Ausgabe 
9.12.1914
 
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-für eine geringe Anzahl berechnet. Neue Rekruten treten täglich ein und erschweren somit den Unterricht. Offiziere und Unteroffiziere fehlen. Es ist schwierig, den Soldaten mili­tärische Disziplin beizubringen, da sie darin keine Vorschule haben.

Spionenfurcht.

Kristiania, 7. Te>. Die Astcnposten meldet über die in Eng­land und Frankreich herrschende Spionenfurcht aus Calais: Im Lause des November wurden allein in Calais 32 angebliche Spione festgcuomincn, die belgische Uniform trugen. Die Behörden be­haupten, es handle sich um verkleidete deutsche Offiziere. Die meisten wurden aus der Stelle erschossen. Zn Armenliercs wurde ein französischer Priester, ein angeblicher deutscher Spion, ver­haftet. Er soll hingcrichtct werden. Ein englischer Offizier wurde von der Front wcggcschafft, dessen Zamilienursprung dem deutsch- österreichischen Adel angchört, während er selbst seit 7 Jahren eng­lischer Bürger ist.

Hetze «fegen Deutschland.

Tie nationalistische Presse Italiens hatte wochenlang 7tas Märchen von einem armen italienischen Arbeiter ver­breitet, der in Deutschland von deutschen Soldaten in brutaler Weise behandelt worden sei. Dies hatte mit ähnlichen an­deren Lügcnnachrichten tatsächlich böses Blut gemacht. Heute ist nun der angeblich erschossene Italiener wohl nnd gesund bei seiner Familie eingctrosfen.

Erprcssu«g i» einem französischen Gefangenenlager.

Das Berliner Tageblatt schreibt:Dieser Tage erhielt ein, Berliner Kaufmann eine Feldpostkarte aus einem Clefangenenlager in Frankreich: die Karte rührte von einem nahen Verwandten des Kaufmanns her, der als Zivilgefangener von den Franzosen sest- gehalten wurde. Man freute sich hier in Berlin herzlich über das Lebenszeichen und noch mehr darüber, das, cL aus der Karte hieß: Mir geht eS sehr gut. macht Euch keine Sorge!" Zum Schlüsse bat der Absender noch um die Uebersendung von hundert Mark, um sich einige Annehmlichkeiten verschaffen zu können. Freudigen Herzen machte man sich schon daran, die nötigen Schritte zur Ab- scndung des Geldes zu tun da sielen einem Familicnmitgltede allerlei Krakelzeichen am Rande der Karte auf. Man schaute näher hin und siche: cs waren stenographische Echristzeichcn. Man holte eine» Äurzschriftkundigen herbei, der die geheimnisvolle Notiz ent­zifferte, und stand nun, heimlich hingekrivclt an den Rand der Karte:Schickt kein Geld, denn wir kriegen doch keinen Pfennig in die Hände. Man enthält uns alles vor: ich muhte nur nach Geld schreiben, weil mich unser Aufseher dazu zwang, um die Summe dann selbst in die Tasche zu stecken."

Fechtende" Ltaatöh,i»pter.

Dein Petersburger Nachrichtcnbnrcau zufolge hot die Zeitung Birschewija Wjcdomosti vom König Nikolaus von Montenegro ein Telegramm folgenden Inhalts erhalten: Ein Drittel meiner Armee liegt auf den Schlachtfeldern Dessen ungeachtet setzen die Montenegriner die Verteidigung ihrer Heimat fort nnd greifen selbst das Land des Feindes an. Die Hi lfsqueilen des Staates sind indessen aufgebraucht itnd ich bin für jegliche Geld- unter st ütznng dankbar. Da der gleichen Agentur zufolge die Wjcdomosti ein ganz ähnliches Telegramm auch vom belgischen König erhalten hat, ist cs klar, das; das unternehmende russische Blatt eine Art Rundfrage an die zurzeit deposscdiertcn Fürsten gerichtet hat.

