Ausgabe 
17.12.1914
 
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ti . Fei qat geholfen. Auf Sie mehrfachen Proteste gegen die niedrige Vergütung für Verpflegung der Landsturmleute, die für das Gefangenenlager abkommandiert sind, sollen nun keine Abzüge vorgenommen werden.

n. Arbeits-Jubiläum. In der Handschuhfabrik von Friedrich Mandler in Wetzlar feierte der seit 25 Jahren ununterbrochen dort beschäftigte Sandschuhmacher Joseph H e r m e l sein Arbeits- jubilänm.

Westerwald und Unterlah».

X Tödlicher Unfall durch ein Benzinfeuerzeug. In Brau­bach a. Rh. erlitt der 10jährige Paul Becker dadurch schwere Brandwunden, dast die Benzinkammer seines Taschenfeuerzeuges explodierte. Im Krankenhaus starb der junge Mann an den Wunden.

Telegramme.

TMsbericht des to|en Hlnichmtitts.

Neue Angriffe bei Nienport abgewiesen. In Polen vorwärts.

W. B. Großes Hauptquartier, 16. Dezember vormittags. kAmtlich.) Im Westen versuchte der Gegner erneut einen Vorstoß über Nicuport, der durch das Feuer seiner Schiffe von See her unterstützt wurde. Das Feuer blieb gänzlich wirkungslos. Ter Angriff wurde abgewiesen. 450 Franzosen wurden gefangen genommen.

Auf der übrigen Front ist nur die Erstürmung einer vom Feinde seit gestern zähe gehaltenen Höhe westlich S e n n- h e i m erwähnenswert.

Von der o st p r e u ß i s ch e n Grenze ist nichts Neues zu melden.

In Nordpolen verlaufen unsere Angrifssbewegungen normal. Es wurden mehrere starke Stützpunkte des Feindes genommen und dabei etwa 3000 Gefangene gemacht und 4 Maschinengewehre erbeutet.

In S ü d p o l e u gewannen unsere dort im Verein mit den Verbündete» kämpfenden Truppen Boden.

Die oberste Heeresleitung.

Schwerer SchadenPanik in England!

Berlin, 16. Dezbr. (2B. V. Amtlich.) Teile unserer Hochseestreitkräfte haben einen Vorstotz auf die englische Ostküste gemacht und am 16. Dezember früh die beiden befestigten Küsten­plätze Scarborough und Hartlepool beschossen. Ueber den weiteren Lauf der Unternehmung können zur Zeit noch keine Mitteilungen gemacht werden. Der Chef des Admiralstabes:

v. Pohl.

Amsterdam, 16. Dez. (Ctr. Bln.) Die britische Admirali­tät meldet: Scarborough und Hartlepool an der englischen Küste sind durch deutsche Kriegsschiffe beschossen loorden. Die englischen Schisse begannen ihrerseits den Kampf, der noch sortdauert.

Die beiden Städte liegen an deni nördlichen Teil der Ostküste Englands, Scarborough gehört zur Grafschaft Jork, Hartepool zu Durham. Beide Städte sind etwa 76 Kilometer von einander entfernt.

»

London, 16. Dez. (Ctr. Bln.) Der Angriff der deut- schen Kriegsschifse auf die englische Küste scheint eine Er­regung ohnegleichen hervorgerufen zu haben. Reuter meldet darüber: Die Beschießung von Scarborough hat heuee morgen um 8 Uhr begonnen. Die Bevölkerung raste in großer Aufregung aus ihren Häusern und es begann eine Flucht nach dem Bahnhof, wo gerade zufällig ein Zug bercitstand, mit dem man nach Hüll abfahren konnte. Verschiedene Gebäude sind beschädigt. Der Maschinist eines Zuges sagt, daß er drei Schornsteingruppen in Scar- borough sah, die getroffen Waren. (Franks. Ztg.)

