Ausgabe 
19.7.1914
 
Einzelbild herunterladen

vorher, aber das Wort steht in seinem Notizbuche und in seinem Gedächtnisse. Aber er kommt da­mit nicht weiter.

Wochen vergehen. Ta kommt eines TageZ ein junger Papua und sagt zu Kunze von einein anderen, der gestohlen hat:Damol igampe

miai ifuni." Halt! Da isl das Wort miai wieder. Kunze denkt nach was hat doch der Papua gesagt? Zum Teil versteht er den Sinn des Satzes:

Einen Mann, der stiehlt, den schlägt ja iver schlägt ihn denn nun? Halt! sollte miai Ge­wissen heißen? Das wäre ja herrlich! Dann iväre ja ein Wort gefunden, das für die Predigt ganz besondere Bedeutung hat. Des Missionars Herz brennt vor Verlangen der Gewißheit. Er fragt: Hast du miai gesehen?"

9ieiii, mein Auge sieht das miai nicht."

Wo ist das miai? Ist es etwas znm Essen? Ist es elivas im Dorfe?"

0 Kunze!" sagt der Papua, über die ihm unfaßbare Dummheit des weißen Mannes lachend, weißt du nicht, was miai ist?"

Nein, sage du mir, was es ist. Wo ist denn miai?"

Da holt der Papua tief Atem unb klopft ans seine Brust:Hier ist miai, hier drin."

9iun weiß Kunze, miai befindet sich im In­nern des Menschen, aber da gibt es gar vielerlei. Er fragt also weiter:Sage mir, wenn der

Mann das Gestohlene zurückgibt, schlägt ihn dann auch miai?"

Nein, dann hält das miai Ruhe und Frie­den."

Nun ist kein Zweifel mehr. Das so lange gesuchte Wort ist gefunden.

Wer möchte nun wohl behaupten, miai sei bei den Papuas einProdukt der Erziehung" ? Wie lange wird die törichte Phrase noch leben?

Glücklicb der Mann, dessen verwundetes Ge­wissen heil geworden ist durch das Wort der Versöhnung. Dazu ist der Sohn Gottes gekom­men, daß er die Gewissen der Menschen reinige und gut mache. Ach, daß niemand mit einem bösen Gewissen umhergehe, da doch jeder losge­macht werden kann von dieser Qual durch den, der unsere Sünden getragen hat auf Seinem eigenen Leibe an das Fluchholz.

vit iiiilif des KtllijjstllS.

st dein Gewissen je vor Gott anfgeivacht ? AS; Du sagst:Ja, ich glaube an Gott." Doch dies ist nicht die Antwort, die ich hören möchte. Wir lesen in der Heiligen Schrift: Auch die Teufel glauben und sie zittern." Obwohl ihr Glaube kein seligmachender ist, ist er doch vielleicht wirkungsvoller als der deinige; denn es heißt:sie zittern." Sage, hast du nie an

deine Sünden gedacht und gezittert angesichts dessen, was du von einem heiligen und gerechten Gott mit Sicherheit zu erwarten hast? Jener Kerkermeister, von dem wir hören, daß er die ernste Frage tat:Was muß ich tun, daß ich

selig werde?" zitterte, wie wir lesen. (Apg. 16.) Er gedachte seiner Sünden und des un­ausbleiblichen gerechten Gerichtes, ivenn er in seinen Sünden stürbe. Aber gerade, weil er so schuldbewußt und gebeugt ivar, fand die herrliche Botschaft:Glaube an den HErrn Jesum Chri­

stum!" Gehör, und sein geängstigtes Ge- wissen kam alsbald im Glauben an Jesu Erlö- snngswerk zur Ruhe.

Die Ruhe des Gewissens ist es, die Jesus Christus, der Sohn Gottes, bedingungs­los allen Sündern verheißt und verleiht, welche vertrauensvoll im Gefühl der Schuld zu Ihm kommen. Er ruft:Kommet her zu Mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen. Ich will euch Ruhe geben." (Matth. 11, 28.)

Wie geschieht dies? Der heilsverlangende Sünder legt im offenen Bekenntnis seine ganze Schuld vor Jesum nieder, der für dieselbe ge­litten, Sein Blut vergossen und das göttliche Ge­richt erduldet hat. Er glaubt Gott, was Er in Seinem Worte von dem Werke Jesu Christi be­zeugt, unb er findet in diesem heiligen Zeugnisse für sein beschwertes Gewissen Ruhe uud Frieden.

Willst bu einige der kostbaren Zeugnisse Got­tes hören über das Opfer Christi und über die­jenigen, welche darauf von ganzein Herzen ihr Heil gründen? Wrr lesen:Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde." (1. Joh. 1, 7.)Wer an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet,"kommt nicht in das Gericht."Wer an den Sahn glaubt, hat ewi- ges Leben." (Joh. 8, 18. 86; 5, 24.) Durch ein Opfer hat Er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden. (Hebr. 10, 14.)Da ist keine Verdammnis für die, welche in Christo Jesu sind." (Röm. 8, 1.)Dies habe ich ec>ch geschrie­ben, auf daß ihr wisset, daß ihr das einige Leben habt, daß ihr erlaubet an den Namen des Sohnes Gottes." (I. Joh. 5, 13.,

Teurer Leser, hast bu erkannt, daß du mit deinem Leben vor Gott, dem allwissenden und dem heiligen Gott nicht bestehen kannst, weil du oftmals in Gedanken, Worten und Werken ge­sündigt hast, o, so komm mit dem Bekenntnis deiner Schuld zu Jesu Christo, dem Erlöser. Gott hat Ihn, Seinen Sohn, für dich und mich, für alle schuldigen und verlorenen Sünder, die Strafe am Kreuze tragen lassen. Er starb für uns, iveil der Tod der Sold der Sünde ist, und die Heilige Schrift sagt, daßSein Blut rein macht von aller Sünde".