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Seit, L
yjeue xages.itttung. Dienstag» »en 10. Fevruar 1914.
Abg. Dr. ötttlnrfi (Zentr.): Der Krankcnpflegedienst verlangt eine solche Hingabe, eine solche Verz-chtleistung auf materiellen Genus;, das; die Arbcitsverhältnisse eine Regelung erfahren müssen. Auch wir sind alljährlich hier im Haufe dafür cingctrcten.
Dienstag: Fortsetzung. — Schluß nach 6 Uhr.
Prritstijchev Landtag
Abgeordnetenhaus.
Am Montag begann das Haus di« Berawng des Etats des Ministeriums des Innern. Nachdem die Einnahmen ohne Debatte bewilligt waren, begann bei den Ausgaben. Titel Mini- ftergehalt. eine allgemeine Aussprache.
Abg. v Kardorss (frcifonf.) gab zunächst dem Wunsch nach früherer Einberufung des Landtags Ausdruck, der dann nicht über Mai hinaus tagen dürfe. Die Ablehnung der Ost- n:ar!enzulagen im Rcich-stage fei ein bitteres Unrecht gegen die Beamten. In der Frage des preußischen Wahlrechts Hab« die Sozialdemokratie mit dem Eeneraistrril gedroht, er hosfe, daß V.e Regierung sich für diesen Fall stark zeigen möge. Mit der sozialen Versicherung müsse endlich Schluß gemacht werden. Die Hauptsache sei ein« scharf« Bekämpfung der Sozialdemokratie. Nicht die Konservativen, sondern di« Demokratie erstrebe eine Verfassungsänderung an, dagegen müsse Front genracht werden. tBeifall rechts).
Abg. Linz (3fr.) wies auf den Kölner Polizeiprozetz hin und forderte sofortige Ausmerzung unlauterer Elemente.
Ihm erwiderte Minister v. Dallwitz, daß in der Tat in Köln 3 v H. der Polizeibcamten Gescheut« angenommen haben. Gegen 20 Beamt« sei deshalb ein Strafversahrcn eingeleitet worden und die in Betracht kommenden Bn-lch-isten wurde» neu runiieit rverLen. Der Minister gab der Hoffnung Ausdruck, dag in Köln bald wieder geordnete Zustände einfrcten worden. Das Verbot der Berlin«, Schutzmannsvereinigung fei durchaus berechtigt gewesen.
Abg. Dr. P a ch n i ck e lFortschr.) besprach besonders Li« Auflösung der Berliner Schutzmannsvercin-igung, di« sich nur auf Vermutungen, nicht aber aus Tatsachen gestützt habe. Der Bciein sei nicht politischer Natur gewesen. Der Brief des Herrn Jagow an di« „Kreuzzeitung" sei «in Eingreifen in ein schwebendes Gerichtsverfahren gewesen.
Abg. Dr. L a h m a n n fRatl.) wünschte, um di« Sozialdemokratie rinzudämmen, ein« Stärkung der nationalen Arbeiterschaft und der christlichen Ecwerkschastcn, doch müßten dies« den Grundsatz d«r politischen Neutralität ausrccht erhalten. Dem Fortschritt gab er den Rat. auf den manchmal „hundsgemeinen Ton" des „Berliner Tageblatts" einguwirken, um politische Anständigkeit zu erhalten.
Abg. Dr. Scyda (Pale) bemerkt«, daß dl« Polen ln ihrem Kamps gegen den Ostmaikenvcrein nicht innehaltcn werden.
Dar Haus vertagt sich aus Dienstag 11 Uhr: Fortsetzung.
Tagesnberücht.
Pentrches Reick.
:: Sitzung des Reichsausschiisses der gentrumSpartei.
