Ausgabe 
11.12.1914
 
Einzelbild herunterladen

übrige Welt werde euch die Augen schließen. Die Amerikaner sind besonders erbittert darüber, daß der Zensor nicht nur die Verösscntlichung und Uebermittclung von Nachrichten vcr- bietet, sondern daß von Amerika nach London gesandte Meld­ungen durch Streichungen so verstümmelt werden, daß der Sinn geändert wird.

Typhus bei den belgischen Soldaten.

Die Times meldet: Jeden Tag werden in den Laufgräben neue Fälle von Typhus entdeckt, und cs wnrdc deshalb in La Panne ein »cnes Hospital errichtet. Tic Gefahr einer Epidemie infolge von Ucbcrtragung der urankheit erscheint demnach als ausgeschlossen. l?> Tr. Tcpagc steht a der Spitze des Hospitals. Tie Frage nach der Ursache der Typhus-Epidemie ist noch nicht gelöst, aber die Mann­schaften werden von der Krankheit in de» Laufgräben befallen und es ist eine Tatsache, das; sie wohl von dem Wasser des überschwemm­te» Terrains zwischen der belgischen und der deutschen Front her- rührt. In diesem Wasser schwimmen viele Leichen, und es ist infolgedessen ungenießbar.

Tie belgische« Rekrilte«.

Amsterdam, 9. Dez. Die Tijd meldet aus Courtrai, daß die jungen, der Jahresklasse 1914 angchörenden Belgier dem Ruf der belgischen Regierung, sich zu den Waffen zu stellen, keine Folge geleistet haben. Sic haben vielmehr der deutschen Militärbehörde das eidliche Versprechen gegeben, während des Krieges nicht gegen Deutschland zu kämpfen, das gleichfalls von der Bürgerwehr geleistet wurde. Der Bürgermeister, die Schöffen und einige Ratsmitglieder dienen als Geiseln für das Wohlverhalten der Bevölkerung (Spez.-Telegr. der T. U.)

Raubzüge des Ttrasienmobs i» Antwerpen.

Antwerpen, !). Dez. lSpez.-Telegr. der T.,U.) Während des Bombardements von Antwerpen hat der Mob groß angelegte Raub- züge veranstaltet, die anfzuklärcn jetzt das Bestreben der deutschen Verwaltung ist. Die Gerichte arbeiten eifrig und über 200 Haus­suchungen wurden vorgenonimen, um die gestohlenen Güter herbei­zuschassen und die Schuldigen zu entdecken. Ein ganzes Kohlen­lager von 100 000 Kilogramm ist von den Banden geplündert wor­den. als die Belgtcr die Stadt räumten.

Eine serbische Herausforderung an Bulgarien.

Sofia, 9. Dez. (Ctr. Frkst.) Die serbische Regierung teilte durch eine Note hier mit, daß sie den Ankauf österreichischer Schiffe durch Bulgarien nicht anerkennen und die Donaufahrtcn solcher Schiffe mit Waffengewalt ver­hindern werde. Diese Note hat hier starke Erregung her­vorgerufen.

Vom Bnrenanfstand.

Amsicrdaiii, 9. Dez. Reuter meldet aus Johannesburg. Der Führer der Aufständischen im westlichen Transvaal, General Beyer, ist verwundet worden. Es heißt, daß seine Verletzung tödlich sei. General Beyer war vor der jetzigen Burenerhebung Oberbefehlshaber der südafrikanischen Bür­gerwehr.

Japan und China.

Tokio, 8. Dez. (Ctr. Frkst.) Trotz erneuter chinesischer Pro­teste hält Japan die Schantung-Bahn mit zwei Brigaden besetzt.

Der dctttschc Kronprinz kein Kricvensfeind.

Als besonders kriegseifrig galt bis in die jüngste Zeit vor dem Kriege der deutsche Kronprinz. Sei es nun, daß dieser Ruf nicht ganz verdient war oder daß die furcht- bare Wirklichkeit des Krieges auch den deutschen Thronfolger belehrt hat, jedenfalls hat er in diesen Tagen in einem Ge- sprach mit dem amerikanischen Schriftsteller Karl von Wiegand sich scharf dagegen verwahrt, ein Eisenfresser zu sein. Er hat in der Hauptsache folgendes ansgeführt:

Ich bin Soldat unö sollte daher mit Ihnen nicht über Politik vcben. allein dieser Krica scheint mir durchaus wider­sinnig, unnötig, unwillkommen. Deutschland hatte aber keine Wahl tu dieser Sache. Bon oben bis unten wissen wir, daß ivir für unser Dasein kämpfen. Andere mögen dasselbe sagen, allein bas ändert nichts an der Tatsache, daß wir ein deut­sches Volk sind, eine große Emheit. erfüllt von dem ivahrhaft prächtigen Geist drr Aufopferung: nian wird niemals das deutsche Volk überzeugen können, baß dieser Krieg nicht einzig und allein begionnen wurde, um Deutschland zu vernichteu."

