Nr. 12____
Also, meine Herren, so außerordentlich bedeutsam wie Oie kifütfüdje Verschiebung der Mnchtvcrhältnisse innerhalb e > i'undosrats zwischen Preußen und den Bundesstaaten
U c' t mir diese Bestimmung doch nicht zu sein. Aber ich einmal zu. ich beoreike die Verletzung der preuhi- iweu <’■ fMe in d-r D»«. (Sebr rickcki"!)
tzinn. meine Herren, was die an Interpellationen ge- r.. • • ’ ; '.tn Anträ-'e anlangt, so bandelt es sich dabei ich babe mied'ibolt im Reichstag gesprochen — um einen ( Mii-'iHncit ?i r t der Aenderung der bZescha^sordnung des ... ;r f, -t-oe. Wr „n'tande gekommen ist.ohne Mitwirr,mg des nna „me Fak'or? der Getebaebnno. Daß diese Beschlüsse, die f!| ^-.»arvellntionen gekniiplt v'"»-", keine,lei staatsrecht.
.»m, hab"„. auch *»? T}0^ ich seinerzeit im Reich?- , 'a oiisdrnchitch erklären lassen und, nwine Herren, ich „r»,.r,e dab ich di^», mein» r- cf, in d-n lebten Tagen
st,be, Valchsik'l". die an Inbarnetlasianen
werd»" bedei^en ia nichts weit-r wie dw Kansta- ti»rnna einer M-i maSverschied-nheit zwik-K-n d»m Re«»?. w„ ,md den, weich^-'an'ie- in einem einmtnen Ialie. Be- hat Herr Gras Bork anch noch die RüstnngSkoni-
"" tv"‘ d»rs va,w'eg b-me-'en, des, d'eie ma.sU'nae.'ammis. r Kommikiion deS Beichsiaae? aber her Derbiind-ten
R», runaen ist. sondern eine Ke,.....die der Be'chs.
f„,„T tT eina-sebt bat ,11 keiner Inkar-e'ien über die vws.
ke,,„.u.:»rten wirtschaitlichen Jerbäkwskse ank dem Ge- bn-te h»s BUstungsiiefernngSweien?. D'° Konimilllan, mein- e;»»»»-, setzt sich -"sa„,men ans einen, Vorlltzcnd''n unh 12 M''.,kiehcrn abaeseben pan den Komiisaren d»r m»i^sner- waltnna, imd Po» dicken 43 sBitgsiedern ünd 10 Mitglieder, ds» d-r ^»ickis'an'kar bestimmt ank Va-kchiaa der Traktionen der <»»i»staae«. Es ss» Iekbkb,»rgändk>ch, mein» Herren, daß >!»s»e Kemmiskion ein Kg"Irallreck't über d>» Ve-wnituna in kelner WeU» znstebl, (Zurnk: DarkänkigN Aber, meine <de, re,r es ist mir nicht zmeiki-lbnst, des, die Kritik über diese l'emnnkkion. d'e der BeichskanKer lediglich in seiner Eiaen-
,'chakt als solcher und nicht als B''nd»sratsbepallmächt!ater berbeigekübrt bat, daß liir dieke Kritik auch der Neichetag da ilt, Meine Herren. Im übriaen Wils sch da.,, bemmken, des, diese Kommisüan kein Rovmn darstellt, Denken Sie an die Bärsenenaneic-Kammilüon, an des sagenannte Ileilch- Parlament und an pieke andere Kommisst»»?»! Dach sie nicht als eine Nachgiebigkeit gegen berrische und störrische Var. lamenssmebrheiten anrnseben ist, das brauche ich wabl nicht eist ausi„fLhren. Meine Herren 1 Wann ist die Macht und die Stellung der Gtaatsreaieruna gegenüber dem Parlament gröber aewcien, als zu Ankana der üebziaer Jabre?! Nun. m»i„e Herren, in, Jalire 1373 ikt in Vrenchen aus Antroa de? StaatsministeriiiniS durch ailerl,ochste Botschast eine Korn- uisüan eiuaesebt worden zur tlntersrubung der Zustände de? Gikenbgb„konze<kia„swesenS, welches damals groches Anf- lebe» erregte. Diese Komniillioi, bestand aus einem B»am- t»n aks Vorübenden. 