» Ehe­paar kam 1911 nach Meran und kaufte dort das Schloß Bieirs- genau für 360 000 Kronen auf das eine Anzahlung von nur 0000 Kronen geieistrt will de. Da» Ehepaar lebte aus großem Fuße und brachte er schon nach kurzer Zeit ferüg. de» im Schloß verkehrenden Gästen große« Summen zu entloäen. Wi« sich nunmehr herausstellt, ist der jetzige Schloßheer von Biensgenau der Sohn eines Berlin«, Kutscher,. namens August Meyer, nach dem die Behörden schon lange sahnLeir,

Seibstnrorz einer Sängerin im Schnellzug. In einem Ab. teil erster klaste des Schnellzuges Genua Savena hat sich die Sängerin Theres» Gallarini aus Liebeslummer erjchosten.

Große Unterschlag, ugei, bei eine« »«»!. In der Diskonto, bank zu Aalborg bei Kopenhagen sind Ilnterlchleise von mehr al, >00 000 Mark entdeckt worden Die Tot«, zwei Aisistenten der Bant, die die Betrügereien geniejnsam au führten. »nd das Gelb bei Börseirspeknlation«! verbrauckstcu. find »erhaswt wor­den. Der gesamte Restevesondr der Bank ist verloren ge.

^ ^Tödliche Uxsäge i» JHei»(a«b. Im rheinische» Jndnstrie. revier hat sich heute eine ganze Anzahl »oa schweren Unglücks- fälle» ««lanet. die fast alle eine» töbliche» Be ela ui nabaen.

Sc geriet in Hamborn bet Vorarbeit! Leopold Breuer aus Marztoh aus be« GewerkschaftDeutscher Kaiser " unter einen Hammer und wurde sofort flötet. In Lindenthal bei!>. wurde oon b« Kleinbahn ein Mann Sbeefaheen und sofort gl, tötet. In de, Hafenanlagen der der Familie Hansel geböten- den Zeche ..Rhei »Preußen" geriet der Berlademeist« Timmer. mann zwischen die Puffer zweier Eilenbahnwagen. E, erlil' so schwere Verletzungen, daß er kurz daraus starb.

Toilcher Reitunsall eine, Offizier». Einen rötlichen ?!- i Ln(an hat ein junger Offizier in Stuttgart erlitten L 1 nant Heintzeler stürzte mit seinem Pferde so unglücklich, dal; da, Genick brach unb sasort tat war.

Zngzusammenftoß. Der van Wien nach Paieiebach «dz: lastene Personenzug Nr, 441 der Sübbahn Ist bei Leaherseu au einen Güterzug angesahren. Die Lokomotive des Personen, zuge», sowie vier Waggons de» Güteizuge, wurden stark be schädigt Glücklicherweise erlitten nur drei Pastagiere leichte B«letzungen.

Ei» jugendlicher Mörder. Im Erdgeschoß ihre» Hause» in Sheffield bei London wurde die !>4 Jahre alte Frau Willinion ermordet ansgefunben. Der untere Test ihre, Körper» war furchtbar zerftümmelt. Ein 10jährige, entstrnler Verwandler b« Frau wurde unter dem Verbäckst, den Mord begangen zu haben, verhaftet. Blutspu«» in allen Räume» des Hause» lasten keinen Zweisei darüber, daß bei dem Morde ein »erzwei feit« Kamps stattgesunbeir hatte

Beim FensternI erschlagen. In Rain h, Augsburg wurde der Dreirsttneckst Johann Huber am Kammerfenster seiner Geliebten mit einem Prügel »iebeegesckstagen v»b getö«t.

