Neue Luges,>eilnng. Donnerstag, Len 12. Feoruar »:,14.
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inl.nml-m einen Selbstmordversuch, Der Zustand Eörlichs und ker Dziallas wird als hossnungslos angesehen,
Domänenprräußrrung. Der preußische Staat verlauste die 2!n-> ..sorgen große Domäne Sieegripp bei Halle für 1200 000 Marl n» die Gemeint« Neegripp,
AamilikntragoLie,!. In der Nackt zum Sonntag haben der 3".,h !iermci:ler Baristicke ii seine Frau in Berlin ihrem Leben ein Ende gemailt, int i sie in ihrer Wohnung die E-as- !, ,l ne üsi.'eien Ale Grnnd des Selbstmordes werden Nah- i n'n ngen infolge anhaltender Krankheit des Mannes angeführt. - Eine andere Familientragödie hat sich in der Bei- lnl lngeiistrasie 24 in Berlin abgespielt. Infolge ehelich:» Zwi- siieleiten setzte der Stroßenbahuschaifner Träger seine Woh- ! nz in Brand und verletzt« sein Ljählige- Kind durch einen Rirolocrschich lebensgesährlich. Sodann «rfchoß er sich selbst. Die Mutter konnte dem Kind« leine Hilse bringen, da Träger sich mit ihm in der Stube elngeschlosfrn hatte. Die Feuerwehr lonnte nach längeren Bemühungen den Biand löschen.
Liebestraaödie in Hannover. In Hannover hat sich eine Liebestragödie abgespielt, deren Opftr ein junges Mädchen wurde. Der 20jährige Student der Rechte, Paul Schultz aus Köttingen, erschoß in de» Laubengärten unweit des Schnellen Grabens bei Hannover seine 17jährige, ebenfalls aus Gö'tingen stammende Geliebte. Der Student ist der Sohn eines Gymna- siolprosesiors aus Frankfurt a. M. und unterhielt seit längerer Zeit mit dem Mädchen ein Liebesverhältnis. Da der Student in Schulden geraten war und das Mädchen in schlechten Fanii- lienoerhälinissen lebte, entschlossen sie sich, geineinsam in den Tod zu gehen., Schulz erschoß zuerst seine Braut, beim Anblick der Leich« des Mädchens verließ ib» jedoch der Mut zum Selbstmord, und er stellte sich selbst der Polizei.
Entflohen. Ein Fahnenflüchtiger des Pionier - Bataillons Nr. 19 sollte unter Bewachung nach Sftaßburg gebracht werden. Hier in Koblenz hatte man Aufenthalt, den der Deserteur dazu benutzte, um zu entfliehen. Nach einer Jagd durch verschiedene Strahn war er verschwunden.
Die verunglückten Reichsingsabgeordneten. Der Zustand der beiden verunglückten Zcnirumsabgeordneten hot sich verhältnismäßig rasch gebessert. Auch der am schwersten verwundete Pfarrer Hebel befindet sich anher Lebensgefahr.
Ein Mädchenmord. Dar Schwurgericht in Saarbrücken verurteilte den 30 Jahr« alten Fleischergesellen Wilhelm Maurer, der angeklagt war, im März vorigen Jahres di« neunjährig« Anna Kretschmer in Hausweiler ermordet und die Leiche in den Fluß geworfen zu haben, auf Grund eines umfangreichen Indizienbeweise» wegen Sittlichkeitsveibrechen» und Totschlags z» 15 Jahren Zuchthau».
Eine ganze Familie zum Tode verurteilt. Das Schwurgericht von Pontevedra verurteilte noch längerer Berhaudlung «ine gan,z« Familie, Mutier und zwei Söhn«, zum Tode. Die Frau hatte mit Unterstützung ihrer Söhn« ihren Gatten !m Schlaf ermordet; das Gericht kam zu der Erlenntuis, daß all« drei Personen sich des Moides schuldig gemocht haben und erkannte demgemäß aus Tadesstrase.
Der Unfall dee „Lutetia" — S Tote. Wie erst jetzt bekannt wird, ist der Unfall der „Luletia", di« in der Rah« von Lissabon mit dem griechischen Dampfer „Dimitris" zusammenstieh, sol- genschwerei gewesen, als die ersten Meldungen erkennen ließen. Neun Mann der Besatzung beider Schisse, vier von der ,Lutetia", fünf von „Dimitris", stürzten infolge des heftigen Anpralles über Bord und konnten trotz aller Anstrengungen nicht gerettet werden. Auch die Leichen wurden nicht geborgen.
