MrheWe BsIkszeitiiW
Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Obcrhcssen und der Nachbargebiete.
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Bufcov. Der HbonnnBtnUDret» brttäal wöchentlich 15 ®fo, monatlich D Ptg. «tnltblBniioctlalm Durch 6« Post b«*oocn vierteliäbrl.lboMI
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Donnerstag, ocn 31. Tczcml'cr li»14
9. Ialirgang
Engländer über Deutsche.
Bus London wird geschrieben:
In der Westminster Gazette befinde» sich zwei Briefe vo» ous eutschIand zuriickgekehrten Engländerinnen, denen sie ihre Landsleute über die in Deutschland herrschende limmung aiisklären. Die Briese, die wir mit unwesentlichen ürzungen folgen lassen, sprechen für sich. Sic sind vo» der flb- ht getragen, de» dicke» Slebel, den iibcrhivic Leidcnschast nnd mstlich erregter Hass zwischen die beiden Böller gewoben habe», was zu Nisten, nnd die Möglichkeit zu schassen, das; Engländer id Deutsche trotz dcö Kriegszustandes wie zivilisierte Europäer >er einander denken, sprechen und schreibe».
Der erste Brief stanimt von der englischen Schauspielerin edda Fader. Sie schreibt:
„Bor gerade einer Woche kam ich auS Deutschland, wo ich die letzten l> Monate verlebte, in England an. Fch bin Engländerin und Tchanspielerin und spielte im Niinstlerthcater in Miinchrn, als der Krieg ausbrach, Fn dieser Stadt ivaren alle Theater gegen Ende August geschlossen, und ich kehrte am 21. jenes Monats nach dem LchauspielhauS in Diisieldors zuruck, 100 ich zuletzt am 5, November spielte,
Während der letzten 3 Monate habe ich den deutschen Stand- vunlt gegenüber dem Mijene ziemlich klar begriffen: seit meiner Rückkehr habe ich versucht, de» englischen zu verstehen,
.Ich habe viele gllickliche Fahre in Deutschland verlebt nnd dort viele Freundschaften angckniipst, nnd darum hat diese Katastrophe in meinen Bugen alle Schrecken des Bürger- Iricgs. Dennoch bete ich nni de» Erfolg der Verbündete» »nd ich glaube, dag er schlicsilich errungen werden wird. . . .
Fch appelliere an -aS englische Bolk, nicht an die absolute Degeneration dcS deutschen Charakters zu g lau b e n . ein Gedanke, der sich, wie mir scheint, in diesem Sande festgesetzt hat.
ES bletltt noch vieles im deutschen Volke, ivaS bewundernswert ist. Ich könnte vom persönlichen Gesichtspunkte warm sprechen, denn niemand könnte in den letzten Monaten srcund- llchcr behandelt worden sein, als eS mir in amtlichen, beruflichen und gcsellschastlichcn Kreisen widerfahren ist. Bber ich ziehe cS vor, die unpersönlichen Dinge zu betonen.
... ES mag nicht populär sein, eS zu sagen, aber ich habe bisher in England keine grötzeren Beweise des Opfer- muteS gesehen, als in Deutschland, nnd der Mut der deutschen Soldaten, den ich in englischen Zciiungen angczwcisell gesehen habe, findet nur seinesgleichen in der prächtigen BuSdaner und Tapferkeit der Verbündeten.
lind der gewöhnliche Deutsche, dem gegenwärtig nur wenige eine einzige Tugend zubilligcn möchten'? Fch glaube, er wird als Ehcniann, als Vater, als slcisiigcr Brbcilcr den Vergleich mit dem gewöhnlichen Manne jeder andern Nation auShaltc».
Denkt an die gewaltigen ProduktionSintcresicn der unvergleichlichen Fabriken Deutschlands, an den Unternehmungsgeist, die Organisation, den Erfolg: sie sind das Wert gründlich ansgcbildelcr Meister des Handels, Sollen wir all: Achtung für sic verlieren'?
Studiert die Entwicklung der Literatur und K n n st : gibt es in der Arbeit des Künstlers nichts zu bewundern? Fch verstehe etwas von meinem eigenen Beruf »nd erinnere mich der Berichte liibcr deutsche Schauspielkunst), die Herr Granville Barker erst im letzten Frühjahr ans Berlin und München geschrieben hat. Hat sich seit dem schicksalsschweren -i. August in Deutschland alles vollständig verändert? Fch kann cs nicht glaube».
