Ausgabe 
24.12.1914
 
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Reicher über 00 000 Franzosen gesiegt hätten. Tatsächlich ftanöen am ersten Tage der Schlacht 105 000 Ocsterrcicher gegen 35 000 Franzosen, am zweiten die gleichen Ocsterrcicher gegen 70 000 Franzosen.

So ist das allgemeine Mißtrauen, das man gegen die Kriegs­berichte haben muß, ganz besonders begründet gegen alle Zahlen­angaben.

Familiciiabend. Wie bereits mehrfach bekannt ge­geben. veranstaltet die Gewerkschaftshaus-Kommission am zweiten Feiertag wieder einen Familicnabend in ähnlicher Weise wie den vor einigen Wochen abgehaltcncn. Durch (tzcsangsdarbictungcn des GesangvereinsEintracht", sowie durch Vorträge ernsten und heiteren Inhalts wird den Be­suchern gute Unterhaltung geboten werden. Das; sich diese recht zahlreich einfindcn, darf wohl erwartet werden, zumal gegenwärtig gesellige Veranstaltungen zu den Seltenheiten gehören, da die sonst üblichen Dereins-Weihnachtsfeiern gänz­lich ausfallen. Unter diesen Umständen kommt das Unter­haltungsbedürfnis zu kurz und wenn ihm die Verwaltung des Gewcrkschaftshauses Rechnung zu tragen sucht, dürfte sie gewiß Verständnis finden.

Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Unteroffizier der Reserve Fritz Thomas, Lehrer aus Alsfeld, Res.-Jnf.-Regt. Nr. 221. Unteroffizier Georg Becker, Ingenieur aus Gießen, Juf.-Regt. Nr. 17-1. Reservist Heinrich Grün aus Lollar, Jnf.-Regt. Nr. 49. Musketier Wilhelm S t c u I aus Muschcnheim, Jnf.-Regt. Nr. 168. Wchrmann Heinrich Peppcl aus Ober- Seemen, Jnf.-Regt. Nr. 116. Wehrmann Wilhelm Neu - m a n n aus Rudingshain, Jnf.-Regt. Nr. 116. Freiwill. Wilhelm Ebert aus Butzbach, Jnf.-Regt. Nr. 221.

Tie KricgSvcrsicherung der Volkssürsorgc als Weih- »achtsgeschcnk! Tie Sorge um das Wohlergehen der Fa­milien der inS Feld gezogenen Mitbürger ist als eine wich­tige soziale Aufgabe allgemein anerkannt. Dieses Wohl­ergehen ist dadurch auf eine harte Probe gestellt, daß die Väter jetzt auch über Weihnachten hinaus im harten Dicnsw fürs Vaterland im Feld aushaltcn müssen. Das WeihnachtS- fest wird daher für die Frauen und Kinder in der Heiniat sehr getrübt und durch die Sorge um das Leben des Er­nährers in vielen Familien noch unangenehm beeinträchtigt werden. Wer daher dazu beitragen kann, diese berechtigte, wenig freudvolle Stimmung zu heben, tut ein gutes Werk. Von vielen Seiten wird gerne dazu beigetragen werden Freude zu bereiten und auch das Fest diesen so schwer Be- trosfcncn zu verschönern. Diese Freude kann bereitet wer­den, wenn den Familien die Sorge uin ihr Wohlergehen beim Eintreten des schlimmsten Falles etwas erleichtert wird. Das könnte geschehen, wenn man den Frauen und Kindern von ausmarschiertcn Verwandten, Freunden und Kollegen zu Weihnachten Anteilscheine der Volkssürsorgc-Kricgsver- sichcrungskasse überreichte und ihnen damit die Gewißheit gäbe, daß man ihre Lage richtig einschätzt, an sie denkt und für sie zu sorgen bestrebt ist. Anteile der Kriegsversiche- rungskasse, die den Familien gefallener Kriegsteilnehmer nach Beendigung des Krieges eine größere Summe garan­tieren, sind sicher für Frauen und Kinder ein wirklich prak­tisches Weihnachtsgeschenk! Ein Anteilschein kostet 5 Mk.! Sofort nach Einzahlung der 6 Mk. ist die Versicherung rechts­kräftig! Die Einzahlung kann erfolgen bei der Hauptver­waltung der Volksfürsorge in Hamburg, Beim Strohhause 38 (Pestscheckkonto Nr. 7053, Hamburg), oder bei den Rech- nungsstcllen der Volksfürsorge im Reiche. Alle Arbeiter- sckretariate, Getverkschaftskartelle, Konsumvereine und Ver­trauensmänner der Volkssürsorgc sind zur Auskunft gerne bereit.