Aus Hüll wird berichtet: Die Behörden von Scar-

borough empfingen heute morgen die Nachricht, daß ein Ar- griff auf die Küste vorbereitet werde. Alles wurde sorg­fältig für die Verteidigung hergerichtet. Artillerie und Infanterie begab sich nach den ihnen zugewiesencn Plätzen. Nach späteren Berichten war es neblig, als die Beschießung begann. Zahlreiche Frauen und blinder liefen in ihren Nachtgewändeni auf die Straße. Ungefähr 40 Granaten explodierten. Zwei Kirchen wurden beschädigt: von ver-

schiedenen Häusern wurden die Dächer eingeschossen.

Ueber 20 Personen getötet, 60 verwundet.

Berlin, 16. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Rach englischen Meldungen sind in Hartlepool über zwanzig Personen getötet, achtzig verwundet und beträchtlicher Schaden angerichtet worden. Ter Gasometer brennt. Tie Beschießung der Festung West- Hartlepool begann zwischen 8 und 9 Uhr früh. In Scar borough sind zwei Kirchen beschädigt und mehrere Dächer eingestürzt. In Whitby soll die historische Abtei teilweise zerstört sein. Tie Bevölkerung flieht in das Innere des Landes.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.

Verlag von Krumm & Cie., Gießen.

Druck: Verlag Osfcnbachcr Abendblatt, 8. m. b. H., Lsfenbach a. M.

Dercinskalender.

Donnerstag, 17. Dezember.

Gießen. G e w e rk s cha s t s k a r t e l I. Abends 8(s Mir im Gewerksthastshaus Sitzung. Das Erscheinen aller Delegierte» ist Pflicht.

Samstag, 10. Dezember.

Lanterbach. Sozialdemokratischer Wahlverein. Abends 8'/- llhr Versammlung bei Wirt Scharinann. Alles cr- , scheinen.

Sonntag, 2 0. Dezember.

Gieße». Staats- und Gemeindearbeiterverband. Jtachmittags 3 Uhr Bevsamimtang tat GeioerkschastshauS.

Tabakarbeiter-Versammlungen finden statt:

Steinberg. Freitag, den 18. Dezember, abends 9 Uhr, in, grünen Baum.

Krofdorf. Samstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, bet

W. Abel.

Launsbach. Sonntag, den 20. Dezember, nachmittags 3 Uhr, bei Friedrich Pfasf.

Wißmar. Sonntag, den 20. Dezember, abenbs 8 Uhr, bei Bittendorf.

Heuchelheim. Montag, den 21. Dezember, abends 9 Uhr, bei August Rinn.

Tagesordnung in allen Versammlungen: Die Antwort von

Rinn u. Cloos, oder wie sich diese Firma den Burgfrieden denkt.

Referent Kollege Alfred Kiel-Gie ßen._

Cu ttuitfl.

Für die Weihnachtsfeier der Kinder organisierter Kriegsteil­nehmer und Arbeitsloser gingen weiter ein: Von der Freien Turnerschaft Gießen 15 Mark, vom Verband der Handels- und Transportarbeiter 15 Mark, von Ungenannt 1 Mark, von Unge­nannt 50 Pfg. von Gg. Ebert 3 Mark, von R. N. 2 Mark, von £. D. 3 Mark, Summa 39,50, bereits quittiert sind 374,50 Mark, ins­gesamt 414 Mark. Für diese Gaben dankend, bittet um weitere Zuwendungen A l b i n M a n n.

Familienunterstützunq für zum Kriegsdienst einberufene Mannschaften.

Nach einem, der Auslegung des Reichsgesetzes vom 28. Februar 1888 <4. August 1914) dienenden Erlaß des Herrn Reichskanzlers haben im Falle der Bedürftigkeit ebenfalls Anspruch auf Familien- nnterstützung die Familien derjenigen Mannschaften, die

-1 im Herbste dieses Jahres ihre 2- ober 3jährige Dienstpflicht beendet hatten und nicht entlasten worden sind, b) noch nicht militärpflichtig waren oder eine endgültige Ent­scheidung über ihr Militärverhältnis noch nicht befaßen, aber als Kriegsfreiwillige eingctreten sind.

