!%-feöt<e Professor @j«t<nwn im SflgdUNurttUr Dmdjtft boiwnixl* «rohfürft Nikolai Nikolajemitick, die ihm unterstellren t-wnera> <nii bc& b r li t a I ft e. Nach btt Schlacht bti den mciurifd^ Z- ritf <r den «cncml «ütimofi zu sich, t i ft ihn, m it tipcntr tvjni üe 9v au litten htrnnter und schlug ih„ , u Boden ^nn ließ et lyir ad,uhten inid vor cm Kriegsgericht
Neuciushebungen in Frankreich.
®' n J; 10 - Dez. Dev Pariser Ma,in berichtet, dass die stau, -osiicht Regierung von dcr demnächst ziisammciiirtttndcn Sammet *»' / ,e “J , y be J u ' u " fl 5 Jahrgängen dct unausgebildeien »lasse E-77 sorbcrn werde. Tollte e- sich als notwendig licransiicllcn «ischlNtzen Etnbctufuiigcn eine allgemeine Bollsaushcbung
Die Absage Griechenlands.
V. 17. Athen, 10. Tez. Ter gemeinsame Schritt der Treiverbandsmächte, England. Frankreich und Rußland, um für Serbien die militärische Hilfe Griechenlands zu erhalten ist ergebnislos geblieben. Ter Ministerpräsident Dcnizclos hat eine ausweichende Antwort gegeben.
(«'in Lculfcher „Spion" in England.
London, 10. Tez. (5V. V. Nichtanitlich.) Tao Ncutersche Nurtau meldet: Adolf Ablers, eist in England nalutalisicrlet Teut- ichcr, bis zum Ausbruch des Stiege» Sonsul de» Deutschen Reiches in Tundetlanb, der des Hochverrats angellagt war. weil er Deut- scheu behilflich gewesen war. England zu verlasicn, ist vom Gericht für schuldig erklärt und zum Tode verurteilt worben.
Reichstagötrsahwahl.
Wilhelmshaven, 1». Dez. Bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Aurich-Wittmund wurde für den verstorbenen Abgeordneten Tr. Tcmler lHamburgs der frühere ReichstagSabge- ordnete Tr. Ctresemann kampflos gewählt.
Hessen und Nachbargebiete.
«letzen und Umgebung.
Neichshilfe für Wöchnerinnen.
Die BundcSratSverordnung vom 3. Dezember über Unterstützung von Wöchnerinnen, deren Männer »riegsdienst leiste», ist soeben verössentlicht worden: sie hat folgenden Wortlaut:
8 1. Wöchnerinnen wird während der Tauer des gegenwärtigen Krieges aus Mitteln des Reichs eine Wochenhilfc gewährt, wen» ihre Ehemänner
L in diesem Kriege dem Reiche Kriegs-, Tanitäts- oder ähnliche Dienste leisten oder an deren Wcitcrleistung oder an der Wiedcrausnahmc einer ErwerbStätigkcit durch Tod, Ver- wundung oder Gesaiigciinahine verhindert sind und 2. vor Eintritt in diese Dienste aus Grund der Rcichsversiche- rungSordnung oder bei einer knappschastlichcn Krankenkasse in den vorangcgangciien zwölf Monate» mindestens sechsund- zwanzig Wochen oder unmittelbar vorher mindestens sechs Wochen gegen Krankheit versichert waren.
8 2. Tic Wochcnhilse wird durch die LrtS-, Land-, Betriebs-, InnungSkrankcnkassc, knappfchastlichc Krankenkasse oder Ersatzkasie geleistet, welcher der Ehemann angehört oder zuletzt angchört hat. Ist die Wöchnerin selbst bei einer anderen Kaste der bczeichneten Art versichert, so leistet diese die Wochenhilfe: sic hat davon der »aste des Ehemannes sosort nach Beginn der Unterstützung Mit- .tcilnng zu machen.
