Ausgabe 
16.12.1914
 
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©vgmt für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nnchbnrgcbiete.

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Mcbalttan an» CfrccMItim Sifhtn- «abubaftirabr LS. tidr Siwenaafie. Irlcsban 2008.

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Nr. 292

Gicftcn, Minwocl,, Den 16. Tczcuilicr 1914

9. Ilitirgnufl

pfr WeltKritt Nil die Irliritrr.

?ic i)rat(d)c JopIdenioMc und der Krieg.

Bebel zum gegenwärtigen Weltkrieg.

Zugunsten der Berliner Arbeit»- und Obdachlosen dielt Do», erdtag abend i der Berliner ..Philharmonie" gegen ziemlich >heo Eintrittsgeld (»ienosie Dr. Südekum einen Vortrag über den egenstand:Jcr Krieg und die deutsche Arbeiterklasse" vor über- llltem Saal und beifallsfreudiger Zuhörerschaft. kr legre die ichtlinien sozialdemokratischer Politik dar, die sich an» der Sr- arung vom 4. August ergeben, und gab einen Ueberblick über die igeheuren Leistungen der deutschen Arbeiterbewegung zur Er- iltnng der Kraft und Wehrkraft des deutschen Volkes.

Am interesfanteften in Siideknms Rcdc war vielleicht die Be- ifung auf bisher uiibekamite Aeusterungeu August Bebels, e dieser im Jahre 101:5 bei der Beratung der Militärvorlage >» r Blidgetkommisilon des Reichstages geniacht hat. Bkach Tüde- m» Auszeichnungen hat Bebel damals in lebhafter Erregung sgeflibrl:

Jti gibt in Deutschland überhaupt feinen Mensche», der sei» Vaterland sremben Angrissen wehrlos preis gebe» möchte. Dos gilt namentlich von der Sozialdemokratie, der freilich ihre Meiner, die zum Teil »»verständig, zum Teil aber auch gehässig sind, oftmals den Vorwurf der Vaterlandslosigkeit geniacht habe». Tie Sozialdemokratie hat im Ekgeiisatz zu dieser Beüaupiung niemals verkannt, das, die geographi. sche und politische Lage des Reichs die Vorberei- tun« einer starken Sch » ftwehr notwendig macht. Air müsirn in Deutschland mit der Möglichkeit eines Angriffs, riegs von austen leider immer »or!) rechnen, namentlich on r fl e n her. Wenn einmal ein solcher Krieg ansbrechen iollle, den zu verhindern ich glaube auch die deutsche Regierung illeS tut. dann mühte er bei dem heutigen Stand der Wasle» lechnik. bei der Organisation des Heereswekens und bei der Eie taltnug der Staatenbündnisie in Westeuropa einen ungeheure» llmsang annehinen. Er würde zum Weltkrieg werden, und unser Ggterland vor die ,^ra«e von Sein ober Nichtsein stelle». In­folgedessen rechtsertigt sich nicht nur die Wehr, fast machungdesleftten Mannesbein n ».sondern ie ist eine notwendige Forderung Die Sozialdemo- ratie war die erste grofte politische Partei, die das laeerkaunt und daher in ihr Programm den Saft aiiigenom- nen hat. der die Wehrhastmachnng, die Erziehung des Volkes zur illgemeine» Wrhrhastigkrit fordert. Die Sozialdemokratie geht »der noch weiter: sie will die Wehrhaitmachung des Volkes nicht >ur vom körperlichen und vom technische» Standpunkt aus be reiben: das Vaterland verteidigt man nicht nur mit Maschinen iewehren und Kanonen, mit Lanzen und Säbel», mit starken lävsten und mit ichnellen Beinen, daiu gehören auch bestimmte eiltige und sittliche Eigen schäften des Volkes, nd die Sozialdemokratie ivill auch diese g e i st i g e n und ittlichen Eigenschaften des Volkes ftärlen. auf enen, wie die Eleschichte aller Zriten und Välfcr lehrt, die Selbst- ehauptnng einer Ratio» in erster Linie beruht. Diese geistigen ich sittlichen Eigenschaften sieht die Sozialdemokratie tief begrün, et in dem aus wirklicher Freiheit und Eileichheit wurzelnden ®t= ühl der Zusammengehörigkeit der Volksangehörigen."

