Ausgabe 
4.12.1914
 
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MkWsche!solföjfitii«(|

Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargebiete.

Dit Cberbtffititt v»lks«eitnn» frldjtml leben Wertta, Hbenb tn letien Da HbonnemnU»ptei» deträg! »öchenUich 15 Pia, monatlich W Pia. crnlchl. Bnnocrlobn. Durch die Post beroacn b,etteItährl.IL0Mt.

Redaktion »ob »rbebtlion

(Siel,»«. B.bnbafiiroiie 23. Ifitr Liwenoaf-, relevb»» 2008.

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«Sei «roheren Sluitränrn Rabatt (Injeiarr wolle man bt* abenMTIbe für die folgende Wummei m der Erpedilion autgrben

Nr. 282

Gicßcn, Frcitlig, Den 4 . Dczcmiier l:M 4

9 . MlWIll,

Das einige deutsche Volk!

Deutscher Reichstag.

Der Reichstag hatte ai» Mittwoch eine» seiner flrofce» ia^c. ?<r Andranig der- Publikums war geradezu ungeheuerlich. Die Massen konnten aus den Tribünen keinen Plan mehr findennd irLngte» schließlich in den Litzungsiaal des Reichstags ei» ein Vorkommnis, das bisher noch nicht seinesgteickien I>atte Ter Prä» xm Tr. Kaempf hielt zunäässt eine längere Rede, in der er der chweren Kämpfe der letzten Monate gedaelite Er widmete dami xn inzwischen verstorbene» Mitgliedern des Hauses einen Rachrns. im danii eitle Gedenkrede aus den gesallenen Ir. Frairk zu hasten, >i« vom Hernie, wie üblich, stekend angehört ipnrde

Der Reichskanzler hielt dann ei» längeres (frpoiV über iit gegenivärtige politische Serge. Die in, ruhige» Tone eines lx- oeiskräsiigen Plaidovers vorgetrogene AiiSeinanderscvung, die nter stürmischer Zustimniniig des ganzen Hauses seststellt. daß die <era » l w o r t u n g für diesen größten aller Kriege Rußland und ngland tragen. Fn Rußland sind di« Zchuldigen di« Männer, ie die allgenrein« Piobilifieruna der russischen Armee betrieben und urchgesetzi haben und in England trägt die Tchn'h di« Rtb xrruig. denn die hätte de» Krieg unmöglich inachrn lünn«». wenn e in Petersburg unzweideutig erklärt hätte. England lei nicht ge- >illt, aus dein öfterreichisch-ferhischen Konflikt ein«» Koittnieiital- reg der Mäckne erivachsei, zu lafTe n; das (»ttc auch »rankre ich ge- vungen. Rußland von kriegerischen Maftnalzmen abznholten, imd »zwischen wären uirsere VernirttliiiiigSversuche iwischcn Wien und eterdhurg galmm«» und e» l-ätte keinen Krieg gegeben. De:: ranzosen l>at der Reichskanzler kein hartes Won