Was die Behauptung angeht, ich l>ülte zu diesem Kriege an- gÄrtsben. so karm ich nur bedauern, das; inan mich nicht bester kennt. Es gibt keine Kriegspartei in Deutschtanb, es hat nie eine gegeben. Ich glaube, das; die Welt zu begreifen beginnt, daß, soweit Deutschland in Frage kommt, dies kein Krieg der einen oder der anderen misthifchen Mlitärparlei ist, sondern ein Krieg des ganzen Voltes: die glänzende Einheit und Gemeinschaft Deutschlands muß das noch dartu,n. Das Geschwätz über Militarismus ist ein in England zubereiteter Klatsch, womit man die ganze Welt gegen ums in Harnisch zu bringen sucht."

Wir wollen heute nicht darauf zurückkommen, ob nicht vielleicht der deutsche Kronprinz früher manche Acußcrungen getan hat, die dem Glauben Vorschub leisten Ibnnten, als sei er ein begeisterter Anhänger des Krieges. Jedenfalls wäre cs sehr erfreulich, wenn der künftige deutsche Kaiser, wie so viele Hunderttauscnde, aus diesem Krieg als ein über­zeugter Friedensfreund zurückkchrte.

v. ^alkenhcky» Chef des Große» Generalstabs.

Berlin, 9. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Generaloberst v. Moltke hat seine Kut in Homburg beendet und ist hier ein- getroffcn. Sein Befinden hat sich erheblich gebessert, ist aber doch noch immer so, daß er bis auf weiteres nicht wieder ins Feld gehen kann. Seine anderweitige Verwendung ist in Aussicht genommen, sobald sein Gesundheitszustand es ge­stattet. Die Geschäfte des Chefs des Generalstabs des Feld­heeres sind dem Kriegsminister, Generalleutnant v. Falken­hayn, der sie mit der Erkrankung des Generalobersten v. Moltke übernahm, unter Belassung in dem Amt als Kriegsminister cndgiltig übertragen worden.

Wiederum feindliche Flieger über ffsteibnrq.

Jrciburg i. Br., 0. Dez. (Gtr. Frkst.) Drei feindliche Flieger erschienen heute Nachmittag 21b Uhr von Westen kom­mend wieder über unserer Stadt und wandten sich in der Richtung gegen Zähringen. Auf diesem Flug empfing sic heftiges Ge­schütz- und Mgfchinengewehrfener, durch das sic vertrieben wurden. Tie von den Fliegern abgeworfenen Bomben richteten keinen Schoben an.

Notschrei aus den Argonne».

Von einem Offi,zi,er im A r g o n n e n w a I d e erhielt die Frks- Ztg. ein Gedtchtcheu zngesandt. das, wie der Einsender bemerkt, ihm aus den dortige» Schlitzeitgräben und Unterstinche» zuflatterte und sehr richtig die Stimmung, die dort herrscht, wiedergibt: Hunvor, gut versorgt und Sehnsucht. Cs lautet:

Liebcshandschuh' trag sch an dm Händen,

LiebeSbindcn wärmen meine Lenden,

Liebesshawls schling' nachts ich um dm Kragen.

Liebeskognac wärmt den kühlen Magen,

Liebeslabak füllt die Ltobespseise,

Morgens wasch' ich mich mit Liebesseise,

Liebesfchokosade ist erlabend,

Liebeskerzen leuchten mir am Abend.

Schreib' ich mit dem LiobeSbleistift tiefe Ltebesgabendankesagebriese.

Wärmt der Liebeskopfschlauch nachts den Schädel.

Seufz' ich:So viel Liebe und kein Mädel!"

Der Krieg im Orient.

Die Kämpfe um Batum.

Zur Einschlieffung von Batum durch die türkischen Trup­pen lassen sich die Blätter aus Konstantinopcl melden: Die Besetzung von Geda durch die Türken ist ein neuer Schritt zur Einschließung Batums von der Landfeite.