Ter Reichsausschuh der ZentruiuSparter hielt gestern in Ber- lin eine Sitzung ab. Zum ersten Vorsitzenden wurde Abge- vrdneter Spahn, zum zweiten Dr. Porsch gewählt. Ter Vasten des dritten Vorsitzenden ist dem Vorsitzenden der Zentrumsfraktion der bayerischen Kammer Vorbehalten. Die Verhandlungen waren vertraulich. Es wurde ein Aufruf beschlossen, worin betont wird, dah die Partei den größten Wert daraus legen müsse, dah ihre Anhänger in den sozialen und wirtschaftlichen Organisationen tatkräftig Mitarbeiten. Das segensreiche Wirken der Partei, ihre Disziplin und Entschlossenheit seien fest verankert in dem Vertrauen der Zcn- trumswähker. Dieses Vertrauen werde seit längerer Zeit von einzelnen Personen und Prchorgancn zu unterwühlen gesucht. Selbst die kirchliche Gesinnung alter verdienter katholischer Mitglieder des Zentrums werde verdächtigt. Solche grundlosen Angrifse mühten mit Entrüstung zurllck- gcwicscn werden. Die llrbeber dieser Verdächtigungen hätten sich selbst anhcrhalb der Partei gestellt und seien als Feinde des Zentrums zu bezeichnen.
:: Zinn Strahhurger Beamte,iwechsel. Die Ernennung eines preuhischen Beamten für Justiz und Kultus koinmt in Strahburg nicht überraschend. Schon die bisherige Besetzung bat gezeigt, dah mit einer völligen Acnderung des Systems bei der Personenauswahl für Elsaß-Lothringen gerechnet werden müsse. Tie Annahme, dah man einen Elsässer zum Justizminister bestellen werde, hatte von vornherein wenig Wahrscheinlichkeit für sich. Im übrigen ist der neue Minister für Elsah-Lothringen für die Strahhurger Bevölkerung ein unbeschriebenes Blatt. Besser ist Ministerialrat Cronau bekannt, der zum Ministerialdirektor ernannt worden ist. Man scküitzt ihn als einen tüchtigen Beamten. Mit dem scheidenden Ministerialrat von Traut verliert das elsah- lolhringische Beamtenum einen seiner tüchtigsten L^rtreter, Her besonder? auf dem Gebiete des Wasserbaues, der kür Hlsah Lothringen so wichtigen Kanalsrage, als Autorität gilt.
Italic».
:: Der Anwaltstreik. Ter Anwaltstreik, der in verschie- Keueu Städten Italiens herrscht, wird sich voraussichtlich über ganz Italien auSbrkiten. Die Bereinigung der Anwälte hat gestern u' Florenz eine große Versammlung abgehalten und geschloffen, alle Anwälte, die der Vereinigung anzehören, anszufoidern. von Freitag ab zu streiken. Der Grund des Beschlusses liegt in dem Protest der Anwälte gegen das langsame Arbeiten der Gerichtsbehörden. Die letzten Reformen im Gerichtsvcrsahrcn wurden von der ganzen Versammlung für völlig überflüssige und ungenügend erklärt.
Rußland.
:: Der schwarze Tod. In der Stadt Orenburg und Umhegend trat die sibirische Pest auf. Unter den Arbeitern der Lederkabriken knnnnen täglich Erkrankunoe» unr. Die
schreckliche Epidemie kann sich ungehindert ausbreiten, da eine Sanitätsaufsicht völlig fehlt und die Kranken nur in eine mAmbulatorium behandelt werden können. Man fürchtet, dah das Personal der Taschkentcr Bahn infiziert wird und die Epidemie weit und breit verschleppt.
Vom Balkan.
:: Zu« albanischen und Jnsclsrage. Der offiziöse „Petit Parisien" veröffenticht zur politischen Lag« offenbar inspiriert« Rote: Der Schritt, den dl« Vertreter der Großmächte in Kon- stantinopel und Athen unternehmen werden, um die Enischliffse Europas in der albanischen und Jnsclsrage bekannt zu geben/ steht unmittelbar bevor. Die Triple-Entente und der Dreibund sind sich im großen und ganzen einig und bereit, bei der Pforte und in Athen für eine alle Teile befriedigende Lösung der Fragen zu wirken. Aber der Dreibund ist jeglichen Drohmoßnah- men oder Denwnstrationen abgeneigt, falls gütliche Borstellnn- oen ihren Zweck verfehlen sollten. Das Zusammentreffen von Veniselos und Pasitsch in Bukarest, wo st« Gäste ber Regierung sind, verleiht den Gerüchten von einer bevorstehenden griechisch- scrbisch-rumänischen Entente große Wahrscheinlichkeit. Die Work», die ber neue türkische Geschäftsträger in Athen. Ehalil Bei;, über bi« Frag« von Chios und Mythtlene gesprochen hak, haben sehr verstimmend gewirkt und in der griechischen Presse äußerst unfreundlich gehalten« Kommentare hervorgerusen. Es ist wahrscheinlich, daß Ehalil Bcy infolgedessen binnen kurzem seinen Posten verlassen wird.