Handgreifliche Friedensliebe.

Ein Fall, in dem sich die Friedensliebe der italienischen Arbeiter handgreiflich betätigte, wird im Berliner Tageblatt nicht ohne Wohlgefallen geschildert. Das Blatt meldet aus Florenz:

Hier hat sich dieser Tage ein an sich nicht bedeutender Vor­gang ereignet, der aber für die Stimmung unter der arbeitenden Bevölkerung bezeichnend ist. Vor einigen Tagen machten etwa . zweihundert Giunnasiastcn in der Umgebung von Florenz einen Schulausflug, begleitet von ihren Lehrern. Dabei brachten sie Hochrufe aus de» Krieg aus. Als die Arbcitcrbcvolkcrung der Vorstädte dies hörte, bläute sic die Herren Jungcns dermaßen durch, daß eine ganze Anzahl von ihnen ins Krankenhaus ge­bracht werben muhte. Die grohe Mehrheit der Arbeiterschaft in

Afraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 132

Marstrand warf einen zornigen Blick auf den Schreiber. Ich verachte Ihren Spott," sagte er,aber wahren Sie Ihre Zunge in meinem Hause!"

Warum verleugnen Sic Ihre Freunde nnd Helfer?" entgegnete Paul.Das steht einem ehrenwerten, ritterlichen Herrn schlecht an. Was ist da noch zu verbergen? Mortuno hat Ihnen seinen Besuch gemacht: drei Nenntiere haben den silbernen Schatz getragen: Niels Helgcstad ist bezahlt; was Tie dagegen versprachen, ist Ihre Sache. Guten Morgen, L^vmann Gullik, Glück auf die Fahrt! Grützt meinen Oheim. Ich werde selbst nach Tromsö konimen. Führt die Pferde herbei, wir wollen fort. Wo Lappen geheime Bündnisse machen, will ich keinen Fuß mehr über die Schwelle setzen, wo ein Kerl, wie dieser Mortuno, Schutz und Frenndschast 1 inbet, kann kein Normann mehr ani Tische sitzen. Da kommt Olaf!" als er den Nordländer am User des Fjord sich nähern sah.He, Olaf, schade, datz du nicht hier warst, Mortuno war hier, vielleicht wollte er deinen neuen Hu! sehen. Komm, mein Junge, komme, du hast viel versäumt. Ich will dir unterwegs eine lustige Geschichte erzählen, wre man seine Schulden bezahlt nnd höchst christlich und tugcnd- hast dabei bleibt."

Ist schwer zu glauben", sagte Helgcstad,und tut mst leid, Herr Marstrand, davon zu gehen mit üblen Gedanken. Mortuno ist dem Gesetz verfallen, hat auf Olaf isiiien Mord­plan geniacht, ist ein arger Böscwicht, den jeder gerechte Mann fcsthaltcn muß, wo er ihn findet. Sieht aber tvahr- scheinlich so ouS, als habt Ihr heimlich noch in dieser Nacht mit ihm und Afraja verkehrt, den jeder verflucht."

Ich denke, daß ich auf solche Beschuldigungen keine Ant­wort zu geben habe", sagte der junge Mann.

Ist eine Sache, von der Ihr Euch reinigen müßt, und ist ernsthafter, wie Ihr meint", antwortete Niels.Brüten die Lappen Böses in ihren Bergen und wird ein Gerichtstag bald gehalten werden, um alle Beweise zu sammeln. Kein Normann, und sei er der geringste, wird einem Manne trauen, der mit seinen schlimmsten Feinden Unigang hat; keiner wird ihm glauben, keiner selbst sein Brot estcn tv--llen.

den andern Industriezentren denkt nicht anders: die Anhänger der Richtung Bisiolati bilden nur die Minderheit."

