Ausgabe 
15.12.1914
 
Einzelbild herunterladen

Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete.

Ctf rbelit'*» U.lKitltn«, erldxtm Icdm Wkrtloy Bbc»b tn ut!m Der Hbon«»oiHBtn* brttäo« «öchrntl.ch 15 «ffl. monailxi ® Wo. onl4L 8mtB*rIobn. Dur4 btt Poll braoflrn Btertrliöbtl.l^CSRl

Rcdakllon und Ervcdttton Dlek»en. Bodnboskiraüe 22. <Frke --wengakke. Delrvdon 2008.

Nr. 291

3n(cr«lr (alten die Smal aclpalt Raloneljfür oder deren 'Jtjum 15 UI». Ser atöfeerrn flufträoen Rabatt «nzeigen wolle man dt« ade»»« 7 »de für d>« fslgm»r Nummer m der Lrvcditton autarken

Gießen, Tkcnstag, Den 15. TezcmDcr 1914

9. Ialirgang

Einigkeit, Geschlossenheit!

UebcrNotwendigkeiten" schreibt Genosse MaxGrunwold nsercm Hamburger Bruderorgan folgende beherzigenswerte

Die Zeit geht augenblicklich mit eherne» Schritte» ihre» Weg, e schont weder Mensche» noch Werte, sie tritt nieder, was Fahr- underte alt ist, ebenso wie das, waö gestern geschaffen wurde, n einer solchen unendlich harten Zeit entstehen Notwendig- eiten, denen sich jeder beugen »ins,, nftni, er nicht selbst ver­last" werden will und nicht alles verlieren soll. Diese einfachen 'ahrhcitcn, die der Philosoph T a t w a h r l, c i t c » nennt, weil e durch tatsächliche Beweise jede besondere Begründung entbehren lnnen, treffe» nicht nur die Böller und den einzelne», sondern ich das, woS zwischen beiden steht, die Klassen und ihre rgaiiisationc». die Parteien, Die Sozialdemokratie eutschlands, die als nächste Erbin von Marr, Engels und rssallc den harten Kamps der Gegensätze und Notwcndigleite» an, testen begriffen und am glänzendste» durchgesührt hat, hat auck e gegenwärtige Zeit in einer besonderen Schürfe ersaht und ohne lei moralische Getue und ohne sentimentale Gefühle der Wegen- att ihre Opfer der Notwendigkeiten bringen müssen. Sie hat, >m 4. August angesangeu. bis aus den heutigen Tag, um die utsche Nation zu erhalten, sich s e l b st z u r ll ck g e st e l I t und n schweren Kamps des BaterlandeS einmütig mit ihren großen rasten unterstübt. Sie bat das getan trotz vieler Bedenken, die r au» der Bergangenheit des preußisch-deutschen RegierungS- stems ausgezwungen worden waren und die sie auch für die ukunst nicht losgeworden ist. Sie hat in allem die Notwendig- iten der Gegenwart vorangcstellt.

Die deutsche Partei hat sich solchen Notwendigkeiten der Zeit >er nicht nur unterworfen in, Kampfe nach außen, in dem soge- innten Burgfrieden mit den Gegnern, sonder» auch in allem, aS ihr inneres eigenes Leben betras. Es bedurfte nicht ner behördlichen Zensur, um ihr klarznmachen, daß in dieser rendlich schweren Zeit, wo Millionen ihrer Brüder auf den chlachtfcldern kämpfen und bluten, jede innere Diskussion, jeder »ere Streit und Zwiespalt eine Sünde, ja, ein B erbrechen eiten sich selbst wäre. Auch das waren Notwendigkeiten von ner handgreiflichen Selbstverständlichkeit, denen sich die Masse ie die Führer ohne Bedenken gebeugt haben.