Afra ja.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 13t

Im Gaard wurden sie freudig empfangen, und Hanna brachte einen Brief, der von Tromsö eben angelangt war. Er kam von ihrem Vater, und nach allerlei Neckereien und Wei­gerungen ließ sie ihn lesen. Der Gildemeister hatte mit wahrhaftem Wohlgefallen vernommen, daß ihr nicht allein die Luft am Lyngenfjord ausnehmend bekonune, sondern daß sie auch ihrem herzallerliebsten Björnarne mit besonderer Hinneigung zugetan sei.

Bei diesem väterlichen Worte blickte Helgestad auf, denn eben trat fefe Sohn herein, der die Worte gehört hatte. Hanna ging ihm entgegen und zog ihn näher.

Ich kann bestätigen, was mein Vater schreibt," sagte sie, Björnarne hat mich so lieb, wie ich ihn habe."

Recht, Mädchen!" rief Helgestad,ist Weibes Sache, de» Mann zu schirmen und fein Herz warm zu halten. Wirst neben ihm stehen, daß er gern sich an dich lehnt. Drei Wochen noch sind kaum bis zum großen Markt, eine Woche darauf soll Hochzeit sein. Tann fahrt in Gottes Namen nach Bergen hinab und bleibt, wenn es sein soll, den Winter über im Hause auf der deutschen Brücke. Wird dem Burschen da gut bekommen, wenn er bei den feinen Leuten lebt und sich ans- niustert, wie eine Seeschwalbc, die südwärts fliegt; wird aber Sehnsucht haben, ehe der Somrner komnit, und heim­wärts ziehen, wenn er nachts den Schrei von Lofoden hört."

Unter solchen Gesprächen verging die Zeit. Björnarne war still wie rmmer und suchte bald den Annäherungen seiner Braut zu entkommen, indem er mit Paul hinausging, ihm die mancherlei Arbeiten und Vorbereitungen zu zeigen, welche für den Lappenmarkt begonnen waren. Helgestad er­zählte von Marstrand im allgemeinen, daß er ihn Wohl ge- funden, und forderte Olaf zum Zeugen auf, daß der Junker mächtige Wirtschaft treibe und eine wunderbare Tätigkeit entwickelt habe, die ihre Früchte tragen müsse.

Der Nordländer konnte dazu wenigstens nicht nein sagen, aber er hatte es in der Verstellungskunst nicht weit gebracht. Seine Antworten waren rauh und kurz, und jein ganzes Be­nehmen bezeugte, daß cs übel in ihm ausjah.

Die Verständigung zwischen Paul und Björnarne er­folgte, sobald sich beide in den; Warenhause allein befanden. Björnarne faßte leidenschaftlich seines Freundes Arm und legte mit bittenden, verzweiflirngsvollen Blicken:

Ich halt' es nicht länger aus; geschehe, was da wolle, ich kann es nicht ertragen. Schaffe mir Hilfe, Paul, du bist der einzige, der helfen kann. Seit den zwei Tagen, wo ihr fort wäret, habe ich erst ganz empfinden lernen, wie elend ich bin. Vom Morgen bis zur Nacht war sie in meiner Nähe, und wie zum Hohn, als ob sie meine Angst kennte, hörte sie nicht auf zu spotten, zu necken und von unserer Zukunft zu erzählen."

Tu hättest ibre Zärtlichkeit belohnen sollen," antwortete der Schreiber.Warum befolgst du meinen Rat nicht?"

Weil es mir unmöglich ist!" rief Björnarne.Es ist etwas in ihr, ich weiß es nicht; doch mein Herz zieht sich zu- sammen wie meine Haut, wenn sie ihre Hand auf mich legt."

Und doch ist cs eine feine, zarte Hand, du Tor," lachte Paul.Man kann weit und breit nichts Lieblicheres sehen."

Glaube mir," sagte Björnarne,sie weiß, was ich denke, denn sie ist zu klug, um nicht zu sehen, was vorgeht. Aber je düsterer mein Gesicht wird, um so freundlicher ist sie, um jo sanfter wird ihre Stimme, und ihr Mund fließt von Scherzen und Gelächter über."

Sie will dich zwingen, so glücklich zu sein, wie sie es ist."

