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Sir. Sb

Dnirr Pstuyeisen.

4 ,,r„e.,„g. ÖBilMOft. »« MH« 1314 .

Roman von M. Prigge-Brook. ll lF»rtsetznng>

r^iltor umfaßte sie leicht. .Tröste Dich. Liebste«, tvenn >r zivei ziisanimentzalten. was können ste uns tunT Wenn ^ r ^ n '^ bewegen ist so müssen wir eben warten/

^>el>r »,n Jnbr. Das kann ich nicht, Fch mag nicht auf i.nes Menschen Tod warten, inan sagt, da? bringt kein Wütt.“

..®or svricht vom Tode? Dir warte» als Esieleutr in Ö stren und Geduld, Kann ich Dir einen größeren Beweis meiner L'ebe geben, als den, der Mann meiner Pfrau zu i.in, bi? nach das Schicksal auf meinen Platz stellt?"

„Ans Heinz' Platz", sagte Ro'emoric leise, .Tn veraißt <'einz. Denn er erwiichsrn ist .ständest Tn wieder Var der Aufgabe, Dir eine Zukunft zu gründen. Darauf kannst Du ca doch nicht ankounnen lassen."

„Verdammt!" niurmeltr er ganz unhörbar zwilchen den Zähnen.

Er Hatzte Rosemarie in dem Moment. War sie doch nicht das blind verliebte Msdchm. da? sich wistenlaS seinen Wünschen '.igle. Oder halte der «Ile sie aiisgehetzt?

Sie schN'ieg eine Weile, Seine Stirn tvar umwälkt. lein Bli-k nicht freundlich. Bange Ahnung legte sich aiif ihr Memür.

„Der Ol, in sprach von einer Direktarsteste in Polen, Walter." begann sie endlich schüchtern. „Hast Du Dich schon danach umoesrben?"

„Ich denke. Du kannst Heinz nidtt verlassen?,, gab er ärgerlich zurück

„Das konntest Du danil? doch nicht wissen, da? durfte doch nick/ für Dich anslchlaggebend sein, wenn Du dort wirk­lich etwa? leisten kannst."

„Kind, tu' mir den Gefallen und bekünunere Dich nicht um meine Geschäfte, davon verstehst Du nicht?", unterbrach er sie gereizt, „Fassen wir das Resultat Deiner Unterredung mit den beiden Alten kurz zusammen. Sie wosien mich nicht. Du bangst an Deiner Heimat und hast auch schließlich recht. So gut wie Heinz, bist Du auch ein Kind der ftinim. wer weih ab er den Krenivel lpäter übernimmt. Gewiß ist nicht? aus dieser Welt, genüh ist nur, bah wir uns lieben und bei- raten und le'-teres se eher, desto Neben, Einverstanden?"

Er rih sie an sich und kützte sie. Still duldete sie seine llmarmung, aber sie kiihte ihn nicht wieder. Ihr Herz, vor­hin noch vast'r Seligkeit, lag still und kalt in ihrer Brust, T ie erste Enttäuschung war gekommen und nahm ibr Glücks- gefiibl mit fort.

Rackideni die Liebenden verabredet, sich den Bedenken der Angehörigen zum Trotz als Brautpaar zu betrachten und aneinander festznhaltcn, trennten sie sich.

Roleniarie vernllichtete Schmidt vorher feierlich zum Gehrimstalten de? BerlöbnisieS.

Der alte Sanitätsrat erkrankte am nächsten Tage. War r? Erregnno über der Enkelin unbesonnenen Schritt, daß sein alter Körper der Auflösung entgegen ging?

Er verfiel sichtlich, Ter Arzt schüttelte den Kops, Role- niarie wich nicht vom Lager des Kranken, kaum, dah sie sich in der Abendstunde aus einige Minuten binüberstabl, um Walter zu leben, den dieser Zwischenfall sichtlich verstimmte.

Er kam sich plötzlich überflüssig im Pslugeisen vor, zu­mal weder Ehlers noch Tante Luise sich ihre Mitwissenlchast nickst im geringsten nierken liehen und ibin mit böslicher Küble begegneten. Er wich ibnen nach Möglichkeit aus und war halbe Tage lang fort. Es hieb, er gehe seinen Geschäf- len nach.

Der Zustand deBalten Herrn zag sich über Wachen bin, Rosemarie wohnte im Lindwurm und kam kaum nach Hanse, Denn sie Walter traf, wagte sic zuweilen die Bitte, sich ihr eil/Ivenig nirTir zu widmen. Er könne abends binüberkam- wcn. wen» der Grohpapa schlafe. So könnten sie sich doch zuweilen-sebe». Er wies ih'e Bitte ab,

„Dein Grohpapa bat mich nicht sehen wollen, al? er aesuud war. dem Kranken konune ich ungerusen nichk ins Haus. Das Ai mein Standpunkt, den iiieinc zukünftige Frau respektiere» sollte,"

Als Rosemarie inerkle, dah er sich ihrer Gesellschaft »er» entzog, nahm sie ihre» Stolz zu Hisse, verbarg die Lei­denschaft, die sie im Herzen trug, und fragte dem Tun ihres Lräi-tiaams nicht mehr »ack>.