Tic Arbeitslöhne in Kricgszeiten und die Konsumvereine.

Die Calwersche Arbeitsniarkt-Korrespondenz bespricht die Frage der Arbeitslöhne in Kriegszeiten und bemerkt u. a.: Da gogcmvärtig an die Durchführumg größerer omhoitlicher Lohnbewegungen kaum zn denken ist, io hängt die Aufrecht- crhaltung leidlicher Arbeitsbedingungen bis zu einem gewissen Grade davon ob, wie weit die organisatorische Regelung der Lohn- verhältnisie vor dem Krieg in den einzelnen Gewerben schon gediehen war. Relativ an, besten liegen die Itcrhältnisse also dort, wo Tarifgemcinsthaftc» bestanden. Es hat sich meist gezeigt, daß hier Arbeitgeber- und Arbeiter znsaminonhingen, un, nicht nur die Tarisabmochungen nach Möglichkeit auch in Kriegszeiten dnrchznsiihren, sondern auch, um gemeinsam für die Beschaffung der nötigen Arbeitsgelegenheit zusammen«»wirken.

Es gibt bekanntlich keine Betriebe, in denen die tarif­liche Regelung des Arbeitsverhältnisses so gründlich durch- gcführt tvärc, wie die Konsunigenossenschaftsbetriebe, derer Personal denn anch, alles in allem genommen, die Kricgs- zeit unter wesentlich günstigeren und geregelteren Be­dingungen übersteht, als das Gros der übrigen Arbeiter. Vielleicht wird diese Tatsache nickt ganz unbeacktet bleiben, lvenn man einmal ein Urteil über die Bedeutung der Kon­sumvereine in Krieg und Frieden fällt.

Seid sparsam mit der Milch! So schwer cs uns fällt zur Sparsamkeit mit einem der wichtigsten Volksnahrungs- mittel anzuratcn, so niüssen wir cs doch tun, weil wir aus verschiedenen Nachrichten und Beobachtungen zu der Ucber- zeugung gekommen sind, daß nur verringerte Nachfrage nach Milch uns vor einer Verteuerung bewahren kann, die einer völligen Entziehung dieses Nahrungsmittels für die unbe­mittelten Volksschichten gleichkommen würde. Darum seid sparsam mit der Milch! Viel besser freilich wäre es, wenn sich die Behörden noch rechtzeitig entschlössen, durch erträg­liche Höchstpreise der drohenden Milchtcncrung rechtzeitig und wirksam vorzubcugcn.

Drei Feiertage hintereinander bringt uns das diesjährige WcihnachtSfcst und zu Neujahr giebts wieder eine ganze Feicrtags- grnppe, denn wegen des SamStagö diirflc cs sich kaum verlohnen, zu arbeite» anzusangen und viele Betriebe werden deshalb feiern. Nach den Anstrengungen der letzten Tage sind namentlich den Ladcniiihabcr» und ihren Angestellten ein paar Tage der Ruhe zu gönnen. Manche halten allerdings am zweiten Feiertage bereits wieder offen, was bei anderen als Lebensmittelgeschäften eigentlich nicht nötig wäre.

Der kürzeste Tag war in diesem Fahre nicht wie sonst der 21., sondern der 22. Dezember, der Winter beginnt also erst an diesem Tage. Von jetzt ab nehmen die Tage bekanntlich wieder zn, aber sehr wenig, bis Ende des Monats nur 4 Minuten. Erst von Februar ab geht cs mit stärkeren Schritten dem Lichte wieder zn.

