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j(tut ragepzettnng. ©cm»iag, feen 24. Januar 1»14
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Hirse Vorzüge »»!) diese Schwächen vorrecknrt? (Sehr richtig!) Daraus können nur Verstimmungen hervorgehen. Sie haben cs ja in den lebten Togen erlebt, wie über Nacht rin schweres Aergcrnis hervorgerufen worden ist Wider den Willen der Beteiligten ans Grund von mißverständliche» und mißverstandenen Reußermigen. (Lebhafter Widerspruch links und in der Mitte,) Keiner unserer Bundesstaaten könnte «bestehen, wenn wir nicht dnS einige Deutsche Reich hätten. (Lebhafter Beifall.) Das Beste ist gerade gut genug sür daS Reich, für das unsere Vater in treuer Wassenfnnierad- schast mit ihrem Blute gekämpft haben (lebhafter Beifall), und zwar alle mit der gleichen Begeisterung, mit der gleichen Hingabe und mit der gleichen Tapferkeit. (Lebhafter Beifall.) Tie bayerische Armee, von der jetzt die Rede gewesen ist.... die Schlachtfelder von Wörth. Weißenburg. Bazailles und da? blutige lltingen um Orleans verkünden genug, was die bayerischen Soldaten 1870 geleistet haben: Ein glänzendes Zeugnis für die gleicl>e Tapferkeit aller deutschen Stämme. (Lebhafter, wiederholter Beifall.) Der nationale Reichs- xedanke ist in den bayerischen Bergen ebenso a>0 aufgehoben » ie am Neckar, am Rhein und an der Memel, und dieser Reichsgcdanke allein ist es, den wir über olleparteipolitischen Gegensätze hinweg Hochhalten und fördern wollen. (Lebhafter Beifall.) Entschieden rechne ich daraus, daß Sie mir rust'inmen, wenn ich sage, daß es nicht mehr gilt, in der Wunde herumzuwühlen, sondern diese Wunde zu heilen. (Beiiall.) Eine einzige Partei wird darin nicht znstimmen. Sic wünscht die Zaberner Vorfälle weiter anSzunntzen für ihre weitergchenden Zwecke. Das haben die Ausführungen des Abg. I>r. Frank heute gezeigt und das geht noch deutlicher aus der sozialdemokratischen Presse hervor. Ein halbes Fahr nachdem das Volk die größte Heeresvermehrung seit 1870 als notwendig anerkannt, bewilligt und auf sich genommen hat. verlangen die Herren von der äußersten Linken nichts geringeres als die Abschaffung der Militärgerichte, Demokratisierung der Armee (Unruhe links), Beseitigung der ! riserlich"» Komniaudogewalt, Einsetzung eines dcmokra- : ichen Milizheeres. (Unruhe links und Beifall rechts). Das st! .Ihr Programm. (Zustimmung,) Der „Vorwärts" hat gemeint, cs gehöre eine große Kühnheit dazu, dieses Programm anzimehmen, und diese Kühnheit traut er den bürgerlichen Parteien nicht zu. (Unruhe links.) Als ich vor einigen Monaten sagte, daS Bestreben der Sozialdemokraten gebe dahin, die kaiserliche Gewalt unter sozialdemokratischen Zwang zu beugen, hat man das vielfach als billiges Schlag, wort abgetan. Nun, worauf geht denn das vom „Vorwärts" seinen Lesern ausgetischte Programm anders hinaus? (Sehr wahr!) Es ist sehr gut, daß Sie mit Ihren Plänen für die Zukunft so ofte» Herausrücken. (Lachen und Unruhe links. Zustimmung rechts.) Teni Lande werden die Augen darüber geöffnet werden, wo die Reise hingehen soll unter Ihrer Fübrung. Fahren Sie so sort (Lachen und Unruhe links) in der Destruktion unseres Volksheeresk Darin versteht der Deutsche keinen Spaß! (Sehr richtig! rechts, Lachen links. Zuruf. Wir find auch Denftche!) Man hat gesagt, daß die Vorgänge in Zobern ein Paradigma sein sollten für Zufani- ruenstöße zwischen Militär und der Arbeiterklasse, der Versuch z» einer Vorübung, mn die soziale Frage als