Ter Berufung auf Bebel und Friedrich Engels ist bisher ner entgegengehalten worden, dah ihre Aeusteruiige» über den wendigen Verteidigungskrieg Deutschlands gegen Ruhland aus :r Zeit stammten, in welcher der moderne Imperialismus »och t voll entwichelt gewesen sei. Tie jetzt angeführten Aus »naen Bebels sind ilar »nd unzweideutig gerade auf die jeftipe e abgestellt und lallen keinen Einwand mehr zu. Es unterlieg! t dem mindesten Zweifel, dah Bebel, wenn er heute noch lebte, au die Politik der Reichstagsfraktion vom 1. August gemacht !k.

»c amerikanische Stimme zur Gattung der deutschen Sozialdemokratie.

Ter Aewnorler Mitarbeiter der Wiener Arbeiter-Zeitung kt dieser einen Bericht über einen Vortrag, de» der Führer nordamerikanischeu Sozialisten, Morris H i i g u i t. in der per Union gehalten. $t(QUit wandte sich vor allem gegen die chiedeneii Proteste, die aus Unkenntnis der Sachlage heraus die tung der deutschen sozialdemokratischen ReichStagSsraktion per- 'len. Er führte anS: .

Biie habe die Sozialdemokratie den Grundsatz anfgestellt. dn: e Kriege zu verwerfen sind, dah wir uns nicht an einem 'ge zur Verteidigung des Landes beteiligen solltet'. anSgesetzt. die Vereinigten Staaten befänden sich noch unter Herrschaft Englands und das Land erhöbe sich: würden dann -Sozialisten nicht milmachen'? Oder man nehme an, eS handele wieder um die Abschaffung der Sklaverei und die Aufrecht- ltuna der nationalen Einigkeit: würden die Sozialisten de,, 'g ablehnen? Dm gättc den Krieg verurteilt, wenn nach dem >aen Sonntag in Ruhland die Völker Europas erklärt hätten, ne einen derart barbarischen Nachbarn nicht länger dulden q Zarenreich bekriegt hätten'?

vln Anierika feien die Sozialdemokraten sprachlos vor fr an nen gewesen, als sie bemerkt hätten, wie sich &>e s o - listen der verschiedenen Länder dem allge- Gemetzel an ge schlossen hätten. Belgien und 'au auch Frankreich habe man von der allgemeinen Ver- i'ung ausgenommen. Den meisten Zwist habe die Satt-

i f»; e ü 5 e !'Hd)cn Sozialdemokratie hervorgernfen.

iei io weit gegangen, die deutschen Sozialdemokraten A b - , n 'und Verräter an der gemeinsamen Sache zu ' Wenn diese Anklage berechtigt wäre, dann müsie man

allerdings alle Hoffnung auf die Verwirklichung de» Soziali»n:uS fallen lallen. Den» die amenkanisäie» Sozialisten dürsten sich dem selbslgesäUigeii Gebauten nicht hingeben, dah sie bellere und klügere Menschen seien als ihre deutschen Wenofle». Welche Warantic habe man, dah man in einer ähnlichen Lage anders gehandelt haben würde? Die Handlung der fozialdeniokrati- lche» Reichsiagsfraklion, die Kiiegstredlte z» bewilligeu. wolle er weder rechtfertigen noch verurteile». Er versuche nur, die Silua, tion zu verstehen, der der Befchluh entwuchs.

