Jic 2üi'(u; »m il)v Wohlcrgeben beim Eintreten de- schlimmsten Falles etwas erleichtert wird. Das könnte geschehen, wenn man den Frauen und Kindern von ausmarschierten Verwandten, Freunden und Kollegen zu Weihnachten Anteilscheine der Volksjiirsorge-Kriegsversicherungskasse überreichte und ihnen damit die Gewißheit gäbe, dag man ihre Lage richtig einschätzt, an sie denkt und für sie zu sorgen bestrebt ist.
Anteile der Kriegsversicherungskasse, die den Familien gefallener Kriegsteilnehmer nach Beendigung des Krieges eine größere Summe garantieren, sind sicher für Frauen und Kinder ein wirklich praktisches Weihnachtsgeschenk!
Ein Anteilschein kostet 5 Mark! Sofort nach Einzahlung lder 5 Mark ist die Versicherung rechtskräftig!
Tie Einzahlung kann erfolgen bei der Hauptverwaltung der Volksfürsorge in Hamburg, Beim Strohhause 38 (Postscheckkonto Skr, 7053, Hamburg), oder bei den Rechnungstellen der Volksfürsorge im Reiche.
Auskunft erteilt Jos."M a i e r, Gieße», Walltorstr. 8 II.
Aus -eu Verlustlisten.
Resenic-Fiifanterie-Regiment Ar. I Ui.
Wistschacte mti» 11. bis 16., Sic. Margucritc am 14., Kapelerie am 16. und 17. und ©eiert» am >!>. und 26. 11. 14.
/. Bataillon, Darmftadt.
1. Kompagnie. Wrfr. Geovg Mcrsckirvih, Hahn, Kreis Tannstaht, gcsalicn. — Rcs. .Karl Nordorf. Rienbinch. Kreis Bcrirburg, ge fallen. — Res. Ada», Bersch, Darinstabt, gefalle»
2. K o in pag u i c ©cfr. Heinrich Tcgen, biroffell-Liiiben, Ivw. — Res. Bernhard Bittingrr, E!insh«ini, Kreis Oppenheim, gefallen.
3. Ä o m p a a ii i c Utossz. d. R. Ludwig Hain, Ojsenbach. gefallen. — Res. Karl Kalienschnee, Büdingen, gefallen. — ©«fr. Hermann Trotz. Geis-Nibdei, Ivw.
4. Kompagnie. Res Heinrich Aergftrascr, Eberstad!. Kreiö Tonnstadt. gefallen. — Rcs. Heinrich Kehr, Treis, Kreis ©irßen, ge ja I Icii.
II. Bataillon, Gieffen.
5. Kompagnie. Utossz. Heinrich Bopp. Bonhaisen, Bü- bingen, low. — AKhrinaNl» Heinrich Boppert. Altenhurg, Kreis Blofeld, rermitzt. — Wchvm. Konrad Anglist Wick, Laengentzani, Kreis Friedberg, gefallen. - Rcs Adolf Rcnchalcr, Larngd, Kreis ©setzen, gefallen. — ©cfr. Karl von Ei ff, Keldkriitken, Kreis Schutte», schwerviv. — Wchvm. Konrad Horst, Sellnrod. Kreis Sckwtten, lvw. — Res. Heinrich Har Imam n, Rieder-Florstadt. Kreis Frieddcvg, Ivw.
6. Kompagnie. Sergt. Georg ©rieb, ©ambach, Ivw. — Ers.-Res. Richard Herrmami. Ösfendach a. M., gefallen. — ©esr. Karl Bauer, Butzbach, Kreis Friebbcrg, Ivw.