:: Blniige Dcmoustrakioncn in Philippopel. Rach einer ab- gehaltcnen sozialdemokratischen Proteswersammlung gegen die Aufhebung des Gemeinderets in Philippopel kam es in dieser Stadt zu wüsten Ausschreitungen, sodaß di« Polizei energisch cinschreiten muhte. Die Demonstranten setzten den Sicherheitsbeamten hefiigen Widerstand entgegen und ein Potizcibcamter, der di« Menge zur Ruhe ermahnte, wurde durch «inen Revolver- schuß verletzt.
Bl-xiko.
:: Reue« Anschlag der Rebellen. Wie aus El Paso gemeldet wird, haben die Rebellen im Cumbretunnel ein neues Eisenbahnunglück hervorgerusen. Sie rissen di« Schienen im Tunnel auf, so daß ein Personenzug, der glücklicherweise nur wenig besetzt war. entgleist« «nd in Brand geriet. 15 Personen kamen dabei um, ein« große Anzahl wurde verletzt. Unter den Toten befindet sich auch eine Mutter mit ihren 5 Kindern. Di« Banditen, die unter dem Befehl des bekannten Führers Castollo stehen, sahen dem furchtbaren Schauspiel mit völliger Gelassenheit und einer gewissen Befriedigung zu, — Präsident Wilson hat ein an Ort und Stelle zu führende Untersuchung angeordnet. — Nähere Nachrichten über das Eisenbahnunglück in dem Eombre-Tunnel lassen erkennen, daß dieses tatsächlich dem Bandenführer Castello zuzuschreiben ist, der «inen ELter- zug in den Tunnel schieben ließ, dort angllndete und dann von einem benachbarten Beobachtungsposten zusah, wie der Passagierzug tu den Tunnel fuhr. Die Rettungsmannschaften Hab«» nur bis zur Lokomotive Vordringen können und dort verkohlte Ueberreste mehrerer Menschen gefunden. Mithin scheint festzu. stehe», daß 50—60 Personen umgekommen sind, darunter fünfzehn Amerikaner.
Parleinachrichten.
Aus dem Landtagswahlkrcis Nidda-Ortenbcrg.
Im Laufe des Winters hat Landtagsabgeordneter D o r s ch - Wölfersheim in zahlreichen Orten des Wahlkreises Versammlungen abgebalten. Er sprach in Steinheim bei Hungen, Ober- und Unterwiddersheim, Borsdorf, Geitz- nidda, Dauernbeim, Obermockstadt und am vergangenen Sonntag in Ranstadt. Die Versammlungen waren alle gut besucht und nähmen den besten Verlauf. Landtagsabgeord- ueter Dorsch berichtete über seine Tätigkeit im Landtag und es ergab sich allenthalben, daß der Abgeordnete in engster Fühlung mit seiner Wählerschaft steht.
* Langsdorf, 10. Febr. Am vergangenen Samstag Abend tagte in der Wirtschaft „Zum deuffchen Haus" die kiesige Ortsgruppe der deutsch-sozialen Partei. Noch einigen temperamentvollen Ansprachen über die Ziele und Bestrebungen der Partei, wurden nach der Wahl des Vorstandes und Rechners, noch eine Anzahl berufliche Fragen, unter Anderen, die Errichtung einer neuzeitlichen Getreidereinigungsanlage, eingehend behandelt. Wenn auch über letztere Frage noch keinen Beschluß gefaßt werden konnte, wurde doch festgestellt, daß eine solche Anlage ein dringendes Bedürfnis sei und es sehr zu wünschen wäre, wenn der Plan zur Ausführung gelangen könnte. Eine recht interessante Aussprache über Parteiangelegenheiten schloß die Versammlung. Ganz besonders mußte freudig begrüßt werden, daß wieder einige junge Bauernsöhne sich unserer Ortsgruppe angeschlosscn haben, und daß gerade bei den jüngeren Mitgliedern eine ganz besondere Begeisterung für die Bauernsache herrscht. Möchten sich doch allerwärtS die jungen Bauern immer mehr zusammenschließen, damit sie zur gegebenen Zeit geschlossen in dem Kampf für Vaterland und Beruf, den Gegnern stets erfolgreich entgegentrctcn können.
