Ausgabe 
24.12.1914
 
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iseben einbüßcndcn ottomanisckien Untertan Vergeltungs- Maßregeln an den Engländern in den Konzentrationslagern ergriffen würden. Ter hiesige amerikanische Botschafter legte Protest gegen das von Tjemal angcdrohte Vorgehen ein.

Die deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich

Berti», 22. Dez. (W. B. Nichtmnilich.) Tie Norddeutschc eili­ge meine Zeitung schreit» über die Lag« der deutschen Kriogs- gefemgenc» i» Frankreich: Das International« Koniiiec vom Roten Ären,: in Kens stellt einen von dem französischen Bevollmächtigten für di« Ueberwachung der Kriegsgefangenenlager erstatteten Be­richt zur Verfügung, in dem cs heißt:Ich habe die Gefangenen­lager in Biane. Montandan. dllbertville, Rouen, St. Etiemie. Le Pun. Clermont und Aurillac besucht und kann versichern, daß die Behandlung der deutschen KriegSgesangen.cn dort überall korrekt ist. Alle für ihre tlntcrkunft, Kleidung und Verpflegung geirofseinen Einrichtungen müssen als aitsreichcnd bezeichnet werden. Ern Ver­bot. deutsch zu sprechen, besteht nicht. T«r briefliche Verkehr mit ihren Angehörigen ist den Gefangenen gestattet, indes hat man in «iirzelnen Lagern di« Beschräitkung dahin getroffen, dass pro Woche nur ein Brief von zwei Seiten, stellenweise auch zwei Briefe abzu­schicken gestattet ist. Im übrigen gellen für alle Lager die gleicht:: ministeriellen Vorschriften. Die über die Behandlung der deutschen Krtegsgesangencn in Clernront-Ferrand in der deutschen und schweizerischen Presse verbreiteten beunruhigenden Gerüchte sind nicht begründet. Danach sollte es mit den Gesund-heitsverhältnissen :>n dortigen Gefangenenlager schlecht arlSsehen. Ein deutscher Ossizier (Sxrrr Böhmer-Neuscha-tel) sollte misshandelt worden sein. Tie Untersuchung durch einen französischen Arzt hat «rgcbcit, dag di« zusammen mit französischen Soldaten im Lager für einige Zeit internierten, jetzt anderweitig :ml«rg«brachten deutschen Krivgs- gesongenen, korrekt behandelt worden sind, und daß die Behauptung einer Mihhandlmig des. deutschen Offiziers nicht zutreffend ist. Die gisundheiilichcn Verhältmsse des im Gebirge gelegenen Lagers, in dem jetzt noch französisch« Soldaten liegen, sind durchaus nicht un­günstig.

Der Burenausstand.

TU. Aus Johannesburg meldet Reuter: Bei einer Pa­rade erklärte der Justizininistcr, die südafrikanische Regie- rung habe nicht die Absicht, eine allgemeine Amnestie zu er­lasse::. 4000 Buren befänden sich in Gefangenschaft, wäh­rend 1800, die sich ergeben hätten, ans Ehrenwort nach Hause .gehen konnten, lieber die deutschen Kontributionen in Belgien

wird geschrieben:

Tie am kl). Dezember gefaßten Beschlüsse der Landtage der neun belgischen Provinze::, die der Bevölkerung Belgicirs vom Generakgouverneur auferlegl« Jahrcsk-vntritmkion von 48» Mil- lionen Franken durch Ausgabe von Schatzschcinen auszudringen, erledigten eine Rothe wichtiger Fragen. Bisher waren Kan» tribufioucrt einzelnen Städten aufcrlegt. Mehrer« Kontributionen konnten überhaupt nicht oder nur zuu: Teil beigrlrieben imrden. Wo eine Finauzierrrng möglich :var und erfolgt«, war sie sehr ver- schicbenariig: die vielfältigen Kapidalbeschafsungsartc:: ivarcn ge­eignet, Verwirrung in der: Kapitalmarkt zu bringen. Es erschien ferner nicht gerechtsertigt. daß die Kontributionen nur den Städten auserlegt war«::, während das wohlhabende flache Lai:d davon ver­schont blieb. Eine Vereinheitlichung der Kontributionen u:K> ihrer Auferlegung auf das ganze Land war daher geboten. Ten Weg einer Staatsanleihe oder der Begebung von Schatzscheinen durch das. Land Belgien wollte die deutsche Verwaltung schon aus völkerrecht­lichen Rücksicht«: nicht betreten, danun wurde der Weg gewählt, die Kontribution den neun Provinzen anfzu«rlegcn und sie für die Aufbringung des Betrages solidarisch haftbar zu n:achen. Bei den Vorverhandlungen mit den Vertretern der äeputntivns perma­nentes zeigten sich deren Bestrebungen zum Entgegenkommen und selbst «ine gewisse Geneigtheit zu sachlicher Mitarbeit. Namentlich fand der Vorschlag der deutschen Verwaltung, di« Kontribution durch Schadschein« auszudringen, die von einem alle größere:: Banken Belgiens umfassenden Kon-sorti-um zu übernehmen und von der neu .zu schaffende:: Notenbank zu begeben sind, Verständnis bei den Provinzialvertreteri:. Sie begrüßen es ossenbar. daß dem Land« eine unmittelbare Belastung gegenwärtig erspart bleibt und di« Deckung der Schatzschcine ans die Fricdeuszeit übertragen wird. Mit diesen Verhandlungen wurde die Regelung der 3icguisition.cn verbunden. Die Requisitionen wurden bisher mit Bons bezahlt.

Afraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 145

Und gibt es kein Mittel, um dieser schändlichen Sipp­schaft zu entgehen?"

Ein Mittel," antwortete der Lappe, ihn starr ansehend, ja, ein Mittel gibt es. Dies eine Mittel hilft uns beiden, es gibt kein anderes. Höre zu! Wie viele Kaufleute wohnen in den Sunden und Fjorden? Nicht fünfhundert. Wer liebt sie? Niemand! Sind es tapfere, starke Männer, die Wolf und Bär jagen können? Sie sind träge, trinken, zählen Geld, rechnen und sitzen in ihren Häusern am Herde. Was sind wir dagegen? Ein Volk, das mehr als zehn­tausend Männer hat, Männer, deren Büchsen niemals fehlen, die nie müde werden, mag die Last groß' sein, und die in Sturm und Nebel niemals verzagen."

Wie?" rief Johann erstaunt und erschreckt,willst du Aufruhr anstiftenI Gegen König und Obrigkeit Krieg be­ginnen?"

Nicht gegen König und Obrigkeit." sagte Afraja,aber gegen unsere Feinde, die in deines Königs Namen jede Ge­walt verüben."

Er weiß nichts davon. Wüsste er es, oder wüsste es der Gouverneur von Trondhjem, es würde vieles nicht geschehen. Hoffe, dass Klaus HornemannS Bemühungen bald wirksame Hilfe bringen."

Weiss er es nicht," sagte Afraja,um so schlimmer für ihn. Wie kann er auch so viele hundert Meilen von hier König sein wollen? Nein, Herr, ich hoffe nichts, nichts wn: deinem König, nichts von seinen Dienern und nichts von dem alten Priester, der da meint, Christen müssten wir wer­den, so sei der Himmel für uns offen, in welchen alle, die uns quälen, eingehen wollen. Ich mag nicht da sein, wo sie sind, und wenn dein Gott ein mächtiger wäre, wie könnte er es dulden, solche Kinder zu haben?"

Marstrand hatte Zeit gefunden, sich zu bedenken.Ick: nehme an, dass deine Erbitterung aus dir spricht," antwor­tete er,dass aber deine Klugheit wohl überlegt, was die Folgen fein würden. Die Kaufleute und Ansiedler, die Quäner und Fischer werden sich nicht so leicht überwältigen lassen. Dein Volk lebt zerstreut über den ganzen Norden bis an das Eisineer hin. Du hast keine Gewalt darüber. Selbst die paar hundert Familien an diesen Fjorden sind jede für sich, oft in Feindschaft sogar, und nirgends ist ein Band, das st« bereinigen könnte. Glückte es dir aber auch,

deien Einlösung der Zeit nach Friedensschluss Vorbehalten blieb. Nunmehr sollen di« Requisitionen durch Barzahlung beglichen werde::. Besondere Beachtung erfordern: die Frage der Bezahlung der in Annverpen, Gerri und an anderen Siapelplätzen des Landes vorqefunderrcn Warenvorräte, über die di« Ro-Hstosfabtcilnng des KriegSministeriumS verfügt. Die belgischen Eigentümer werden volle Bezahlung für die Waren erhallen, sobald sie in Deutschland eingetroffen und nach ihrem Werte abgeschätzt sind. Diese Be­zahlung soll in einer Weis« erfolgen, daß während des Krieges Geldnbcrtragungen von Deutschland nach Belgien nicht stattzu- finden brauchen.

Das Leben für den Zaren!

