Ausgabe 
5.7.1914
 
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versäumest und eiust mit allen Verlorenen den schrecklichen Ruf hören müssest:Gehet von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereistet ist den: Teufel und seinen Engeln !" (Matth. 25, 41.)

Die wunderbare Geschichte der Bibel.

|ic Bibel hat eine wunderbare Geschichte. _ Alan hat oft versucht, dies Buch init Ge­walt zu vernichten. Tausende von Menschen sind gemartert, qualvoll getötet oder verbrannt, weil sie dies Buch verbreiteten, lasen oder besaßen. Man hat Tausende und aber Tausende von Erem- plaren der Bibel verbrannt. Keinem Buche ist so widersprochen, wie diesem. Die Bücher, welche in allen Kultursprachen gegen die Bibel geschrieben wurden, zählen nach Tausenden von Bänden. Zeitschriften und Zeitungen bekämpfen oder ver­spotten die Heilige Schrift. Professoren und Ge­lehrte, ganze Hochschulen, naturwissenschaftliche, philosophische Systeme bemühen sich, zu beweisen, daß die Bibel iveder wahr sei, noch Gottes Wort.

Was ist der Erfolg aller diesen Mühen und verzweifelten Anstrengungen '? Millionen gläubi­ger Christen bekennen heute nicht nur die Wahr­heit der Bibel aus der Erfahrung ihres Lebens, nein, sie rühmen laut, daß die Bibel das einzige Licht der Wahrheil ist inmitten der Finsternis menschlicher Meinungen lind Jrrtümer. Tausende haben in vergangenen Fahrhunderten wie in den gegenwärtigen Tagen Leben, Besitz, Familie, Rang, Ehre geopfert, weil sie die Wahrheit der Bibel bezeugten.

Generalleutnant von Viebahn.

Das Buch, welches die Muttersprache der Ulelt redet.

Ein weitgereister englischer Schriftsteller er­zählt :

Ein Sulukaffer in Südafrika sagte einst zu mir:Weiße Männer sind vielfach bevorzugt.

Sie haben Eiseitbahiten, Telegraphen, Hinterlader­gewehre, schöne Kleider, Weisheit und Reichtllin; aber eins habeit sie nicht, was wir besitzen, näm­lich: das Evangelium in der Sulusprache." Ich entgegnete:Unsere Uebersetzung ist vorzüglich,

sie kommt dem Grundtext sehr nahe. Der Sulu schüttelte sein Haupt und sagte:Sie kaitit der

unsrigen nicht gleichkommen."

Ich dachte nicht weiter darüber nach, bis ein Malaie (auf den hinderiitdischen Inseln) zu mir sagte:Die malaische Sprache ist die be­

redteste der Well; sieh nur unsere llebersetzung der Heiligen Schrift an." Das brachte iitich zu»i Nachdenken.

Nun ist^das Chinesische eilte der schivierigsten Sprachen, die man sich denken kann. Ich kann sie nicht sprechen; aber ich urteile nad) der Mei­nung von Sachverständigen. Eilt chinesischer Christ beklagte in meiner Gegenwart die Entbeh­rung, welche die Europäer zu erleiden hätten, da ihnen die chinesische Uebersetzung der Heiligen Schrift unzugänglich sei.

Dies gab mir iveiteres Licht. Ich biit über­zeugt, daß die Heilige Schrift dariit einzigartig ist, daß sie die Uebersetzung in irgend ivelche Sprache verträgt, ohne auch nur eine Spur ihrer Kraft zil verlieren. Die schönsten Stellen von Shakespeare, den: berühmten eitglischen Dichter, voir Goethe oder Horaz (einem lateinischen Dichter) verlieren bei der Uebersetzung ins Französische oder andere Sprachen ihren ganzen Rhythmus tnid drei Viertel ihrer Kraft. Aber die Bibel behält, in ivelche Sprache unter dem Himmel sie auch übersetzt wird, ihre Kraft und Schönheit, denn sie spricht nicht nur zum Ohr, sondern auch zum Herzen."

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Gottes Port ill eine Krott.

f jMifftonar Dr. Chamberlain erzählt über die Macht des Evangeliums folgendes: In einer mit Mauerir umgebenen Stadt, welche 18000 Einwohner zählte, hatte sich der Volkspöbel erhoben und drohte, uns hinaus zu jagen, wenn wir von einem andern Gott als von seinen Götzen zu sprechen wagten. Wir waren auf den Marktplatz gegangen, und ich versuchte, den Leuten von Christo und Seiner Erlösung zu predigen, sie wollten aber nicht hören. Sie be­fahlen uns, ohne weiteres die Stadt zu verlassen, ich aber hatte beschlossen, dies nicht eher zu tun, als bis ich meine Botschaft an sie ausgerichlet hätte.

Die Straßen waren dicht gefüllt. Alan sagte, wenn ich noch ein Wort zu reden wagte, so würdeman mich totschlagen. Es gab für mich keinen Aus­weg, die Tore waren geschlossen, so daß aus der Stadt keine Nachricht nach außen gelangen konnte.

Ich sagte mir selbst, ich müsse die Stadt verlassen, oder ich käme nicht lebendig aus der Stadt heraus. Ich sah, wie sie Pflastersteine aufhoben, und wie sie zum Werfen bereit dastan­den, die Steine in den Händen, und hörte, ivie sie sich gegenseitig zuriefen:Wirfst du den

ersten Stein, so werfe ich den zweiten."

Ich erhielt endlich die Erlaubnis, ihnen eine Geschichte zu erzählen, und dann durften sie mich steinigen. Sie halten mich umringt, die Steine noch immer in den Händen haltend. Ich erzählte von der Liebe des himmlischen Vaters, der uns