Der Krieg im Orient.
Zwrulie» vier Feuern.
Konstantinopcl, 3. Dez. (IV. 11.) Nichtamtlich.) Ter Führer der ägyptischen Naiionnlpartci, Mohammed Fcrid, der seit Jahren gegen die Besetzung Aegyptens durch die Engländer einen erbitterten Kamps sührt und vom Ausbruch des europäischen Krieges an hier weilt, erklärte in einer Unterredung, er zweifle nicht daran, das, die os manische Armee mit Leichtigkeit nnd bedeutend rascher, als man glaube, den S u c z k a n a I überschreiten werde. Ebenso stehe anher allem Zweifel, dah die Acgypter, die die Engländer verabscheuten, sich erheben würden, sobald die osmanischc Armee in Aegypten cindringe; nicht minder die Sudanesen, sodah die Engländer zwischen vier Feuer geraten würden, nämlich die türkische Armee, die Bevölkerung Aegyptens, die S e n u s s i nnd die Sudanesen.
Der Burenaufftand.
Dewet gefangen.
Reuter meldet aus Prätoria: Oberst Brits habe Dewet auf einer Baucrnhuse östlich von Mafiking mit 52 Mann gefangen genommen. Dewet habe sich ohne Widerstand ergeben. Am 2. November sei Dewet geflüchtet und zu einem kleinen Kommando im Distrikt Schweizerrcnke gestoßen. Seither werde er verfolgt.
Hierzu ist zu bemerken, daß die eventuelle Gefangennahme des versprengten Dewet und einer kleinen Truppe jetzt kaum mehr Einfluß auf den Aufstand haben kann, nachdem dieser, wie die Engländer selbst zugeben, eine weite Ausdehnung angenommen und Beyers als Obcrfehlshaber seine ganze Streitmacht zur Verfügung hat.
Aus de» letzten Berichten aus Prätoria an holländische Blätter geht hervor, bah eine wahrcTreibjagdaufdeWet vorgcnonlmen worden ist. An der Verfolgung haben teilgeiiommen «ine Automobilabieilung unter Oberst Iorda<ui>s, ferner die Kommandos von Middelburg, Leiidenbuvg, Barderto» und Carolina. Am 27. November war schon ein Teil der Streitmacht de Weis mrter dem Kommando von 8. Wolmavan gefangen genommen worden. Tc Wet hatte diese Abteilung an. Tage vorher verlassen und mar weiter westwärts gezogen. Tic Bersolguing wurde daun mit aller Energie klulgesetzt und am 1. Tczembcr holte der Oberst Brits de Wet bei den, Bauernhof Waterburg ein. Nac1>dem dieser Bauernhof umzingelt war, iibergad sich de Wet mit 52 seiner Anhänger, ohne einen Schuh abzugeben.
Amerika und die englische LeewiUkür.
Newyork, 3. Dez. (W. 6. Nichtamtlich.) Der Newyork Gerald ineldet aus Washington: Das Staatsdepartement hat einen allgemeinen P r o t e st bei der englischen Regierung gegen die Inanspruchnahme des Rechtes erhoben, amerikanische Ladungen zu beschlagnahmen, die aus bedingter Konterbande bestehen, für neutrale Häfen bestimmt und an bestimmte Personen konsigniert sind.
Ein französisches Lob der Deutschen.
Der syndikalistische Sozialist Herv6 veröffentlicht in seiner Guerre Sociale vom 30. November folgende ihm von einem Pariser Parteigenossen übersandte Zuschrift:
Lieber Genosse Hervel
Meine Tochter, die durch die Mobilmachung in Deutschland zurültgehaltcu mar. ist soeben nach Frankreich zurückgekehrt. Ich bitte Sie, diesen Brief zu veröffentlichen, durch den dem Zartgefühl und Edelmut der Deutschen, mit denen sie zu tun hatte, öffentliche Anerkennung gezollt werden soll.
Ter Familienvater, bei dem meine Tochter sich befand, wurde bei Beginn des Krieges verständigt, dah er erschossen werden könnte, wenn man im Gebaren meiner Tochter irgend etwas beobachten sollte, was den Verdacht der Spionage erwecke: trotzdem wollte er nicht, daß meine Tochter wie so viele andere in ein Gefangenenlager verbracht würde, er verbürgte sich für sie mit seinem Haupt, und sie wurde in unbedingter Freiheit bclasien. Ich werde niemals vergessen, was ich diesem Ehrenmann schulde.
Besser als wir selbst von dem unterrichtet, was sich in Frankreich ereignete, konnte sie den traurigen Beginn des Feldzuges nicht nur in den deutschen Zeitungen verfolgen, sondern
A f r «j a.
