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ton dkm Lindwurm befreite: D fönnte er noch einmal wie*

berfommen. er luiivbe Arbeit finden und beni Volk wiirde ibm dankbar sein, denn auch bei »ns hat fick ein ('k-hnirm einge- niftit, das das Volk nickt nur leiblick, sondern vorwiegend geistig schädigt.

Wölfersheim,

Wilhelm Dorsch, LandtagSabg.

Nachschrift.

Als ick eben den Artikel absenden lvüllte, sebe ick im (IJe: , ilat'v,' : arr' folgende Meldung: ES waren nach all den geschilderten Vorgängen in Zabern oi'f den Wachtposten zwei fcfwirfc Schüsse abgegeben worden, Tie Zivilbehörde, resp, Staatsanwaltschaft, erklärt, sie halte die? für eine

zweck- und ziellose Knallerei, Also der öffentliche Ankläger bält scharfe Schüsse, die der Wachtposten pfeifen horte, für zweck- und ziellose Knallerei, Daß lo wo? in Zobern passiert, wo bic Angriffe ans Wachtposten fick er­schreckend mehren, ist bezeichnend. Weiter Morte sind

überflüssig. ^ ^

schreckend mehren, ist bezeichnend. Weitere Worte sind

Berlin, tl, Jan. Immer erneut tauchen in den Zeitun­gen die Mitteilungen aus, daß Zabcrn an Stelle de? Regi- ment? Nr, 99 einen anderen Jnfanterietrnppenteil als Gor- ison erhalten solle. Während bisher in letzter Hinsicht die Jnfanterie-Negiinenter Nr, 105 und 107 genannt wurden, wird neuerdings auch das Jnfanterie-Neginient Nr, 172 er- wähnt, Wir können erklären, daß alle diese Gerüchte in das 'eich der Fabel zu verweisen sind.

Wirft v. pfuirr vor dm Kriegsgericht.

S. § H Straßburg, 7. Januar,

Al, erster Zeuge wurde heut« Poliz ikommiffar Müller »us Zubern vernommen, der behauptet, er habe bei ferner Ver­nehmung in der Voruntersuchung den Eindruck gewonnen, als ob feine Aussagen i» eine ganz bestimmte Richtung geleitet rveoden sollten. Er sollte zugeben, «r Isiitte davon gehört, daß sich die Belästigungen der Offiziere bis zu Eieinwürfen ver­stärkt hätten. Der Untersuchungsrichter war damals der heu­tige Vertreter der Anklage Kiiegsgerichtsrat Offiander, der da» Gericht bittet, ihn gegen den in der Aussage d:» Zeugen liegenden Vorwurf der Fälschung in Schutz zu nehmen, Der Zwischenfall löst einige Erregung, an». Der Zeuge Ist mit dem Stellvertreter de, Kreisdirektors im Oberst ». Reuter ge. gangen, um ihn zur Zurücknahme der Militärpatrouillen zu bewegen. Oberst v, Reuter habe sie abgewiesen und gesagt, er halte es sogar für gut, wenn Blut stutze. Die Bereitstellung der Maschinengewehre sei durch das DienstniÄrchen eine» Hauptmanns bekannt geworden, welches Gelegenheit hatte, Einblick in das Parolebuch zu werfen, Leutnant v, Forstner solle zu einem B,kannten gesagt haben, dessen Eltern möchten die Fenstern zuhalten, denn am Abend würdenblaue Boh. neu" stiegen, Oberst o. Reuter erklärt, nach den Umuhen seien die Maschinengewehre bereiigestellt gewesen, aber nur für d n Fall, datz die Polizeigewalt der Situation nicht ge­wachsen war. Eine Absicht, an einem bestimmten Tage, etwa in der Pandurennacht loszuschietzen, bestand nicht. Da» Regi­ment habe nur einen Ehrgeiz gehabt, den löniglichen Dienst zu tun und wollte Ruhe haben.

