Jagtä nun soll er im Gespräch mH Erdarbeitern, welche mit den
ihnen gezahlten Löhnen nicht zufrieden waren, erzählt haben, das, die Deutschen für jedes Regiment 3V Mitr-ailleufen besäßen, wälrrcnd die Franzosen deren nur zwei »der drei zur Bersügung hätten. Wegen dieser Behauptung, die zur Beunruhigung des Publikums führen könne, war er anqeklagt.
Ter Richter frng ihn unter anderem, ob er niemals anti- militariftischc Propaganda betrieben habe! „Ja. aber das war vor dem Kriege!" Trotz aller Verteidigung. wobei besonders daraus hingewiese» wurde, das; Hubert seit Beginn des Krieges sei>ne Pflicht in vollem Maße getan habe, wurde er zu einem Monat Gc- süngnis verurteilt. Jyür dieses Urteil wurden vier von sieben Stimmen des Gerichtes abgegeben, während dt« übrigen drei Stimmen für eine höhere Strafe eingetreten waren.
Eine Eingabe der französischen Gewerkschaften für die WicderbelebnnsZ der Industrie.
In einer längeren Eingabe an die Regierung fordert der französische Gcwerkschaftsbund allerorts, für die Tauer des Krieges, die Einsetzung von aus Mitgliedern der Unternehmer» und Arbeiterorganisationen bestehenden Kommissionen unter dem Vorsitze eines Vertreters der Regierung um eine Wieüerbclebung des Arbeitsmarktes hcrbeizusühren. Ferner sollten diese Konimissionen auf Grund schon bestehender Tarifverträge die Arbeitszeit und Lohnsätze festsetzen, um die jetzt oft beklagten Lohnkürzungen zu verhin» der». Eine dritte Aufgabe könnte die Regelung des Lehrlingswesens sein, damit für die Verluste auf dem Schlachtfelde bald wieder Ersatz für die Industrie beschafft werde. Es wird vorgeschlagcn, an solchen Orten, wo derartige paritätische Kommissionen nicht zustande kommen, die Gewerbegerichte mit diesen Aufgaben zu betrauen.
Wirtschaftliches aus Russland.
Uebcr den Einfluß des Krieges «ruf den Gang der Industrie veranstolicte der Moskauer Fabrikantenvcrbaird eine Umfrage. Ti« Ergebnisse erstrecken sich «ruf 152 Großuntcr- neknnungen. die vor dem Krieg« 134 000 Arbeiter beschäftigten. Davon arbeiten in normaler Weise 16 Prozent der Unternehmungen, 4 Prozent haben de» Betrieb gänzlich eingestellt und 80 Prozent mußten den Betrieb bis zur Hälfte «infchränken. Tie Einschränkung der Produktion wird auf Mangel an Rohmaterialien und Rückgang der Nachträge zurllckgeiiihrt.
Es wird jetzt allgemein beobachtet, daß das Arbeitsangebot von Franc» sehr stark wächst. Ti« Fabrikanten machen davon natürlich den weitgehendsten Gebrauch, wo immer die männliche Arbeit ersetzt werden kann.
Tie 5 0 0 - M i l l i o n e n - R u b « l - A n l e i h c soll überzeichn«! sein. Daher könn«n nur die kleinere» Zeichner den vollen Zeichnungsbetrag zuge,vieien erhalten, während die größeren Zeichner mit 80 Prozent befriedigt werden konnten.
Nachdem der staatlich« B r a n n t w c i n v c r ka u f eingestellt war, wurde die Schnavsbrennerei gänzlich verboten Mag diese Maßnahme auch unter dein Truck des Kriegszustandes dnrchgcsetzt werden, io ist cs doch eine andere Frage, ob sie auf die Tauer z» halten ist.
Di« Steuerschraube arbeitet mit Volldainpf. Nachdem durch Gesetz vom 0. August die Steuern sllr fast alle Verbrauchs-- artikel (Zucker, Streichhölzer, Bier, Tabak ufw.) stark erhöht ivur- de», treten jetzt neue, ganz gewaltige Steucrerhöhungen in Kraft. So wurde z. B. die Akziscstcuer für Bier bereits um 80 Prozent erhöht. Jetzt wird sic weiter erhöht, fodaß sie um insgesamt 350 Prozent erhöht sein wird. Tie Akziseftener für den billigen Bolks- tabok „Machorka", desicn Berkaufsipreis in FriedenSzciten etwa 35—40 Kopeken pro Pfund war. betrug früher 0 Kopeken pro Pfund. Am 0. August wurde sie auf 12 und jetzt aus 24 Kopeken erhöht!
