Ausgabe 
3.1.1914
 
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Beilage zurNeuen Tageszeitung. \

Snmswg, den < 5 . Januar 1914 .

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Krdruktagr.

C. Januar. 178G I. liljr. 8> Schneider geb. 1817 LH. Harnack, Kjcolofl, flc6. 1871 Schlacht bei Bapaume. 1890 l>r. Karl v. Haje geft.

4. Januar. 1785 Jak. Lud. Grimm geb. zu Hanau. 1786 Moses Mendelssohn. Pbil.. liest. 18-19 F. S. Kabels- bergcr gcst. 1-980 Anselm r>. Feuerbach gest., Historien, nialer.

Für Zeit und Ewigkeit.

Wir haben hi« keine bleibende Stabt, sondern di« zukünftig« juchen wir. Ebräer 13, 14.

Beim Jahreswechsel wird es von allen empfunden und btllegt. tost es aus Erden nicht« Bleibende« gibt und das, euch wir auf Erden nicht unsere« Bleibens haben. Einem Teil der Menschen geht er wörtlich noch unserem Spruche, sie haben während ihre« Erbenleben» kein« Stadt und kein« Stätte, wo sie sich daheim suhlen dürfen. Andere finden rin« solche Heimat. Aber Wanderer sind auch sie, auch ihnen rückt di« Stunde näher und näher, wo sie für immer von vannen müssen. Um so dankbarer müssen wir Christen es anertennen, taß wrr aus dieser weiten Erd« doch «in« Stadt gesunden ha- b>n. wo unsere Seele Ruhe und Frieden hat. Das ist die hei. ii£< Stad! Solle«, die christliche Kirche. Wohl dem, der sie kennt, der ihr angrhört, der in ihr lebt und ihr« Segnungen genießt! Diese h.-ilige Stadt st<ht nun bald zwei Jahrlau- lend«, ein« lange Zeit, in der Reiche und Städte zerfallen sind. Sh« Stadt Eotte« aber ist geblieben, die Jahrhund.'rte haben kein« Ruine aus ihr gemacht. Sollten wir Christen nun kein Recht haben, bei unserem Spruche zu sag-n: Ja. da, gilt von allen Städten, di« Menschenhand egbaut hat, aber wir, wir haben eine bleibende Stadt? Aber <« gilt auch von der christ­lichen Kirche: auch sie ist keine Stadt, di« auf Ertner bleibt. Menschen werden sie nicht zerstören und di« Jahrhundert« auch nickst. Aber der himmlische König hat seiner Eemeind« ein« Stätte in seiner Herrlichkeit bereitet. Droben bei ihm soll sie '.ur Herrlichkeit gelangen, dort soll sie dann bleiben in all« Ewiglert. Uns aber, die wir hier auf Erden unsere» Bleiben« nicht haben, hat dt« christliche Kirche, di« Stadt Sott«,, den Weg dorthin gezeigt, wo auch wir einmal daheim fein und blibc» sollen. Der Weg zur zukllnsligen Stadt So»«« geht ou« von der irdischen Stadt Sötte«. Weil wir in dieser trdi. ich?» Sladt Sattes gelebt und gelernt hoben, suchen wir di« -^liinstigc >ust> sind gewiß, bast wir sie erreichen werden. Und io können wir Christen es xairz mikeinpfinb:». w.« unsere Brü­der schwer daran tragen, dast er hiei unten nichts Bleibender ftbl, auch unser Herz zillert manchmal vor Wehmut und Schmerz, bas, alle» Irdische vergcht. Aber wir richte» uns nieder auf, di« zukünftige Stadt erscheint vor unserem Blicke, elfte schön wird e« sein in dieser Stadt des Frieden« und der Freude! Davon haben wir schon seht «in« Vorahnung, und oarum suche» wir dies« zukünftige Stadt. Dort werden wir bleiben für immer.

Herr Ko», himmlischer Bater! Wir haben heute wieder ei. nen Schrill aus der Zeit in die Ewigkeit vorwä»s getan. Ver­

gib uns, was wir gesündigt haben, reinig« uns von allem ir­dischen und simdlichen Verlangen, laß uns immer bester eilen, nen, daß wir hier unsere» Bleibens nicht habe», und h.ilige uns. daß wir uns in Ewigkeit unserer Heilandes erfreuen und seiner Seligkeit teilhaftig sein werden durch deinen Sohn, un- sern Herrn, Amen.

Por hundert Jahren.

4. Januar bi« II. J»»nir 1814.

Wie bekannt, war da« Ziel der Hauptarmec der Verbün­deten da» Plateau von Langre«. Roch diesem zagen denn die einzelnen Teil« der Arnie« aus verschiedenen Wegen und am . Januar kamen di« Oeftrrreicher unter Enulai und die Württenrbergcr unter deren Kronprinzen am Fuße der beschei­denen Bcrgerhöhung an. Hier aber wurden die Verbündeten von den Franzosen unter Mor»er erwartet und wenn dieser auch nur «ine sehr geringe Truppenzahl zur Verfügung hatte, so leistet« er doch immerhin Widerstand. Auch die Bayern unter Fcldmarscholl Wied« hatten am 10. Jamiai bei St. Die an der Meurlh« mit den Franzosen bes Korps Viktor einen Kampf zu bestehen gehabt, sie waren aber siegreich geblieb:», lodaß sie ihren Maisch nach Langre» sorlfttzen konnten.