Geheimnisvolles verbrechen Die von ihrem Mann, einem reichen Dutomobilfabrikanten, getrennt lebend« Frau Harriet Manniug in Newyork ist in Newark einem geheimnisvollen Verbrechen zum Opfer gefallen. Abends spät lieh sich ein« Fremde, unter dem Vorwand wichtige persönliche Mitteilungen machen zu wollen, bei Frau Manniug melden. Als dies« der Unbekannten, deren Gesichtszüge durch einen dichten Schleier verdeckt waren, gegenübertrot, zog die Fremde plötzlich einen Revolver und streckte Frau Manniug durch mehrere Kugeln nieder. Darauf entfloh die geheimnisvoll« Attentäterin. Frau Manuing war sofort tot. Die Polizei glaubt aus verschiedenen Momenten entnehmen zu können, baß «» sich bei dem Attentäter um einen Mann handelt, der sich, um seine Spur zu verwischen, in F uenkleibern gesteckt hat. — Zu diesem Vorfall wird weiter gemeldet: Als Täter wurde «in 19 Jahre altes Mädchen entdeckt. Das junge Mädchen, «in« gewisse Hazel Herdman», hat nach der Tat ein« Sublimatlösung zu sich genommen und wuroe sterbend ins Krankenhaus gebracht, wie sie in der Todesstunde «in Geständnis ablegt« Sie erNÄrle. daß sie sich in Manniug verliebt habe und daß sie di« Frau tötet«, um Manniug heira-
„Aber Tantchen, wie kannst Du nur fragen? Wir zwei sind doch die besten Freunde. Heinz hat mir sogar versprochen, er komme mich Holm, wenn wir die (T , cf mutter wcht gefiele. Anfangs habe ich ihn recht erwartet."
Auf Ernas süßem Gesicht lag ein schwärmerischer Ausdruck Nosemorie war beglückt. Sollte das liebliche Kind ihre heimlichen Wünsche hegen? Sollten Erna und Heinz ... Einmal ersaßt, ließ der Gedanke ihr keine Ruhe, aus den Kindern ein Paar zu machen. Waren beide doch ihr Eigen- tuni. das sie liebte, wie außer der Firma nichts ans der Welt. Erna batte sich längst in ihr Herz ge'chlichen, sie empsand mütterlich fiir das verwaiste Kmd. wie sie nur noch für Heinz suhlte. Aus eigenes Glück verzichtete sie, sic hatte ihre erste Enttäuschung nie verwunden.
Ihr Mißtrauen, einmal geweckt vermutete in jed-m Freier einen Liebhaber ihres Vermögens, keinem war es ge- hinge», naher zu treten. Seit langem schlug ihr Herz nur snr den Bender und für das alte Haus, das sic ihm erhielt, bis es sich für die junge Waise ansgetanI Wenn sie ihr noch naher trete, als Heinz' Weib, als die Müller seiner Söhne, der Erben des Sebald'schen Namens! Nosemarre schloß die Angen vor Wonne, Tann hatte sie nicht umsonst gelebt, wenn sie Heinz' Erbe hütete, bis sein Sohn es einst aus ihren Händen empfingt
lFortfrtzung folgt).
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Wir bringen im Bilde das neue Wappen von Albanien. Es ist ähnlich dem früheren, der Doppeladler trägt als Brust- schild das Wappen des Fürsten von Wied.
len zu können. Bei dem Anblick brr Leiche der Frau sei sie jedoch so sehr erschreckt worden, daß sie beschlossen habe, aus dem Leben zu scheiden.
Ein Ehepaar im Kino chlorosarmiert. Ein Ehepaar, das einer Vorstellung im großen Kino in Rom beigewohnt hatte, meldete der Polizei, daß es von zwei links und rechts von ihnen sitzenden Herren durch Chloroform eingeschläfert worden fei. Als das Ehepaar noch ungefähr einer Stunde erwacht«. fei die Brieftasche des Mannes und die Handtasche der Frau verschwunden gewesen. Die Erhebungen der Polizei und die Erklärung des Inhabers lassen die Angaben des Ehepaares unglaubwürdig erscheinen. Immerhin hat die Geschichte einen gewissen Eindruck hervorgerusen.
