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„eue Las«»ze,rung. eamfMfc Mn IV. Onntuw 1814.
Mit diese» Worten konnzeichnete der Verteidiger die Lage. Der.Hetzpresse ist es nicht mehr reckt wohl bei der Sacke: ..Die ick ries, die Geister, tt>crb' ich nun nicht los", »»in „Wer Ändern eine Grribe gräbt, feint öfters selbst hinein. Als Beispiel diene die „Frankfurter Zeitung", sie bringt eine Betrachtung, i» der keine Spur mehr oon Siegessreude zu bemerken ist. Zeternd, giftend und geifernd zischt sie ihr« Worte heraus. Ein kurzer Hetzversuch noch:
„Unauslöschlich sollte es der Oesfentlichkeit tut Gedächtnis bleiben, wie in den letzten Novembertagen ein bb.fjeS Stchenbleiben auf der Straße, ein bloßes Lachen, ja der Verdacht eines Lachen hinreichtcn, um den Urheber - den: Pandiircnkellcr der Kaserne in Zaber» zu iiberlic- fern."
Dan» schimpft das Blatt weiter:
„Es ist eine Hysterie des Ehrgefühls, wenn die Mitglieder des Ossizierkorps so sehr Nervenbündel werden, das: sie jede spöttilche Miene als einen Schimpf enrpfin- dcn, der strenge Sühne erheischt, und es dokumentiert sich eine schranl'enlose Ueberhcbung in dem Anspruch, daß die Straße von ihren natürlichen Passanten gesäubert werde, damit ei» unreifer junger Mann von zwanzig Jahren, der die Leuiuantsuniform tragt, auf ihr nngeieitct spazieren gehen könne."
Wer schinipft, hat Unrecht! Möge die „Frankfurter Zeitung" ihre Beschimpfungen bergehoch hänfen, sie kann das Mas: der Verachtung nicht erreichen, dos ihr nationaldenkende Männer entgegenbringen.
Die inneren Gründe der nichtsnutzigen Hetze haben tiefer gelegen. Unser Heer ist noch eine der wenigen Mächte, di« sich dem unheilvollen Einfluß der goldenen Internationale und des in ihren: Solde stehenden, roten Proletariats noch nicht unterworfen haben. Deshalb erfolgte der Ansturm auf dieses Bollwerk. Wir haben unsere Siege errungen, nickt nur weil unsere Offiziere voranstiirmten, sondern auch weil der Soldat Vertrauen zu ihnen hatte. Das haben auch heute noch die Millionen Deutscher, die gedient hoben und sich mit Freuden dieser Zeit erinnern. „Wenn der Purpur fällt, muß auch der Herzog nach", so hat der alte Republikaner Verrinn zum JÜcSfo gesagt. Ist erst das Vertrauen zum Offizier erschüttert, dann ist auch in der Armee der Keim zum Verderb gelegt. Der frevle Versuch ist mißlungen. Unerschüttert siebt das Ansehen unseres Offizierskorps da. Mit Stolz können lvir sagen, daß es keine andere Gr »reinich?,ft der Weit gibt, die überall000 Mitglieder zählt und in ihrer Gesamtheit und im Einzelnen so makellos dasteht. Diese Tatsache muß jede» Deutschen mit Genugtuung erfüllen.
Gerichtet sind die Zivilbehörden: Verwaltung und Rechtspflege, in den Reichslanden. Unmut und Trauer muh uns erfüllen, wenn wir wieder einmal erblicken müssen, wie Fcderfnchser die Arbeit, di- deutsch; Helden mit dein Schwert errungen haben, zu Nichte mallen. Schwachmut und gekränkte Eitelkeit nrachcn abermals, wie vor bimdert Jahren, den Vers wahr:
Cs haben wohl gerungen Die Helden dieser Frist.
Und min der Sieg gelungen Uebt Satan neue List.
Freilprechendes Urteil.
Oberst von Rentier und Leutnant Schad freigesprochenl
DaS llrkeil des Kriegsgerichts der 30. Division kantete, Mr nicht ander? zu erwarten war, sowohl gegen den Oberst von Rentter als a»ch gegen den Leutnant Schad auf Freisprechung. Bravol
Der lselftsche Mat.