4 weiteren Beamten nnd non je 2 von den beiden Häusern des Landtags gewäbiten Abgeordneten, und die Kommission waren sebr viel weitergebende Baftig- „i,'ie e,nae!vroch"N, p t § es iebt bei der Rüstnngskammillian der Ial! ilt, E'»e Kammiilion ans Grund des Artikels 32 ^»c-r pre, 'bischen Verfassung war diese Kommission nicht. Meine Herren I Ich werde ebenso wie Gras Bark über Kadern nicht ivrech»n. Rocht wird auch dort Recht dkeiben, ebenka wie überall im denlschen Reiche, aber eines möchte ich bei dieser Gekegenbeit doch sagen: In den lebten Wochen ist es mir eine babe Gennatnimg gewesen, zu leben, wie das ganze vrwchische Volk ans Herz emve-ckt wird, wenn an der Ebre der Armee gerübrt wird, k"»5hx>fser Beiiall,) Dann wi>d auch der üble Norddontkch, warm. Ich leb da? nach tag. lich durch unzählige Znichriftcn, die ich a„S alten Ständen aarneb'nlich von einkachen Leuten, erbaKe, Da? preußische V»lk hebt eben in seiner Armee die V»rkeepw„na seiner Macht und seiner Stärke, die stärkste Siübe für kb»dn„ng »nd Recht: dieses Valksbaer, gekübrt van seinem Könia, intakt z» bektau „egen alle Angrikke, es nicht werden zu lassen zu einem Partamenksbeer, von dm, der Ham Gras Bark sg. rben aesprachen bat, das ist der leidenschaftlich" Wunsch jedes perkassungstrenen Preußen, nnd ich kebe es als eine Hanpt» ptlisbs an, die linversebrtbeit d'atas Voiksbeeres ,,n<»r königlicher Dübrnng aufrecht z„ erbaiten gegen jeden Ansturm.
Meine Herren! Was wir unserer Armee in der Ver- ggnaenbe-t zn verdenken baden, das brauche ich bier nicht gnSrniprachen, aber keiner würde die Verantwartnng dakür tragen können, das, er an der Organisation dieieS vrenßisch- dentschar, Heems auch nur einen Deut rütteln käbt, weil dieses Heer der Eckstein der Macht und Stärke Preußens und ' T> tschkand? ikt,
Lassen Sie mich znm Schluß an den AuSgang meiner Bemerkungen annüv'e». Ter Berns Preußens, heu es bei der Mründ'-ng d-S Reiches zu erfüllen batte, ilt nicht abge- schlossen. Die Ausgabe Preußens im Reich ist mit den Iabren nicht leichter, sondern schwrwer gewordm, (Sebr g'abrN Wollte Preußen auf diesen seinen geschichtlichen Be- rnl verzichten, so läge darin ein Verricht nicht etwa ans ein >.b.»„ieetes Vorrecht, sondern eine Dernachkässigimg seiner ■ v; TicHon gegen das Reich. Nicht »m preußischen Partikula- zu vertreten, ist die Präsidia'macht Preußen? ge- worden, sondern um in den Geschäkten des Reiche? ,saure Krass des Staatsgedanens znm Ausdruck zn lagen, den Preußen verkörpert. Dieses Preußentum muß -nter aüen Umstande,, bock, und unvcrsebrt gebalten wer- ' uicht gegen das Reich, sondern für das Reich. (BravoN Bismarck erzäblt davon, doß König Wilbelm I„ allerdings in einem anderen Zusammenbaus, bei der schleswig- bclsteiniichcn Epikode ib„ vorwurksvolk aafroat babe: Sind
-!eoe Tageszeming. Donnerstag, den IS. Januar lÄI^.
Sie denn nicht auch ein Deutscher?!" Dies Frage kommt mir unwillkürlich in den Sin», wenn Sie mich fragen: „Sind Cie nicht auch ein Preuße?" Aus der Bersckgnelzuug beider Gedanken ist das deutsche Reich erwachsen, und es wird kräs- tig bleiben, wenn wir insgesamt zu jeder Zeit beide Fragen mit einem überzeugten „Ja!" beantworten. (Lebhafter Beifall.)
Ans dem IfrSI. Landtag.
Zweite Kammer.
Darmstadt, 13, Januar.
Die II. Kamnier wurde heute vormittag 10>/ 2 Uhr durch den Präsidenten Köhler mit einem Willkommeugruß zum neuen Jahre eröffnet und dann zunächst der neu in die Kammer eiugetretene ?lbgeorduete Oberamtsrichter Wünzer vereidigt.