tt'agt: er hat ihre soldatticheu Tugenden anerkaniit

nd gewissermaßen iiidirekt begreiflich gefunden, daß sie die Lck>arte in 1870 bei so günstiger (Gelegenheit gut zu machen suchten. Aber « schuld Rußlands und vor alleni E n g I a n d s hat er unter dem eifall des Reichstages ins klar« eicht gesetzt, gestützt aus die Mit- iluiigeu des etigUfchen BlanbucheS selbst. Er l>at rekapituliert, ,ß England in Petersburg die Versicherung aligegeben hat. daß «s rankreich schützen und gegen unsere Angriff« zur Tee verteidigen erde. Als das die riffstiche Kriegspariei wußte, da gab es kein alten mehr, da hat sie di« Uet'erchand gewonnen, wie es di« Berichte i belgischen Gesandten bezeugen England, Gis seinem Parlament »er wieder versichert hat, es sei durch keine Votträge in der Frei- « seiner Entschließungen behinderl, war tatsächlich schoii lange «chlofsti». im »alle eines deutsch-französischen Krieges g... me Lache mit Frankreich zu machen, lediglichach dem allen ri»g- chen Grundsatz, daß England der arbiter immdi bleiben müsse und aus dem europäischen Festland leine Macht das. was England i »Gleichgewicht" nennt, durch seine Enttvicklung stüreii dün'e US Eigennutz, ans R e i d »ud »nicht vor Deutschlands ochsender wirtschostlicher und militärischer Kraft und um die Herr- alt der Welt zu behalten sührt England de» Krieg gegen Deutich- nd und sührt lh» in der Absicht der Vernichtung, wie es di: rbeirusung oller inöglickzen sarbigen Bundesgenossen zeigt. Ins- sondere »nterioq der Kanzler das Verhalten Englands ü> der oge der belgischen Reunalit.it einer sehr scharfe» Kritik. Eng- nd Hab« kein Recht, sich zum Beschsitzer der Reutrakität fremder oote» aiiszuwerse», sonst hätte es flir die Reutralitäl Chinas eiii- sten müsien, ine durch Fapan gebrockten wordeii ist. Der Kanzler m zum Lckiluß aus das Wort des Kaisers zu ipreck-en:Fch kciine ne Parteien mehr": er fügte htuzu, daß das selbstverständlich cht bedeuten könne, daß poliiiich« Parteien nicht niehr eristieren len. Wenn der Krieg vorbei sei, würden die politischen Parteien eder i» die Erscheinung trete», den,, ohne politische Känipse und ne politische Parteien kö,me ein politisches erben »«möglich sein, st einem Appell an dos denffche Volk, in diesen schwere» Tagen tthguhalte», schloß der Kanzler unter stürmifchem, sich n.inner ederholenden Beifall »eine Rede Tann gab Genosse H aa s e folgende Erklärung ab:

»Im Anschluß an die Aiissühruiigen des Herr» Reichs- 'auzlerS über Belgien stelle ich namens der Fraktion fest, daß lie nachträglich bekannt gewordene» Tatsachen »ach unserer lleberzeugung nicht ausreichen, um von dem Zlandpunkt abzu- lehen, den der Herr Reichskanzler am 4. August gegenüber .'nxeniburg und Belgien eingenommen hat.

Um übrigen habe ich im Aufträge der Fraktion folgende Erklärung abzugeben:

»Die sozialdemokratische Fraktion steht auf dem Llandpunki hrer Erklärung vom 4. August. Den Krieg, desien tiefere Ur­sche die ökonomischen Fnteressengegensätze bilden, haben wir ins »m letzten Augenblick bekämpft. Roch sind aber die Grenzen msereS Landes von feindlichen Truppen bedroht. Daker muß ms Deutsche Volt ach heme noch seine ganze Kraft für den -chutz deS Landes einsetzen. Die Lozialdemolratie bewilligt 'eShalb die gesorderien neue» Kredite.

On dankbarer Teilnahme gedenken wir aller tapferen -ohne deS Volkes, die Leben und Gesundheit für uns hinge- eben haben, und aller, die unter unsäglichen Entbehrungen und "ühen in, Dienste des Vaterlandes stehen. Lchon am 4. August aben wir in Nebereinstimmung mit der Internationale de» »tüfidsatz verkündet, daß jedes Volk, das Recht auf nationale Selbständigkeit habe: und es ist unsere unverbrüchlickie Ueber- eugung, daß eine gedeihliche »ortentwicklung der Völker nur !"älich ist, wenn jede Ration verzichtet, die ,4»iegriiät und IIn- bhangigkeit anderer Rationen anzutasten und damit den Keim u neuen Krieaen zu leaen.

V,r bleiben deshalb bei dem, was wir an, 4. August ge- ag> haben.

daß dem Kriege sobald das Ziel der Sicherung ist. und die Gegner zum »rieben geneigt sind, ei» E,>de wird durch einen Frieden, der die Freundschaft mit den «achbarvölkern ermöglicht.