Schlacht Zwischen Burschen und Zigeuner» Im Verlaufe eines Streites, der zwischen Habkircher Burschen und Zigeunern in Landstuhl ausgebrochen war, wurde ein Passant von einem Zigeuner niedergestochen. Auch zwei der in den Streit verwickelten Burschen erhielten Schüsse und wurden schwer verletzt. Die streitlustigen Zigeuner wurden verhaftet.
Erpkofio» einer Etahlslasche. In Berviers explodierte auf dem Bahnhofe eine Stahlflafche, di« 5000 Liter komprimierten Wasserstoff enthielt. An den umliegenden Gebäuden wurde durch die Explosion großer Schaden angerichtet. Das entwichen« Gas entzündete fich an einer Laterne und setzte ein Fuhrwerk in Brand. Das Pferd und das Fuhrwerk verbrannten. Di« Personen konnten fich retten.
Großseuer. In der Fleischwarenfabrik von Poppenberg in Minden (Wests.) brach Großseuer aus. An Fleischwaren wurden rund 1000 Zentner zerstört. Der Schaden beträgt etwa 150000 Mark, der durch Versicherung gedeckt ist.
Zugzusammenstoß. Di« beiden Eüterzüge 8822 ans Bamberg und 8813 von München kommend stießen im Nürnberger Rangierbahnhof zusammen. Der Zugführer Cöhnlein wurde schwer verletzt, der Wagenführer Prell getötet. Beide Verunglück!« stammen aus Bamberg. Der Materialschaden ist bedeutend.
Soldatenselbstmord. In der Kaserne des 2. Eheoeauleger- Regiments in Regensburg hat sich ein Soldat erhängt. Es ist dies der drifte Selbstmord beim dortigen Regiment innerhalb kurzer Zeit.
Benzinexplsion. Eine folgenschwere Benzinexplosion ereignete fich in einer Benzinfabrik in Manchester in Kentucky. Dar Feuer nahm einen derartigen Umsang an, daß in kurzer Zeit di« Fabrik selbst und 18 benachbart« Häuser vollständig nieder- bronnten. Den meisten Arbeitern gelang es, fich rechtzeitig in Eicheiheft zu bringen. Sechs Arbeiter wurden getötet und 15 schwer verletzt.
Bon einem Zug überfahren. Aus der Strecke Licgnitz-Jauer, in der Nähe von Liegnitz wurde ein Fuhrwerk vom Eisenbahnzug überfahren, wobet ein« Frau getötet und zwei weitere Personen schwer verletzt wurden. Pferd und Wagen wurden völlig zermalmt. Es handelt sich um das Fuhrwerk des Ctellenbcsitzers Berner in Nieder-Kummernick. Das Unglück ereignete sich in- sclge eines verspäteten Signals, sodaß also die Schrank« offen stand. Die Insassen des Wagens konnten, da starker Nebel herrschte den herankommenden Zug nicht sehen. Es hat sich schon !m Frühjahr an demselben Bahnübergang ein ähnliches Unglück ereignet. Di« beiden Schwerverletzien wurden in das Lregnitzer Krankenhaus eingeliefert.
Zwei Eegclschisse von Seeräubern überfallen. Seeräubern zum Opfer gefallen find zwei Handelsschiffe, die in der Nähe von Fuschir im Persischen Golf vor Anker gegangen waren. Sie wurden von mehreren mit Seeräubern besetzten Segelbooten angegriffen. Di« Mannschaft, di« aus Eingeborenen bestand, ergriff die Flucht und ließ di« beiden Kapitän« allein aus de» Schissen zurück. Der eine von ihnen wurde getötet, während der andere schwer verwundet wurde. Der englisch« Konsul hat bei der persischen Regierung energische Vorstellungen erhoben und es wurden mehrer« der Beteiligung an dem Uebersoll vei- dächlioe Personen verhaftet.