Tie Gciverbesteuer jiir alle gewerblichen Unternehmungen und privaten Beschäftigungen wie auch di« Kapitalsteucr und die Steuer auf den Gewinn der Akliengesellschaften sind generell um 50 Prozent erhöht worden. Tic letztere Steuer ober soll 30 Prozent des Gewinnes des bctr. Geschäftes nicht übersteigen. Tie staatlichen Hafenabgaben für cinlressende Waren wurden ebenfalls um 50 Prozent erhöht Tie Einfiihrung »euer Steuern auf «lektrif<hc Motorkraft und Beleuchtung wird angckündigt.
Die liolländifchcir Sozialisten über die Beschaffnnss der Kriegskostcn.
Dis holländische sozialistische Arbeiterpartei veranstaltet in den nächsten Tagen im ganzen Lande Versammlungen, welche gegen die Anleihepläne der Regierung protestieren sollen. Die Partei steht, wie schon berichtet, auf dem Standpunkt, daß die durch den Krieg erforderlichen autzcrordent- lichen Ausgaben durch eine besondere Vermögenssteuer auf-
Afraja.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 129
„Wohin?" fragte Marstrand.
„Tu wirst cs erfahren."
„Und dann — was forderst du mehr?"
„Nichts weiter," sagte Afraja, indem er sich eine Minute lang zu bedenken schien. „Reiche mir deine Hand. Schwöre mir, dah du kommen willst, wenn ich nach dir sende."
„Ich schwöre es dir!"
»In Jubinals Namen!" murmelte der Läppe. „Ruf? ihn an."
Der christliche Junker zögerte, den heidnischen Gott an- zurufcn, doch er überwand sein Bedenken. — „Gut," sagte er, „wenn du glaubst dadurch besser gesichert zu sein — in Jubinals Namen denn!"
„Er wird dir helfen, Jüngling. Er ist mächtig, du wirst es erfahren."
„Nun aber sprich!" ries Marstrand dringend, „ivic soll ich zu dem Gelde kommen? Du weißt, daß ich es zahlen muß, so wie es Tag wird. Hast du es hier?"
„Nein," war die Antwort.
„Nicht? Wo denn? Rede, Afraja, wo ist es?"
Der Lappe blieb unbeweglich sitzen. Die Sterne, welche aus den Wolken traten, ließen die Umrisse seiner zusammengekrümmten Gestalt erkennen, und Marstrand streckte seine Hand nach ihm aus und sagte beängstigt: „Du kannst mich nicht täuschen wollen, so komm denn und zeige mir den Ort, wo ich es finde."
„Höre mich an, Jüngling," sprach der Zauberer, „höre und vertraue. Kehre zurück in dein Haus, sich weder rechts noch links, schlafe ruhig bis zum Morgen, Jubinal wird dir beistchen. Wenn Hclgcstad sein Geld begehrt, gehe mit ihm an deinen Schreibtisch, doch nicht eher öffne diesen, nicht eher — merke wohl daraus — bis der unersättliche Mann bei dir steht. Sprich dann zu ihm: Tu sollst haben, was du begehrst! Greife hinein in Jubinals Namen, und du wirst finden, was du brauchst. Jetzt gehe und denke an dein Wort."
„Wie?" rief Marstrand bestürzt nnd zornig, „das soll
zubringen sind, damit nicht, wie dies bei der Anleihe der Fall sein würde, die soziale Gesetzgebung auf viele Jahre hindurch infolge der dauernden Belastung durch Zinsen und Amortisation gehemmt wird. In ihrem Aufrufe zu diesen Versammlungen sagt die Partei, daß nach den amtlichen Statistiken die Bermögenszunahmc im Lande in den letzten Jahren ganz gewaltig war, fodaß von ihnen leicht eine Sonderabgabe gefordert werden kann.
tSeaen die jetzigen Höchstpreise für ssietreidc.