Ter Hauvtvoranschlag der Staats-Einnahmen und Ans-
zabcn ist heute den Abgeordneten zugegangen. Wir werden , j,,« nötig sein sollte, vorzunehmen,
ans den Inhalt nnd die wichtigsten Posten noch eingehender ju sprechen kommen. Für beute sei nur gesagt, daß er im
ganzen günstig abschlicßt. Der Ueberschnß betragt 2 716 000 , K - also 642 000 M mehr, wie im Vorjahre. Dieser Ueberschnß kommt allerdings nicht dem Etat zugute, denn die ganze Summe und noch 300 000 M dazu, werden nötig, um dis Mehrkosten für die jüngste Beamteavorlage z» decken.
Günstig ist die Eutwick-lung der Staats st euer», deren Einnahmen »m ctlva 900 000 dl gestiegen sind. Dagegen sind d-e Aussichten siir die E i s e n b a h n - E i n » nahmen weniger erfreulich. Die neuerlich eingetretene ungünstige Wendung im Erwerbsleben lallen gesteigerte lcberschiilsc froalich erscheinen: auch die jüngsten Reichs- teuer» haben nicht günstig ans den Etat gewirkt,
Ter s, Z, vorgesehene Ausgleichs- nnd Tilgungsfonds bat die gesetzliche Höhe von 6 Millionen Mark erreicht. Es soll daher ein neuer RestesondS gebildet werden, dem bis Ende 1SM weitere 3 Millionen zufließen sollen.
r-'ayesnbers'chk.
Britische« Und?.
:: Der Abschied des Kronprinzen non den Schwarzen Humen. Im Regimentsbefehl, den der Kronprinz anläßlich sei. *» SeMtwns von Danzig an de Schwarzen Husaren erlösten Hot, fr ßt «s u, a,: Sein« Majestät hat mir einen anderen Mikiinirskrer» angewiesen. Ich muß gehorchen. Es wird mir oeilluch! schwer, daß ich nicht mehr an Eurer Seite reiten soll. Dt« zwei glücklichsten Jahre meines Lebens Hab« ich in Euren Reihen verlebt. Mein« Jugend trage ich zu Grabe, Das seste innige Band, das Euch, mein« Kinder vom Regiment, mit mir verknüpft, ist erst zerrissen, wenn mir die Stunde zum Ab. marsch zur großen Armee schlägt,
:: Sitzung de» Rüftungskommissi«», Doigestern hielt die Kommission für Rüstungslieferuugen «ine Sitzung ab u, zwar unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Dr. Delbrück, der u. a, Und rwm Olrlnaln >wc fwl.jL rÜL im Ver
di,«zungswefen auf sehr vielen Gebiet«, nicht mehr durchge-
führt werden kömr«. Es sei Aufgabe der Kommission zu untersuchen, inwieweit von einer Abhängigkeit des staatlichen Rüst, ungswefen» von privaten Unternehmungen gesprochen werde» kam, und der Ausbau des reiner, Staatsbetrieb» für Riiftungs- liefe einigen wünschenswert sei, wobei auch di« Fragen de» Schmiergelderunwesens, de, kaufm, Bestechungswefen» und der kaufm, Spionagr erörtert werden könne. Rach dem Anträge des gefchSftsfühienden Ausschusses werden für dt« einzelnen Rüstungsliefeiungen Rcfeie.rteu ernannt, deren Referat« vor Ostern vorliegen sollen. Die Kommission trat hierauf in die Erörterung der Beschaffung der Gewehre einschließlich der Maschinengewehre, Freitag nachmittag soll die Debatte fortgesetzt werden,
:: Sin Alt der Großmut. Die „Süddeutsche Zeitung" meldet aus Straßburg: Wie aus Offizierskieisen bekannt wird,
roar bei den Straßenkundgebungen am Dienstag ein 18jiihrt- ger Bursche verhaftet worden, der sich besonder» pöbelhaft gegen den Offizier benommen hatte. Einige Stunden später erschien der Baker des Verhafteten im Hotel, in dem Leutnant von Forstner abgestiegeu war, und bat ihn, von einem Strafantrag gegen seinen Sohn Abstand zu nehmen. Es wird betont, daß Leutnant v, Forstner trotz der üblen Erfahrungen, die er Hai machen müssen, dieser Bitte ohne weiteres entspro. chen hat,
:: Lin Werber der Fremdenlegion zu 10 Mannten Gefängnis verurteilt. Als Werber für di« Fremdenlegion hatte sich gestern vor der Easieler Strafkammer der Schreiber Rhein zu verantworten, Rhein, der mehrere Jahr« in Frankreich lebte, hatte auf Veranlassung frarrzäsischer Werber mehrere jung« Easieler Arbeiter überredet, mit ihm nach Nancy zu reife» und sich in die Fremdenlegion «iirreiheir zu lasten. Die deutschen Behörden bekamen jedoch von seinem Vorhaben Kenntnis und verhafteten Rhein in dem Augenblick, als er mit seinen Opfern abreisen wollte. Der Angeklagte wurde zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt,
:: Ein gutes Beispiel für Ausländsdeutsche. Von einem unbekannten Deutsch-Amerikaner sind als Beitrag zu den Koste» cer Verstärkung des deutschen Heeres 3080 Mark einge. sandt worden. Der Einsender hat dabei gebeten, den Empfang des Geldes im „Deutschen Reichsanzeiger" zu bestätige», was ,.m Donnerstag geschehen ist,
Boi» Balkan.
