Tic Ausstattung linierte Truppen mit Wollsache».
Sßercmfa&f durch verschiedene Artikel in der Presse, in denen Icbhasl über mangelhafte Ausstattung unserer Soldaten mit Wollsachen geklagt wird, weist die Militärverwaltung darauf hin, daß in den Winterinonatc», d, h. in der Zeit vom 1. 10. bis 31. 3. jeder Mann des Feldheeres, der Ersah- und Be- jatzungsiruppen mit warmer Unterkleidung für Rechnung des Reiches versehen wird. Für die bereits im Felde stehenden Mannschaften ist da? Unterzeug schon tior Beginn der kalten Jahreszeit durch die BekleidiingSamter nachgeschickt worden, während die später zur Front gesandten Mannfcl)aften vor ihrem Abgang ausgestattet wurden. Rach einer Verfügung des Kricgsministcriums sollen die verwundeten oder er» krankten Mannschaften während ihres Aufenthalts im Lazarett darüber belehrt werden:
1. daß sic vor ihrem Ausrücken ins Feld erneut mit feldbrauchbarer Bekleidung und Ausrüstung, also auch mit warmer wollener Unterkleidung versehen werden,
. wo sie diese Bekleidung und Ausrüstung zu empfangen haben und
3. daß sie deshalb wegen wollener Unterkleidung nicht auf Liebesgabcnsammelstellen angewiesen sind.
— Ausschußsitzung der Ortskraiikenkasse (Pichen. Wie Bereits in der Donnerstags-Nummer erwähnt, findet am Mittwoch, 30. Dezember, abends 8H4 Uhr eine Sitzung des Ausschusses der Ortskrankenkasse Gießen im Saale des Ge- wcrkschaftshauses statt.
— 3000 Mark für das Ostheer. Auf Antrag der Finanzkommission bewilligte die Stadtverordneten-Ver- sammlung in ihrer lebten nichtöffentlichen Sitzung 3000 Mk. für die sogenannte Hiudenburg-Spende zur Unterstützung des Ostheeres.
— Der erste Gewinn der Gießener Ansstellnngslotterie,
km Werte von 10 000 Mk., fiel in die Kollekte von Julius Landergeld in Vilbel.
Reiiteiiquittiingsformiilare Die Laudesversicheruugsaiistalt Kroftherzogtuni Hellen in Darmstadt ersucht uns, ihre Rentenempfänger daraus hinzuweisen, daß die Nentc-nquittungsformulare künftig nicht mehr auf Ansordern direkt übersandt werde», sondern in den Landgemeinden bei den Großh. Biirgermeisiereien und in den Städten bei den zuständigen Polizeirevieren erhältlich sind. Ein direkter Versand findet somit nur noch an die anßerhalb des Kroßherzogtums wohnenden Rentenempsänger statt.
— Weihnachtübkschcriing und Weihnachtsfeier. Hm den Kindern der in den Krieg gezogenen sowie arbeitslosen Partei- und Kewerk- schastsgeiioffen eine kleine Freude zu bereiten, hatte das Kictzewcr Kciverkschaststortell eine Bescherung veranstalte!. die am 1. Weih- nochtsfelertage, nachmittags vor sich ging. ES hatten sich dazu über 400 Kinder ei »»esu,»den, so daß der Saal des Ke werk schaftsh au se tz die Menge kaum fassen komiie. Für die mit der- Berieslung der Gaben betranken Personen war es keime leichte Aufgabe, die Verteilung so vorznnehmen, daß jedes Kind ein für sein Alter und-Geschlecht passendes Geschenk erhielt. at»er es gelang und alle wurden zusriedengestellt. Natürlich konnten besonders große Ausiveridnngen nicht gemacht wenden, da für jedes Kind Lnrchschi»lttlich etwa 1.20 Mark zur Verfügung stand, ivomit man bekanntlich nicht viel ans- richlen kann, doch Hauptzweck war ja, den Kindern eine Freude zu bereiten und der ist erreicht worden. Einige Borträge, die der Kigderoersmnmlnng noch geboten werben sollten, kamen nicht recht zur Kettung, weil die Kleinen nattivttch keine Ruhe halten konnten.