Nach der Bauernregel kommtder Winter gegangen, wenn die Tage ansangen zu langen." Das scheint in diesem Fahre zuzu- treffen, in den letzten Tagen ist die Temperatur erheblich gesunken und Frost eingetrctcn. Damit erfüllt sich zwar die Sehnsucht der Schnee- und Eissportler, wer aber bei den teueren Kohlen für Heizung sorgen niuß, dem ist es weniger angenehm.

Verwendung der Eichenrinde als Gerbmittel. Bekanntlich wurde früher zum Gerben des Leders allgemein Eichenrinde be­nutzt. Große Eichenschälwaldungcn waren zur Befriedigung des Bedarfs der Lederindustrie an Schälrindc angelegt: Tausende von Arbeitern fanden in den Waldungen lohnende Beschäftigung. Je mehr aber die Lederindustrie dazu überging, das Gerben des Leders mit künstlichen chemischen Gcrbstosscn vorznnehmen, desto mehr ging der Eichenschälwald-Betricb, der die Konkurrenz mit den billigen künstlichen Gerbmitteln nicht auszuhalten vermochte, zurück, trotz der Versuche, den Waldbcsitzern und den Arbeitern zu Helsen. Ta nun während des Krieges die Zufuhr der aus dem Auslände bezogenen Gerbstoffe abgcfchnitten ist, richtet jetzt die badische Regierung in Baden befanden sich besonders viele Eichenschälwaldnngcn die Mahnung an die Waldbesitzer, die beabsichtigten Umwandlungen von Eichenschälwaldungcn cinzu- stellen. Sie empfiehlt den Waldbesivcrn, sich jetzt schon mit den Gerbereien zwecks Lieferung der Eichenrinde für nächstes Jahr in Verbindung zu setzen. Dasselbe empfiehlt die Regierung auch den Besitzern von Fichtcnwaldungen, da die Fichtenrinde ebenfalls ein guter Gerbstoff ist. Fn den hessischen und nassauischen Wäldern wurde noch bis vor wenigen Fahren viel Eichenrinde geerntet.

Weihnachtsbäumc wurden in den letzten Tagen doch noch stark gekauft und da das Angebot nur gering war, gingen die Preise erheblich in die Höhe. Soviel man bemerken konnte, waren gestern nur noch geringe Vorräte am Platze.

Ortskrankcnkasse Gießen. Nach dem Jahresbericht für bas Geschäftsjahr 1913, der dieser Tage erschien, zählte die Orts- krankcnkasie im Jahre 1913 durchschnittlich 0195 Mitglieder, 4745 männliche und 1450 weibliche. Tic Einnahmen betrugen im ganzen 245 050 Mark, denen 239120 Mark Ausgaben gegcn- iiberstchcn. Die hauptsächlichsten Einnahmeposten sind: Beiträge 213 220 Mk., Zinsen 4869 Mk., Ersatzleistungen 2758 Mk., sonstige Einnahmen 13 458 Mk. Von den Ausgaben sind die größten Posten: Aerztliche Behandlung 48 582 Mk., Arznei und Heilmittel 26 810 Mk., Krankengelder an Mitglieder 81091 Mk. nnd an An- gehörigc 2979 Mk.. Wöchnerinuen-Unterstützung 2383 Mk., Sterbe­gelder für Mitglieder 2264 Mk., für Angehörige 900 Mk., Kurkostcn in Krankenhäusern 22 205 Mk., Kapitalanlage 3267 Mk., Berwal- tnngskosten 29 009 Mk.. sonstige Ausgaben 5327 Mk. Als Kasfcn- bcstand verblieben 6536.25 Mk. Ter Reservefonds beträgt 161 677 Mk.. es schien an dem vorgeschriebenen Betrage noch 31672 Mark. Die Ausschußsitzung findet am Mittwoch, den 30. Dezeniber, abends 8% Nhr, im Saale des Gewerkschaftshauscs statt. Tic Tagesordnung lautet: 1. Abnahme der Fahresrcchnnng für 1913. 2. Wahl des Rechnungs-Ausschusses. 3. Vortrag über das Notgcsetz vom 4. August 1914 und die Kriegswochcnhilfc.