:: Kriegerische Plan: in Konstantipopel. Die Pariser Zeitungen veröfentlichen Telegramme über besorgniserregend« Stimmung, die in Konstantinop«. vorherrseye» ,oll, Die Kld- binettomitglilder geben friedlich« Erklärungen ab, füge» jedoch hinzu, daß sie Ehios und Myttlen« den Griechen nicht überlasten, Mi« verlautet, soll in jungtürlisihen Kreisen de/ Plan gereift sein, di« Inseln durch einen kühnen Streich zurück, zugewinnen, und den günstigen Augenblick der Abwesenheit der griechischen Flotte hierzu zu h: nutzen,
Izz«t Pascha und di« Türke». Da» Regierungsorga» .Jeune Turatt stellt be-i der Besprechung der jüngsten Bor. gange In Albanien fest daß di- türkische Regierung dnrchau» kein Interest daran habe, sich i» die inneren albanischen Angelegenheiten einzumischen. Aus diesem Gnrnd« sei e» unsinnig anzunehme», daß Izzet Pascha, der Mitglied der Regierung war und alle Schwierigkeiten der Lage kennt, sich gegen di« Beschlüsse Europas hätte auflehnen können, da» de» Prinz er zu Wied designiert hat. Auch sollte man nicht vergessen, daß seinerzeit die Kandidatur eines muselmanischen Prinzen, wie die des Prinzen Abdul Medsrhid, schon in der Türkei kein« gute Aufnahme gefunden hat.
Sibirien.
:: Mastenhaussuchungen uud Verhastungen in Irkutsk, In
Irkutsk wie auch in anderen Städten fanden in den letzte» Tagen Mastenhaussuchungen und Verhaftungen statt, Di« Verhafteten sind meistens Arbeiter nd politisch« Verbannte, Wie verlautet, haben di« Polizeiämter in dem ganzen zivilisietten Teil Sibiriens Anweisung erhalten, auf unruhig« Bevölker- ungskres« acht zu geben und Untersuchungen sowie Verhaftun-
Südasrita.
:: Der Eisenbahnerstreik in Transvaal. Dz» Loge in Trans.
vaal hat sich zu ungunsten der Eisenbahugesellsthasten gewandt. Während der für vorgestern früh angekündigte Streik ansäng, lich noch versagt«, ist nunmehr der ganze Bahnbetrieb von Transvaal gestört, Don Pretoria ging gestern nur ein Zug ab. Der ganze Bahnverkehr ruht, m Orarrie-Freistaat ist di« Loge dieselbe. Der Gcwerkschaftsbund im Verein m i den Streitfüh- icrr, beherrscht anscheinend die Situation vollständig.
Bereinigte Landwirte.
Kerirksversammlnng
am Sonntag, den 11. Januar, nachmittags 3 Uhr, zu
Hochstadt
im Gasthaus „Z u m Tiger."
Tagesordnung:
-Organisationsfragen.
Die Mitglieder der Ortsgruppen Hochstadt, BischofS- heim, Bergen, Wachenbuchen, Dörnigheim, Rumpenheim, Mittelbrrchen, Ober- und Niederdorfelden werden um zahlreiches Erscheinen ersucht.