Blücher, zielbowußt wie immer, wußte sehr wohl, dost er e» nach seinem llebergang über den Rhein niit bei französischen Haupmacht unter Marmont zu tun haben weide, welcher letz­ter« zunächst di« Saarlinie zu schützen suchte. Blücher aber mit seinem Korps Sacken und Katze!.r rückt« ihm rasch aus den Leib und so zog es Marino»! vor, am 0 Januar die Saarlini« auszugeben und sich auf St. Aoold zurürkzvziehen. Blücher war aber jetzt orientiert und «r hielt an jcin.-m Plan fest, die­ser lautete, über Metz aus Paris!

(Am <i. Januar wurde Mainz von Laugeion c-»geschlossen, nachdem dieser di« Franzosen unter Durultc i» einffli Kefecht zuriickgeworsen und in die Fistung hir.eingetrleben ha»«. ) Am 10. Jon-uar kapitulierte nach schweren Leidenskage» d « Festung Torgau. 9000 Franzosen wurden kriegsgefangen.

(Napoleon stellt« sich noch immer so, als ob er an den Frieden glaube und diesen wünsche, am 7. Januar liest e: durch seine, Bevollmächtiglen Eaulaincourt im Haupiquariier der Verbündeten zu Freiburg anftagen, wann und wo der Kon­greß stattfind«, aber Metternich antwortete ausweichend. Es war ein Klück, daß die Angelegenheiten soweit gediehen wa­ren, daß vom Frieden kein« Red« mehr sein konnte, den» am selbe» Tage reichte in Freiburg b:r preußisch: Diplomat von Knesebeck «ine Denkschrrst über Preußens Forderungen ein, in der noch immer der Rhein als Frankreichs ,.".a»irlrche Erexz"" bezeichnet wurde. Der gute Mann hatte näht« gelernt und nichts vergessen).

Grosrkankentiun.

King da eines Tage- an der Börse das Gerücht »in, die Sozinideniokratie wolle 15 Millionen von den Derbandsgirt- habcn der gewerkschaftlichen Zentralverbä-de bei der Deut­schen Bank kündigen, weil ein Angestellter der Bank wegen

Diszipliizfvldrigkeit entlassen worden war. Tic Sozialdemo­kratie betrau,tele diese Mastnah.ne der Bankleitnng nl> mt. zulätslgen Cringtiif i» das Koalitionsrecht, und nach drin Borvurls" trat die Gencralkomniissio» der in ten Gewerk lch.-sten mit der Direktion der Dcntschen Bank i» Befpn on». gen,uni von ihr die Znsicbkrnng zu erhalte», last ie da. Kealitionsrccht der Angestellten in jeder Fora, i ain?' Der Borns rts" wartete dahci noch mit folge, der -'oaft>tt-a- drohnng auf:

Wenn die Dentschc Bank ausreichende Gar, vier, säe das Koalitionsrecht der Angestellten nicht gib!, -o .ft fein woi/esebeinlich, hast die Geschästsbeziehungc» zwisllien den (tzewerkschastsverbänden und ihr ansgehoben werden. Diele Gewerkschastcn sieben mit der Deutschen Buk in Grschäiisverbindnnge» und habe» bei ihr nicht unerheb­liche Kapitalien hinterlegt. Die Kündigung dieser Depositen würde nach insofern nicht ohne Belang sein, als nicht allein die Gelder der Zentralvrrstände, sondern auch die der Lolalknsse» in verschiedenen Orten zrirückge- zogen würden, und da ferner sich auch eine gröstere An­zahl privater Personen, die bei der Deutschen Bank ihrc Gelder hinterlegt bgbcii, dem Vorgehen der Gewerlschas- tc» nnsrhliesten würden."

Tic sozialdemokratischen Drohnngen haben bei dr> Denlschen Bank nicht völlig zmn Ziel geführt. Wohl wollte sie volles Konlitionsrecht znsillrern. Aber die Generottom Mission verlangte daneben noch die schriftliche Ansage das Streitigkeiten zwischen der Banklcitnng »iid den Ang sie!! ten von dein Allgemeinen denlschen Bankverein oder vor. der Generalkonimission der roten Gcwerftchasten gescl-.lichtel werden sollen. Unter dieses Joch wollte sich die Bank dem, -doch nicht beugen. Die Bonkottandrohnng bitte g'eirl w -bl einen nngcabntcn Erfolg, denn zur Freude aller Geaolien begann niminelir der Tanz der Grostbnnk'N ln» die ir'c V mit strotzendetn Geldbeutel. Verschiedene Banft'n : cizäblt dnrchans glanbhast derVorwärts" -- beniiidten v! »in die Knndsclvst der roten (tzewerklckxisien und gaben au- sprechende Erklärungen znni Konlitionsrecht ol>. Daraufhin werden jetzt folgende Banken der sozialdemokratt»,--.'» Empfehlung gewürdigt: Berliner Handel, a.ejellr, -i11:

Mitteldeutsche Kreditbank, Schaasshansen'scher Bankverein. Ans diese mnsterhaft Aufrechten wird sortan die Knndsrliast der roten Gewcrkfct>asten ihren Goldregen träufeln lassen. Eine weit rühmlichere Liste aber stellten wohl diejenigen Banken dar, die entsprechende Erklärungen bisher noch nicht abgegeben haben: Dresdner Bank, Commerz- uiid Disronlo- bank, Discontogcsellschast.

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