Ausgabe 
29.12.1914
 
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Jfciti ttwrfe rgom fo tiixt tucrltc nunmehr rtvttr* J«, u.

nachdem di« gali,üche Crflonrfahon mit ber m

formeller Beztehun« versckMvlzen >st, Der Andruck tzi«ö«^

schmelAirng s«, di« Tatsache. das, der Get-eralfek^taß de

RattoitalkomiteeS cm russischer Pol« j«, x,.

au den meisten Pläden. dw sie beiem havs» J

v-lnöchen Cr«m 11 fc,«>. Lj« Teuuchetw^n

Organisation Haich in Hand. " ^ polnischen

Das verunglückte Abenteuer der Engländer

nr. £ 2a J 5 * 3 -. I > de». Bericht der englischen

Admiralität über den Angrifs auf die deutsche Nordsreküste hetßt es: Tret englische Flieger kamen auf einen, Tauchboot, das ihnen Beistand leistete, zurück. Ihre Flugzeuge waren ge,unken. E,n ^l.eger wird vermißt. Lein Flugzeug wurde 12 Kilometer von Helgoland entfernt als Wrack gesellen Das Los des Fliegers ist unbekannt.

<*i« eugliscber Torpcdojüger gesunken.

^ i'. London. 28 Te .1 Rculer meldet: Ein britischer Torpedo.

t>fT k>i>b« von Zt Und reo in Echottlaich auf eine» »Vcifcii. D»c Bemamntng rettet« sich in IKtv'en

Frankreichs Finanz- und Wirtschaftslage.

. Kiens, 28. Tez. (T. U.) Im Tcmps führt der National- okoiioui Prof. Dcrgines den Nachweis, das, Frankreich seit Kriegsausbruch seine wichtigsten Absatzgebiete verloren habe, und zwar in geradezu erschreckender Weise. Zugleich kritisiert Dcrgines die uferlose Finanzwirtschaft des Ministers Ribot.

Tie portngiesischeu Sozialisten znm Kriege.

Lisiabvn, 28. Tez. lSpezialtelcgramm der T. TJ.) Tie Zeutralleitung der portugiesischen sozialistischen Partei hat rineii energische» Einspruch gegen ei» vingreisen Portugals in den Krieg vcrössrntlicht.

Berhastnng eines ukrainischen Führers.

Kraiau, 28. Tez. ('?. ü.) Tie Ukrainischen Nachrichten nreldcu, daß der Lemberger Univcrsitätsprofessor Mickxte! Hruschcwskyj. der sich vor kurzem von Italien nach Kiew begeben hatte, dort verhaftet wurde. Tie rnssi,'ck>e natio­nalistische Presse hatte schon seit langem gegen ihn gehetzt, weil er einer der hervorragendsten Führer der österreichischen Ukraine sei.

Die Bcsehtlng vo>» Valona.

Wien, 28. Tez. -(Spezialtclcaramm der DOZ diploinali- fchen Kreisen wird erklärt, das, die Landiina ebenso wie die Ende Oktober vorgcnommene Entsendung italienischer llriegsschifse »ach Balona und die Errichtung einer Tanitäts- und Hilfsaktion ,», Einverständnis mit den Übrigen Mächte», insbesondere Ocstcrreich- UngarnS, erfolgte. Italien komme als einzige neutrale Macht in Betracht. Bei der Landung handele es sich mehr »m eine polizei­liche als eine militärische Aktion,

Hesse« und Nachbargebiete.

«letzen und Umgebung.

Die Laste auf dem Arbeilsmarft.

lieber die Lage des deutschen Arbeitsmarktes im. 9« herüber berichtet das vom Kaiserlichen Statistischen Amt herausgegcbcne Reichs-Arbeitsblatt in seinem Dezemberheft wie folgt:

Die günstigere Gestaltung der Wirtschaftslage, die sich mit dem zweiten Kricgsmonat September einstellte und sich im Oktober fortsetzte, ist im November nicht zum Stillstand gekommen, insbesondere arbeiten die unmittelbar oder mittelbar an de» Kricgslicferuugcn und der Versorgung der im Felde stehenden Wehrpflichtigen beteiligten Industrie zumeist noch lebhafter als vorher; aber auch in anderen Ge- werben, selbst in solchen, die sich mit der Herstellung von Lurusgegensränden befassen, trat die weitere Belebung des Geschäftsganges hervor.