Der Polizeiwachtmeister von Zabern, der seit kl Jahren Im Lande ist, bekundet, datz die Zaberner Bevölkerung eine überaus friedliche sei. Wenn das Militär eingegrlfson und scharf vorgegangen wäre, dann hätte es tote Mütter mit Kin­dern im Arm gegeben. Das Wersen mit Steinen sei eine Nie­derträchtigkeit gewesen, aber wie sollte man die Kerle erwischen Wenn Angriffe auf Personen und Eigentum erfolgt wären, dann hält die Polizei dreingehauen. Unwahr sei es, datz man ihm feinen langen meitzen Bart um die Ohren gewunden habe. In diesem Fall: würde er mit dem Säbel die Antwort gegeben haben, Zeuge Beigeordneter Eunz hat die Der- Haftungen für 'durchaus ungerechtfertigt gehalten, Zeug: Redakteur Gikli-t rmpfand «» al, eine Provokation, datz die jungen Leutnants sich hrrausfordeind, die Hand am De- l«n, durch die Stadt bewegten,

Beeinslusfung von Zeugen durch de» Kreisdirektor!

Das grötzte Aufsehen erregte die nun folgende Dernehm- «rz d.s Hauptmanns der Gendarmerie des Distriktes Zabern. E, hat am 11. November aus Grund des Berichts des Gendar- mc Koberwachtmeisters den Kreisdirektor Mahl gebet:». Mi­litär zu requirieren. Dieser aber meinte, es sei ein« Blamage für die ckendarmerle, wenn sie mit dieser Geschichte nicht fertig «t>:de. Der Kreisdirektor habe angeordnet, datz die Gendar­merie die Pferde und die Karabiner zu Hause lassen sollte. Sein Distriltsschreiber habe ihm erzählt, datz er am letzten Sonntag in Zabern gewesen sei und dort verschiedene Gendar­men gesprochen habe. Diese hätten ihm erzählt, datz der Krcis- biri. tor sie zu sich bestellt habe und die Aussagen, die ste vor Ge, 'g zu machen hätten, mit ihnen dnrchgesprochen habe. Un­ter andrem habe er gewünscht, ratz sie nicht- darüber sagten, das er, der Kreisdirektor, den polizeilichen Oberbefehl dem Sr -mannsmachtmeister übertragen habe. Auch sollten ste ve, k.»eigen, datz sie die Pferde und die Karabiner zu Hause las i sollten,

Oberlehrer Brook hat von seiner am Schießplatz gelege­ne, L'-hnung aus die Boigänge vom Freitag den 2«, beobach­te: Währ ud der Leutnant Schadt die Menge ausforderte, aus- :>> ,'>:derz«gehen, sei ihm aus der Menge zugerufen worden, er l'op o .- Schnauze halten. Auch seien Bravorufe gefallen, W A.chc nli-ch sei auch gesungen worden. Der Zeug« hatte d«» «esühl der Genugtuung, datz das Militär ein­mal ernstlich eingrlsf, Ei habe die» auch verschiedene Male geäußert, Sein Eindruck über die Vorgänge am ü. und 10 No­vember sei der gewesen, datz das Publilum sich selber nicht 'lar darüber war, was es tue. Die Vorgänge hätten eines natür­lich:» Humors nicht entbehrt. Richtig sei, datz an, 28. Nouem- tot lehr viel gejohlt u,rb geschrien worden sei in den Strotzen, k Di« (Eraieherin Eerkr soo« aus, st« hätte am Nachmittag

K«»e T,ge»z«»t»n». Donner»,»»,«« » 3»»u« *91*.

n 28 . November etwa Spaziergang gemacht und sei früher als gewöhnlich heimgekehrt, da sie verschiedene Gruppen ver­wegener Gestalten mit Nucksärlen beobachtet hätte und sie habe das Gefühl gehabt, daß diese Gruppen eine jernbselig« Haltung eiunahmen. Am 9, November sah die Zeugin, wie eine Horde, wie man sie sich nicht schlimmer denken kann, so drückte sie sich , aus, hinter einen, jungen Ojfizier und «iu-m Arzt herlies. Sie hätte nie gedacht, datz in einer deutschen Stadt preutzische Offiziere so behandelt werden dürsten,

Zeuge Lehrer TLssle bestätigt die Johl- und Schimpf- worte. Als der Oberst unter die Lead- trat und sagte, sie möchten ruhig sein, d e A-ußeiung des Leutnants v, Forstner wurde untersucht werden, da wurde der Oberst einfach niedrr- geschrien.

