Ausgabe 
11.12.1914
 
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MrWsche isolfsjeitung

Organ für die Interessen des werktätigen Volkes

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OdersetUIck« v»lts«ettun, erlchemt leben Werktag Abend tn ye». Der Abonne-trirtlvrei» deträgt »öchrntlich IS P!g «onaUxh ötg. rmicki. Bringer tob». Durch die Polt bczogcn »>erlcIiädrt.Is-0Mt

Vicdakttgn ,»b Srvrdttt»»

Sieben. Babudesttraste 2it. iidt Löwengastc. Xclt»b>n 2008.

Inlernie losten die 8 mal aeipait. Kolonelzeile oder deren Raum t .1 Pta. Sei arösterrn Aufträgen Rai-alt. Anzeigen wolle man M abend« 7 Me für die iolgenbe Nummer m der ElvediNon au I geben.

Nr. 288 Gicßcn, Frcital,, den 11. Dczcmbcr 19!

4 9. Jahrgang

Tie Dampfwalze bleibt stecken!

Krieg und Kultur.

! Vor dem Mastentritt der russische» Armeen sollte nach sranzSsi- : Ausfassmigen Berlin schon vor Monaten zittern. (fiti eng- :d Blatt verglich die Kriegsmacht des Zaren mit einer m p f w a l z c, die die deutschen Mäuse erbarmungslos zcr- schcn sollte. Heute ist man daraus gekommen, das, die Russe» nicht daran dächten, in Posen und Schlesien ein?,»brechen. Tie i zugewiescne Ausgabe sei vielmehr, einen möglichst großen der deutschen Wehrkraft >» Polen sestzuhaiten und aus diese | e den Westen zu entlaste». Diese Ausgabe werden die Russe» der ungeheuren Masse ihres MenscheumaterialS wohl noch ganze Weile erfülle» können, aber der Zar, der ansangs Ro- I >er noch leinen Frieden habe» wollte, solange nicht das Her> eindliche» Reiches erreicht sei, wird ans seinen triumphierenden ng in Berlin ivohl für immer verzichte» müssen.

I Zo ist cS gekommen, obwohl die russische Armee besser ist als I Huf. Vor dem strica hatte man die russische Militärmacht im scheu Reiche wohl nicht überall richtig bernrtcilt, und ihre Er- in Galizien stimmte» recht nachdenklich. Von Dannenberg ! 'odz hat sich aber gezeigt, dasi die Russen im Angr, sf gegen

> deutsche Armee nichts anszurichtc» imstande sind. Im,»er I er Ist cS den Deutschen gelungen, mit zahlenmäßig I > ä ch c r e n Kräften den Russen empfindliche Nieder- >en zu bereiten. Der Geist hat damit seine Ucberlegcnheit

die Masse, die Gehirnkrast ihre Stärke gegenüber I 'losten M u s k e l i r a s t bewiesen.

I Solche Ersahrnnaen bieten n»s eine» Irästigen Halt gegen Ile pessimistische Theorien, nach denen die Zunahme der Kultur

> einer At-nachme der Militärischen Widerslandskraft Hand in

gehen soll. Wären diese Theorien richtig, so-wäre» die Rügen it in Berlin. Dc» der russische Soldat ist stark, gegen.

tische Einflüsse abgehärtet und seinen Vorgesevien gegcn- I von kncchtischcni Gehorsam ersüllt. Trov einer gc- i Gutmütigkeit des Bollscharakters, die aber leicht i» blinde ärungslust umschlägt, ist ein eigentlicher Widerwille gegen I 'trieg höchstens in einer ziemlich dünnen Schicht der Jn- I melle» und der ausgcklärten Jndustricarbeitcrschast vor- n, Auch an I r ö m n, i g k c i t fehlt cs nicht. Und doch Ii Absolutismus, ortbodore Kirche und militärischer Kadaver- sam keine Armee zustande gebracht, die sich unter sonst gleichen l iiidcn mit der deutschen »icsic» könnte. lÄcnn einer der Gegner Deutschlands den Anspruch aus mili- |üc Ebenbürtigkeit erheben könnte, so wäre er weit eher im n als im ORtn tu suchen. Frankreich, die von Zivilisten bc- | fite Republik, schic» vielen einer lleberkultur verfallen, die in Entartung umgcschlagen war. Und doch ist die