Weltreise im Automobil. Der Automobilist A P. Nagel in Petersburg ist von seiner Weltreise nach Zeleisburg zurückge- kchlt. Der Sportsmann unternahm vor zwei Monaten von Petersburg aus ein« Tour durch Westeuropa nach Nordasrika. In Asrika durchfuhr er Blgeften und angrenzende Länder und in der Sahara kam er bis zur Oase Biskra. Durch Italien und Frankreich kehrte Nagel wieder nach Rußland zurück. El hat insgesamt 15 300 Kilometer zurückgebegt.
Fliegerunsall. Auf dem Flugplatz in Wanne Lberschlug >>ch der Flugschüler Blank beim Landen. Der junge Mann wurde tot unter den Trümmern des Apparates hervorgezogen.
Das Lied vom braven Mann. In Berlin scheuien die noch jungen Pferd« eines Brotwagens vor einem vorübertah- renden Automobil »nd drängten nach einem lebr lebhaften
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Bürgersteig. Die Gefahr erkennend, warf sich der Schutzmann Guse den Pjerden entgegen. Er wurde eine Strecke wei, mit- geschleist; es gelang ihm aber mit Aufbietung aller Kraft, das Gespann aufzuhalten und zum Stehe» zu bringen. Der Schutz, mann trug mehrere Quetschungen davon. Bei den zahlreichen Augenzeugen fand sein mutiges Verhalten lebhaften Beifall.
Verworfene Revision. Das Reichsgericht verwarf die Reo,, sion der Lanbwirtswitwe Kochs aus B l a u st e i n und des Arbeiters Martin Sreeger aus Beggendorf, welche von dem Schwurgericht in Aachen zum Tode verurteilt worden waren, weil sie gemeinschaftlich im Juli 1013 den Landwirt Kochs, den Ehemann der Angeklagten Kochs erschossen hatte».
Von Wilderern erschossen. Der Förster vom Forsthause Petersbach bei Strotzburg ist mit einer Schußwunde im Kopse tot aufgefunden worden. Alle Anzeichen deuten daraus hin, daß der Förster im Kampfe mit Wilderern gefalle» ist.
Eisenbahnunglück. Auf der Station Kettering bei Lvu, don stießen bei dichtem Nebel zwei Personenwagen des Zuges von Nottingham, die an den Expretzzug nach London angchäi: - wurden, mit einem Eüterzüge zusammen und wurden zertrümmert. Fast alle Passagiere in den beide» Wagen erlitten Verletzungen, »Mer ihnen auch der bekannte Sportsmonn Lord Lonsdole, ein Freund des deutschen Kaisers. Während er mit einer heftigen Erschütterung davonknm, wurde sein vor ihm stehender Diener ernstlich am Kopfe verletzt. Die Pasi.rg.er, lonnten, nachdem ihnen Meiste die nötige erste Hilfe hatte» angedeihen lassen, nach London weiteriahren.
Massenoergiftungen. Der Geschäftsführer des Dersicherungs. büros Schinn in Moskau fand, als er die Büroräume Ser Gesellschaft betrat, 41 Angestellte auf dem Fußboden liegend vor. Er öftnete sofort alle Türen und Fenster und rief Hilfe herbei. Während sechs Personen bereits gestorben find, befinden sich ci« übrigen in Lebensgefahr. Di« Untersuchung ergab, daß lnsoig« Platzens eines Ofenrohrs in sehr kurzer Zeit ein« Menge gif- tiger Kohlengase in die Büros geströmt war
Einbruch bei einem ruffischen Erotzsürste». Ein« Einbrecher, bande stattet« dem bei Moskau gelegenen Palast Iljinskoje. dos dem Großfürsten Dimiftiew Pawlowitfch gehört, einen Besuch ab. Die Diebe drangen in di« Bibliotheksräume ein und floh len dort mehrere kostbar« Alben, ein« Anzahl kostbarer Gold und Silbermünzen, sowie ein« Schachtel mit alten Briefen de, ermordeten Großfürsten Sergius. Di« Einbrecher wurde,
scheinbar bet der Arbeit gestöft, da sie zahlreiche wertvoll Sachen zurückließen. Ihren Raub haben sie in einigen Möbel- bezügen und Vorhängen fortgeschafft. Es fehlt von den Dieben bis jetzt jegliche Spur.