— llcücrlricbcntr Siegcsjubel. Gestern wurden die i Leute in Gießen mal tvieder toll geniackst. Nach der Meldung der Zurüctdläugung der Russen in Pole» bekauien die Schulen wieder mal einen freien Tag, jedenfalls, weil dieses, Jahr so wenig Ferien waren. Tann läutete man die Glocken und die Bürgermeisterei forderte zum Flaggen auf. Weit aber die bekannt gegebene Nachricht sich sehr reserviert aus- drückte, glaubte das Publikum, daß noch etwas ganz besonderes geschehen sein niüsse und bald ging es von einem 'zum andern: 220 000 Russen sind gefangen, Äarsckxi» ist gefallen und äbnliche Riesenerfolge sollten vorliegen. Eine große Menge Mensche» samiiielte sich in der Schulstraße. Natürlich war nichts a» all den Gerüchten. Wir holden ischon früher einmal bemerkt, man soll mit deni Siegesjube! nicht so schnell bei der Hand sein: wenigstens erst bestimmte Nachrichten abwarten. Es kan» vorkoimnen, daß wir zn gleicher Zeit oder kurz darauf große Verluste erleiden und dann siehts ans, als würden die Verluste bejubelt. Man spare die Freude auf, bis Frieden ist!
— Wirksamere Gestaltung des Zwangsverfahrens zur Durchführung der Höchstpreise. Tie zahlreichen Klagen über die Wirkungslosigkeit der festgesetzten Höchstpreise für Getreide, Kartoffeln »sw. haben den Bundesrat veranlaßt, eine wirksamere Gestaltung des Zwangsverfahrens gegei' wucherische Besitzer von Lebensmitteln vorziinelnnen. Amt- sich wird gemeldet: Ter Bundesrat gestaltete durch eine Verordnung das Zwangsverfahren zur Itebernahine von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, w e ? e n t - Pich wirksame r. Das Zwangsverfahren wird von der zuständigen Behörde dadurch eingeleitet, daß sie an den Besitzer eine Anssordernng erläßt, in der der Antragsteller und die Umstände bezeichnet werden, unter denen er die Gegen- stände übernehmen will. Kommt eine Verständigung nicht zustande, so ordnet die Behörde »ach Prüfling etwaiger Einwendungen die Uebcrtnssnng der Gegenstände an. Damit der Besitzer die Möglichkeit fxit, über die Gegenstände in der Zwischenzeit anderweitig zn verfügen, kommt die Aufforderung der Behörde in ihrer Wirkung einer Beschlagnahnie gleich. Rechtsgeschästliche Verfügungen über die beschlagnahmten Gegenstände, sowie Verfügungen, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvoll.siehnng erfolgen, sind nichtig. Entziehung aus der Verstrickung wird unter Strafe gestellt. Auch gemeinnützige Organisationen erhalten das Recht, derartige Ausforderungen zn erlassen, die auf die Dauer einer Woche dieselbe Wirkung haben wie die behördliche Aufforderung, z» weiterer ('ieltung aber der Bestätigung .durch die Behörde bedürfen. Wem die Anordnung znge- gangen ist, der ist verpflichtet, die Gegenstände, deren Enteignung ausgesprochen worden ist, bis z»m Ablauf der behördlich festzusetzenden Frist zn verwahren. Für die Ver- Wahrung kann ihm eine Vergütung gewährt werden. Weiter äst in der Verordnung noch das Zwangsverfahren für nnge- droschene-s Getreide geregelt.
— Aeihuachtsgabk des Metallarbeiter-Verbandes. Tei> 'Angehörigen der ins Feld gezogenen Mitglieder de? Metallarbeiterverbundes stiftet dieser eine Weihnachtsgabe. Wir weifen die Berechtigten auf die Bekanntgabe im Versnmin litngskalender der beutigen Nnminer hin.
— Weihiiachtsbiinme sind in diese»! Jahre nickst in sv großer Menge wie sonstige Jahre angefahren, finden, wie cs scheint, auch keinen besonderen Absatz. Letzteres ist auch erklärlich, da. viele Familien dieses Jahr ans einen Baum verzichten, besonders wiche. in denen keine oder schon größere Kinder vorhandeir sind. Kleineren, Schnltindern sollte mau ibic Freude machen und lvenn inan nicht viel anfwendet.