Keine Znlasiung weiblicher Angehörige ins Kriegsgcbiet. Das Generalkommando des 18. Armeekorps hat, wie wir bereits einmal meldeten, folgende Bekanntmachung erlaßen: Zahlreiche, beim Generalkommando vorliegende Gesuche um Ausstellung von Fahrt­ausweisen an weibliche Angehörige der im Lpcrations- und Etappengebiet stehenden Militärpcrsonen veranlaßen das Generalkommando, darauf hinzuwelscn, daß gemäß Verfügung des Kricgsministcriums vom 5. Dezember 1914, Tagebuch-Nr. 1437/14 c. A. 3, Fahrtausweise an weibliche Angehörigen grundsätzlich nicht erteilt werden dürfen. Nur bei unmittelbar bestehender Lebens­gefahr darf in besonders zu prüfenden Einzelsällen von dem be­stehenden Grundsätze abgcwichen werden, vorausgesetzt, daß die Ge­nehmigung des Geucralguartiermcisters, des Armeeoberkommandos oder der Etappcninspcktion von Seiten des Gesuchstellers vorher cingeholt ist. Mit geringfügigen Abmilderungen bestehen die gleichen Vorschriften für den Bereich des Generalgouvernements Belgien.

Der Verkehr mit deutschen Kriegsgefangenen im AuSlandc.

Personen, welche sich wegen Ermittelungen und Auskünften usw. an das internationale Komitee des Roten Kreuzes in Gens mit Beziehung auf deutsche Kriegsgefangene im Aus­lände wenden, miißen zur schnelleren Erledigung ihres Gesuches durchaus folgendes beachten: Sie miißen die Gesuche sehr leserlich aus Briefpapier von großem Format skaufmännischcs Formats schreiben. Ter Umschlag muß einfach die Adreße tragen:Rotes Kreuz lEroir--rvuges. Aaence des Prisonuicrs de ancrre Genf lSchweizs". Der Umschlag maß offen bleiben. Der Brief ist un­frankiert abznfenden, cs ist für Antwort keine Briefmarke, kein Rückschein und keine Antwort-Postkarte beizusligen. Die Briefe an das Rote Kreuz in Genf und von ihm sind portofrei. Niemals sind Postkarten zu Schreiben an das Rote Kreuz zu verwenden.

Hier haußcn passiert nischt Neues." Daß das Ausbleiben von Nachrichten aus dem Felde nicht immer von der Feldpost verschul­det ist, zeigt ein Vorfall in einem sächsischen Dorf, über den das Risacr Tageblatt herichtet. Eine Frau, die seit Beginn des Krieges ohne Nachricht von ihrem im Felde stehenden Mann ge­blieben mar. ließ durch den Schullehrer einen Brief an die Koni- pagnie schreiben mit der Anfrage, ob ihr Mann noch am Leben sei. Als Antwort liefen folgende Zeilen ein:

Liebe Lina! Das ist gcmeene, daß Du erst zum Schullehrer gegangen bist nnd hast schreiben laßen. Hier haußcn kassier nischt Neues. Wir schlissen nibber und die fchüßen ribber. Gruß Tein ..."

Nur die Ruhe kann cs machen! Es ist immerhin erstaunlich, daß bei den vielenSchüßen" der Vatcrlandsvcrteidiger nicht ein mal sich hat anfeucrn laßen, zum Bleistift zu greifen, bevor seine Frau grobes Geschütz anfahrcn ließ.

