Pflicht, kcm Leben Frankreichs au ch die Siebzehn- jährigenzuopfern, wenn es sein muß."
Für Vir deutschen «esaugeue».
Paris, 27. 3>c.j. (b'tr. ot-rfft.) Gustave Sette fordert in seiner Gnerre Sociale das Publikum auf, ihm Namen und Aufenthalt der Deutsche n und Oe st erreich er mrtzn teilen, die seit Monaten in Gefängnisfen weilen, ohne baß bisher ein regelrechtes Verfahren gegen sie eiugeleitet wurde. Hervö will die Liste dieser Name» dann der Negierung überreichen, da es sich um eine Frage handle, welche die Ehre Frankreichs und der Republik berühre.
Aranzösisch belgische Geschütz Munitio».
Tas Große Hanptguarticr schreibt: In der französischen (Presse tritt neuerdings wiederholt die Bemerkung auf, daß die von der deutschen Artillerie verschossene Munition nur geringe Wirkung habe und sehr viele Blindgänger aufweise. Tie Tatsache ist bedingt richtig, nur handelt es sich dabei nicht um deutsche, sondern erbeutete französische und belgische Munition. Ihre Minderwertigkeit ist auch uns bekannt; da es sich aber um ganz außerordentlich große Munitionsbestände handelt, die doch aus irgend eine Weise unbrauchbar gemacht werden mußten, schien es immer noch am besten, sie ihren früheren Besitzern wieder zuzusenden.
Eine sozialdemokratische Friedenskonferenz.
Kopenhagen, 26. Tez. (W. J!. Nichtamtlich.) Eine von Sozialdemokraten verschiedener Lander nach Kopenhagen einberufene internationale Friedenskonferenz ist auf den 17. und 18. Januar 1915 festgesetzt worden. Presse und Publi- kum sind von den Verhandlungen ausgeschlossen. Im Anschluß an die Konferenz wird eine große össentliche Dcmon- strationsvcrsainmlung für den Frieden abgehalten werden.
Bon den russischen Sozialisten.
In der schon erwähnten Weihnachtsnummer des. Labonr Leader ist in einem Weihnachtsbeitrag des russischen Mitgliedes des Internationalen sozialistischen Frauenburcaus Alexandra Kollontay folgende bemerkenswerte Stelle zu lesen:
„Wie Sie wohl wissen, haben die russischen Sozialisten ihre Stimmen nicht zu gunstcn des Militärbudgets bei Beginn des Krieges abgegeben; sie verließen die Duma unter Protest. Sic werden auch wissen, daß wir der Aufforderung des belgischen Sozialistenführers Banderveldc eine ent- schiedene Weigerung entgegensetzten, als er uns bat, nicht die Einheit der Heere durch eine revolutionäre Propaganda gegen die Regierung des Zaren zu stören. Dandervelde ver- langte, daß wir einen zeitweisen Frieden mit dem Zaren machten. Aber wir antworteten, daß wir der europäischen Demokratie besser nutzen könnten, indem wir für ein freies Rußland kämpften, als daß wir dem Zaren dabei behilflich wären, andere Nationen und die Arbeiter anderer Lander zu vernichten."
Es ist recht bemerkenswert, daß Bandervelde, der ßu den extremsten Bekämpfcrn des Zarismus gehörte und dem kein Wort zu scharf war, wenn es nur gegen den Zaren gerichtet war, nunmehr zu einer Versöhnung mit dem Zaren aufgefordcrt hat.
Die Russen in Galizien.
Unser Krakauer Parteiblatt Naprzod bringt über die Gewalttaten, die die Russe» in Galizien verübten, eine» zusaninienfaffen- beu Bericht, den, mir folgende Einzelheiten entnehmen:
Das Militär hatte wohl den Auftrag erhalten, bei der polni-, scheu Beoölkernng die Rolle des „Befreier" weiter zu spielen, aber die brutale russische Soldateska siel bald ans der Rolle, sodasi der Aufenthalt des russische» Heeres i» Galizien nur eine endlose Reihe von Gewalttaten und Plünderungen oarstellt. Fe weiter die Russen nach Westen vorriickten, um so mehr spielten sie sich als „Sieger", den» als „Befreier" auf.
So führten sie ans einer ganze» Reihe von Dörfer» des Bezirkes Tombrowa die Gemeindevorsteher und angesehenen Bürger
Asraja.
F. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 147
„Unterbrich mich nicht," fuhr er fort, „höre mich an. Jubinal lügt nicht, sein Wille ist mächtiger als Menschen- tville. Ich könnte vieles sagen, um dich zu verlocken oder dich zu rühren, könnte dir zeigen, daß ich Gewalt habe, aber Frieden und Liebe sollen immer mit dir sein. Sprich sreundlich mit Gnla, morgen werde ich dich wieder fragen. Jubinal ist allmächtig, er wird dein Herz wenden. Schweige, Jüngling, und laß uns gehen, Gula wird bange und voll Sehnsucht sein."
Das war ein Ausweg, eine Frist bis morgen, die von Marstrand begierig ergriffen wurde. Was sich ändern konnte, wußte er zwar nicht, aber er behielt Zeit zum Ucber- legen, Zeit um sich vorzubcrciten.
„Ich will Nachdenken," sagte er, „will mich prüfen, wenn aber deines Gottes Allmacht nichts über mich vermag, dann laß dein Wort wahr werden, Afraja, laß Frieden und Liebe immer mit uns sein."
Mit einem arglistigen Lächeln nickte ihm der Lappe Ge- Währung zu. — „Ayka, die Liebesgöttin, wird sich an dein Haupt stellen," sagte er, „und wenn du erwachst, wird sie vor dir schweben." So sprechend ging er voran, die Felsen- ftufen hinab.
5.
Wie lieblich war jetzt das versteckte Tal, das von der ^Mittagssonne warm und duftig gemacht wurde! Mit einem Freudenschrei flog Gula ihrem Freunde entgegen, als dieser unter dem Fclscngcwölbc hervortrat. All sein Unmut und sein Bangen verblaßte vor ihrem glücklichen, beseelten Gcsickst Gula hatte sich geschmückt, wie sie es lange nicht getan. Ihr norwegisches Pelzjäckchen, den Faltcnrock und die weiße Schürze hatte sie in Helgestads Gaard zurückgelassen; Asrasa hätte seine Tochter auch niemals darin sehen mögen; jetzt kam sie ihm in der romantischen Tracht entgegen, welche di-- jungen Mädchen auf den Alpen zuweilen noch jetzt tragen Wenn sie zu den eleganten Modedamen des Gebirges gehören und reiche Erbinnen sind, die den Staat bezahlen jkönnen.
fort. I» Faro'Iau stellten sie gleich am ersten Tage lhres Aufenthaltes auf dem Ring einen Galgen auf, an dem etwa anfgefunbene polnische Legionäre gehängt werden sollten. In Sanok sollte der Bürgermeister-Stellvertreter Snszkiewiez sllr die anserlegte Kontribution von 10 000 Rubeln Proviant beistellen. Aber der Soldat, der den Proviant übernahm, erklärte gleich, als er den Hafer übernahm, die Gattung sei nicht gut genug, gab dem Snszkiewiez einen heftigen Fanstschlag ins Gesicht, sperrte ihn dann in den Stall und verurteilte ihn ohne weitere Untersuchung zum Tode. Er wurde nur dadurch gerettet, daß das österreichische Heer in Sanok einrückte. F» Zerniea Wyzna drang ein Kosak beim Geistlichen ein, verlangte Geld, riß ihn bei den Haaren, da er keines erhielt, und zerstörte alle Möbel. Dem Kanfmann Nieglos in Pilzno, der bei Nacht ans dem Schlafe geweckt wurde, wurden 070 Kronen aus der Brusttasche gestohlen, außerdem ein Teil seiner Waren genommen. Ueberall, wo sie hinkamen, »ahmen sie energische Hans- und Leibesuntersnchnngen vor, angeblich um Waffe» zu finden, beraubten aber die Untersuchten immer nur um ihre Taschenuhren.
Politische Krise in Portugal.
Dem Pariser Journal wird aus Lissabon gemeldet, daß die politische Lage in Portugal äußerst gespannt sei. Ter Konflikt zwischen Radikalen und Gemäßigten nehme immer ernsteren Ebarakter an. Ter Oppositionsführer Nlmeda habe den Ministerpräsidenten interpelliert und ihn gefragt, warum daS Kabinett nicht demissioniere, da doch der. Senat der Regierung das schärfste Mißtrauen ausgesprochen habe. Ministerpräsident Coutinho erwiderte, er werde solange nicht demissionieren, als er das Vertrauen des Präsidenten Arriaga besitze und der Unterstützung der deniokratischen Partei sicher sei.
