Ausgabe 
18.12.1914
 
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ehernen Sillen haben, alle -schaden zuhause au mii.w.. ..s r^- wir nach dem Frieden mit einem neuen Aufbau besinn-«"«! >!? b So wollen wir in der Heimat geloben einmiitia i. n 5 K ben, bis zum »Midien Stieben, ber ein nlbmo^er^VriX soll, aus bem Deutschland ineuer Geiiaft bervaraeb'^ unseres Seinbe-3 Englands Welrherrfchas, nur (eiano? nil»

Leute gibt, bie baran glauben, (»taio!) Uniere sLhrL^f " »aflet ä u Lande,mb in bet Luft'sie M 4 .

dreimal in ben Ruf ein.) w va "- '"«mt

lieber bie gesetzliche» Voraussetzungen des dieses Landtags kann wabl kein Zwei,! bestellen sonders warm die »allege». die im Gewände des »rftaes h e tx. schienen sind. In der Armee sieben aus unseren Reiben 1,*V.» Best «er kann nicht biet fein, da er in ^lgien Iftgt, Fmae?

Dr Weder. Eine» finden wir »ich, mebr »mer uns. der auch bmauSgezogen war zur Verteidigung des Vater

E wi-dcr. Ter «ran, von Ärde"er!der «einen VIa6 schmückt, fall zeigen, wie wir sein gedeulen, Wir alle lannieu leine sympathnche Persönlichkeit. Am 14, November siel Tr. Bar- beimer in ,rrnnfteub, rotbet noch mit den, Eiserne» «reuj erster V n « 3*'iffe auSflejeubnet Er wird bei uns im «ebödmii# fortleben. Sch fonstatieredaß «,e sich seine» Ebren von Fhren PlStzen erboben baden. Endlich gedachte der Redner uvib des am

bestrafen ^Schfttz"

Nachdem die verschiedenen Ausschüsse in ihrer seit- herigcn Zusanimensetzunsi durch Zuruf wiedergewülilt wor­den, vertagt sich das .Haus aus Tonnerstog vormittag 10 Uhr

»

Darmstadt, 17. Dezember 1914.

-7!°^ etweite Hammer nahm die Regierungsvorlage über die Verlchiebiiiig der Kommunalwahlen bis nach dem Kriege au, Ein­stimmig ivurde die Vorlage über Gewährung eines Zujchusirs in Höhe von 100 000 Mark an das Tarmstädter Hoftheater angenom- men, Tie zwei Gesetzentwürfe über Gewährung von Tarleben an die Gemeinde» und Gemeinde-Verbände, sowie über Veschasfung von Arbeitsgelegenheit gelangten ebenfalls zur Annahme,

teilte nachmittag findet die nächste Zitzniig statt.

Die Erste stammet »ahm ohne Debatte folgende Gesetzentwürfe an: Verschlebung der Landtags- und stominunalwalile», Aende- rung des FinaiizgefetzeS. Bereitstellung von Mittel» z»r Beschak- siing von ArbeilSgelegenhei». Zuschuß zu den stosten des s>of. theaterS, Novelle zum Enteignungsgesetz, Gewährung von Dar­lehen an Gemeinde» und Gemeinde-Verbände.

Ltaatsminister v, Ewald sprach der stammet seine» Dank aus,

Heffeu und Nachbargebiete.

ttitfjrtt und Umgebung.

Ter städtische Kanosselverkaus wird von morgen hSamstag) ab wieder eröffnet und zwar werden jeden Diens­tag und Samstag, vornlittags von 812 Uhr, in der alten Schule in der Neustadt Kartoffeln in Mengen bis einen Zentner abgegeben. Der Preis beträgt 7 Pfg. für dis Kilogranim. Es soll der Stadt gelungen sein, erheblich? Mengen für ihre Zwecke zu erhalten.