Abg, Molthan (Zentr.) fragt an, warum die von eini- gen Mainzer Abgeordneten an die Regierung gestellte Au- frage nicht auf der Tagesordnung iteht und erklärt sich aut eine Anfrage des Präsidenten, die Regie, ung bereit, die Anfrage am Mittwoch zu erledigen,
Zn dem Anträge des Abgs Raab und Genossen, betr, di» Reichsversicherlingsordnimg „nd den Boistellungen, betr. d:e Errichtung von Landkrankenkassen, hat der Ausschuß Ablehnung beantragt.
Abg, Busold (Soz.) erklärt hierzu, daß der Antrag seiner Genossen jetzt durch die Gründung der Landkrankenkassen überholt sei, »nicht aber längere Ausführungen über die gegnerische Stellung, welche seine Parteigenossen zu der Angelegenheit annahmen. Andere süddeutsche Staat'» seien gegen die Einführung gewesen. Noch seiner Aufs iss,mg brin- gen die Londkrankenkassen viele Mängel nnd Nachteile aller Art, Es sei gar nicht möglich, einzeln? Arbeiterkategorien in der Landkrankenkasse unterznbringen. Die setzige staatliche Einrichtung werde durch ihre breitere Ausdehnung nicht mehr so scharf kontrolliert werden können nnd dadurch vermehrte Kosten verursachen. Man sollte anch beachten, daß die Aufwendungen einzelner Städte außerordentlich hoch waren, lodaß die kleineren Kassen nun , im Nachteil sind. Man bäte die städtischen und die ländlichen Kassen für sich zusammenlegen sollen,
Ministerialrat Schliephake erlnntert die Stellungnahme der Regierung, wie sie schon im Ansschußbericht niederge- lrgt ist Er widerlegt die Ausführungen des Abg, Bnsold und stellt fest, daß die neue Einrichtung eine vorteilhaft? Zentralisation gebracht hat. Sollten sich die Landkrankcn- kassen nicht bewähren, so könne man immer noch Äenderun- gen eintreten lassen.
Abg, Korell-Jngelheim (Freist) führt aus. daß die An- träge der Sozialdemokratie durch die Ereignils? i-berholt sind, kenn es jedoch nicht unterlassen, nochmals eingehend ans die Angelegenheit näher einzugehen, wobei er der Regierung vorwirft, daß sie bei Regelung der Frage mit Voreingenommenheit gegen die Sozigsdomokrgtie gehandelt Hab?.
Abg. Dorsch (Bbd.) weist darauf hs„, daß die bisherige Gemcindekrankenversicherung in der Hauptsache nuentgelt- sich von den Bürgermeistern geleitet worden sei, und hat die Befürchtung, daß die neue Einrichtung vermehrte Kosten ver- Ursache. Sluf den Einwurf, daß nunniehr auch de,, Wöch- urrinnen eine Beihilfe geleistet werde, erklärt der Redner unter Heiterkeit des Hauses, daß er als Junggeselle darüber nicht binreick^nd orientiert sei.
Die Slbgeordneten Adelung (Soz,), Busold (Soz.) und Eismert (Soz.) sprechen sich dann gegen die Neueinrich- -.mg aus, worauf Präsident Köhler sich gegen den sozial- demokratischen Vorwurf verwahrt, daß die Angelegenheit verschleppt worden sei.
Avg. Hanck (Bbd.) stellt fest, daß die stete Verbreitung der neuen Einrichtung der beste Beweis für deren Güte sei Abg, Stöplcr (Not!,) ist ebenfalls der Meinung, daß man den Gang der Dinge einmal abwarten solle. Das Gute Iverde sich schon Bohn brechen.
Abg. Scnsfcldcr (Bbd.) glaubt, daß man bei praktischer Einrichtung die Verwaltung nicht versteuere,
Abg. Wols (Dbd,) warnt davor, die soziale Fürsorge auf Kosten des Mittelstandes noch weiter auszudehnen
Rach weiteren Ausfübrnngen der Abgeordneten Raab (Soz.), Dorsch (Bbd,). Korrll (Freist) wird der Ausschnßan- trag angenommen und die Sitzung auf Mittwoch früh g Uhr vertagt. '
Ko'if vor dem Schmttvftericht.
Zweiter B-rhandluugstag. — Nachniittagssttzung.
