Ausgabe 
29.12.1914
 
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hindern die Überschwemmungen südlich Niciltzor! und D>x- muiden jedes Vorrückcn. Ein 30 Kilometer langer, 4 Kilo­meter breiter Streifen südöstlich von Tixmuiden steht voll­ständig unter Wasser. Jenseits von Apern haben die Teut- .scheu in den Wäldern starke Laufgräben angelegt.

Beschießung von ^»»rues.

Amsterdam, 28 2t,. (ßtr. Frist.) Tas Handclsölad ücridxtct: Aus London wird der Ted gemeldet, daß die T r u t s ch c » ivährend der Weihnachtstage eine Twnde lang Fernes, das Hmiptqua.ticr des belgischen Heeres, beschossen. Ti; meisten Projektile scirn ins Wasser gcsallen, ohne Schaden zu tun, e.n Hans sei vcrmiisie! worden. Sellsttvcrständlich wurde auch wieder die traditionelle Frau getroffen, die einen Arni verlor.

Deutsche Flieger über Calais.

London, 28. Tcz. (T. U.) Nach einer Tcposchc aus Calais ist am ersten Weiimachtsseiertage ein deutsches Flug­zeug über Calais erschienen, offenbar mit dem Aufträge, die Stärke der dort liegenden englischen Flotte auszukund­schaften. Infolge des nebeligen Wetters dürfte der Fliist je­doch in dieser Richtung erfolglos geblieben sein. Mehrere Bomben wurden heruntergeworfen und richteten ziemlich er­heblichen Schaden an. Ter Flieger entkam in östlicher Richtung.

Die marokkanische» Tpahis von der Front zurückgezogen.

Lyon, 28. Tcz (WB. Richtamtlich) Progrös meldet aus Paris: Ti« marokkanisch:» Späh iS sind von der Heeresocrwal- tung von der Front zurück ge.zogen worden, da sie sich für den Dienst in den Schützengräben und für den Crdkrieg als unver­wendbar erwiesen haben. Progrls erklärt, es handle sich keineswegs um ein« endgültige Außerdienstsetzung. Tic Seeresvrr- ivaltuiig warte ein« ltelegenhcit ab, wo sic die kriegerischen Cigeu- lschaften der Spahis gewinnbringend verwerten könne.

Die Beschiefrung von Whitby.

. Zürich, 28. Dez. (WB. Nichtamtlich.) Tie Zürche>- Zeitung bringt einen ausführlichen Bericht des Wochenblattes twu Whitby voni l8. Tczcmber. wonach der den Null,«» der historischen Abtei zugefiigtc Schaden g a u z g c r i n g s ij g i q >st. Es Sei be­merkenswert, das? der erste Lssigicr der .Küsten mache gcrickstlich aus­sagte, seiner Ansicht nach seien sämtliche Schüsse ans die Signal- und W a ch t st a t i o n gerichtet gewesen. Wenn einige Schüsse zu weit rechts gingen, so müsse dieser Umstand einzig dem Schivanken der Schiss« zugeschrieb.'n werden.

Tie Einnahme von Lowicz.

Tag Loluicz, einer der wichtigste» Cisenbnhnknote»- hunklc im »ördlichcu Polen» von de» tnpsrre» deutsche» Truppe», die uulcr dem Beseht des Gciiernllcutunnts v. Morgen kämpscn, r i u g c u o in m e u luvrden ist» hnbcu die dcutschcii Tagesberichte nicht ausdrücklich verzeichnet. Wir wissen» wie knapp die Berichte von unserer Lstnrnicc laute» und dasi sich hinter den kurzen Sätze» lvichtige Erfolge ver- bergen. Cincm russischrn AnUetin >o«r ohne lvcitcrcs zu rnt nchmen» dass Lolvicz i» deutschem Besitze sein musste, lieber die Besetzung dieser Stadt gibt folgender Feldpostbrief eines tut Cftcn kämpfenden Offiziers einen nnschnnlichen Bericht:

