’Stomnuiu&Buten die Hilfe de»- schweizerischen Bundespräsibentcu angerufcn. In den, vom 28. Niwcnber datierten Schreiben gedrillt der Bürgermeister des 187U den Bürgern Straßburgs erwiesenen Wohlwollens Nil» schildert sodann die traurige Lage der seit dem 10. Oktober von aller Verbindung mit der Außcnw-'lt abgeschnittcncn Stadt Liste. deren Lebensmittel um so schneller crschöpst waren, als sie zahlreichen militärischen Requisitionen hätte genüge» müssen, und auch die Zufuhr amerikanischen Kornes wegen der Besetzung des Dllnkirchener Hafens durch französische und englische Truppen abgeschnittcn gewesen sei. Ter Bürgermeister bittet den Bundespräsidcntcn, der Zivilbevölkerung zu Helsen und sic mit Nahrungsmitteln zu versehen, vielleicht dadurch, daß er sich an die produzierentcn Länder wende. Tie deutsche Regierung sei bereit, alle nötigen Garantien zu geben, daß gelieferte Ware» ausschließlich unter die bürgerliche Bevölkerung verteilt werden. Tie Schweizer Tepcschcn-Agcntur fügt hinzu, im Bundeshaus sei noch keine diesbezügliche Mitteilung cingetroffen.
Die Todesurteile von Casablanca aufgehoben
Auf privatem Wege sind der Kölnischen Volkszeitung Nachrichten zugegangcn, wonach das gegen drei deutsche Ansiedler in Marokko ausgesprochene Todesurteil in Gefängnisstrafe von je zwei Jahren umgewandclt »orden ist. lieber die Begründung dieses Urteils ist nichts bekannt. — Die deutsche Regierung hat die völlige Aufhebung dieses llrteils verlangt und sie wird sich, wie der Berliner Lokalanzeiger mitteilen kann, von den angedrohten schärfsten Repressalien durch eine bloße Umwandlung der Todes- in Freiheitsstrafe nicht abbringen lassen.
Befreiung deutscher Dauitäter.
Basel, 16. Dez. lEtr. Frkst.) Bon den Mitgliedern des bei Pöronne in französische Gcfangenschast geratenen und vor das Kriegsgericht gestellten Kricgslazarctts sind die 10 srcigesprochcncn Sanitäter, Diakonissinnen und Rote Krcuz-Pslcgerinnen unter Führung des Militärarztes Dr. Strauch heute aus Frankreich in Basel cingetroffen. Sie begaben sich ohne Aufenthalt in zwei Wagen der Baseler Straßenbahn nach Kleinhüningen, um über Leopo^ ibc nach der Heimat zurückzukehren. Schweizer TanitätS- osfiziere und Soldaten gaben ihnen das Geleite.
lieber den Nevisionsantrag der verurteilten Sanitätsosfizierc ist noch nicht entschieden.
Das Bombardement der englischen Küste Die Wirkung der Beschienung.
Rotterdam, 17. Dez. (Spezialtelegramm der T. U.1 'TaS Bombardement von Wefthartlepool und Scarborough begann gegen 8>/j> Uhr morgens und hielt etwa eine Stunde an. Wefthartlepool wurde durch zwei deutsche Kreuzer angegriffen, die ein lebhaftes Feuer eröffneten, wahrend ein kleineres Schiff Scarborough bombardierte. Das Wetter war unsichtig, es herrschte dichter Nebel. Tie Forts von Wcsthartlepool erwiderten das Feuer und vier englische Torpedoboote liefen aus. Doch gelang es den deutschen Schrfscn, unbehelligt in nordöstlicher Richtung zu verschwinden. In beiden Städten wurde durch das Bombardement beträchtlicher Schaden angerichtet. Verschiedene Kirchen und andere hochgelegene Gebäude wurden schwer beschädigt und unter der Bevölkerung entstand eine Panik, zumal viele Personen getötet wurden.
Die Ueberraschung der Engländer.