> ösischc Armee nicht nur viel besser als die russische, | rn die sranzösischc Armee von 1011 ist auch nach dem jetzt all-

n seststchcnden Urteil viel bester als die von 187». Dänin!. i Frankreich am Ende einer zwanzigjährigen Periode des I Züschen Despotismus, der die Ideale des uavolconischcu Zeit s' hegte und pflegte. Die Abkehr von einem System der politi- Riitkständigkcit. die sich seitdem vollzog, Hot aber der sranzösi- Wehrkrast, wie sich ievt zeigt, zun, allcrmindcstcn nicht gc- t. Bei einer viermal geringeren BevölkerungSzahl erweist irankreich auch wenn man die enalischc Hilfe in Abzug | t als ein ebenso beachtenswerter Gegner wie das unge- Rustland. Wir können von Slück sagen, dast die russische l e nicht von einem Joftre besebligt wird und nicht ans Soidatc» lösiicheu Schlages besteht! Mit anderen Worten: Stände

find auf der Hübe der französischen Kultur, so wäre cS für uns iermal gefährlicherer Gegner.

>n solchen Betrachtungen, die UNS die Kriegslage aufzwingt, lein starker Trost nickt nur für Dcntschland im gegenwärtigen . sondern für die Znkunsl der aaiizen europäischen Xiiltur. nd oft ist uns das Bild der wildeii Barbarcnhorden an die ' gemalt worden, die eines Tages die Zivilisation unserer berkultur entarteten alten Welt überrenucn würden. Heute j i wir, dast wir diese Barbarcnhorden nickt , u s ii r ch t e n ien, dast unser kultureller und politischer Fortichrin unsere I idigungSkrafi nicht schwächt, sondern stärkt. Je lebendiger ^Uewusttsein ist. dast wir ocacn den hcranstiirmcndcn Feind Güter an Freiheit und Wohlfahrt zu schiiycn haben, desto werden wir imstande kein, die Kräfte der Verteidianng so derstehlich zu oraanisiercu. dast jeder Angriss lulluicii

> ocr stehender Massen machtlos zersplittert.

lon außen droht also der europäischen Gesamlkultur teilte ne. Sic droht ihr nur. wie untz der Weltkrieg mit surchibarcr 1 ickkcit zeigt, von i n n e n. Europa wird nicht durch Asien von 'öhc seiner Macht hcroboestürzt werden, es kann sich n >> r er zugrunde richten. Die am höchsten stehenden Kulturvölker l Leit entwickeln ievt im Kampic gegeneinander militärische I e denen die iibriac Welt nichts Acbnlichcs entaeacn',»stellen >de ist. Sie. die im Ringen miteinander unermeßliche Werte Iren, hätten vereint ein Bollwerk bilden können, das der |en Entwickln»» der Kultur ihr alle abiebbarc Zeit sichersieu > verliehen hätte. Die Arbeiterklasic hat diese Zerstörung verhindern können, dast sie aber vor dein Kriege dem Ideal europäischen kultnrlolidarität zuitreble, bleibt ihr qeichickt- Ruhm und ein kostbares Saatkorn künstiger Ernte für | ende Generationen.

schlechte Geschäfte am Balkan'.

I Die Petersburger Nowoje Wrenija ist erzürnt

über

en, Rumänien und Griechenland. Sic nennt deren rolität eine paritäti sche und sagt: Alle fordern

ipensationen für ihre Neutralität. Jetzt i't es mit den. Schielen nach beiden Seiten Wenn vir au?

Leben und Tod kämpfen, fragen wir nicht nach Neutralität, sonst werden wir fremden Nationalitäten dienlich sein.

Aegypten cnfllischcs Protektorat?

Dein Eorrierc della Sera wird aus Kairo gemeldet: Hussein K e m a l ist ini Begriff, als Sultan den ägyp­tischen Thron zu besteigen. Tie englische Okkupation wird in ein Protektorat unigewandclt. Ter nenc Staat soll von der Türkei ganz unabhängig sein. TaS Ministerium des Auswärtigen wird abgcschasft. Die fremden Staaten ziehe», wie es heißt, ihre diplomatischen Vertretungen zurück. Ta? Schicksal der Kapitulationen ist noch ungcwitz.

