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*11 n den von Luther verfaßten sogenannten „Schmalkaldischen Artikeln" <1538) steht folgender „erster und Hauptartikel" von den Artikeln, „so das Amt und'Werk Jesu Christi und unsere Erlösung betreffen":
»Daß Jesus Christus, unser Gott und Herr, sei um unserer Sünde willen gestorben und um unserer Gerechtigkeit willen ankerst and cn (Röm. 4, 25). lind er allein das Lamm Gottes ist, das der Welt Sünde trägt (Joh. 1, 29). Und Gott unser aller Sünde au) ihn gelegt hat (Jcs. 53, 6). Sic sind allzumal Sünder und iverden ohne Verdienst gerecht ans seiner Gnade durch die Erlösung Jesu Christi in seinem Blut (Röm. 3, 23 f).
Dieivcil nun solches muß geglaubt wer- dcn und sonst mit keinem Werk, Gesetze noch Verdienst mag erlanget oder gefaßt werden, so ist es klar und gewiß, daß allei n s ol ch er G la u 1' c uns gerecht mache, ivie Röm. 3, 28 St. Paulus spricht: Wir halten, daß der Mensch gerecht
werde ohne Werk des Gesetzes durch den Glauben. Item V, 26: Ans daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jcsnm. Von diesem Artikel kann inan nichts weichen oder nachgeben, cs falle Hiinmcl und Erde, od e r w as n i ch t b le i be n iv ill. Tenn es ist kein anderer Raine den Menschen gegeben, dadurch ivir können selig iverden, spricht Petrus (Apg. 4, 12). Und' durch seine Wunden siiid wir geheilt.
Uiid auf diesem Artikel steht alles, ivas ivir ivider den Papst, Teufel i»>d Welt lehren und leben, darum müssen wir des gar geiviß sein und nicht zweifeln, sonst ist alles verloren ii u d behält Papst und Teufel u u b alles wider uns den Sieg und Recht."
Wieviel lauter möchte man gerade dies herrliche Zeugnis Liithers in unsere glaubenslose und christusfeindliche Zeit hineinrusen, ganz besonders aber denen ins Gewissen hinein, die sich immer auf den „wahren" Luther berufen und doch die Gottessohnschaft Jesu und die Existenz des „Fürsten dieser Welt" mit aller Entschiedenheit leugnen. Luther mar im wahrsten Sinn des Wortes ein bibelgläubiger Alaun und würde, wenn er heute lebte, ebenso energisch gegen das ungläubige Christentum unsrer Tage zu Felde ziehen wie es dem Papsttum und Wiedertäufer tum mit weltüberwindender Glaubenskraft ent- qegengetreten ist. Es ist ein Widersinn und eine Ironie auf das Christenleben Luthers, sein Re- formationslied „Ein feste Burg ist unser Gott" — aus vollem Brustton ju singen und die darin enthaltene» Glaubenstalsachen wegznlengncn oder
wenigstens umzubiegen. Rein, es bleibt dabei: Christus - so ivie er in der heiligen Schrift zu uns redet — ist der Weg, die Wahrheit und das Leben — für >cden Menschen, auch für dich! Kennst du ihn, hast du ihn, willst du ihn?
Nur wenn du ihn hast, „den ersten und Hauptartikel" des Lebens, bist du glücklich und immer zufrieden. Sehnst du dich nicht darnach?
P. Slrauß-Leipzig.
nur desto herrllcber.
Wenn ich eine Hand voll Eisenseilspäne über eine gut brennende Kerze schütte, so mag cs dem Unbekannten dünken, die Kerze müsse notwendi- gerwcise ansgehcn, aber siehe ans deni Bild, welch ein herrlicher Slernregen dadurch entsteht, daß man seine Helle Freude daran haben muß.
Wir wollen als Christen hell leuchtende Lichter sein. Sind wir es, dann haben wir es auch zur Genüge erfahren, daß Satan nicht ruht. Ans alle mögliche Weise sucht er uns zu dämpfen. Am allerliebsten streut er durch Verleumdung Staub auf uns. Darf es uns schaden? Rein! Nicht einmal flackern wollen wir darüber. Jedes Stäubchen muß als Funke wieder weiter leuchten. Desto Heller iverden wir strahlen. Nur die Sünde, der Kleinglanbe und der Hochmut oder die Verzagtheit können das Licht in uns dämpfen. Jg.