In Essen tagte die Generalversammlung der B r o t - fabrikanten von Rheinland und Westfalen. Man befaßte sich mit der Jraqe der Höchstpreise für Getreide und nahm nach längeren Auseinandersetzungen eine Entschließung an, in der cs heißt, daß die Verordnungen über Höchstpreise von Gtrcidc den beabsichtigten Zweck nicht erfüllten. Durch das lange Zöger» der Regierung sei der Höchstpreis weil über den mit den Volksintcrcssen zu vereinbarenden Satz sestge- lcgt, und der Verband könne es nicht als richtig anerkennen, daß die Spekulationspreise der Monate August und Oktober die Grundlage sllr die Höchstpreise sei: diese würden bald die PreiS- norm sein. Tic sestgcsebten Höchstpreise bringen den Landwirten und denjenigen Händler», die sich Gctreidevorrätc gesichert haben, ungeheuren und unberechtigten Gewinn, wogegen der Verband entschieden Protest erhebe. Die Höchstpreise durften sich nicht über den Durchschnitt der Preise der letzten fünf Jahre erhebe».
Ferner fordert der Verband, daß die Reichsregierung oder die Landesregierung die vorhandenen Getreidevorräte übernehmen und in entsprechender Weise unter Mithilfe der Organisation der Mehl verarbeitende» Gewerbe der Boiks- crnährung zuführen. Der jetzige Zustand habe zur Folge, daß die Produzcntcn und Inhaber der Vorräte mit dem Angebot zuriick- hiclten und nicht einmal zu den geltende» Höchstpreisen verkauften. TaS habe schon heute zu einer bedeutende» Schwicriakcit in der Beschaffung von Mehl geführt, und der jetzige Zustand werde herbcifiihrcn, daß ein Teil der Bäckercibctricbe infolge von Nichtangebot von Ware geschlossen werden müsse.
Schließlich hält der Verband eine weiiere Einschränkung des Verbrauchs von Brotgetreide für die Erzeugung von Alkohol für dringend geboten. Geschehe das nicht, so würden sich die heute vorhandenen großen Schwierigkeiten in der Mehlvcrsorgung noch mehren, und die Volkscrnährung werde in Gefahr gebracht.
Der „Vnrafriede" tn Bayrentl,.
In Bayreuth besteht immer noch das Verbot des Stadt- Magistrats und der Schulbehörde, wonach die Fortbildungs- schüler das Arbeiterjugendheim nicht besuchen dürfen. Die sozialdemokratische Gemeindefraktion hatte nun in der letzten Sitzung des Gemeindekollcgiums den Antrag gestellt, dies? Unterdrückung und Entrechtung der jungen Arbeiter zu beseitigen und das Verbot angesichts der gegenwärtigen Situation aufznheben. Tie liberale Rathansmehrheit wollt- aber auch in der jetzigen ernsten Zeit keine Gleichberechtigung der Arbeiterkinder, sie lehnte den sozialdemokratischen Antrag ab. Der liberale Reallehrer und Landtagsabgeordnete Winsaucr verstieg sich dabei sogar zu der unerhörten Behauptung, daß Leute, die sozialdemokratischen Grundsätzen huldigen, nicht fähig seien, die Jugend zu erziehen. Die Bayreuthcr Liberalen haben vom Burgfrieden eine ganz eigene Auffassung.
Absi. Sedebonr begnadigt.
Gegen den Genossen Ledebour ivar eine Voruntersuchung wegen Verstoß gegen 8 10 des Strafgesetzbuches cin- geleitet worden. Es handelt sich um Aeußerungen über den Massenstreik in einer Berliner Versammlung. Dieser Tage erhielt Genosse Ledebour nun folgenden Bescheid:
Der Erste Staatsanwalt Berlin NW 52, Turmstr. 80, bei dem Königlichen Landgericht I den 28. November 1914.
Berlin.
Durch Allerhöchsten Erlaß vom 13. d. MtS. hat des Königs Majestät in Gnaden genehmigt, daß das gerichtlich noch nicht ein- gcleitcte Strafverfahren gegen Sie und drei Genossen wegen Vergehens gegen 8 110 Strafgesetzbuch niedergeschlagen werde.
Ich habe das Verfahren eingestellt.
Unterschrift (unleserlich).
Teuischlaiid muß vernichtet werden.
Wien, 3. Dez. Ter Tcmps teilt init, die französische Armee warte nur einen entscheidenden Sieg der Russen bei
ich glauben? Das ist deine Hilfe?! — Treibe kein Spiel mit mir, alter Mann, keine Gaukelei mit Zauberkünsten! Wo ist das Geld? Tu hast cs vergraben in diesem Hügel, oder wo es auch sein mag — du sollst nicht fort, bis du Wahrheit bekennst!"
Er griff von neuem nach dem Platz, >vo Afraja saß, abc er faßte aus harten Stein. — „Wo bist du?" rief er in Verzweiflung. „Antworte, Betrüger! Lügner! Tu verhöhnst mich! — Ol daß ich Narr genug war, dir zu glauben."
