t- s n sach r lt Ij i g verhielten. Hierdurch allein wurde es den Deutschen möglich, bedeutende Truppenmassen vom Westen nach dem Osten zu transportieren.
-rutscht Kreuzer uftloitii!
„Scharnhorst", „Gneisenau",
„Leipzig" in Grund gebohrt!
„Dresden" und „Nürnberg" entflohen, aber verfolgt!
(Amtlich) WB. Berlin, 10. Dez. Laut amtlicher Reutermeldung aus London ist unser Kreuzer-Geschwader am 8. Dezember, 7 V 2 Uhr morgens in der Nähe der Falklands-Inseln von einem englischen Geschwader unter dem Kommando des Vizeadmirals Sturdee gesichtet und angegriffen worden. Nach der gleichen Meldung sind in dem Gefechte S. M. S. „Scharnhorst", Gneisenau" und „Leipzig" gesunken, sowie zwei Kohlendampfer sind in Feindeshand gefallen. S. M. S. „Dresden" und „Nürnberg" gelang es zu entkommen. Sie werden angeblich verfolgt. Unsere Verluste scheinen schwer zu sein; eine Anzahl Ueberlebender der gesunkenen Schiffe wurden gerettet. Ueber die Stärke des Gegners, dessen Verluste gering sein sollen, enthalten die englischen Meldungen nichts.
Der Chef des Admiralstabes, gez. Pohl.
Der Verlust der drei Kreuzer ist für die junge deutsche Marinemacht äußerst empfindlich. Es ist kaum ein Trost, !daß ein gewaltiges englisches Geschwader von, wie es heißt, '38 großen schnellen Schlachtschiffen, verstärkt wahrscheinlich moh von französischen und japanischen Kriegsschiffen, nötig war, um die drei tapferen deutschen Kreuzer zur Strecke zu bringen. Daß auch die beiden letzten, vorläufig entkomme- neu Kreuzer „Dresden" und „Nürnberg" der gewaltigen .Uebermacht binnen kurzem erliegen werden, ist ohne weiteres vnzunehinen. Auf den Verlust dieser Schisse mußte man freilich vom ersten Tage des Krieges an gefaßt sein. Es ist überhaupt bewundernswert, daß sich diese deutschen Schiffe seit vier Monaten auf hoher See halten konnten. ES fehlte ihnen jeder Stützpunkt, an dem sie ihre Munition und ihre sonstige Ausrüstung ergänzen konnten. Sie hatten keine Gelegenheit, irgendwo in Dock zu gehen, um den in den Tropen schnell bewachsenen Schiffsboden wieder zu säubern. Sie waren gezwungen, ans offener See Kohlen einzunehmen und vielleicht — darauf deutet die Wegnahme der beider, Kohlenoegleitschiffe hin — waren unsere Kreuzer gerade b i der Ucbernahinc von Kohlen, als die englische Uebermacht nahte. Die Falkland-Jnseln sollten ihnen vielleicht etwas Schutz bieten gegen die die Kohlenllbernahme sehr erschwerende hohe See.
Schwer wiegt nicht nur der Verlust der Millionen, die in diesen Schiffen steckten, sondern vor allenr der Verlust so vieler tapferer Männer. Die drei nntergegangenen Schiffe hatten zusammen eine Besatzung von 1850 Mann, von der .offenbar nur ein kleiner Teil durch die Engländer gerettet wurde. Heldenmütig sind unsere jungen Vatcrlandsgenossen in den Tod gegangen für die Ehre und den Bestand Deutschlands. Dankbar gedenken wir daheim der tapferen Kämpfer, ,die mit ihrem Leben eintratcn für die Sicherheit des Vaterlandes!
Tie große» Kreuzer „Scharnhorst" und „Gneisenau" gehörten zusammen mit den kleincu Kreuzer» „Emden" und „Nürnberg" zur ostasiatischcn Station: sic hatten sich bekanntlich rechtzeitig der Einschließung in der Bucht von Äiantscho» entzogen. Ter kleine Kreuzer „Leipzig" war ans der westamerikanischcn, „Dresden" auf der ostamcrikaiiischcn Station tätig. „Scharnhorst" und „Gneisenau" waren beide 1966 vom Stapel gelaufen und hatte» gleiche Größcn- vcrhältnisse, Armierung und Besatzung; nur ihre Geschwindigkeit war verschieden, bei „Scharnhorst" 23.8, bei „Gneisenau" 22.5 Seemeilen, also wesentlich geringer als die Geschwindigkeit der modernen Panzerkreuzer. Sie hatte» 11 000 Tons Wasserverdrängung und waren mit sc 8 21 Zentimeter-, 6 15 Zentimeter- i»,d 18 8.8 Zentimeter-Kanonen armiert. Tie Besatzung jedes Kreuzers betrug 764 Mann. „Leipzig", ein kleiner Kreuzer aus dem .fahre 1905, faßte 3250 Tons und Hatto 23.5 Seemeilen Gc-
schwinbigkeit. Er war mit 13 Geschützen von 10.5 Zentimeter Kaliber ausgerüstet und mit 322 Personen bemannt. Ter kleine Kreuzer „Dresden", 1007 vom Stapel gelaufen, saßt 3650 Tons, hat 24.5 Seemeilen Geschwindigkeit, ist mit 12 Geschützen von 10.5 Zentimeter Kaliber versehen und hat 361 Mann Besatzung. „Nürnberg", Stapellaus 1806, Größe 3470 Tons, Geschwindigkeit 23 Seemeilen, hat 10 Geschütze von 10.5 Zentimeter Kaliber und eine Besatzung von 322 Mann.