Kurzer Wcihnachts- und Neujahrsurlaub. Mit Rücksicht aus den Ernst der Zeit wird den Truppen, die sich im Bereich des 18. Armeekorps befinden, nnr ein ganz kurzer Urlaub zu den bevor­stehenden Feiertagen gewährt. Der Weihnachtsurlaub währt vom Donnerstag mittag 12 Nhr bis Sonntag abend, und der Urlaub zu Neujahr ist für die Zeit vom 31. Dezember mittags bis 2 Januar 12 Uhr mittags festgesetzt.

Stadttheater. Tic erste Abonnementsoorstcllumg nach den Feiertagen findet an, Dien-Stag den 29. Dezember statt und bringt das neue VolksluftspiolTer Schlagbaum" von Heinrich Lee. Das Werk, das bereits in Berlin, Frankfurt, Wiesbaden (Hostheaters sein« Probe glänzend bestanden hatte, ist jüngst anch in Heidelberg und am Oldenburger Hoftheatrr mit großem Erfolg anfgefillrrt worden. Der Verfasser fuhrt uns in die Biedermeierzeit, deren Milieu nnd Eharaktere er mit großer Liebe und Plastik schildert, gleichzeitig spielt der damalig« Gegenlatz von Nord und Süd in ergötzlicher Weise mit herein.Der Schlagbaaim" darf in gewestem Sinn« als aktuelles Werk gelten, schildert er doch die Kämpfe um das Zustandekommen des Zollvereins, d«r d!« Voraussetzung der späteren deutschen Einheit bildete. In der Neuheit, die unter der Regie von Direktor Steingoetter sorgfältig vorbereitet wird, wirkl fast das gesanite Personal mit.

y. Alten-Buseck. Da auf Beschluß der Ictzien Versammlung des VolksvcreinS für die Kinder der in den Krieg gelogenen Mitglieder ein« klein« Weihnachtsbeschcrung am ersten Wcih- n ach tStag e, nachmittags 3 Uhr. stattflnd«t, so laden wir hier­mit die betreffenden Eltern mit ihren Kindern sowie di« Mitglieder nochmals dazu eig.

Briefkasten.

Einige Bürger, Gießen, Ihr« Einsendung wegen Ererzlerenö

der Berimindeien Hai dem Generollkommando Vorgelegen, das di« Verösf^ntlichnng nicht gestattet. B.-Gießen, F.-Wetzlar. Der Artikel über den Fall Liebknecht in der Nr. 293 stammt von einem Kollegen. Wir kömien hinzu fügen, daß wir der dort im Gegenfatz zur 8. Volkszig. znm Ausdruck gebrachten Pdeinumg nicht zusiinmien.

Stadttheater Gießen. Spiclplan. Dienstag, den 2g Dezember, abends 8 Uhr. 7. Dienstag-Abonnements-Vorstellunn Ter Schlagbaum", Neuheit. Volkslustspicl in 4 Akten von Heinrich Lee. Ende gegen 10% Uhr. Gewöhnliche Preise lermäßigtj. Freitag, den 1. Januar, nachmittags 3A Uhr: Kindcr-Vorstellung- Aschenbrödcl". Weihnachtskomödic mit Gesang und Tanz in 6 Riü der» von E. A. Görner. Ende 0 Uhr. Abends 7% Uhr:Wie einst im Mai". Poße mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von Rudolf Bernauer und Rudolph Schanzcr. Mußt von Walter Kollo und Will» Brcdschneidcr. Ende 10% Uhr. Kleine Preise. Sonntag, den 3. Januar, nachmittags 3% Uhr:Die Schmettcrlingsschlacht"! Komödie in 4 Akten von Hermann Sndcrmann. Ende nach 6 Uhr! Volks-Preise. Abends 7% Uhr:Der Schlagbaum". Neuheit!

Volkslustspiel in 4 Akten von Heinrich Lee. Ende gegen 10% Uhr Kleine Preise.