In den letzte» Woche » aber ist das leider zu unser aller edauern nicht unwesentlich anders geworden. Wir den gewiß allen Respekt vor jeder Opposition i» der cige- n Partei: denn sie ist der lebendige Anreiz, nicht stillzustchcn, rer in Zeiten, wie den gegenwärtigen, wo die Disziplin und die nheit alles ist, wird die »orgelnde Kritik und die sei b st- ichtige Eigen brödclei eine Gefahr für die gesamte irtei. Die unbedingte Geschlossenheit der Partei dieser Zeit ist eine absolute Notwendigkeit, mag sie dem einzel» n in den Kran, paffen oder nicht. Wenn jemals der einzelne ) unbedingt dem Organismus des Ganzen untcrzuordncn hat, jetzt. Die Fraktion selbst ha, am 4. August ein bcwnnbernS- rte» Beispiel dieser notwendigen Einheit und Geschlvsienhett geben: den» cs ist lein Geheimnis, daß auch in ihr eine iachiichc 'Position vorhanden war, aber sie hat sich gefügt und die Not- ndigkeilen der Zeit rnckhaltsloS anerkannt, ES ist die u»be- >g>e Pflicht der Partei, diesem großen Beispiel würdig zu gen.

Wenn die beginnenden Wi r r n i s s c i n der Partei sich igern, so besteht aber auch die größte Gesahr, daß keine ltei wie die unscrige bei den B o r b e re i l» n g e n des ieden Sund in de n Zeiten nach ihm so um alle folge der unermeßlich gioßcn Opfer gebracht wird, SS edt an keiner Stelle des politischen Deutschlands irgend civ. eit darüber, daß dieser große Krieg, der von Deutschland mit rr unvergleichlichen Einlnsitigkeil zu einem siegreichen Ende ae- rt werden soll, siir das in n c r e T e n t s ch l a n d von r c v o - tionärer Wirkung werden wird. Eine Nation, die so mutig ihr Blut kür das Eihalten des BaterlandeS vergosicn , kann im (Trieben später im Recht, in der Gesetzgebung und cwaltung nicht wieder verschieden behandelt und gegen Vlich bewertet werden. Das sind ebeusalls Notwendig- «n, aber keiner von uns zweifelt, daß cs in den späteren sricd- «n Zeilen genug Menschen, vielleicht sogar Parteien und an- « Stellen geben wird, die dHse Notwendigkeiten und Sclbstvcr- idlichkeiten nicht werden begreifen wollen. Dann erst im» die schwerste Ausgabe der Partei, die sie im Znncrn zu 'n hat, und es wäre ein Berbrechen, wie cs die Welt» chichte niemals gesehen hätte, wenn die Partei dann nicht t c große Stoßkraft einheitlich und geschlossen > ohne jeden inneren Wirrwarr verwerten rde. E,e große Zeit muß auch in unseren Reihen ein großes schlecht finden, und es gilt, bei Zeiten alle diejenigen, die das !> nicht begreifen, mit allem Ernst und allem Nachdruck daraui zuweilen. Unsere ^Brüder opfern ihr Blut, unsere Klassen- losien ovsern ihr le.tcs, um sich in dieser schweren Zeit der t und Entbehrung über Wasser zu halten, und die Partei lelbü te^sich bei solchem Stand der Notwendigkeiten nicht daS ^»icr Selbstbeherrschung und der unbedingten Dio» plin und Einheit aufcrlcgen können? Es gibt nicht nur iicgSge setze für das staatliche Leben, sondern auch ' das parteipolitische Leben. Diese Kriegsgeictze rden '

'»* y u 1"i P o 11 ti 1 4 c Leben. Diese ni diktiert von dem. was wir Notwendigkeiten nennen, Notwendigkeiten, so wird auch sic vielleicht nicht jeder von

^oiwenoigrenen. so wird auch sie vielleicht nicht icocr ooU begleiten und nicht ganz und nicht gern anerkennen, aocr wird sich ihnen unter ordnen müssen und sie aufS

u, ,gnen unter ordnen m ii I t e n uno ne uui» ",2ü e r f 1 ««" müssen, wenn die Partei nicht ^cha- Iciden >oll. Den Schaden der Partei aber wird lcmcr wollen, sich noch zu ihr zählt, und die Partei ist «S, die in dielen

ehernen Zeilen der Notwendigleiten verlangt und erwartet, daß j e d e r m a n n seine Pflicht tut.