Im einzelnen ist die Lage vielfach dem Voruionat gegen­über etwa die glcickze geblieben; vereinzelt zeigt sich auch ein init der Jahreszeit zusammenhängender Rückgang. Tag insgesamt die Besserung auf dem Arbeitsmnrkte weiter fort­geschritten ist. läßt sich auch aus den Nachweisen über die Ar­beitslosen in den deutschen Fachverbändcn erkennen. Hier zeigt auch der Noventber ein weiteres Sinken der ArbcitS- losenziffcr, die Ende November nur noch wenig mehr als ein Drittel der Ziffer von Ende August beträgt. Ebenso ist die Zahl der Krankcnkasscnmitglicder weiter gestiegen; die aus den Kassenberichten erkennbare Zunahme bleibt dabei wahr-' scheinlicki noch hinter der tatsächlichen Besserung zurück.

Nach den Berichten der Arbeitsnachwcisverbändc hat sich die Lage des Arbcitsinarktcs weiterhin günstig gestaltet in Berliu-Brandenburg (besonders für männliche Arbeits­kräfte), in Schlesien, Pommern, Posen, Hannover und be­nachbarten Gebieten, ferner in Hamburg. Im Rheinland macht sich Knappheit an Facharbeitern bemerkbar: nicht nur die Kriegsindustrien sind außergewöhnlich stark beschäftigt, sondern auch sonst wird über gesteigerten Inlandsbedarf be­richtet. Aehnlich ist die Lage in Hessen-Nassau. In Bayern und Württenibcrg hat sich der Arbeitsmarkt im allgemeinen sehr gebessert, und auch in Baden wird die Rrbeitsmarktlage verhältnismäßig günstig beurteilt.

Gefallene ans Oberhesicn und Nachbargebieten: Eurt van Asten auS Gießen, Major und Bataillons Kom- mandeur, Jfif.-Rcgt Nr. 116. Freiwilliger Gustav

Kühner aus Gießen, Rcs.-Jnf.-Reg. Nr. 222. Gefreiter Heinrich Fabcr aus Großen-Linden, Jnf.-Rcgt. Nr. 116 Unteroff. Willleln, Wenzel, Lehrer aus Lützellinden. Jnf.-Regt. Nr. 50. Gcfr. Heinrich Jost aus Rödgen. Jnf.-Regt. Nr. 116. Freiwilliger Peter Fleck aus Wiesick, Rcs.-Jnf.-Regt. Nr. 222. Gefreiter Heinrich

Stein aus Beuern, Jnf.-Regt. Nr. Il-o. Wehrmann Heinrich 9fcun II. aus Usenborn, Landwehr-Jnf.-Regt. Nr. 116. Wehrmann Friedrich Ticffenbach auS Berstadt, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 116. Freiwilliger Ern,. Hirschhorn aus Wetzlar, Rcs.-Jnf.-Regt. Nr. 222^ Unteroff. der Res. Gustav Nies aus Ober-Lais, Re'.-^nt.- Regt. Nr. 116. Unteroff. der Res. Gustav Rosar aus Gießen, Jnf.-Regt. Nr. 116. Wehrmann Georg Schäfer aus Hemmen, Kr. Lauterbach, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 116.

Heinrich Becker aus Klein-Linden. Res.-Regt. Nr. 116.

Wehrmann Georg August H o f m a n n aus Girßen, Res.- Jnf.-Regt. Nr. 116. Unteroff. der Res. Maz Tumke. Kaufmann aus Gießen. Feldwebel-Seut. Heinrich Wießncr aus Londorf, Res.-Regt. Nr. 116. Frciw. Wilhelm Baucrsheim aus Langsdorf. Jnf.-Regt. Nr. 2-22- Frciw. Karl Zöllcr au» .Haufen, Jnf.-Regt. Nr. 222. Gefreiter Ludwig Dich au» Li». 11. Jäger-Bat.

