Ausgabe 
14.12.1914
 
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Die Neutralität der Vereinigten Staaten.

In Washington ist man augenscheinlich auf das ernst­hafteste bestrebt, die Neutralität der Vereinigten Staaten streng durchzufiihren. Wie bereits gemeldet, ist der Stahl­magnat Schwab fest entschlossen, in keiner seiner Fabriken Unterseeboote für die Kriegführenden anfertigen zu lassen, womit er einem Wunsche des Präsidenten Wilson entsprochen hat. Wichtiger noch ist ein Gesehesvorscktlag des Senator?- Hitchcock, eines Mitgliedes der Senatskommission für aus- wärtige Angelegenheiten, der damit begründet wird, daß ebensowenig, wie es der Regierung erlaubt sein könne, ihren Vorrat von abgelegten Flinten zu verkaufen, Privatfabriken für Pulver, Geschütze oder Gewehre etwas tun dürfen, was schon für die Regierung als ungesetzlich gilt. Gleichzeitig soll eine genaue Ueberwachung dieser Fabriken stattfinden. Ein weiterer Gesetzentwurf betrifft, wie ebenfalls schon gemeldet, die Zulässigkeit des Ankaufs fremder Schiffe. Es ist selbst- verständlich, daß die Times ganz außer sich gerät über ein derartiges Benehmen,

Reuter md&tf aus Newport: Aus Panama wird gedrahtet, daß Oberst Goethails. der Gouverneur des Pauamnkmtals, die englische» Dampfer Kirnwood und Roddam gezwungen hat, den Kanal zu ver­lassen, um jeden Zweifel an der ameridaniischcn Ncittnatttüt zu be­seitigen.

Was mari in Brasilien glaubt.

Ein sächsische Industrieller stellt uns das folgende, voin 81. Oktober datierte Schreiben eines Geschäftsfreundes in Pernambuco zur Verfügung:

(beehrter Herr G.!

Ich danke verbindlichst für das Rundschreiben des Deutschen Haudelstages in spanischer und englischer Sprache, Ich habe das­selbe im Auszuge in portugiesischer Sprache tu die hiesigen Zeitungen gebracht.

Vorläufig ist dag ganz« BE noch zu sehr französisch gestimmt, und es bezeichnet derartige Rechtfertigungen einfach als Lüge, Unser Kabel und das hicstg« deutsche Konsulat sind be­reits einmal beschossen worden auf Grund von Nachrichten der berühmten Agcnce Havas, die sagt«, daß all« Ausländer in Deutschland mißhandelt werden und daß ein be- kannter brosilianisäer Staatsmann, Campo, ermordet worden sei. In Pava wurde direkt zur Ermordung der Deutschen ausgefordert. Bo» einigen Zeitungen gebe ich nachstehend Bei­spiele:

1 Kronprinz hat Kaiser gefangen ft e n o nt nt tu und so einen Staatsstreich verübt, um zur Regierung zu kommet!,

Italiener sind in B r a u n s ch io e i g eingerückt,

3, lZcittmgSmeldung aus AlagaoS): Di« Oe st erreichet: gehen nackend, schießen mit Pfeil und Bogen und gebrauchen Keulen, Sic leben von I r ä scheu und Eidechsen.

4. lZettungsmeldung ans Manaos) : Ein fvanzöstschir Gc-

fangcncr wurde vor den Kaiser gesührt, der ihn hohnlächclnd empsina un>d blutig peitschen ließ. Der Gesängen« rief: Vive la France!", woraus der Kaiser einen reichverzierten Dolch zog und das Herz des Franzosen hcvansnahm.

So geht das weiter. Für derartig« ungehcure Phaniastenach- richten und Lügen gibt es kein anderes Mittel als detitsche Siege, Allmählich wacht sich sa «in Umschwung bemerkbar, aber das Volk ist zu ungebildet, als daß man cs zu überzeugen vermöchte. Für weiter« Zusendungen wäre ich Ihnen dankbar,"

Der Einsender dieses Briefes spricht den Wunsch ans, daß die deutschen Handelshäuser ihren Geschäftsfreunden im Auslande möglichst oft aufklärendc Berichte zustellen möchten. Wir unterstützen diesen Hinweis nachdrücklich.

Tie Schiffahrt der Neutralen.

Mailand, 11. Dez. (Ctr. Frkft.) Ein französisches Ge­schwader hielt im Ionischen Meer den italienischen Dainpfer Fiorenzza" mit einer Ladung von 500 Tonnen Petroleum an und schleppte ihn nach Biserta.

