Ausgabe 
4.12.1914
 
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Die Morning Post berichtet aus Petersburg, General lRennenkampf sei abgesctzt worden, weil er zwei Tage zu spat kam, als es galt, die Deutschen zu umschließen.

Völlige Schlief;»»'»«; der Nordsee.

Kopenhagen, 3, Dez. (Ctr. Frkst.f Die Londoner Presse chcschostigl sich sorlgescßt mit der N o r d s c c s ch i f s» h r t, Vielsach werden noch strengere Maßnahmen gegen die neutrale Schiffahrt verlangt, um jede Zufuhr von Lebensmittel» und anderen Waren indirekt über Skandinavien nach Deutschland zu verhin­dere DerGlobe" schreibt in einem Lcitarülel, daß, wenn die Borräte, die Deutschland brauche, erst nach Skandinavien gekommen seien, es tausend Wege gebe, aus denen sie weiter nach Deutschland gelangen könnten: es gebe »ur ei» einziges Mittel, dies zu verhin­dern, nämlich die völlige Schließung der Nordsee. Das sei natürlich ein weitgehender Tel,ritt und wäre ein harter Schlag für die Neutrale», gegen welche England die sreundschastlichen Gefühle hege. Wen» aber die Regierungen der neutrale» Staate» ihre Untertanen nicht hindern könnten, Englands Feind zu Helsen, sei England gezwungen, sich mit allen verfügbaren Mitteln zu ver­teidigen.

Ter Kaiser im Osten.

Großes Hauptquartier, 3. Dez. (Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser besuchte heute Teile der in der Gegend von Czenstochau kämpsenden österreichisch-ungarischen und deutschen Truppen. Oberste Heeresleitung.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht

Wien, 3. Dez. (W. B.) Amtlich wird vcrlautbart: 3. Dezember mittags. Unsere Situation ans dem nordöst­lichen Kriegsschauplatz hat sich gestern nicht geändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. H ö f e r, Generalmajor.

Wien, 3. Dez. (YV. B.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: Das siegreiche Vordringen unserer Truppen über die Kalubara hat den Gegner gezwungen, Belgrad, dessen VertcidigungSlage gegen Norden ge­richtet ist, kampflos preiszugcben, um nicht die dortige Be­satzung der Gefangennahme auszuliefern. Unsere Truppen drangen über die Save und aus südwestlicher Richtung in Belgrad ein und besetzten die Höhen südlich der Stadt. Die öffentlichen Gebäude, auch die Gesandtschaftspalais Deutsck>- lands und Oesterreich-Ungarns, wurden sofort militärisch gesichert.

An den übrigen Teilen der Gefechtsfront kani es gestern, da der Feind im Rürkzuge ist und die eigenen Truppen auf den grundlosen Wegen nur langsani vorwärts kommen, nur zu kleineren Kämpfen mit feindlichen Nachhuten, von denen zirka 200 Mann gefangen genommen wurden. _

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetter», Sieben.

Verlaq von Krumm & Cie., Gießen.

Druck: Verlaq Ossenbacher Abendblatt. G. m. b. H.. Osfenbach a M

Vereinskalender.

Samstag, den 5. Dezember:

Launsbach. W a h l v c r e i n. Abends 914 Uhr: Versamm­

lung bei Gastwirt Friedrich Pfasf.

Sonntag, den 8. Dezember:

Gieße». GesangvereinEintracht". Abends 9 Uhr: Monatsversanimlunq im Gewerkschastshaus. __

Alsfeld. Freie Turnerschaft. Nachmittags 4 Uhr: Mitgliederversammlung imStadtpark".

Untcrbriillwttlf der liier znqewieseneil Schlesier.