Es fei einfach albern, an die Handlungsweise der Reichs- lagsfraktion die romantilchen Kriterien der bürgerlichen Friede nsapo ft ei anzulegen. wie es viele täten. Von an­derer Seite höre man. dah sich die deutsche Partei unfähig erwiesen habe, eine grohe historische Gelegenheit wahrzunehme» und die ganze Welt »nizugestalten. Zn einer amerikanischen Zellschrist habe ei» Prosellor den sozialistischen Parteien der ganzen Weit ge­naue Vorschriften darüber gegeben, ivie sie sich beim Ausbruch des Krieges hätte» verhalte» sollen. Zn einem anderen Artikel der­selben Zeitschrift nenne inan die deutschen Gcnoste» .Feig­linge". Er sHiiguitl leime fast alle Mitglieder der sozialdemo­kratischen Reichstagssraktia» »nd er'Iönne den Anwesende» ver- sicheru. dah die Deuischen »ich! nach Timcrita zu kommen brauchen, im sich Erfahrung. Urteil und Weisheit zu hole«. tBeifall und Heiterkeit in der Versammlung! Und was die Anklage der Feigheit betreffe, io verweise er jedermau» an die Et e - schichte der deutschen Partei, einer Partei, die zwölf Fahre der h ä r t e [I c n Verfolgung ertragen habe. Tau­sende seien in» EtesaugniS, ins Eril, gewandert, und das ohne grohe pathetische Gebärde. Sie Hütten einen Heroismus be­wiese», den zu zeigen die Amerikaner noch nie die Ge­le g e n I) c i t hatten.

Man nehme an, die Regierung habe die deutschen Sozialdemo­kraten irregesührt: man nehme seiner an, die deutsche Regierung stelle den Ausbund der Schlechtigkeit dar, als den sie ihre Feind', hinstelle». Wie sollten sich die deutschen Genossen nun »ach Aus­bruch des Krieges verhalten, nachdem sie. wie jedermann zu­gebe, mit allen Kräften an der Erhaltung des Friedens ge­arbeitet? Sie hätten offenbar den Entschluh fasten müsten, sich ihrer Haut z wehren. Man dürfe nicht vergesten, dah bei Arbeiter nicht nur einer Äiaste, sondern auch einer Nation an­gehöre: ja, er gehöre erst der Nation, die ihm die elemen­taren Vorbedingungen seiner Existenz liefere, und dann feiner Klaffe an. Ter Zustand Belgiens beweise e». Tie Ar­beiter Belgiens würden hundertmal lieber unter den alten Ver­hält, listen lebe», so ärmlich »nd kümmerlich sie auch gewesen sein invchlen, als unter de» Verhältiiisten, die der Einsall des Feindes geschaiien habe, lind wie die Belgier, so fühlten die deutsche», die französischen, die Arbeiter in Oesterreich. Wenn sich in England »nd Ruhland eine Opposition in der Arbeiterschaft bemerkbar ge­macht habe, so beruhe dies feinet Ansicht nach darauf, dah der Ein­fall des Feindes in jenen Ländern fern oder ferner liege. Dies lieferc den Schlüssel zu der Haliuiig der europäischen Sozial­demokraten. kr wolle die Gcnosten onderer Länder nicht kritisieren. Er habe nur beabsichtigt, aus die Notioendigkeit hinzuweise». dah die Parteigenosten versuchen müsten. die Lage in Europa zu verstehe», anstatt ihre Zeit mit romantischen Pro- testen zu vergeuden.

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Wie man Tummc sännt.

Die Mächte de» Dreiverbands versprachen Persien die Städte Kerbel» und Nedsches in Türkisch- Arabien, wenn Persien streng neutral bleibe.

Das Manöver, Städte und Länder anzubieten, die man selber g a r » i a', t b e s i ft t, wird vermutlich in Teheran noch weniger versaugen als anderswo, da man dort gennu wein, dost ein lüebietszuwachs Persiens für ein siegreiches Ruhland nur eine Mehrung drr eigenen Beute wäre.

Türkische Dementis.

Mo»i!a»fi»oprI, 11. Dez. (W. B. Nichtamtlich.! Tic Agon» £ttomarie dementiert eine Reiste durch die griechilck^ Presse verbreiteter Nachrichten, wie. daß die türkische Re­gierung zablreiche russische und französische Kirchen in Moschee» verwandelte, das; die Bestörden die griechische Metropole Aivoli geplündert, den Metropoliten eingekerkert, eine Anzastl Notabel» verhaftet, daß die Loge in Palä­stina sehr kritisch sei. und daß Araber und Kurden Massakers unter Christen anrickteten. Alle diese Nachrichten entbehrten jeder Wahrheit. In Palä­stina gebe es überbaupt keine Kurden.

