Ausgabe 
4.12.1914
 
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Maßregeln zv seiner §I»erhekt ergrksfen werben mußten, La eine Masse nationalistischer Freiwilliger starke Gegcnkundgebungen ver- nstaltcte. Morning Post sagt, man dürfe alles das nicht leicht nehmen und fordert die Unterdrückung der aufrührerischen Presse sowie andere Maßregeln, um die Bewegung zu ersticken.

Will Liebknecht die Konsequenzen ziehen?

T. U. Berlin, 4. Dez. Wie die B Z erfährt, verlautete heute vormittag im Reichstage, daß der Abgeordnete Liebknecht nach den gestrigen Vorgängen im Reichstage beabfichiige, sein Mandat nie- berzulegen. Eine Bestätigung war bis zum Mittag nicht zu er- langen

Eine Zusammenkunft irr Breslau.

W. B. Großes Hauptquartier, 3. Dez., vorm iAmilichs Ter Kaiser hatte gestern in Breslau eine Besprechung mit dem Lberkommandierenden des Lefterreichisch-Ungarischen Heeres, S. B u. B. Hoheit, dem Erzherzog Friedrich, der von S. B u. tt Hoheit, dem Erzherzog-Thronsolger Earl Franz Fosef und dem khes des Generalstabs, General »er Fnsauierie Freiherr» Konrad von H-tzendors, degleitet war. «pater besuchte der Baiser die Ver» «rundeten in den Lazaretten der Stadt

Tie oberste Heeresleitung,

Berlin, 3. Dez, Bor dem Kriegsgericht der immobilen Garde wurde gestern der englische Sriegsgesangene Lonsdale wegen tätlichen Angriff gegen einen Vorgesetzten vor ver- sammelter Mannschaii im Felde zu der gesetzlichen Rindeststrast von 10 Jahren Gefängnis verurteilt.

Hefieu und Nachbargebiete.

»ietzen und Umgebung.

Ausdehnung der Familienunterstützu>»g.

Die ReichSrcgierung hat den Bundesstaaten dringend Eine Erweiterung des Personenkrciscs für die Familienunter­stützung empfohlen. Die Nordd, Allg. Ztg. hebt auS den« Rundschreiben folgende Punkte hervor:

1. Im Falle der Bedürftigkeit sind auch den Stiefeltern. Stiefgeschwistern und Stiefkindern des in den Dienst Ein- getretenen Familienunterstiitzungen zu gewähren, insofern sie von ihm unterhalten werden oder das Unterhaltungs- bedürfnis erst nach erfolgtem Dicnsteintritt desselben hervor­getreten ist.

Unter denselben Voraussetzungen sind auch den unehe­lichen, mit in die Ehe gebrachten Kindern der Ehefrau die Unterstützungen zu gewähren, auch wenn der Ehemann nicht ihr Vater ist.

Elternlose Enkel eines Einberufenen sind den ehelichen Kindern des Eingrtretenen gleichzustellen.

2. Nicht nur den Familien der Mannschaften des Be­urlaubtenstandes, sondern auch denjenigen aller übrigen im wehrpflichtigen Alter stehenden Mannschaften, welche infolge -der kriegerischen Ereignisse nicht mehr in der Lage waren, in die Heimat zurückzukehren, sind im Falle der Bedürftigkeit Unterstützungen zu gewähren, sofern glaubhaft gemacht wird, daß sie als Gefangene im feindlichen Ausland zurückgehaltcn werden, wobei kein Unterschied zu machen ist, ob sie vom Feinde als Kriegsgefangene oder Zivilgesangcne behandelt werden.

Das gleiche gilt bezüglich solcher Mannschaften, von Lenen glaubhaft gemacht wird, dass sie in. Auslände bei einem Marine- oder Truppenteile zur Einstellung gelangt sind.