8 3. AlS Wochenhilfc wird gewährt: t Ein einmaliger Beitrag zu den Kosten der Entbindung in Höhe von fünfundzwanzig Mark,
2. ein Wochengeld von einer Mark täglich, einschließlich der Tonn- und Feiertage, für acht Wochen, von denen mindestens sechs in die Zeit nach der Niederkunft fallen müsten,
2. eine Beihilfe bis zum Betrage von zehn Mark für Hebaniinen- dicnstc, ärztliche Behandlung, falls solche bei Tchwanger- schastSbcschwerden ersorberlich werden,
4. sür Wöchnerinnen, solange sie ihre Neugeborenen stillen, ein Ttillgcld in Höhe von einer halben Mark täglich, einschlicftlich der Tonn- und Feiertage, bis zum Ablauf der zwölften Woche nach der Niederkunft.
8 4. Tic Borständc der Kasten l8 2) können bcschlieften, statt der baren Beihilfen »ach 8 3 Abs. 1 und 3 freie Behandlung durch Hebamme und Arzt sowie die erforderliche Arznei bei der Niebcr- knnst und bei TchwangcrschastSbeschwerden zu gewähren.
Ein solcher Beschluft kann nur allgemein für alle Wöchncrinnen gcfaftt werden, denen die Kaste auf Grund dieser Borschriften Wochenhilfc zu leiste» hat.
Bei Wöchnerinnen, denen die Kaste diese Behandlung bei der Niederkunft und bei TchwangcrschaftSbcschwcrdcn schon aus Grund ihrer Satzung als Mehrleistung nach der RcichSversicherung zu gewähren hat. bewendet cs dabei in allen Fällen.
8 5. Das Wochengeld für diejenigen der im § 1 bczeichneten Wöchnerinnen, welche daraus gegen die Kaste einen Anspruch nach 8 185 der Reichsvcrsichcrungsordnung haben, hat die »aste selbst zu trage».
Tic übrigen Lcistungcn werben ihr durch daS Reich erstattet. Tabci ist für Aufwendungen, welche die Kaste nach 8 4 gemacht hat, in jeden, Einiclsallc als einmaliger Beitrag zu den Kosten der Entbindung l8 3 Nr. 3> der Betrag von fünfundzwanzig Mark und als Beihilfe für Hebammcndicnste und ärztliche Behandlung bei Tchwangerschastsbcschwcrdcn l8 3 Nr. 3) der Betrag von zehn Mark zu ersetzen.
Tie Kaste hat die verauslaglen Beträge dem BcrsicherungS- amtc »achzuweise»: dieses hat das Recht der Beanstandung: das OberversschcrungSanit oder knappschaftlichc TchicdSgericht entscheidet darüber endgültig.
TaS Nähere über die Nachweisung, Verrechnung und Zahlung bestimmt der Reichskanzler.
8 (V Einer TatznngSänbcrung auf Grund dieser Vorschriften bedarf cS für die »asten nicht.
8 7. Für das Verfahren bei Ttreit zwischen de» Empsangs- bercchtigten und den Kasten über diese Leistungen gelten die Vor- Ichriftcn der Reichsvcrsichcrungsordnung über das Verfahren bei Streitigkeiten aus der Krankenversicherung: jedoch entscheidet daS LberversicherungSamt oder knappfchastlichc TchicdSgericht endgültig. . «
Für die Leistungen nach 88 3, 4 und den Anspruch daraus gelten die 88 N8, 118. 210, 223 der RcichSversichernngSordnung entsprechend.
8 8. Gegen Krankheit versicherten Wöchncrinnen, die Anspruch auf Wochengeld nach 8 185 der Reichsvcrsichcrungsordnung. nicht aber auf Wochcnhilse nach 8 1 haben, hat ihre Kaste, auch wenn die Satzung solche Mehrleistungen nicht vorsieht, während der Tauer des Krieges die im 8 3 Nr. 1, 3 und 4 bczeichneten Leistungen aus eigenen Mitteln «n gewähren.
8 4 gilt entsprechend. „ _ ,, ,
. 8 8. Tle Versicherungsanstalten haben den Kasten, die IN
ihrem Bezirke den Titz haben und mindestens 4' - v. H. des Grnnd- lohnes als Beiträge erbeben, auf Antrag Tarleben zur Deckung aer durch die Vorschrift des 8 8 erwachsenden Kosten zu gewähren.
«roser» die Versicherungsanstalt und die Kaue nichts anderes vereinbaren, richtet sich die Höhe der Tarleben nach den bis zum Antrag und demnächst von Vierteljahr zu Vierteljahr der »aste erwachsenen Kosten dieser Art.