Im Gksaiigknen-Lagkr aus dem Trieb sind jetzt mehr

als die Hälfte der Baracken belegt, wie man tinS mitl'eilt, sind gegenwärtig etwa 87000 Gefangene hier »nterge- biack't. Während der Feiertage sind noch zienilich starke Transporte angekommen. Für soviel Leute sind schon be­deutende Mengen Nahrungsmittel nötig: hoffentlich be­

halten wir die Gäste nickt allzulange, sie werden übrigen? selbst wünschen, bald wieder hcimzukonimen. Beschäf­tigt werden die ltzcsangcnen mit -Herstellung der Wege innerhalb des Lagers. Uebrigens bat die Frage der Beschäf­tigung ihre Schwierigkeiten. Wie fick kürzlich der stellver­tretende General drS 7. Armeekorps auf eine Anfrage aus !andwirtsck)aftlichen Kreisen geäußert hat, sei ein großer Teil der Franzosen durch Tuberkulose verseucht und viele Russen mit Cbolcrabazillcn, die sich ungeheuer lange hielten, bclwftet. Deshalb müsse bei der Beschäftigung von Kriegs­gefangenen größte Vorsicht obwalten. Das Bestreben der Heeresverwaltung gehe dabin, die Gefangenen nach Mög­lichkeit zu bcschästigcn und sie auch der Landwirtschaft nutzbar zli machen,

Ein Vermißter. Ein Geschäftsniann in Nidda, der Bürstenmacher Nik. Enders ist seit etwa 1t Tagen verschwunden, ohne daß man eine Spur von ihm fand und niemand weiß, wohin er sich gewendet hat. Wie cs heißt hätte Enders ein gutes Geschäft gcltabt und könne sich nickt in Notlage befunden haben. Ter Mann steht in den fünf- zigcr Jahren.

-- Verordnung über da» Schlachten von Kälbern und Schwrinen. In Lussührung einer Verordnung des Bundes tats wird vom hessischen Ministerium das Schlackten von sichtbar trächtigen S a tt c n , sowie von Kälbern im Alter von weniger als 8 Wochen bis ans weitere» verbo- t e n. Diese Verbote finden nur dann keine Anwendung, wenn cs sich tun Not-Schlachtungen handelt, oder wenn die Tiere aus dem Ausland eingefllhrt sind, Ilebertretnngen der Verbote werden mit Geldstrafen bis zu 150 Mk. oder mit Hast bestraft.

schlecht«» Wette« Während an den Weihnachtsseiertagen da» beste trockene Wetter herrschte, da» Ausslüqe in» Freie crmüg lichte, begann c« am Ton mag abend zn regnen und es hörte gestern den ganzen Tag nicht aus. Ein Hundewetter, das jedem unan­genehm ist. bclondcrs ober denen, die genötigt sind, im Freien »tt arbeiten oder über Land zu marschieren.

Tie Musterung der Militärpfllchtigen des Fahrgangs 1015 findet in Gießen in der Turnhalle der Siadtkitabcnfchulc, Rord- anlagc, statt und zwar an folgenden Tagen:

Tamstag, den 2. Fanuar INI',, vormltlag« 7% Uhr, für die Militärpflichligen aus den Gemeinden Allerishausen, Beltershain, Elimbach, Geilshausen, Göbelnrod. Grimberg, Har­bach. Kesielbach, Lauter, Lindcnstruth, Londorf, Lumda, Oden- Hause», Qncckborn, Rciiihardshaiti, Niiddtugshaulen, Taafc», Ttangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain, Aibqch, Bellersheim, vettenhaufen, Birklar, Dors-Gill und Ebcrstadt, Montag, den 1 Fanuar 1915, vormittags 7', Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden ElttnaShaiifen, Garbentcich, Grüningen. Haufen, Hulzheim, Hungen, Fnbeiden, Langd, Langsdorf, Lich, Münster, Mufcheuhetm, Rieber-Befsingen, Rönnet,roch. Obbornltofcn. Obcr-Bcsstngcn, Ober-Hörgern, Raberts­hausen, Rodheim, Röthges, Stcinbach, Steinhcim, Trais-Horloff und Utvhe,

Dienstag, den 5. Fanuar 1815, vormittags 7». Uhr,

für die Militärpflichtigen der Gemeinden Billingen, Watzenborn- Ttcinbcrg, Allendorf iLahnj, Ullendorf <Lumda>, Allen-Bulcck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Dau- bringen. Großen-Buseck und Großcn-Lindcn,

Mittwoch, de» 8, Fanuar 1 öl5, vormittags 7% Uhr, für die Militärpflichtigen aus den Gemeinden Hattenrod, Heuchcl- llcim, «lein-Lindcn, Lanq-Göns. Lcihncstern, Lollar, Mainzlar. Oppenrod, Rciskirchen, Rödgen, RutterShaulen, Staufenberg, Treis (Lumdaj und Trohe.