Rotterdam, 17. Dez. (T. U.) Aus der kurzen Meldung der britischen Admiralität über den Vorstoß der deutschen Flotte in der Nordsee ist zu schließen, daß die Engländer vollständig überrascht wurden und ihr Patrouillendienst versagte. Sonst wäre es nicht möglich gewesen, daß die deutsche Flotte die wichtigen Punkte Scarborough und Hartlepool bombardieren konnte. Auch erwähnt die Mitteilung nur, daß englische Flottillen in dem Kampfe verwickelt seien. Dieses Wort kann sich nur auf die Torpedoboote und Unterseeboote beziehen. Große Schiffe waren vermutlich vom Kampfplatz entfernt. Der Angriff kommt den Engländern jedenfalls ungelegen in dem Augenblick, in dem einige ihrer besten Schiffe nach der Schlacht bei den Falklandsinseln im Atlantischen Ozean sind.
Afraja.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 110
Was blieb in dieser Lage auch weiter übrig? Es tvar tief in der Nacht, und der lange, mühsame Weg hatte den Reisenden nicht wenig angestrengt. Er setzte sich auf den großen Stein »nd kostete von der fetten, frischen Milch und dem Fleisch, dann gab er sich seinen Betrachtungen hin und horchte von Zeit zu Zeit ans, wenn ihm war, als höre ec draußen Geräusch und Schritte, Aber es war nichts als das hohle Rauschen des WindeS, und als er das Zelt öffnete und hinaustrat, fand er nur Dunkelheit »nd tiefes Schweigen. Kein Gegenstand war z» erkennen, er wußte auch nicht, wo er sich befand. Kein Wächter zu bemerken, kein Laut verriet die Nähe eines Lebendigen. Marstrand jagte sich lächelnd, daß er fester hier gefangen sei, wie ein Mensch, den man in der zivilisierten Welt hinter Mauern und Riegel einsperrt. Glückt eS dem, seine Fesseln zu brechen, so weiß er, wohin er flicht, hier aber hinderte anscheinend nichts sein Entweichen, und doch war kein Schritt ohne Gefahr. Listig hatte Afrasa es veranstaltet, daß sein Gast bei Nacht z» ihm geführt wurde, und wo war er nun, wo war Gula? Warum ließ er ihn allein, und was wollte er von ihm? Eine lange Reihe von Fragen knüpfte sich an diese ersten, endlich aber, als er- sichtlich Geduld hier durchaus geübt werden mußte, warf er sich auf das Mooslager, drückte seinen Kopf in die weichen Felle und schlief ein. Einigemale erwachte er wieder, sab scheu umher, suchte den alten Schirmherr», horchte und siel zurück, endlich aber wurde sein Schlaf fester, »nd als er nnf- : sprang, war die Lampe am Verglimme», und der Tag Braute herein.
Seine Neugier ivar groß, als er die Zeltdecke aufhob, 'um die unbekannte Welt zu betrachten, doch verwundert sah ,er, daß er auch jcfet sich allein befand. Nirgends war ein Renntier, nirgends eine Gainnie, nichts als kahle, gebrochene, furchtbar öde Wildnis. Er wandte sich und bob den Kopf in die Höhe. Hinter ihm lag der kantige, ungeheure Felsen des Kilpis, sein riesiges, schwarzes Haupt von der ersten Morgenröte angehaucht. Als er forschender um sich blickte, bemerkte
Pretzsiimmcn.
Zur Beschießung der befestigten englische» Küstcnplätze heißt eS im Berliner Tageblatt: Aehnlich wie bei dein Vorstoß auf Narmouth am 4. November haben unsere Scestreitirästc abermals die m i n c n d » r ch s c u ch t e Nordsee durchquer t, »m englische bescstigie Plätze zu beschießen. Es scheint, daß unsere Schiffe von den englischen Küste»Patrouille»booten gesichtet wurden, die sogleich größere Strcitkräftc alarmierten. Wir sehen mit Spannung weiteren Nachrichten entgegen.