Nein," murmelte Björnarne,sie haßt mich, denn si? lügt. Sie kann mich nicht lieben. Wie kann ein Weib lieben, die da weiß, daß sie verachtet wird? Und diese da wurde hierhcrgeschleppt; mein Vater hat sie gezwungen, ihr Vater dazu. Sie kann nicht fort und hat sich in ihr Schick­sal ergeben, aber wie ein Wolf sich ergibt, wenn der eiserne Ring um seinen Nacken liegt. Ich habe ihre Augen gesehen, wie sic mich betrachteten, und es war mir, als wäre sie eine Here, die mein Blut aussaugen wollte. Gestern hielt sie mick bei der Hand fest, als ich cs nicht mehr ertragen konnte, bei ihr zu sein. Du bist ungeduldig, sagte sie, ich bin es auch. Gib dich zufrieden, mein lieber Freund, was können wir dafür, wenn die anderen es uns nicht zu Dank machen? Kinder müssen gehorsam sein, aber cs steht auch geschrieben, sie müssen ihrer Eltern Sünden tragen. Tragen müssen wir's, du bist Helgestads Sohn, ich Fandrems Tochter. Sei so ingrimmig wie du willst, mußt mich auf deine Schulter nehmen, es sei denn, du hättest mehr Mut, wie ich glaube."

Nun, das war deutlich gesprochen," lachte Paul.Das heißt, tritt hin und sage offen, ich will dich nicht."

Björnarne schwieg und ließ den Kopf sinken.Ich kann nicht," munnelte er,kann meinem Vater nicht ent­gegen treten."

Ecda liegt südöstlich von Datuin und beherrscht die Stellung nach Aihalski, soüaß Batum nunmehr vom Innern des La»s des a b g e s ch n i t t c n ist. Die türkischen Truppen Hobe» alle Batum umgebenden Höhen und Talkessel zwischen Ber- mstka, Maradit und Matschal besetzt. Die Verbindungen der I Russen zwischen dem oberen und unteren Teil des Tales ' Adschara sind abgeschnitten. Versuche der Russen, südlich von i Batum Truppen zu landen, wurden vereitelt, ebenso ber i Versuch, den auf den Höhen des Adschara-Tales umzingelten! russischen Strcitkrästen zu Hilfe zu kommen. Die zu diesen:! Zweck enisandten russischen Kavallerie- und Jnfanterie-Ab.! teilungen wurden mit großen Verlusten in die Flucht- geschlagen. Im südlichen Teil des Tschorohk haben die! türkischen Truppen Fortschritte gemacht und Charwatsch be.! setzt. Im Gebiete von Ardanosch haben die türkischen Trup. pcn Laschan genommen.

Befestigunq von Beirut.

Rotterdam, 10. Rov. Tie Daily Mail meldet aus Kairo, das

die Türken einen feindlichen Angriff in Syrien zu befürchte, scheinen, da sic Beirut und Umgebung außerordentlich start b» festigen. (T. U.)

Mißlungener Angriff auf die Dardanellen.

Genf, 10. Tcz. Wie die Mailänder Zeitungen aus Äther melden, ist der neue euglisch-sranzösische Angriff aus bii Dardancllensorts gescheitert. Tie englisch-französische Flott: hat die türkischen Küstcngewässer verlassen.

Griechenland und die Türkei.

Mailand, 10. Dez. Wie das Giornale d'Jtalia ou-I Athen meldet, hat di^ griechische Negierung ihre Neutralitä I im türkisch-russischen Kriege beschlossen und wird davon d> Mächte in Kenntnis setzen. Die Lombardie teilt mit, daß de türkische Gesandte am Freitag eine dreistündige Unterredun s im griechischen Ministerium des Aeußeren hatte, in der di noch offenstehcndcn griechisch-türkischen Einigungsaktcn übe! die Mittelmeerinscln unterzeichnet worden sind.

i

i

t

k!

i

i*

>11

18 '

f»

a* 1

Ir

fiii

ist

tat

Su

!«c

in

stk

mal

SB!

«rd

Italien und die Türkei.

Rom, 10. Dez. Die Verhandlungen zwischen der Türst j und Italien, die hauptsächlich durch Vcrinittlung des türk i ichcn Botschafters in Rom geführt worden sind, haben z» einem günstigen Ergebnis geführt. Die türkische Regicrun; hat die beiden Forderungen Italiens angenommen. Die s bestehen darin, daß der Scheik-ül-Jslam, der den Heilige Krieg für die mohamniedanische Welt proklamiert hat, c: klären wolle, daß der Heilige Krieg sich nicht gegen Italic richte und daß diese Erklärung unter den mohammedanische Völkern bekannt gemacht werde. Ferner ist die Türkei b>: reit, den italienischen Untertanen, die in der Türkei wohne: die Rechte türkischer Bürger zuzucrkennen. . (Spczial-Teleg der T. U.)