Zu dem Fonds für Liebesgabe» find bei dem Obcrbürgermcisle, weiter eingcgangen von:

Landgerlchlkdircklor Bücking« Dczomberrote 1000.4/, Bcomteni>cr«in Gießen 2. Ra!« 50 M, Tiorschutzverein Gießen 2. Rat« 500 M, Brreln städtischer Beamten 5. Rate 100 Al, Professor Dr. Erb 10 M, Frau Gcheimrot Pasch 200 M, von SckKlern und Schülerinnen der kaufmännischen Fachschule 31,10 M, vom städtiisäym Schlochlihof Erlös für verkauft« GobdschlägohLut« 47,05 Al, Allgemeiner Staats, eisenbahnvereßn 05 M, Gesellschaft Olnmp 100 .H, Ertrag eines Wohltatigkeltökoiizcrts durch Vtusikdireki-or Krauß: 72,Gl Al. an-Z der Sammelbüchse in der Restartratlon Krokodil 19,93 M. Stadt^ «eometer Wißner 4. Rate 20 AL, St. 50 Jl. V L. 10 Al, 31. N. 25 .H, K. 22,50H. Kreisani-tmanlii Hammerde 100 M, Flnanzrat Dr. Offen, bächer 5. Rate 20 .H, Kinder Lang ermann 9,72 M. von Beamten der Stadt Gießen Verzicht ans Zinsen ihrer WeihnachtSsparkaß« 85,02 AL, Lehrer V Müller 10 M, Landgerichtsrat Neu«Hagen 4. Rase 25 Al, Gießener Lchrervcrein 5. Rat« 200 M, GiZflner Lehrcrinnenvercin 5. Rat« 145 Al, Stadtverordneten Krumm Dez einherrat 100 M, Frau Elisabeth Krumm 100 Al. Frl. Johanna Krumm 50 .11, aus verzichteten Einguarticrungsgeldirn 23,10 Al, zusammen 3191,66 M.

Mit herzlichem Dank für dies« Gaben wird um weitere Zu» Wendungen gebeten.

Standesamt Gießen.

Geborene.

Dez. 12. Dom Installateur Johann Hcitirich Fischer ein« Tochter, Anna Mari«. 15. Dem Zahnarzt Ludwig Werlheim ein Sohn, Hans. Dem Kaufmann Jakob Balihaier Häuser «in Sohn, Ernst. 16 Den, Taglöhner Karl Mc-istl «ln« Tochter. 17. Dem Arbeiter Ehrlstlan Kipper ein Sohn, Otto. 18. Dem Reserve-Lokomotivführer Ernst Heinrich Karl eine Tochter, Hildegard Angnfte.

Ausgebolc.

Dez. 18. Justus Ernst, Schlosser, mit Emilie Naumann, beide in Löhlbach 21. Ernst Wilhelm Mankus, Schniadentsister, mit Mari« Elifaboth T«ist, beide in Hornel.

Sicrbcfälle.

Dez. 16. Otto Karl Heinrich Peter Jäger, Student, 18 Jahre alt. Goethestr. 29. Karl Wirst», Fuhrmann, 36 Jahre alt, Nenen- weg 6. 17. Georg Dietrich Türner. Metzgermciftcr, 76 Fahr« alt, Neustadt 29. 18. Anna Maria Kreiling, ged. Nebel. 75 Favre alt, Nodheimerstr. 2. 19. Ernst Rnckelühauß, 4 Jahre alt, Frank- furterstraßc 77. Heinrich Rohrbach, Metallgießer, 35 Jahre alt, Ostawlagc 40. 21. Reinhard Wißner, Stadtgeometer, 59 Jastre alt, Hanselstr. 2. 23. Karolin« Elise Helene Mankos, geb. Roch, 36 Jahr« alt, Weserstr. 8.

Im Felde gefallen:

Okt. 24. Heinrich Ludwig Jul ins Hghn. Kaufmann, Reservist, 28 Jahre alch Selterswcg 67, bei lc Onesnoii gesallon.

Höhere und erweiterte Mädschenschnle in Gießen.