RtissischeKultr".-Tatett.

Konftantinopel. 11. Dez. (W: B. Nichtamtlich.) Nach Be­richten des OSiiianiichen Llvvd aus Rußland verfolgen di« rnzstiche,--, Behörden in schrtlHirber Weise die Mulelmanen im Gouvernement Kasan. Fn Orcnbnrg kei auch dt« türkische Prestr und Literatur der Verfolgung gusgcirtzt. Die strengsten Mohnelpnei, würden gr- trofsen. um die Verbreitung des Aufruss der türkiichen Patrioten zu verbindern Aebniich« Mohregeln t'ciei, im Kaukasus getroffen. Den Muselmanen wurde verboten, aus dem Kaukasus ins Innere des Landes zu reisen. Der türkische Sonsul Rostow wurde mit dreihig muselmanischen Nvradetn verhaftet und noch dem 8»ban­gebiet geschafft.

Tic Gärung in der vnfjKdteu 'Arbeiterschaft.

AuS Ruhland bringt der Labonr Leader, das Blatt der I. L.

P. funabhangigen Arbenerpartri Englaudsj. fotginde Betrachtung: Angesichts des Kriegssieder» wurden die beiden Flügel der rulfi- schen Arbeiterpartei, die Mazimaiisten und die Minimalisten, aus eine gcnieinschaftliche neue Linie der Aktion sestgelegl, die nur noch eine Elnteilniig in Patrivieu und Anlipatrioien. oder bester gesagt in Mllilariste» »nd Anlimilitaristen kennt. Die überwältigende givhe Mehrheil iei aber a n l i m 11 i t a r i fl i sch. Die Rüsten I,e- länben sich in sehr schwerer Lage, da die Verhäliniste gan, ander» seien, als während der. ruffifrf)-iapanifrtjcn Kriege». Damals flim­merte sich niemand um den Krieg, weil er fiel) ganz fern vom Her­zen Rußlands abipielle und eine Invasion «ich! drohte. Selbst die Bourgeosie sei gleichgültig gewesen, zumal sie am Kriege noch Gewinn halte. Be, der jetzigen dentschen Invasion in Polen fei eine grohe Welle enistanden, die man am besten mitArmeesieber" bezeichnen tonne. Inlolgedesten sei der Kern der Ardeilerlaias! für den Krieg gewesen. Die ruisische Regierung habe deswegen die strengsten Mahregeln gegen die foziaiistischen Agitatoren getroffen. Sie habe die Parieipresie unierdriickl. die deshalb nach de, Schweiz und nach Paris geflohen fet, wo jetzl zwei Bläller erscheinen, das ritte halbmonatlich und das andere logisch Bi» zur Kriegserklä rung konntenoch einige sozialistische Bläner erscheinen, aber sofort nach dem Ausbruch de» Krieges feien auch diese weggewischt wurden. Die Bewegung sei daher dazu getrieben worden, eine unterirdische zu werden, »nd die Sozialisten druckten nun in der Tat ihre Zeitungen in Kellern und Höhlen. Sie verbreite­ten überall Ftugschristen und Manisestattonen zu Rill tonen gegen den Krieg. Vor alle» Dingen in Moskau, Peters­burg und Warschau seien diese FIngschristen gegen den Krieg vrrteiji worden. Einer meiner russischen Berichterstatter, so sagt der Herausgeber der Labour Leader, spricht mit bewundernden Ausdrücken vm, der Haltung der britilchen .Independent kabour- Parth" gegen den Krieg, die auch die Rüsten ermutigt hätte. Er nannte Mitglieder der englischenIndependent Labour-Party" die wahren Revolutionäre gegen den Krieg. Der Erfolg der geheimen Propaganda sei dann in die Erscheinung getreten. Die Arbetter- tloste sei mehrnd mehr für die antimililärische Bewegung in Ruhland Dies sei vor allem der Fall bei den Arbeitern in Pe I e r s b ii r g und Warschau.