Zn der Dcnt scheu Tageszeitung wird dieser neue Vorstoß deutscher Sec streit! raste nach der englischen Küste mit großer Genugtuung begrüßt, ganz besonders jetzt »»mittelbar nach deni Gefecht bei den Falklandsinseln. Großbritannien und die Welt mögen daraus ihre Schlußfolgerungen ans den Geist und den Willen ziehe», welcher in unserer Marine lebt.
Zn den Berliner Neuesten Nachrichten heißt cs: Es ist nicht nur ein Handstreich mit flüchtigem Granatenwurf, sondern beide befestigte Hafenstädte sind ausgiebig beschossen worden. Für den Geist in unserer Flotte nitd siir ihre Angriffslust ist dieser bedeutsame Vorstoß ei» »euer Beleg.
Tie V o s s i s ch e Zeitung riihnit den Heldengeist, der, wie unser Heer, a»ch nuserc Marine beseelt. TaS deutsche Vordringen iverden unsere liebe» englischen Vettern im Vertrauen aus die Wachsamkeit ihrer Riesenflotte »nd ans ihren umfangreichen Minenschub, wohl kaum für möglich gehalten haben, aber deutscher Secmaiinsgeist achtet keine Minen und keine Uebcrdreadnoughts und die eiserne» Grütze, die unsere Schiffe der englischen Küste zngesandt haben, mögen vielleicht als Vorboten kommender großer Ereignisse gelten können.
Ein Landsieg deutscher Marine.
lieber einen Landsieg der deutschen Marine schreibt bi> Kreuzzeitung: Bei Lombardtzyde, nördlich Nienport, bereitete am 11. Dezember eine ganze französische Division einen D u r ch b r u ch s v e r s u ch vor. Elf Bataillone Matrosenarkilleric und Marineinfanterie kamen aber dem Feind durch einen raschen Angriff zuvor. Da die Gewehre und Maschinengewehre durch den Dünenflugsand teils unbrauchbar waren, packten unsere 6000 Mann, ein Marineinfanterie-Bataillon mit wehender Fahne voran, die feindliche fast dreifache U e b e r m a ch t in i t dem Bajonett an, erstürmten die feindliche Stellung und warfen die ganze Division Über den Hansen. Die Franzosen hatten gewaltige Verluste an Toten und Verwundeten und verloren auf der Flucht über 800 Gefangene, darunter zahlreiche Offiziere. Wir haben etwa 200 Mann, darunter allerdings die verhältnismäßig hohe Zahl von 14 Offizieren, verloren, die hier wie stets ihren Truppen voranmarschierten.
Schwere Verluste der Verbündeten.
Rotterdam, 17. Dez. Daily Chronicle meldet unter dem 16. Dezember ans Dünkirchen, das; die Verbündeten bei den jüngsten Kämpfen uni ?1pern 24 000 Monn in drei Tagen verloren haben. Die englische Heeresleitung versucht den Verlust an Offizieren durch Beförderung von Unteroffizieren zu Leutnants auszuglcichen. Die Londoner Gazetta vom Montag enthält z. B. die Namen von 64 Unteroffizieren, die dos Leutnnntspotent erhielten.
J«' heilige Atrien t>ev Albaner.
Wien, 17. Tcz. Die Reichspost meldet: Essad Pascha hat in Albanien den Heiligen Krieg verkünden lasten, worauf 21000 Albanier in Serben eingefallen sind.
Untergang eines kanadischen Dampfers.
Kristiania, 17. Dez. Wie die Aftenposten aus London meldet, wurde in Montreal offiziell mitgcteilt, daß ein Dampfer der kanadische» Regierung in, Atlantische» Ozean untergegangen sei, wobei vermutlich alle Passagiere umgekommen sind. Man nimmt an, daß das Schiss nördlich von Irland auf eine Mine gestoßen ist.
Der .Hessische Kriegslandtag.