Frankfurt a. M.. 13 . Ja'mio, Ute als Zeugin vernommen« Stiefmutter der eisten Fra des Angeklagten. Frau He net. bekundet, daß thre Techt? iiuher stets gesund gewesen sei: das Berhültnas Hrgss zu sei n«r Frau sei ansck>einend rin gutes gerocfeu. ste glaube abc N!cht, daß es stets so gewesen set, denn Hopf habe'sich st ,S i: m,|j[,if;€n finanziellen Verhältnissen befunden. Heps pab ihre erkrankte Tochter selbst g:pslegt und dies« habe sein« Sarg satt auch anerkannt Er habe sttner Frau auch selbst Arzn« gegeben, die er in kl«rn«n Likörgläschen stlbst au das Bett de «Trau lteN!«, Di« Zeugin bekundet weiter, st« hob« sich iib« den Elftlchrank Hopfs keine (bedanken g,macht, weil ste glaub! die Präparate brauche Hops zu stinen Hundekuren, Daß ihr -echter Arien» als Schönheitsmittel genommen habe, ersrb m ausgelchlosten. weil die Frau keineswegs eitel war. Har b!«,bt demgegenüber dabei, baß stin« Frau Arsen» als Schön heitsmittel gebraucht hätte, was die Zeugin entschieden bestr«! >«t und als Lüge bezeichnet,
E:ne Zeugin Frau EriN aus Riederböchstadt erklär' Hopf habe viel selbst g kocht, so öfter einen Criesbrei. den « fyliKi kimi fttau "eneben tabe-
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Die Zeugin Feld erklärt, btc Verhältnisse des Hops scler »st direkt ärmlich« gewesen.
Die Zeugin Haber bekundet, sie habe bei der Erkrank, ung der Frau Hops gleich den Gedanken gehabt, daß die Laach nicht mit rechten Dingen zugehe. Der Mutter der zweiten Frau des Hopf habe sie vor der Heirat Warnungen zulommen las sen, doch seien dics.Iben als New wegen der guten Partie aus. gelegt worden, welche ihr« Tochter durch die Verheiratung mit Hops mache.
Der Zeuge prakt, Arzt Dr, Me hl er hat als Vertrauensarzt der Versicherungsgesellschaft „Atlas" Hops und sein« Frau untersucht und beide vollkommen gesund besundcn. Er sei da. her ganz konsterniert gewesen, als die Frau acht Monat« spater starb. Ein« Erklärung für diesen unerwarteten Tod Miste er nicht, es gebe dafür gor keine. Daß die Frau Hop> Scho» hcitsmittel benutz!«, glaubt der Zeuge nicht, sie habe solch, auch gar nicht nötig gehabt.
Der Zeuge und Sachverständig« Dr ,P s o r t m a n n behau delt« die Frau an einem angeblichen Magcnleiden. das sich nach dm Genuß einer Hummermayonnaise cingest lli haben sollt«. Als «r sich die eigentümlichen Krankheitserscheinungc» nicht erklären konnte, habe «r «inen zweiten Arzt zugezogcn doch starb dt: Frau während einer Magenausspülung, Hops habe die Obdultion gestattet, wobei sich ein ausgebrochenes Darmgeschwür ergab, Hops wollt« später einen Artikel gegen den Arzt vcrösstntlichen, obwohl er mit ihm sreundschasilich rxrkehrte, angeblich, w.il der Arzt ungünstig« Ecrüchrc über ihn im Umlauf gesetzt habe, was, wie er jetzt w.ste, aber un. richtig war Der Zeug« gibt die Möglichkeit, daß es sich bei der Frau Hopf um eine Aistnikvergistung gehandelt habe, zu; die Frau habe sich bis zu achtztgmal am Tage erbrechen müssen, er habe aber an ein« natürliä>c Erkronlung gedachr
Der Kaufmann Spengler kennt Hops von Niederhöch, stobt her. Dt« Erkrankung der Frau Hops und deren gedrücktes tiveson hätten ihn, wie er angibt, eigenartig berührt, weil er sich erinnerte, daß Hops ihm einmal gesagt habe, er könne ihm Gift vcrsckMfsen, das keine Spuren im Körper hinierlasie', er habe sich damals nichts weiter dabei gedacht, weil er meinte, das lönn« sich aus einen Hund bezieh.n, erst später sei er stutzig geworden, Hopf bemerkt hierzu, seine Aussage habe ganz anders gelautet.