3. Gemäß 8 10 Abs. 5 a. a. O. werden die Unterstützungen,

-falls der in den Dienst Eingctretene vor seiner Rückkehr ver­stirbt oder vermißt wird, so lange gewährt, bis die Formation, welcher er angehörte, auf den Fricdensfuß zurückgeführt oder aufgelöst wird: insoweit jedoch den Hinterbliebenen aus

Grund des Gesetzes vom 17. Mai 1007 Bewilligungen ge- währt werden, fallen die durch das Gesetz geregelten Unter­stützungen fort. Diese Bestimmung ist so auszulegen, dag zwischen dein Fortfall der Familicnuntcrstützung und dein wirklichen Bezüge der Hinterbliebenenrente eine Unter­brechung nicht eintrcten soll. Die Wortegewährt tverden" sind also gleichbedeutend mit den Wortentatsächlich zur Aus- zahlung gelangen". Von einer Anrechnung der bis zu diesem Zeitpunfte gewährten Familicnuntcrstützung auf die Hinter- bliebcnenbezüge wird wegen der Schwierigkeit der Durch- sührung des Verfahrens abzusehcn sein.

Das gleiche gilt, wenn der in den Dienst Eingctretene infolge einer Verwundung oder Krankheit als felddienst- oder garnisondienstunfähig zur Entlassung kommt und ihm eine Kricgsinvalidenrentc zugcsprochen wird.

Aus den Verlustlisten.

Jnsouterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 110, Gießen.

«e Quesnog und lamerp von, 31. 10. bis 2. 11. 14.

I. Bataillon

1. Kompagnie. Obcrlt. Bcthge, verm. KricgSsrcim. Karl Hill, Gclscnkirchen. verm. KriegSfreiw. Karl Riegelmann, Gießen, verm. KriegSfreiw. Paul Weber I, Braunfcls, verm.

KricgSsreiw. Ernst Weber II, BraunjelS, verm. KriegSfreiw. Theodor Senn, BraiinsclS. verm. KriegSfreiw. Albert Hellmuth, Meiningen, verm. Mn Sk. Cuo Bogcndörser, Zwcibrückrn, verm.

KriegSfreiw. August Klein II, Wöllstein, verm. KriegSfreiw. Werner Bichler. WädenSwil b. Zürich, verm. KriegSfreiw. Ferdinand Kcutzer, Ulrichstein, Kr. Schotten, verm. KriegSfreiw. Hugo Satz, Unterfchmilte». verm. KriegSfreiw. Albert Hcnfel, Schwalheim, verm. KriegSfreiw. Hugo Schnell, Allmenrod, verm. KriegSfreiw. Earl KlooS, Leu», verm. KriegSfreiw. Hans Hach I, vermißt. Kriegsfreiwilliger Karl Hach II, vermißt. Musketier Wilhelm Nies, Schotten, vermißt. Musketier Karl Crede. Lffenbach, vermißt. Musk. Heinrich Faber, Eroßenlinden, verm. M»Sk. Paul. Lingenau, Bismark, verm. Musi. Willi, Lenz, Gießen, verm. Musk. Wilhelm Langsdorf, Pohl-GönS, verm. Res. Heinrich Hedrich, Reuters, verm. Gefr. August Bormstein, Wiedenest b. Gummersbach, verm. Utff.v Philipp Tron, Rannheim, Kr. Gr -Gerau, ge­fallen. KriegSfreiw. Ernst Brinkmann, Halberstadt, ge­fallen. KriegSfreiw. Wilh. Klcmmrat, Gießen, gefalle».

MuSk. Earl Hantzel, Wirbelau, Kr. Oberlahn, gefallen. Sei. Wilhelm Rühl. Grebenliain. gefallen. Musk. Heinrich Rühl, Burkhardsfelden, gefallen. Musk. Eduard WSll, Brauerfchwcnd, gefallen. Ref. Karl Biedenkopf, WcickartS- ha»i, gefallen. Gefr. d. R. Ludwig Glaum, Hochelheim, gefailen. Gefr. Otto Walther, Erbenhauieu, Kr. Alsfeld, verw. Ref. Heinrich Schneider IV, Hochweifel, verw. Rcf Theodor Möller, Hartmannshain, verw. KriegSfreiw. ^»dwig Ulm, Allcndorf, Sr. Gießen, verw. Gefr. d. R. Hermann Eisenach, Eifa, Kr. AlSseld, verw.