* Gießen, 10. Febr. Ueber sozialdemokratische Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe gab die „Oberhcssische Volkszcitung" gelegentlich des Prozesses Troß einige drastisch« Beispiele. Nachdem monatelang behauptet worden war, Troß hätte sich iinmer für einen wohlhabenden Mann ausgegeben, aber kein Schatten eines Beweises dafür geliefert werden konnte, da wollte inan nun in der Gerichtsverhandlung durch einen neuen Zeugen dartun, Troß habe demselben schon im Frühjahr erklärt, er sei vollständig bankerott. Auch das war nichts, aber da half man sich damit aus, daß man dcffen Zeugenaussage in der „Oberhessrfchen Volkszcitung" fälschte, denn eine sozialdemokratische Parteiorganisation scheint mit der Wahrheit gar nicht mehr betrieben werden zu können und den wirklichen Sachverhalt darf man den Ge- ncssen nicht bekannt geben. Noch deutlicher trat dieses zu Taac. als das Urtell gefüllt war. Jetzt wurde so kleinlaut
bemerkt, das Gericht sei der Ansicht gewesen, die Artikel seier, beleidigenden Inhalts. Daß das Gericht aber in dem Urteil ansführte, die hohen Strnfen hätten erkannt werden müssen, weil auch nicht ein Deut von all den erhobenen Verleunidun- gen und Beschuldigungen erwiesen sei, das dursten die sozial- demokratischen Arbeiter auch nicht Ivissen, denn wahrscheinlich müssen dieselben auch diesmal wieder die gar nicht so billige Zeche bezahlen. Hoffentlich wird man an die Strafkammer gehen und sich dort noch etwas Strafe und Kosten dazu holen.
Ansstchtsratsmitglied D«. Frank.
Di« nationallibeialen „Leipz. Reuest. Nachrichten" berichten von einem neuen Fa»«, in welchem sozialvemokratische Führer sich die Einrichtungen der von der Sozialdemokratie grundsätzlich so scharf verurteilten kapitalistischen Wirischaftsmeise in besonders bezeichnender Art persönlich zunutze machen:
„In Mannheim wurde vor einiger Zeit ein« Aktie,,. Geselljchaft „Magnctine" zur Ausnutzung eines patentierten Mittels gegen Kesselstein begründet. Zu den Gründern gehören in erster Linie die sozialdemokratischen Bürgerschastsmitglieder Levq und Dreifuß, sowie der sozialdemokratische Reichstags- und Landtagsabg. Dr. Front, der auch dem Aussichtsrate angehört. Die Ecsellschajt verkauft das Kilo „Magnetine", das sie einer Firma zum Preise von 1 Mk. abnimmt, ihrerseits für 3 Mt. an das Publikum weiter; sie weiß also ein Patent ganz ausgezeichnet auszunützen."
Es ist schon so: Ein echter Sozz kann zwar das „Kapital" nicht leiden, Jedoch das Geld — das nimmt er gern.
Kund der Landwirte.