Tir Wochenhilsr während des Krieges. Zu dem Ge­setz vom 3. Dezember 1914 wird uns geschrieben: «1. Nach 8 1 des Gesetzes ist inan versucht nnzunehmen, daß eine all­gemeine Versorgung der Wöchnerinnen während der Tauer deS Krieges beabsichtigt sei. Dem ist aber nach der Be­gründung des Gesetzes nicht so. Tie Beihilfen werden nur für die an» 3. Dezember und später cingetrctencn Geburten in vollem Uinsaiige des § 3 gewährt. Für die vor dem l. Dezember liegenden Geburten wird nur anteilmäßig das Wochengeld und gegebenenfalls das Stillgcld gewährt und zwar soweit der Fristcnlaiif nock> zu berücksichtigen ist. Vor- auSsehung zur Erlangung der Wohltaten des Gesetzes ist daß der Ehemann 1. im gegenwärtigen Kriege dem Reiche Kriegs-, Sanitäts- oder ähnliche Dienste leistet oder an deren Weiterlcistung oder an der Wiederaufnahme einer Erwcrbs- tätigkcit durch Tod, Verwundung, Erkrankung oder Gefangen nähme verhindert ist und 2. vor Eintritt in diese Dienste auf Grund der Rcichsversichernngsordnung oder bei einer knapp- ichaftlichen Krankenkasse in den vorangcgangenen zwölf Monaten mindestens sechsundzwanzig Wochen oder unnrittel- bar vorher mindestens sechs Wochen gegen Krankheit vcr- sichert war. Tie Beträge werden von der Krankenkasse aus- bezahlt, der der versicherte Ehemann vor dem Eintritt zun: Kriegsdienste angehört hat. llm in den Genuß der ausge- worfenen Beträge zu gelangen, wird den Bezugsberechtigten empfohlen, 1. einen Auszug aus dem Geburtsregister des zu­ständigen Standesamts und 2. eine Bescheinigung der zu­ständigen Ortsbehörde über den Tckg der Einberufung und über die tatsächliche Dienstleistung des Ehemannes zu er- wirken und diese Bescheinigungen der aiiszahlenden Kranken­kasse unter Angabe, wo und wielange der Ehemann gegen Krankheit versichert war, zu übergeben. Vor Auszahlung deS vorgesehenen Stillgeldes ist den auszahlenden Kassen eine Bescheinigung der Hebamme oder dos Arztes zu er­bringen, daß die Wöchnerin tatsächlich stillte.

Fortschritt konjumgenosienichaftlicher Eigenpradultio» Vor kurzem hat die Großeinkaufsgescllichast deutscher stoiisumvereiiie eine neue große Fabrikanlage in G r ö b a in Lachsen vollendet: ihre erste Teigwarenfabrik, Tie neue Fabrik ist ein monu- ineiital ivirkender Bau von 84 Meter Front, der in vier Tlock- werkei, auSgedehiite ArdeitSräume enthält. Wie bei allen Anlagen der Genollenschaften. kst auch hier daraus Bedacht genommen, eine mustergültige Arbeitsstätte z» schasse». Daß vor allem Wert aus die größte Lauberkeit gelegt wurde, versteht sich von selbst. Die Fabrikationsräume sind deshalb mit abwaschbaren Lpaltriemen ousgekleibet: für das Personal sind reichlich Wasch- und Bade- gelegenbeiteu vorgesehen. Eelbstverständlich wurde die genosien- schasiliche Teigwarenfabrik auch mit den niodernsten technischen Einrichtnngeii ansgestattet. Der Fabrikationsprozeß vollzieht sich fast ausschließlich auf maschinellem Wege. Der Teigwarenfabrik ist eine stistenfabrit angegliedert, die auch fiir die anderen Betriebe der Gesellschaft arbeitet. Ihren Kraftbedarf erhalten beide Fabriken von dem Elektrizitätswerk Gröba, Wir beglück­wünschen die denlsche stoninmoereinSbewegung zu diesem neuen schritte aus dem Wege der Eigenproduktion.