_ 2. Kompagnie. Ossz.-Stellv. Adolf Kammer. Bellersheim,

Kr. Gießen, lvw. Vzfeldw. Karl Pfeifer, Rodheim, Kr. Bieden­

kopf. low. Ulfs,, d. N. Friedrich Rodmcr, AngerSbach, kviv. Lames. Watzenborn, gefallen. lllffj d. R. Friedrich steffan. TruchterSheim, gefallen. Utffz. d, R.

.?°sar. Höchst i. O. gefallen. - Wchrm. Ludwig Klingelhofer, Oppenrod. Kr. Gießen, lvw. Gefr. Ernst Bötticher, rauterbach. gefallen. Wehrm. Friedr. Fuchs, Angersba», JP ro - ~Z c ' - ^bristian Schreiner II, Queckdorn, lvw. Musk. Carl Trapp, Ronnenrod. lvw. KriegSfreiw Friedr. Lauer, Gießen, lvw. KrikgLfteiiv. Carl Schlapp. Mainzlar, gefalle».

Gefr. d R Wilhelm Köpke I, Altenkirche», lvw. Rcf. August Mfifc. Redgesbein, lvw. MuSk. Philipp Willi Hosmann, Heuchel heim, g es a I len. Ref. Heinr. Lind II. Bermutshain. Krei» Lauttrbach, lvw. Gefr. d. R. Heinrich Hofmann, Lbcrschmitten, Kr. schotten, lvw. <>Zesr d. R August Lieg. Rünsler. Kr. Gießen, lvw. Musk. Ludwig Becker II, Treis a. d. L, lvw. Wclirm. Heinr. Joba»» Lust. Tirlammen, Kr. Lauterbach, lvw. Ref. »Nhelin Wagner. Wetzlar, lvw. Ref. Oswald Bender I. Her- born Scelbach, gefallen. Kriegsfreiw. Ludwig Kröck I, Gießen, lvw. KriegSfreiw Hellmuch Haupl, Gieße», lvw. KreigSfreiw. Hans Barnaß. Gießen, lvw, «riegsfrelw, Rudolf Bleu, Riederbefstngc». lvw. Wchrm. Adam Schwor«, Lautcrdach, in Gefangenschaft,

3. Kompagnie. Bzseldw, Ernst Göbel, Gießen, Ichvw, Vzfeldw. d, R, Albrecht Bopp, BcUersbeim, Kr, Gießen, lvw, Utffz. d. ST Gustav Ltterbetn, Ruppertenrod, lvw. Utffz. d. R. Wilhelm Stein, Stumpertenrod, gefallen. KriegSfreiw. Wilh. Hcrthcim, Günzenhausen, Kr. Mittelfr., gefallen. Musk. Franz Lakomq, Blolnik, Kr. Bomft. Pose», gefallen. Musk. Moritz Bernhardt. Würge», Sr. Limburg, ge lalle». Gefr. August Rcuber. Zell. lvw. Ref. Otto Bach. Ulfa. lvw. Ref. Karl Ruhl, Angersbach. lvw. Ers.-Ref. Wilhelm Düringer, Ober-Hörgern, lvw. KriegSfreiw. Gustav Wenzel, Gieße», lvw. KriegSfreiw. Earl Gering, Gießen, lvw. KriegSfreiw. Karl Lpiek, Gießen, schvw. MuSk. Ludwig Linker, Breungeshain, Kr. Schotten, lvw. Kriegsfreiw. Ludwig RuckelShaufen, Burg-Gcmlln- den, verm. Kriegsfreiw. Otto Dambmann, Michclbach, Kreis Schotten, verm. Ref. Konrad Thei», Gr-Eichen, verm. Kriegs- freiw. Heinrich Keller. Zeilbach, verm. Ref. Johannes Strauch, Crainfeld, verm. Rcf. Johann Höveler, Wetzlar, verm. Rcf. Karl Lohmann, BergeberSbach, Kr. Dillenburg, verm. Ref. Heinrich Steinacker. Mainz verm.