In Ergänzung unseres Berichts über die Bildung dec beiden Kammern der hessischen Landstände lassen wir nachstehend die Reden des Staatsministcrs Dr. v. Ewald und des Präsidenten der Zweiten Kammer, Köhler- Worms, folgen:
er, daß der Ort, wo er sich befand, ein Gebirgsabsatz am Fuße des mächtigen Stockes sei, von welchem er durch eine tiefe Kluft getrennt lvnrde. Stach drei Seiten hin fiel das ticine Fjcld mit fast senkrechten Wänden in einen ziemlich großen Sec, der zwischen Trümmern und Felscnzungen sich ansbrcitete, mit der vierten hing cs mit einem hohen Gebirgssattel zusammen, an welchem das gehörnte Pferd in der Nacht mit seinem Reiter aufgeklcttert sein mußte, nachdem es einen Teil des Sees durchwatet hatte. Wo war es aber nun? Wo war Mortuno? Wo war die braune Herde? Und, wo vor allem war Afraja und sein Kind?
Ter Tag war heller geworden, die fernen Nebellvälle teilten sich, und Marstrand blickte über ein weites Stück Land, ohne irgend eine neue Entdeckung machen zu können. Als er jedoch an der Schlucht hinging, die zwischen dem Vorsprung und der hohen Wand des Kilpis lag, kam es ihm vor, al-s wären dort Steine stufenartig übereinander gelegt, so daß ein Hinabsteigcn an einer Stelle möglich wurde. Er säumte nicht, einen Versuch zu machen, der über Erwartung gut gelang, und als er auf den Grund gelangte, sah er, daß dieser sich weithin in eine Kluft fortsetzte, die wie ein tiefes, höhlenartiges Tor den Kilpis und die anlehnende Gebirgs- masse durchbrach. Von oben konnte man nnmöglich etwa- davon entdecken, hier jedoch wölbte sich die Schlucht zu einem Gange »nd füllte sich in der Tiefe mit wunderbarem Glanz, der, wie Marstrand bald inne wurde, nichts anderes war, wie bellcr Sonnenschein, der ihn, cntgegenschimmerte. ° Er war überzeugt, daß ein natürlicher Verbindungsweg »litten durch de» mächtigen Fclsensattel führte, welcher steil an dem Kilpis auflies, und schon glaubte er, daß dies die Wand sein müsse, vor der Olaf bei seiner Entdeckungsreise stillstand, als er eben in ein großes Tal schaute. Voller Verlangen schritt er vorwärts. Eine Ahnung sagte ihm, dort müsse Aula wohnen, hier werde er auch Afraja finden, und dennoch, als er nun a»S dem Glanz heranstrat, stand er überrascht und zögernd still, denn WM er erblickte, übertraf alle seine Erwartungen.
Er sah ein Tal vor sieh liegen, grüner und lieblicher, wie er jemals eines in diesem Lande gesehen. Eine mildere, glücklichere Natur schien darin zu walten, eine wärmere
Staatsministcr v Ewald vollzog die Eröffnung des 30. Land, tags mit einer Rebe an die „Durchs,nichtigen Hohen, Hochzuver. ehrenden Herren!" Es heißt darin ». a: Tic Hessen habe» die j» schwerer Zeit stets bewährte Treue gehalten. Mit beispiellosen, Tobcsmut haben nnscrc Regimenter ihren Fahnen den Sieg er- lampft und opferbereit haben alle Bernssständc in, Lande gcwen- eifert, dar- Los der Kriegsopfer zu lindern und die wirtschaftliche,, Schäden nach Kräften zu mildern, die der Krieg i n Gesalgc ha, Politisch geschlvffci, sind wir Hesicn gleich de» anderen deutsche,,. Stämmen in den schweren Kampf um unser Dasein getreten mtb diese Einmütigkeit stärkt »ns die Kraft zum endlichei, Tieg. Die