Rodelunsall. Der Vollsfchullehrer Heinrich Faber in Nieder, linfenweiler bei Neunkirchen beaufsichttgt« das Rodeln feiner Schüler. Plötzlich wurde er von einem Schlitten angerannt und fiel so unglücklich auf den Hinterkopf, daß er noch am selben Abend starb.
Beim Spiel erstochen. Aus Essen (Ruhr) wird gemeldet: Beim Fußball gerieten zwei Knaben in «inen Wortwechsel, in dessen Verlaut ein 13jährig«r Schüler seinen lljährjgen Kameraden mit einem Taschenmesser erstach
Ein Ösen zersprungen. Aus Breslau wird gemeldet: In der Wohnung eines Artillericsergeanten stürzt« noch dem Ein- schütten neuen Brennmaterial» der Stubenofen «in und begrub die Frau und ihr elf Monat« alter Kind unter den Trümmern. Di« Nachbarn befreiten die Verschütteten, di« schwer« Brandwunden erlitten hatte«, und löschten den Brand. Di« Wohnung wurde vollständig zerstört. Offenbar war in die Kohlen ein« Sprengpatrone geraten.
Der älteste Mann Ostpreußens. Aus Bialla wird der „Kö nigsberger Hart. Ztg." geschrieben: Am Sonntag wurde ein Original unserer Stadt zur letzten Ruh« bestattet. Es war de, alte Siepputat. Wie alt er eigentlich war, konnte nie mit Sicherheit sestgestellt werden. Man schätzt« sein Alter aus Ni Jahr«, in einem Kalender war sogar von 120 die Rede. Er selbst wußte darüber nichts amzugeben: er wünschte mir, bei seinem „Mutterten in Heybutten" beerdigt zu werden. Dieser Wunsch lonnte indessen angesichts der beschränkten Mittel nicht erfüllt werden. Doch sorgten edle Vien schon für «in würdiges Begräbnis. St. verachtete alle irdischen Genüsse und lebte für sich allein in Erdhöhlen oder Ställen. Von Beruf war er Stein- sprenger und leistet« in diesem Fach Vorzügliches bei geringe, Bezahlung.
Professor Schirmer aus der Hast entlassen. Professor Dr Schirmer, der frühere Leiter der Universitätsklinik in Straßburg i. Eis., der von der dortigen Strafkammer wegen Ver brechens nach Paragraph 174, Abs. 3 des Reichsstrasgesetzbucher zu der geringsten zulässigen SIrase von 8 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, ist gegen Stellung einer Kaution vor 30 000 Mark einstweilen aus sreien Fuß gesetzt worden.
Ermordung eines italirnischen Eisenbahninspektors. Im Eilzug Venedig—Mailand wurde der Eisenbohninspektor Ri> gotto von «ineni Unbekannten durch Hommerschläg« auf der Kops schwer verletzt. Der Verbrecher konnte aus dem fahrenden Zug entfliehen. Es scheint sich um den Racheatt eines gemäß regelten Eisenbahners zu handeln.
Ueberreicher Kindersegen. In Touinai, belgische Provinz Hennegau, bracht« die 30jährige Gattin eines Buchhalters na- m«ns Defense vier Mädchen Mi Welt, von denen eines bald noch der Geburt starb. Di« drei übrigen Neugeborene» sind durchaus lebensfähig. Die junge Frau ist bereits Mutter von vier Knaben.
Der verfolgte Amtsrichter. Hinter dem slüchtigen Amts» direftor Habl aus Fnuizensbad wurde ein Steckbrief vom Kreisgericht Eger erlassen. Zur Last gelegt werden ihm u. a. Veruntreuung, Mißbrauch der Amtsgewalt, Giftmord und Anstiftung zum Mord«. Von Habl hot man noch kein« Spul. Sein« Begleiterin Frau Dr. Dies!, roelche mit ihm in Zürich gewesen ist, ist noch Franzensbad zurückgekehrt. In ihrer Wohnung fand eine Haussuchung statt.
Ein grauenhafte» Geständnis. In der Nähe der Oelfabrik in Pririgye ist eine Strohirijt abgebrannt. Der di« Untersuchung führend« Eendarmeriewachtmeister hielt einen verbächiigen 20jährigen Arbeiter namens Josef Cfuka an, der folgendes Geständnis machte: Er habe sich in der Nackt zuvor in der Stroh-