Es mag denen, die Verwandte oder Freunde am Kriegsschauplatz haben, ein Trost sein, wenn ich ihnen von mellten geringen Erfahrungen von britischen Verwundeten in Düsseldorf erzähle. Der Polizcihauptmann kannte mich als eine der wenigen Engländerinnen, die in der Stadt geblieben waren, und als unsere verwundeten Soldaten ankamen, bat er mich, sic zu besuchen, „um sie zu erheitern". Fch fand sic ausicr- ordcntlich gut versorgt vor, iras mir auch von ihnen selbst gesagt wurde. Ei» armer Kerl, der seinen halben Unterkiefer verloren hotte, sollte einen silbernen Ersatz bekommen, sobald die Wunde verheilt wäre: er war ein Patient dcS bekannten Professors
BruhnS.
... Ich lebte i» Diisieldors bei einer liebenswürdigen Familie und gewann die Tochter des Hanfes sehr lieb: ihr einziger Bruder kämpstc siir sein Vaterland in Flandern Fch habe die Briefe gesehen, die er nach Hanse schrieb: darin stand nichts von Nietzsche nnd Trciiichke. nur derselbe Geist des Patriotismus und des Vertrauens in die Vorsehung sprach aus ihnen, den britische Eltern in den Briefen ihrer eigenen Söhne finden. Fch bete für den Erfolg der Verbündeten, ober ich bete auch siir den Frieden, dasi die Nationen einander bester verstehen mögen, dah die „Entente cordialc" zwischen uns und Frankreich gestärkt werde, dasi die R n s s c n , von denen w i r Engländer so wenig wissen, unsere Freunde werden mögen — aber ich bete auch für Deutschland."
Der zweite Brief ist von einer Frau Marion Chadwick und cht sich speziell für eine Würdigung der Haltung der kutschen Sozialdemokratie ein. Sie schreibt:
»Fnsolgc der strengen Zensur in beiden Länder» ist dem englische» Volke die Haltung der deutschen Sozialdemokratie icit dem Kriegsausbruch nicht klar geworden. Mögen sie auch einen »«hlcr darin begangen haben, dasi sie ihre Aufmerksamkeit zu ausschliesilich auf die russische Gefahr konzentrierten und deshalb den Krieg billigten, so mnsi doch billiacrwcise gesagt werden, dasi 'hrc Führer von Ansana an unermüdlich dahin 0 k w i r k t haben, den Geist der Agressivität nnd der Nache. den der Krieg i», Gefolge hat, zu bekämpseli,
-tu Vorwärts' har durchweg unier grosien Schwierigkeiten die von der Prege verbreiteten falschen Nachrichten über vom Feinde begangene Greneltaten nach gründlichen Nachforschungen
blosigcstcllt, Tie sozialdeniolratischc» Führer haben Belgien bc sucht »nd einen Bericht vo» ihre» Beobachtnngen geliefert, der durch die Einfachheit nnd Mäsiigung seiner Sprache einen „„aus löschlichcn Eindruck aus den Leser machen »>»«. Vor einige» Wochen vcrössentlichten sie eine» Ausruf a» die Fugend des Landes, der von so erhabener Menschlichkeit durchdrungen ist, dasi er in jeder Kirche verkündet iverden könnte. Sic rnsen die her- onwachleiidk Generation ans, sich der Selbitglorisizicrnng und der Hcrabsctznng ihrer Feinde zu enthaltc», die gemeinsame Brüder schast der gegeneinander Kämpsenden im Gedächtnis z» behalie» »nd in Wort und lat gerecht u n d ritterlich z» sein. Sie bringen FrcundschaftSottc der Konibattantcn gegeneinander ans Licht »nd bekämpfen »iiitig jede Gewalttat gegen die 11»- schuldige» »»d Hilflosen
Diese Haltung haben sic trotz der Zensur eingenomme», und nach den Beobachtungen, die ich während nieine» 2 Monate langt» nnsreiwilligen Aufenthalts in Deutschland gesainmelt habe, ist daS Ergebnis, dasi die Arbeiter und Arbeitciiunen in grosic», Masic von dem Icidenschastlichen Hasse frei sind, der den Blick der niitlleren und obere» Klasie» verdunkelt.
Es gibt uns dir beste Hossnung siir die Zukunst, zu ivisik-.i, dasi die tatsächliche Mehrheit der Nation diesci, Geist pslegt. . . ."