Einer Anregung des Ministerpräsidenten Viviani zu- folge richtete,, die sozialistischen Minister S e m h n t und G u c s d c an die Duma Mitglieder der äußer­sten Linken ein Telegramm, indem sic ihren Kameraden nahclcgen, ihre s ch a rs e Opposition gegen die Regie­rung aufzu geben und die Haltung der französischen und englischen Arbeiterparteien anzunchmcn.

Ist diese Nachricht wahr, haben Sembat und Guesdc wirklich so gehandelt, haben sie dem Zarismus auch das letzte Opser gebracht dann muss es in Frank­reich sehr schlimm sichen.

Das von den Deutschen befehle Gebiet Frankreichs.

Nach Berichten der statistischen Gesellschaft hat das besetzte französische Gebiet eine Bevölkerungszahl von 8 255 000 Seelen, also 8,20 Prozent der gesamten französi­schen Bevölkerung. Der Wert der unbebauten besetzten Gebiete beträgt ungefähr vier Milliarden, der Wirtschafts­gebäude 1,1 Milliarden, der Fabriken 1,5 Milliarden, der Ge­schäftshäuser 1,2 Milliarden, der Wohnhäuser 5,5 Milliarden, des Handels und Jndustriematerials eine Milliarde, der Ge­samtwert der besetzten Gebiete ist demnach ungefähr auf 14,5 Milliarden zu veranschlagen. Ter Wert der Hypotheken- schuld der besetzten Gebiete beträgt ungefähr eine Milliarde.

Verarteiluna deutscher Krankenwärter.

Das Kriegsgericht des. 1». französischen Armeekorps in Rennes hat die krtcgsgesangcnen deutschen Krankenpfleger Robert Günther und Wilhelm Tiede zu je einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Gericht nahm an, daß die Vcnurtetften einen Wands-chraift erbrochen und daraus Wäsche entwendet hättien. Tom Einwand der Kranken­träger, daß sic die Wäsche zu Verbandszwccken gebraucht hätten wurde nicht geglaubt.

Englands Kriegsailsgabei».

London, 22. Dez. (W. B. Nichtamlich.) Daily Chro- nicle veröffcnlicht eine Unterredung des französischen Depu­tierten Louquct mit Lloyd Georges, in der der englische Schatzkanzler sagte, Englands Ausgaben betrügen für Heer und Flotte monatlich 45 Millionen Pfund Sterlin. Eng­land habe jetzt über 2 Millionen Soldaten und Seeleute unter den Waffen. Seit Anfang August habe man ohne. Wehrpflicht etwa iy 2 Millionen Soldaten rekrutiert und nian werde vielleicht auf 2i/> Millionen kommen. Vor dein Frühling würde % Million ausgezeichnet ausgebildetcr imd sehr begeisterter Soldaten das Erpeditionskhecr verstärkt haben.

Ein italienischer Dampfer vor Malta beschossen.

Mailand, 22. Dez. (Eir. Frist.) Als der italienische Dampfer Letundro", der GesellschaftSierlta" gehörig, eine Stmnde ngch dem iiblichen Hafenschbuß in La Valette auf Malta einlaufen wellte und mit der Hasenbehörde durch Signale sprach, wurde er durch einen vom Fort airsgegangenen Schrapnellschub getroffen, der die Schisssivand und den Schornstein durchlöcherte, sowie di« Kommandobrücke beschädigte. Menschen wurden nicht verletzt, doch trat eine große Panik ein. Auf Berlaiegen des italienischen General­konsuls schickte der Gouverneur sofort eine UntersuchungSkommissio::

an einigen Orten Häuser zu verbrennen und siegreich zu sein, ja, glückte dir, was nimmer glücken kann, die Nieder­lassungen überall zu zerstören, so würden bald genug Schiffe voll Soldaten und Kriegsvolk kommen, die fürchterliche Rache nehmen."

Afraja lachte vor sich hin.Lass sie kommen," ant­wortete er dann,weit ist es bis an den Enare Träesk, weit bis an den Bumanafjord. Aus jedem Stein kann eine Lappcnkugel kommen, und deine Soldaten sind nicht Männer, die viele Tage durch Sümpfe waten und durch die Jauren steigen können, ohne gute Speise und guten Trank zu haben."

Der Junker musste dies zugebcn, aber je mehr er einsah, dass Afraja wirklich im Ernst sprach, um so mehr lehnten sich seine Gefühle dagegen auf.Wenn ich wüsste," sagte er endlich,dass du zu solchen blutigen und verderblichen Taten greifen könntest, so würde ich tun, was meine Pflicht wäre, um es dir unmöglich zu machen."

Afraja antwortete mit einem Blicke, dessen Bedeutung Marstrand auch ohne Worte verstanden hatte.Du würdest," sprach er langsam,den Lyngcnfjord nicht wieder finden, wenn du den verraten wolltest, der dir Gutes getan. Aber du kannst es nicht, auch wenn du möchtest."