Donnerstag, den 7. Fanuar 1817«, vormittaas 7'/- Uhr. für die Militärpflichtigen auS der Gemeinde W-cleck und die­jenigen aus der Stadt Gießen. die in den Fahren l881 und früher geboren find,

Freitag, de» 8, Fanuar 1815, vormittags 7'/, Uhr,

für die Militärpflichtigen ans der Stadt Gießen, die im Fahre 1*85 geboren sind, >

Fn den oben genannten Terminen haben pünktlich zu er­scheinen:

1. alle Militärpflichtigen, die sich überhaupt noch nicht zur

Musterung gestellt haben,

2 , alle Rilitärpslichiiqen. die beim «riegserfatzgclchäit zurück-

gestellt worden sind.

Zu den Militärpflichtigen gehören auch dieienigen Personen, die im Besitze des Berechtigungsscheines zum einjährig-freiwilligen Dienst sind,

Unterflützungsgeluche. Bon Berlin auS wirb bekannt ge­geben: Untcrstüvungsgcsttchc von ehemaligen Heeresangehörioen

des Mannschaftsstandes und von Ilntcrbeamten der Militärvcr- ivaltung sowie von deren Hinterbliebenen werden noch immer bSnsig unmittelbar an das Krieasministerium gerichtet, lieber derartige Gesuche haben aber bestimmiingsgemätz die örtlichen zu- ständiget» stellvertretenden Keneralkommando» allein und endgültig zu entscheiden. Um Ber- zöaerungen in der Beförderung der Unterstüdungsgetuche zu ver­meiden, kann den lllkiuchftkIlern in deren eigenem Fnteresie nur dringend geraten werden, sich gegebenenfalls an da» für ihren Wohnort zuständige Bezirkskommando zu wenden, das die lsefuchc dem vorgelcyten stellvertretenden Generalkommando vorzulegen bat. Die Bewilligung von wciterenBeihilfen erfolgt durch die Z i v i l b c h ö r d e n, Iscsuck-c um diese Beihilfe sind daher stets an die OrtSbebörden zu richten. Eingaben an das SrieqS- ministerium sind zwecklos, da diesem eine Einwirkung auf die Ent- ichlichung der Zivilbchörden nicht zufteht. Durch Eingaben an baS 8riegsministerium geht nur unnötig Zeit verloren,

siicwichtsüberlchreitung bei Feldpostiendvnqev, Tie bei porto- psiicktigcn Feldvosisendunoen zugelaifene zehnvrozentige csewichtS- übcrfchrcitung ist bei porkofrcien Feldpoftt'enbungen in Privaiange- leocnheiten nicht zulässig. Tenbuvgen in Privatangelegenheiten im Gewicht von S1 bis 51 "ramm kosten deshalb 10 Pfennige.

Sugellchuftponzer, T'r Stellvertretende Sommandierenbc General des l8, Armcekorv» erläßt folgende Bekanntmachung: Fn zahlreichen durch die Zeitungen veröffentlichten Anpreisungen wer­den zur Zeit «ugelschuvsanzer der verschiedensten Art zum Ver­kauf gestellt Diese Schutrpanzer ersiillen durchweg nicht den vcr- iprochcnen Zweck, sind vielmehr, wie ein Versuchsschießen auf den von einer Firma 8 Tckneider u. Eo,, Maschinenfabrik, Rosch­ütz i. S,, in den Handel gebrachtenKugelschuy gegen Jnfanterie-

Geschosie" beweist, dazu angetan, schwerere Vcrwundungeii h«r<- brizusubren, Abgeseben hiervon sind sic auch geeignet, den Träger in ieiner BewegungSsreibeit z» hemmen »nd ihm dadurch die Er­füllung seiner Ausgabcn in erheblichem slaßc zu erschweren. Vor Ankauf wird geivarnt.

Die Auszahlung der FamilienualerstUßungku für znm Heeresdienst Einberufene» für 1,- l5, Fanuar 1815 findet an nach- aenannie» Tagen vormittags von 81 Uhr im Stadthaus, Zimmer Ar, Ist, statt: Samstag, den 2, Fanuar, Montag, den 1. Fanuar. Dienstao, den 5, Fanuar, Mittwoch, den 8, Fanuar, Donnerstag, den 7. Fanuar, Freitag, den 8. Fanuar.