Die Weihnachtsfeier am 2. Feiertage war so zahlreich besucht, wie es wohl noch selten bei einer Veranstaltung im Kewerk.- schastShanse der Fall war. Auch von auswärts hatten sich viele Besucher ein'gefnnden und nicht wenige, die etwas zu spät gekommen waren, fanden keimen Platz mehr. Für den zahlreichen Besuch dankte Noll bei Erösinnag der Feier im pkaine» der Kommission, moranf Vetters in einer kurzen Ansprache daraus die Bedeutung des Weihnachtsfestes als das Fest der Wintersonnenwende hlnwieS, das schon lange por der christlichen Zeitrechnung begangen wurde. In diesem Sinne begehen auch wir es: gerade dr> türme begrüßt es, wenn die Sonne hoher steigt mid die Aussicht ans kämmende warme Tage sich verstärkt. Mit der christlichen Wethnachlsbotschafi von, Frieden ans Erden steht der gegenwärtige grauenvolle Krieg in, schreien,djten Widerspruch. Das Ehristentuni verhindere nicht, daß die Völker sich gegenseitig abschlachten. Erst mit dem Siege des Sozialismus werde die Weichnachlsbotischast erfüllt werden. Die Darbietimgen. Kesangsvorträge des Gesangvereins ..Eintracht" und ernste und heitere Vorträge einzelner Genossen wickellen sich dann in rascher Folge ab und soviel wir hören konnten, waren alle Be sucher mit dem Kebotenen zufrieden.
Wer bctonimi Wochenhilse? Es herrscht noch vielfach Unklarheit darüber, ivelche Wöchnerinnen Anspruch aus die Wochen- hilfe haben, wie sie durch die Bekanntmachung vom tz. Dezember vorgesehen ist. Wir haben neulich bereits eine kurze Erläuterung gebracht. es kann aber nicht schaden, wenn wir nochmals die Bedingungen hervorhebm, >vel«l>e a» den Bezug der Wochcnhilse geknüpft sind. Diese sind folgende: 1. muß der- Ehemann der Wöchnerin in diesen, Krieg in, Reichs-, Kriegs-, Sanitäts- und ähnlicher Dienste sei» oder an dei-en Weiierieistmig oder an der Wiederans- nahme der Erwerbstätigkeit durch Tod, Verwuudii»g. Erkrankung oder Kesaiigennahine verhindert sein: 2. muß der Ehemann vor Eintritt in den Kriegs-, Sanitäts- oder ähnlichen Dienst innerhalb der vorangegangenen zwölf Monate mindestens 2 0 Wochen oder nn- nitttellnrr vorher, niindeftenS ll Woche» bei einer K ranke n kaffe gegen Krankheit versichert gewesen sein; tz. muß die A i e d e r k » n s t der Ehefrau »ach dem 2. Dezember 1914 eingetreten sein. Treffen die beiden ersten Bedingungen, aber nicht die dritte zu, so wird nur das tägliche WochcitMld und das Sttllg,e.Id in dem noch möglichen Umfange, d. h. insoweit gewährt, als sie ans die Jett vom tz. Dezember an entfallen. Wird der Ehemann erst nacht der Niederkunft der Ehesrau zu Kriegs-, Staats- oder ähnliche» Dienst herangezogen, so tritt das Reich naturgemäß erst mit dem Tage des Dienstantritts des Ehemannes in die Fürsorge der Wöchnerin ein, es sind dann Wochengeld und Sttllgeld in dem noch möglichen lim fange, so wie die Bekanntmachung sie geregelt hat. zu gewähren, während die einmalige» Leistungen <Beiträge zu den Kosten der Entbindung, Beihilfe der Hebamnirndienste und ärztliche Behandlung bei Schwauger- srhaftsbeschwerdon) Wegfällen, da die Bedingung für ihre Ke- Währung zu der Zeit, als diese Kosten eitt standen. nicht erfüllt waren. Wenn also die Ehesvau eines an, 17. Dezember 1914 zur Fahne cmbernfenen Wehrmannes am tz. Dezember 1914 entbunden wurde, so steht ihr vom 17. Dezember ab ans längstens f> Wochen ein
tägliches Wochengeld von einer Mar-? und falls Sie Müller ihr Kink» selbst stillt, auf längstens 10 Wochen ein Stillgeld von täglich ciPor halben Mark zu.