Willst du mich zwingen? Gefangen halten!?"

Du hast in Jubinals heilige Saita dein Haupt gelegt," erwiderte der Greis,du hast von seinem Opfcrstcine dein Brot genommen. Ich habe den Allvater nicht vergebens gefragt, ob du sein Werkzeug sein sollst, alle Zeichen haben geantwortet, dass er dich ausgcnonnncn hat in seinen Bund."

Was geht mich dein greulich heidnisch Zauberwcsen an!" antwortete der junge Mann heimlich schaudernd.So wenig ich deinem Gotte dienen will, so wenig will ich etwas mit deinen unsinnigen Entwürfen zu schaffen haben."

Du bist bestimmt dazu," sagte Afraja unerschütterlich und Wirst das Gebot erfüllen. Glaube nicht, dass ich ver° nnnftlos leichtsinnig nnch in Gefahr begebe. Mortuno ist ein furchtloser Mann. Die junge Mannschaft aus allen Gammen ist bereit, ihm zu folgen. Wir l)aben Waffen und Pulver samt allem, was dazu gehört."

Und beim ersten Schuss werden sie davonlanfcn," ries Johann, der an seinen nächtlichen Kampf dachte.

Du," sprach Afraja,du wirst bei ihnen sein und ihren Mut anfachen.",

Wer? Ich!?" rief Marstrand,eher möge meine Hand verdorren! Aber höre auf mit deinem Scherz," fuhr er ruhiger fort, indem er sich wieder auf den Felsblock setzte.

an Bors, um den Schabe» und bic Verantwortlichkeit scstznß»^ Am nächsten Btorgen lies bas Schiss in den Hasen cm, lief dann nach einer Nolaitsbesserung gegen Syrakus ans.

San Nemo, 22. Dez. (T. U.) Der italienische Dampfer $» Umberto", der von Barzelona nach Genna unterwegs war, würde von cin>em französischen Kreuzer angehalten uns unieriucht. Mo­dell Passagier«: befand sich auch der früher« deutsche Miliiärattach^. in Paris, Major von Winterseld. Er wurde sestaenommen nach Toulon adgcführt. Er durfte aber nach Vorzeigung

Gcleitb riefen der französischen und englischen Regierung sein: Rci» fortsetzertz

Italiens Haltung.

Rom, 22. Dez. (TU.) Die Regierung lmt den Z«. tungcn strengstens verboten, irgendwelche Nachrichten mih. tärischer Natur oder Meldungen über Truppenbewegungen zu veröffentlichen. In der Presse ist das unverbürgte rücht verbreitet, dass der frühere Präsident Lonbct in ausser­ordentlicher Mission nach Rom komme.

Ein feindlicher Flieger über Stratzbnrg.

Straßbnrg, 22. Dez (WB, Nichtamtlich ) Heute nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr erschien ein feindlicher Flieger über unserer Stadt und ließ in der Nähe der Illkirchcr Miihlcnwcrke eia, Bombe fallen, die einen leeren Schuppen und Fenster eines Ge­treidespeichers beschädigte. Einige Sprengstiickc fielen in de» Handelshafen. Verletzt wurde niemand. Ter Flieger, der sich ir 1580 bis 170» Meter Höhe bewegte, wurde beschossen.

Dr. Liebknecht mii> die Genossen im Felde

Die Altenburger Volkszeiiung verössentlicht einen Feldpost bricf eines Genossen, der im Westen kämpft. Er schildert dari,

и. a. das Echo, welches das Verhalten Dr. Licbknrcksis in: Reichs tag in den Reihen der kämpfenden Parteigenossen gesunden hat Es heißt da:Soeben erzählen mir meine Kameraden, daß Lieb

к, recht im Reichstage gegen die neuen Kriegskreditc gcftimm habe. Alle Kameraden finden das ungemein beschämend Ich habe die Zeitungen noch nicht, ich weiß also nicht, wie Ihr E,- dazu stellt. Das eine aber steht scsi, Liebknecht dürfte für sei, Verhalten wenig Zustimmung finden. Das zeugt von weni Disziplin der Partei gegenüber. Was sollte denn eigen« lich werden? Ist Liebknecht denn der Meinung, baß sich nute der russischen Knute besser leben läßt? Er scheir wenig Ahnung zu haben von den Arbeiten und den Entbehrung der im Felde Stehenden. Sei es wie es wolle, es wird a » ch ahn Liebknecht weiter vorwärts gehen, zum Siege tro allrdcm."