Darlehen sind mit 3 v. H. zu verzinsen und nach zehn '.ähren zurückzuzahlen. Eine frühere Rückzahlung steht den Sagen
_ Für Kasten, deren Mitglieder gegen Invalidität ü
^Lngsänltatt.^ m,i * CTt r ’ n6 ' trit ‘ 6ie " °"
a $ ^ ® l *f* Vor,chriften treten mit ihrer Verkündung in »ra,t. Wöchnerinnen, die vor diesem Tage entbunden sind, erbauen diktenigen Leistungen, welche ihnen von diesem tage an zu- stegen würden, wenn diese Vorschriften bereit» srllher in Kraft getreten wären.
Der Biindcsrat behält sich vor, den Zeitpunkt de» Außerkrafttretens zu bestimmen.
— Stadtverordnetenversammlung. In der gestrige» Sitzung waren die Stadtverordneten etwas nach der sestgc- lelltcn Zeit in der beschlußfähigen Zahl beisammen. Die Tagesordnung war niebt sehr reichhaltig, die Sitzung daher ancki nur von kurzer Tauer. Ter Oberbürgermeister machte Mitteilung von einem Anträge des Stadtv. Detters wegen Erleichterung des Bezugs von elektrischem Strom und Gas, der Antrag wird aus die nächste Sitzung zurück- gestellt. Nach Erledigung einer Anzahl Baugcsuchc wurde daS Gesuch des Heisstättenvcreins, der in der Nähe deS Lupushcims ein Gelände von etwa 1000 Quadratmeter zu pachten wünscht, genehmigt. Ter Verein, der eine Halle zu errichten beabsichtigt, will das betreffende Gelände auf die Tauer von 2 Jahren pachten, weiterhin soll Vierteljahr- licheKündigung gelten. Tie Pachtsumme beträgt 20 Mark pro Morgen — Der Fahrplan der Straßenbahn soll bis auf weiterer- wie bisher innegehalten werden. Ebenso soll an dem Fahrpreis nichts geändert werden, wonach Militär- Personen, auch Offiziere, für 5 Pfg. fahren können. Der Oberbürgermeister bemerkt dabei, daß Gießen in dieser Beziehung am weitesten Entgegenkommen gegen Militär- personcn übe. — Für daS Säuglingsheim wird ein Zuschuß von 500 Mk. bewilligt. Es wird dabei bemerkt, daß das Heim vorzüglich eingerichtet sei und die Unterstützung der Stadt verdiene. — Am Schluß fragte Detters, ob cs nicht möglich sei, die Gelder sür die Einquartierung früher zur Auszahlung zu bringen: vielen Ouartiergebcrn falle cs schwer, das Geld so lange vorzulcgcn. Der Ober- bürgernieister erklärt, daß es sehr umständlich sei, die Beträge festzustellen: die Listen müßten erst das Kommando passieren, was Verzögerung bewirke. Eine Beschleunigung sei schwerlich möglich.
Wen» Millionäre spenden sollen. Der Frankfurter Kleinen Presse wird aus Wiesbaden geschrieben: „Das Ergebnis der Sammlungen des Krcisvcreins vom Roten Kreuz zum Besten der Kriegshilfe bleibt— das mag einmst hier scsigestellt sein — weit hinter den Erwartungen zurück. Als unser Oberbürgermeister zunächst in einer Stodtver- ordnetcn-Dcrsammlung über die Sammlungen sprach, da glaubte er die Erwartung äußern zu dürfen, daß unsere besser situierten Mitbürger Teile ihres Vermögens für diesen Zweck opfern würden. Darin hat er sich aber dem Anschein nach getäuscht. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind Beträge von erheblicher Höhe nicht eingegangen. Der größte Teil der Spenden rührt von Leuten her, die nicht gerade aus dem Vollen wirtschaften, die wenigsten« nicht von ihrem Ueberfluß gaben, ferner von Vereinen und Beamten. Hätte
— was doch wohl hätte geschehen können — jeder unserer 230 Millionäre die Kleinigkeit von 5000 Mark geopfert, so würde daraus allein ein Betrag von 1 150 000 Mark zusammengekommen sein, und das ist noch ein Drittel mehr als tatsächlich insgesamt eingegangcn ist." —Uns sagt der Bericht nichts Neues, wenn wir auch gerechter Weise hinzusügen wollen: Keine Regel ohne Ausnahme.