Der Tambour von Le Bourget gestorben. Der aus dein Feldzüge von 1870-71 als Tambour von Le Bourgct be­kannte Friedrich Bumsen ist kürzlich in Essen an einer L»n genentzündung im Aller von 67 Jahren gestorben. Er wa> Inhaber des Eiserne» Kreuzes und des ruffifeffen St. Georg Kreuze? Bei der Erstürmung de» Ortes Le Bourget. eines vorgeschobenen Postens nordöstlich Paris, durch die 2. Gardedivision am 30. Oktober 1870 zeichnete sich Tanibour Bümsen durch Kaltblütigkeit besonder» aus. Die Geschichte des Kaiser Alczander-Gardegrcnadicr-Negiuieiits Nr. I schreibt heirüber:: «Granate aus Granate schlägt in der Nähe der Kompagnie ein »nd gerade hinter Bümsen fallen mehrere Leute, aber er, an der Seite seines Koinpagnresührers. schlägt ruhig den Sturmniarsch weiter. Der Lärm des Kanrpses sleigert sich, da» Tronimclsell platzt, Bümsen dreht die Tronmiel um und schlägt unerschrocken Weiler. Einer de: ersten dringt er in das Dorf ein. Schon nach scck,s Togen er hielt Bümsen das Eiserne Kreuz. Sein unerschrockenes Per- halten wurde aus eigentümliche Weise sogar in Paris be­kannt. Da»Daheim" hatte in seiner Nr. 1t den Braven unter der Benennung (die ihm von seinen Kameraden ge­geben war)Der Tambour von Le Bourget" durch eine Ab­bildung geehrt, (tzerade diese Siunimer fanden die Franzosen bei einen, Dorpostcngesecht in einem preußischen Tornister. Der Redakteur de»Figaro" kaufte diese Nummer z» dem nur durch den gänzlichen Mangel an Nachrichten in der ein- geschlosscnen Stadt erklärlichen Preis von 1900 Franc» und ließ zadlreickie Efemplarr davon in französischer Uebersetzung verbreiten, bei denqzi das Bild des Tambours die erste Seile schnrückte."

- Graßseue, in Eleve. Am 17. Februar ist die SckstrhsabrU von Jansen in Eleve, von einem großen Schadenfeuer heimge- such« worden. Da» Haupi-Fab.ikgebäude mit den großen Lag«, beständen, fertigen Waren unb Rohmaterialien sowie die Wah. nuug des Firmeninhabee» mit sämtlichem Mobiliar wurden ein Raub der Flammen: ein Teil mit wertvollen Moickineu

wurde gleichfalls zerltört unb auch die ansloß:nbki> Häuser stnb arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Brand heichästigte die ganze Rächt hindurch die Fabrilseuenoehren, sowie die Wehre der Stadt und der umliegenden Ofte. Die Jansensche Fabrik maßte den Betrieb einstellen,

Bl-rtige, Ehebrama. Ein Ehebrama hat sich t» der Ortichrst Schasshausen im Kkeise Saarlout» abgespielt und die ganze Ortschaft in Auftegung versetzt. Im Lause eine» Streites durchschnitt b« 3.1jährige Hüttenarbeiter Huppert seine, <sran mit einem Mester den Hals durch und versuchte dann, sich auf gleiche Weis« zu töten. Er verletzt« sich schwer und wurde in bewußtlosem Zustande in, Krankenhaus gebracht. Die Frau war auf der Stelle tot. Dem Streit lag eine Eiftrsuchtsizene zu Grunde,

Da» Turnen schukpffichtiger Kinder in Turnvereinen, Eine in werten K«ijen mit besonberem Interest« ausgenommene Entscheidung über die Zulastung schulpslrchiiger Kinder zum Turnen in Turnvereinen hat soeben die oberste hessische Schul­behörde getroffen. Hiernach ist den Schulkindern die Teilnahme am Turnen in den Iunw«einen dann gefiatlet, wenn bee Turnverein bl« lüeroahr dafür bietet, daß « die Jugend nichi in einer Weise beernflusten wird, die den Aufgaben per Schule zuwider läuft, welche darin bestehen, baß der Jugend die Grurdlagen rekrgiös-stttlich« unb nationaler Bildung gewährt werden. Die Teilnahme NM Turnen der Turnvereine ist den Schult inderndemenffprechend gestattet.

Das Frankfurter Blusenhaus aus der Kaller, straße macht die verehrte» Leser »uf bäe wieder sehr geschmack­volle Erker.Ausstellung in Modern«» und chiken Blusen, E n segnungs- unb Kommunivnkleidern, Frühjahrskostüme unk Mäntel in allen Preislage« ausinerljam. Bittet auch, k morgen Samstag «scheinenden großen Annonce die nötige !c achtung zu jchecken.

Frankiurree Wetteeherrcht.

Dorauciuqe: Wechselnde Bewölkung, zeitweise Regen fall«, inüb. westliche Winde.

Verantwortlich sür den politischen Teil: Otto Hirsche!. Friedderg; sür den lokalen und urrlerhaltenden Teil: Bernhard Lenz. Friedderg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedderg. Druck und Verlag derNeuen Tages- seitiing7.-A.cktz- .Sriffcbej-fl_i. H.