4. Kompagnie. Vzfeldw. Safpar Heu», Fuffingc», Kr. Limburg, gefallen. Utffz. b. R Waldemar Söhne, Sprock­hövel, Kr. Schwelm, gefallen. Utffz. Georg Aldold, Gießen, lvw. Gefr. Josef Müller, Winzenheim, Kr. Eolmar i. E., g e - fallen. Res. Otto Kraus, Ruhlkirchen, gefallen. KricgS- frciw. Wilhelm Süß, Leun, gefallen. Hornist Karl Lenz, Allendorf a. L. lvw. Ref. Heinr. Hai»,, BurkharbtS, lvw. Muk. Johannes Amend, Treis, Kr. Gießen, lvw. Erf.-Ref. Albert Hofmann, Heuchelheim, lvw. Rcf. Wilhelm 3Vndcr, Hungen, fchvw. Ref. Ludwig Bcnner, Treis, Kr. Gießen, fchvw.

Ref. Heinrich Weiß, Niederbreidenbach, Kr. Alsfeld, lvw.

Ratschläge für den Hanehalt. Im allgeineinen weis; ja jede vernünftige Hausfrau selbst und am besten, wie sie licki in ihrem Haushalte cinzurichten hat und dürste schwcr- lich eines Rates bedürfen. Sie muß eben mit den wenigen Mark, die sic bekommt, wirtschaften und sic wird schon durch den Zwang der Verhältnisse zu äußerster Sparsamkeit ge­nötigt. Wenigstens wird dies auf die überwiegende Mehr­zahl unserer Leserinnen zutrcsscn. Indessen, wir leben jetzt in außergewöhnlichen Zeiten und da dürsten auch einige Ratschläge nicht ganz ohne Bedeutung sein. Weil die Zu­fuhr von Nahrungsmitteln zuin großen Teil oder auch ganz ausgehört hat, sind schon eine Reihe Maßregeln notwendi; geworden, die den Zweck haben- die Ernährung des Volkes sicherzustellen. Dazu kann und muß aber auch jeder einzelne beitragen und da fehlt es oft noch in manchen Haushaltungen. Zunächst darf die Brotfrncht nicht an das Bich verfüttert, aber auch mit dem Brot selber muh sparsam uingcgangen und cs darf nichts vergeudet werden. Kein Stückchen soll ivcggcworfen werden; auch die Kinder sollen dazu erzogen werden, daß sie das Brot achten und wertschätzen. Mack soll nie mehr Brot abschnciden, als man essen will, weil sonst die übrigen Stücke liegen bleiben und anstrockncn. A b - fälle soll man ebenfalls nicht wegwerfcn, sondern wo und wem das eben möglich ist als Futter für das Vieh verwenden.

Die Eichener Bäcker geben bekannt, daß sie nur noch wie das von der Regierung angeordnet ist zwei Sorten Brot backen, gemischtes und Schwarzbrot. Letzteres kostet 61 Pfg. der 1 Pfund-Laib, das gemischte 68 Psg. Das bedeutet also wiederum einen Ausschlag von 1 Psg. das Pfund. Dazu muß nock, ein Prozentsatz Kartoffelmehl mit verbacken werden. Grund genug, mit dem Brot spar­sam umzugchcn.