Kristiania, 11, Dez. (Ctr. Frkst.) Der Spruch des Kieler Priscngerichts, wonach fünf in Swinemünde cingebrachte norwegische Schisse, die einem durch die norwegische Kriegs- Versicherung gedeckten Wert von ly? Millionen Mark besitzen als gute Prise erklärt wurden und konfisziert werden sollen, wird in der norwegischen Presse eifrig diskutiert.

London, 11. Dez. (IV. U. Nichtamtlich.) Zwei als Prisen verurteilte Schiffe wurden gestern versteigert.Peukeo"

Afra ja.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 136

»Ist recht", antwortete Niels,würde es ebenso machen, aber sieh hier." Er zog einen Kasten aus und zeigte ihm dessen silbernen Inhalt.Sind zehntausend Spezicstalcr darin," sagte er.nimmst sie mit nach Tromsö in dein Haus, gebe aber, so lange ich lebe, zweitausend jährlich in deine Wirtschaft, und wenn cs Gottes Wille ist. mich abzurufen, wird Jlda reichlichen Teil an meinem Erbe finden."

»Ich hasse", sagte Paul,Ihr habt darüber feste Be­stimmungen getroffen, da des Menschen Ende ungewiß ist?"

,Hab's getroffen und kannst einen Blick darauf tun", er- widerte Helgcstad, indem er ein anderes Fach öffnete und eine Schrift herausnahm. Paul sah hinein. Sein Schwie- gervater deutete auf mehrere Stellen und sagte dann:Denke, wirst zufrieden sein?"

Ich bin zufrieden", war die Antwort,nur in einem Punkte niöchte ich etwas einwenden. Ihr habt allerlei Grund- besitz an Jlda vererbt, Lappen nicht. Laßt die Insel aus uns übergehen."

Helgcstad schüttelte grämlich den Kopf.Ist schwer er­worbenes Gut", sagte er,soll bei meines Namens Erben bleiben."

Aber wenn ich Euch bitte, Schwiegervater", lachte Paul. Lappen ist eine rauhe Klippe. Vermindern sich die Vögel, ist sie gor nichts wert. Nehmt anderes zurück, gebt mir den Felsen und bedenkt dabei, er wäre nimmer an Euch gekom­men, wenn wir nicht geholfen hätten."

Helgestad wurde unmutig.Kommst mir vor", sagte er, wie ein Wal. der vor einem Heringsschwarm liegt. Je mehr ihm 'in den offenen Nachen laufen, um so weiter sperrt er ihn auf und scheint doch nimmer satt zu werden. Hast deiner Hilfe bei dem Streit um Lappen überhaupt zu danken, daß Jlda dein ist."

Und damit meint Ihr, sei ich hinlänglich belohnt", rief Paul belustigt.Ich denke, die Ehre, mich zum Schwieger­sohn zu haben, ist wenigstens eben so groß. Laßt uns aus- richtig sein und ohne alle Erhitzung sprechen. Ihr habt Un-

wurde von einer norwegischen Reederei für 12 200 Pfund Sterling,Goldbck" für 6900 gekauft.

Die amerikanische Marine.

Im M a r i n c v o r a n s ch l a g der Vereinigten Staaten lvird der Bau von zwei Schlachtschiffen, sechs Torpcdojägcrn, einem Kanonenboot und acht Unterseebooten vorgcschlagen. Thomas M a r s h a l, der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, soll in einem Interview erklärt haben, daß der europäische Krieg nicht zur allgemeinen Abrüstung führen werde, daß deshalb die Union ein Heer bilden müsse, das jeden Anfall a'oweiscn könne, und daß cs die größte Flotte der Welt bauen müsse.

Dom B»irctt<ii»fftai»d.

Der Tod des (Äencrais BcffcrS.

Amsterdam, 11. Tez. (Ctr. Frkft.) Aus Pretoria wird demeldet, das die Leichs des Generals Beyers erkannt ist. Eine ärztliche Untersuchung der Leiche ergab, daß keine Wunden vorhanden war. Beyers, der zu Pferd durch den Vaalflnß schwimmen wollte, fiel von seinem Pferde in einem Abstand von ungefähr 300 Meter vom Ufer. Wahrscheinlich war er erschöpft von dem Kampfe gegen den Strom. Man hörte ihn rufen:Ich kann nicht mehr." Ein Soldat rief ihm zu, ob er verwundet sei, aber Beyers antwortete:Ich kann nicht schwimmen, niein Uebcrzieher hindert mich an jeder Beweg- ung." Infolge des heftigen Feuers der Aufständischen am jenseitigen User war es nicht möglich, Beyers zu helfen uno so kam Beyers und noch ein anderer Aufständischer in den Wellen um.