Unzulässige Gehaltsabzüge. Ein für iveitere «reise bc- >»erke»SwerteS Urteil fällte kürzlich das stanfmannsgcricht in Augsburg, Eine föbete Koiifektionsfirma hatte am 14, August ihren Angestellten einen Revers zur Unterschrift vorgelegi. wonach Nch diese mit der Kürzung deS Gehalts um die Halste einverstanden erklärte». Eine Vertäuserin klagte nun gegen die Firma aus Be­zahlung Ser abgezogenen Beträge für zwei Monate, da daS Gejchail nch schon in der zweiten Hälfte des ersten «riegsmonatS so gebesiert hatte, daß die Arbeit siir die Anaestellten eher mehr als weniger wie vor AnSbruch des Krieges wurde, so daß sogar neues Personal engagiert werden mußte. DaS «aufmannsgericht verurteilte die beklagte ivirma zr Zahlung der geforderlen Lumme. Das Gc- richt nahm an. daß ein Abzug des Gehalts bei gleichbleibender ^'tSIe.stungnd bei gleichem Geschäftsgang unzuläsiig Jet. -taran andere auch der Umstand nichts, daß die Angestellten sich

durch Unterzeichnung de» vorgelegten Reverses mit de:: Abzüge!, einverstanden erklärt baden, denn die llnlerzeichnung fei erfolgt in der Annahnie. daß da» Geschäft tatsächlich eine» dauernden Rück­gang erleidet »nd »mer dem Eindruck, daß eine Richiaiierkennung des Reverses die Enilasiung be;w. die stundiguiig »gch sich ziebe» könne.

Ltädtijche Ardeiisloie».Unterstützung In Wnrzburg ist jetzt eine ftadlische Arbeii»lose»-Versicher»»g von der Ltadiver- »relung beschlossen worden, nachdem früher sozialdemokratische An­träge auf Einfiibriliig einer solche» zweimal abgelehnt worden waren. Dre Lavungen sehe» eine Barunierftutzuiig für alle Arbeltslose», die fcho» vor dem 1. Fannar 1k>14 am £rie wohnhaft waren, vor »nd zwar 50 Pfg für erwachsene männliche Arbeiter, 4o Psg. für deren Ehesra» »nd 20 Pfg für jedes «ind unter 15 Fahre», ferner 50 Pia sr erwerbstätige Stauen und Mädchen übet IS Fahren und 40 Pfg. für erwerbstätige junge Leute beider­lei Geschlecht» zwischen 15 »nd 18 Fadre». Die Uiiierftützuiig wird für siebe» Tage in ber Woche, also anch für Sonn- u»b Feiertage, bezahlt. Der Höchstbetraa der Unlerstütziing ist für eine Familie 2 Mark pro Tag oder 14 Mark pro Woche. Die Unlerstütziing von Gewerkschaften werden ans die städtische Unterstützung zur Hälfte angerechnet. Eine Begrenzung der llntersttltzungsdauer ist nicht vorgesehen. Die Unterstützung wird nach einer sieben- tägigen «arenzzeit gewährt. Die «oste» betragen monatlich etwa 7000 Mark,

Heimarbeit in der Tadatindustrie Vom Tabalarbeiterver banb wirb »ns geschrieben: De» gestrige» Bemerkuiige» über bie >4tägige Lohiizahlnngsperiobe ist »och hinzuzufügen, daß es auch als eine Ungerechtigkeit empfunden wird, daß die Heimarbeiter geringer entlohiii werde», als die in der Fabrik beschäftigte», Wohl ist die Firma Rin» u, Eloo» der Ansicht, daß es ihr lieber wäre, wenn alle Arbeiier i» der Fabrik beschäftig! waren, welchen Stand­punkt selbstverständlich auch wir vertrete»: selbst den Heimarbeiter» iväre es viel angenedmer. iveg» sie in der Fabrik arbeiten könnten, aber leider sind sie durch ihre familiäre» Verhältnisie gezwungen, Heimarbeit anznnehme», einesteils, weil sie de» Haushalt nicht ver­losten können »nd andemteilS, weil sie gezwungen sind, »och ein paar Mark mitzuverdienen. Wir wollen dies einmal vollständig beiseite stelle» und »ns die Frage vorlege»: werde» für die Zigar­ren, welche von Heimarbeiter» angesertigl »nd geringer bezahlt werden, im Verlaus geringere Preise gefordert, alS für die gleichen Lorten, welche in der Fabrik heraestellt werden? Wir wisien ganz genau, daß ein Fabrikant nicht so naiv sei» wirb und de» «»»den erzählt, diese Marie wird von Heimarbeitern hergestellt und ist so und soviel billiger, sondern er wird die gleichen Preise ver­langen, Lcho» aus diese» kurze» Andeiilunge» sehen wir, wie notwendig eS war, geineinichaflliche Zusammenkünfte der Arbeit­geber »nd Arbeiinehmerorganifatio» Herbeiznführen, Aber die Firma Rin» n. ElooS erklärte, daß sie ans weitere briefliche oder persönliche Unterhaltungen zurzeit nicht eingebe» könne, Tabak- arbeiler und Arbeiterinnen! Fhr seht, wie sich die Tabakfabri- kaiite» den Burgfriede» denke», wie sie den Ausspruch: .Wir sind ein einig Volk von Brüdern", anssasie». Eure Männer. Väter und Briider sichen draußen im Lchlachiendonncr, opfern ihr Blut für alle, welche daS deutsche Vaterland bewohnen, auch für die Tabaksabrikante» im Gießencr Bezirk und diese wollen Euch, reip. Eure» Vertreieti, nicht einmal Gehör schenken, damit in dieser ernsten Zeit Eure wiriichastliche» Fntereffe» vertreten werden können! Ziehet Eure Lehre» daraus und haltet lest zur Organi­sation!