So sind ivir denn nach litägigen schiocren Kämpfen in den Besitz von Lowiez gelvmiuc». Tic Stadt, die die Russen zur Festung ausgcbaut hatte», ivurde von ihnen als Tchlüssclpuukt

ihrer gan-rn Bznrahelkung hartnäckig verbekhfgf. Nack, mnmlcr--

drochcneu finstre »gangen rnid Kämpfen unserer Truppen, und nachdem wir Schnellbrücken über den Bzurakanal geivorsen hatten, konnten wir endlich in die durch unsere Artillerie und besonders die österreichisch-ungarischen Motorkutter,«» ziemlich mitgenom- uiene Stadt «inrückcm Am Abend kamen wir aus dem großen Platz an. wo dieRes:rvc dos Korps stand und Wachtjeucr ange- ziindet hatte. (?* war ein wunderschönes Kriegsbild. Aber als dann, nachdem nufer Kommandierender, General v. Morgen, ein- gcritteir und at Postgebäude abgeftiegen ivar und alles auf ihn zustllrzle, um ihn zu dem Erfolge seiner heldenmütigen' Truppen zu beglückwünsche», nun plötzlich die Mannschaften den Choral von Lenthe» anftimmtcn das war einer der ergreisendsten Augen­blicke dieses ganzen Krieges."

In der Tat soll der Besitz von Lowicz (spr. Lvwitsch) für oic dcusschc» Heere von sehr großer Bedeutung sei» und es ist danach anzunehmcn» daß bald neue gute Nachrichten vom östlichen Kriegsschauplatz komme».

Tie Russen sind unzufrieden mit ihren freunden!

Amsterdam, 28. Tez. (Ctr. Frkst.) Wie der Nieuive Nolterdvmsche Courant aus London meldet, enthält die Rtorning Post ein Telegramni ans Petersburg folgenden In­halts: Die Bevölkerung hier zeigt sich mehr und mehr un- befriedigt über den Anteil» den das westliche .tzeer der Bundesgenossen an dem Kriege nimmt, das die Deutschen nicht aus ihren Stellungen wirft, nun >vo die Hauptmacht des deutschen Heeres sich ini Osten besinde. Man glaubt in Petersburg, daß die Verbündeten im Westen stark genug seien.

Die Morning Post eu t sch u l d i g t in einem Leit- artikel die Perbündeten an der Westfront damit, daß der An­teil Englands hauptsächlich darin besteht, ein Heer zu- ''ammenzustellen, während es von Joffre nn vor sichtig sein würde, eine große Schlacht zu Migeu, bevor England über eine große Macht verfügt.

Der österreichisch-nnginifche Tagesbericht

Wie», 28. Dez. (WB.) Amtlich wird verlautbart: 28. Tez., mittags. Nördlich des T u k l a - Pa s s e s wichen unsere Truppen den Angrisscn der Rüsten in Stellungen näher am Karpathcnkamnie aus. Zwischen B i a l l a und D u n a j e e im Raume nordöstlich Z a k I i c z y i, wurden sehr heftige A n g rif i c des Feindes abgc - wiese». Sonst hat sich aus dem nordöstliche» Kriegsschauplatz un­serer Front nichts Wescnilichcs ereignet.

Fm Süden herrscht, vo» einigen Greiizpläutereie» abgesehen, vollkommene Ruhe. Tic Serbe» sprengten wieder die T c m - l i » e r B r ü ck e.

Ter Stellvertreter des Chefs des Gencralstabcs: __ v. Söser. F eldmarschalleutnaiit.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.

Verlag von Krumm & Cie., Gießen.

Druck: Verlag Osscubachcr Abendblatt, G. m. b. H., Osscnbach a. M.

Holzvcrstcigcrmlg

im Gießener Siadlwald. s,Forstwartei Gieße» III. Forlwart Geisel-Gießen > Montag, den 4. Fanuar Istlö, vorniittags 8)4 Uhr beginnend, ivcrdcn in den Waldungen der Stobt Gießen in den Tistriklcn Fuchsbau, Weißcrbcrg, Ruhe und Hölle (Abt. 7174) versteigert:

Ausruf.