Ein nordiicher Roman von Theodor Müggc. 130
„Will's noch einmal in Güte versuchen," sagte Helgcstad, indem er Marstrands Arm anfaßte.
Dieser schlug die Augen auf und sah verwirrt umher.
„Kommt aus einer andern Welt, Herr," sprach Niels, „sind aber noch hier im Balselsgaard. Scksaut auf, ist nicht anders. Ist der Morgen da, wo die Lebendigen sorgen müssen, bis sie tot sind."
„Habt nun Zeit zum Ueberlegen gehabt", fuhr er fort, als er keine Antwort erhielt. „Denken viele, Zeit kann helfen aber Zeit kommt und geht, ändert nichts, wenn wir selbst nichts tun. „Seid ein Mann, Herr Marstrand, der vernünftig denken kann und eine Sache begreift. Liegt klar hier vor Euch, was geschehen muß. Weiber heulen und ringen die Hände, Männer klagen nicht, ineidcn nutzlose Worte, wo Worte nichts ändern können. Biete Euch heute noch, was ich gestern bot. Sollt bleiben, wenn Ihr wollt, und mir bei- stehen, sollt es nicht bereuen: wenn's Eurem Herzen ober zu- Wider ist, so geht, sollt es nicht mit leerer Hand tun. Da ist das Boot mit den Gcrichtsdienern: fahrt nach Tromsö, will Euch selbst Gelegenheit verschaffen, bald weiter fort nach Trondjcm oder Bergen zu konimen. Habt ein gutes Ge- schüft gemacht, habt Erfahrungen gesammelt, und denke, scheiden als Freunde. Denke ja, Jst's nicht so?"
Er streckte seine Hand ans, doch Marstrand schlug nicht ein. Er blickte finster vor sich hin, und seine Lippen preßten sich verächtlich zusammen.
„Wollt Ihr oder wollt Ihr nicht?" fragte Hclgestad.
„Der Junker hat keine, Lust", rief Petersen. „Da ist Lovmann Gullik mit den beiden Amtsboten. Ich denke. Niels, die Zeit zum Unterhandeln ist vorbei; laß-dem Gesetz seinen Lauf."
Der Gerichtsvogt trat herein: ein kleiner, breitschultriger Mann im langen Amtsrock, den Hut mit der Tresse auf dem Kopfe, das Wappenschild auf der Brust. Hinter ihm standen seine beiden Begleiter.
„Seht hin, Herr Marstrand", sagte Niels. „Sind die
auch im Echo de Paris, im Petit Parisien, im Temps, in den Times oder andere» französischen, englischen oder italienischen Zeitungen, die über die Schweiz eiiitrascn. Wenn die in Frankreich gefangenen Deutschen über die Ereignisse »ur wenig ans dem Lausenden erhalten werden, so sehen Sie, dass cs in Deutschland nicht ebenso zugeht. Und jeder Schritt, den die kaiseriichc» Armeen vorwärts inachtcn und wovon wir so wcnig erfahren habe», wurde dort drüben durch die Ankunst von französischen Gefangenen und Kanonen gekennzeichnet. In der Kleinstadt, wo alle Welt bald „die Französin" kannte, bekam diese niemals ein verletzendes Wort z» hören. Bis zu ihrer Abreise an Allerheiligen sah sic aus den Gräbern »nsercr Soldaten ebensoviel Blume», wie aus dcnienigen der gefallenen Deutschen, und am Allerseelentag brannten die nämlichen Lämpchen aus allen Gräbern.
Meine Tochter erhielt einen Passagicrschein nach der Schweiz, wo ich sie erwartete. Sic muhte während der zwei Tage ihrer Reise Militärzüge nehmen und obwohl die Notwendigkeit, ihren Rcisepah ost vorzuzcigen, sie auffällig als Französin erscheinen lieh, war sie voll Lobes für die Höflichkeit und das Entgegenkommen der Soldaten und Offiziere, mit denen sie unterwegs in Berührung kam. Ucberall derselbe Eindruck: „Sagen Sie ja Fhren Landsleuten, dah wir nicht die Barbaren sind, als die Ihre Zeitungen »ns verschreien, indem sie bedauerliche Tinge, die ost nur Repressalien darstelltcn, übertreiben und verallgemeinern: man hat uns einen Guerilla-Krieg gemacht.
Es gibt in der deutschen Armee wie in allen andern Apachen, die Verwundete töten, Gefallene und selbst Lebende verstümmeln, die plündern und zerstören: bas ist im Kriege so."