Die Bildhauerarbelt am Portale des allen Tchlostes ist seit einige» Tagen fertiggestellk, iönmorislifch wirkt der Minnesänger am Tragstein des Erkers mit feiner Lanke oder Guitarre, Fn der Verzierung über dem Portal befindet sich ein Ritterkops und darun­ter ein Ritter m Pierde n» kleineven Maßslabe, Die Arbeit ist von B>ld Iraner Lcheuinig ,n Frank fort sehr sauber ausgestihrt ivorde»,

llmrkchiiiiiigslurs in holländische Währung Für Postan- wesftmgcn nach den Rieberlandei, und niederiüiidischen Kolonien gilt von jetzt der Eiiizahlimgskurs ISft Mark = 100 Gulden

Fnsolge des vielen Regens der letzteii Tage find die L»i>n und die Wiefeck erheblich gestiegen, letztere ist i» de» Wielen hier uich da über die flache» Ufer getreten,

Kreis Sveßlar.

». Zur «artosselnot. Ter Iandwirtsä>aftliche Verein für de» Kreis Wetzlar hielt dieser Tage Hai-p'vkrsamnililng ah. in der Herr Wniterschuldirektor Tr, «ock», also ein Fackmiaiui, überKartoffel- verkaus Mid Höchstpreise" fprack>. Er bezeichnte den jetzigeil Preis von 0,50 Mk, pro Doppel Zentner als gntz er könne dos Zurückhallen der «artoiseln nicht oerstehen, zimial die «artotiel als Alleinfatter- inittel nicht in Brtracht lomnx, Herr «och eriiinert an die valer- ländn'che Pflicht, «artoffelii nach Wetzlar znn, Versa»,' z» briirgen, wo sie dringend nötig sind, zmnal die L:ad4 stark mit Einguartierung l-elasiri sei. Auch der Landrat Tr, Tartorius, Vorsitzender des Ver­eins, sprach in demselben Liiine imd wies auf feinen früheren dias- bciüffluften Aufruf hin. Wir können nur nitrncr wieder betonen, das, alle Mahiiungcn imrsonst sind, solange der Herr Landrat nicht, wie seine KollegTii in Hanau und an andern Orten, Zwangsmaß» regeln ergreift, denn die 1 lauern uniereS «reiies erklären ,'romm und goltesftirchüg. daß ihnen niemand ihre «artaffeln nehmen köinre, auch wenn sie Vorrat Über Bedarf haben.

ii. Die Anmeldung der Angehörige» des Landsturms II, Auf­gebots muß noch rmer Bekanntmachung der Bürgermeisterei vom 10 dis 20, Dezoiiiber eriol,xi>. Morgen »nd libermorgen kam, also die Ainnelduirg noch, geschehe» m>d zwar im Zimmer 22 des Rat- lgiuses, ES handelt sich, wie bekannt, um den nnonsqehildeten La'ld- itnrm und zwar olle Landstürmer vom 30, bis 45, Lebensjahre ans Wetzlar und Niedergirmes,

Telegramme.