„Vertraue!" flüsterte eine hohle Stimme, die hinter ihm aus der Tiefe des Grabes zu komnien schien. Ein Windstoß fuhr zugleich durch das Dunkel der Tannen, ein lichter Schein wie ein Blitzzucken fuhr über den öden Hügel, und oben aus der Spitze der Trümmer glaubte Marstrand eine Gestalt zu erkennen, hoch, lang und gewaltig, in einen großen Mantel gehüllt, den Kopf mit einem dänischen Hute bedeckt.
Entsetzen kam über ihn, mehr als ein Mensch ertragen kann. Tie Nacht, die Einsamkeit, die Hölle mit ihren Kobolden und Däinonen faßte ihn im Haar und Hirn. Er sprang durch Trümmer und Geröll hinab; schallendes Gelächter folgte ihm nach.
2 .
Das war eine peinvolle, traurige Nacht für den verlassenen Mann. Als der Morgen dämmerte, saß er schlat- und ruhelos in dem Stuhl am Tische und starrte auf das Schrcibpult im Winkel. Unbemerkt war er zurllckgekehrt, aber zehnmal in jeder Stunde war er aufgesprungen, hatte den Schlüssel gefaßt, seine Hand an den Schreibtisch gelegt und diesen doch nicht geöffnet. Er glaubte nicht an Afraja? Zauberkünste, dennoch wagte er nicht, sie zu verachten. Der Aberglaube regte sich in ihm, von dem selbst unerschrockene Menschen und Helden in Gcfabrcn befallen werden.
Alles Heil und Unheil hing davon ab. ob der Schreibtisch wirklich das Geld enthielt, und um diese Frage känipften alle seine Zweifel und Vorstellungen. Bald schien es ihni Trug und Torheit zu sein, irgend eine Hoffnung zu hegen, bald wieder tauchte dennoch eine Möglichkeit auf, und er überlegte, warum Afraja ihn so schamvoll verderben sollte.
„Was hält mich denn ab," sprach er vor sich hin, „den Kasten zu öffnen und mich zu überzeugen, daß ich betrogen
Lodz ab, um sich der russischen Offensive anzuschließen. Tex Moment, in dem das vereinigte Europa in Deutschland ein. dringt, sei nicht mehr fern. Deutschland muß vernichtet wer- den. Möge es noch so lange dauern und noch so viele Opfer
kosten.
Wenn das vom entscheidenden Sieg der Russe» abhängcn soll, wird's wirklich lange dauern!
Die Kämpfe im Osten.
Rotterdam, 3. Dez. Tic Times nieldcn aus Peters- bürg, daß die Lage in Polen nach dem Urteil russischer mili- tärischcr Kreise eine außerordentliche und neue Bedeutnn ■ bekommen habe. Große Interessen stünden auf dem Spie:? und große Gefahren seien damit verbunden. Man verfolge den Gang der Ereignisse mit der größten Spannung, weil die Deutschen ungeachtet der Wittcrungsverhältnisse ihre Stellungen vor Lodz nnd Lowicz behaupteten und äugen- scheinlich große Verstärkungen erwarten. Vermutlich würden die Deutschen von neuem in Richtung des linken Weichsel- »fers vorrücken nnd zu gleicher Zeit eine UmsassungSbewegung versuchen. Sämtliche militärischen Sachverständigen sind der Meinung, daß die deutsche Ofiensive fortgesetzt werde.
Kopenhagen, 3, Dez. Für die Dauer der russischen Kämpfe in Polen ist die Einfuhr skandinavischer Zeitungen in Rußland vollständig verboten. Somit ist Bekannt, werden der deutschen Schlachtberichte in Rußland unmöglich ge. macht worden.
Die Kämpfe in Flandern.
Kristiania, 3. Dez. Der Korrespondent des Dailr Ehronicle in Amsterdam telegraphierte am 2. Dezember nack London: Gestern Dienstag begannen die Deutschen einer allgemeinen Angriff auf die Stellungen de, Alliierten bei Dser. Ten Tag hindurch fand längs der ganzer Front eine starke Kanonade statt. Alles deutet darauf hin daß die Deutschen jetzt große Verstärkungen erhalten Habei und daß sie die Offensive mit größerer Kraft als bisher fort setzen wollen. Man kann mjjf Sicherheit in den nächste« Tagen in Belgien Kämpfe erwarten, die die bisherigen ar Heftigkeit weit übcrtreffen werden.