Als eine wichtige Aufgabe der Kriegsfürforge hat sich die Schaffung vonToldaten- helmen" erwiesen, die de» i» den Lazaretlen verpflegten Berwundele» und den zu ihrer Erholung Beurlaublen, aber auch sonstigen Angehörigen unseres Heeres während ihrer freien Zeit einen behaglichen Aufenthalt und Gelegenheit zum Lese» von Zeitungen, zum Spiel, S9rief= schreiben, gegensciliger Aussprache und sonstiger Nnlerhallung bieten sollen.

Auch für unsere Stadt ist mit Beginn der kälteren Jahreszeit, die einen längeren Aus- enthalt im Freien nicht mehr gestaltet, die Bereitstellung einer solchen Erholungsstütlc besonders dringlich geworden.

Wir glauben in dem unteren Stockwerk des früherenCafü Ebel" die geeigneten Räuinlichkeiten gefunden zu haben und haben dort, mit dankenswerter Genehmigung des Garnisonkommandos, vor einige» Tagen ein

Soldatenheim"

eröffnet, das den Soldaten, insbesondere den Verwundeten und ihren Angehörigen täglich von 10 Uhr vormittags bis 8'/» Uhr abends offen stehen soll.

Freiwillige Helfer habe» ihre dauernde Mitwirkung bereits zugesagt.

Anqestchts der in die Augen fallenden Hlotwendigkeit eines solchen Keims für unsere braven Krieger, denen das Paterland fo unendlich viel zu verdanken l)at, hoffen wir keine Keljlbitte zu tun, wen» wir asse Kräfte unserer Stadt auffordern, zur Bestreitung der »icht unerheölichen Kosteir für Miete, Hinrichtung nnd Bnterkaltnng des Sotdatenheims nach Kräften veizusteuern.

Beiträge werden von der iffefchäftsstcllc der Hkerstefstschen Polks- zeitung entgegengenommen.

Der Ausschuf; für Errichlttttg einesSoldalenheims":

Beyer» Tclan; Bücking, OandgerichtSdircktor i. P.; Friedberger, glablUfrotbiitttr; Geh. Hosrat Pros. Dr. Fromme: Fuslizrol Grüiicwal», Beigeordneter: Dr. (Süngertch» Landgcrichisprasidcnt; Geh. Hofrat Pro». Tr. Haupt, Univ-Bibliollieks-Tireklor; Geh. Kommerzienrat Heichellicin,; Tr. Hirschfeld, Provinzialrabbiner: Frau Pro». Höhlvau»,; Hof,»au», Oberstaatsanwalt: Emil Horst, Fabrcknnt. Frau Rechnnngsrni ttalvstctlcki; Keller» Oberbürgermeister; Pros Tr. König; Lange, Bnchdrnckerci- besitzer; Frau Odcrstlcntnaut Naumann, Vorsitzende des allgemeine» deutschen Franenvercins, O.-G. -Gicgcn: Tr. Sander, Provinzial-Rabbiner; Geh. Mcdiziualral Pros Tr. Sommer, Rektor der LandcS- nnivcrsilät; Wilhelm Schnelder» Rentner; I». Lckilosfer, Geh. Kirchenrat; Schwabe, GarnisonSpfarrcr, Oberstabsarzt Tr. Sieger«, Lazarelldirektor; Gchcimerat Dr. Uflnger, Piovinzialdirckloi; Wiener, Landgerichtsrai und Vorsitzender des Zweigvercins Gießen vom .Roten Kreuz".

Ulg. Deutscher Frauenvereio

Ortsgruppe Gießen.

Attskrmftstette für Frauenberufe.

»rauen und Mädchen erhalten mieiitseltllch Rat und Aus.

kunst für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14. Dien». tagS nachm, von 6'/ a7/ a Uhr.