Familicnabend im EewerkschastshauS. Ter tvohl- gelungcnc Verlauf des ersten Familienabends hat bei allen Teilnehmern den Wunsch ausgclöst, im Lause des Winters noch weitere derartige gesellige Familien,usammenkünste zu arrangieren. Diesen Wünschen, die teils mündlich, teils brieflich geäußcrt wurden, will die Verwaltung des Gewerk- sclystshauscs Rechnung tragen und am Samstag, den 26. Dezember (2. Wcihnochtsseicrtag) einen weiteren Fa- milienabend veranstalten, für den die Vorbereitungen schon in vollem Gange sind. Genossinnen, die an diesem Abend in irgend einer Weise Mitwirken wollen, werden ersucht, sich baldigst mit dem Genossen Noll (Oberh. Volksztg.) in Verbindung zu setzen. An die Gewerftchasten und sonstigen Vereine ergeht die Bitte, an diesem Tag von Scparat-Vcr- anstaltnngcn Abstand zu nehmen.

Auszahlung von Einqiiarticrungsgeld. Gegenwärtig wird das Einguarticrnngsgcld für die Mannschaften des Landsturm-Ersatz-Bataillons, welche in der Zeit vom 16. bis 31. -Oktober in Bürgerquartiercn in Gießen untcrgcbracht waren, gezahlt. Tie Auszahlung erfolgt auf der Ltadtkais» in den VormittagssNinden. Bis zinn 2. Dezember soll das Gelb abgehott sein.

Anmeldung des Landsturmes II. Aufgebots. Aus folgende Bekanntmachung des Bczirkskommandos Gießen sei aufmerksam gemacht:

Sämtliche üch in der Heimat aufhaltendcn Uiiterossizieie und Rannichaiicn der Reserve, der Land- und Seewehr I und II. der Ersatz-Reserve »nd des Landsturm» II. Ausgebots habe» sich in der Zeit vom t. bi» 5. Tezcmber 1914 beim Haupt- meldeamt in Gießen Zimmer 13 persönlich unter Vor- zeigung ihres Militärvaffes zu melden. Es sind auch diejenigen Leute einbegriffen, welche bereits bei einem Truppenteil einge­stellt waren und als dienstuntauglich wieder entlassen worden sind. Von der Meldung befreit sind dieienigcn. weiche als unab­kömmlich anerkannt oder vom Heeresdienst zurückgestcllt wor­den sind."

Es ist also morgen der letzte Tag. was diejenigen, di?

es betrifft, bcaebten wollen, da bei Nichtanmcldrrng Strafe angedrobt wird.

Gefallene des Gießencr Regiments. Reservist Hcin- rük> Bau m a n n aus Niederbiel b. Wetzlar. Wcbrmanu Karl Häuser IV. aus Steinberg. gest. im Lazarett. Reservist Heinricki Lein aus Holzmühl. Reservist Wilh. Gilbert auS Grüningen. Gefallene aus Ober* Hessen und Nachbargebieten. Konrad Nicht- bcrg aus Romrod, Jns.-Rcgt. Nr. 117. Freiwill. Gustav « chauß aus Wetzlar. Freiwill. Gefr. Otto N a l, r - gang ans Wetzlar. Unteroffizier Hermann Rens; ans Gießen, Jns.-Regt. Nr. 110.

