tune, östlich LangcI» ark an. Sic wurde zurückgcworfcn und verloren etwa 2l>0 Tote und 340 Gefangene. Unsere Artillerie beschoß den Bahnhos Aprrn zur Zerstörung feindlicher Truppenbewegungen. — Bei 21 rras wurden Fortschritte gemacht. — I» der Gegend S o » a i n - P e r t l> e s griffen die Franzosen erneut ohne jeden Erfolg an. — Im Argvnneu Walde versuchten die Franzosen nach Wochen- langem rein passiven Verhalten einige Vorstöße. Sie wurden überall leicht abgewicsc». Dagegen nahmen die deutschen Truppen wiederum einen wichtigen französischen Stützpunkt durch Minensprcngung. Ter Gegner erlitt starke Verluste an Gefallenen und Verschütteten. Außerdem machten wir 200 Gefangene. — Bei Apremont südöstlich St. M i h i c l wurden mehrfache heftige 2lngrisse der Franzosen abge- wicscn. — Ebenso auf dem Vogesen kam me in der Gegend westlich Marker ch.
Au der o st p r c u ß i s ch c n G r e n z c warf unsere Kavallerie russische Kavallerie zurück und machte 350 Ge- sangcne.
Südlich der W e i ch se l i n 2! o r d p o l c n entwickeln sich unsere Operationen weiter.
In Südpolcn wurden russische 2lngrisfe von östcr- reichisch-uiignrischc» und unseren Truppen abgeschlagen.
Die oberste Heeresleitung.
Französische Angrisie in Lothringen abgeschlagen.
11000 Russen in Polen gefangen.
W. B. Kroges Hauptquartier, 13. Dezember vorm. (Amtlich.) Nachdem am 11. Dezember die französische Offensive aus Apremont (südöstlich St. Mihiel) gescheitert war. griff der Feind gestern nachmittag in breiter Front über Flirey (halbwegs St. Mihiel—Pont-ä-Muffon) an. Der Angriff endete mit dem Verluste von 600 Gefangenen und einer großen Anzahl von Toten und Verwundeten. Unsere Verluste betrugen dabei etwa 70 Verwundete.
Im übrigen verlief der Tag auf dem westlichen Kriegsschauplätze im wesentlichen ruhig.
In Nordpolen nahmen wir eine Anzahl feindliche Stellungen. Dabei machten wir 11000 Gefangene und erbeuteten 43 Maschinengewehre.
In Ostpreußen und Südpolcn nichts Neues.
Oberste Heeresleitung.
Siegreiche Kämpfe in Galizien.
Oestcrreichische Tagesberichte.
W. B. Wien, 12. Dezember. Amtlich wird verlaut- bart: 12. Dezember mittags. Ungeachtet aller Schwierigkeiten in dem winterlichen Eebirgsgelände setzten unsere Truppen unsere Vorrückung in den Karpathen unter fortwährend siegreichen Gefechten, in denen gestern über 2000 Russen gefangen genommen wurden, unaufhaltsam forr. Die Pässe westlich des Lupkower Passes sind wieder in unserem Besitz. In: Raume südlich von Eorlice, Erybow und Reu-Sandec begannen größere Kämpfe.
Die Schlacht in Westgalizien, deren Front sich in der Gegend östlich Tynbark bis in den Raum östlich Krakau hinzieht, dauert an. Gestern brachen wieder mehrere Angriffe der Russen in unserem Artilleriefeuer zusammen.
Die Lage in Polen hat sich nicht geändert. Die Besatzung von Przemysl brachte von ihrem letzten Ausfall 700 gefangene Russen und 18 erbeutete Maschinengewehre mit sehr viel Munition heim.
Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabes: v. Höfer, Generalmajor.