Di« Franks. Ztp bemerkt dazu:

Wenn sich die Meldung des Mailänder Blattes, dem wir die Verantwortung für die Richtigkeit überlasten niüstcn, bestätigen sollte, so fort die britische Regierung eine Politik Aegypten gegen­über eingeieitet, die nian kann, anders als überstürzt und kopsloö nennen wird. Sachlich wird damit für England nicht das Ele- iittgstc gewonnen: weder die Türkei noch der rechrtnostige Landes­herr von Aegypdm, Kchediv Abbas .erleiden davon Schaden, iveiut der bisherige staatsvochttich« Znstond von England geivaitsam ver­ändert wird, da ohnehin dies alles auf dem Perpier bleibt und das Schwert entscheiden muß. Hingegen beweist dieser getvalttälig« Eingrifs m die Rechtsstellung dir große Ksrlcgrnheit der britisch«! Machrtlabcr: ostenbar haben sie sich gegenüber der Stirmnung der Landesbewohner, die gang zugunsten des Khcdiv und der Türkei ist. nicht mehr anders zn Wien gewußt, als durch Proliamierung einer nenen Beriastung. Fiihtteu st« sich sicherer, so würden sie damit bis zur Beendigung des Krieges gewartet Wh*. Die durch den AusdruckProtektorat" dümi verschleierte Annerion an das britische Reich wird die mohammedanische Einwohnerschaft anss tiefste erregen: sie wird mit umso größerer Sehnsucht ihrer Be­freiung durch das herannahendr Tiirksnheer l>arrcn. Die Weil- ichickmig der diplomaiisck>ei, Vertreter und di« ofsen« Erklärung Aegyptens zur englischen Kalom« wirb übrigens auch den fran- zösijchen Freunden schiverl.ch sehr gefallen: sie habe» bisi>er innner noch di« Erinnernng an ihre alten Ansprüche aus das Rilland nicht gänzlich ansgegeben, und ihre Gefandschalt in Kairo hat stets eine gewisse Bedentimg auch unter der englischen Okkupation bewahrt.

Tie iri che Gefahr.

Basel, !). Tcz. (W. I». Nichtamtlich.) Unter der Ueber- schristDie irische Gefahr" bespricht ein Leitartikel de? Baseler Anzeigers dieses für England schwierige Probleni und fotzt seine Ausführungen dahin zusammen: Wie man sieht, zieht sich ein bösesGewitter für England zusaw- nic». Man darf gespannt sein, wie England sich dieses neuen Gegners erwehren wird. Zu der Ausdehnung des Kriegs- zustandes und der Beschränkung der Wortfreihcit bcnierkt das Blatt: Es mutz recht weit gekommen sein, wenn gerade Eng- land, wo man die Freiheit des Wortes der Presse über alles hochhält, einen solchen Schritte vornimnit.

Wie die Daily Mail meldet, veranstaltet der irische Arbeiter- fülltet Ia m e s Larkin i» den Bereinigten Staaten eine P r o - vagauda gegen England. In ciueni Lotalc Philodclpfoas hielt er eine Rede, in welcher er die I r l ä n d e r cntftorderte, Geld, Waisen uird Munition nack, Irland ,u senden für den glorre-che» Tag der Abrechnung mit England. Warum sollte Irland, fefite er. iit diesem Krieg sin Großbritannien kämpfen? LK>s Hai Großbritannien jcniais für unser Volk getanr Wir werte» für die Zerstörung txS britischen Reiches und de Ausrich­tung einer iriichcn Republik käutpfen, aber nicht für die Erhaltung des Feindes, der 7»N Jahr- laug die Gcsilde Irlands mit Ber- wül'Ning überzog. Wir werden käinpieil, um Irland von der Um­klammerung durch jene sauie Ruine, gcnannt England ,zu bcsrcie». Be, diesen Worten brach bas Publikum in st ü r m i i ch e n Bc i fall aus. «IS der Vorhang ausging, standen sich aus der Bühne mit den Waffen i» der Hand eine Kompagnie irischer Freiwilliger und en:e Abtc lung dcuticher Ulanen gegen» iiber. Die Kommando,ite» der Abteilungen kveuzien die Schwerter und schüttelten sich di« Hände, während iiber ihren deutsche und irische Fahnen entrollt wurden und das Publikum die Wacht am Rhein und God save Ircland sang.

