Ausgabe 
12.2.1914
 
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Nr. JJ

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Teil, S,

20, bic Shnbcr 10 Pfennig. Der Reingewinn flieht in die Missionstasse. Ter Bortrog beginnt um 8^ Ubr.

" Vilbel, 1» Febr Di« Brrpachtnag ei«, Jagdbezirk, der hiesigen Feld- nnd Waldjagd brachte 1(100 Wert weniger al» bei der letzten Pacht per iode

* Vilbel, 12. Febr. Bei der Neuverpachtung der hiesi» ge» Jagd wurden für den Jagdbezirk 1, umfasfend die Feld- jagd recht; der Nidda, von den neuen Pächtern, den Herren Gebrüder Kalbhcnn hier rin Pachtzins von 1010 <*, 30 .< mehr, wie seither, erzielt. Bei dem Jagdbezirk 2. umfassend die Wald- und Feldjagd link; der Nidda, blieb der bisherige Pächter. Herr Friedrich Wilhelm Fix von Fechenheim, mit 2000 A, 700 .K weniger wie seither. Hächstbietender. Im Frühjabr 1012 bot Herr Fix für den Rest der Beslandzeit und weitere 0 Jahre aus freier Hand pro Jahr 3000 M Pacht­zins. Die damalige sozial demokratische Mehrheit im Ge­meinderat war kurzsichtig genug und lehnt« dieses günstige Anerbieten ab. Für den jährlichen lusscrll von 1000 .< löunen sich nun die Steuerzahler bei diesen acht ortsgewal- tigeu Gemrindrverlreteen noch nachträglich bedanken.

* FrnntfurtEschrrshcii», 12. Fear. Am 4., 5. und 6. Juli begebt der GesangvereinKonkordia" E. B.» Franksurt- Eiehersbeim da» Fest seines 7,0jährigen Jubiläums. Mit dieser Feier ist ein groher nationaler Gesangswettstreit ver­bunden. Da? Protektorat über die VeranstoUuug hat Herr Kommerzienrat OSottfrieb Kleinschmidt in Frankfurt a. M.- Elchersheim übernommen. Dem Ehrenrat gehören sol- geudc Herren an: Exzellenz v. Schenck, General der Jnsan- terie. Regierungspräsident l>r. v. Meister. Polizeipräsident Rieh v. Echeurnjchloh. üainmerherr v. Bothmer, Oberbür­germeister Voigt. Die Bedingungen zimi Gesangswettstreit imissrn als musiergüllig anerkannt werden. Hohe Geld­preise sieben in Aussicht: ebenso kostbar« Kunstgrgcnstände. Der Weiter und die Kaiserin haben Ehrenpreise gcstist.'t, ebenso die Stadtverwaltung. Kommerzienrat Kleiuschinidt u s. w. Für reelle Durchführung des Gesangwettstreftcs wird der GesangvereinKonkordia" bestens Sorge tragen. Der Wettttrritsausschiih wird kein« Mittel scheue», sämtlich: sich beteiligenden Dercine voll und ganz zufrieden zu stellen.

* Garbrnirich b. Giehen, 12. Febr. Der Bauernverein hielt am Montag abend eine gutbesuchte Mitgliederversamm­lung ab, in welcher über den Bezug von künstlichem Dllngrr beraten und beschlossen wurde. Vorsitzender des Verein? ist letzt Johann Weigel.

* Vangqon», 12. Febr. Durch dt« frühere Organisation de»

Oberhess Obstdauvrietn, und Kwifocietn» Stehen ist unsere Ortsgruppe, welche sich in einem Obst, und ksiartenbauaereln »»gewandelt Hot. in Ausblühen gekommen. Di« am 5 d. M. «bgt hatten« Sitzung legt« daoon Zeumü, ab Der Verein ist von ein», 30 Mitgliedern aus 85 gestiegen. Z» de, erwähnten Versammlung wurde eingehend über di« grohe gemeinschosiliche Psianzung. zu welcher sich schon 110 Landbesitzer gemeldet haben, verhandelt, tk, soll ei« Senosienschast gegründet werde», da­mit di« grohe Sach« bi» in di« kleinsten Punkt« gemeinschaftlich und «Inheiitich geschossen wird. S« wird dt« Pftanzung. de Sortensrag«. dt« Psleg« (Kledgürtelanloge», Schnitt, Spritze» »sw l alt«, gemeinschastlich erfolgen. «l» letzter Punk» der Tagesoibnun« wurde ei» Vortrag seiten, de, Vorsitzenden ft in. Lehrer ftoimann gebatte»:Die Düngung der Obstsiöume",