— Gefallene vom Gießener Regiment. Feldwebel-Leutnant Adalbert Piotrowski, Kanzleisekretär aus Gießen.
— Reservist Ernst Harres ans Ehringshausen b. Alsfeld.
— Gesr. Konrad Saun aus Burg-Gemündcn. — Wehr- mann Ludwig Klingelhöfer a»S Oppenrod. — Wehrmann Karl B a ch m a n n auS. Villingen. — Res. Wilhelm Rain aus Albshauscn. — Gefallene aus Ober- Hessen und Nachbargebieten. Gefr d. R. Karl Sondermann aus Alsfeld, Jnf.-Regt. Nr. 36. — Musk. Ludwig G r ü n aus Lollar, Jnf.-Regt. Nr. 166. — Gefr. Ludwig Schäfer aus Alback, Jnf.-Regt. Nr. 168.
— Goldene Fünsmarkstücke, die vor mehreren Jahren außer Kurs gesetzt wurden, werden jetzt während des Krieges von der Reichsbank zu dem Preise von 4,80 Mark das Stück angekaust.
— Der Zentralvorsisseiide des Brauerei- und Mühlciiarbeiter- Verbandes. Genosse M ar t i n E tz e I, ist in der Nacht zum 7. Dezember plötzlich gestorben. Aeuftcrlich machte Etzel stet» den Eindruck eines durchaus gesunden Menschen, doch von Rheumatismus geplagt, hatte er auch mit einer Herzkrankheit wiederholt zu tun. Der Arzt hatte ihm schon oft dringend geraten, einmal auS- zuspanncn: sein Pflichteifer lieft das jedoch nicht zu. Teiner Organisation war Etzel ein braver Führer und ein leidenschaftlicher und doch klug abwägcndcr Vertreter der Arbellerintercssen im wirtschaftlichen Kampfe. Bei alledem haben ihm auch die Unternehmer und ihre ÖrganisationSleitung ihre Achtung nicht versagt. Teil 1881 sür den Verband agitatorisch tätig, stand er seit 1804 de», Gau Hambura als angestcllter Gauleiter vor: im Fahre 1807 wählten ihn die Verbandsmitgliedcr zum Zcntraloorsitzenden. In der Blüte der Jahre, erst 47 Jahre alt, und auf der Höhe seines Tchaffcns raffte ihn der Tod hinweg. Der Verband verliert an ihm eine» geschickte» und pflichttreuen Führer, seine Kollegen einen neuen Kameraden und wackeren Freund, die deutsche Gewerk- ,'chasisbcwegung einen tapferen Mitstreiter, deffcn sympathisches Wesen und gerader Ebarakier ihn allgemein geachtet und beliebt machte. Ehre seinem Andenken!
— Pctroleumpreis und -Zufuhr. Aus eine kürzlich durch die Presse gegangene, von Berlin slammeiidc Notiz über übertriebene Prcisfordcrungen für Petroleum schreibt die Frankfurter Firma Latscha der Fr. Ztg: Tie Aussührunge» treffen, soweit Frankfurt a. R. und Umgegend in Frage kommt, nicht zu. Hier wird Petroleum zur Zeit nur noch von der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft, und zwar die Halste des zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr gelieferten Quantums geliefert. Tie beiden übrigen Gesellschaften sOler Petroleum-Gesellschaft und Deutsche Pctroleum-VcrkaufSgescUichasts haben ihre Lieferungen ganz oder fast ganz eingestellt, so das, der Kleinhandel gezwungen ist, direkt Petroleum cinzuführen. Dasselbe kalkuliert sich jedoch, wie aus einer dem hiesigen Maaiftrat vorgelcgten Kalkulation nachgewiesen werden kann, auf 24 bis 28 Pfg. pro Liter frei Detailverkaufs- stelle. Wenn dieses Petroleum, nachdem es eingctrossen ist, was bald erwartet wird, im Detail mit 25 bis 30 Pfg. verkauft wird, kann man dem Kleinhandel kaum Wucher vorwerfen. Wucher treiben Großhändler und Tpekulanten in diesem Artikel. Von dieser Teile wurde dem Kleinhandel greifbares Petroleum in Tankwagen in den letzten Tagen zwischen 30 und 40 Pfg. an- geboten.