Unter den der Stadt Gießen zugcwielcnen wehrpflichtigen Tchlefiern im Alter von 1729 Fahren befinden sich Schüler höherer Lehranstalten, die während des Aufenthalts hiesige höhere Schulen besuche» sollen. Es ist erwünscht, diese jungen Lknte in Bürgerguartieren möglichst unentgelilich unter,u- bringen. Fch bitte um gefällige Mitteilung, wer von der hiesigen Einwohnerschaft bereit ist, diesen im vaterländischen Fntcresse ihrer Familie entzogene» jungen Leuten während der Z-it ihres Hierseins Aufnahme zu gewähren.

Gießen, den 2. Dezember >914.

Der Obcrbürge, meiste.

Keller.

Bekanntmachung.

Die Firma Göbcl & Appel dahier ist zur Aussühruug von Gar- und Wastericilungsanlagc» und Eniwäsierungsaniagcn gemäß den Bestimmungen über die Zulassung von Fnstallatenrrn zur Aus­führung von Anlagen im Anschluß <m das tzlas- und Wasserwerk der Stadt Gießen vom 29. Dezember 1902 und § 10 der Polizci- verordnnng, di« Entivässernng von Grundstücken in, Anschluß ai\ die städtische KamiMsation betreffen® vom 1. August 1904, zugesastev worden.

Gießen, den 28. November 1914.

Der Oberbürgermeister.

- . Keller.

Bekanntmachung.

Die Land es versichri-miig-an statt Großherzogdmn Hessen hat in ihrem Verwaltung^gebäude, Darmstadt, Wichelminenstraße 34, eene K:iegsauökmtstsstellr für Arbciler- und Aitgestellteiivcrsicherung eingerichtet und ist bereit, allen im Groschcrzogtmn Hessen wohiieirden Krisgsteilnchincrn, sowie deren Angehörigen und Hinterbliebenen k o st e n l o s in ü n d l r ch und schriftlich Anskunst in Angelegen­heiten der Arbeiter- (Krankeil-, Unfall-, Fnvaliden- und Hinter- bliebcircnversichening) und Angestelltcnvcrsicherning zu evteitcn.

Gießen, den 25. November 1914.

Grotzhcrzogl. Kreisamt Gießen.

___F. B.: Hechler.

Städtischer Arbeitsnachweis Giesten.

Es können eingestellt werden:

a) b e i hiesigen Arbeitgebern:

5 Dreher, 3 Former, 3 Spengler, 3 Schlosser, 2 Kupferschmiede, 1 Hcizungs- und 2 Elektromonteure. 1 Buchbinder, 1 Gerber, 2 Bäcker. 1 Küfer. 1 Menger, 1 Schneider, 3 Schuhmacher, 8 Sattler, 1 Schreiner, landwirtschaftliche Arbeiter, Taglöhner, Dienst­mädchen, 1 Lehrmädchen und 1 Flicksrau.

b) bei auswärtigen Arbeitgebern:

6 Elektroniontourc, 20 Eisendreher, 1 Schmied, S»ttl«r, Schlosser, Werkzeugmacher, Klempiier und Fnsiallateiire. 1 Miller, 1 Wagner, landwirtschastttche Arbeiter und Knechte, Erdarbeiter, Kalkbreiurer, Steinbrucharbeiter und Taglöhner, Maurer. Hand­langer, Kcsselheizer und Schlosser bei hohcni Stundenlohn für eine Fabrik, bei freier Hinreise,

Es suchen Arbeit:

8 Schlosser, 2 Spengler, 2 Buchbinder, 3 Polsterer und Tapezierer, 5 Schreiner, 1 Glaser, 1 Schuhmacher, 3 Schneider, 4 Maurer, 2 Zsmmerleute, 7 Wei-Hbiinder und Lackierer. Kaufleute, Schreiber, landivirtschastliche Arbeiter und Knechte, Erbawbeiter, Tagl öhner, Kellner, HauSbiirsckzen, Putz-, Wasch- und Lazifsrwuen.

Verstorbene. Fojeph Simon in Hermannstein, 65 Fahre alt. Johann Schütz, Gastwirt in Oberkleen, 63 Fahre alt.

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