Schwindelkaffci, aller Art entfallen gegcniväriig iviedcr eine

eifrige Täk^dcit. Meistens sind tooc- Ei-urichtungei^ die sich als Verüchcrungsvereine" be,zei<l:nen und duach ebne rafftinert ge ivühlle nxnee« ,>irinenfvze,ckin»i<«. uneeiinitzt durch imttfUOtaTC Versprechungen ihrer Vertreter und Agenten, viele Unkundig« zu»n Abschluß von Vcrsicher-.n'-.tsrdrlr'äzirn gegen nrontheids- und Stcvl>e foll verleite«. J>r der Sio.xl werden die Vertrage mit den Agenten obgeichlofleii. Gme daß das nanr Mtgglied den Inhalt der S-ivn-iegen lcmr». den» diese bäiitnae» die Kaffen erst nach Bezalüuiitg des Er», lrittsgeldrs mld des ersten Beirr-ige» aus Die Satznitgen sind oftmals unklar geh>>l*ci« und rntdaircu so viele, selbst de»» Krindiiten le-cht entgehend: Bcstmmnn7>--en. txrß deren genatie Befolgung viel- sach ganz inmioglich ist. l>eionders da-»», wen» der Sitz der Kasse von dem SfeMxOT! des Mitgliedes weit emlernt ist. Es eit erivxien daß eine Anzahl solcher Kaffen imd Verffck>erungiSverei.n« NO bis W Prozent der Kaffe> i>ei»räge u»id noch mehr ,iur flir 2^er,val.n,i>gs- koiten. Bezüge der Tirekronen. Agenten und ionstigen Angeiiclllen auin>e>iden. Für erkrankte Mirrl-ieder bleibt tarni mir ivenig übrig. Deshalb werden rrcksrinäfnae Airipritlhe ans Kranken- »nd Sterbe­geld au» den »i-chugite» Gviüidcn ab,??leb»: iniler Hiinvcr» ans

ivgendrnie heimtlickliche Vorickrirfr in den Ladungen. Das Elefttz bietet leider wanq H>a,>t>l»t>c. dem ßhiidiiche» Treibe» cntgegc»- zu treten, und in viele» Fällen ,4t nach rrhobcnrr Klage der Richter geixlllgt. sie ad,»weisen, weil der 9 lo-,xr offenbar gegen 3 Vf tim- mungen der 2avui«»c!i verstoße» bat. deren Bedeulirng ihm zu spät bekam« ivird. Vor Einrritt >» eine derartige Kaffe niuft deslxrlb iiiniier wieder gewarnt werde». Will em Arbeiter stcki »rußer der OrtskraiZkenkosse noch nwiter vrrsnhcni. io wähle er eine von den von Srfrcitem gegrivideten Zirsä-nschaffen

Helden und Soldaten. Di« Dircktimr der Diskonto Gefell­schaft widmet» wie so vtrle andene lliiternechmer. ihren gei.rlloiteii Angestellten n» deii ,-ßeiAuigan Zlaärruie Merftnürhsgernmise itark» danack, die flcamten de» Heldentod, di« Lehriuige und Kaffcnboten nur de» Soldaleiitod! Wir sl»d erfreut, lumierkt der StvrwärtS dazu, daß e» gerade «in Blatt der Beamten. Der deutsche Baukbeonzte, i4k. da» goge» dieie llnserscheidung ak» m>- gehörtg« protestier». Da» Blatt ichließt sei-»« Zurückweisung:Wie arni sind doch di« Leu<c, dnien der wahre Geist der Kainergdickiast, welche ihren crgreifendftcn Ansdriick l» dem gen«infamen Doldaten- grad in Feindesland findet, fremd geblieben ist!"

Tabakarbeitee Berbaiid In der Mitteilung in der Miit- Ivochs-Nummer war b«,züg!lch der Ertnalrilmge ü» Tobakarbefter uerband eine Ilnrichtigke,! infolge Drnckfehler» enthalten. Diese Ertraheitnüge werden nicht, wie cs hirß, vom 2., sonder» voni 12. D e z e in b e r ab aufffetfoba».

CeffentlirfK Bücherhalle Im Nol»e,n bev ,mir den >040 Bände auegcllehr». Davon kminiien aus: ErÄhlende Literotur vlü. Zeil- ichrislen 107, ,ftigcntichrillen 130. Literat,irgefchlchte 14. Länder- und 3<öikerkuni>e 30. KniNirgefchichie lk, Geichich!? und Biographien 30. K,u,stigcfck>icht« 3. Nätunwisienfll>aft »nd Teäg«»Iagie 72, Hee» »nd Secwksen 0. Hau»- und vandwirrfchafi 7, Gciundi>e,<Slchre 3, Religion »nd Philosophie 37, Staoiowiffeiifkl ast 7, Lprachiviffen schaßt 7, Jrenidsprachiiche» 33 3Vnd«. ?iach miswärts kam«» 00 SZäirde