wclcher mit großem Beisoll ausgenommen wurde. Im Mörz soll «in vorttag über Blumenpsleg« speziell für die Frauen und Mädchen gehalten werden Dem jungen rührigen Verein wünschen wir weitere Erfolge und BlühenI

* Gicsrea, 12. Febr. Das soeben erschienene Vorlesungs- t-erzrickmis der Großh. Hess. LudwrgSunlversität für das Eoiiuneesemestre 1914 seht den Beginn der Immatrikulatio­nen ans den 20. April und den Beginn der Vorlesungen auf drn 27. April fest. Es verzeichnet für die tbeologische Fakul­tät 5 ordentliche Professoren, 1 außerordentlichen und 1 Privatdozenten. für die juristische Fakultät 8 ordentliche und 1 auheroidenilichcn Professor, die medizinische Fakultät >l ordentliche, 7 außerordentliche Professoren, 10 Privatdozen- ten »nd das veterinärmedizinische Kollegium mit 4 ordent­lichen Professoren. Die philosophische Fakultät zählt 25 ordentliche, >2 oufeerorbentlidi« Professoren und 18 Privat-

dozenten. von allgemein irrterrsftereudru voel«jungen seren daraus heruorqrhobeA: Profesior Hübner: Staat und Kirche.

Prvsesfor Kinkel: Faust, der Tragödie st. Teil, philosophisch

erläutert. Presestor Rauch: Französische Kunst von Franz I. bi» auf unsrer Zeit. Professor Sollin: Der deutsche Roman im 10. Jadrbunderk. Professor Collin: Goethe» Faust. Professor Behoghrl: Erklärung von Lessings Homburgischer Dramaturgie.

* Lollar, 12. Febr. Außer dem sandwirtschaftsichen Koniuniverein. iwn dem dieNeue Tageszeitung" berichtete, sind hier auch noch ander« Leute durch den Krach der Gc- werbebank in Konkurs geraten. Auch in der Umgebung, so in den preußischen Dörfern Wißmar und Lounsbach. find viele Leute, teil» durch direkte Verluste, teils durch Kündi­gung von Hypotheken, sowie durch ihre Haftbarkeit als Mit­glieder an den Rand der Verarmung geraten.

* Aus dem Lumda Tal, 12. Febr. Wie leider so oft in hessischen Gemeinden, so sind auch in D a u b r i n g e n bei der letzten Bürgermrislerwahl solche Verfeindungen der Ein­wohner vorgekommen. daß es wohl noch lange dauern wird, bi» sich die aufgeregten Gewirr beruhigt haben. Selbst in dem GesangvereinEintracht" ist es zur Teilung in zwei Parteien und dadurch zur Auflösung der Verein» gekommen. Schließlich hat e» über das Bereinsv.'rmögen auch »och z» einer Gerichtsverhandlung geführt. In derselben wurde die Fahne, der Bücherschrank und olle dem Verein gcliöreiidcu Vermögenswerte unter die beiden Parteien vrrieilt. Den Namen des seitherigen Vereins darf keiner der beiden neuen Vereine sichren. Was hat nun der eine Verein mit der ihm zugesvrochenrn Fahne, welche einen Vcreinsnamen trägt, den er nicht führen darf?

Hkssen-Nasiau.

Hanan, 12. Febr. Ein großes Schadenfeuer entstand am 3 Februar ln der Mallaroni-, Paniermehl, und Eierteigsabrik von Jos. Erein. In kurzer Zelt war da, gesamte Fabrikgc. däud« cingeoschert. Der Schoden wird auf 80 000 Mark ge- schätzt. Ueber di« Entstchungsuisoche ist noch nicht» bekannt.

* Langenselbold, 12. Febr. Der KrciSausschuß hat die Wahl des Gerichtsvollziehers a. D. Heutzenröther zuni Bürgermeister der hiesigen Gemeinde nicht bestätigt.