Wenn wir so unsere Pslichlcn durch Anerlcnuuug der Not­wendigkeiten und der Partei-KriegSgesevc gegen die Partei tun, erfülle» wir sie zugleich auch am ehrlichsten gegen unsere kämpfenden Parteigenossen im Felde, Die Wah­rung, Pflege und innere Stärkung und Znsammenbaltnng der Partei ist daS, was unseren Brüdern dort draußen, nächst der Er­haltung Deulschlands als selbständiges Slaatowescn, am meisten am Herzen liegt. Wenn unsere Brüder heimkchren, werden sie unS fragen, was wir in der Zeit, wo sie draußen gelämpst und gelitten haben, für die Partei im Inneren des Landes getan haben. Es muß unsere ernste Aufgabe und Pflicht sein, dann voll Stolz beweisen zu können, wie wir die Partei nicht nur er­halten, sondern nach Znnen und Außen kräftig geför­dert haben. Die Treue zur Partei, die Geschlossenheit ihrer Einheit, die Ablehnung aller Zwiespältigkeit und Verwirrung ist die Forderung der Zeit und damit immer wieder eine eiserne Notweudigkeit, Nur dann können wir unser» Genossen, wenn sie hcimkehren, ehrlich in die Augen bliiken und ihnen sagen, daß wir das, was an uns ist, an Arbeit und Pflicht in der Heimat getan haben: dann aber auch nur werden die Heim- kehrendcn wie die Hiergrbliebenen geschlossen und unüber­windlich siir alle möglichen späteren Kämpfe im Innern ge­rüstet sein. Dieser Gedanke an die Z ukunst des Bater- I a n d e S und der Partei ist die letzte der Notwendigkeiten, die keiner von uns abstreiten kann.

Schlechte Laune der Pariser.

Der Franksurter Zeitung wird geschrieben:

Die sra n fische Presse irftrst ihr« hilfesuchenden Blicke gegenwärtig besonders atuf dir Balkan ft aaien. Der TempS bearbeitet in erster Linie Rumänien, Er verösfentlichte am Mittwocki und Donnerstag Unterredungen mit mehreren konser­vativen rumänischen Parlamentariern, um den Eindruck zu erwecken, als ob bas rumänische Bol! vor Ungeduld brenne, den Ser­ien zu Hilse zu koinme». Auch den Bulgaren wind von der Pariser Presse lebhaft angerateir, sich gegen die T ii r k c i in 2K iveguug zu setzen. Man erkennt daraus ohne Schwierigkeiten, mit wclchsm Hochdruck dl« russisch«, sranzösische und englische Diplu. inatie gegenwärtig daran arbeitet, ein« neue Allianz der Balkaii- fkaatc» .zustande zu bringen zur Rettung Serbiens,

Mit unverkennbar iiblcr Laune bespricht di« französische Presse auch die iuterimislischc Riickkehr des Fürste» Bülow auf den Botschafterpo!ten in R o i». Der TempS umschmeichelt die vergntwortlichen Staatsmänner FtalicuS und erwartet von ihrer Umsicht daß sse den richtige» Augenblick zum Eingreifen in den Weltkrieg zugunsten Frankreichs nicht unbenittz: vorübergelien lassen werden. Der Petit Parisien bemiiht sich, den Italienern klar zu machen, daß sic sich durch ihre llloniralität von dem Dreibund getrennt haben und daß ihnen jetzt nichts anderes übrig bleibe, als gegen Oesterreicki-lIngarn zu marschieren,

Dw »irsstäriichen Mitarbeiter der Pariser Presse bemühen sich darzutun. daß d-e Einnalimc von Lodz durch dir Deutschen voneben sächlicher Bedeutung sei. da di« Russen ihre Hauptanstreuguna aus Krakau richteten, um sich von dort aus den Weg nach Preußen m ebnen, Ter General B e r t h a » x gibt jedoch in dem Petit Fonrnol ossen zu. daß er nicht in der Lage sei. sich ein sicheres Urteil über die Lage der russischen Armee zu bilden. Er saat:Es ist absolut unmöglich, die Evelgiiiss« voransznisgen. W'w, man auch ungeiähr den Bcrlans der Front kennt, so fehlt dock, iedc Angabe über die Stärke und di« BertrUung der sich geqeniiberllehcn- der Truppen, Ter russische Generakstab bat einen offiziellen Bericht über die Ktieostveiguisie seit Ende Oktober verössenttticht: vd) W't ihn mt der Karte vor Augen gelesen, atber ich muß gestehen, daß ich ihn nicht so klar geiundcii lzabe. wie ich gewünscht hätte,"