Offenbar sind die Dcuischcn in ihrer Heimat nicht ganz und gar die Nämlichen, wie die Deutschen in erobertem Lande: seine starke wirtschaftliche und intellektuelle Entwicklung, der Stolz über sein Emporkommen, seine spät zur Geltung gelangten Bedürfnisse haben Deutschland und hinter ihm die Welt in eine schreckliche militärische Krisis gestürzt: die brutalen Instinkte, die im Militarismus nur einen disziplinierten Ausdruck finden, steigen an die Oberfläche: aber diese Diszeplin hat auch bei den Deutschen seit den ersten Tagen eine hervorragende Haltung gegenüber der Todesgefahr erkennen taffen und das schlimmste liebet, das wir uns selbst zusügen könnten, wäre, ungerecht zu werden.
Als Sozialist, als Patriot und als Arzt denke sch durchaus wie Sie über die Verurteilung der deutschen Militärärzte. Schimpfliche Tat! (Vilain geste!) Pierre Bonnier.
Aufruhr in einem holländischen Gcsangeneniager.
Amsterdam, 3. Dez. lEtr. Frkst.l In dem Gefangenenlager von Soest (Hollands, in dem etwa 11600 Belgier »ntergcbracht sind, die nach der Einnahme von Antwerpen über die holländische Grenze geflüchtet waren, kam es heute zu einem gefährlichen Ausstanb, der nur mit aller Mühe unterdrückt werden konnte. Augenscheinlich haben sich die Leute in dem Gefangenenlager gclangwcilt und der Besuch ihrer Franc», die sich dann wieder zu entfernen hatten, scheint die Mihstlmmung bei vielen von ihnen noch verstärkt z» habe», so dah zwei von ihnen sich Bilrgerkleidcr vcrschasften und zu fliehen suchten, jedoch wieder eingesangen wurden, wobei eine große Anzahl ihrer Kameraden sür sie Partei ergriff. Ein Wacht- nieister der bclgischen Gendarmerie hielt die Flüchtlinge zurück und benachrichtigte einen Offizier der holländischen Wache, worauf ein Tumult entstand. Der Gendarm wurde mihhandelt, und die Täter wurden darauf bestraft. Gestern abend spät und heute früh wurde die Kantine gestürmt und zerstört. Die 260 Mann Wache wurden verstärkt und die aufrührerischen Belgier wurden ausgefordert, sich ruhig zu verhalten, da sonst geschossen würbe. Die Belgier antworteten: „Ihr wagt es doch nicht, zu schiehcn."
Schließlich blieb kein anderes Mittel, als eine Salve abzugeben: 8 Mann wurden getötet und 22 verwundet. (Franks. Ztg.)
Der Fall Liebknecht.
Will Liebknecht die Konsequenzen ziehen?
T. U. Berlin, 3. Dez. Wie die B. Z crsährt, verlautete heute vormittag im Reichstage, dah der Abgeordnete Liebknecht nach den gestrigen Vorgängen im Reichstage beabsichtige, sein Mandat nic- dcrzulegen. Eine Bestätigung war bis zum Mittag nicht zu erlangen. (Für einen Teil der Auflage wiederholt.)
Das sozialdemokratische Prcssebureau teilt uns mit: Reichstagabg. Genosse Tr. Liebknecht hat an den Präsidenten des Reichstags eine Erklärung gelangen lassen, die seine Abstimmung über die Kricgskredite motivieren soll. ES ist zulässig, folcftc Erklärungen zu einer Abstimmung abzugeben. Diese sind in das Protokoll aufzunehmen. Der Reichstagspräsident hat die Aufnahme der Liebknechtschen Erklärung jedoch abgelchnt, weil sie so abgefaßt sei. daß sie. wenn sie in der Sitzung öffentlich vorgetragen worden wäre, unbedingt Ordnungsrufe nach sich gezogen hätte.
Männer da von Gerichtswegen, um ihre Pflicht zu tun. Legen Beschlag auf alles, was Ihr habt, und können Euch selbst in Hast nehmen, wenn Euer Gut nicht reicht. Biete Euch zum letztenmal die Hand zum Vergleich. Greift zu, habt keinen Ausweg."
„Meint Ihr?" antwortete Marstrand aufstchend. „Ick will Nicht mit Ihnen rechten, Herr Helgestad, weder Klagen noch Vorwürfe erheben, denn ich weiß, daß ich eher damit den Balselfwald fortbewegen könnte. Ich habe keinen an- deren Ausweg, sagen Sie? Wir wollen sehen. Haben Sie meinen Schuldschein und den Bürgschaftsschein von Bergen bei der Hand? Legen Sie beide vor."