* Kommersheim, 12 . Febr Der in den Ariegerveretnskrel- sen geschätzte Landwirt Jean Zwier erlitt bei der Ausübung landwirtschastlicher Arbeiten «i«n Schlagansall, dem er sosort erlog

* Königstein, 12. Febr. Auf der Schneidhaincr Rodelbahn verunglückte ein fünfjähriger Knabe in schwerer Weis«. Er kam in» hiesige Krankenhaus.

* Marburg, 11. Febr. In der Sonntag Nacht wurde im nahen Ockershausen der Bürgermeistersohn auf seinem Hofe von einem maskierten Manne überfallen und schwer verletzt. Donk der sosort in Anspruch gcnonimenen Tätigkeit deS bie- sigen Polizeihundes gelang es. einen der Tat verdächtigen Mann zu ermitteln.

Aus Starlknburg.

* Groß Steinheid, 11. Febr. Bei sehr lebhafter Wahl­beteiligung wurde Philipp Franz Volk mit 388 Stimmen zum hiesigen Beigeordneten get?ählt.

* Langen, 10. Febr Rach Mitteilungen der Stadtvorstandes beträgt da, Eemeindevermogen gcgenwöttig t 9(1!) 078 Mark, diesem stehen 855 568 Mark Schulden gegenüber: di« Sladt ver­fügt demnach über den beachtenswerten Bermögensüberfchuß van 1212 518 Mark.

* Neu-Isenburg, 11. Febr. In Frankfurt a. M. erlitt eine hier wohnhafte Frau durch einen Sturz von einer Haus­treppe eine schwere Gehirnerschütterung.

* Mörselben, 10. Febr. Auf dem Heimweg von der Bahn wurde der Maurer Kunz van einem Schwächczustand befallen unv blieb am Wege liegen. Erst am nächsten Tage wurde der Unglückliche nahezu erstarrt in bewußtlosem Zustand ausge­funden. Ob der Mann mit dun Leben davonkommt, erscheint fraglich.

* Darmstadt, 11. Febr. Die Hessische Elscnhahnakticn- gescllschaft, welche bekanntlich außer dem Betrieb der Darm- stodter Straßen- und Vorortbahnen, die Elektrizitätswerke der Sladt Tarmstadt übernommen hat und den Ausbau des

Elektrizitäts-Ttraßrnbabnnetze« für eigene Rechnung, oder in Gemeinschaft mit anderen Gesellschaften beabsichtigt hat eine von der Stadt Darmstadt garantierte neue Anleibe von fünf Millionen Mark ausgeschrieben, die frühestens am 31. März 1922 getilgt werden kann. Sie wird zu 4 Prozent ver­zinst und wurde durch die Darmstädler Bank und die Dis- kontoaesellschaften übernonmien.

* Darmsiaht, 11. Febr. Die Hessische Landelldersichr- rungsanstalt bat nach anttlicher Meldung bis Ende Fiv- r 1914 an 193 Personen die Heilvertabrungskoslen nbernorri men und sind von den Heilbedürssigen etwa 30 in Vers- i denen Kliniken und Krankenhäusern. k>0 !n her Heilst II - in Wintrrkasten. G7 in Sandbach. 29 in drrGöttinamischen An stall in Reichelsheim i. C., 10 in Bnrawald bei Ried«"!-» sladt, 6 in Bad-Naubeim und 1 in Bad Orb untergebracht. Im ganzen waren im Januar SIS Anträge einer,langen, von denen 219 glatt bewilligt wurden.

* Tarmstadt, lt. Febr. Die Land »vereine vom Rot n Kreuz baden beschlossen, im J>ibre 1911 eine Sammlung -n veranstalten, um in Verbindung mit den Landesftaiiem-er- einen Mittel aiifznbrinaen, um die nicht nusznlckneb<>dci, Maßnahmen für die Stärkung und Sicherst -lliing der K-an- kenpslege bewirken z» können, welche die Verstärkiina dei Wehrmacht in ben fehlen Jahren verursacht bat. D>e Sainin- lung soll im Ma! d. I. beginnen und je nach den örtlichen Organisationen im Laufe des Jabres dnrchgesübrl werden,

* Dnrmstadt, 11. Febr. Prinzgemahl Heinrich der Nie- derlande, der z. F. wieder zu seiner Erholung ans Schlob Hoheinark im TannnS weift, machte am Sonntag am Groß­herzogsichen Hofe dahier mit Anlomobil einen Besuch, nahm an der Famisientafel teil und kehrte nachmittags wieder zu­rück, nachdem er vorher noch einer Einlodung de? Generals v. Röder im Hotel z»r Traube dabier Folge geleistet balle.