militärisch»; Frage ans der Strafe zu lösen. Was haben die Zaberner Vorgänge mit der Mbeiterschaft zu tun? (Lärmender Widerspruch links.) Soll eine Beleidigung des Stammesbewnßt- ieins der Eliatz-Lothringor eine Beschönigung für die Belei- digung des Heeres abgeben? Da sucht man unseren Arbei- ern zu suggerieren, daß ihnen vom Militär Herausforderungen drohen, daß ein blutiger Konflikt zwischen Arbeitern und Militär herausbeschworen werden soll. Unser Heer ist kein Instrument sür Parteikämpse, cS ist viel zu schade dazu. (Sehr wahr!) Uns allen von der Negierung widerstrebt es über alles, da? Militär zu einem Polizeibüttel z» machen. Das Militär bat anderes zu tun. (Lebhafte Zustimmung.) "nd wir wünschen nicht, daß dies anders werde. Wer die öfter so ausreizt, um das in der Volksseele fest fundamen- ..Gefühl der Zusammengehörigkeit von Volk und Heer i sprengen, der mißbraucht den Glauben der Nation an und Gesetz. (Beifall rechts.) Und zu Wesse» Nutzen? oben in den letzten Wochen gesehen, welche Darstellnn- l leilweise in der auswärtigen Presse von den Zuständen Seutschland gegeben wurden. Die Leser solcher Artikel „ ...jen allerdings glauben, daß Deutschland ein Land mit ganz verrotteten Zuständen sei, in denen die rohe Sübelsanst gen sriedsamcn Bürger knebele. Aus eigener Anschauung habe» die fremden Journalisten diese Wissensck>aft nicht, sie haben als wahr hingenommen. was sie in der sozialdemokratischen und auch einem Teil unserer bürgerlich-radikalen Preste gelesen haben. (Lebhaftes hört, hört! und Heiterkeit bei den Soz.) Aus derselben Presse, die dann wieder ihrerseits die mißliebigen Stimmen des Auslandes mit einem »wissen Behagen wiedergegeben hat. (Unruhe links. — Dehr richtigI rechts.) Ich verfolge die ausländische Presse sehr genau, aber ich habe noch kein ftemdcs Land gesunden, in dein bei einem Tissensus zwischen Regierung und Par- leien die Opposition im Kanwf geg.-n die Regierung sich zur Festigung ihrer Stellung als Eideshelser ausländischer Preß- fklmmen bediente. (Widerspruch bei den So;.) Jedenfalls widerlegt der Geist strenger Selbstzucht und treuer Pslichter- fttllung int Dienst des Vaterlandes alle Klagen darüber, als ob der Bürger schutzlos der Willkür des Militärs einer kon- iliktSlüsternen Soldateska preisgegeben sei. (Zuruf bei der Soz.: Zabern!) Unter der Herrschaft dieser geschmählten Soldateska ist Deutschland ein Menschenleben lang ein starker Hort des europäischen Friedens gewesen (Beifall rechts), haben Handel und Industrie und alle Gewerbe einen Auf- schwung genommen, um den uns die ganze Welt beneidet. I'nter der Herrschaft dieser Soldateska (Zuruf der Soz.: Trotz dieler HerrschM') hat Deutschland rire führende Rolle ringenomnieu. Unter dieser Herrschaft haben wir Erfolge erzielt, die sich hinter keiner großen .Kulturnation zu vcr-
stecken brauchen. Den Ruhm, daß unser Armee ein Volks-
Heer ist. wie wohl kein zweites in der Welt, dem Glauben, daß dieses Volksheer die Nation jung und gesund erhalten wird, weil es jeden jungen Deutschen in sich aufnimmt und ihm Pflichttreue. Pftichterfüllung, Königsliebe einimpft (Zuruf bei den Soz.: Kadavergchorsani!), die Gewißheit, daß diese Tugenden bitter notpendig sind, wenn wir unsere Stellung in der Welt aufrecht erhalten wollen — all das werden wir uns nicht ranben lassen, weil — nun, meine Herren, weil an einem einzigen Orte des großen deutschen Reiches sich Dinge abgespielt haben, deren Wiederkehr kein Mensch wünscht. (Lebhafter Beifall. — Zischen der Soz.)