3>oiii Ttadtßeater. Die etiiste ivie di« heitere Muse komuie» am nächsten Toniitog in zwei tliorstcUiiiigei» ;mn WoNe, di« beide vr'n Publik»:,, wie Presse sehr «Iierkannt Ivorden sind. Ai» Narl» mittag wirb LeistngSMinna von Barntzeln,^ bei iEslkSpreiicii »ich zwar zimi ersten Riale gegel»en, am Abend:Wallenftein» Tod", dessen Aufführung zu GroßhcnzogS Geburtstag gan, besonders ge­fallen hatte Die letztere Vorftellimg linder hei tieinci, Preisen statt.

Tteinbeeg. Wieder l»abe,, wir den 3ierl-ust eines tüchtige» Parlkigcnoffrn zu bcliagen. der «in Opfer de» Krioges geworden ist: Karl Häuser IV.. der Borsitzcnd: des Wasflverei.ns ist in einem Lazarett tu Framkvcich vor kurzeni an schiverer Krankheit ge. stör bei». Häuser, der ftn Berruverk als Zimmieimiann beschästigt war. stand nn Amang der 30er Jahre imd hinterfäßt Frau und ei« Sind. Der 3Vrstori>e«ic erfreute sich wegen feiner- nihigrn Wesen» allsten,einer Beliebtheit und Achtinii» Er darf eines gnten An», dendens bei den Genossen sicher fein.

Kreis Wetslar.

n. Zur Rekrutierungc-Stauimrostc. Alle Miiitönpiiichtigcii. di« in den Jahren l 303, 1304, 1305 goboren sind und sich in Wetzlar und Niedergirmes <mst>ailen. müssen stch vom 5. bis 10. Dezember d. Js. auf dem Bürgermelfieramt Wetzlar, Zimmer Nr. 22, vor- mittags von 3 bis t llhr und ivachcn-.tiagv von 3 bn» 0 llhr zur A»f» nohme in die Ltaciinn'ollc ineldcn. Auch in den Landbürger- meistereien de» KreifcS Wctzbrr nmif, die Amiieidung in dicsein Jahr« bereits !m Tezcmber erfolgen.

Ein großer Brand brach i-n der Nacht ziun Mittwoch in G rei fe » st« i n aus. Die Anwefen der Landwirt« Dietrich ud 3Vtt wunden rollflän-lnig ciitgeäfchert. wobei vier Kiilfe verbranmten. Uedrr die Enfttchungdurfachc des Feuers ist noch mchts bekannt ge­worden. Ter aitgcrichlel« Schaden ift bedeittenb.

n. Ausgrhobene Posthilfssteffe. Nach einer amtlichen Bekomil- niachang ift di« Posthtlfdftrlle rn Niedergirmes anfgelgche« worden.

Briefkafte«.

Pi.»Gedern. Von hier gehen die Zeilungen stet« regkiiuahig ab. ste werden von uus bereits 3 Uhr nachmittags aus der Post aufgelieferl, müßten also unbedingt abends dort fein. Ta» übrige ist also in Ordnung. Luittung wirb gelegentlich z»ge- ichickt.

Telegramme.

W. B. Großes Hauptquartier, 3. Tczember vormittags. fAmtlich.) Auf beiden Kriegsschaiipläüen hat sich nichts Be- sonderes ereignet. Tic oberste Heeresleitung.

Tie Schlacht in Polen.

Petersburger Aengst«.

oiitikcn gibt folgende Meldung der Londoner Times aus Petersburg wieder: Die Hauptstadt wartet ungeduldig' auf Nachrichten aus Polen. Tie vorliegenden Meldungen tragen dazu bei, die Spannung zu erhöhen. Trotz de, kliniaiischen Schwierigkeiten halten die Deutschen ihre Stel­lungen bei Lodz und Lowicz und haben den Russen sehr schwere Verluste zugesügt. Jetzt envartc» sic Derstärkungen, aber woher soll Deutschland Verstärkungen nebmen?