Förderung des Kleingartenbaues und der Kleintierzucht durch die Eisenbahnbehördcn. Im Amtsblatt der staatlichen
Eisenbahndirektion in Königsberg wird darauf hingewiesen, wie notwendig es ist, die einheimische Lcbensinittel- erzepgiing zu fördern. Auch nach dem Friedensschluß wird es noch längere Zeit »ölig sein, alle Hilfsquellen der Ernährung nutzbar zn machen. Zur Lösung dieser Aufgabe kann der Kleingartenban und die Kleintierzucht in hervor- ragendem Maße beitragen. Ans einem gut bewirtschafteten Kleingarten von 300 Quadratmetern Fläche und gutem Boden kann fast der ganze Gemüsebedarf einer kleinen Familie und aus 400 Quadratmetern Kartofselland der größte Teil des Kartoffelbedarfs einer mittleren Familie gedeckt und damit ein günstiger Einfluß auf die Lebenshaltung gerade der ärmeren BevölkernngSklassen atisgeübt werden. ES ist daher nötig, kleine Gärten in großer Zahl zu schaffen, und in dieser Beziehung muß im Bereich de: Eisenbahnverwaltung mehr als bisher getan werden und zwar schleunigst. Tie geeigneten Ländereien müssen ausgesucht, vorbereitet und bearbeitet werden. Tie Vorstände der Betriebsämter werden beauftragt,'mit Hilfe der Tienst- vorsteher, Bahnmeister die Ländereien der Eisenbahnver- wnltung daranshin zn prüfen, ob sie iiberall im Sinne obiger Äusführungen nutzbringend verwendet werden. Wo dies nicht der Fall ist, muß das Nötige sofort veranlaßt werden, um die Ländereien der Verwertung als Gartenland zuzu- führen, damit schon im kommenden Jahre möglichst reiche Erträgnisse erzielt werden. Auch die Kleintierzucht, ins- tzesondere die Hühnerzucht kann zur Förderung der Volks- ernährnng wesentlich beitragen. Auf die Bediensteten soll anfklärend und fördernd eingewirkt werden und Eisenbahnvereine und Arbeiteransfchüsse sollen sich diesem Zweige der Wohlfohrtspsloge widmen.
Aumeldung der Hunde. In Aubeirackst des bevorstehen- den Termins zur Anfstellnng der Hnndesteuer-Heblisten 1015 möchten wir unsere Leser i» ihrem Interesse ans die Vorschriften der Hundesteuer-Verordnung aufmerksam machen, welche hinsichttich der Abmeldung von Hunden zu beobachtet! sind. Wer nämlich de» Besitz eines Hundes aufgibl, bat die? spätestens bis zum Ablaufe des Kalenderjahres der Bürger- mcijicrci seines Wohnortes anzuzeigcn. Tie Abmeldung muß durch den Besitzer selbst entweder schriftlich oder uiiiud- sich geschehen. Es ist hierbei anzngeben, an welchem Tage und an wen der abzmneldende Hund abgegeben wurde. Bei mündlicher Abnieldung ist der im Kunderegister gemachte Eintrag von dem Abmoldenden zu unterschreiben, lieber die erfolgte Abnieldung erhält der seitherige Hnndebesitzer aus Verlangen von der Bürgermeisterei eine Bescheinigung. Tiefe Abmeldung ist auch von dein zn erstatten, der mit einem Hund von seinem seitherigen Wohnort in einen anderen Qri des Großherzogtums wegzieht. Wer die Abmeldung bis über den Jahresschluß hinaus unterläßt, hat die Steuer für das folgende Jahr weiter z» entrichten, wenn er nicht etwa vor Ablauf de§ Jahres der Abschaffung des Hundes ans dem Großherzogtnm verzogen ist. Hundessteuerbefreinng wegen Einsamwohnens wird nicht mehr gewährt.