DaS Haus beschließt die Besprechung der Interpellation,
Abg. Fehrenbach (Zentr.): Heute kann ich den Ausführungen des Kanzlers eine andere Resonanz entgegenbringen als damals. tAhal links.) Was er heute gesagt hat. hat zum größten Teile auch unsere Billigung gefunden. In dem Bestreben, nicht weiter in den Wunden zu wühlen, sondern sie zu heilen, gehen wir mit ihm einig (Beifall), wir erwarten aber von der Reichslegierung, daß sie zur Herbeiführung der Gesundung alle notwendigen Maßnahmen ergreift. (Beifall im Zentrum.) Wenn er von den trüben Fluten gesprochen hat, die der Fall Zabern aufgewühlt hat, so sind wir auch darin mit ihm einverstanden. Ich hoffe aber, daß sich seine Ausführungen dabei nicht nur auf Säbelrcden und rohe Soldateska erstrecken, sondern daß er auch an die Beschimpfungen gegen diesen Reichstag gedacht hat. (Beifall im Zentr.) An den tatsächlichen Feststellungen hat sich nichts geändert. Die Gratulationstelegramme des Gerichtsprä- sidenten werden hoffentlich von den Zivjlgerichten nicht nach- gcmacht werden. Die elsaß-lothringische Verfassung hat sich bewährt, sie muß später verbessert werden. DaS Land muß immer mehr von den nationalistische» Ideen abkommen, und die Elsaß-Lothringer können nur wünschen, ein starker Ast an dem kraftvollen deutschen Baum zu sein. Wir schätzen das Heer sehr als Erziehungsanstalt, aber es muß mit dem Volke denken und fühlen. Das Jahr 1013 war für den Opfersinn des deutschen Volkes ein Ruhmesjahr. Dafür den Reichstag ans dem Preußenrage zu beschimpfen, ist eia eigentümlicher Mut. Jene Reden haben eine nnübersteigliche Mauer errichtet zwischen Deutschland und dem preußischen Nordosten. ES soll aber heißen: nicht Preußen, nicht Siiddeutichland — das ganze Deutschland soll cs feint (Lebhafter Beisall im Zentrum.)
Abg. Basscrmann (natl.)' Wir billigen die Ausführungen des Reichskanzlers, daß Klarheit geschaffen werden soll hinsichtlich der Abgrenzung der Befugnisse der Militär- und Zivilgewalt. Gewiß hat die ausländische Dresse falsche Bilder über die Zustände in Deutschland verbreitet. Ebenso falsch ist es aber, wenn die rechtsstehende Presse behauptet, die Kaisergewalt solle einer demokratischen Parlamentshcrr- schnft ausgeliefert werden. Trotz aller Zwischenfälle sind Armee und Bürgertum in Deutschland eng verbunden. Die Anwürfe, als ob wir mit unserer Stellungnahme im Tezem- ker gegen die Armee ausgetreten wäre», weisen wir ganz enftchieden zurück Wir haben gegenüber Angriffen von rechts und von links die richtige Mitte gehalten. Die Ausführungen unseres Freundes Röchling ini Abgcordneteuhanse stimmen mit denen des Herrn van Ealker hier im Reichstage überein. Redner gibt eine Darstellung der Prozeße vor den Kriegsgerichten. Der Reichstag hat 1013 durchaus auf der Höhe seiner geschichtlichen Ausgaben im Sinne des Jahres :8I3 gestanden. Darum sollte man ihn besser behandeln. Niemand wird die Verdienste Preußens um die Neichsgrün- dnng mehr anerkennen wie wir. Aber das deutsche Reich geht seinen eigenen Weg. Den Partikularismns neu zu beleben. wäre ein Frevel am Nationalgesühl. Durch das Zusammenwirken zwischen Reichstag und Regierung war es möglich, die Sozialpolitik auszubancn und Weltpolitik zu treiben. Unsere nationale „Entwickelung" geht aufwärts und vorwärts. Wir wollen den ReichSgedankcn Hochhalten und pflegen. (Beifall der Rail.)
Hierauf sprach der konservative Abg. Graf v. Westarp, dcsien Ausführungen wir in der Montagsbeilage bringen werden.
Nachdem noch der Abgeordireie Pfarrer Nainnaiin etliche wohlgcsüllte Gießkmrnen voll Phrasen über das Hans ergossen und der sozialdemokratische Abgeordnete Lcdcbouc sich ctzliche Gemeinheiten gegen den Kronprinzen geleistet hatte, vertagte sich das „hohe Haus" auf Samstag.