Vornahme der Landtagswahlen erschien in hohem Grade bedenklich, weil die im Wahlkampf unoermeidlich hervorlre-cnden Gegensätze im Ausland Zweifel an unserer inneren Festigkeit hätten erwecken können. Tie Regierung konnte sich umso eher entschließe», die i„ diesem Fahr an sich gebotenen Neuwahlen zur Zweiten Kammer vorerst zu verschieben, als sie int Hinblick aus Artikel 64 des Wahlgesetzes in der Lage war, vor der ordentlichen Erneuerung der Zweiten Kammer einen verfassungsmäßige» Landtag cinzubernsen. Eine Vorlage an die Kammern sucht darum die Zustimmung zur Verschiebung der Ncnwahlen der Zweiten Kammer nach. Weiter wird ei» Geschentwnrs vorgelegt, der die Kommunalwahlen ver. schiebt lind die Beschlußfähigkeit der Gemeindevertretungen für bir Kriegsdauer anderweitig regelt. Es wird sodann Ausgabe deck. Landstände sein, mit der Regierung Maßnahmen zu beschließe»,- die die gegcmvärtige außerordentliche Zeitlage erheischt. De» Staatshaushalt Hai der Krieg durch Rückgänge in den vorgesehene» Einnahmen wie durch Mehrausgaben auf verschiedenen Gebiete» erheblich beeinflußt. Zurzeit läßt sich nicht beurteilen, in welchen. Umfange und ans wie lange hiermit weiter zu rechnen sein wird- Alsbald muß aber dafür gcfvrgt werde», daß zunächst ini laufenden Rechnungsjahr ausreichende Mittel für die bereits beivilligten Staatsausgabeu vorhanden sind. Zu diesem Zweck wird eine Abänderung des Finanzgcsetzes für 1914 vorgcschlagen, wonach die dort zugelasiene Ausgabe von Echabanweisunge» innerhalb der bereits bewilligten Kredite unbeschränkt tbis zu 38 Millionent statthaft sein soll. Zugleich soll im Anschluß an die reichsgcjctz- lichen Vorschriften auch die Begebung von Wechseln neben ober an Stelle von Schabanweisungen ermöglicht werden. Der möglicherweise cintretcnden Arbeitslosigkeit soll begegnet werde» durck rechtzeitige Beschaffung reichlicher Arbeitsgelegenheit in aller Landesteilen. Dazu soll eine Vorlage dienen, »ach der die hierz, erforderlichen Mittel schon jetzt dereitgestellt iverden können. Zn gleich soll eine weitere Gesetzesvorlage zur Beschaffung vo> Arbeitsgelegenheit und zur Beschäftigung von Kriegsgefangene, die Formen des Cnteignungsvcrfahrcns vereinsachcn. lim de, Betrieb des Hoftheaters ausrcchtzuerhalten, ivird dem Landtag ein Vorlage über die Gewährung eines staatlichen Zuschusses zu Deckung des für die Spielzeit 1914/15 zu erwartenden Fehlbetrag zugehen. Wie der Staat müsien auch die Gemeinden »nd Gc meindeverbände wirtschaftlich und finanziell jederzeit iinftanb sein, den mannigfachen Ausgaben zu genügen, die >» anßergcwöhn lichcm Masse an sie herantreten. Es wird darum vorgeschlagc, den genannten Körperschaften hierbei die sich als nötig erweisend I und anders nicht zu ermöglichende Hilfe durch staatliche Darlehc j zn leiste» und die hierzu nötigen Mittel bercilzustellcn. Der Gros : Herzog hat mich beauftragt, Ihne» seine Grüße zu übermitteln »n i der Zuversicht Ausdruck gegeben, daß die von Ihnen zu beschliehe, de» Maßnahmen dazu beitrage» iverden, die ivirtschastlichen Kräh - des Landes zu erhalten bis unser unverrückbares Ziel erreicht, de uns dauernd sichernde Friede erkämpft ist.