Der Eqmnasiast Hirsch hat die Ansammlungen vom 8. November beobachtet und gesehen, wie der Oberst sich vergeb­lich bemühte, aus die Menge einznsprechen. Einige Wochen später sei er aus der Siratz: von einem Unbekannten angespro- chen worden, der ihn gffragt habe, ob er auch Arbeit:» sei und ihm daun erzählt habe, datz Genossen aus Mülhausen erwartet würden, die feurig, re» Blut hätten als die Zaberner,

Assistenzarzt Vogt ging am Sonntag de» ». November mit Fihrn, v, Forstner durch die Stadt, Im Abstand von 80 bi» 70 Metern jolzle ihnen eine Menschenmenge, die johlte und schrie und mit Steinen waif. Einig,- Steina flogen über ihre Köpf«. Wenn sie sich umdiehten, wurde das Schreien lau­ter, Als sie die Kaserne erreichten, jl-g-n »och einige Steine an die Kasernenmauer, Eie li.ßen sich dann von zwei Muske­tieren begleiten. Die Wage johlte nicht mehr, war ihnen aber stets bedeute:» näh r und murrte. An, 28, hat der Zer:ge den Leutnant Schadt gesehen und inöchte bestimmt versichern, datz der Leutnant nicht betrunken war. Zwei weiter« Zeugen, ein Leutnant und ein Reserveossizier bekunden, datz am 28, ein ziemlich großes Geschrei vor d:nr .Karpfen" gewesen sei und daß eine größere Menge dem Leu Inan, v, Forstner gefolgt sei.

In merlwürdigem Gegensatz zu diesen Haren und besti-mm- ten Aussagen stehen die nun solgenden Wahrnehmungen der Vertreter der Justicia, Landgerichtsräte, Staatsanwälte und Rechtsanwälte, sie blasen alle tu ein Horn, Sie haben weder Menschenansammlungen gesehen, noch Johlen oder Pfeifen gehört, kurz sie haben überhaupt nichts anstößiges wahrgenom- men. Die Zaberner seien unschuldsvoll wie die Lämmer mck uiemt Jemand provoizert habe, so seien es die Offiziere gewe- fen. Von diesen Horrsachsten trifft da» Wort zu: Wie der

Herr, so'» Geschirr!

Kaiserl, Erster Staatsanwalt Wittmann verwahrt sich gegen di« ihm unterstellte Behauptung, «r hätte etwa» Provo­zierendes darin erblickt, datz acht Offiziersdamen sich zusammen durch däe Straßen bewegten. Er habe nur seiner Befürchtung Ausdruck geben wollen, datz den Damen von Seiten des Übel, gesinnten Teil» der Zaberner Bevölkerung etwa» geschehen könne,

Zeuge Klei»bühmer schilderte seine in Demtschtand berühmt gewordene Verhaftung und Wiederentlassung in der Pandurennacht, Der Zange wurde ohne weiteres, als er aus einer Gerichtssitzung kam und wegen der Verhastnng des Land­richters Kalisch kontemiert stehen blieb, von einem Leutnant uird mehreren Gendarmen festgenommen. Als er sich dem Leut­nant vorstellte, entschuldigte sich dieser und ließ ihn frei. Auf die Frage, aus welcher Rechtserkenntnis heraus er dem Offi­zier bemerkt habe: Sie haben mir nicht» zu sagen, ich gehe nicht weiter, erwidert der Zeuge, das habe er getan, weil das Militär sich unbefugter Weise die Exekutivgewalt anmaßte, Landrichter Beemelmann gab eine Darstellung des militärischen Vorgehens, das an Kraßheit fast nichts zu wün­schen übrig gelassen habe. Als er vom Gericht kam, waren die Verhaftungen im vollen Gange, ohne datz eine Ursache dazu vorlag. Was er sah, versetzte ihn in furchtbare Angst, da ein Konflikt seit längerer Zeit in der Luft lag und man schon von der Bereitstellung der Maschinengewehre gesprochen hatte. Wenn in den engen Straßen von Zabern geschossen worden wäre, so muhte ein namenloses Unglück über Zabern und da» ganze Vaterland Hereinbrechen,

Zeuge Landrichter Kalisch bekundete, datz die ganz um gesetzliche Festnahme eines jungen Mannes ihn zum Stehen­bleiben veranlaßt habe. Ein Offizier befahl laut, weiterzu­gehen, nimand dürfe stehen bleiben. Diesem Befehl widev- setzte (!) sich der Zeuge in der Auffassung, daß das Militär un­rechtmäßiger W:ffe die Strahenpolizei ausübte. Der Zeuge rechtfertigt sein Verhalten mit der Aufbäumung seines verletz- tn Rechtsgefühls, Seine persönliche Freiheit war bedroht, er würde heute ebenso handeln, denn er war überzeugt, datz das militärische Vorgehen ungesetzlich war, dagegen war Wider­stand erlaubt. Wenn eine Requirierung des Militärs Vorge­legen hätte, würde er davon unterrichtet gewesen fein,