ES wäre heisi zu wünsche», dasi sich auch recht viele Deutsche finden, die auch i» dieser Üsezichung nicht hinter den besten Engländern Zurückbleiben wollen »nd in Icutschland dasselbe Kultnrwerk aus sich nehmen, ivie diese Engländerinnen in ihrer Heimat. Die Zukunsi der Völker kann nicht i» dauerndkin Hasi erfüllt werde», sondern nur im gegenseitige» Erkenne» >md Verstehen. Wenn der Krieg beendet ist, wird man auch in Dciiijch- land wünschen, recht bald wieder zu normaleni Verkehr der Völker nnterelnander zniucktehrc» z» können. Dann wird man einsehcn. dasi jene ihrem Vaterland die besten Dienste enviesen, die auch im Augenblick der hesttgsicn Erregung sich nicht den klaren Blick haben trüben lasten.
Frankreich will keinen Friede«»!
Nach einem Telegramm der Franks. Ztg. kommt der TcmpS, daS französische Regiernngsorga». auf die Zcitungs- insormationcn zu sprechen, nach denen der l»remb»rgisch.' Minister Eyschen schritte »nternommen haben soll, um die Niederlande und die Schweiz auf die günstige Gelegenheit aufmcrksani zu machen, die sich den neutralen Staaten biete, ihre guten Dienste zur Anbahnung von FticdcnSporverhand- limgen anzubiete». Ter TempS schließt, dasi. wenn wirklick in berschsedenen Kreisen dieser Gedanke habe entstehen können und Ey'ckzcn den Boden in Bern und im Haag sondiert habe, so müsse man doch vorlwr die Ileberzengung ge- Wonnen haben, das: derartige Schritte im Prinzip Tentscki- land nicht misisallcn würden. ES gehe daraus auch hervor, daß die leitenden Männer in Deutschland die Gewißheit er- langt hätten, dasi der Sieg den deutschen Waffen entgehen werde. Das aber inüjjc den Verbündeten genügen, alle derartigen Gefälligkeiten auszusa,lagen, damit sic den Kamp? mit grösitcr Energie fortsctzrn könnten. Die Schritte, die gegenwärtig die neutralen Staaten unternehmen könnte,'-, würden nicht mehr Erfolg haben, als das schüchterne Ent- gegenkomnten gewisser deutscher sozialistischer Organe, welche die Schließung eines ehrbaren Friedens mit Frankreich im Jtiiflc hätten. Keiner der verbündeten Nationen, und Frankreich weniger als jede andere, werde sich durch solche Manöver anführcn lassen. Man möge sich endlich mit den, Gedanken abfinden, dasi die Wiederherstellung de-Z Friedens nickst eher möglich sei, als bis die Entscheidung ans den Tchlacht- jelocrn gefallen sei.
Die Franks. Zig. stellt seit, dasi die Geschichte nicht von deutscher Seite, sondern von dem französischen Blatt Petit Parisien in die Oeffentlichkeit gebrackst wurde.
Tie Neuiralen an« Iahresschluü.
Von besonderer Seile ivird der Münchener Post geschrieben:
Fn der Lage in der sich Deutschland »nb Oesterreich .urzeii be- sii.dcn. ist es von höchstem Fnictcste. siä, über hie vorm- sichtlich- ivilrnng der Ncnlraien n, der nächsten Zeit völlig klar zu sein W:r dürfen uns mich darüber nicht täs-chcn dasi wir, dank der iernt- langen Hebarbeit der Entente, keine allmguten Frennde »me» den am Krnicq nicht beteiligten ^Rächten besitzen. ^
Trotzdem ii>CTt»cii luci'rr ScifiiHflku 2ia<ocn, W wnp , noch Gr kche„noch auch die ffaubivarii \<ben Mach-.: in irgend- einer Weile ana ihrer strikten Neuiralttät herauSgehen Und die Zusamiueirkirnst in Malmö dar un« gezeigt, dasi d>e drei ikandinav,. scheu Tiaaien fest gewillt sird, a-ch in Zukunft atneits vom Krieg ,» stehen. Sers endlich Span-«» aichctriiit. so ist es der cinzige Staat, aus dem imc sehr herzliche Snmpachwbeweise erreichen.