Diesbezügliche Anträge werden im Stadthaus Zimmer Nr. 13 vormittags entgegengenommen.

Gießen, den 14. Dezember 1914.

Der Oberbürgermeister:

Keller.

Vekarmtmnchnriq.

Von dem Anlchen der Stadt Gießen von 1907 findet eine Aus­losung der am 1. April 1915 zurückzuzahlenden Schuldverschreibun­gen nicht statt, da entsprechender Ankauf stattgestlnden hat. Gießen, den 12. Dezember 1914.

Der Oberbürgermeister: . z

_ Keller.

Die Marktpreise für Bieh und Frncht und die Girßener Fleisch, und «rotpreise am 14. Dezember 1914

Schlachwiehpteise in Fra»kfnrt a. M.

Fleiichpreste in Gießen

Ochsen

Kälber

Schweine

50kg Schlachtgewicht 81104 Mk. . 648tz Mk 74-76 .

kg86-96 Pfg. . M-84 .

. 80-96 .

Getreideprcise in Mannheim.

Brotpreise in Gießen

Weizen 100 kg.---. Mk.

Roggen ..--- .

Weißbrot 2 kg 68 Pfg Schwarzbrot 2 64 ,

Verstorbene. Ludwig Heuser in Gießen.

Der

empfiehlt zu den bevorstehenden Weihnachts- und \en jahrstage n seine anerkannt guten und preiswerten Waren, insbesondere

ft', Illelile und alle Backartikel, sowie diverse Weine, ft. l*unschesseiizen, Pfefferkuchen, Lebkuchen, Zigarren in allen Preislagen, Zigaretten usw r . usw.

Wir machen unsere Mitglieder auf unsere

aufmerksam, auch sind leere Feldpost-Kartons in

verschiedenen Grössen in sämtl. Verteilungsstellen zu haben.

Wer noch nicht Mitglied unseres Vereins ist, bewirke sofort seine Anmeldung.

In einigen Wochen:

209 Neiitldimp.

gute Vögel, zu verkaufen.

Wolsstraße 10, 2,

Bekaimtmachurm.

Von der Anleihe der Siadt Gießen von 1905 findet eine Aus­losung der am 1. April 1915 zurück,zuzahlenden Schuldverschreibun­gen nicht statt, da entsprechende Stucke angekauft sind.

61 i e tz e n, den 12. Dezember 1914.

Der Oberbürgermeister:

Keller.

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Direktion: HermannSieinaoetter

ikrritaa, den 18. Dezember 1914 abends 8 Ilbr;

6.Freitag-Abonnements-Vorstellung Neuheit! Neuheit!

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(?in fröhliches Spiel in 4 Auszügen von Albert Kehn, u. Martin Frehsee Gew. Preise ermäßigt.

Ende nach Iw/, llhr.

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Verwaltungsstelle Gieße».

Tnblikarbcitcrvclflmlmlmlgtn

finden statt in

Steinbergj: Freitag, den 18. Dezember, abends 9 Uhr im grünen Baum.

girofdorf: Samstaa, den 19. Dezember, abends 8 Uhr bei Wtw. Abel.

ILuiinsbacli: Sonntag, den 20. Dezember, nach­mittags 3 Uhr bei Gastwirt Pfaff.

Hilmar: Sonntag, den 20. Dezember, abends 8 Uhr bei Gastwirt Bittcndors.

iileiicht'lheim: Montag, den 21. Dezember abends 9 Uhr bei Gastwirt August Rinn.

Tagesordnung in allen Versammlungen r

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Referent: Kollege Alfred Kiel-Gießen.

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