Präsident Köhler: Als wir im Friihsommcr»hier auscinanbc gingen, wünschte ich Ihnen Tage der Ruhe. Sic waren »ns nid bcschieden. Ein furchtbares KriegSgcwittcr zvg über das Lan Das läudcrgierigc Rußland, das revanchelustigc Frankreich ve bllndeten sich mit dem scheinheiligen England (Zurufe), um Deutse land auszutilgen. Wir fühlten alle, daß cs um die Existenz d deutsche» Volkes geht. So zog zornerfüllt das Schwert ein Ve in Waffen. Aller Unterschied der Stände, des Berufs, der poi tischen Richtung war beseitigt, alle gewillt, zusammcnzustchen, d Vaterland zn verteidigen. Tie daheim bleiben mußten, erfüll der gleiche Geist, durchzuhalten und so zum Siege z» helfe Draußen aus den Schlachtfelder» Belgiens, Frankreichs und Ru lands ist schon die Blüte der Nation dahingcsunkcn. Und w macht sich nicht Ilar, daß wlr mit den Opfern noch nicht am En sind! Ei» Strom von Blut »nd Tränen ist geflossen »nd mir f denken schmerzlich all der Opfer, Aber in dieser Stunde ist nicht zu klagen. Hier geloben wir, daß wir festhalten wollen o endlichen Ziel, daß wir einen Frieden haben wollen, der der mo lose» Opfer wert ist, die wir schon gebracht haben. Nach anfän liebem Siegeslauf muß jetzt draußen Schritt um Schritt grim» gekämpft iverden. Darob sind viele daheim »»geduldig geword. Aber das wesentliche ist doch, daß es vorwärts geht. Zur Bcgeis rung soll das Volk setzt die Ausdauer, die Ruhe und Besonnend fügen, jenes zähe Festhalten, das den endlichen Sieg sichert. 2 von draußen aus de» Schützengräben komnicn, sollen sich an die Sicherheit neu stärken. Ihnen wollen wir zeigen, daß wir t
Sonne ihr Licht darüber auszugießen. Nirgends trat d
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Fclsbodcn hervor, überall lvar fruchtbare Erde, überall wi zelten schöne, große Bäume, die Birke und die nordi Fichte zwar, doch nicht so schwarz und traurig, wie diese den düsteren Fjorden wachsen. Mitten durch das 2 strömte ein Bach, dessen Rand mit Gebüsch besetzt war, t sich über ihn hinneigte. Dichtes Gras wuchs in Fü Moosblumen in mancherlei Farben sproßten dazwischen a lind wohin Marstrand blickte, überall schien es ihm schön sein, überall glaubte er einen Garten zn erblicken, der l sorgsamer Hand gepflegt wurde. Plötzlich hörte er, eben i Olaf damals, ferne Glöckchen klingen, aber wie schlug s Herz, als er aus dem dichten Gcblätter, hinter welches sich zurückgezogen, ein Mädchen kommen sah, das sich t Bache näherte und kein anderes war als Gula selbst.
Marstrands ganze Teilnahme erwachte, eine zittcr Freude lief durch sein Herz. Die kleine zierliche Gestalt l in ein langes, lichtbrauncs Gewand gehüllt; ihr (94 war sichtlich abgezehrt und krank, ihr langes, schwarzes H fiel ans die Schultern nieder, und neben ihr ging ein tuet' gezähmtes Renntier, dessen rotes Halsband ihre Hand
doch
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rührte. Sic sah vor sich nieder und ging der Sonne gegen, die eben ihre ersten Strahlen über die Felsen san plötzlich stand das Tier vor dem Gebüsch still und wie langsam den Kopf anfhob, sah sic den fremden Mann sich stehen.
„Gula!" rief Marstrand, seine Arnw ausstreckend, ihre Augen lcnchteien ans, ihr Schrecken verwandelte ß" jähes Entzücken; ihre Lippen öffneten sich sprachlos, züü eilte sic ihm entgegen und klammerte sich an ihn so fest, glaubte sie nicht, daß er wirklich da sei, Ihre großen An vlickten ihn unaussprechlich flehend an, Tränen rollten dar hervor. Sie hatte keine Worte, ein schmerzliches Zucken durch ihr Gesicht und durch den ganzen Körper, dann >e die süße Gewißheit zurück. Ter Augenblick mit aller w Seligkeit faßte das arme, verlassene Kind, und wan- Johann zu ihr redete, hing ihr Kopf weit über im -. l j‘ ihr Blick an seinen Mund festgebannt, als wollte sic n>e nimmer von ihm lassen.
<Fortsetzung folgt.)
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