Aber sie litt namenlos und die Zweifel an der Halt- («crfcit ihres Glückes wurden iimner lauter. Doch hing ihr ibr einsomes Herz mit beiher Liebe nn Dafter, z» zeigen

r~

toüfite sie diese Liebe nicht mehr, seit er sie einmal kiihl zu- rückgewiesen.

Er batte ja auch reckst, böse zu sein. Nieinand kümnierte sich um ihn. Des Großvater» Uraiikheil hielt olle in Atem, da war es natürlich, dah keiner des Gastes gedachte, von drm ste anfangs so viel Wesen gemacht, Die Zeiten würden sich ändern. Einstweilen war freilich keine Anssickit dazu.

Walter blieb imi ier >ängcr fort. Bald betrat er das Pfliiq-is?» nur nock, bei Nacht und ärgerte Jakob Ehler« diirch spätes. »nregelmähjges .Heiinkoninien. Der alte .»anien fp'wlt. weil die T ür often blieb und verbot seinein Zungen das Anlsteben de? Nachts, Mock'Ie der fremde Herr siib die Schli-ssrI mitnelnnen, aber er sckoitc sich wohl, da- nach zu fragen,

EklerS wartete. Er batte an verschiedene Firmen in Hongkong geschrieben »nd sie nn, Ausknnst ersucht.

Vielleicht, dah sich in Schmidt? Vorleben ein Hindernis fand. Das Kind nuihle unglücklich werde», wenn es an feiner Liebe festhielt. Er war wirklich nicht mehr als ei» Spekulant,

Dem alten Sanitätsrat wurde das Sterbe» reckst scheuer. Täglich befragten seine müden Augen den Freund, ob Ans- Wort gekonimen, täglich verneinte er. Sollte Lubn beimgeben müssen mit der Sorge nn, das geliebte Kind seiner Tochter im Herzen? Vergeblich versuchte er Rosen,aries Sinn zu wenden.

„Quäle mich nickst, Grohpapa, ich bi» »ngsücklich genug, dah Du gegen mich bist", pftegte sie z» antworten, so oft die Rede niis ibr Verlöbnis kam,

„Wirst „och i,»glücklicher, fürchte ich, wenn Du ans Deinem Willen bestellst Du weiht jo selber nicht, wos Du willst", fubr der alte Mann mübsam fort, „Besinne Dich dach. niein Kind,"

Sie antworteie nicht. Das Herz tat ibr Weh, Sie litt unter der Vernachlässigung des Geliebten, der selbst ihre zöge Bitte, sich Heinz' etwas anznnebmen, ablehnend beantwortet batte. kFortsetznng folgt.)

Kirchliche Anzrigen.

Evangklischc Gemeinde,

4 Sonntag nech Epiph,, 1. Februar,

Gottesdienst in »er Stadtkirehe.

Bonn, gzi Uhr: Herr Direktor Schoell.

Nachm. 2 Uhr: Herr Kandidat Leonhard,

Goltkädiriist in der Burgkirche Barm, II Uhr: Kindergottesdienst: Herr Psr, Ritter. Nachm, halb S Uhr: Herr Pfarrer Zatzmann, Gottesdenst im Ltaptleil Fauerbach.

Barm, lü Uhr: Herr Psorrer Zatzmann,

Nachm, 1 Uhr: Jugendgottesdienst,

In der Stadt, und Burglirche Kollekte für Bieber, — Am 8, Februar wird abends in der Burglirche das hl, Abendmahl gefeiert,

Karbaliiche uirn-iiid- Gclogenheit zum Beichten Samstag nachniitlog von 4 Uhr, Sonntag früh von kik Uhr an. y,7 Uhr: Frühmesse,

8 Uhr: Militärgoltesdienft,

4, Sonntag nach Epiphanie, I. Februar,

Nachm, 2% Uhr: Monatsandacht der Rosinkranzbruder.

schast. Nach der Andacht ist Gelegenheit zu beichte».

Am Montag, dem nicht mehr als gebotenen Feiertag gel­tenden Feste Mariä Lichimch, ist um 7 Uhr die Wachs, und Ker- zenrveihe, danach ein Hochamt für di« Pfarrgemeindc, Am Montag Abend 5 Uhr und am Dienstag nach der Psarrmesf« wird der sogen. St, Blasir,siegen gegen Halsleiden gegeben.

Feierabend Friedberg.

Jeden Sonntag abends von 8— ^0i8 Uhr Dersainmlung.

Sonntag, den l, Fcbr,: Vortrag über: .Fürst Blücher, der Maischall Borwärts",

„Feierabend" im Stadttril Fauerbach.

Jeden Sonntag: Spiel- und Leseabend

vereinigte Sioditheoie, Franftvrl a, M, Opernhaus Sonntag, den 1, Februar, nachm, halb 4 Uhr: Borstellung bei ermäßigten Preisen: „Wiener Blut". Anher Abonnement, — Abends 7 Uhr: „Monon". 14, Bonstellung im Sonntag Ab. Große Preis«,

Montag, den 2. Fcbr,, abends halb 8 Uhr: „Tiefland", Auhrr Abonn, Groß« Preis«.