Land- und sorsttoirtschaftliche Berussgeiiostenschast für das Kroßherzogtnn, Hessen. Tie diesjährige Kenosteiischaftsversamn,- lung der iand- und forstivirifchnftlichen Berufsgenostenichaft für das Krvßherzogtnn, Sesten, fand unter dem Vorsitz des Kroßh Geh. Regierungsrats Bichmann am 2l. Dezember im IlathauSsaal in Darmstadt statt. Nach den, Rechenschaftsbericht für 1914 betrug die Zahl der angetneldeten Betriebsunsälle 4558. Uebernominen wurden aus deni Vorjahre 1824 Unfälle, sodaß insgesamt 9482 llnsälle neu zu bearbeiten ivare». An Entschädigungen für Renten an Verletzte, Kosten des Heilverfahrens usw. wurden 1 049 210,84 Mark bezahlt und 4920 Renteiibeschetde erlassen. Die Sumnie der erstmalig in, Rechnung, jahre gezahlten Entschädigungen betrug 225 258,22 Mark. Die Mittel der Rücklage bezifser» sich aus 2 200 490,90 Mark. Der Voranschlag der Bernssgenostenschalt für 1915, der in Einnahme und Ausgabe mit 2 844 401,48 Mark ab schließt, wurde gntgeheißen. ebenso derjenige der der Berufs- genosfenichait angegliederten Hnstpflichtverstcheruiigsanstalt, die sich weiter günstig entwickelt. An der Kriegsanleihe hat sich der Ke- nvssenschaftsvorstand mit 400 000 Mart beteiligt. Ein Antrag des Herrn Gärtiiereibesttzer, Steinhauer Taubenheim, den Höchstwert, der für Umlegung der Bettrüge in Frage kommt, aus 1 Mark sür den Quadratmeter fesignsetzei:, wurde eingehend erörtert und dem Vorstand zur weiteren Behandlung überwiesen.
Wäschewechsel im Felde Unser Breslauer Parieiblatt erhielt folgende beachtenswerte Zuschrift: „Schon als wenige Wochen nach KriegSbeginu die Frage der Versorgung unserer im Felde stehenden Sühne mit frischer Wäsche bezw. die Ergänzung des Unterzeuges erörtert werden mußte, sprach meine sehr vorsorgliche, sparsame und wirischafiliche Frau den Gedanke», oder richtiger ihre Verwunderung auS, daß von der Heeresverwaltung oder den Liebesgabenstellen keine Vorsorge getroffen sei. daß die schmutzige Wäsche gesammelt und zur Reinig ii u g zurücktransportiert würde. Dadurch würden doch große Summen erhalten werden und viele» bedürftigen Kriegern könne öfter die Wohltat reiner, frischer Wäsche verschafft werden. Nun schreibt uns unser Sohn, der seit den ersten Tagen der Mobilmachung bei de» Fahnen ist und immer in den vordersten Reihen den Feldzug in Frankreich mitgemacht hat, aus den Schützengräben bei Servon und Binarville, folgendes: „Wir bekommen jetzt reichlich Wüsche als Liebesgaben und können öfter einmal Hemd nnd Unterhose wechseln. Auch die ansgezogene Wäsche ist alles neu, nur eben schmutzig. Man kann aber nicht mehr waschen, denn einmal ist die ivnsterspendende Quelle über eine halbe Stunde entfernt, und nur selten einmal kann Wasser zum Waschen für »ns selbst herangeholt iverden. Zweitens wird doch bei dem herrschenden Frostwetter nichts mehr trocken. So wird also die ganze, zwar schmutzige, aber doch neue Wäsche' weggeworfeu! Zn Hunderten liegen um unsere Lager diese Wäschestücke! Es wäre für die Kompagnien ein leichtes, diese z» sammeln nnd ln die ebenfalls vorbandenen Säcke zu stopfen: mit Küchen, Brotwagen usiv. könnten diese täglich von der Front in die weiter rückwärts kieaen- den Qrte geschasst werden. Von dort aus müßte dann das Rote Kreuz den weiteren Rücktransport übernehmen. Millionen könnten auf diese Weise erspart werde», wenn diese Wüsche in großen Tampf-Reinigungs-Anstalten gereinigt und dann weiter verwendet würde. Vielleicht bedarf es nur einer Anregung an richtiger Stelle." Da hier mein Sohn den eingangs erwähntew Gestillten wieder aufgreift und als praktisch durchführbar bezeichnet, halte auch ich es für angezeigt, wenigstens den Versuch zu machen, ob fiter ein Weg zu großer Ersparnis und Wohltätigkeit gefunden werden kann." — Auch angesichts der immer größer werdenden Wollno! 'ist die vorstehende Anregung durchaus beachtenswert.
Telegramme.
Die mistlittigcne französtsche Offeirstve.