Die LaudiNigStrnppe derEmde»".

Die Vosiische Zeitung meldet aus Amsterdam: Nach einer

Meldung des Neuterschen Bureaus aus Batavia ist der Schooner Geyssia, aus dem die L a n d u u g s t r u p p e derEmden" entkam, am 27. November in Padang (Südwestküste von Sumatra) angckommen und hat dort Proviant eingenommen. Ter Schooner war also drei Wochen auf See.

3»«- Ara ge der Etalsberatuttg.

Tic Nordd. Allg. Ztg. stellt fest, daß derVorschlag", den. Etat von derFreien Konimission" beraten zu lassen, nicht von einer amtlichen Stelle ausgcgangen ist. Dieser Vor­schlag hatte ja auch in der Verfassung keine Begründung.

Höchstpreise für Kupfer Mindestlöhne für seine Gewinn«»«!.

Zu jenen Industriegesellschasten, die auch der Kriegszustand mitsamt dem Burgfrieden nicht veranlasien köitneu, von ihrer seither geübten Ansbcittttngsntcthodc abzugehrn, gehört auch die berühmte Mansfclder Kupferschiefer bauende Gc - ivcrkschaft, Sit> Eislebcu. Neuerdings ist auf ihren Werken das U c b e r s ch i ch t e n s y st e m cingefllhrt worden mit der Be­gründung, daß der Staat das Kupfer notwendig brauche. Trotz­dem nun die beim Verkauf erzielten Preise außerordentlich hoch sind, ist die Werksverwaltung nach wie vor auf die Kürz ung der Gedinge bedacht, trotzdem die Löhne zi, den hohen Kupfer-, als auch zu den hohen Lebensmittelpreisen in argem Mißverhältnis stehen. Hierzu geseilt sich noch ein raffiniertes A b z u g s s y st e m , wobei oftmals den Bcigleuten bis zu f>0 Wagen Förderung im Monat gestrichen, also nicht bezahlt werden. Wie die Mansfclder Gewerkschaft vorgcht, wird auch dadurch bewiesen, daß sie kürz­lich ans der Großstadt Leipzig Arbeiter nach thren Werken holte und ihnen für zehnstündige schwere Arbeit Tage­löh n c v o 23 Markanboti Da die Zufuhr von Kupfer aus dem Auslände fast ganz ausgehört hat, verfügt die Mansfclder Gewerkschaft gegenwärtig über eine Monopolstellung gegen­über den: Reich. Die Regierung hat deshalb dieser Monopolsirma aufs nachdrücklichste die Pflichten gegenüber der Arbeiterschaft bei- zubringen.

Die Kämpfe in Flandern.

Der Astcnposten wird aus Paris gemeldet: Die Offen­sive der Alliierten in Flandern nimmt täglich an Stärke zu. Der Artillcriekampf längs der User war gestern sehr heftig. Ein französisch-englisches Ge­schwader, nalnn gestern das Boinbardcment ans die bel­gische Küste zwischen Nieuport und Ostende wieder auf. Die Deutschen haben umfassende Maßnahmen getroffen, um eine

glück mit Euren Kindern, Niels, denn Ihr verheiratet sie zwar nach Euren klugen Berechnungen, aber gegen die Stimme in ihren Herzen. Bob!" fuhr er fort, als er in Hclgestads finsteres Gesicht sah,ich tadle Euch nicht, Ihr kalkuliert wie ein erfahrener Mann, dessentwegen bleibt nicht ininder wahr, was ich sagte. Ich weiß, daß ich durch mancher­lei Eigenschaften nicht imstande bin, Jldas besonderes Wohl­gefallen zu erregen. Das ist ein Schicksal, das mancher Mann mit mir bei seiner 'Frau teilt. Gut, ich muß cs tragen und 'ehe iin voraus, meine Ehe wird keine besonders zärtliche sein."

Meinst, Jlda bringt Not über dich?" fragte der Schwie­gervater gereizt.Kannst cs lassen, da es noch Zeit ist."