1 .. ,^^, Sozialdemokratie verurteilt es, daß in allen Länder» ,'[*" er rührige Kreise unter dem Deckmantel einer beson-

I sr»» ^tkrlandsliebe mit allen Mittel» den Haß geaen die an- Etr zu erregen suchen und dabei jede Rücksicht aus ahrheit und Würbe außer acht lassen.

Lolange der Krieg sich hinzieht, muß nnermüdlich daran ge arbeitet werden, die durch ihn geschaffenen Leiden und Röte zu lindern: reichlich zu sorgen für alle, die im Feldzüge ihre Ge- lundheit verloren haben, sllr die Angehörigen und Hinter­bliebenen der Kriegsteilnehmer im weilesten Llnue, für die vom Feind aus ihrer Heimat vertriebenen Flüchtlinge, Arbeitsge­legenheit und Hilse für die erwerbs- und arbeitslosen Volks­genossen zu schaffen, sowie jede Hilseleistung zu gewähren, die erforderlich ist, unsere Volkskrast zu erhalten: serncr die Ver­sorgung des Volkes mit Rahrungs- und Gebranchsgegenständen zu organisieren.

Die Anregungen unserer Partei und der Gewerkschasten zu sozialen Maßnahmeu dieser Art sind bei der Reichsregiernng zum Teil aus fruchtbaren Voden gefallen, dach muß nach unserer lleberiengiiiig aus allen diesen Gebieten noch mehr geschehen. Wir erwarten aber von der Reichsregieriing anä, Ver­trauen zu unseren, Volke, da» in, Kampfe für das bedrohte Vaterland e i n m ü I i g zusammensiebt

Die AuSdehniing. in der die Verhänamig de» Kriegszustan­des und die 41eschränk»ng der verlassungsniäßigeii Recht:, namentlich der Presse, nach jetzt ausrecht erhalten werden, ist durai nichts gerechtserligi und ist geeignet, Zweifel an der Reis: und Enischlosienheit des Deutsche» Volkes zu erivecken.

Die Handhabung der Zenlur,sührt foilgesetzt zu Mißgriffen und wirtschaftlichen Lchädigungeü.

Wir fordern schleunigste Abhilfe gerade im Interesse ge­schlossener Verteidigung und des Ansehens und der Wohlsahrl de« Deutsche» Reiches."

Abg. Dr. Lpahn erklärte dann »amenS der librige» Par. teien, daß auch sie zahlreiche Wünsche hätten, die sie aber im Fnler- esie des Reiches zurückstellen. Dankbar gedenke man der Gefallenen und Verwundeten, für die in weilgehendsten, Maße gesorgt werde,! müsse. Das deutsche Volk müsse aber durchhalte», bis ein Friede errungen sei, der den 'Lpsern enlspreche.

Bei der Abstinimuiia wurden die gesorderien Kriegskredi'e gegen die Stimme des Aba. Liebknecht bewilligt.

Ter Reichslag wurde dann bis zum 2. März vertagt.

Die freie Kommission de» Reichstags wird die Beratung der in der dem Reichtsiag vvrgelegtei, Dentschrist berührten wirtschasi- lichen Fragen morgen Donnerstag, sorisetzen.

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht

Wien, 2, Tez. (W. B.) Amtlich wird verlauf dort. 2. Dezember. Tic Ruhe in unserer Front in W e st- galizicn und in R n ssi sch - P o lc n hielt im allge­meinen auch gestern an. I» der vergangenen Nacht wurde ein russischer Anzriss nordwestlich' von Wolbroin abge - wiesen. Tie Kämpfe im Raume westlich Noworadomsk und bei Lodz sind i» günstiger Entwicklung begriffen. Vor Przemysl blieben die Russen unter dem Eindruck des lebten Auc-salles passiv. Rlchrcrc feindliche Flieger warfen erfolg­los Bomben ab. Tie Operationen in den Karpathen sind noch zu keinem Abschluß gekommen.

Tie Nachricht von dem Einrücken unserer Trnvpcn in Belgrad löste aus dem nördlichen Kriegsschauplatz unans- sprcchen Jubel aus.