Frankreich und Japan.
Gens, 27. Tez. (Ctr. Irkst.) Neben P i ch o n im Petit Journal unterstützt jetzt auch der TenipS Gedanken einer Entsendung japanischer Truppen auf den europäischen Kriegsschauplatz. Er schreibt, daß eine derartige Beteiligung Japans auch bereits in der öffentlichen Meinung dieses Landes Zustimmung gesunden habe. Wenn in Rc- gierungskrciscn noch eine gewisse Zurückhaltung bestehe, so sei das deshalb, weil man der Ansicht sei, daß diese Hilfe durch materielle Vorteile und Erleichterungen der wirtschaftlichen Ausdehnung Japans entschädigt werden müsse. Der Temps ist der Ansicht, daß im gegenwärtigen Kriege alle Vorurteile bei Seite gelassen werden müßten, wenn es sich um den Kampf aller gegen den gemeinsamen Feind handele. Tie öffentliche Meinung Frankreichs verlange von Tag zu Tag eindringlicher die Ausdehnung des Bündnisses mit Japan. Als dritter im Bunde hat sich jetzt auch Clemenceau gefunden, der sich bezüglich der japanischen Intervention für eine prompte und günstige Lösung dieser Frage ausspricht.
Wie Reuter meldet, hat der japanische Minister des Aeußern auf die Frage eines Abgeordneten erklärt, daß kein einziges Land an Japan das Ersuchen gerichtet habe, Truppen nach Europa zu senden.
Zcitttttgsverbote in Oesterreich.
Unser siibböhmisches Parte, blakt, der BölMerwald-Vokksbate, ist auf vier Wochen verboten worden. Den Anlas; zu dem Verbot gab ein Artikel, der sich den Lobpreisungen der siirstlichen Familie Schwarzenberg ob ihres Pakriokismus nicht «.„schließen wollte. Verboten wurde auch das Organ der tschechischen Veteranen- (Kriogerl Vereine; kürzlich ist auch das Honplorgmi des tschechischen Bürgertums, die N a r o u » L i st sNationol- zeitirng) von der Präger Polizeibireküou verboten worden. Auch unser Parieiblatk in Vvrarkberg. dem ivesU-iche» Vorland Tirols, wurde letzthin aus einige Zeit sistiert. — Fn Prag wurden Pakete ro» Flugblättern ausgsinubeii nnb konfisziert, die russischer Herkunft sein sollen.
lieber die Kämpfe im Oberelsas;
luird ans Basel geschrieben: Der Kampf uni Sieinbach im Oberelsaß, das wieder in die Hände der Deutschen fiel, war hartttückig. Die Franzosen räumten nur nach verzweifelter
Sie l)attc ihr üppig dunkles Haar mit roten Bändern dnrchflochtcn, und auf ihrer Stirn lag rund um den Kops ein goldener Reif, der es fcsthielt. Ihr kurzer Rock von blauem, leichten! Wollcnzciig war niit roten Fäden zierlich gestickt und um den Leib eine rote, langsallende Schärpe von feinem, weichem Rennticrledcr, und die waren mit buntfarbigen Streifen beseht. Am Giirtel hing ein Fcdertäsch- chen der allcrseinsten Art, itnd um den Hals trug die Schöne ein Band von großen Goldperlen, auf dem die Sonnenstrahlen blitzten.
Aber strahlender, entzückender war nichts als Gula? Gcsicht voll Liebe und Zärtlichkeit, Ihre Augen strömten ihres Herzens Seligkeit aus; sie funkelten vor Entzücken, als sie sah, wie Johanns Blicke mit dem Ausdrucke steigenden Wohlgefallens über sie hinglittcn, O! sie wollte dem Geliebten gefallen; sie forderte sein Lächeln, seine Bewunderung, sein Lob, und zitternd preßte sic seine Hände zn- sammen und hing an seinen Lippen mit der inbrünstigen Gläubigkeit einer Heiligen, die ihres Gottes Gebot erwartet,
„Wo warst du?" rief sie, „Wie lange habe ich dich erwartet, mich geschmückt und mich gefragt, ob ich bin, wie ich daitials war, als ich dich zuerst sah. Ach! damals war ich besser anzusehen. Ist es nicht so? Sage es niir, ob du mich lieber hattest?"
„Nein. Gula," antwortete Marstrand, „nie habe ich dich lieber gesehen, wie jetzt, nie dich schöner gesunden."