Die Anmeldungen der Mädchen, die vom Beginn des kommen, den Schnlsahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Donners­tag, den 14., und Freitag, den 15, Januar, von 8% bis I Uhr, im Tchulhause, Nordanlagc 14, cntgcacngcnommcn, und zwar Donnerstag für die Höhere, Freitag für die Erweiiertc Mädchen­schule. Vorznlcgcn sind OlcburtSnrknnde, Impfschein oder Wieder» impsschein und bei Kindern, die ans einer anderen Schule kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schnlpsllchtlg werden, find bei der Anmelduitg vorzustcllen. Schülerinnen, die früher schon in unserer Schule waren und wieder cintrctcn sollen, sind ebenfalls anzumcldeii.

Anmeldungen nach der festgesetzten Zelt können nur berück­sichtigt werden, insofern die betreffenden Klassen nicht schon voll­zählig sind.

Gießen, den 23. Dezember 1914.

Großhrrzogliche Direktion:

Dr. Störiko.

Städtischer Arbeitsnachweis Gießen.

Es können eingestellt werden:

») bei hiesigen Arbeitgebern:

5 Dreher, 3 Former. 2 Schlosser, 2 Kupferschmiede, 1 Heizungs- und 2 Elcklromontenrc, 2 Schmiede, 1 Spengler, 1 Gerber, 2 Bäcker,

3 Schuhmacher, 3 Sattler, 1 Friseur, Taglöhncr u, HauSburschcn, Dienstmädchen.

b> bei auswärtigen Arbeitgebern:

6 Elektromonteure, 20 Eiicndrchcr, 1 Feucrschmied, Schlosser, Werkzeugmacher, Klempner nnd Installateure, 2 Bäcker und Kondi­tor, 1 süngercr landwirtschaftlicher Arbeiter, Maurer, Handlanger, Erdarbeiter, Kalkbrcnncr, Stclnbrucharbelter und Taglöbner, Bau-, Rohr- und Rcparaturlchlosser sowie ungelernlc Fabrik­arbeiter und Bleilöter für eine Fabrik bei freier Hinreise »nd ' hohem Lohn.

Es suchen Arbeit:

2 landwirtschaftliche Fuhrleute, 4 Schlosser, 1 Schmied, 2 Buch­binder, 1 Polsterer und Tapezierer. 16 Schreiner, 1 Kliscr, 1 Glaser,

1 Müller, 5 Schuhmacher, 3 Schneider, 4 Maurer, 7 Zimmcrlcutc,

6 Wclßbinder und Lackierer. Kanfleute, Schreiber, landwirtschaft­liche Arbeiter und Knechte, Erdarbeiter, Taglöhncr, Kellner, Hans- burschen, Putz-, Wasch- und Laussraucn.

Städtischer Woßnmtasnachweis Gießen.

Ee sind zu vermieten:

1 Wohnung von 7 Zimmern evtl, mit Mansarde, 2 Dohiiunqen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 5 Zimmern und 1 Mansarden» zimmcr, 1 Wohnung von 5 Zimmern, 3 Wohnungen von 4 Zim­mern, 2 Wohnungen von 45 Zimmern, 6 Wohnungen von J Zimmern, 4 Wohnungen von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zim-1 mcrn ohne Küche, 1 Lager- oder Jabrikraum, 6 möblierte Zimmer, I davon 2 ncbcneinanderlicgende.

Zu mieten gesucht:

12 Wohnungen von 25 Zimmern

Die Marktpreise kür Vieh »»d Frucht und die Gießener Fletsch- und Brotpreise am 21. Dezember 1914

Schlachtviehpreise in Fra nkfnrt a. M.

Fleischs'rejsc in Gießen

Ochsen

Kälber

Schweine

50kg Schlachtgewicht 81-100 Mk. '/> . 75-96 Mk . . 7,-77 .

»/, kg86-96 Pfg. 80-84 .

. 80-98 .

Getreidcpreise In Mannheim.

Weizen I Roggen

100 Ire.---Mk.

Brotpreiic i» Gießen

Weißbrot 2 kg 68 Pfg | Schwarzbrot 2 64