Rechtsanwalt Schaufler: Es war kein Lärm aus der Strahe, Er habe freundschaftlich mit den Offizieren verkehrt und drei Tage vorher noch mit dem Oberst im Kasino zusam- mengesessen. Er urteile also sehr objektiv, W:nn aber hier Zeugen behaupten, datz Lärm auf der Straße geherrscht habe, so sagen diese Zeugen nicht die Wahrheit, Er habe die Zaber­ner Einwohner b.avundert, jede andere deutsche Stadt hätte sich das nicht gefallen lagen. Die ganze Sache wäre im Sande vrlaufeu, wenn nian den Leutnant v, Forstner eirtferni hätte. Gewiß hatte diser ein Recht auf die Straße, er durfte aber nicht in provozierender Weise promenieren.

Die Verhandlungen werden morgen fortgesetzt

Tagesüberficht.

Zeitliches lirich.

:: Urteil im Spionageprozeß gegen Bertha Anhsao nnd küe». Wegen Anstiftung zur Verletzung des Spiouagegefetzes verurteilt gestern die erste Strafkaminer des Lrmdgerichls l i» Berlin dir unverehelickte junge Russin Bertha Anysa? nnd den Kinofchauspieler Alfred Kiehn zu je einem Jahr Ge­fängnis, wovon je drei Monate auf die Untersuchungshaft ungerechnet werde», sowie zu drei rsaliri-n Ehrverlust. Tn?

feile »

Mitangeklagte 19 Jahre alte Dienstmädchen Anna Fink e: hielt wegen Beihilfe zur Verletzung des SpionagegesctzrS 2 Monate Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Der StatSanwrilt batte gegen d,g beiden ersten Angeklagten je zwei Jahre Gefängnis, gegen die Fink drei Monate Gefängnis beantragt. Die Ve,h,,ih lung fand während der ganzen Dauer der Verband!:::,r wegen Gefährdung der Staatssicherheit imter vollem An­schlüsse der Oeffcntlichkeit statt. Auch die Begrüudimg d : Urteils wurde in nichtöffentlicher Sitzung verkündet,ur brr Tenor des Urteils wurde in öffentlicher Sitzung bekannt g. gegeben. Im Aufträge des Reichsmarincamts wohnte ein Oberleutnant z. der Verhandlung bei. ES soll sich nn, Derart maritimer Geheimnisse an Rußland handeln.

:: Zusammentritt der RSstimgskommissioii An, heu­tigen Donnerstag, den 8. Januar, mittags 1'j Uhr, ver­sammelte sich unter dem Vorsitze des Stau! .ffekrel'är- Delbrück die Rüstnngskommffsion zur Fortsetzung ihrer Beratungen für die drei Tage in Aussicht genonmien sind. Am lej-I- n Tage, dem Samstag dieser Woche, soll eine Besichiinnng brr deutschen Waffen- und Munitionsfabriken durch die '.V.unl:: der der Kommission stattsinden,

Rußland.

:: Schnccverwüstungen. Bei dem letzten furchtbarer, Schneesturme, der im Gouvernement Saratow he.rjch:,-, stutz !7l Personen »ms Leben gekommen. Nach amtlichen Nach richten sind die Sturmvcrwüstiingen außerordentlich groß. Auch aus den anderen Wolga-Bez-rken kommen Meldung-,- i, h>e von starken Schneesturinverheerungen berichten. Viele Menschen sind in dem Schneetreiben umgekomnien. jedoch liegen hierüber noch keine genauen Nachrichten vor.

Vom Balkan.