Drnllchea lieid?.
:: Neichstageersatzivahl. Amtliches Wahlergebnis. Bei der durch den Tod des Re chsiagsabg, Zürn <Rcichsp.) im Wahl- Iteife Mariemvcrder 2 notwendig g.wordencn Neichtagsersatz. wähl erhielten Lanorat v. Biüuneck - Rosenbeig (Reichsp) 11334, Gutsbesitzer Rasjkowsti Krzcninicwo (Pole) 8118 CI. Zersplittert waren 28 Stimmen, v. Brünneck ist somit gewählt. Ein Vergleich mit der allgemeinen Reichslagswahl ergibt, daß die deutschen Stimmen um 215 Stimmen gewachsen und die polnischen um 832 gesallcn sind,
:: Der Uebersall aus den Kronprinzen, — die Tat eines Geisteekrantcn. Ueber den Vorgang vor dem Kronprinzlichen Palai, in Berlin, der sich gestern nachmittag abspielte, und der in Berlin das Gerücht von einem Attentatsversuch auf den Kronprinzen zur Folg« hatte, erklärt das Hirsch'sche Telegra- phenbüro von authentischer Seite folgende Darstellung: Ge
stern nachmittag um 3 Uhr lies der geisteskranke Schneiderge- scll« Leopold Salomon, der am 7. Juli 1887 in Kol mar in Posen geboren ist und in der Erenadiersiraß« 45 in Berlin wohnt, dem Kronprinzlichen Automobil Unter den Linden nach. Der Eeisteskrairke tam indessen entgegen anderen Mel. dünge» nicht an da« Automobil des Kronprinzen heran, sondern wurde von zwei Schutzleuten, die ihn beobachtet hatten, fof®rt sistiert und in Polizeigewahrsam genominen. Er gab an.
daß er die Absicht hatte, von dem Thronsolger Geld zu erbetteln, „da er doch sein Bruder fei.“
:: Mord an einer Deutschen in Shanghai. Ein grauenhafter Mord wurde an einer Deutschen namens Reumann von Eingeborenen Verbrechern verübt. Man fand den gräßlich ver. ftümmeften Leichnam der Frau in der Nähe von Leadings-Ho- tel. Die Mörder hatten ihrem Opfer die Finger abgeschnitien. um sich in den Besitz der Ringe zu setzen. Bon den Verbrechern fehlt bis jetzt jede Spur.
Frankreich.
:: Neu« französische Nüstungslredite. Der Kriegs-, Marine und F nanzminister haben ein neues Projekt ausgearbeitet, dos erhebliche Kredit« sür die internationale Verteidigung vorsieht. Diese Kredite belaufen sich für da« Krfeg»devarte- ment auf 135 % Millionen Franken. Diese Rüstungstredite sind >n erster Linie zur Verbcsierung in der Bewasinung und der Ausrüstung nanrentlich der Artillerie an den besestigten Plätzen, sowie zur Errichtung von Tiuppenübnaasplätzen usw. bestimmt.
Vom Balkan,
:: Zur Flottendemonstration vor Balona Wie dar .
not" au» Petersburg meldet, hat die russische Regierm • Set von den Großmächten geforderten Flottendemonstrattr. vor Valona ihr« Zustimmung erteilt. Der ruffiirfv- Kreuzer „Lieg" wird sich an der Demonstration beteiligen. Obgleich die Regierung nicht beabsichtigt, sich in die inneren Angelegenheiten Albanien» einzumtschen, so will sie doch durch Entsendung eine, Kreuzers der Demonstratio» einen internationalen Choral- tcr verleihen.
:: Demission der provisorische« Regierung in Albanien. Die Albanische Korrespondenz meldet aus Daiona: Die provisorische Regierung hat im E »vernehmen mit der internationalen Kontrollkommission demissioniert u. die Regicrungsgeschüste der Kontrollkammission übergeben. Aus deren Beschluß blei ben einige Ministerien weiter bestehen. Die bisherigen Minister werden, soweit sie im Amt« bleiben, den Titel eines Ge- neraldirekwrs der einzelnen Ressorts führen.
Bereinigte Landwirte.
An die Mitglieder!