Rkchtsschiitzsttlle.

Franc» nnd Mädchen

erhalten unentgeltlich

Rat nnd Auskunft

in NcchlSangclegcnhcitcn

im alten Rathaus M arktvlat, 14 Mittwoch nachmittags von 6H, bis 8 Uhr.

Ankauf«

Alteisen, Lumpe». Knochen, Papier, Kupfer, Messina, Zink, Zinn, Blei, bei

Louis Nothcubcrstcr

Ncnenwea 22.

Direktion: Herma»» Strinaocttcr TicnStaa. 2i>. Dezember I8l4, »bcndS K »hr:

7. Dienslans-Abonn.-Vorstclluug Neuheit: Neuheit k

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Volkslustspiel in 4 Akten von Heinrich Lee. Gewöhnliche Preise (ermäßigt). Ende gegen 10/, Uhr.

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stämme mit 2,8» Festen., 82 Ekhcu-Dcrbstanyen mit 1,75 Fes^ (sämtlich Wagncrholz); 260S Fwüen-Tcrbswngrn mit 87,16 Fesch, ^ 1274 F,chtcn>-Rcißstm«gcn mit 14,!b! Feftm., Ist» Fichten- Bohr«y, stangci, mit 0,9 Fcstm., 8 Rmtr. Kiefern-Rmrdscheitl^Iz, st sttmtrj Bucheih-Klüippclholz, 1<),7 Mfmtr. Cichen-Knüppelholch 11.4 stlmtr' Birkcn-KnüppeUwl-z, 2,2 Mlnrtr. Evben-Knüppell>olz, 27.» Rm.tr'

K esern-Knüppeiholz. 4 Rmtr. A-p:»°KnüppclhoI>z, 150 Wellen Buchen-Rcisiz, 1)220 Wellen Cichen-Reistg, :)20 Wellen Birken-Rcisig darunter 90 Wellen Bcsenrrisig. litt«) Wellen Kiefern-Re, st ge 210 Wellen Fichten-Reifrg, 2 Rmtr. Frchten-Ttlckholz, 4,4 Rmtr. Kiefen,- Slockholz. 1

Die Zusainmcnkunst ist ans der Wannenschncisc an der Kreuzung mit der 7. Schneise.

Gießen, Sen 28. Dezember 1014

Ter Oberbürgermeister:

F. V.: G r ii n c w a l d.

Bekarmtmachnnq.

Aus der Plockisü,«,, Tiistung ist eine lebensläuglick,« Psriindc au eine in Gießen geborene Person zu vergaben. Dieselbe ist gehälte»,

üt die Provinzial-Siechen,anflait einzulrcten.

Meldungen nimmt das Städtische Avinenamt, Astcrwcg st. Ins zum >. Februar 1015 entgegen.

Gießet,, den 28. Dczcnrbber 1914.

Ter Oberbürgermeister: iArmcnvcrwaUuug.j F. A.: Schenck zu Schweinsberg. j

Bekanntmachung. ^

Tic 2l»szahl»»g vo Faiiiilicunuterstützungc» für zum HecreS- bicuft Ein beruf« IHM für 1. 15. Januar 1015 findet an uachge- nmmlen Tagen vovmiltags von 81 Uhr in, Stadthaus, Zimmer 16, statt;

Samstag, den 2. Fannar.

Montag, den, 4. Fanuar.

Tieustag, den 5. Fanuar.

Mittwoch, den 6. Fanuar.

Donnerstag, den 7. Fanuar.

Freitag den 8. Fanuar.

Gießen, den 28. Tezentber 1014.

Ter Oberbürgermeister:

'_ Keller.

Verstorbene. Prof. Heinrich Willy Schmidt in Girßsn. Frau Anna Marie 2 i 1 , den ft t u t h Witwe ged. Weimar >>« Heuchcihcimr. Georg Reinhardt III. in Wctziar-Riedergirmrs^ 82 Fahre alt.

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