Keir Sarvie gegenSiegicrnngeagenten".

In einem Aussehen erregenden Artikel iiber den euro- päischcn »ricg, den Kcir Hardie in dem Zentralorgan de: Sozialistischen Partei der Bereinigten Staaten veröslentlicht, greift er die britische Regierung heftig an, weil siezwei her­vorragende Geiverkschaftsführer bezahle, um in den Ber­einigten Staaten und Kanada die Arbeiterschaft zugunsten des Krieges zu beeinflussen". Zum Sckssutz warnt er die amerikanischen Gcwcrkschastler,zu den bezahlten Emissären der britischen Regten,ng, die für die Berechtigung des Krie­ges plädieren, Zutrauen zn baben". Zur Zeit befinden sich von englischen Gewertschaftsfübrern in Amerika James A. Seddon, einer der Führer der Arbeiterpartei und Vorsitzen- der des Gewerkschaftskongresses, sowie A. Bellamy, der Vor­sitzende des grohen englischen Eisenbahnervcrbandes. Beide wohnten dem amerikanischen Gewerkschaftskongresse bei. S:e erklärten, datz unter den organisierten Arbeitern Englands kein Hatz gegen die Arbeiter in Deutschland und Oesterreich

bestehe tmi> datz man hoffe, gleich mich dcni Kriege einen Wcltkongretz der Arbeit" zu organisieren. Tic Londoner Justicc fordert Keir Hordie auf, die pon ihm augedeutctcn Regierungsagenteu" zu nennen.

Tcutschc Kricgsgefaugene einer e«lglifchen Gclverkschaft.

Hei« prächtige» Beispiel internationaler Solidarität

lieber die Behandlung de»tscher Scelcuie macht der Sekretär des belgischen Transporlarbeiterveibandes, Genosse Mahlmanii, »iteressantc Mitteilungen, die von der Jnternationaic» Tronsport- arbeiter-Federatio» veröslentlicht werde», Mahlmann reiste »ach einem Besuche i Holland nach London und wurde von de» Funktionären de» dortigen SecinannSverbaiides eingeigdeii, das Gefangeneniagcr" des Verbandes zu besuchen. Dasselbe befindet sich ans einer Farm,East Eote House", etwa 100 Meile» von London und 20 Meilen von der »ächsic» lliahnitation enisernt. Doch lasse» wir Mohiman» selbst seinen Belnch schildern:

Der Empfang war herzlich »nd bevor wir gingen, de» Kamp zn besichtigen, wurde »nS ein kräftiges Mahl vorgcscht, a»sge- liagcn von eine,n deiilscheu Seemann, der nicht allein ein guter Koch, sondern auch ein allerliebster Kerl zu sein schien.

Danach niiisite uns Wilson sder Vorsitzende des Seemann«- verbandesl aus unsere Fragen Rede »nd Antwort stehen. Er er zählte: AIS der Krieg ausbrvch, begrifte» wir sofort, daß wir unsere deutsche» Seeleute, Männer, die Jahre lang mit un» ge­kämpft haben für ein besseres Los, nicht ihrem Schicksal überlassen konnte». Es sind hier viele deutsche Seeleute, weiche bereits teil <>ahreii unserer Organisation a»gehdre»: wir konnte» doch nicht dulden, daß diese Männer die mehr für England fühlen wie sür Deutschland »ach dem Gefängnis gebracht würden, weil England ihr zweites Vaterland geworden. Wir fragten bei der Regierung an, ob wir einen Kam» einrichten könnten, wo die deutsche» See­leute, unter unserer Aussicht, »nlergebracht werden dürften. Hierzu gab die Regierung ihre Zustimmung »nd daraus taufte unser Ver- band diese» Bauernhos. Sobald wir bereit waren, die Deusschen zu enipsangcn, berichteten wir der Regierung und daraus kanten den» auch bald die Gefangeiien an. Aber anstatt »n» nur organi­sierte Secieute zu sende», bekamen wir auch Gelbe. Wir sind jevi damit beschäftigt, die Unorganistcrten irgendwo ander» »nlerzii- briiigen und hier allein Mitglieder von TeemannSverbäiiden au?» zunkhmeir/ E» ist uns gleich, iveichen Verbänden die Iculsche» an gehören, alle sind hier willlommeii. Wir wolle», soweit das in unserer Macht ist, die Jnternalionalität Hochhalten. Ich hoffe, daß die englischen Sceleule. welche in Deulschland gesange» gehalten werden, genau so behandelt werden wie hier die deutsche» Seeleute.