Talstsbericht des kroßeii ^aiiptqnnrticrs.

Völliger Zusammenbruch der russischen Offensive.

W. B. Großes Hauptquartier, 17. Dezember vormittags. (Amtlich.) Bei Nienport setzten die Franzosen ihre An­griffe ohne jeden Erfolg fort. Auch bei Z i l l e r b e e k e und La Bass6 wurden Angriffe verflicht, aber unter schweren Verlusten sür den Feind abgewiesen.

Tie Absicht der Franzosen, bei S o i s s o n s eine Brücke über die A i s n e zu schlagen, wurde durch rinsere Artillerie vereitelt.

Oesrlich Reims wurde ein französisches Erdwerk zerstört.

Vou der v st nnd west preußischen Grenze ist

nichts Neues zu melden.

Die von den Russen angekündigte Offensive gegen Schlesien und Posen ist völlig zu- sammengebrochen. Die feindlichen Armeen sind in ganz Polen nach hartnäckigen, er­weiterten Frontalkämpfen zum Rückzuge ge­zwungen worden. Der Feind wird überall verfolgt. Bei den gestrigen und vorgestrigen Kämpfen in Nordpolen krachte« die west-

preugischcn und hessischen Regimenter die Entscheidung. Die Früchte dieser Entscheidung

lassen sich zur Zeit noch nicht übersehen.

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De» österreichifch-uttgarischeTagesbericht

Auch hier russischer Zusammenbruch.

Wir», l7. Tez. Ii,) Amilickies Eviu»i»»iql»>: Tie Irvten Nnchrichlc» lassen nicht mehr zweifeln, daß der Widerstand der russische» Hauplmacht gebrochen ist.

Am Südslügel >» der »ikbrlngigei, Schlacht von Limanowa, iui Norde» von unsere» Aerdündeten bei Lodz »nd niiniuchr an der Bzura v o 11 st ä » d i g geschlagen, durch unsere Vorrückung über die Karpathen von Süden her bedroht, bat der Feind de» allgemeine» Rückzug angetreteu, den er im Karpathen-Vorland, hartnäckig kümpsend, zu decke» sucht. Hier greise» unsere Truppe» auf der Linie Gevdiiv-ZaNiezun a».

Au der übrigen Front ist dir Versvlg»»^ im Gange.

Ter LteUoertretrr des Ehess des Geueralstabs: v. Höser, Generalmajor. >

Der Amtrisi auf die englische Küste

Drei euglische Torpedol»oots;erstörer vernichtet.

Berlin, 17. Tez. (IV. 11, Amtlich.) Heber dr» Vorstost »ach der Lstlüste Englaiids wkrdrn nachstcheiide Einzelheiten bekanntgegebeu:

Bei Auuäherniig a» die englische Küste wurden uiiserr Kreuzer bei »»sichligki» Wetter oo» vier englischen Torpedo- boolszerstörer» erfolglos aagegeisfe». Ei» Zerstörer wurde oernichlet, ei» anderer kam in schwer beschädigtem Zustande außer Sicht. Tie Batterien von Hartlepvol wurde» z»>» Schwrigen gebracht, die Gasbehälter vernichtet. Mehrere Tetonalionen und drei große Brände in der Stadt konnte» von Bord aus sestgcstellt werden. Tie Kiisteiiwachtstation nnd da» Wasserwerk von Searborongh, die Küstenwacht- und Sigiialstatioii von Whitbt, wurde» zerstört. Unsere Schisse erhielte» von den Küstenbalterien einige Tresser, die nur geringe» Schaden oeriirsackiten. A» anderer Stelle wurde noch ei» weiterer englischer Torpedobootszerstörer zum: Sinken gebracht. Ter stellvertretende Ehes de» Adiniralstads:

- gez. B e h n ck e.

Der Kampf in Flandern.

Das Bombardement der belgischen K««ste.

