Ausgabe 
3.5.1914
 
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Fortschritt" heißt die Losung unsrer Zeit und wer von uns würde da nicht mitmachen nun ober ist das Betrübende, daß vielfach dieser Fortschritt nicht als ruhige Weiterentwickelung des Bestehenden unter Anlehnung an bewährtes Neue§verstanden wird, sondern daß unterFortschritt" ein zertrümmernder Umsturz ver­standen ivird. Eine neue Moral, eine neue Religion, ein neues Recht, eine neue Kunst, eine neue Schule neue Staatsform ! Da kann freilich nicht mehr von einer Entwickelung die Rede sein, wo alles Reue gut, ja stets besser ist als 8gs Alte. Diese modernen Ge­danken finden ihren Niederschlag in der neuen mate­rialistischen Weltanschauung, die da vorgibt, sich auf den gesicherten Ergebnissen der modernen Wissenschaft, insbesondere der Naturwissenschaft aufzubauen. Be­sonders tobt der Kampf um den Kern aller Weltan- schauungsfragen, um die Religion. Die gemäßigten Gegner kennen die hohen Werte aller Religionen an, glauben aber genug zu tun, wenn sie sich an die drei sittlichen Begriffe desGuten, Wahren, Schönen" halten, also einen persönlichen Gott leugnen und da­rum auch in schärfsten Gegensatz gegen die edelste aller Religionen geraten gegen das Christentum. Wie kann ein moderner Mensch, der Naturwissenschaft treibt, Christ sein? so hört man erstaunt fragen. Biele sind zu glühendem Haß übergegangen, weil sie im Christen­tum direkt eine hemmende Schranke gegen die Fort­schritte der Kultur zu erblicken glauben. Daß diese Meinung nicht auf Wahrheit beruht, erhellt schon aus der Lehre und der Geschichte der christlichen Kirche. Eine Religion, die Gleichheit aller Menschenrechte verkündet und das Gebot der Nächstenliebe neben der

t>tt;smmlung;anreigen

(Versammlungen innerhalb der Landeskirche).

Bezirk Metzen.

Stabtmiffion öiefjen, föberftrafie 14.

Jeden Sonntag 1 1 / 2 Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Junafrauenverein; 8 1 /* Uhr: Versammlung.

47j Uhr: Christlicher Verein junger Männer.

Jeden Mittwoch 8 1 /* Uhr: Bibelstunde.

Jeden Donnerstag abends 1 /*9 Uhr: Versammlung in Wieseck.

Sonntag, den 3. Mai: Nordeck und Wißmar, 5. Altenbuseck, 7. Kleinliuden.

Grünberg (Frankfurterstr. 23.): Jeden Sonntag abends 8 Uhr: Versammlung.

Bezirk Kich.

Lich, Vutzbacherstr. 17. Jeden Sonntag 12'/« Uhr Sonntagsschule.

4 Uhr: Jungfcauenstunde.

8 Uhr: allgemeine Versammlung. Sonntag, den 3. Mai nachm. 3'/r Uhr: Oemeinsckatts- fest in Holzheim, abends 8 Uhr: Dorfgill, außer­dem Vers, in Burkhardsfelden, Mittwoch, den 6. Mai: Watzenborn, 7. Langsdorf, 8. Lich, Bibelstunde.

Bezirk Friedberg.

Friedderg, Vorstadt zum Garten Nr. 8 : Jeden Sonntag Abend 8 Uhr Versammlung.

Liebe zu Gott zum höchsten Besitz erhebt, kann nie kulturfeindlich sein und wo diese Lehre verkündigt wurde, da haben sich die Menschen in aufsteigender Linie entwickelt, z. B. Darwin, der nach eignen Wor­ten es sich zur Ehre anrechnete, das Werk der Msisiou durch den Einfluß seines Namens und seiner inateriellen Unterstützung fördern zu können. Galilei bekannte: Die heilige Schrift und die Natur kommen beide von Gottes Wort her, jene als Eingebung des heiligen Geistes, diese als Ausrichterin göttlicher Befehle. Kepler, der als Protestant zum Märtyrer seines Glau­bens wurde, prägte das schöne Wort:In der

Schöpfung greife ich Gott gleichsam mit den Händen." Newton bekannte sich gläubig zu Jesu Wort; Pasteur, dem wir auf dem Gebiet der Erforschung kleiner Le­bewesen unendlich viel verdanken, bekannte:Ich

habe etwas von der Natur erkannt und habe darum den frommen Glauben eines flämischen Bauern. Würde ich noch mehr erkannt haben, hätte ich den Kirchenglauben einer flämischen Bäuerin." Chirurg von Bergmann betete, als er sich zu der schweren Operation, die er nicht mehr überstand, anschickte: So nimm du meine Hände."

Diese Zeugnisse beweisen, daß das Christentum die freie Forschung nicht einschränkt Wie wenig ge­rade diese dein Christentum in den Weg treten kann, beiveist die Tatsache, daß das Christentum den Ersatz des ptolemäischen Weltsystems durch das kopernika- nische ruhig überwunden hat, ohne in seinen Grundfesten erschüttert zu werden.

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Sonntag, den 3. Mai nachm. 3 Uhr: Schwalheim, 5 U? r Dorheim, 4. Vilbel, 5. Assenheim, 6. Leidhccken, 7. Frie"° Berg, 8. Bad-Nauheim.

Bezirk Mederweifel.

Sonntag, de» 3. Mai: Fauerbach, Niedcrweisel, Kirch- und Pohjgöns, 6. Gambach, 7. Niederweisel, 8. Butzbach. Sonntag, den 10. Mai nachm. 3 Uhr:

Oerneinschaftsfest in kutzdsch

in der Markthalle.

Bezirk Sellnrod.

Sellnrod: Jeden Sonntag 12 Uhr: Sonntagsschule, abends 8'U Uhr: Versammlung. Sonntag, den 3. Mai nachm. 2 1 / j Uhr: Wohnfeld Männer- und Jünglingskonferenz.

Text: 2. Tim. 2, 23 ff. abends 8 Uhr: Helpershain und Klein-Eichen.

5. Helpershain, 6. Unter-Seibertenrod, 8. Klein-Eichen.

Bezirk Alsfeld.

Stadtmission Alsfeld (am Kreuz). Jeden Sonntag um 11 Uhr, Sonntagsschule: abends 8'/, Uhr: Versammlung. Dienstag Abend '/-9 Uhr Missionsarbeits» stunde. Donnerstag Abend 9 Uhr Btbelstunde.

Bezirk Schotten.

Sonntag, den 3. Mai ^Versammlung in Schotten für Frauen und Jungfrauen abends */ a 9 Uhr. Versamml. in Nidda abends 8 Uhr, 6. Schotten, Bibelstunde, 7. Lißberg, 8. Ranstadt.