Der Vater der zweiten Frau Hopss, der Kausmann Schneider aus Frankfurt, sagt aus, er sei von Anfang an gegen di« Ehe seiner Tochter mit Hops gewesen, schon wegen des groß:n Altersunteischiedes; Hopf habe aber gedroht, er werde etwas tun, worüber sich gang Franksurt ausregcn werde Bald nach ihrer Verheiratung habe sein« Tochter zu kränkeln begonnen, nachdem ihr Mann eine Lcbensveisichciung abge. schlossen hatte. Gegen «in« Ueberfllhrung seiner «rkrankten Frau ins Elternhaus habe sich Hopf stets gesträubt. Der Angeklagte habe dl« Frau während ihrer Kranlheit weder b sucht noch an sie geschrieben. Sowie di« Frau wieder zu ihrem Mann zurückgekehrt war. erkrantte sie sogleich wieder. Auch da» von ihr im Fahr« 1908 geboren« Kind, das zwar nicht b sonders kräftig, jedoch normal war, Itarb schon nach wenigen Wochen. Der Zeug« Hot nach der neuerlichen Erkrankung seiner Tochter dem Hops dirett ins Gesicht gesagt, daß er s in« Frau vergiften wolle bezw ihr Gift beigebracht habe, cs gingen auch solche Ge, rächte in Niederhöchstadt. Der Angeklagte sei darüber sehr aufgeregt gewesen und habe Namen verlangt, woraus der Zeug« ihm erwidert habe, dann mäste er unten ansangen und oben aufhören.
Die Zeugin Frau Schneider, Eh srau des vorigen Zeugen, bekundet im wesentlichcn dasselbe, Frau Hops, die gesund fortgegangen sei, sei schwer krank zurückgekommen: ih:< Augen seien trüb« gewesen, die Zunge sehr aufgelausen, aus dem Munde sei «ine schwarze Flusstgkeit gelaufen. Der Zeuge Schneider sag« noch weiter, er habe bei der Staaisanwaltschast Anzeige erstattet, «s sei jedoch nichts geschehen, Ueber den Tod seines Kindes habe Hopf große Betrübnis gezeigt und gejam- n,ert, warum nicht er an Stell« des Kindes habe sterben köv uen,
Di« Verhandlung wurde sodann auf morgen vertagt.
Ans der L-einrai
* Friedberg, 15. Jan, Donnerstag, den 8. d, M hielt der Dolksbilduugsverein fein« Hauptversammlung ab. Der Vorsitzende, Herr Profcstor Walz, erstattet« den Jabresberichr für 1013, der ein Bild ruhiger, ununterbrochener Writrreniwicke, lung und fleißiger Arbeit bot. Im Berichtsjahr wurde di, 1912 auf 207 gesunkene Mitgiieberzahl durch eine umsastend« Neuwerbung auf 259 erhöht, das ist die höchste seit B.'stehen des Ver ins erreichte Ziffer, Dsmerlensrveit ist ferner, daß im vergangenen Jahr kein Mitglied dem Verein durch den Tot «ntiisten wurde. Durch Wegzug schieden 13 Mitglieder aus Der Verein hat di« Freud«, daß eine Reih« von Miiglieder» bereits 30 Jahr« ihm treu geblieben ist. Es sind dies, abgesehen von drei körperschaftlichen Mitgliedern, der Loge Ludwig zu den 3 Sternen, dem Turnverein, dem Vorschuß, und Kredit- verein, di« Herren Sanitätsrat Dr, Becker, Beigeordneter Oelo. nomlerat Falck, Rentner Georg Hieronimus, Geh, Justizrat Jockel, Geh. Kirchrnrat Meyer, Kaufmann Pappenheimer Buchhänddler Scriba, Geh, Mcdizinalrat Dr, W.ckerking uni: Rentner Ernst Windecker, Zwei Mitglieder, Herr Kommerziell, rat Trapp nnd Herr Hofbuchhändler Bindernogel, gehören d r„ Verein seit seinem Bestehen (23. 4. 72) an. Im Jahre 1912 wurden vier Vorträge gcholien. Am 23, Januar svroch Herr Medizinalrat Dr, Nebel über die Frag«: „Gibt es Mittel, dos Leb:n zu verlängern und ein Irisches Alter zu erieicheno'ft a " 20, Februar unterhielt uns Herr Pros, Walz unter Vors-'t:""» zahlreicher Lichtbilder über Konstaniinopel: in die e >\ '-
stube der Tiere führte ein Lichtbildervortrag des Herrn O' - lehr«! Dalser am 23, Oktober: und am 0, Dez mb:r redete H - Dr, Gonder-Frankfuit über Tropenkiankhctcn unter b-'-n"" ' Derückstchtigung der Schloskrankhei!: auch dieser Dortrag w" mit Lichtbildern erläutert. Alle Baiträg« waren gut e» sehr gut besucht und fanden sämtlich bei freiem Eintritt k"r ' dermann statt. Außerdem erfreuten wir uns zwei r Anfsührun ficn des NbeiruMalailibeir Verband st beaters Es wurden a«