— Tic neutrale Strohmiclc. Einem Feldpostbriefe entnimmt der Vorwärts folgende nette Episode: Rechts von
unserer und der feindlichen Schützenlinie, die voneinander nur etwa 200 Meter entfernt sind, stand ans dem Felde eine große Strohmieie. Stroh ist jetzt bei deni naßkalten Wetter ein begehrter Artikel und so trafen sich denn eines Morgens gegen 5 Uhr an der Strohmiete ein Franzose und ein Deut- scher, beide in der Absicht, sich ein paar Bund Stroh zu holen. Beide stehen einen Mouient still, beobachten sich mißtrauisch, dann tritt der Deutsche an den Franzosen heran, ein Hand- 'chlag — und Freunde waren sie beide. Jeder holte sich sein Stroh, und mit einem Kopfnicken schlichen sie unangefochten in ihre Gräben zurück. Das hatte sich hernmgesprochen, jede: hatte ein Einsehen in die Not deS anderen, und von Stund an wurden die Strohholer, wie nach einem beiderseitigen Uebereinkommen, selbst bei hellichtem Tage nicht mehr be- schossen. Und so konnte man täglich au de», Strohhaufen mehrere Franzosen und Deutsche im Gespräch beobachten. Wie gute Kameraden, aoer nickst wie Feinde standen sie bei einander. Aus den Gesprächen erfuhren wir, daß die Franzosen täglich mir 5 Pfg. Löhnung und jeden vierten Tag ist Kouirnißdrot bekommen. Auch über Ergebung wurde gesprochen. Sie wollten wohl gern, fürchteten aber die scvwere Bestrafung, die ihnen nach dem Frieden drolste. — TaS ist mal eine der heileren Seilen des Kiieges. Leide: sind die aber äußerst selten.
— Ter Sozialist im Felde. Uliiert .ii Elberfeld«: Paria! Matt entnehmen mit folgernden Feldpostbrief cuics im Westen stehenden ©e»offen:
...... den 18. 11. 1914.
Werter Freund! Habe Tein liebes Palet gestern abend n-nver- itljrt erhalle», mojiiv ich Dir meinen herzlichen Taail abstatte. Es l« mich gesrcut, taff Tu eine Rümmer der Arbeüer-Fugend beige logt hast. Tie Frei: Presse loiiuui setzt regelaiätzig. rnostir ich herzlich dancke. Tic Zeitung wird sehr gerne gelesen und iraiidert von einem zum ankern. Lieber Freund! Wir liegen jetzt seit dem AI. Sepltinber in dieser Ecke, müssen solange warten, bis die Flügel herum gelom.nen sin-. Fetzt haben mir jo einen llciue.i t-icsangvereiu ron zwöts Mann gegiiinde!. um unseren gesallemeu Frcmtben am ©rohe ein Liedchen zu singen. Bis jetzt haben mir 0 Freilüte ltersig», Z La-irSirestr.näni-.er und 4 stiescrvbsteir. L. Fr.! Es ist ein rrgrcisenbes Bild, bejoeiders, wcim mem sich in de: B:e- hälttiiffe hstieiuxütt. Ti: Lieden daheim machen vielleicht gerade noch ein Paket fertig ober schneeben einen Brief, die Kinder taffen durch eigene llnt.-rschrist ihren Vater herzlich grüffcn —derweil wird er hier s eh o n beerdigt. Hossentlich jindch der Rist der Schweizer ©enoffen überall Anflong und der schrechbstlic Krieg hat bald sei» Ende. Heule in 51- Wochen ist Weihnachten und d>i erklingen in d.r christlichen Welt die Worte wieder: „Friede auf Eiben und d:.i Mosteten ein Wohlgelallen!" L. Fr.! Hossenllsch gehen dieic Worte bald in EosüUnwg. aber m dein Sinne, wie mir es wünsch,n: das: der. groffe Bdllerfriede in atze Lander eiiiziehe n»d jeder jeinen Piitinenschen als Br,,der behandelt. Tiefer Krieg wird hossemkich der letzte sein, de» die Welk gesehen hat und daS g.offr hehie Ziel, welches Millioisen Menschen frfw»!irijn"t erwarten, kann nicht mehr weit sein. L. Ir.! Mit diesen blebanken bin ia> a,ui 2. August von Euch allen und meiner lieben Heimat in den sthrmk- lich merdeirben Krieg a.-zogrn. Hojson wir, dost das alles bald kommen wöge. Hier in der Schla.hlllnie ist es in den letzten Tag«! wieder leiwiidig geworden: die Franzoien wollen hier nie de r dil'ch brechen, werden aber immer z u r ii ckge sch lag e n, Tas Weit«
wird Isier kalt, henk haiken wir ten ersten Frost, föitff halle,? n-if inViiKv Stegen . . .