Der Kampf bei Reims.
London, 3. Dez. Nach Pariser Berichten der Gazetta de popolo ist die Lage in Reims furchtbar. Die deutsche,, Schützengräben sind bis auf 1800 Meter an die Vorstadt herangekomme». Vom Bombardement ist kein Stadttci verschont geblieben. Die reiche Tertilindnstrie der Stadt ii auf viele Jahre hinaus zerstört. Ter bisherige Sachschadci wird auf 330 Millionen Francs geschätzt.
England im Kriegs.,«stand.
Mailand, 3. Dez. Der Corricre della Sera erfährt au London: Gestern sind die neuen vom Parlament in de vorigen Woche ausgestellten Nonnen tn Kraft getreten, di unter dem Titel „Akte zur Verteidigung des Königreichs veröffentlicht worden sind. Die Regeln versetzen England i t eine Art von Kriegszustand.
Marsch auf Teheran.
Kopeiihagcn, 3. Dez. Nach einer vom türkischen Konsul ausgegebenen amtlichen Konstantinopeler Nachricht sin türkische Truppen mit Zustimmung der persischen Regierun auf dem Marsch nach Teheran begriffen.
Der irische Nationalismus.
London, 3. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Die Morning P? schreibt i» einem Leitartikel: Der irische Nationalismus schei-
gegcnwärttg in zwei Lager geteilt zu sein, das eine ist die ossizte! nationalistische Partei, welche das Homerule-Gesctz annimmt, i Negierung im Kriege unterstützt und die irische Rekrutierm fördert. Man versichert uns, daß diese Partei von allen unlcrstü würde, außer von einer kleinen Minderheit. Andererseits besitz wir die bestimmtesten Behauptungen, daß in Dublin und eine oder zwei nationalistischen Zentren die große Mehrheit der nati nalistischcn Freiwilligen den RckrutierungSseldzug Rebmonds n Hohn ablehnte. Die aufrührerische Presse behauptet, daß, o ASquith in Dublin war. besondere militärische und polizeilii
bin? Warum soll ich das Hohngelächtcr des elenden Schr bers abwartcn? Liegt daS schwere harte Silber wirk!' dort, so wird cs nicht versckiwinden, ist der Raum so leer, !t ich glaube, so wird bis morgen früh gewiß nichts Hinei kommen."
Aber wie die Verständigkeit sich auch ihr Recht zu scha suchte, geheime Furcht und geheime Hoffnung waren di stärker. Ter alte Zauberer hatte mit großer Mensckn kcnntnis seine Bedingungen und Gebote gestellt, und endl kam der Morgen, ohne daß Marstrand gewagt hätte, sie übertreten.
Ermattet von so vieler Sorge und Not ivar er ein schlafen, als Hclgcstad die Kannncrtür öffnete und hereinti Durch das Fenster siel der Abglanz des roten Frühgewc auf das Gesicht des jungen Mannes und niachtc es fried und schön. Sein langes, lichtbraunes Haar sank aus die ha hohe Lehne, er atmete ruhig, und in seinen Zügen war zufriedenes Lächeln,
„Er träumt", sagte Niels, „und ich möchte ihn nickst o wecken. Sieht anders aus wie damals, wo ich ihn zuerst i War alles rund an ihm, weich und voll. Ist niager t spitz geworden in kurzer Zeit, und hat doch alles nichts halfen." ..
Er beugte sich über ihn und fuhr zurück, als die St des Schlafenden sich zusammenzog und seine Mienen ess düsteren Ausdruck annahmcn. — „Merkt, daß ich bei > stehe", flüsterte er mit seinem harten Grinsen, „und >r bald noch schlimmer werden, muß aber sein, kann nicht lassen. Ist ein Werk, lang vorbereitet und durchgeführt, nicht meine Sache, einen Fisch zu fangen und ins Meer werfen." — Er wandte sich zur Tür um, an welcher V eben erschien, und deutete mit dem Finger auf Marstra „Weckt ihn auf," sagte der Schreiber, „es ist Zeit-', „Hat sicher eine schwere Nacht gehabt," flüsterte „Dafür erivartet uns ein schwerer Tag," rief *1 Pcterscn laut. „Ta kommt das Boot mit den Gerickstsdic» aus Tromsö, ich sehe Lovmann Gullik am Steuer. Wir ha keine Zeit zu verlieren, wenn wir bis Mittag fertig wollen."
(Fortsetzung folgt.)
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