Gens, 17. Toz. (T. V.) Tic kurze Taucr des Bombardc- mcntS von Wcstcndc dnrck» cnglisckic Kreuzer wird damit erklärt, daß dir Engländer bald grnug die Nutzlosigkeit ihrer» Beiniil)enS einsahen, in dein Nahkainpf zwischen den von Loinbardziidc koniinendcn Franko-Belgiern nnd den von St. (sicorges anrückenoen Deutschen zu intervenieren. Die Franko-Bclgier konnten nur unter Prcisgcbnng eines großen Tetachcnicnts, das gefangen genoinnien wurde, ihre schiheren Stellunge» wieder erreichen. Südöstlich ;lpern dauerten: bis abends die Angriffe »nd Gegcnangrisfe fort. Tie vor-' iciihasterc Position blieb den Teutsckien. Zwischen Nienport und Tünkirchen inanöverierte gestern cin Zeppelin, voll heftigen« Geschützdonner unerreicht.

Neue etialische -Oilfstruppen.

Basel, 17, Dez (WB. Nitylameinst) Den Baseler Nachrichten

zufolge sind tu Marieille 50000 Gnrkha» eingelrossrn. Tie Tvuztptn sollen nach dem Norden gebracht iveode».

Ter Krieg im Orient.

<»ine Aktion der englischen Flotte?

Reuter meldet aus Athen: Ein Telegramm ans Mytrlene meldet, daß die englische Flotte am Montag die türkische Truppcbcschoß.dicanderNordküstedeSGolfe» von Teros, nördlich von den Dardanellen zusamnien- gc-zogcn ist. Einzclhcjten fehlen noch.

Städtischer Kartossclvertauf.

Da die «artoftelzuiuhr auf de» letzten Wochcinnärkten nicht ausreiist!«, den Bedari der hiesigen Bevölkerung »i decken, mird vom >0. ds. 2«ts. ab der städiiiche Kartoftelverlans wieder eingerichtet.

Der Verlaus jtndet statt, bis auf weiteres jrben Dienstag inib Lamstag, vormittags von 8 bis 12 Uhr rn der Tchule in der Neu­stadt, Ter Verkaufsprels beträgt 7 Pfg, für das tlitogramm.

Die Abgabe erfolgt in Mengen bis zu 50 Kilogramm.

Gießen, den 10. Dezember 1014,

Der Oberbürgermeifter: _ Keller, ___

Licserunasvergcbunlsl.

Zur Bekleidung armer Konfirmanden zu Ostern 1915 sind folgende Liefeeungen zu vergeben:

1. Etwa 20 fertige Kiiabenanzüge aus schwarzem Tloff,

2. Lchwarzer Ttoff zu Mädchenlleider»,

3. Farbiger Baummollslanell zu Uiiterröcken.

Angebote sind unter Beifügung »an Mustern, auck, zu dem Futter für die Knabeiumzüge imd die Mädchenkleider, und mll ent- sprechender Aulschrift verschlosieu bis spätestens -11. Dezember 1914 beim Armenamt. Afterweg 9, einzureichen.

Gießen, den 10. Devmrbcr 1914,

Der Oberbürgermeister:

(Armenveewaltungl _ ftey: Keller ,_

Lieferungsvcraebunq.

Tie Lieferung 1, der Kleider, Anzüge und Wälche für stadtarm« Kinder und Envachiene: 2 der Lchuhe »ach Maß und d!« Anferti­gung der Lchuhreparaturen: 0, des fertigen Tchuhwerks; 4, des Brotes: 5. der Tärge für die Zeit vom 1, April 1915 bis 31, Mai 1910 ist zu vergeben, Angebote sind verichlosien bis spätestens 31. Dezember 1914 bei dem Ltädtifchen Armenamt, Afterweg 9, wo auch die Bedingungen eingeiehen werden können und die Angebots- formularc erhältlich find, einzureichen.

Gießen, den 18, Dezember 1914.

Der Oberbürgermeifter:

(Armrnoerwgltung.)

_ gez,: Keller

Verstorbene Quo F äge r, sind. agr. in Gieße». l>- Fahre ach, (Beerbig,»ig Samstag nachmeKag 4 Uhr, Rener Friedhof,)