Die am vergangenen Sonntag zu Büdingen im Fürstenhof abgehaltene Bezirksversammlung des Bundes der Landwirte war sehr gut besucht. Ihr ging eine Bevtrariens- männer-Bersammlung voran?, zu der etwa 20 Vertrauens- männcr aus allen Teilen des Kreises gekommen waren. Als Ergebnis der Beratung ist zu verzeichnen, daß demnächst im Kreise Büdingen eine verstärkte Tätigkeit einsetzen soll. Die Bczirksversammlung wurde von dem Kreisvorsitzendcn, Gutspächter Rhode- Findörfer Hof eröffnet und geleitet. Zunächst sprach Landtagsabgeordneter Dr. p. H e l m o l t iiber die Notwendigkeit des Bundes der Landwirte. Er fand allgemeinen Beifall. Der Geschäftsführer des Bundes der Landwirte, Dr. Pieper- Frankfurt a. M. verbreitete sich dann eingehend über unsere wirffchastliche Lage und kam zu dem Schlüsse, daß ein Zusammenarbeiten aller schaffenden Stände dringend geboten sei. Auch ihm wurde reicher Beifall. Redakteur H i r s ch e l - Friedberg wandte sich darauf gegen die Zwietracht, die in die Reihen der Landwirtschaft zu tragen versucht werde. Nachdem noch die Herren Karl Dietzel- Eckartshausen und Beigeordneter Schick- Tiebach a. H. verschiedene Fragen angeregt und De. Pieper das Schlußwort gesprochen hatte, wurde die Versammlung mit Worten des Dankes an die Referenten geschlossen. Nach der Versammlung blieben die Anwesenden noch längere Zeit in anregender Unterhaltung zusammen, wobei auch noch verschiedene Mitgliederaufnahmen gemacht wurden. Allgemein ist der Wunsch, daß im Kreise durch den Bund lebhafter gearbeitet werde.
Die GkimMrlaiMluny des Liin-tg der §an!>n>irte
findet am 16. Februar in Berlin statt. In Anbetracht des zi erwartenden Andranges aus allen Teilen Deutschlands, hat die BundeSleitung zwei Ricsenlokale für die Versammlung gemietet. Im Steinbau des ZirkuS Busch, wird der Bim- desvorsitzeude, Landtagsabgeordnetcr Dr. R o c s i ck e - Görsdorf den Vorsitz führen. Den Geschäftsbericht erstattet Direktor Dr. Hahn. Als Sachrcferent spricht Rittergutsbesitzer von Oldenburg-Jan »schau über die „Politische Lage."
Gleichzeitig findet eine zweite Versammlung im Zirkus Schumann statt, welche der Bundesvorsitzende Freiherr von W a n g e n b e i m - Kleinsviegel leitet. Das Sachreserat über die „Politische Lage" liegt hier in den Händen de-s Reichst.rgsabgeordneten Dr. O e r t e l - Berlin. Nach ihm sprechen Dr. Hahn, Rittergutsbesitzer Aus d e ni Winkel- Logau und andere. Beide Versammlungen werden nrittagS halb 1 Uhr eröffnet.
Angesichts der politischen Verhältnisse wird dem Verlaus der Generalversammlung allseitig mit dem größten Interesse cntgegengesehen.
Ans der fjehimt.
• Friedberg, 10. Febr. Eine Diebesbande, die mit den örtlichen Verhältnissen bekannt ist, war heute Nacht wieder an der Arbeit. Die Diebe scheinen es auf die Gasiwirtschaf- ten abgesehen zu Hatzen. Zigarren, Zigaretten, Wein. Eß- tvaren und kleine Geldbeträge wurden von den Einbrechern mitgenommen. Hoffentlich gelingt es unserer rührige» Polizei, die Einbrecher alsbald zu fassen.
* Friedberg, 10. Febr. Herr Friedrich Mohihardt. Gerichis- schreibergchilf«, wurde zum Ehrenmitglied des Gesangvereins „Liederkranz" ernannt, nachdem er 25 Jahr« lang ununterbrochen dem Verein als aktives Mitglied angehörte.
• Friedberg. 10. Febr. Während in den letzten Wochen die Preis« sür Fetwieh durchgehends im Sinken begriffen sind, sind di« für Zuchwieh noch keinen Pfennig zurückgegangcn. Dci Handel hiermit ist besonders effchwert durch di« tu Ost- und Westpreußen herrschende Maul- und Klauenseuche.
* Friedberg, 10. Febr. Vergangenen Sonntag Nachmitiax fand unter dem Vorsitz des Herrn Psarrer Holl- Nieder-Ros bach ein« Zusammenkunft „Ehemaliger Schützen und Jäger" im Restaurant Elleimeyer statt. Ein« reg« Ansinrach-