In früheren Zeiten hätten wir das Verhalten dieser Arbeiter entschieden mißbilligt. Heute kann man zum min­desten im Zweifel darüber sein, ob eine solche schlagkräftige Beweisführung nicht doch sehr am Platze gewesen ist. Die Ar­beiter von Florenz mögen sich gesagt haben, cs ist besser, wenn ein paar dumme Jungen einige hoffentlich nicht lebensgefährliche blaue Flecke davon tragen, als daß hundert- tausende Italiener auf dem Schlachtseide verbluten. Darf man ihnen daraus einen Vorwurf machen? Andere Zeiten, andere Sitten!

Jaurbs über dieVaierlandslicbe verdeutschen Sozialdemokratie.

Unter de» Franzosen, leider auch unter den französischen Sozialisten, gibt es noch immer Leute, die cs der deutschen Sozial­demokratie übclnchmcn, das, sie das Deutsche Reich gegen den An­sturm seiner zahlreichen starken Feinde verteidigen Hilst. Jean Jaures, der große Führer des französischen Sozialismus, der am Anfang des Weltkrieges der Kugel einem wahnwitzigen Chauvinisten zum Opfer siel, dachte anders. In seiner berühmten großen Rede gegen die dreijährige Dienstzeit, die er am 17. und 18. Juni 1913 in der Kammer der Deputierten hielt, setzte sich Jaurös u. a. auch mit der Zeitung Echo de Paris auseinander, die als Folge der Konsolidierung der afrikanischen Kolonien und der Er­starkung der deutschen Sozialdemokratie ein Ueberiviegen Frankreichs über Deutschland für eine nahe Zukunst geweissagt hatte. Dazu sagte nun Jaures (nach Ucbersetzung aus dem stenographischen Protokolls folgendes:

So rechnet Echo de Paris sur die Zukunft Frankreichs auf eine Verbindung, ei» politisch-militärisches Zusammenwirken der schwarzen Armee Afrikas mit der roten Armee Deutschlands (Beifall und Heiterkeit auf der äußersten Linke».!

Also, nicht etwa wir sind es, die den deutsche» Sozialisten diese Rolle zuweisen, und ich protestiere in ihrem Name»! Sic werden für Deutschland an dem Tage, an dem sic seine Unab­hängigkeit werden verteidigen müssen, ebensowenig ein Faktor der Schwäche sein, wie wir französischen Sozialisten cs sür Frankreich sei» werden an dem Tage, an dem es gelten wird, ohne Hcranssordcrung und ohne Abenteuer Frankreichs Freiheit zn verteidigen und Frankreichs Recht. (Stürmischer Beifall aus der äußersten Linken und auf verschiedenen Bänken links.)

Man kann danach keinen Zweifel darüber hegen, welche Stel­lung Jaures im Weltkrieg eingenommen hätte. Sicher hätte die Sache Frankreichs keine» feurigeren Apostel gesunden als ihn. Aber ebenso sicher hätte er auch verstanden, daß die deutsche» Sozial­demokraten ihrem von drei Seiten her schwer bedrohten Lande un­möglich ihre Hilfe versagen konnten.

Als Wilhelm Liebknecht auf einem intcriiatioualen Sozialistcu- kongrcß hintereinander zu Deutschen, Engländern und Franzosen in ihrer Muttersprache gesprochen hatte, sagte Jaures ganz be­geistert:II est si international, qu'il est national partout."Er ist so international, daß er überall national ist." Dasselbe gilt von Jaures selbst. Er war so international, daß er sich in das Denken und Fühlen jedes Volkes hincinsinden konnte. Hätte er den ganzen grauenvollen Konflikt, unter deren Opfern er als einer der ersten hinsank, miterlebt, seine alühendc Liebe für Frankreich hätte ihn nicht gehindert, zu begreifen, daß auch dst deutschen Sozialdemo­kraten ein Vaterland zu verteidigen haben.

Von denjenigen aber, die am 17. Juni 1913 den Worten iljrcF Meisters stürmischen Beifall zollten, möchte» wir ivünschen, datz sie alle den Sinn jener Worte beherzigen möchten, datz sie wieder lernten, gegen andere gerecht zu sein!