Ans der Hermat
* Frledhcrg, 10. Jan. Der Erseirbahn-Arbeiter- »nd Handwerkcr-Berein feiert am Sonntag, den 18. Januar im Saale „Zur Loreley" im Stadtteil Fauerbach, sein 2. Stiftungsfest, verbunden mit Kaisers-Geburtstagsfeier. Die Vorarbeiten zu dieser Veranstaltung sind schon im Gange »nd verspricht dieser Abend ein schöner zu werden. Allen Tcilnebmern stehen wiederum, wie im vorigen Jabre, genußreiche Stunden bevor und ist der Besuch dieser Festlichkeit sehr zu empfehlen,
* Fechenheim, 10. Jan, In der Anilinfarbenfabrik von G.-eOeOrt onf her Mairrkur wurde acsicrri der Arbeit» Ar.
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noli> von hier von de», abspringendcu eVrschliißstück "ines Kessels getötet. Arnold hintcrläßt eine Witwe mit drei Kindern. «'
Hessen-Nassau.
* k Usingen, 10. Jan, Unter großem ?, drang, sowohl our-
Usingen, wie auch aus den nächsten Ortschaften, fand bet vom hiesigen Kriegerverein veranstaltet- Vortragsabend statt Dieser wurde eröffnet durch den Vorsitzenden des Kriezervcreius, Bürgermeister Schüring-Usingen, Alsdann erteilt« er Herrn Meißner aus Eoblenz, der als Feldwebel in der niederlnndi. fchen Eolonialarmc« stand, das Wort, der das aktuell« Thema über die französisch« Fremdenlegion, den Schandfleck der französischen Arm««, behandelte und außerdem im allgemeinen über das Thema: Deutsche Söhne als Sklaven fremder Völler"
sprach. Der Reimer, der sich die'Bekämpfung des deutschen Zu stromes zu d«n fremden Eolonialtrrrppen zur Lebensaufgabe gemacht hat, spricht schlicht und ohne rcthoriichen Aufwand, Seine Vorträge sind für die breite Maste des Volkes berechnet und bleiben nicht ohne Eindruck, Di« lebhaft« Schilderung der Vortragenden fand großen Beifall, Den Dank des Kiiegerver. eins an den Vortragende,» sprach der zweit« Vorsitzende, Psr, Schneider aus, welcher an di« Derfammeltcn unter der Dcois« „Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an", mahnende Worte richtet« zu rechter Vaterlandsliebe.
* j. MerMusen, 10. Jan, Am 1. Februar sind es Ai Jahre daß Lehrer Preis an unserer Schule wirkt.
* j. Obcrlauke», 10. Jan, Nachdem, der seitherig« Gemein- dercchner Heinrich Dach ein« Wiederwahl abgelehuk hat, ist der Landwirt und Schöffe Philipp Peter Herr zum Eemeindeiech- ner ans di« Dauer von 6 Jahren ernannt worden.
* Schlüchtern, 10. Jan. In dem Dorfe Ulmbach wurde der 51 Jahre alte Schreiner Heinrich Hohmann durch die Unvorsichtigkeit eines nach Spatzen schießenden Knaben ins Auge getroffen. Das Auge ist vollständig zerstört.
* Wiesbaden, 10. Jan, Einen Selbstmordversuch durch Erschießen verübte «in Offiziersbursch. des Infanterieregiment» 80, Er liegt hoffnungslos im Gairiisonlazarrtt. — Auch heut« wieder ist von der Sonarnbeigerstratz« ein frecher Raubanfall zu melden, Abends wurde einer Dame am „Hotel Imperial di« Handtasche mit 20 Biark vo» zwei jungen Burschen ent rissen, Ein dort in der Nähe bediensteter Schutzmann könnt« siä an dar Verfolgung nicht beteiligen, da sein Polizeihund, de« er bei sich führte, wie er sagt«, „noch zu jung sei."