D,e Guerre Sociale protestiert ebenfalls ossen fcagagai, daß die Ausaabe von Lodz von der patriotischcn Presse geratdc'.u in einen russischen Sieg umgewaudelt werbe Das Blatt warnt vor derartigen Entstellungen, de zu neuen Enttäuschungen sührrn müßttn. denn es sei m befürchten, daß die Russen sich wieder ve>» Krakau und sogar von Pr'emnsl zurückziehen müßten,

Zn, tc Paris wird Beschwerde darüber geführt, daß di« roch Paris zurück kehrenden ParsamcntS Mitglieder in den Wondelgängen der Kammer angesichts der schlechien Lage im Osten ihre pessimistische Auffassung der Ding« nicht ver- bergen wollen,

<*iit Ncuiralcr über die Laae im Lsten.

Zn d:r Besprechung der Lage aus dem östNchen Kriegs­schauplatz bemerkt der Militärtritiker bei Berner Bundes: Heute ist Lob: wieder in deutschen Hände», nachdem die Deutschen aus ihrer Tefensivstellung mit verslärktei, Kräften wieder vorge- brochen sind und die Russe.i enoa aus die Liuie PetdtowSker» niiwice zurückgeworscn haben, Wi: htute dort die Sache steht, wissen wir nicht, vermuten aber starke Defensiv ft ellung der Russen im Südoiten von Lodz und nördlich davon, wo di«^Linie TomaözowSkcrnicwiee bei Rawa zu suchen ist, das die siraße nach Nowo-Riafto über di« Piliea-Radom nach Zwangorod be­herrscht, Die Russen sehen sich beute bei Lodz, noch Einbriicknrg der ersten Linie, von e«ner Durchbrechung bedroht, di«, bei Ge­lingen, zwischen Lodz und Pririkow. ihre Front zerrctssc» mußt., wenn sie nicht rechtzeitig aoch von Petrikoiv westwärts ausiveicheu. Dadurch würden sic nites ihre werter südlich bei Nowo-Radvmsk fechtenden Truppen, die heute schon von Westen und Norden bedroht und sestgehalten sind, einem unrsaffenden Angriss preisgeben, was hmwicdermn die Kampflaae im Raume Tschrnstochau und Krakau für die Russen ungünsl a beeinflussen müßte, die dort noch Ofsensiv- cnlscheiüung suchen, während thr« Nordarmee bererts wn Flanksn- sicherung und Rückzug dämpft,"

Der F-eldgtg in Serbien.

Wir», 12, Tcz. sXV, >r. 2'ickitamtlich.) Dcrschiebimgen starker fcinblicfxr Kräfte nach Lüden liabon, wie bereits mit- gctcilt, es notwendig gcinacht, auch unsere Balkanarniee ent­sprechend u m z l> g r n p p i c r c n und »nscre» rechten Zliige! z » r ü ck z u » e h in c n. Dieser einfache Tatbestand toird von den letzten Meldungen aus Risch als ein entscheidender Erfo'g der serbischen Aruree dargestellt. Tie serbischen Meldungeg über liuscrc Verluste sind maszloS übertrieben.

Tas (^lcnd in Lerbie».

Loiidoii, 12. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Die Times oerösfentlicht einen Brief einer serbischen Pflegerin, in dem das Elend in Serbien als gcradezn s ch r c ck l i ch geschildert wird. Tie Verwundeten liegen überall, selbst auf den Straßen, hernni. Scbtircn von szlüchtlingen kommen ans den nördlichen Distrikten. Die Rote Kreuz-Depots sind von Hungrigen umlagert. Tausende warten ans die versproclicne Hilfe vom Auslande. Die Gescliästsleutc sind bankrott. Niemand bat (iseld. Es gibt Orte, in denen niclst ein em- ziger Einwohner sich satt essen kann.

MiNerand gratkiliert?

Paris, 12, Dez (Ehr, Fikft l Der Kvi«ftsmnister Mikle- rand ha« dem serbischen Kviegsmmister di« wärmsten GUick- wliüfche der hranzösischc» Anne« sur den glänzenden Sle« der' lapftrcn serbischen Arme« übrrnntteltl

Die Norvalbanesc»» erklären Serbien den Krieg.