Ihr seid im Irrtum, Hclgestad," antwortete Paul lächelnd,die Zeit ist vorbei, niemand kann zurück, weder Ihr noch ich. Ihr braucht mich, ich brauche Euch, Jlda und diese Heirat sind das Mittel, uns zn verbinden. Ich frage den Henker danach, ob dieser dänische Junker sich in JldaS Herz eingenistet hat. weiß ich doch, sie wird als meine Frau gehorsam ihre Pflichten erfüllen, aber daß Ihr sie glücklich macht," fügte er mit einem Blick voll Hohn hinzu,das bildet Euch nicht ein, mein lieber Papa."

Helgestad antwortete nicht, er beugte sich vor der Ucbcr- legenhcit des Schreibers.

Denke doch nicht, alter Papa," fuhr dieser lachend fort, daß du mit Björnarne einen besseren Faden spinnst, ini Gegenteil, er kann dir den Hals zuschnüren. Björnarne fühlt den tiefsten Widerwillen gegen seine Braut, die du ihm aufgc- drungen hast, und ist nicht so klug wie ich, seinen Verstand allein zn Rate zu ziehen. Sieh dich vor. Vater Niels, dein Sohn ist von anderem Stoffe wie du und ich, er hat wenig Gehirn, aber viel Blut, und damit dir nicht etwa der Trost bleibt, du könntest doch einen glückliche» Menschen machen, so gib dich auch nicht dem Wahne hin, Hanna Fandrem könnte dir dankbar sein. Sic haßt und verachtet Björnarnc ebenso wie er sie, aber sic ist schlauer wie ihr alle, sie weiß zu heucheln und sich darüber zu freuen."

Bist ein Teufel, Paul!" murmelte Helgcstad.Kannst du beweisen, was du sagst?"

Beweisen? Denkt nach, so beweist sich die Sache von

Landung der Alliierten zu verhindern. Maschinen-

gewehrc sind an verschiedenen Stellen sorgsam verdeckt aufge- - stellt. Tie Sandinincn teilweise untcrininicrt. Tie Lage der II belgischen Küstenbcvölkerung ist beklagenswert.

Ein Korrespondent des Renterbureaus meldet, daß bu | Stadt Armcntieres, die jetzt wieder im Besitz bet IJ Franzosen ist, durch das deutsche Bombardement s ch w e r b e I schädigt worden ist. Ein sehr beftigcr Angriff, wurde st ] der Gegend von Houplines gemacht, eine Vorstadt mit zahl I reichen Fabriken, wo kein Hans unversehrt geblieben istl Kirche und Rathaus sind vernichtet. In Arnicntieres selbsl sicht man an verschiedenen Stellen die gleichen Verwüstungen I

Das Ringen in Polen.

P c t c r s b n r g, 12. Tez. Tic Blätter melden von eine I furchtbaren deutschen Offensive aus Kolusk j also weit östlich von Lodz. Tic Russen hätten Tusczyn nört > lich Petrikau räumen müssen. Es verlautet, daß jetzt au, Pctrikau selbst aus strategischen Gründen werde geräumt wci J den müssen. Das Generalkommando, das sich in Pctrika I befand, ist weiter zurückverlcgt worden. Diese MeldmuM welche aus russischer Oucllc kommt, beweist, daß d W deutsche Offensive auch in der Gegend südöstlich von Lodz erW solgrcich vorwärts sch reitet.

Die Seeschlacht an de«, Aalklandsinsel«. |

Nach einer Meldung des Newyork Herad hat dieSchau I Horst" bis znm letzten Augenblick gekämpft. Kein Man» der Besatzung dieses Schisses konnte gerettet werde I Taily Telegraph erfährt, wie die Vossische Zeitung zu meid: I j weiß, daß Admiral GrafvonSpee mit derScharnhors I u n t e r g c g a n g e n ist. Wie die Vossische Zeitung nach de I « Allgemeinen Handclsblad aus Amsterdam meldet, haben si I j unter den englischen Schissen bei den Falkandsinseln zw-I j, Dreadnoughts befunden, die vor etwa vier Woch I s Southampton verlassen haben.

Der Krieg im Orient.

Ter Aufstand in Persien.