Helgestad sah ihn an, wie einer, von dem man glaubt, er habe plötzlich den Verstand verloren. „Nutz!" sprach er dann, „wollt meine Beglaubigung sehen, ist beides hier. Tritt her, Lovmann Gullik. Ist hier der Schein über sechstausend Spezies bar empfangen. Hier der andere über zweitausend sür Waren und Geräte. Steht der Name darunter, werdet ihn nicht ablengnen."
„Gewiß nicht", erwiderte der Junker. „Ich erkenne die Schuld an, ebenso die Bürgschaft in Bergen für mich geleistet, da ich aber mit Fandrem in Gegenrechnung stehe, die gute Hälfte der Schuldsumme durch meine Fische abgetragen ist, so kann ich unniöglich an Niels Helgestad die volle Summe zahlen."
„Eine Bürgschaft mutz gedeckt werden, wenn es gefordert wird", fiel Petersen ein.
„Mit Nichten, Herr", sagte der Lovmann. „Die Bürgschaft muß nur dann gedeckt werden, wenn der Bürge keine Mittel sicht, zu seinem Schaden zu kommen. Kann Herr Marstrand nicht zahlen und wird sein Hof mit Beschlag belegt, so fällt die Bürgschaft zu der gesamten Schuld, sitzt er aber aus seinem Gute, so niuß sich erst zeigen, ob er dem eigentlichen Schuldner nicht gerecht zu werden vermag und was dieser in Anspruch nimmt."
„Nuh!" rief Helgestad lachend, „ist ein Streit um des Kaisers Bart. Will abstehen von Deckung der Bürgschaft. Hofherr in Balselsgaard, habe nur Gutes mit Euch im Sinn gehabt und sollt nicht sagen, daß ich ein harter Mann bin. Biete Euch hier vor Gericht nochmals zwanzigtausend
Ein Slbschicdsqrus;.
Zum Nachfolger des nach Konstantinopel entsandte Gcneralgonvernenrs von Brüssel, Frhr. v. d. Goltz, jst «, kanntlich der General der Kavallerie von Bis sing, d bisher als stellvertretender Kommandeur des 7. Armeckor wirkte, ernannt worden. Diesem General, der vor einig Jahren infolge eines Geheimerlasses vielfach genannt wnr! widmet unser Solinger Parteiblatt, die Bergische Arbeit, stimme, diesen Abichiedsgruh:
„Der .Korpsgcncral des 7. Armeekorps, General der Kav lcric v. Vissing, ist an de» Posten des Marschalls v. d. ft, berufen worden. Ein arbcitsfrcudigcr Mann ist | mit aus einen hohe» veraiiiwortungsvolleii Posten gestellt >„> den. Ter Kriegszustand ha: den Korpskoniniandanten in c weit nähere Berührung mit alle» Schichten und 3 hülfen des weiteren Bczirts gebracht, als dies in normalen Zei der Fall ist. Alle Kräfte des Bczirts wollte He v. Bissing in den Dienst der Sache stellen, um drauhen auf den Schlachtfeldern gekämpft wird. Das ist h General größtenteils gelungen. In enge Beziehung trat General zur Presse. Die sozialdcmotratischc Presse ist gewol alle Gefahren mißachtend, die große Masse des Bottes zu r treten. Sic vertritt Klasseninteressen, im Bewußtsein, daß durch Hebung der soziale» Lage der Arbcitermasscn das Niv des ganzen Volkes hebt. Wir haben selbstverständlich uns (o| in Dienst gestellt, als cs galt, die furchtbaren sozialen Wlrkun des Krieges zu milder». Wir sind bisher dieser Pflicht treu blieben und werden cs weiter tun . . . (Hier sind einige Sic von der Zensur gestrichen worden.)
Wir gehe» ruhig unfern Weg und lasse» uns nicht beiri Diese »ebcrzengung läßt uns aber auch die A ch t u n g v o r d Wollen des Generals — trotz alledem — bekunden. ! für militärische Interessen, so trat der General auch für 3 b e i t e r i n t e r c s s c n c i ». Er bemühte sich um die Oessn der Betriebe, wandte sich gegen Lohn- und Ge hat kürzungen, trat sür ausreichende Niitcrstübung der 5 leidenden ein, kämpfte gegen Preistreibereien, kurz bemühte sich, die Leiden des Krieges zu mildern. Wir sehen General, der uns früher sür Todfeinde des Baterlar hielt, scheiden und sprechen ihm unsere Achtung aus/
Hundekuchen für Vaterlandverteidiger.