* Dnrmstadt, 11. Febr. Am Samstag nachmittag ft-hi- ten der Großherzog mit Gefolge einer Einladung des Königs. Preußischen Gesandten am hiesigen Hofe. Freiherr» von der Lanken-Wakenih ans der Rolmböbe zvm Tee

* Gros, Umstadt, 12. Febr. Die Großh. Real- und Lo.nd- wirtsckviftsschule wird am 20. April l. Js. eröffnet.

* Bischossheim bei Maiuz, 1l. Febr. vermißt wird seil Samstag der 9 Jahre alte Sohn des Lokoinotivssihrers Herold dahier, der nachmittags auf das Maincis ging und der seitdem nicht mehr gesehen wurde.

Aus Rheinhrsiru.

* Mainz, 11. Febr. Am Abend d'S 18. November kam er zwijck>e>i dem 42jährige» Wirt Jakob lUlmaun von hier und feiner Fra» zu einem heftigen Streit, wobei die äuge- trunkene Fra» ihren Mann beschimpfte. Nllmann regte sich über den Vorfall derart auf, daß er seiner Fra» in den Hos iiachfolgle und ihr mit einem Tranchiermesser einen wuch­tigen Stich in den Leib verseht«. Erst am nachfolgenden Tag »achmittags, begab sich die Schwerverlehtc ins RockmS Hospital. Dort wurde sofort eine Operation voraenommen Die Operation verlief bei der Frau ohne wesenllickie Störun­gen, sie befindet sich heute außer Lebensgefahr und auf dem Wege der Besserung. Bei der Vernehmung der Verletzten verweigerte dieselbe ihre Aussage. Ullmann hatte sich vor der ersten Strafkammer Mainz wegen schwerer .Körperver­letzung zu verantworten. Er bestritt, seine Frau vorsätzlich verletzt zu haben: er habe sich in Notwehr befunden. Da» Gericht verurteilte den Angeklagte» zu neun Monaten Ge- sängnis.

* Friesenheini, 11. Febr. Der Bauernverein kaufte die­ser Tage eine kleine Hofreite von der Gemeinde ftir einep Lagerplatz. Der Verein steht unter guter Führung.

Franksurier Wetlrrbrricktt.

Voraussage: Trüb, mild, südwestliche Made

Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsckicl,

Fricdberg: ftir den lokalen und iinterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedbcrg; für den Anzeigenteil: Kart Schmidt, Fricdberg. Druck »nd Verlag derNeuen Tages­zeitung". A.-G., Friedberg i. H.

Todes-Anzeige.

verwandten, Freunden und Belannten teilen wie tiefbetrübt mU, daß es dem AUmächltgengejaUen ha!, meinen lieben »allen, unseren tteben Vater, Großvater, Bruder, Littet und Schwager

Herrn Emil Klein

Spenglermeister

nach vollendetem 57. Lebensjahre, hent« Abend 7'/. Uhr nach lurzeni. schweren, Leiden ,u sich zu rusen

Um sttrlc Tettnahm« bittet Frieöoerg. den 11- Februar 1314

3m ütiüifi Drt tiritmnrrnliri ^interilifbemf*:

Juliane Klein geb. Mahr.

Di« Beerdigung sindet Sonn lag. drn 15. Februar I. 3s., nachm 3 Uhr vom Ererbe hau e Schnurftr 7 an» statt.

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tm uieijvitjrijes

JJfcvb

nebst 4i.^oc.en für Bäcker geebnet prcisuwTt n nertauren. Gabore* r.i '.ckrrrri iüolf, Frirdvery.

Ifritirn »ud pattfln

in Kisteln

W. Madre

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