Die Brauerei-Gesellschaft „Frankfurter Brauhaus" hat uns geschrieben, drß sie sich dem Verband der Brauereien anschließt und unseren Mitgliedern ebenfalls die cingeränuite Preisermäßigung bei Treber auf 1,(>0 Mark per Zentner cinräumcn wird.
Bei dieser Gelegenheit teilen wir mit, daß verschiedene Vrauerein den Landwirten den ermäßigten Preis beim Bezug von Trebern mir dann gewähren, wenn die Mitgliedskarte vorgcwiesen wird. Es liegt deshalb int Interesse der Mitglieder, wenn die Mitgliederlisten, die diese Woche znm Versandt gekommen sind, recht bald allsgefüllt und an den Rechner zurückgesandt werden. Die Zusendung der Mitgliedskarten wird dann unverzüglich erfolgen.
Der Vorstand.
Sailers Cermlsln-sfeicr».
* Reichelsheim (Wettern«). 24. Jan. Sonntag, den 25. d. M. von abends 7 Uhr feiert der Krieger- und Turnverrin unter Mitwirkung des Musik- und Gesangvereins den Geburt«, tag Sr. Mas. des Kaisers im Gasthof« „Zur Post". Anschlie- tzen-d an dies« Feier wird von Mitgliedern des Turn- und Kriegervereias und zahlreicher Damen da« Dolks!chausv:el „Aus großer Zeit" zur Aufführung gelangen. Di« Pausen zwi. sch:» den einzelnen Akten werden durch lebende Bilder. Musik- und Gesangsstücke ausgefüllt. Di« Kostüm« sind von einer Firma aus Mainz bezogen worden. Um auch Kindern und älteren Leuten Gelegenheit zu geben, dieses großartige Schauspiel anzusehen, findet »achrnittags 2'/, Uhr Kindervorstellung statt.
Ans der Heima?.
• Friedberg, 24. Jan. Herr Frucht hä ndler I. Mai wurde beim Ucberschreiien der Schillerstratze in Fianlsuit a. M. von einem Trambahnwazen, dessen Herankommen er nicht bemerkt hatte, ersaßt und ist dabet zu Fall gekommen. Jnsolg« der dadurch erhaltenen schmerzhaften Verletzungen ist er gezwungen, das Bett zu Hirten.
" Friodberg, 24. Jan. Da die für den SO. November vorigen Jahres geplante musttalische Erinnerungsseiei von 1813 des 1. Friedbergcr Doppelquarletts leider nicht stattsinden konnte, wird das Quartett Ende März ein Konzert geben. Näheres wird zur Zeit noch bekannt gegeben,
• Friedberg, 24. Jan. Der E slauf-Verein veränstaltet am morgigen Sonntag nachmittag von halb 4 Uhr ab sür die Jugend ein Wett-, Hindernis- und Kunstlaufen, 25 Preise kommen zur Verkeilung. Anmeldungen zu diesem Preislauien weiden an der Kaste des Dereinshauses entgegen genommen. Die Musik stellt eine Abteilung der Musiklapelle der 188er.
• Friedtzerg, 24. Jan. Heut« morgen um 544 Uhr rückte unser Bataillon zu einer großen militärischen llebung aus. Diese wird sich voraussichtlich so ausdehnen, zumal stundenlange Märsche zu leisten sind, daß das Bataillon gegen 7 Uhr heute Abend wieder in der Garnison sein wird.
• Obst- uh ,5 Eartenbnuverein Friedberg-Fauerbach. Im „Ralgebcr sür Obst- und Gartenbau" stand in der letzten Nummer ein Artikel über Gemüseanzuchttöpschen aus Pappe. Dieser Artikel hat großes Juicreste hervorgerusen. Biele Freunde de» Gartenbaues möchten diese Einrichtung praktisch probieren, daher hat der hiesige Gartenbauverein mehrere lausend kommen lasten und gibt dieselben den Mitgliedern ab. Jn- terestcnten wallen sich an die Eeschästsstelle in der Er. Obst- banschule wenden. Gleichzeitig sei daraus hingewiesen, daß die nächsie Manatsversammlung bei Friede. Haas in Fauerbach stattfinden wird. Interestanter Vortrag, besonders für Damen: „Die Vermehrung unserer Garten- und Zimmergewächse durch Stecklinge". Eine kleine Giatisvcrloiuna wird ti« Versammlung beschließen.