Wien, 13. Tcz. (W. 15.) Amtlich wird verlautbart. 13. Dczenibcr. In der Schlacht in W c st g a l i z i e n ward? der südliche Flügel der Russen gestern bei Limanowa geschlagen und zum Rückzüge gezwungen. Die Verfolgung des Feindes ist cingcleitet. Alle Slngrisfe auf unsere übrige Tchlachtfront brachen ebenso wie an den früheren Tagen zusammen. Unsere in den Karpathen vorgerückten Kräfte setzten wieder unter mehrfachen Kämpfen die Verfolgung energisch fort. 2lm Nachmittag wurde Ncu- Sandec genommen. Auch in Grybow, Gorlice und Z m i g r o d rückten unsere Truppen wieder ein. Das Z c m - p l i n e r K o m i t n t ist von dem Feinde vollkommen ge- säubert. In den abseits von den Schauplätzen der großen Ereignisse gelegenen östlichen W a l d k a r p a t h c n ver- mochte der Gegner- südlich des Gebirgskammes nirgends ^oescntlich Raum zu gewinnen. Im allgcnieincn halten
unsere Truppen die Paßhöhcn, in der Bukowina die Linie des- Suczawo-Talcs. In Südpolen wurde nicht ge- kämvit Nördlich Lowicz setzten unsere Verbündeten den An- griff auf die stark befestigten Stellungen der Russen erfolgreich fort.
Ter Stellvertreter des Chefs des GcneralstabS v. Höfer, Gcneralinajor.
Die Kämpfe in Polen.
Ungeheure russische Verluste.
Tie Räumung Lodz durch die Russen geschah heimisch des Rachts. daher ohne Kamps und unbemerkt. Sic war aber nur das t?r- gcbuis der vorhergehenden dreitägige» Kämpfe. In diesen hatte» die Russen ganz ungeheure Verluste, besonders durch unsere schwere 2lrtillcric. Die verlassenen russischen Schiitzcngräbc» waren mit Toten buchstäblich angcsiütt. Noch nie in den gesamten Kämpfen des Ofthccres, nicht einmal bei Tanncnbcrg, sind unsere Truppen llber so viel rusfisckst Leichen hinwcggcschritten. wie bei den Kämpsen um Lodz, Lowicz und überhaupt zwischen Pabianicc und der Weichsel. Obgleich wir die 2lngreiscr waren, blieben unsere Verluste hinter denen der Rusicn weit zurück. Wir haben ins- bcfcndcrc im Gegensatz zu ihnen ganz unverhältnismäßig wenig Tote verloren. So sielen bei dem bekannten Durchbruch unseres Rcservckorps von diesem Sceresteil nur 126 Mann; es ist eine ausfallend niedrige Zahl. Für die Verhäitnisic ist demgegenüber bezeichnend, daß allein auf einer Sähe südlich Lutomiersk swcstlich Lodzs nicht weniger als 887 tote Rußen gesunden und bestattet worden sind. Auch die russischen G c s a m > v e r l u st c können wir, wie in de» früheren Schlachten, ziemlich zuverlässig schätzen. Sie betrugen in den bisherigen Kämpfen in Polen mit tkinschlus, der von uns erbeuteten 80 »Ml Gesungenen, die inzwischen mit der Bahn nach Deutschland abbcsördcrt worden sind, mindestens 15000» Mann.
Tic Stadt Lodz hat durch die jüngsten Kämpfe um ihren Besitz sehr wenig gelitten. Einige Vororte und Fabrikanlagen außerhalb des Stadtbezirks haben Beschädigungen auszuweiscn, doch ist das Innere der Stadt fast unversehrt. Das Grand-Hotel, in dem sich ein ruhiger Verkehr.abspiclt, ist unbeschädigt. Die elektrische Straßenbahn passiert ohne Störung wie in Friedenszeitcn.
» E *
Das französische Parlament.
Paris, 12. Tcz. (Ctr. Frkft.) Der gestern im Elysck unter dem Vorsitz des Präsidenten Poincarck obgehaltene Ministerrat hat endgültig beschlossen, das Parlament zum 22. De- zember für eine außerordentliche Sitzung einzuberufen. Der Ministerrat beschloß weiterhin, dem Parlamente nicht ein regelmäßiges Budget für 1916 zu unterbreiten, sondern zunächst nur die Genehmigung von sechs provisorischen Budgetzwölfteln zu verlangen. Der Wortlaut dieser Vorlage sowie die Begründung wurde vom Ministerrat bewilligt.