Rumänien lehnt den Dreiverband ab.

Bukarest, 10. Dez. Ministerpräsident Bratianu hat d neuen Vorschläge der Gesandten des Dreiverbandes über d Einmischung Rumäniens zugunsten Serbiens im Balkni- kriege abgelehnt.

Aus der italienischen Kammer.

Rom, 10. Dez. Das italienische Parlament wird a Samstag geschlossen. Die Sozialdemokraten werden Prc t e st gegen die zweijährige provisorische Kostenbewilligm einlcgcn, weil die Regierung veranlaßt wäre, riskante Unte nehmungen zu wagen, ohne dafür eine Rechtfertigung; geben.

Bebandlnna russischer Generale.

Jur Absetzung russischer Generale heißt cs iit_ einer Sto Helmer Meldung der Voss. Ztg.: Wie der aus Rußland znrü

Du bist ein zu guter Sohn", antwortete Paul,daru I tust du hinter seinem Rücken, was seine Augen beleidig I könnte. Nun, ich will dir helfen, so viel ich kann, und dan I frische Farbe in dein Jammergesicht steigt, so wisse, daß I alle Vorbereitungen getroffen habe, um Prinzessin Gula I deine Arme zu liefern." _ , I

Die Augen des jungen Helgestad belebten sich bei dies I Zusicherung, sein Vertrauter aber legte die Hapd auf sein Arm und sagte warnend:Kein Wort, keine Silbe, wenn ni alles schief gehen soll. Ucberlaß die ganze Sache mein Sorge, ich nehme alles ans mich. Wo dos Mädchen steckt, wc ich jetzt, Olaf weiß es, und Egede soll uns suchen helfen. ? habe nnt deinem Vater von einer Jagdpartie nach dem Kill gesprochen, um Asraja zu suchen. Die wilden Renntiere ji jetzt fett, die Bären auch. Asraja ist noch fetter, das heißt Schätzen, denn Fleisch l)at der alte Schuft nicht ein Lot. k dulde dich noch zwei Wochen etwa; dann brechen wir a was wir fangen, ist unsere Sache. Auf dem Wege sage dir alles. Sprich mit niemandem, aber halte dich bereit. W dein Vater sagt, damit sei einverstanden und vertraue dein treuen Paul."

Als er allein war, dachte Paul eine Minute lang N> und sagte dann:So muß es getan werden. Wenn ich d Tölpel nicht helfe, so geschieht nichts. Bei aller Not und al Abneigung wagt er doch nicht, sich Helgestads Willen widersetzen. In den Fjord springt er auch nicht, fortlau wird er nicht, das Ende vom Lied würde somit fein, daß das hochmütige Püppchcn nähme, und das soll er nicht, soll das elende Gewürm haben, bis zuletzt" hier hielt inne und flüsterte in sich hinein:bis zuletzt alles in nie Hände fällt." __

Der Schreiber reiste nach Tromsö und kehrte von o zurück. Olaf hatte ihn begleitet, und Hclgestad wie alle st Hausgenossen glaubten, daß er sich entfernt habe, um n' wieder zu kommen; allein Paul Peterscn wußte eben so l Mittel, ihn mit sich zu nehmen, wie ihn wieder zu -bring Olaf war weiches Wachs in seiner Hand geworden, das knetete und formte, wie es ihm beliebte. Er mischte sein c>> süchtiges Mißfallen mit den dringenden Bitten, die * Nordländer bald bestimmten, mit ihm zu reisen; in Tro» aber stellte er ihm mit vieler Herzlichkeit vor, wie trau Jlda sein würde, wenn er jetzt den Lyngenfjord verlasst, u daß eS nicht schicklich sei, vor der Hochzeit hcimznkchren.

(Fortsetzung folgt.)

(litt

foet

BÖl

wer

1

In

sei

311

Ar

ll

lei

2

5.

I

hi

StB»

Innft

(

ÜieBi

ihrer

Ȋhr

J

i 1«

il, it

r->Be

®iei BinBt als <

M ei

«mit

CBer

lisch

S

|ttd

C&tt

«iilii.

Win

"»I»

S

kt

*'811

W

%

°kr

»K

s

1(1