Stockholni, 27. Dez. (Etr. Bln.) Tie Weißnncktsüber- sicht über die Kriegslage schließt noch der Franks. Ztg. Aslon- ö lad et mit folgender Kritik der alliierten Westittcichtc: So viel kann man schon hcnte ruhig sagen, daß die für Weihnachten perkündete große französische Offenst v c des Generals Josfre n i cht znr'Wirklichkcit geworden iit. Wenn der phantastische Daily Mail-Korrespondent in Nordfrankreich behauptet, die Belgier hätten die deutschen Stellungen der Userlinie durchbrochen, so verdient diese Meldung nicht, daß inan sich sachlich mit ihr beschäftigt, obgleich der englische Berichterstatter sich auf offizielle Quellen stützt.
Englische Meld-in^en über die Lage in» Osten.
Daily Telegraph erfährt unterm 24. Dezember ans London: Petersburg Rjctsj schätze, daß der Feind nicht weniger als 26 bis 28 Armeekorps, unter denen 10—12 österreichische sich befinden, zwischen de» Mündungen der Bzura und Nida gesammelt habe.
Die Morning-Post erfährt ans Petersburg: Großfürst Nikolaus sei erneut gezwungen, zeitweilig seine strategische Absicht aufzugebcn und die Heere z u r ü ck z n z i e h o n, unr die i u n c r ft e Linie halten zu können. Er muß also Krakau in Ruhe lassen und seine Front vor Warschau konzentrieren.
ZcrstörrtttKeiircs^arettdeirkttruks in Warschau
Berlin, 27. Dez. (Ctr. Bln.) Wie wir ans Warschau erfahren, ist dort in den letzten Tagen das Denkmal, das Nikolaus 1. z» Ehren der ihm während der Revolution von 1830 ergebenen Polen errichtet Hatto, in die Luft gesprengt worden. (Fmnkf. Ztg.)
Der öfterreichijch-rittstarische Tagesbericht
Wien, 27. Dez. (W'B.) Amtlich wird vertaiitbart, 27. Dez., mittags: Die Lage in de» Karpathen ist unverändert. Bor der ,wische» R q m a » o io und T » ch o m eingesetzten russische » Offensive wurden unsere Truppe» in de», galizischen Kar- pathenvorlande etwas z n r ü ck g e n a in m e n. Feindliche Sliif griffe am unteren D u » a s e c und an der untere» N i » a s ch e i t e r- > e ii. Die Kämpfe in der Kegend von Tomoszow dauern fort.
Aus dem Balkan-Kriegsschauplatz hält die Ruhe an.
Das Eerntorinm Ser Monarchie ist hier mit Ausnahme ganz iuu bedeutender Kren,»trecke» Bosniens, der Herzegowina und Lüd-D«l. matlens vom Feinde frei. Der fchmalc Landstreifen Lpizza. Budua wurde von den Montenegrinern schon bei siegln» des Krieges besetzt. Fhe Angriff ans den Boechc di Eattarg! scheitcric vollständig. Schon vor längerer Zeit wußte» ihre Atigrish nnd die aus die Krenzhöhe» gebrachte» sranzösischei, Keschiitze, v.-m unserer Forts- und Schiffsartlllerie niedergekämpft, das Feuer ein, stellen. Ebenso ergebnislos verlies de tan nie ein aßen die wiederholte Beschießung einzelner Küftenwerke durch die franzöfische Flotten, abteilung. Der Krjegshafe» ist somit fest in »nsern Hände«. Testlich von T r e b i n j e entwickeln sich schwächere u, o » t e » e g r O- niiche Abteilungen aus herzegoirinijchem Grenzgebiet. Endlich stehen östlich der Triuastrccke Foca-Bisegrad serbische Kräfte, die von dort auch während unserer Tssenfive nicht gewichen waren.
Der Stellvertreter des Ehefs des Keneralstabe.. v. Höf r r, Feldmarfchallentnant.
Die Helden der deutschen Marine.
Vor» der Lchlticht bei der» ^altlakidsinseln.