In der Kirchen-Zeitnng der Pfarre St. Andreas ( 45) lesen wir folgenden Abschnitt aus dem Kriegstagel eines Freiburger Pfarrers:
„ 10 . September. Daß unseren Kriegern im Felde die l und reichliche Nahrung gehört, und daß die Zurückbleibcnden sich sparen müssen sür ihre Verteidiger, das hat am schnell und freudigsten das schlichte, einfache Volk begriffen, jenes L das für gewiye Leute nur der „Pöbel" war. Dagegen hc einzelne — wohlgcmerkt, nur einzelne — Vertreter des nehmen Volkes es sertiggebracht, bei der Einquartierung n rcnd der Mobilmachung die Mannschaften im Souterrain, deutsch Keller, schlafen und in der Waschküche essen zu ias auch mußten sie von den Soldaten mittels der gedruckten c lichen Vorschrist belehrt werden, was ein Kricgermagcn I Leben bekommen muß. Eine sehr reiche Dame, die entfpred I ihrem Vermögen und ihrer Wohnung mit einer starken 8ric I schar bedacht war, kaufte persönlich in größerer Menge — Hu > suchen ein, das gebe eine vorzügliche Suppe für die Einguai > rung. Stände es in meiner Macht, so müßte diese Weibspe > nach dem Frieden gerade so lange als der Krieg dauerte, » Badekur und Sommerfrische bei Hundekuchen durchmachen. 7 I Tat rechne ich unter die himmelschreienden Sünden."
Sicher nur ein Emzelfall, ober wert, vermerkt I werden.
Ueber Loldatenmistliandlungen im Feindesland
hotte dos Kriegsgericht der Kommandantur Breslau zu richt zu sitzen. Tos Kriegsgericht verurteilte den Angtkla wegen Mißhandlung, vorschriftswidriger Behandlung Beleidigung Untergebener im Felde und im Dienste 1 Monaten Festungshaft nnd 60 Mark Geldstrafe. Der klagevertreter hatte gegen den mit dem Eisernen Kreuze gezeichneten Hauptmann das Doppelte beantragt, der leidiger ihn aber sür einen pflichteifrigen Offizier crk der viel Schwierigkeiten zu überwinden hatte und im Ac und in der Erregung handelte. Trotzdem wurde er sc
Spezies. Decke Eure Schuld in Bergen nnd nehme dafür Fischanteil. Macht alles in allem zwölftausend Spc zahle Euch somit achttausend bar heraus."
„Greift zu", sagte Gullik, der es freundlich meinte ist das Beste. Wort ist Wort."
„Wort ist Wort! Habt es alle gehört", rief Helg. „Nimm deine Feder, Paul Petersen, schreib es nieder/ „Halt, noch einen Augenblick!" fiel Marstrand ein. wenn ich Ihnen die Summe zahle, die ich schuldig bin. haben Sie weiter zu fordern?"
„Nuh", grinste Helgestad, „nehme lieber Geld, wie gebe. Habe nichts dagegen, wenn Ihr zahlen könnt." _
„So sollt Ihr haben, was Ihr begehrt!" sagte Morst und mit dem Schlüssel in der Hand ging er auf dolos. Sein Herz schlug heftig und seine Glieder zitt „Hilf mir, Allvater Jnbinal!" murmelte er in sich l und plötzlich verwandelte sich seine Angst in Freude, ein Träumender, der einen großen Schatz findet, stari in den tiefen Kasten aus eine Reihe ziemlich großer ^ die dort dicht nebeneinander standen. Sie waren von . ticrleder gefertigt, schienen ganz neu zu sein und waren mit einer Sehne zugebunden. Auf jedem Tack stand dic M Lausend deutlich geschrieben. Lj
Ob es Wahrheit. Wirklichkeit war, ob Trug und J r werk, wußte er im ersten Augenblicke kaum. Alle -> .^ und alle Hoffnungen, Glück und Furcht rangen in m - packte den näckisten Sack und krampfte seine Hand d?- als könnte er verschwinden: dann zog er ihn o** 011 gj warf ihn auf den Tisch, daß das Silber klang. Wie Ton hörte, bebten seine Nerven, und als er Helgestw 11 .... Schreiber sah, füllte sich sein Herz mit unbeichr Wonne, denn diese beiden schlauen Männer standen Iv n mit stieren Augen vor ihm und staunten das Wun ^ 1 „Nehmen Sie Ihr Geld. Herr Helgestad.' WS" strand, so gefaßt er es vermochte, „hier ist cs. Uw jeden zu tausend Spezies, wohlgezählt, Lovmann ^ seien Sie Zeuge dasür, daß ich diese Schuldscheine ei frei von jeder Verpflichtung bin."
«Fortsetzung folal.I