Ganz anders ist Misere Lag«, weim wir Flaiien und Rlimännm betrachten. Von beiden Sktmten wutztrn wir vo» Begmn da-, Krieges an genau, sic würden unter allen Umständen beim Friedens- schluft arn ihre und -war scdr erheblich« Reckining kcnnnan wollen. Freilich ivar Fzalicii. oder „ist" cs noch. Treibnvdegenone. mrd Nu- inämen ivar drrrch gewisie Abmachung«!, dein Dreibund gegrniiixr bis 1810 verpflichtet. Aber in nuferen Tag«n. fcheint'S. habe» Verträge nnd Abmachung-- ! nur ein« sehr bedingt« Geltung.
Wer Salandr»:- Splnurreden sich vergegenwärtigt, der wrrd, falls er überhaupt her-rn und lesen kaini. ehr« weiteres cstrfeben. das: in Ftakten sich «rwa» vorbereitet. Ter italieniiche ienrnde StaalEann hat in feinen Reden da-s Wort „Dreibund" nicht in den Mund gemratmtn: das ist höchst ausfällig, trm so inehr, da er
sehr deutlich durcktblickc» >:ef>, unter den, ileisall van Kai»»«, und Senat. >oic er aus starke Kontpcnsationeit Mm Friedensschüift zahle. Vielleicht ivrll er sie ai>ei fckftNi vor Up» eiistaisieren. ialt» iern Land loeiter neutral bleiMn soll. Herr Salandra bann nun nach Heiden Seile» Fordermijteii anmelden Nach der einen Seite — »nd zivar nach unserer — scheint er e» schon gebt» .z» baden, ntora»,' nachtväg» !>ch dciitenrirrtr Aitikel eines rst-rliner und eines rheinischen in. spirierten Blaitrs h!rz»ivcif«it schienen Weng Ftalie» a» so graste Fcrderungen wirklich denkt, so musi es sich darüber klar sei», dasi «.ik Neiiiralilälterkiärung kein Aeguivalent bieiklir ist, iondern. dasi, wenn überhanpt über derartig« Konzessionsn e>„stl»afr ge» fproche» werden tan-n. seizie aktive Teil »ahnte am Krieg voraiiG- gesetzt iverden n,»si. ?luch soll di« rtalienische Regierung sich d-irüber klar sein, dasi die Mehrzahl der Sezzialistcn, wie auch die kalhoiisch gcsiiititeii Fialiener. von einer Etimiiichniig Fialiens in den Krieg nichts willen nwllen Deutschland wir Hesterreicki sind fest ent- schlostcn, FtaUcns Machtstellung l>eini F r iede» o schl«s> >» ge- eignetet Weise zu vermcliren, das sollte man in Ron, wissen nnd ebenso sich darüber klar- sei», nickbc Konsequenzen es» Nkfsisckxitg» lisch-sranzösisekier Krieg sür Ftalie» in, Gefolge >>aMi müsst«.
Mit FtalienS Politik hangt die Rumäniens iiuiig zitse»»-- ineii, nnd wenn Ftrrlicn ans dieser oder aus jener Seit« i» den Krieg eiutrcien ivill, toird diesem Orest sei» Pniades Rnnuittie» ge- wift solgen. Auch Riuiianieiis Wmisckte sind beratt. dasi sie nach beiden Seiten der kämpsenden Parteien sich erstrecken. Sein Künlg und sein leilendcr Sia-ilruimi» find für strikt« Neutralität, aber eni grober Teil der Preste hetzt gegen »ns. ,voran Herr Blondei, der fvanzöststhe Gesandte, nirlit genn iinfckiitldsg ist. Ganz gewisi hat auch die gcfliffrmÄich in Riiniansen fd»r !il>erlri«benr Schlappe der Lesterrrichcr in Serbien dazu beigetragcn, ej„« erregte Skinut«» imtcr der 2levö>berung dieses Landes kiiitstlich zu wecken. Aber auch Rumänien »luzi sich über zrovierlei klar sein: die schlir-stlichen Folgen eine» russischen Sieges ivävrn siir es seltr gefährlickte. es würde zwischen den Mühlsteinen der flav,schon Rächte erharmnng»I»S zer. rieben iverden! lind dann nrnsi es dm-au denken, dasi Bulizarien schwerlich den Frieden >vai>re» wird, falls Rumänien auf der „anderen" Seite zu fiii-de» k'o» sollte. Dentschland hat einen liicksttgen Vcrtretcr in Bukarest: lwssentlich geilngi es diesem, die gzile Stmi» mirng nir uns in den regiere»den »reisen zu scstige». im Volke zu begründen.