Ter Ltellvcrtrctcndc Ehef des Gencralstabs: v. H ö f e r. Eiencralmajor.

Wien, 2. Tez. (W. U.) Vom iüdlichen Kriegssch-iuplatz wird amtlich gemeldet: 2. Tczcmbcr. Ta der Feind im R ü cf 3 li g c ist, sanden gestern keine größeren Kämpfe statt. Die vorgctricbencn Nachrichtenabteilungen stießen auf feindliche Nachbulen »nd machten mehrere hundert Gefangene.

Tic Ooffitnitg der Lerbcn.

Ter Tiincs wird auS Petersburg gemeldet, daß nach einem Tclegramn, aus Risch der Zustand an der serbischen Grenze sehr ernst sei. Mehr alS eine halbe Million Oester- reicher ständen den «erben gegenüber, die sich jedoch noch rechtzeitig in Tcsensivstellung zurückzichcn konnten. In vielen serbischen Regimentern sei die Anzahl der Offiziere von 75 aus 8 bis 10 gciunkcn und die «erben setzten nun noch ihre Hofsnung darauf, daß die Russen bald vor Budapest crickssenen!

Tie <<is>b<ihiibriicke iiber den 'Sardar aesprengt.

Lalonik, 2. Dez. (\V. B. Richlamilich l Die Eisenbahiibrucke über den Wardar zwischen Ltrumitza und Dewirkapu ist von Banden g e s p r e n n t worben. Ter Mittelpseiler wurde zu zwei Drittel, der nördliche vollständig zerstört. Drei Ärückenselder sind eingestürzt. Der Verkehr zwischen Nesküb und Lalonik ist eingestellt. Die Wiederherstellung der Brücke wird längere Zen beanspruchen. Bei der Zerstörung soll ein blutiger Kamp° zwischen den Banden und serbischem Militär staltgefunde» haben. Eisenbahnwagen mit Verwundeten passserlen Lalonik ans dem Wege nach Monastir.

Tcr Airicn im Trient.

Tie Kämpfe in Aferbeidschan.

Konstantinopel, 2. Tez. (W*. B. Nichtamtlich.» Bericht des Hauptquartiers. Tie Kämpfe dauern au der Grenze von Ajerbeidschan fort.

Türkische Mas;ttak,lne».

'Nach zuverlässigen Meldungen beschloß die Pforte, i» Palästina englische, sranzösische und russisäx' Geschäfte zu öcschlognahme». Tie Behörden von «myrna beschlagnahmten l» Lokomotiven und >0 Waggons der englischen Pahngesell ickast «mnrna-Aidiv. Ans der französischen Bahnlinie Zmyrna-Konsiantinopel winde rollende« Material im Wert von einer Million je.uestriert.

H-iigliiche Ma'nahuie« in Aegyple«.

Wir man dei Tempo aus Kairo meldet, sagre» die englilchen Behörden svri, die Äuswelspapiere der deutsche» und öster- rcick-isch-iingarischeii Ltaatsangchörlgen eingehend zu p r Ü s e ». Tie Männer zivische» 18 und 45 Fahre» werden nach Malta .taiioporliert, die übrigen nach dein Konzentrationslager ov» Mer, das der Ileberwachiing eines SaupUnann» Angeine untersteht. Laut -lalistik besinden sich dort gegen lölllüi Personen. Viele ttirkische limerianen werde» der gleiche» Behandlung unterivorsen. 75 werden In der Zitadelle interniert gehalten. Ileberall sind englische Licherheilsbeamie tätig, nn> weitere Verhastnngen vor. zunehnie».

Weitere dciltschc 2lcr;tc in Krai kreich verurteilt.