— Mietsstreitigkeiteu. Im Reiche sollen jetzt überall
Einig u ngsämter für Mietsstreitigkrtten eingerichtet werden.
In unserer Ttabt besteht ein solches Amt scft dem 8. September und bat bisher 40 Lachen durch Vergleich erledigt. Tic Einrichtung dcs EinigungSamicS in unserer Ttadt entsprach dem Bc- dükfni» und ist cs der Tätigkeit des Oberbürgermeister» »IS Vor- sivender deS Ami» zu danken, Saft in alle» Fällen eine Einigung erzielt u»d sa de» Parteien Prozesse und »osten erspart blieben.
— Ttadttheater Giessen. Auf die beiden Vorstellungen am kommende» Tonntag sei ganz besonders bingewiescii, da sie bei mäftigcn Preisen zwei interessante abgerundete Anssührnngen bringen. Am Nachmiltaq wird bei Volksprcisen zum unbedingt leytc» Male Gutzkow» bistürische» Lustipikt ^sops und Schwert- gegeben. Am Abend gclangi zur einmaligen Aussührung Tiider- mann» spannende Komödie »Die TchmettcrlingSschlacht".
Kr,iS rvctzlsa.
n Verpflegung und Bezahlung der eiiiquartierte» Totdateu.
Der Wetzlarer Bürgennwisier ,„I»t gegenill-er ridfarfxi, SUine» der honitKii Bnvger über zu Hobe Aisipniche der einyuartierteii Tol- derten dir dioseil inglich zu gciv»K>vciK>e,i Vi>pite,nnutS-Ralini«n be- tamt. Daiuirh untre zu verübsolgen: a) 750 Gramm Brak, b) 260 Gr. Fleisch (Wcimriit des rochen Flei-ickxsl nebst 00 Gr. R Inder- mtrcufrit, oder 40 Gr. Schmalz, oder 2.5 Gr. Bueiier. oder 200 Gr- geräucherten Tpeck. cf 125 Gr RkiS, Graupe oder Grütze, ober 260 Wiflmm WlKcrsfrüAee oder 1500 Gr. »artvsscln. d) 25 Gr, Tal, nebst den erfttrbcrlichcn jonftigen EpeHtWtzMen. r> 15 Gr. 1kaffte llBmiicht in gebvaiiiiKen Bohnens. Anher der Kafseeportian bat der Eiu- cniartierte Gerrämkr nicht zn lnotirftn-mhen. Tic Brotportioii vertritt sich gleichmässig ans dir Movgrn-, Mittag, inid «lreiidtost. Aid Mor. gcickost ist Kaft'ee oder «ine Luppe, als Mittag-edosl Fleisch und Ge- mitse. als Abenddost Gcniiiise zu vrvabreichen. Frichstlick inid Vesper braucht nicht vrradveichl zu n-endon, da die Solbateu hieraus kenaei» Anispnich haben.
Glejchgeitig macht der Bütarrineifter aber weiter ln-katuK. hast die Verpslegmigd- Vergütung für Landsturinteutr, dir zur Be- ivachinig der Gef«n»ge»cii doniinnnbiert sind, mir 7« Pfg. pro Tag und Rann beträgt und zwar sür Mfttagskoft irnd Broigeldz da die LeiKe movgrnS und a1»rt«dS nn l-Kssangenentager verpflegt nnrrden. Daritl-er herrscht m der Bürgerschaft Uiuvillk. weit mir 4 Brötchen und Kaffee inn tsses»ngen«ilagcr pro Maim abgegeben iverdeni.
Westerwalv «nd Nttttrlahn.