Ein andere» russische» hervorragendes Parteimitglied, das Schweden besuch! Halle, beftälig! da» oben Erwähnte und sagt, dah die Parieipolitik gegenwärtig auherordentlich nützlich und ge­sund sei. Andererseits aber würden iurchtbare ltnter- drückniigsmethoden von den Behörden angewandt. Biele Anhänger würden nach Sibirien aelchickl. andere in» EiesängniS gebracht, wie Mazlaw und Dan. Von anderer Seite werde mitge «eilt, dah seit Beginn de» Kriege» die Anstrengungen der So­zialisten, durch Proklamationen und Reben Propaganda zu treiben, bei den Militärbehörden in Ruhland Beunruhigung her- vorgerusen haben.

England und die belgische Neutralität.

Unter der Hcbcrfrfrrift: CnglondS Spiel mit der Neu­tralität sckrcibt die NorLdcutickie Allgemeine Zeitung: Für oie englisch-belgische Komplizität Imben sich neue schwer­wiegende Scstuldbeweise gesunden. Vor einiger Zeit wurde in Brüssel der englische Legationsjekretär Grant Watson scstgcnoinmen. der im englischen Gesandtichastsgebäude ge­blieben war, nachdem die Gesandtschaft ihren Sitz nach Ant­werpen und spater nach Havre verlegt hatte. Der Genannte wurde nun kürzlich bei dem Versuch ertappt, Schristftürke. die er bei seiner Festnahme unbemerkt aus der Gesandtschaft nntflcfiifirt hatte, verschwinden zu lassen. Tic Prüfung der Schriftstücke ergab, daß es sich um Aktenstücke mit Daten i n t > m ft c r Art über die belgische Mobilisierung und die Verteidigung Antwerpens aus den Jahren 1913 und 1911 'andelte. Von besonderem Interesse ist auch eine handschrift­liche Notiz, die bei den Papieren gesunden wurde, um deren Vernichtung der englische Botschirster besorgt mar. AuS dieser Notiz ist zu entehmen, daß Frankreich bereits am 27. Juli seine ersten Mobilisierungsmoß- nahmen getrosten bat und daß die englische Gesandtschaft ron dieser Tatsache bclgischericits sofort Kenntnis erhielt.

Franzosen über Teiltschlattd.

Im Berner Bund sinden wir den Brief eures sunpen schweizerischen Soldaten, der an der ironzösisch-ichweige- r>schei> Eiitnz« sein Botrrland bewacht. Er berichtet über seine Unterhaltung mit französiichen SanitoiSsoldoten, die aus Icuesch- la-nb zurückkestrtcn:

. . Dies« Woche Hab« ich wieder etwas erlebt, was ich nicht so ichnell vergesten werde. Am Freitag abend sind hier etwa TM fvanzösriche Sani tätsoisizicr« und etwa 20 franzö­sische Sanitätssoldaten <ugelangt tue a,is Teutfck>loiib kamen. Das war ivieder etwas für mich Diejenigen von uns. die qvt ffonzösisch sprühen, muhten aus den Bahnhof gehen, um die Fvanzoscn zu empsonaen Selbstverftändiich meldete ich mich auch. Um VA2 Uhr nachts fernen sie an. Wir iichrten vorerst bis frembrn Oifizzere zum Bureau des Ha-.iplmanivs. worarrf sie im Hotel de Bille ihr Nachtcsten ein,«ahmen. Nachher geleiteten wir sie in di« nir sic bestimmten Quartiere. - . Di« sranzv- sischen Soldaten waren tu unferm Kantonnement unter- gebracht. Als ich heim kam. iprvch ich noch eine Weile mit ihnen. Ich war erstaunt, zu lwren, dah sie die Deutschen rühmten, mid konnte scstsirllen, das; sie kein böse» Wort Über sie sagten.