Konstantinopel, 12. Dez. An der persischen Grenze wächst I Aufstand der mohantmedanischen Bevölkerung mit jedem Tag. (I Bezirke von llrmia hatten die Feindseligkeiten der Stämme gef I Rußland schon vor Verkündung des Heiligen Krieges bcgonn I t Nahe bei Tcrkavar haben sie die russischen Truppen zurückgcwor > S und gegen Anher gedrängt. Nach dem Kampfe bei Sinke t I Tschardasch mußten sich 3000 Russen, denen sich 500 Nestorin- 1 h schaldäischc Christen) angeschlosien hatten, nach Urmia zurückzieh I » gingen aber nach einiger Zeit wieder gegen die Stämme vor. ! I d erlitten bei Tcrkavaar eine Niederlage, wobei drei Offiziere und 300 Mkknn verloren, so daß sie wieder in Urr I t Schutz suchen mußten. Die Urmiastämme verfügen nach t I TaSvis-i-Eskiar über 8000 Reiter. Außerdem hat der einslutzrc I » Stammesches Hadii Jlban 10 000 Mann gesammelt, die mit ( e Türken gegen Rußland kämpfen wollen.

Englische Dro»,uaen.

Wien, 12. Dez. Der Konslantinopelcr Korrespondent Neuen Freien Presse meldet, England drohte in Teheran, es we falls die persische Regierung Eingriffe der persischen Stämme russisches Gebiet erlaube, die persische Küste besetzen. Die pcrsi Regierung antwortete, sic lei außer stände, die Bewegung Stämme anszuhalten.

Landesverräter.

Leipzig, 12. Tez. (V/. B. Nichtamtlich.) Das Reichrget verurteilte den Bäckergesellen Mar Schesfler wegen versuchten ! rats wilitärischcr Geheimnisse zu vier Jahren sechs Mow Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizei sicht. AIS erschioercnd kam in Betracht, daß der Angeklagte Deutscher in gewinnbringender Absicht gehandelt hat.

Russi che Rcvolutio äre an der Arbeit.

Auf einen Nihilistenanschlag wird der Zusammen M «us zweier russischer Munitionszüge zurllckgeführt, bei deir>loe Waggons laut Berliner Lokalanzeiger in die Lust slo W jickl Es seien im Zusammenhang mit diesem Vorfall zahlr, > ton Verhaftungen vorgenommcn worden. > sich

Ibst." Er tippte auf Hclgestads Brust und sagte spott Tu bist so klug, kalkulierst bis auf den Grund und hast ;i innen noch immer etwas, was dir Blendwerk vorm » ch will dir sagen, wie das zligcht. Du hast dem Mäl s tit deiner blutigen Faust die Liebe aus dem Herzen fleriL nft ihr genommen, was ihres Lebens Seligkeit war, > töchtest nun gar zu gern ihr dafür eine andere geben ach deinem Geschmack ist, so dein Gewissen möglichst nd wahre Liebe erwerben, wo du Haß sätest. Frage ufrichtig, ob das möglich ist! Sic haßt dich und vcrabs ich, cs kan» nicht anders sein. Täusche dich also nicht s h warne dich nochmals." Er hielt einen Augenblick - - streckte seine Hand aus und sagte leise:Wollt Jhr l oppcn geben, so will ich tun, was ich kann, um Euch 11 chen, alles Unglück abzuwenden." ,,

Nichts will ich geben!" rief Helgcstad, die Hand zi ^ oßend.Behalte deine Weisheit für andere, denke, kc ns beide, wollte aber" er hob den Arm wie zu < ichwnrc auf, und sein Auge stierte den Schreiber mit 1

Hast!" sagte dieser,begeht keine Torheit, wir koi 4 och nicht von einander los. Ueberlegt und laßt uns fri ^ eisammenstehen, mögen wir auch sonst uns fürchten W >enn Ihr wollt, hasten. Kluge Leute wissen Freunde z> H nd sich zu hüten. Behaltet Lappen, ich sage nichts V ltorgen brechen wir zu unserer Jagd auf: wir werden >as wir fangen können. Und nun zieht Eure Stirne > nd laßt mich wissen, was ich vielleicht in Euren R üchcrn noch helfen und raten kann."

Während dies auf der einen Seite des Hauses vo'i atte auf der anderen Seite Jlda mit Olaf ein gemein H lcspräch gehalten. Tic Jungfrau saß und nähte! iochzcitslinncn, als ihr Verehrer hereintrat, ihr die Ha> nd sich zu ihr setzte. .

Tu wunderst dich." sagte er nach den ersten Ans jj^ ines Gespräches, als dies stockte,daß ich mit Paul Pe nrückgekommen bin?"

Ich wundere mich nicht darüber", erwiderte sie, B h freue mich, denn ich meinte beinahe, du könntest unk > Abschied verlassen."

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