Deine Haut zu Markte getragen — aber im roürU ich ste» Sinne — har der Sanitälisgeireite Fonden tni Lazarett nt Diez o. d. Lahn. Tort liegt fett Id innerer Zelt ein Vizeleldwebel, dessen schwere, infolge eines Grninatiplitlers am Oberfchendcl erlittene Wunden trotz bester ärztlicher Pflege nicht z» he tle» ivollten. Eine Besserung war n-nr durch VerpbaniNinzt eines grösxren Tiückes ge- funder Menschenhaut aus die ivnndc Stelle zu ervcichen. Ter Santläldgefrrttr Fondei, „teldetc sich mm sreirvillig >md lieft sich ein Stück Haut von der Grösse eines Tellers am Oberschrntei weg- nehmen, Die Operationen fanden gestern «ni hiesige» Kvansetchmise statt und sind führ gitt verlausen. — Tlefc Aiisopserung des Sani- täters vrndieiit gewiss alle Anerkenn-.ing.
Telegramme.
Tasesbericht Scs krchcii Hlsilchmrlicrö.
französische Kampfestveise.
An Rußland vorwärts.
WB. Großes Hauptquartier, 10. Tez. vorm. (Amtlich.) Bei S o u a i n beschränkten sich die Franzose» gestern aus heftiges Artilleriefeuer. — Ein am östlichen Argonncn- Walde bei B o u q u o i s und Bourciiilles ernruertel Angriff der Franzosen kam nicht vorwärts »nd erstarb am Feuer unserer Artillerie. Der Gcgnrr erlitt offenbar große Verluste.
Drei feindliche Flieger warfen gestern auf die »ssenc nicht im Operationsgebiet liegende Stadt Freiburg im Brciögau 10 Boniben ab. Schaden wurde nicht angerichtet. Tie Angelegenheit wird hier nur erwähnt, um die Tatsache scstzustellen, daß wieder einmal wie schon so oft seit Beginn deS .Krieges eine offene nicht im Operationsgebiet liegende Stadt von unseren Gegnern mit Bonibcn beworfen worden ist.
Oestlich der Masurischen Seen nur Artillerie, kämpfe.
In Nordpolen auf dem rechten Wcichseluscr nahm eine unserer dort vorstehenden Kolonnen Przasysc i», Sturm. Es wurden 600 Gefangene »nd einige Maschinen- gewehre erbeutet. Links der Weichsel wird der Angriff fortgesetzt.
In Südpolen wurden russische Angrisse abgewiesen, Die oberste Heeresleitung.
In Wcstgalizien über Rusicri nefanqen.
Wien, 10. Tez. Amtlich wird verlautbart: In Polen ist der gestrige Tag ruhig verlausen. Ein scindlichrr Nacht- angriss der Russen bei Rovoradow wurde abgewiescn. In Lstgalizicn brachten beide Gegner starke 5lräfte. Heber 10 000 Rusieii wurden gefangen. Tie Schlacht dauert auch heute noch fort. Unsere Operationen in den jlarpathcn führten bereits zur Wiedergewinnung verschiedener Teile des eigenen Gebietes.
Ter stellvertretende Ehef deS Generalstabs: v. H ö f c r, Generalmajor.
Französisches Erstaunen.
Der Tcmps ist darüber erstaunt, daß die Tc»tscl>en den Russen so zahlreiche Armeekorps gegenüberstellen können. Er kann diese Tatsache nur damit erklären, daß ein Transport deutscher Truppen von Westen nach dem O st e n stattgesunden habe. Tas Blatt hält den Augenblick dafür siie gekommen, daß die französische Armee die Offensive er- greise. Bei der Ueberlegenheit der 75 Millimeter-Geschütz?, sowie der schweren Artillerie über die deutsche sei hierzu di> Möglichkeit gegeben, ohne daß große Opfer an Soldaten ge< oracht werden müßten.
Russische Verstimmung.
Stockholm, 10. Tez. (Ctr. Frkst.) In Rußland der- breitet sich ein beachtenswertes Mißtrauen gegenüber den W e st m ä ch t e n, denen man vorwirst, sie ließen die Russen im entscheidenden Augenblick im Stich und über- ließen ihnen alle schweren Opfer allein. Dem Aston- oladet wird hierüber aus durchaus sicherer Quelle aus Petersburg gemeldet, an maßgebender russischer Stelle herrsche große Enttäuschung darüber, daß die Verbündeten in Frankreich sich während der blutigen Kämpfe in Polen