Maulheldentum.

Das Unangenehmste in der gegenwärtigen harten Kriegszeit ist das Maulheldentum in der Heimat. Draußen im Felde stehen unsere Truppen im schwersten, aufopfcrnngS- vollstcn Kampfe, halten mit Anspannung aller Kraft die Feinde nieder, nicht acht^rd der Gefahren, die sie unablässig bedrohen. Das geschieht von unseren Truppen ohne Wort- gcplärre und mit einer Selbstverständlichkeit, die zur B e - Wunderung hinreißt. Umso widerlicher ist es dann, wenn in den sicheren und gut temperierten Festsälen der Hei­mat sich das Maulheldentum spreizt.

Am Sainstag hat im Abgeordnetenhaus« zn Berlin eine Mitgliederversammlung des Deutschen W e h r v e r e i n s stattgefunden, die schon wieder den Sieg über alle Feinde der

Kann sein, Herr Marstrand, daß auch Gesetze und Richter mitzusprechen haben; darum gebt Euer Wort, daß Ihr den alten heidnischen Zaubcrkerl so wenig gesehen habt wie den spitzbübischen Mortuno."

Bor Gesetz und Richter würde ich sprechen, wie ich müßte", sagte Marstrand,Zwang jedoch lasse ich nicht zu. ES gilt manches für recht nnd ehrlich in der Welt, Herr Helgcstad. was Schurkerei und Gaunerei ist, nnd wenn ich die Richter betrachte, die bestellt sind, über Wohl und Weh zn wachen und Gerechtigkeit zu üben, so kommt mir ein Grauen davor an."

So geht denn mit' denen, von welchen Ihr Besseres hofft", sprach Helgcstad, nnd ohne ein weiteres Wort ließ er die Pferde kommen, packte in ihre Körbe sein Geld und was sein war und verließ dann mit Paul nnd seinen Dienern den Gaard.

Auch der Lovmann hatte sich in scincni Boot davon ge­macht, Olaf war der Letzte, der ans deni Hause ging, nach­dem er Gewehr und Jagdgcrät genolnmen.

Und auch du, Olaf, willst wie ein Fremder von mir gehen?" fragte Marstrand, als jener trotzig nnd finster bei ihm vorüberschritt.

Olaf blieb stehen und setzte sein Büchse nieder.Wisse", sprach er,daß ich heut, als alle schliefen, hinausging, um Rat mit mir zu halten. Ich mochte nicht Zeuge sein, wie du behandelt wurdest. Wärst du ein Mann, der schuldlos leiden sollte, ich wäre anfgestanden für dich und hätte es nicht ge­duldet; hätte selbst Geld und Gut sür dich hingeworfcn, wie wenig ich auch deine Narrheiten teile. Doch du bist uner­fahren, inan hat deine Leichtgläubigkeit gcmitzbraucht. Aber du bist falsch und hast mich betrogen."

Wie hätte ich das?" rief Johann aus.Daß ich Mor­tuno laufen ließ, dir nichts von ihm sagte, geschah um dich nicht zu kränken."

Ich rede nicht von dem Schelm", sagte Olaf.Sich mich an, sieh in nieine Augen. Mußt du sie nicht Nieder­schlagen?"

Es gibt nichts, was mich dazu zwingen könnte."