Die Kämpfe in den Karpathen.
Budapest, 10. Dez. (Ctr. Frkft.) Nach den über die Kämpfe in den Karpathen eingetroffenen letzten Meldungen ist die Lage unserer Truppen überall günstig. Das Saroser Komitat ist von den Russen fast ganz gesäubert; der Feind wurde bis an den Duklapaß zurückgedrängt.
Der Kampf gegen Serben und Montenegriner
Montenegro am Ende.
Petersburg, 10. Dez. (Ctr. Frkft.) Nach der Nowoje Wremja treffen in Briefen aus Cetinje sehr pessimistische Nachrichten ein, nach denen Montenegro am EndeseineS Widerstandes angclangt sei.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen,
Verlag von Krumm & Cie., Gießen.
Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H.. Osfenbach a. M
Vereinskalendcr.
Samstag, 12. Dezember.
Alsfeld. Sozialdemokratischer Wahl v er ein. Abends 8)4 Uhr Versammlung im „Stadtpark". Alles erscheinen !.
Gießen. Freie Turnerschaft. Abends 9 Uhr Monats- vrrsammlung im GewerkschaftshauS (Nebenzimmer der Gaststube).
Launsbach. F r e re T u r n e r scha ft. Abends 149 Uhr Ber» sammlunig bei Wirt Friedrich Pfaiff.
Sonntag, 13. Dezember.
Gleiberg. Freie Turnerschast. Nachmittags 3Va Uhr Mitgliederversammlung im BeveiuSlokal.
Bekanntmachung.
Das 3. Ziel Schulgeld des Realgymnasiums, der Obcr-Real- schule, der Gymnasialvorschule und der Höheren und Erweiterten Mädchenschule für das RechntimgSscchr 1914 kann m den nächsten acht
Tagen noch ohne Kosten an die Staditkaffe Gießen bezahlt werden,
Gießen, den 11. Desomber 1914,
Der Stadtrcchncr: _ Mä se r.
Bekanntmachung.
Diejenigen hiesigen Einwohner, welche «m Lause dieses Jahres Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich auf dem Stadthaus (Zimrmcr Nr. 8) <ri»zeigen. Vordruck für schrift- tchic Abmeldungen sind dort erhäiMich. Die Berbindlichbeit zur Entrichtung der Hnndcabgabe dauert bei Nichdabmeldung auch im folgen,den Jahre und zwar solang« fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird.
Gießen, den 5. Dezember 1914.
Der Oberbürgermeister:
_ K C t t C T. _
Bekanntmachung.
Das am 15. November d. I. bereits fällig gewesene Hol,- und Heugrasgeld für das Nechnmigsjahr 1914 kann in den nächsten acht Tagen noch ahne Kosten an die Stadtikafse bezahlt werden.
Die Marktpreise für Bieh und Frnckt und die Gießener Fleisch. und Brotpreis« am 7. Dezember 1914
Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M.
Fleischpreise in Gießen
Ochsen fl ä Iber Schweine
50kg Schlachtgewicht 85—105 Mt.
'/- . . 68-85 Mt '/- „ 74V77 „
1 lt kg 86—96 Pfg. . 80-84 „
„ 80-96 .
Gctreidepreise in Mannheim.
Brotpreisc in Gieße»
Weizen
Roggen
100 kg —.---.— Mt.
„ . —.-- 23.60 .
Weißbrot 2 kg 68 Pfg Schwarzbrot 2 „ 64 „
Arbeiter.
Im Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband besteht zur Zeit eine starke Nachfrage nach: Eisendrehcrn, Revolverdrchern,
Karusselldrehern, Kopsbankdrchcrn, Fräsern, Bohrern, Stanzern, Werkzeugschlossern, Werkzeugmachern sür Schnitte und Stanzen, Rohrschloffern, Betriebsschlossern, Reparaturschloyern, alt. Bauschlossern, Kupferschmieden, Kesselschmieden, ült. Hus- und Wagen- schmieden, tüchtigen Installateuren und Spenglern, Elektro- montenrcn für Stark- und Schwachstrom, Sattlern für Militär-, Geschirr- und Ricmenarbeit, Gerbern, Sattlern und Polsterern, Tapezierern, für Klubsessel, Kistenmachern, Wagcngarnicrern, Verdeckmacher», jüngeren Schuhmachern, sür Frankfurt a. M. und auswärts, Erdarbeitern, Grubenarbeitern, Fahrburschen, Krankenpflegern.
Meldungen von Arbeitsuchenden dieser Berufe nimmt mündlich ober schriftlich entgegen
der städtische Arbeitsnachweis Gießen,
der die Gesuche weiterleitet. _
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KonfekMiehl 00...... Pm»d26^
Mandeln.........Pfund 150 st
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