Aus Skutari kommt die beglaubigte Nachricht, daß die »ordalbnncsischrn Stämme an Serbien den Krieg erklärten. Ein Albanese, der die Zügel der Regier,ing in Nordalbanien in der Hand zu halten scheint, übermittelte diese Erklärung an Serbien. Tie Tatsache, das, die kriegerischen Stämme Nordalbaniens sich im jetzigen Augenblick in Bewegung setzen, lnnn für die lßestallung der Verhältnisse in Serbien leicht entscheidungsvoll werden. Ein Widerstand Montenegros gegen Nordnlbanien ist bei dem großen in den Schwarzen Bergen herrschende» Elend nicht zu besorgen, sodaß die Nord nlbanesen ihre ganze Kraft gegen Serbieo verwenden können.

Serbische Schreikensberrschast in Mazedonien.

Losia, 12, Dez (WH. N'ckftamtlich) Meidling der Ageucc 'Bulgare, Aus Korng-Dsckuimgia wird gcmelhet, daß Städte und 3aner diese» ganzen GreirzbezirkeS von mgzedonischcn Flüchtlingen übcvsiillt ssnd, die ungushövlich aus bulgarischc.- Gebiet strömen. Trotz der Fürsorge, deren st« teilhastig iverdeu, ist der Zustand der Flüchtling« äußerst traurig, Tft Untglücklichcu er- -äl'Ie» mit Tränen in den Augen von Martern, die sie von de» griechischen und serbischen Behörden sowie der S o in i. ra dich iS zu erie den gelxft't lsiben. Auö ihren Aussagen geht hervor, daß die Schreckens Herrschaft in Mazedonien anstatt nackzzulassen oo» Taa zu Tag unbarmherziger wird, Gon trrkcrungeu. HauSiuchungen. ia sogar Morde werden ohne Unterlasse ossen vollzogen Die griechischen und serbischen Grausamkeiten sind angesichts der Möglichkeiten der iBertustcS dieser Provinz zmn PorvriSiiruS ansgeartet,

Tie Seeschlacht bei den ^alklandsinseln.

Revier meldet aus London: Tie Newporkcr Blätter ver-

ösleiiilichen ein Telegramm aus Buenos Aires, worin gesagt wird, daß die deutschen Kreuzer zwischen dem englischen und^sapanischen Geschwader eingeklemmt worden seien, TieScharnhorsn seucrie, bis die Wellen über ihre Kanonen hinwegschlugen,

Tie Daily Rail meldet aus Newyork: Das brilischc Ge­

schwader bolte dieNllrnberg" nach einer aufregenden Fagd ein, DaS Schiss wurde anfaesorderl, sich zu ergeben, aber eS weigerte sich und kämpste, bis es sank. Angeblich sollen zu dem britischen Geschwader gehört haben dieThennon", dieAchilles', dieEochrane" und dieNatal".

Zu der Seeschlacht bei den Falklaiibs-Fnseln schreiben die Basier Nachrichten u, a,: ES ist kein e n g l i i ch e r E r f o l g, daß die deutschen Schiss- endlich im fllnften KriegSmonat der Ucbermacht erlegen sind, sondern ein deutscher Erfolg, bau sie sich so über alles lhrwarlen lang Hallen konnlen, Halle der Krieg, wie anfangs alle Welt glauble, nur ein Bierlclsahr ge­dauert. so wären alle deutschen AuslandSschisfe siegreich und hell geblieben, ...

Tie englische Admiralitär verschweigt, auS welche» Schilfen sich das Geschwader Sturdees zusammensetzt, sowie den Hcraang der Schlacht bei den FalklandSinseln. solange die Kreuzer Dresden".Bremen" undKönigsberg" das Meer befahren, da alle Angabe» diese» nützlich lein können, Tie BersicherungS- Prämie ist infolae der Schlachi bei den FalklandS-Fnseln von »2 auf 39 zurückgegangen,

Englands Drohung gegen Holland.

Tie Rhein.-Westf. Ztg. erfährt von angeblich vertrauens­würdiger Seite, verschiedene Anzeichen sprächen dafür, daß England in nächster Zeit sein Verlangen nach freier Durckv