„O, wie gut du bist!" rief sie mit unnachahmlichem Ausdruck der Liebe, die sie ganz erfüllte; wie du Trost und Stärke in mein banges Herz bringst. Nun komm, ich will dir meine Wohnung zeigen und den Wasserfall, du wirst gern dort sitzen. Als Klans Horncmann bei uns war, ha: er auch lange dort hinanfgeschaut und dann gerufen, es sei das Schönste, was ein Menschcnauge sehen könnte. Aber du wirst müde sein? Tein Auge ist dunkel, und dein Mund lacht nicht. Habe ich dir wehe getan? oder schmerzt dich etwas? Hat mein Vater dich gekränkt?"
„Niemand hat mich gekränkt, du am wenigsten," ant- lvortcte er.
Sie war zufrieden und führte ihn weiter. Afraja war zurückgeblieben; er ließ sic gehen und folgte langsam nach.
Tas Tal zog sich in Bogcnforin dem Gebirgsabfall des
Kilpis zu und stieg langsam zu einer großen Höhe auf.
Gegenwehr das nordöstliche Sennhelin gelegene strategisch wichtige Torf. Ihre Verluste sind groß. Steinbach und das benachbarte Wattweiler sind von der Bevölkerung jetzt voll- ständig geräumt und in Verteidigungszustand gesetzt worden, da die Franzosen einen neuen Angriff auf die Ortschaften planen.
Späte Erkenntnis.
Ebc uns der Weltkrieg den „Burgfrieden" brachte, hat bckannliich der Breslauer Polizeipräsident den Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Arbciter-Sängerfest ihrer Eltern verboten und diese Maßnahme gewaltsam durchge- führt. Tagegen klagte der Vorsitzende des Arbcitcrsänger. blindes. Seine Streitsache ist jetzt plötzlich auf Grund der bekannten Verfügungen inhibiert worden. Ter Polizei. Präsident wird „klaglos gestellt", weil er nachträglich erlaubt, daß die Kinder am Sängcrfest am — vorigen Pfingstfest teil, nehmen dürfen! Er kleidet diese Erkenntnis in solgendc Worte:
Der Königliche Polizeipräsident.
Breslau, 21. November 1011 Nachdem der gegenwärtige Krieg das deutsche Volk ivie kau, » je zuvor zu einer cimmiiigen Erhebung entslammt hach iviivde « I nicht angemessen erscheinen» ivenn die staatlichen oder kommunaler I Verivaltnuigsbohörden minderwertige Interessen dadurch bctomeii I daß sie in den gegenwärtigen Zeitläuften unerheblich erscheinend, I Verivalttn^fkreitsachen zu Ende führten. Es ist jetzt m größerem Werte, die Ei,»heit der Nation und ihr groß tiigigc, I Streben „»gestört zu lassen, als in n»bedeutende» Einzetsache,, dem Rechte zum Siege zu verhelfen oder KesetzoSübertretutigei i zu ahnden. Dieser halb nehme ich meine Verfügung vom 19. im. [ 27. Mai d. F., wonach Fugertdk-ichcn der Zutritt zu dem bei de,, Schlesischen Arbeitersängerseste an, 31. Mai und 1. Juni d. h I in der Schankwirtschaßi Bürgersäle von Tiirdermaiin in Marge,« , und im hiesigen Gewcrkschastshanse verairftaltclen ('iefaitfls [ aus führ»»gen verboten worden war und verhindert wurde, hie, > durch zurück! lUnterschrift.) I
Ter Genosse Carl Seliger, dem diese Verfügung zv geht, kämpft seit vier Monaten in Rußland: den Vorteil vo, Burgfrieden aber bat in diesem Falle der Polizeiprnsidci,
Er wird „klaglos gestellt", weil „nnbedentendc Einzclsachcn. Mid „minderwertige Interessen" jetzt nickst betont werde sollen — damals wurden sie durch ein Massenausgebo von Hunderten von Schutzleuten zu Fuß im
zu Pferde wahraenommen!
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Räumung Warschaus.
Genf, 28. Tez. (T. U.) Ans Paris wird gemeldet, de ein Arlitcl des Tcmps vom 24. d, M. aus die beckvrstehtnl Räumung Warschaus vorbereite. Das Blatt läßt sich ae Petersburg melden, daß die russische Heeresleitung ai strategischen Gründen beabsichtige, das russische Heer aus d itinerstc Verteidigungslinie zurückzuzieheu, was die Ausga von Warschau mit sich bringe. Ter militärische Mitarbeit dcS Blattes meint, daß dieser Rückzug gleichzeitig die A„ Hebung der Belagerung von Przemhsl zur Folge Hab werde, da die Bclagerungsarmee und die Streitkräste » i Krakau zurückgezogen werden müßten, um nicht von d I Hauptnrmcc abgeschnitten zu werden.