Tu bist ein Däne, weißt dich zu verstellen", antwortet Olaf.Kein Mensch auf Erden wußte, wie es in mir auS- sah, dir sagte ich es. Ich klagte dir mein Leid um Jlda, nnd du du selbst gingst an den Lyngenfjord, um unehrlich Spiel

Deutschen in der Tasche hatte:Wir brauchen Raum uns Luft, um unser deutsches Volkstum loeitcr auszubaiicn. Ti, Zeit der Rücksichten ist vorbei! Schonungslos aus unser Interessen bedacht, müssen wir und werden wir den Friede, diktieren. Nur ein Frieden darf in Frage kommen, der di: dauernde führende Weltstcllung Deutschlands gewährleistet.' Und in diesem Tone ist auch die Resolution, die natürljtz einmütig" angenommen wurde, gehalten:

1 Wir Deutschem können keimen Wettstreit mit uuscrei Feinden c-ingcheu hinsichtlich der Gemeinheit der Kriegsütznu',. und der Mißachtung'des Völkervechis. Wohl aber fordern »>i, inivcrzüAlickze, gercchtc. strenge und werkungsvollc Berge i t u n n alles uns zugcfilgken Unrechts.

2. Auf den Gebieten der Verivumdejentürsorfl«, des Liebes flaben Wesens mvd der Fürforfle sür die Familien unserer in Felde stehenden Brüder besteh:» vielfach« MitzstänLe, deren fc lichste Bcseittfliuinfl drimgcmd erforderlich ist.

<3. Im Einverständnis mit dem ganzen deutsch-:» Volke, in Rameti unserer fl-efallen-e-u Brüder umd aus Grund auch von E, klär urigen d:r höchsten Stellen des Reiches verwerfen wir jei vorzeitige FriedensM-bahmm«. Das öclittet;-: Volk verlangt, dn der Krieg schonungslos durchfleführt werde, bis di verbrecherischen Friedensstörer nieder fl e w o r s e n nnd n-nsene Bcdi-ngungcn anzunehmen gezwungen sind.

4. Diese Bedingnngen ipüssen d-cn vom deut-scheu Volte gs brachten unerl>örwn Opfern entsprech-en und unseren Feinden i>] Macht nehmen, uns von neuem zu bekriegen.

5. England. Frankreich und Rußland iwüssen derart ge s ch w ü ch t iverden, datz sie klln-fl-ig stir den Wettfriedoir nngcsähi Ich sind.

9. Die durch de» Krieg hcrbcigeführte gesunde Entwickltn des deutschen Volkes ist mit allen- Kräften weilcrzusühren, in; besondere hin sichtlich der sozialen Emigung, der lückcnlostu Weht Hastigkeit und unserer geistigen, sittlichen und künstlerisch; Wiedergeburt. Unerläßlich ist die dauernde, ivcitestflchcnt Äri-egsdcrcitschast nnscres Volkes."

Es ist fpoitletcht, in der Sicherheit der Heiniat zn be schließen, was geschehen m u ß: zn rcsolvicren, daß Enc land, Frankreich und Rußland mächtig geschwächt werde müssen: spottlcicht, vom Diktieren des Friedens zu redet wenn inan anderen überläßt, die Situation zu erkämpfet | die ein solches Diktieren möglich macht. Es wäre jetzt wir! ( lieft besser, mit Worten in e h r z n r ü ck z u h a l t e n und de großen Mut, der sich darin ausspricht, in die Tat umzt i sctzcn.

Neichsaussi l,1 für den Petroleurnüandel

fordert der Verband deutscher kaufmännischer Genösset schäften. In einer Eingabe an den Bundesrat wird verlang j daß die Petroleuniversorgung unter die Aufsicht des Reiche gestellt wird, und daß jeder Kleinhändler, der schon vor bei 1. August Petroleum gehandelt hat, eine bestiminte Meng zur Abgabe an seine Klindschaft erhält.