Diensiag, den 3 Febr, abend» halb 8 Uhr: „Polenblut". 14, Vorstellung im Diensiag Abonn, Erohe Preis«,

_____ Beite 3

Mittwoch. den 4 Fetr, abend, 6 Uhr: „Parsisal", Auße, Abonn, Erhöhte Preis«,

Cchansplelhana

Sanntag, den 1 , Febr., nachm, Haid 4 Uhr: Borstellnng de ermäßigten Preisen: „Der ^ftiesell« Kater", Außer «doun - Abends 7 Uhr: „Wie einst im Mai", Außer Abonn. Gew P, mi„ t ^ 0n,OB ' **" ' 8***- abends halb 8 Uhr: „Natdan d»u

Werse ,4 Boiftellun, im Montag-Abann, Gew Preise,

. 3 S«b',. abend, 8 Uhr: „Ehriftiane" Vor­

her, Der verwandelt« Komödiant". ,S. Vorstellung im Dien,- tQfl^bonncm^nt. Gero. Preise.

‘".V 1)0lb « Uhr: „Wie „ns, im

Mat. I., Vorstellung i m M>llw-ch,A bonn. Ge». Preise

«pirlpla, des Slndilheater» in Gießen,

Sonntag, den 1. Febr. abend, halb 8 Uhr: „Krieg im »ttedc» . Klein, Preis«,

Monlag. de» 2. Febr, abend. 8 Uhr: »otksuorft.lluna „Die Humboidtianer",

Dienstag, den 2, Febr,, abend» 8 Uhr: „Di, Schmetter, ltngsschlacht", 12. Diensiag Abonnementsvorstcllung Gew Preise,

Mutwoch, den 4. Febr,. abend» 7 Uhr: „Die Journaiisten" 14 Mittwoch Abonncmentsvorstellung, Gew, Preise,

Ein treuer Freund

in «olde« wert. So aued Scoil! Emutüon Air die «ternär und^ra-w-udlendeu. Am-Imrionr «»mm huU sie «e Etztus» wach, uutrrfta,, dl- P,Iduna der

Qotbs

(Lmulsion

Muskeln und Jhuxbcrt, kurz, fk wirkt vorteilhaft auf die flamr Sntwilkliuig ein. Somit ist Scoits Emulsion für die Jugend im besten Sinne ein Freund und Helfer.

t*fDalt. ca. ; iMtrtun iftu.o. »lyvn, WA «nltrUftolpOon.il. Aalt *A. «nltrpi.ol» lOorhl. fcairpn 1.0. 2roftanl l.ü, araft. (öuoimt I.o. HUaflrt lw.u. «lkvdol IIA Ätnu..M««bd. n. ••nUftmaM * * iropfai

Kopfdüngung. Die sonnigen Tage des diesjährigen Herb- sie« scheinen die Gewähr j» dielen, daß unser« Herbstsaat ge- ttästig, in den Winter geh«. Der Fernstehende lönnt« so an nehmen, nun dürfe der Landwirt ohne Sorg« dem kommender Erntejahr «ntgegensehen. Aber adgrseden von manchen and«, ren Gesahren, welche die Feldftücht« in de, langen Zeit b>» zur Ernte noch bedrohen, hört man heott schon allentlmlbc» darüber llagen, daß Mäuse und Schnecken de» jungen Saatrn arg zusetzcn Es werdrn sich dl« Hosjnungen aus im Frnhiahr gut bestanden« Wintersaaten da und dort nicht erfüllen Wo Mäuse, und Schneckensraß die Saaten geschädigt haben, oder wo au» irgend welchen anderen Ursachen schwache Saa:«n zu erwailen sind, bringt «in« Kopfdüngung mit 80 bi» Hill Kg Ichwescljaurcm SImmomal auf da, Hektar diese zu üppiger Entwicklung, sodeß trotz aller Schädigungen ein« Vollernt« er­zielt wird. Allerdings darf der Landwitt di« günstigste Zeit nicht veisäumen. Mit der erwachenden Natur muß di« Roggen, und Wcizenpflanze den gedeckten Tisch valsinden, um so di« ganze Wachstumszeit und namentlich d!« werlvolle Winter, senckstigleit »oll und «anz ausnützen zu lännen. Im Februar oder spätesten» im Marz ist da» schwefelsaure Ammoniak an». zuflreoe», damit es sich !m Boden oerleilen und so von allei» Wurzeln ausgenommen weiden kann. Mit dem schweselsauren Ammonial sür di« Kopfdüngung der Wintersaaten kaust de, Landwirt gleichzeitig auch seinen Bedarf an diesem Düngesaft sür die Frühjahisiaal, damit di« erst n Tag« des Früds-'-rs de- nützt werden können, den Acker rechtzeilig zu bestellen. Zu einer guten Ackerbestellung gehätt aber neben einer sorgfälti. gen Bodenbearbeitung auch eine gut« und richlig« Düngung n,it Kali, Phospdoisäur« und Sttckstoss in Form van schwrsel- scnrem Ammoniak,

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