Fm übrigeii wird dir Halumg FtalienS ivie Rmnänlgng sehr ivcscntluli davmi abltängen, wie diegrosie Schlacht in Polen au »geht, nnd voiiänfig lm-be» wir gar keinen Grund, >>»» vor deren A»-.',zang allzusehr zu bangen.
Gelvmattstel itr Pari».
Zürich, 28. Dez. (WB. Nichtamtlich) Der Pariser Dt-zemdcr- bricf der ?!aicu Zirrcher Zeitung schildert n. a. folgendes: Ans
Schritt »nd Tritt wird an di« p ri v a t c W o hl iä i i g k« i t opprllicri, aber aus den magere» Siibskriptionsliften in den Zeituii- gtii ist zu erbcikne», wie gro» in dein sou-st so grbesrcudigen Pari» der Geldniangel geworden ist Die reichen Klastcn vo» einst iniissen sich ebenso wie die miitlevc» »nd imtere» einschranke». Die II i! io ii c des seliiiiies de France erlies, deispielsiveise 'ein Rundicheeiden. in dem erklärt wtrd, «isvlge tKeldmangelo mäste dcwinichstein Tel chrcrSp i tä le r siir itterivundete geschlossen ivcrdc»: ihr« Zahl betrug bisher W, mit 80 000 Beiten. Der Bits- rns bittet dringend um Nanrralgaben, aber gerade daran fehlt «S. Dic Hilssspitäler des Roten Kreuzes l">de» eine wertvolle Ergän- zung b:r Miiitäripitäler. Letztere allem würde» ihrer Aufgabe nicht ggiva-i/e,, sein Selbst rrtiige grosic Hotels, wie das Einsec und das Palace Hotel, sind zu sdlchen Hilsslpitälern imigewan- delt worden, di: überall eingerichtet iverden, wo irgend Play vorhanden ist.
rrivianis Slusträsie sür die Landesverräter.
Paris, Ist. Dez. (\Y. II. Nichtamtlich.) DaS Journal mciöet: Ministerpräsident Bi viani hat WetterlS, Weilt, Langel. Helmer und B l u m e n t h a l damit beaustragt, f c st z u st e l l e n , welckte von den in Frankreich öcfindiichcn Elsaß-Lothringern echte Elsasz-Loth- ringer und welche ReicktSdeutsche sind.
Wir beneiden Herrn Weill wirklich niast um die saubere Arbeit, die er jetzt z» leisten lzat.
Born schweizerischen XZandek.
Bern, 28. Dez. <Ctr. Frist.) Trotzdem der Bundesrat die strengsten ?Rasinahin7.t gerrutse» hat .zur Duräisnhriiiig seiner zahl- rmchcii Aussiihrveröoir ick-eiiit der Privathandel weiter den e.tglischcn Verdächtigungen auSgcsctzt zu sein, die sich durch rvescnilirl^ Stockungen >m Hasen von Genua fühlbar inachen. Um diescni Zustande rm Ende zu bereiten, ist man nun cnrschiosten. dem Bund ein Monopol ,vü erteilen snr dic Einfuhr von Ge- lieide, Haser. tKerst« und ?Ra-s. Der Bmidesrat wird in der nächsten Ze:1 di«., xziizl'ckicn Bclchlusi sastci», Ivebei n cht auSgeschlostcn ist, das; später dir gleich: Mast.iahme sttr erderc Fmpott-irtik«! getr osten werden, namentlich siir Petroleum, besten Enrstihr mehrere Wochen lang gän.'-Iich stockte.
Der teonterbanSehandel in Genua.
Rom» 28. Tez. ICtr. Fickst.) Di; vunr Ministerium des Funern eingeleitete Unterstichimg wegen des Kon-terbandchandelS von Genua aus ist boondct 2 c ergab yoiitibc Resultate .Um sriihcrcn Andeutungen der Blätter l>aiidrl! cS sich um ein« Aussuhr nach Frankreich: tagcgen wird di« Verhaltung Zweier
römische: Agerrten angebl-ch mit der Ain-stchr nach Deutschland in Verbindiug gebracht.
Eine türkische Gesandtschaft beim Vatikan.
Wie», L9. Dez. (Etr. Frkst.) Tie Südslawische Kor- icspondenz meldet ans üonslantinopcl: Tie Pforte hat die
ersten Schritte eingeleitet, die zur Errichtung einer türkischen