©esährliche Weihnachtsgeschenke. In einem Parteiblatle leie: wir folgende beachtenswerte Zuschrift: Wahrscheinlich werben fiele Eltern in diesem Fahre beabsichtigen, den Knaben kriegerische Ans- riistuiigsgcgenstande als Weihnachtsgeschenke zu beschceren. Ratlir. lich wird cs der sehnlichste Wunsch der Knaben sei», in erster Linie ein ©cwchr ,zn erhalten, und zwar möglichst ein solckes, aus dem sich ein Geschoß, sei es mittels Federkraft oder mittels Lusl- drncks, herauSschjeffcir läßt. Solche ©cwehre gehören aber nicht >.r die Hände von Kindern, denn diese richten oft viel Unheil damit ar. Tic Gerichte verjähren ln solchen Fällen sehr streng und nmmei- lcn die Eltern unter Umständen aus ©rund des ts 832 des BGB. zn Schadenersatz, der irr hohen I e b c >r s l ä n g l i ch c u !ll e n t c n für die verletzte Person bestehen und damit die Elter:, des Schützen sehr schwer betreffen kann. Rachdcm erst vor kurze», ein Knabe ein Ilcincs SRädchen in Stötteritz durch einen Schuff aus einer Luftbiichjc an der Lippe und den Zähnen erheblich verletzt hat, ist jetzt schon ivicdcr eine Dame in der Plagwitzcr Straffe von einem Schulknabcir a»ö einem Kindcrgcwchr ein Stein ins ©esicht geschvffeir worden, der sic dicht ncbcir dem Auge verletzt hat. Man sieht aus diesen und vielen anderen der Polizei angrzcigtcn Fällen, ivie gefährlich cs ist. Kindern ©cwehre und Pistolen in die Hand zu geben, ans denen ein ©eschoff hcrauSgciricbcn werden taiiii.
Schwindel mit „Grogwürseln". Tas Stellvertretende General« kouimando des 1. Barierischcn Armeekorps gibt bekannt: Gewarnt wird vor dem Ankairj von „Tr. Oppcnl^eims cchitu Grogwurseln. Marke Südpol". St« sind in Feldpvstbrlesc r-erpaikt und für unfcTC Soldaten im Felde bestimmt. Nach dem Aufdruck ans den Etiketten bestehen diese Würfel angeblich ans feinstem Rum und Zucker und sollen, in heißem Wasser ansgelöst, ein Weinglas voll Grog ergeben. Tatsächlich beträgt der Alkoholgel>alt der Würfel nur 6,8 Prozent: dem Zucker ist ©tlaünc teigem engt, cs läfft sich selbst mit '■tteiaabe von mir geringen Mengen heiffcn Wassers teir, grogätrittiAfä Getränk erzielen. Tas Rohmaterial für 6 Würfel lostet un-irsähr 10 Psg., der Verkaufspreis beträgt 1 Mark!