Siadttdeater. Reeh-uals sei aus dir heucige Ausiithnuizi d«S neuen VesikSItistlpi,-!«» ..Der Ichl aaba i. m" von Heinrich Lee hiugrnüeleii. D.c Anffühvunzi dieicr Rcuhrit paßt auch desi>tib l>e- sond.-r» gut ki di« Sliimuuiip dieser T tge. weil der letzte Akt in der Silvcstrriiacht spielt und mit dein Fallen de» .Sck.l-,->,tbaumes- die Aussicht auf eine bester« Zukunft für Deutschilaiid erschließt.

Kreis iveßlar.

X Aus französischer Gefangenschasl. Fm Wetzlarer An,zeiget

w,rd «in Vries eines WetztorerS abgedruckt. d:r sich «n Hospital in Totilousc deftiiHet, Der iiteviunudelc und ltzesongene <«S ist ber Lohn des Mechaniker» Brvmvxcher in Wetzlarl schreibt u. a.:Tic tkrpil<,Tttim ist nur gut. Wir hatten AiFangd dnuische Aerzle uiid Sanitäter, weiche ictzt ober e»ie->:elies«rt worden stich. Fetzt >8xn wir eine» französisch-:,! Arzt, d.r in Üastel in Grlauzleuifchast ivar. Dieser verficht tn ,» o>t mir deutscktei» IKI-cheri^ sodaß nur ies«t kön« ne». Auch lvrt-cu wir alle Tage l *-- Stunde einen Vorleser, Mehr kann inan nicht ve,;angetn Dies zur Beruhigung aller derer, die Angchürigene nt der G.lai»»:n-silx>!t I>al»en, Alle Pakete uich auch Geld konuneu gut au, Ranch,rn cht aich erlaulst. Auch iterbctt die Wiutsckc der G.-fai-genen. wetm sie Geld t-azu haben, all« crftilll. Da» Wetter ist g-rosiarrig. Der Fnihliuzg beginnt,''

Bon Nali nnd Fern.

8n. Darmftadt, 28, Dez, Geiverderal Löser von der hessifcheii Geivert-einspekitoii ist heut« nacht im Alter von etiva 50 Fahren unerivarlet an einem Herzschlag« verschieben

Frankfurt a, SM., 28. De, We i h ii a ch t s se i e r, Der Sozial- demokraiische Verrin für den Wahldvci» Frankfurl a M, ver­anstaltet« am ztveiien Wc-Hnachtotage für die Minder seiner >m Felde stehende,i und arl'cusloseii Mitglieder rin« Weihnachtsfeier, die in ihrer Größe und Eigenart tut-M einzig das«Heu durste Durch sreiwillig« Spendet, von gut situierten Genoste» und btingerlickien Personen, die im» nahe sielten, ivar es mügiich. jedem eiu.zelnen der ea 1V00 Kinder ei« Ickivues Geschenk zu geben mid ihnen so eine Wcihnachtssretide zu iiiaä>:ti. Das Eutgegenkontnien des Geueral- komuiaudos crmögilichte cd, das Fest in der rirfeugrobcn städtisckien Festttalle, bte eben niilicäriicheit Ziveckcu dient, obznh-tiren. Fm Parterre nghineu di« Sinder an gedeckten Tischen Platz, um sich zunächst a» Kakao und Wcihn,tcht>>gebäck zu >at»eit. Für di« Er- ivachsenen ivareu besondere Plätze vorgeiehen. Ein gantze« Heer von Genossiniteii und Gcuosten war nötig, tun all die tausende Kleinen und Großen in Ordnung ,»t hallen. Rach der Bewirtttng setzte da» Pregv>tat»t et» Musil- nitd (sesangsvorträgc ,vcck>s«I1en ab, die di« fröhlich« Kindersihair sreudiq ausnohm, Di« Festrede hielt RctchStagsabgcordneter Genosi« Dr, Ouarck Den Schluß bildete der geotcinlame lihefaug von ,O TaiNieubmu»", Dann kam die tkierteilung der Ge leiten kc, dl« disirikt»n>eif« und nach Alter tmd Geschlecht der Kinder geordnet waren. Rcl>en diesem Itzefchenk lx- kamen die Kinder miel, di« Taste, au» der sie Kakao getrunken hatten. Dies« Tasten ivareu beionder» zu dem Fest angeserligt ivordeu und tragen eine Wtdntung de» Sozialbemokvatiiche» Vereins. So halxei bic Kinder auch ei» äußeres Zeichen an bte Weilm-ichisseler 1811 Das Fest selbst wird sicktrrlich allen TeNnehmerti als em lichcc» Zeichen in dieser schiveren Zeit in bleibender Erinnernng sein. Der Feier wohnten ». a. auch Eiertreter de« Generatkominando», de» Magistrat» und der Kriegsliirsorge bei.