Der frühere Reichstagsabgeorvncte Graf Mielcrstnskh hat sich bei der Berflnttg von Verwundeten sehr hervorgetan, b ivird flemcldct: Bei dein Zu-rückflehen eiu-er Äompagiti« von Schi wsttdt am 31. 19. waren einige Schwervevivun-detc zurückgelaff. worden. Erst später inerkle man ihr Fehlen. Da aber die vc Ioffeneu Stellungen im heftigsten russischen Gewehr- und Schra nellfeuer tagen, schien es iinmöglich, die Verletzten zurück-,u-chasje Da gola-nfl vs dem mittige,t Beispiel des Grafen MiekczynÄ Oberlcittuaut der Reserve int Breslauer Leibküra-ssic>-Rcgintu der sich zufällig in der Schützenlimi« besmch nnd sich crbot. die Vc ivundeten zu holen, einige beherzte Leute mit vor zu rcißcu, Tvo dem die Russen ihr Feuer noch verstärkte», kroch die kleine Sch. unter Führung des Grafen MiolezpnSky den Hang hin,auf, ans de die Verletzten lagen. Auf den, glücken liegend, imt-rden sic ztinäck in Deckung geschleift, dann auf Zeltbahnen gelegt und so w einem Hänschen flcira-flen. Selbst mit Hand anlegend, vcnnoch Graf M. auf diese Weise mit seiner F-reiwilligenschar alle Berum dctcn in Sicherheit zn bringen . Gras Mielczynsk» erhielt w einiger Zeit da-ö Eiserne Kreuz erster und zweiter Klaffe.

Die Bcrpflegtttt«z der Truppen im Westen.

Tic Nordd. Allg. Zeitung veröffentlicht aus dem Fel postbricf eines höheren Offiziers einiges, das sich ans d Verpflegung unserer Truppen bezieht. Die fragliche Stel lautet:

zu treiben. Hast alle Lockungen dort ausgeboten, hast u Liebe gefleht, bis sic dich von sich stieß, weites so sein mußt und ich ich arbeitete für dich, sorgte für dich, während t sie betörtest. Leugnest du noch? Wagst du noch nein ;

sagen?"

Ich leugne nicht", sagte Marstrand,denn ich liebte - und liebe sic noch, Olaf, obwohl ich anfgehört habe zit ltosse Betrogen aber habe ich dich nicht. Ich weiß nicht, wie > dich versöhnen soll, dvch kannst du zürnen, daß ich ein Wc liebe, die du liebst, nnd die keinem von uns gehört? Kam du mich hassen, daß ich Worte fand, wo mein Herz spra und wo Blicke mir sagten, daß ich verstanden wurde?"

Tn lügst!" rief Olaf heftig,nie hat Jungfrau Jl ihre Augen zu dir erhoben. Eitel, wie du bist, l)ast du v eitler Lust geträumt nnd mich verraten." Er hob den SO mit einem wilden mörderischen Blick auf.Tritt nie w der in meinen Weg, es möchte dich gereuen, sprich auch t von mir wie von einem Freund' meine Hand soll geg dich sein, wo ich dich findet"

Mit diesen Worten eilte er fort, Hclgestad erwart ihn auf der Höhe des Fjordrückens. Da hielt er ans sein; grauen Rosse und blickte in die grünen Talschluchten hin; Seine Miene war voll Hohn, und wie er Elf und Wc musterte, brach er in ein grimmiges Lachen ans:Soll n" Mühen nicht »insonst gewesen sein," murmelte er,muß d Balsfjord haben, was will der Narr damit! Will ein an; Lied mit ihm singen, nnd soll ein Sang sein, der besser s ihn paßt."

3 .

Am Abend erröichte der Zug den Lyngenfjord. -Helgen hatte sich mit seinem Schwiegersohn und Olaf verstand! von den Vorfällen zu schweigen, die nicht für Wciberoln paßten, und dabei ein Wort fallen lassen, daß der dcinN Junker ein viel z» süßes Herrchen sei, um nicht ein initle" Gedächtnis binterlassen zu haben.

Wißt wohl, wie Mädchen sind," sagte er,lieben ; glattes Gesicht und lispelnde Sprache: wer höflich mit im' umgehen kann, hat sie gewonnen. Und dergleichen D" versteht ein Däne besser wie wir, müssen zurückstehen. sowohl wie selbst Paril, so fein und wohlgekleidet er ist-' (Fortsetzung folgt.)