:: Serbisch rumänischer Geheimvertrag. Zur Mcktzunx de?Pest: Hirlap" über einen angeblichen Gesicimvertrag, der im Laufe des Sommers zwischen Rumänien und Serbien abgeschlossen wurde und sich gegen Oesterreich- Ungarn rich- len sollte, bemerkt die WienerReichspost" anscheinend in- spiriert folgendes:Es dürste kaum einem Zweifel unter­liegen, daß dies Veröffentlichung lediglich dem Zwecke dienen soll, das Verhältnis zwischen Oesterreich-Ungarn und Rumä­nien zu vergiften und die Verhandlungen zwischen der un­garischen Regierung und dem ungarländischen Rumänien zu stören und das Zustandekommen eines Einvernehmens zu vereiteln. Auf der Wiener rumänischen Gcsandlschaft wird der Bestand eines salchcn Geheimvcrtragcs neuerdings ener­gisch bestritten. Ebenso wird auf der russischen Bolsrhast er- klärt, daß die Meldung, der damalige russische Gesandte un- derzeitige Botschafter in Wien, Schebekow, sei beim Abschkiif dieses Vertrages hervorragend beteiligt gewesen, unbegrü« det sei,"

Ostasien.

7: Die ostasiatische Preffc und die Unabhängigkeitöie. strebungen der Mongolei. Die ostasialische Presse gibt unver­hohlen ihrer Ansicht Ausdrrrck, daß sie den Unabhängigkeits» traum der Mongolei für ansgelränint hält, Ta Rußland alle Wünsche der mongokischen Mission in Petersburg znrückge- wicsen hat, so könne das Fürstentum, das weder Geld, Massen, nach Ware besitze, sich nicht behaupten und sei ge­zwungen, sich dem großen chinesischen Nachbarreiche zu un­terwerfen, Dierussische Frenndfchast" wird als eine Irr- führung bezeichnet.

Die Dor-iinge in Aivnnien.

Neuer Aufruhr in Albanien.

Die internationale Konlrvllkomiinsswn Hut aus sicherer Quelle erfahren, daß die von dem Komitee für Einigkeit und Fortschritt entsandten Banden sich darauf vorbereilen, sich in San Giovanni di Midua auszuschiffen. Infolge dessen hat die Kommission gefordert, daß sofort entsprechende Vorsichts­maßregeln ergriffen werden. Nach vorheriger Nücksprack»« mit dem Kommandanten von Sknlari Oberst Philipp ist be­schlossen worden, vorbehaltlich der Genehmigung der Groß­mächte, daß eine 5kompagiiie der Besatzungstruppen von Sknlari in die Gegend von Alessio entsandt werden soll, um die befürchtete Ausschifstmg zu überwachen. In Valona herrscht große Aufregung über die Tätigkeit, die die jung- türkischen Elemente neuerdings in Albanien entfallen.

Jzzet Pascha Usurpator.

I» Kanslantinopeler diplomatischen Kreisen rufen die Meldungen von einem angeblichen Putschversuch Jzzet Paschas in Albanien große Ueberraschnng hervor und inan vermutet, daß er zu seiner abenteuerlichen Absicht nur von jungtürkischer Seite angcspornt sein kann. Jzzet Pascha er­klärt jedoch, er beabsichtige gar keinen Staatsstreich, sondern er reise nur auf seine in dem strittigen Gebiete Albaniens gelegnen Güter, Höchst«; beabsichtige er, sich i»i Falle eines Aufstandes im Epirus der albanischen Regierung als Tr»p- pcnführer zur Verfügung zu stellen.

Jzzet Pascha von der Türkei unterstützt?

Die Mitteilungen über die Intrigen Jzzet Paschas in Albanien werden in diplomatischen Kreisen bestätigt imd sehr cmsl genommen. In offiziellen Kreisen wird gerügt, daß die Türkei diese Bewegung geduldet habe, während sie sie leicht hätte verhindern können. Die türkische Absicht geht Wehl dahin, Albanien zu usurpieren und die Bewegung auf Mazedonien übergreifen zu lassen, dessen Autonomie er­schüttert werden soll. Man hat Grund zu glauben, daß die Boffcherfier der Mächte bei der Pforte recht ernste Vorsts» lungen erheben werden.

Ans dem !sefl. Dnndtayi.

Die Abgeordneten Hau« und G-noffeu haben bei der ;, Kammer einen Antrag eingereicht, in welchem sie die Kammer erknch-n, die Regierung zu neranlasfc-n, daß sie aas dem Wege der Verordnung feststelien möge, welche Behörde in jedem ein. ölrw» Falle mit der Derw-ndung des Urkundenstempels de- tecnit werden lall. In der Begrünlnina beißt es, dab da- Ur-