Die Stimmung in Rußland.
Rom, 11. Dez. (Ctr. Frkft.) lieber die politische Stim- mung Rußlands erfährt die Franks. Ztg. aus Kreisen der Entente das Folgend«: Die Konservativen in Rußland neigen zu einem ehrenvollen Jlusgleich mit Deutschland, wenn dieses bereit wäre, Oesterreich-Ungarn preiszugeben. Ter Zar soll bei seiner Reise nach Polen in diesem Sinne mit militärischen Führern im Felde gesprochen haben. Die Militärs dagegen suchen zuerst das Prestige der russischen Waffen zu wahren und inszenierten eine Kundgebung der Moskauer Kaufmannschaft für eine Fortsetzung des Krieges bis zur Niederwerfung Deutschlands. Die Spannung ztvischen den Konservativen, die ans einer Schwächung Preußens einen Tieg des Radikalismus und eine Gefahr für Rußland befürchten, und der russischen Revolutionspartei verstärkt sich. Blätter, die die erstcre Richtung vertreten, werden von der Zensur nicht unterdrückt.
Der Krieg im Orient.
Tic Operationen der türkischen Kaukasus-Armee schreiten, unterstützt von der türkischen Flotte, weiter günstig varwärts. 2lbtcilungeu der russischen Flotte, welche im südlichen Teile des Schwarzen Meeres zu operieren suchten, zogen sich — wie schon wiederholt vorher — beim Erscheinen des türkischen 2ldi»iralschisscs „Sultan Sclim" fluchtartig aus Scbasiopol zurück.
Balttm bombardiert:
Konstantinopel, 12. Dez. (SV. B. Nichtamtlich.) Vom türkischen Hauptquartier wird gemeldet, daß der Große Kreuzer „Sultan Jawns Selim", der nach russischen Meldungen schwer beschädigt sein sollte, am 10. Dezember S3atum in Brand geschossen hat. Tie russischen Landbattcricn haben ohne Erfolg das Feuer erwidert.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Gießen.
Verla« von Krumm & Cie., Gieße».
Truck: Verlag Offenbarster Abendblatt. K. m. b. H.. Ottenbach a. M
Bekanntmachung.
Die in 1871, 1874, 1873, 1872, 1871, 187» und vom 1. August bis 41. Dezember 186» geborenen, unausgebild-te» Landsturm.
pflichtigen II. Aufgebots mrrSe» hlmmit ansiic,'ordert. sich vom 16. bis 2». Dezember 1914, vorrnistegs von 8 bis 12 Uhr „uh nach mittags von 2 bis 6 Uhr im Rathaus am Marktplatz unter Vorlage ihrer MllllSrpapirve (oder anderer Ansnxispapiere) zur Land, sturmrollc zu melden.
Wer die Amneldunig in der vorstehend gesetzten Frist miter- laßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Rsi-naten bis zu simi Fahren bestraft.
Gießen, dm 12. Dezember 1914. -
Der Oberbürgermeister. _ I. V.: Emmcl i u S. _ . . _
Bekanntmachung.
Die Listen über die vom 1. bis 3». November 1914 in Anrech- >«»:ig zn brbiiMnd-n Verpflegungstagc für die Mannschaften de« Lonbsturm-Ersatz-Bataillons kömnvn ami 14. und 15. d. M. im Stadt-- housr.. Gartenstraße 2. Seitenbau, oiin>a>eschen werden.
T'ej ewigen Edmvohner, bet brnte» (feit 25. November) die noch nicht militärisch ausgcbildeten Landsturmtcute untergobvaxht sind, werden anfgcfordort. ihren Anspruch aus Verpslcgungsgeld unter Verweis des Quartverzettels an gleicher- Stelle am Montag, den 14. Dezember anzumclden, da die Begleichung in einer Summe an den Hauswirt oder an einen der beteiligten Hausbewohner zu Un» Zuträglichkeiten geführt hat.
Ter Oberbürgermeister. _ Ü c 11 c r.
Butter per Pfd.