(Gemeinsame Siegesfeier.

In der Jnfanterickasernc zu Offenburg (Baden) h finden sich zurzeit etwa 60 gefangene Franzosen, die als Be wundste zuerst im dortigen Lazarett behandelt worden tooto Als vor einigen Tagen plötzlich von allen Kirchen die Glocke ertönten und alsbald Flaggen ansgehängt wurden, mach diese seltene Kundgebung einen sehr betrübenden Eindni auf die im Kasernenhofe sich erholenden Gcfangei^n', i wähnten einen Triumph über Frankreich zu vernehme Als sie aber erfuhren, dass Russland einen Schlag erlitt: hat, schlug die Stimmung in Helle Freude um: die Fra zoscn (Alpenjäger und Linicn-Jnfanteristen) schwenkten:h Käppis, erhoben Arme und Krücken, um in den Jubel d deutschen Soldaten einzustimmen.

Französische Flottenverlnsie.

WB. Wien, 23. Dez. Von amtlicher Marincscitc wird meldet: Das französische Unterseeboot Enrie wurde, ohne zn ein Angriff gekommen zu sein, an unserer Kvsic von Strandbatieri und Wachtscucrschissen beschossen und zum Sinken gebracht. Besatzung wurde gefangen genommen.

Dos österreschisch-nngarischc Unterseeboot Nr. 12 griff am Dezember in der Otrantostraße die französische Flotte, bestes» aus Itz großen Schissen an, und torpedierte das Flaggschiff » Typ Eonrbct zweimal und tras beide Male. Die darauf ia l feindlichen Flotte entstandene Verwirrung, das unsichtige Akt und der hohe Seegang vcrhindericn das U-Boot, Gewißheit über! Schicksal des getroffenen Flaggschisfes zu erhalten.

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Willst du mich versuchen, so nnisst du einschen, dass ich n muss dir bcistlinmen kann, obwohl ich zu deiner Hilfe allen guten Dingen bereit bin."

Du bist kricgskundig," sprach Afraja, ohne darauf achten,und viele fürchten dich. Wenn meine Brüder l bei sich sehen, werden sie standhaft sein, aber du bist a mächtig in deinem Lande und kannst dort deine Stim hören lassen. Man sagt, dass in Kopenhagen der alles r mag, der silberne Arme hat: nun wohl, Jüngling, Jubr wird dir diese Arme geben. Du soll ihrer Gier Schätze werfen, so viel sie haben wollen. Lass sie fordern und - Preis bestimmen, inn den sie uns unserer Väter Land t kaufen wollen."

Wenn du so viel Geld besitzest," sagte der Junker staunt,so lässt sich allerdings durch Unterhandlungen vi< bewirken, jedenfalls eine bessere und gerechtere Verwaltn Gnadenbriefe, Privilegien und eine strenge Aussicht n Kaufleutc und Vögte."

Afraja schüttelte hohnvoll seinen Kopf.Fort sollen alle, wir wollen sie nicht länger dulden. Gäbst du ih unser Silber in Säcken, so würden sie morgen kommen, uichr zu holen. Hast du nicht selbst geraten, daß wir ih Furcht einfiössen müssten, wenn sie uns achten sollten? sollen Furcht lernen, denn du hast wahr gesprochen, J> ling. Jubinals Kinder werden zu ihnen hinunterste: Jubinal soll seine Opfer haben!"

Die grimmigen Blicke, welche er auf den Stein fr der manches blutige Opfer gesehen haben mochte, erschü' ten den dänischen Mann. Ein schrecklicher Gedanke durch seinen Kopf, dass er vielleicht selber dem schws' Götzen geschlachtet werden konnte, wenn er sich weil Afrajas Willen zu erfüllen, allein sein Stolz und seine « sträubten sich vor einer heuchlerischen Unterwerfung. ^ begann darum mit vieler Ruhe Afraja nochnials von 1 Gewaltsamkeit abzumahnen und stellte eine kaltblütige Ui suchnng über die Möglichkeit des Gelingens eines N»sn

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Versuchs an, die damit endete, daß er bewies, jener

nicht glücken. Dagegen aber schilderte er mit eindringi Wahrheit die Folgm, tvelche sich daran knüpften. 9^ f hässige Verleumdungen, alle Anschuldigungen grM unglücklichen Volksstamm würden dann erst vollen ®l_ al smden. Niemand würde mfhr seine Stimme erheben ko>> um ihn zn verteidigen: alle Schrecken einer fanatischen -1 folgnng würden nun erst cinbrechen und eure Vernw) | unter den grössten Greueln das Ende sein.

(Fortsetzung folgt.»

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