Fungooik «915. Trotz der schwierigen Zcitninstände hat sich die Zentralstelle für die arbeitende Fugend Teutschlands c»t- schloffcn, den Fiigeudalmanach Fungvolk auch für das Fahr 1615 erscheinen zu lassen. Mil Rücksicht aus die Situation muffte begreiflicherweise der Inhalt dcs.Kalcnders, der vor dcnr Kriegsausbruch zusamniengestellt worben ivar, nach der agitatorischen und kritischen Seite hin, vor dem Truck nachträglich einer sorgfältigen Sichtung rintcr,zogen werden. Aber auch in der vorliegenden Ausgabe bietet unser Fugendlalendcr eine Fülle belehrender und unterhaltcirder Beiträge, die ihn unserer arbeitenden Fugend gewiff wieder als eine willlonrnienc Gabe werden crjchcincn lasten. Fn das Wesen unserer gesellschaftlichen Aufsaffungen sühn eine Abhandlung über den Zuknnflsftaat ein, während wichtige Ausgaben und Ziele unserer Fngeilbbewegung in den Artikeln über Fugcndheinrc und über den Sport der Fugend erörtert werden. An wissenschaftlichen Beiträgen jindcn wir einen Aufsatz über die Akropolis von Athen, einen sprachwiffenschastlichen Artilel sowie eine geologische Abhandlung über das Thema: Wie sicht es im
Fnnern der Erde aus? Eiir Aussatz über die Fremdenlegion aus der Feder eines Sachverständigen schildert die Organisation und die abenteuerliche Geschichte dieser Trirppc, über deren Bcrwc» düng im gegenwärtigen Weltkrieg gewiß noch mancherlei Ans llärung zu erwarten ist. Fu eine gerade für junge Arbeiter intcr cssantc Periode der deutschen hicschichtc führt den Leser die Er zähliing Die Rebellen ein. während in der Schilderung der Andrer schcn Luftcrpedition nach dem Nordpol ein ansschcncrrcgcndcs Kapitel moderner Hcldcngcschichtc vor dem jugendlichen Leser ent rollt wird. Tie Gebiete der Kunst und Literatur sind weiter nrr treten durch Aufsätze über den proletarischen Dichter Atsons Petzold und den groffcn Maler-Humoristen Ildolf Oberländer. Schlicfflich ist auch das aituellc Ereignis der Zeit berücksichtigt durch eine Tarstelluirg der bisherigen Ergebnisse des Weltkrieges. Ter schön geistige Teil des Fnhalts wird vornehmlich durch eine gröffcre, ai lustigen Episoden reiche Erzählung Kipling? und durch zahlreiche sorgsältig auSgcwähltc Gedichte rrnd Sprüche bestritten. Wenn mir noch die Fülle der künstlerisch wertvollen Bilder und Fll» stratione» hcrvorhcbcn. die dem schmucken Buch zur Zierde ge reichen, bedarf es wohl keiner weiteren Empschlimg, zumal der Preis des 16» Seiten starken Bandes, der sich besonders auch zu Weihnachtsgeschenken eignet, mit 2ö Pscnnig (im Buchhandel 50 Pfennig) ivicdcr so beispiellos niedrig angcictzt ist, daff seine Slm schasfung auch dem Minderbemittelten möglich ist.
Tpaei mit Fntcsäckcn. Um den sehr knappen inländischen Bor rat an Futesäcke» im Lande sestzuholten, werden die Fntrrcssenkei daraus aufmerksa-in gemacht, da» cs sich cmpsiehlt, bei Sendinigen in das AnSIanb anstelle der S-ackverpacknng eine andere Bei paekungsart, z. B. Fäffcr, Kisten, Körbe n. a. zu wählen, ©leich- zeitig wird bemerkt, daff nicht damit gcrcehnc! iverde» kann, daff die Ausstchr von Fntcsäckcn, selbst wenn sie als Umschlieffung von Waren dienen, ohne weiteres weiterhin gestattet iverden kann.