Die polnische Revolution.
Rotterdam, 2K Dez. (TU-) Dieser Tage hielt sich hier varüb gehend ein Mitglied des obersten polnischen Na t io :>aU Komitee- o Krakau auf. der einem Mitarbeiter des Nienwe Noiterdaail I Courant erklärte:
Ter Kamps iverde woist eine Weile dauern» aber bei der e» russischen Stimmung der großen Masie der polnische.» Bevölkert sc! berechtigte Aussicht ans einen günstige» Ausgang des Kamp vorhanden. Wenn es palnischersciis bisher zu keiner Erhebung komme» fei, so sei das darauf znrückzusiihvcn, daß die polnischen v mente, die zum Kampf bcrcii sind, noch immer ohne Waffen se, Die bürgerlichen Elemente möchten sich wohl gerne anschliehen,« wenn sie, wie z. B. in Stiel?/:, sch:,,, das; die Stadt jtcbeimnü 1 Besitzer wechselte, zögern sie, alles aufs Spiel zu sctzeu.^Dfe^polm
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ilcberall behielt es sein gartenartiges Ansehen. Ileppig, dichtes Gros bedeckte den Boden, und da es sich noch Siü iil öffnete, wnr cs voll Sonnenlicht, das überall Wärme v in breitete. Kräftige Bergfichten wechselten mit Birkenste in men, und hinter einem schönen Rasenplätze lag »n ge schützenden Felsen ein kleines, festes HauS, ähnlich > 6e Balkenhäuscrn der normännischcn Handelsleute, aber : > j e gleich zierlicher anzuschauen. Seine Außenseite war I Io Birkenrinde bekleidet, die blattförmig und schuppig ül j einander fiel, Marstrand erblickte eine Tür, über wehI A --ine Reihe gewaltiger Rcnnntiergehörne prangte, ein V de Fenster erhöhten sein Erstaunen, und Gula sagte lächcl I sz „TaS alles hat Mortuno mühsam für mich gezimmert gerichtet. Er lnit die Fenster teuer gekauft und herbei ft, schasst, so fand ich es, als ich kam. Aber hier sieh, ■ I in schöner ist," fuhr sic fort. „Sehe dich auf diese Bank zu I h wie damals in Jldas Garten; hier ist niemand, der I „ c stört." itti
Sic hatte ihn bei dem Hause vorüber durch das Dir I jj Wäldchen geführt, wo der Bach schäumend vorüberstiul j 0; und schon che er das Wunder erblickte, das er sehen so I t j ( hörte er den dumpfen Tonner eines großen Wasserfalls, I ^ jetzt in seiner ganzen Herrlichkeit vor ihn trat, Etzl ; ( | hundert Fuß höher als das Tal fiel der Strom von e I ^ Wand des Kilpis, einer geschmolzenen Silbcrmasse gl I herab und stürzte in einen schwarzen Fclsenkesscl, aus ^ I der Wasscrstaub wirbelte. Im Sonnenglanz sprühten -1 g, lioncn glänzende Funken ans, die in Regenbogensa> I ^ Brücken und Bogen der prächtigsten Art bildeten. Es I ^ zauberhaft zu sehen, wie die funkelnden Wolken an dcrW» ^ hinflogcn, wie ohne Rast und ohne Ende der glän^ I ^ Schaum an den Felsen nicdcrsank, wie immer neue 2 .V» ^ durch die Lust dcöhntcn, immer neue wechselnde, c l Farbcnbildcr durch das Tal flogen .und zerrannen- ■ ^ rund umher hatte der feuchte Staub eine üppige $J ll L I - weit hcrvorgeriifcn. Alpcnbliimcn svroßtcn dort, wie m strand sie nie gesehen hatte. Er blickte in einen Garten Bl ^ blauer und herrlich brennend roter Beete, und seine 1 ^ stillte sich mit Staunen und Freude, seine Augen h>nä^, I , zückt an dem erhabenen Schauspiel, das er nie >n Schönheit gesehen hatte.
lFortsetzung folgt.)