Wir haben hier eine» Vertreter der Regierung, ivie auch vier Männer», die das Amt von Polizeiagenten zu versehen habe». In Beginn hatte» wir vier Deutiche s!> al» Wächter angestellt, doch da» brachte allerlei Schwierigkeiten mit sich. Wir sind »»n dabei,

alles so praktisch wie möglich einzurichten und-- - wir tu» alles

selbst. Seeleute könne» nämlich nock etwas anderes als Knoten schlagen und Kohle» trimme». Alles, alle» wird hier durch die Seeleute gemacht. Sic inaner» so gut als der beste Maurer in London und das Brot, weiches sie backen, kan» sich sehen lassen. Zu Anfang habe ich als früherer Schissskoch leibst mitgekocht. Air belommen von der Regierung >0 Mark pro Woche für leden ein­zelnen Seemann: das ist für die Verpslegling.

Hieraus gab Wilson eine aussübrüchc Beschreibung über dar den Seeleuten verabreichte Essen. Wir srugcn ihn, ob auch für Belustigungen gesorgt sei. den» gutes und reichliches Essen sei ge­wiß angenehm sür einen gesunde» Mensche», aber ed müsse doch auch ciwas Abwechsiung geboten werden

Ja. sagte Wilson, ee ist Lektüre im Neberslnst vorhanden. Wir machen Musik und die Seeleute könne» sich mit allerlei Spielen unterhalte».

Darauf traten wir unseren Rundgang durch den Kamp an. In der Küche überzeuatcn wir »ns, dast die Seeleute gute Bäcker und Köche sind: wir konnten ferner icstsicUen, dast alles, wab Wilson uns erzählt hatte, von der Wirklichkeit noch Übertrossen wurde. Wir unterhielten un» mit einigen Seeleuten und alle drückten ihre Zusricdenheit aus über die Behandlung, die ihnen hier zuteil wird.

Wir könne» deshalb mit aller Aufrichtigkeit bezeugen, daß die deutschen Seeleute in England gut behandelt werden. Keiner ist dabei, der vielleicht daran denkt, wegznlausen. Wir verließenEast Eote House" unter dem Eindruck, daß der britische Secmannsver. band alles getan hat, w«s in seiner Macht steh:, um eS den deutsche» Seeleuten während der Kriegsdauer so erträglich wie möglich zu machen."

Zwar dürste es sich hier um eine Ausnahme handeln, aber fi( zeigt doch, daß die internationale» VeLbindungen der Arbeiter nicht überall und ganz fruchtlos geblieben find. Zweisellos wird auch der deutsche TranSportarbeitcrverband alles in seiner Macht stehende tun. um das Los der hier inlernierten organisierten Seeleute feindlicher Nationen zu erleichtern. Mehr wie alle theoretischen Erörterungen bahnt das den Weg sür daß in Znlnnst mehr wie je notwendige gewerkschaftliche Zusammenwirkrtt auf internationalem Gebiete.

Tie Torsteit ver englischen Zensur.

London, 9. Tcz. (\V. Ii. Nicbtnmtlich.) Morning Post meldet aus Washington: Tie New Bork Times schreibt: Nichts hat der englischen Sache so viel geschadet wie die Tor­heit der Zensur, und nichts erschütterte das amerikanische Vertrauen ans den Mut. die Sklbstverseugnung »nd die Ehr­lichkeit der Engländer so sehr wie der Umstand, daß der Zensor den Kopf in den Sand steckt und glaubt, die ganze