Kein Weihnachtsurlaub für vcrivnndcte Krieger. Das Kricgs- ministerinm und das ©cneraliommaiido haben in bezug aui Lazarettinsaffen versagt, daff für Weihnachten eine Benrianbung untunlich sei und dahinzielcnbc Gesuche als aussichtslos nicht ein gereicht werden dürfen. Wenn Angehörige ihre Verwundeten in Lazarette» sehe» wollen, so ist also der Weg des Besuches hicrsiii cinziischlage».
— Straskammce Gieffen. Ter Weißbiuder und Tapezierei Foh. Tapfer von Bersrod, ein Mann Mitte der 50er Fahre, bishe> unbestraft, war in nicht össcntlicher Sitzung geständig, in 13 ih» nachgewieseneii Fällen mit Mädchen im Alter zwischen 6 und V Fahren dumme Geschichten gemacht zu haben. Ter Gerichtsyo verneinte das Vorlicgeu mildernder tlmständc und erkannte u Rücksicht ans das absckcnlichc Tun des Angeklagten, welches ge eignet war, die Moral der weibliche» Fugend von Bersrod ZU ve> Nichten, ans eine ei n ch t ha n s st r a se von 3 F a hren bei 5jäh rigciii Ehrverlust. — Drei abenteuerlustige © icff c n c Buben im Alter vo» 12-16 Fahren haben wiederholt eine. Kolonial Warengeschäft am Wctzlarcrwcg abends nach ©cschäst- schlnff Besuche abgcstattct. Sic licffcn dabei Schokolade, Zigarrci Zigaretten und sonstige Estwarcn usw. mitgehcn, schafften die g> stohlcncn Vorräte in eine ©artcnhütte, in der sic dieselben vei zehrten und dann nächtigten. Bei einem Besuche in dem ©cscho eigneten sich die Buben auch Brief- ipid Rabattmarken au. Icgcntlich eines Waldspaziergangcs erbrach das Trio eine Arbeite hnltc und entwendete 3 Bergmaniislampen. Dem jüngsten Ang> klagten konnte nur eine Beteiligung au dem Lampcndiebstahl nait gewiesen werden. Tic Stroskammer safftc die Skrastaten der A> geklagten sehr milde aus und erkannte gegen die beide» altere Angeklagten wegen schweren Diebstahls i» 2 Fällen sowie mW ein piche» Diebstahls und Hausfriedensbruchs auf 4 Wochen > ' sängnis, gegen den 12jährigcn Angctlagten wegen eines ichweee Diebstahls auf 3 Tage Gesängnts. Tic bestohlene Kvlonialworci Händlerin ist von den Eltern der Angellagte» snr den gchobie Schaden bezahlt und hat keinen Strafantrag gestellt.
Stadtthca.er. Auch die gestrige Wiederholung des fröhtilttz Spieles von Kchm und Frehscc „Als ich noch im Flügelkleide , »' starten Besuch und anfferordenllichcn Beifall gesunden, iä.daff w die morgige Ausführiiiig des heiteren Stücks mit guten, " '
hingcwiesen werden tan».
— Bich- und Fleischpreise i» Gieffen. Unsere Metzger zahl«
gegenwärtig pro Zentner Schlachigewichl: Ochsen 85 —W A>a vereinzelt ertra gittk Stücke bis 02 Mltrk: Bullen 70—74 Rinder 78—80 Mark: Kühe, junge, gm ausgemästet 08—72 allere, gut auSgcmästct 65—70 Mark, Wurstkühc .55 —60 Kälber 09—71 tJicrt; Schweine 611-68 Mark. Der Stau» » Ladenpreise in unserer Stadt stellt sich pro Psnud: Für slcisch 0,04 1,00 Ml., Rindstcisch 00 Psg.. Knhsleijch 80 Pfg, »
fleisch 80 Psg., Schweinefleisch 80—90 Pfg. und Dörrslcisch üBMt Mark. ' -
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