London, 27. Dez. (Ctr. Frtft.) Nachdem Sturdees Ge-" stywadcr in Montevideo eingelaufen ist, werden wintere Einzelheiten über die Schlacht bckynnt. Stnrdec selbst erkannte bei dem ihm von der encilischen und französischen Kolonie Montevideos gebotenen Empfang die Tapferkeit der Deutschen an, indem er sagte: Wir konnten keines der deutschen Schiffe gefangen nehmen, weil sie sich weigerten jicb zu ergeben und mit Hunderten von Männern unter- gingen. Die deutschen Schiffe schlugen sich tapfer. Einige von ihnen gingen mit wehender Flagge und mit der Mannschaft in Paradestellung auf Deck unter. Aus anderen Erzählungen geht hervor, dciß „Scharnhorst" nnd „Gneisenau" mit Todesverachtung gegen „Jnvincible" kämpften, der mit 303 Millimeter-Geschützen den deutschen 210 P!illimeter-Ge- schutzen weit überlegen war. Namentlich „Scharnhorst", der dm goldene Schießmeöaille besaß, zeigte sich seines Rufes' tvürdig. indem seine Schüsse gut trafen: nur erwiesen sich! seine Geschosse gegenüber der stärkeren englischen Panzerung! zu schwach. Auf beiden deutschen Schiffen brach Feuer aus.' Ein Geschütz nach dein qnderen mußte schweigen, weil die' ganze Bedienungsmannschaft gefallen war. Aber kein Auge-' bot der Ilebergabc erfolgte. Die Engländer boten an, das Feuer einzustellen und die Mannschaft zu retten. Gras Spee erwiderte, er gebe mit den noch gebrauchsfähigen Geschützen die letzten Schüsse ab. Schließlich neigten sich beide Schisse nnd gingen unter. Zuletzt verschwand Spees Adviiralsflagge- auf dem „Scharnhorst". Die „Leipzig" ging im Kampfe gegen die „Glasgow" unter. Ein Offizier und 21 Pt^in.i feiner Besatzung wurden gerettet. Im ganzen wurden 130 deutsche Matrosen ausgesischt, darunter der Kapitän des „Gneisenau". Biele von ihnen sind schwer verwundet. (Franks. Ztg.)
Nach anderen Berichten an? Bkontevideo wurde der Panzerkreuzer „Jnvincible" zwanzigmal von Schlissen getroffen, ohne daß er ernstlichen Schciden litt. Nur vierzehn Mann von der Besatzung wurden verwundet. Als die-,. „Gneisenau" sank, hatte sie ihre ganze Munition verschossen, wollte jedoch nichts von Uebergabe wissen. Bei dem Unter- gang salutierten viele Offiziere. Ein Teil der Mannschaft versammelte sich auf dem Achterdeck und sang, die „WaÄt am Rhein". Eine große Anzahl, darunter auch Offiziere, wnr- dcn nachher gerettet, einige starben an Bord unserer Schiffe. Die übrigen wurden nach England gebracht. Von der „Scharnhorst" wnrde Niemand gerettet. (33. B.) t
Ocstcrreichischc See-Erfolge.
Mailand, 27. Dez. (Etr. Frkst.) Die Blätter milden: Ein stanzösifches llnterieebvot voni Geschwader des Adinire.ls Laper räre ist aus der Höhe von Polo q e s u n k e », als es versuchte, eines der österreichische» Tchlachtschisse zu toepedieren. Die Beiatzunci ist gerettet und gefangen genommen.
*
Paris, 27. Dez. (W. E. Nichtamtlich.) Der Temps meldet: Ein von einem österreichischen Ilnterseedoot a n g e s ch o s j e n e r fcanzösischer Dampfer mußte sich zur Ausführung von Ausbesse-
rungen nach Malta zurjickziehen.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gieße».
Verlag von Krumm & Eie., Gießen.
Druck: Verlag Qssenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Ofseubach a. M.
QuittlMg.
Für die Weihnachtsfeier der Kinder organisierter Kriegsteilnehmer und Arbeitsloser gingen weiter ein: Von Fron Blitin
1 Mk., von Frau Bock 1 Mk.. von W. Nittchiowski 4 Mk., A. Rahne- feid 4 Mk. Summa 8 Mk. Bereits quittiert sind 555 Mk. Insgesamt 504 Mk. 'Außerdem gingen Geschenke ein von der Ke- iivssen M. von Frau Bock. Frl. Krvh, Gen. Diehl, Dreher-Butzbam. Allen Geber» nochmals besten Dank. Die Sammlung wird hierniit geschlossen. Albt» Mann.
XZopse, Hggrullterkagr» -sHallruhrkelteliPerilckcn
"tverd. billigst angefertigt Köpfe Werdau «esurbt
bei
H. Tichy. Gieß»,«
Ecke Gaetdestr.. Tclterswra 4^
gute Vögel, zu verknusen.
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