Da» Geld im Strumpfe. Ai : Zerbst berichict die Maode-

bttrgiiche Zeitttnzzt .Kommt da dieser T-nge ei» altes MitUerchmt auf» hiesige Polst:,mt, um auch ihr Gold gegen anderes Geld ciuzu- ta-uschcn Der Schallrtheonttc i-st natürlich gern dazu l>ereil. und nult packt das Mitliercheit ein siluoeves Taschentuch au» dem Korb« mH legt dem 2'coiintcn sage und schreibe 51100 Mark in eitel Gold stücken dahin. Er gibt der Frau 800 Mark davon zurück, da er nicht mehr Geld zum Einwcchselit hat. Auf den Rat eines Herrn gelte dar- MiU!cnck;cn nun mit bem übrigen Golde zur Landee-l-ank. tun auch diele» «iiiztttauischttn. Befragt, wie sie mit ciuenrnsttl zu so viel Geld konrnte, entgegne.« d°« <>l,< Frau, das Gold ltabe sie sckton so lange liegen, al» ihr Monn tot sei, iniirjtdt 2 1 Fahre Al« man ihr riet, doch nicht so viel Gelb im Haus« zu brhallen. ivo es gestottieu oder durch ern-en Brantid vernichtet werde» könnt«, lehnte di« Frau mit dem Bemerken ab:Fch will cs nia-ii lieber mit zu Hanfe

Nihmcn. ES liegt ja dort schon so lange." Und so tat st« auch. Hält« bic Frau das klente Kapital zu -1 Prozent trgcnhiva verzinst angelegt, so hätte e» sich in 25 Fahren gerade verdoppelt

Telegramme.

riilscsbcrlcht Scs Wrofictiömiptpürticrö.

Zurück,leschlaqenc Angriffe im Westen, fortschreitende Angriffe im Osten.

5>'li, Grones Hauptquartier. 28. Tez., vorm. (Amtlich.)

W e ft l i ch e r Kriegsschauplatz:

Bei Rieuport erneuerte der Feind seine Ängrisssversuche ohne jede» Erfolg. Er wurde dabei durch Feuer vom Meere her unicrftützt, das uns keinerlei Schaden tat, dagegen einige Bewohner von W e st c n d e tötete und verwundete. Auch ein Angriff des Feindes gegen das Gehöft St. Georges, da» er in feinen offiziellen Mitteilungen als^in feinen Hän­den befindlich bezeichnet bat, scheiterte. Südlich Upern wurde von uns ein seindlichcr Schützengraben genommen, wobei einige Dutzend Gefangene in unsere Hände fielen.

Mehrfache starke Angriffe des Gegners in der Gegend nordwestlich A r r a S wurde abgcwicsc». ^ _

Südöstlich Berdun wiederholte der Feind seine An­griffe, ebenfalls ohne jeden Erfolg.

Tas gleiche war der Fall bei seiner Absicht, die gestern umstrittene Höhe westlich S e n » h e i m zurückzugewinnen.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

I» Ostpreußen und P o l e n, nördlich der Weichsel nichts Neues.

Aus dem linkenWeichseluser entwickeln sich unsere Angriffe trotz sehr ungünstigem Wetter weiter.

Tie oberste HeereSlettung.

Der Kampf im Westen.

Frankreich hat, wie der Temps berichtet, einen großen Teil seiner Landwehr, die im Süden in Reserve stand, an die Front geschickt. Die Kümpfe toben jetzt am heftigsten bei Sennhcim und Altkirch im Elsaß sowie bei Perthes les Hurlus in der Champagne, dagegen ist in Flandern wegen des dichten Nebels nur ein Kanonenduell möglich, außerdem