Milch
Hühnereier
Gänsceier
Käse
Kasematte Tauben Hühner
Wocherimarktpreiko in «ietzen
am 12. Dezember 1914
1.30-1.4» Mk. Liter 22 Pfg. Stück 12—13 Psg Stuck — Pfg. Stuck 6—8 Pfg. 2 Stück 5—6 Pfg. per Paar 0.8»—1.20 Mk per Stück 1.20—1.8» Mk.
Hähne ver Stück 1.50—2.d0 Mk.
Gänse ver Pfund 0.60—0.70 Pfg. Ochsenfleisch per Psd. 0.80—0.92MI. Kalbfleisch per Pfd. 70-75 Psg. Knh- u. Rüidfl. per Pfd. 80—84 Pfg.
Schwciiiesicisch per Psd. 70—90 Psg, Hammelfleisch per Pfd. 70—90 Psg.^ Kartoffeln p. Matter 7.00 Mk; Kartoffeln Psd. 4 Pfg.
Zwiebeln ver Pfund 12—15 Pfg. Blumenkohl per Stck. 15—30 Pfg. Kohlrabi Stck. 5—10 Pfg.
Weißkraut p. Haupt 8—12 Pfg. Rotkraut p. Haupt 15—25 Psg. Wirsing v. Hanvt 10—20 Psg. Aepfcl per Pfund 12-20 Pfg.
Birnen Piund 10—15 Pfg.
Nüsse 100 Stück 40—45 Pfg.
riegführmig
Heer
Stoffe
Militärische Hachausdrücke gemeinverständlich erläutert von
Ernst Oaumig
preis 10 pf.
3 n einer Zeit, in der die kriege- rischen Vorgänge und Fragen des Heenvesens im Vordergründe des öffentlichen Interesses stehen, kann man sich nur dann ein richti- ges Bild von den auf- und niederwogenden Zeitereignissen und der wildbewegten Handlung auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen machen, wenn man die Bedeutung der Worte, die in der militärischen Organisation sowie ln der Kriegs« Wissenschaft gebräuchlich sind, eich, tig erfaßt hat. Daher sollte jeder diesen wichtigen »einen Ratgeber besitzen. Auch die Soldaten im Felde werden ihn sehr begrüßen.
Das Hest kann als Feldpostbrief portofrei versandt werden. Obel hessische DolkSzeitung, Gießen
in jeder Ausführung und Preislage.
Direktion: -Hermann Stcingoctter Dienstag, 15. Dezember 1914 avenvö it Uhr:
6. Dienstags»Abonn. - Vorstellung.
tzi(k«ii-ls TW«
Volkrstück in I Alten von Adolph LÄrronge.
Gew. Preise (ermäßigt).
(bndc 10'/., Uhr.
Von dem Grundsatz ausgehend, daß ein gutes, belehrendes Buch auch in diesem Jahre das beste Geschenk für jung und alt ist, hat unser Berliner Parteiverlag eine Weihnachtsprämie für alle Leser der Partei- presse geschaffen, die sicher sehr willkommene Aufnahme finden wird. ::: Das Werk führt den Titel:
Der Deutsch-Französische Krieg 1870-71
(Sonderdruck aus: Die Weit in Waffen), hat einen Umfang von 320 Seiten großes Gesehenkformat und ist mit 245 Bildern und Dokumenten ausgestattet. Enthält auch viele ganzseitige Illustrationen
und wird in einem schmucken Einband geliefert. — Eine wahrheitsgetreue, von einem Sozialdemokraten gegebene Schilderung des Deutsch-Französischen Krieges muß zur Zeit des gewaltigen Weltkrieges besonderes Interesse erwecken. — Verfasser dieses Werkes ist Hugo Schulz, gegenwärtig Kriegsberichterstatter im
österreichisch-ungarischen Hauptpressequartier
D&z Preis beträgt nur 3 Mark Buchhandlung der Oberhessischen Volkszeitung, Gießen, Bahnhofstr. 23 ^Ä 0 "
Wir bitten um recht rege Benutzung dieses Sonderangebotes. — Bestellungen nehmen alle Zeitungsträger sowie die Unterzeichnete Buchhandlung entgegen