* Au» dem goldenen Grund 10, Jan. Zu der schrecklichen Mordtat in Erfenbach wird un« mitgeteilt, daß «ine üben laschende Wendung «ingetret-n sei. Nicht nur der Sohn Hai jetzt ein Geständnis abgelegt, sondern auch di« Frau des Ermordete« ist überfuhrt und geständig, an der Bluttat beteiligt zu fein. Am 8, Januar fand di« gerichtsärztliche Obduktion de« ermordeten Peter Seck 4, statt, destea Leiche zu diesem Zweck von dem Friedhof in die Wohnung zurückgeschafft wurde. Der verhaftete Sohn trug erst «in ruhiges Wese« zur Schau, legte aber dann, al» «r der Leiche seines Vaters gegenüberg«. stellt wurde, ein völliger Geständnis ab; er Hab« seinen Vater durch zwei Schuss« vo» der Wohnung aus getötet. Lr will di« Tat tu der Aufregung vuigefllhrt haben. Siachher Hab« er den Vater, um da» Verbrechen zu verschleiern, auf den Hos g«. brach, um den Anschi» zu erwecke», als f«t dem Mann« «in Unglück zugeftoßen. Dt« Mutter, dt« schon vorher verdächtig »>ar Und infolge der Aufregung ertrankt ist, gestand ebenfalls rin, daß sie um di« Tat ihr«, Sohn«, gewußt habe. Noch der Tat habe sie mit dem Sohn« sich bemüht, di« Spuren des Ver. brechen, zu beseitigen. Von ihrer Verhaftung wurde vorläufig Abstand genommen. Der jung« Vatermörder brach nack dem Geständnis zusammen und wurde dann In das Eefängnit nach Eambng zurückgeführt. Dt« Beiden haben den Mann be. feittgt. weil er ein Trunkenbold gewesen sei.
Aus Sturkenburg.
* Darmstadt, 10. Jan. Ein frecher Einbruch wurde in der Donnerstag Nacht in dem Wciffeirgeschäst von H. in der Ernst-Ludwigstmße dahier verübt. Die Diebe, deren es tvahrsck»cinlich zwei sind, ließe» sich anscheinend am Abend in das Haus einschließen, versteckten sich dort und drangen von oer Rückseite in den Laden ein, wo sie Waffen aller Art, wie Pistolen, Brownings. Jagdmesser Rucksäcke, Jagduteiisilien aller Art, auch Munition entwendeten im Werte von zusammen etwa 1000 dl bis 1200 M und nach Beseitigung der Schlösser die Türen öffneten und verschwanden. Man hat bis jetzt die Täter nicht entdecken können.
* Darmstadt, 9. Jan. Am gestrigen, dem dritten Tage des diesjährigen Lehrkufu» für praktische Landwirte sprach zunächst Herr G:h, Hosral Pros, Dr, P. Wagner-Darmstadt über das Thema: „Die Kalidüngung der loudw, Kulturpflanzen". Der Redner begründete zunächst di« Düngung unserer Kulturboden mit leicht aufnehmbaren Kalisalzen und stellt« hierbei dev llnterschiek» zwischen den letzteren und den schwer aufnehmba. ren Kaliverbindungen des Boden fest. Hieran anschließend b«. sprach er di« Wirkungen destelbeu aus di« Ernte und verglich dieselben mit dem in letzter Zeit vielfach angepriesenen Pha- nolithmehl. Er kam hierbei zu dem Resultate, daß diese, Dün. gemittel den Landwirten wicht zu empfehlen sei, Di« demselben zugelegten Eigerisachften hielte» bei dem mit ihm gemach, tcn Versuckzen nicht stand. Er rate von deste» Anwendung aus da. Entschiedenste ab, Redner besprach dann weiterhin di« Düngung d«r Wiese», Futterfelder und Aecker mit Palidünge- mitteln und resultierte fein« Ausführungen dahin, daß die Aufwendungen der deutschen Landwirtschaft für Kunstdünger seit 25 Jahren von 100 aus 500 Millionen Mark gestiegen, daß aber damit, bei gleichzeitiger Anwendung der Dcrbesierung der anderen Meliorationsmaßnahmen, «ine Steigerung im Wert, der Ernleprodultr um 2,7 Milliarden Mark erzielt worden sei. Ein« wettere Steigerung könne aber mit Sicherheit erwartet rverden. An zweiter Stelle sprach hierauf Herr Prof. Dr, Pohle.Frankfutt über: „Di« neuere Entwicklung von Großbetrieb und Kleinbetrieb in der Landwirtsachst" Gestutzt auf statistisches Material wurde zunächst die Verteilung der landw, Belrieb« aus die verschiedenen Vettiebsgrößenklasien in den Hauptstaaten Europas, Amerikas ujw geschildert. Für Deutschland wurde festgestellt, daß der bäuerliche Betrieb im ölige-