Nach Pariser Meldungen der Kölnischen Zeitung sind in den Prozessen gegen die deutschen Militärärzte und Pfleger in Paris noch folgende Verurteilungen ergangen: 1. Tie Aerzte Rollin und Wolliart wegen Diebstahls zu je l Jahr Gefängnis: 2. die Pflegerinnen, denen u. a. die An- eignung von Verbandszeug »nd von Leinen jür ihre Ver- wundeten als Tiebstabl gedeutet wurde, zu Strafen von 1 bi« 3 Monaten: 3. die Pfleger, von welche» I I srcigesprochcn tourden. z» Strafen von l Monat bi« z» 3 Jahren, wobei am schwersten diejenigen betrofse» worden sein sollen, dt" Tpfeluicsser, Uhren. Kleider usw., am leichlcsten diejenigen, die nach der Anklage nur einige Tücher entwendet haben sollen.

Ter Pariser Herald meldet: Tie Regierung in Bordeaux hat auf Verstellung deS amerikanischen Botschaslcrs die Akten des Kriegsgerichts im Prozeß gegen die deutschen Militär­ärzte und Krankenpfleger cingesordert.

fhranzösifchc Niederlage» k» Marokko.

Konstantinopel, 2. Dez (WI! R>chi-g-»»lich.> Roch Mittest..»ge« aus a.nllickttr Onell- Hot ,m süd>4.oe» Marokko >» der Schau jo bei Ai,, Gala?., rwifchivn Lrn>»ssis und sronzösischen Tnippen unter deai Besihl d..- Gttirrois Lavgcu ein Grjecht naügesiindcn Der Führer der Lchruja». Lcheich r:'.-dnU<-h. send hierbei zwar den Ted. doch wurde» öi: Fron-zssen i,i die Flucht gcschlsge». Di: L e n »1 l i t»» 0 :n ri-rti n; den Gsgtt-den v.-n L Nadäi glän­

zende Liege davon

Typhtls in der delstifchr»» Armee.

London, 2. Tez. (W. I!. Nichtamtlich.) Tie Times veröffentlichen einen Brief eine« Major« de« englischen «anitätswcsenS a»s Ealai .-. in dem es heißt, daß Evlais von einer Thphuscpidemie bedroht ici. Tie belgische Arniee sei von Typhus durchseucht. Wenn man die Krankheit sich ausbrciten lasse, werde von der belgischen Armee bald nicht« mehr übrig sein. Es sei unbedingt notwendig, die Spital- cinrichtlmgcn schnellstens z» vcrvgllkomninen.

«iir polnisches Nntionalkomitec.

Mailand, 2. Dez lElr Frffe.t Fn Warschau hat sich e n polnische» Rationolkomitee gebildtt, d-a« eine Eini- g u n g Polens unter russischer Obeihoiirit propagiert. Fhi,, sind Mitglitder der Duma, des Ztaatsrots »nd der Vtvivaltu.igs- körperichaste» beigrtrelen. Fn ciitiin Aufruf bezeichnet dies Komitee Deutschland als de» größten Fcmd des Polenooltrs und iegt, das .zische Freiwilligenkorps habe keinen Anfftand der Palen gegen Rußland heroorgcvracht.

Tcucrunfl irr Paris.

Pariser Blätter weisen mit Unruhe darauf hi», daß in der letzten Zeit die Lcbensmittclvreisc wieder rapide steige». Besonders Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Kohlen sind sehr teuer geworden und es werden energische Maßnahmen seiten« der Regierung gegen das weitere «leigen der Preise gefor­dert. Tie Wirkung dieser Preissteigerungen macht sich auch für die zum Teil durch private Mildtätigkeit erhaltenen Volks­küchen geltend. Tiefe geben i'ckzon bekannt, daß sie wahr- 'cheinlich bald gezwungen sein werde», die bisher recht niedri­gen Preise ihrer Speiseportionen zu erhöhen.

Eiu sratt.tösischer <Kc»vcrkschaktsbcamtcr vor Sem

.Kriegsgericht.

Der Genosse Hubert. Sekretär der Pariser Gewerkschast der Erdarbeiter, einer der stärfften und revolutionärsten Gewerkschaften des Te:ne-Departe-men«s, ivar kürzlich vor dem KriegSgerechte der Verbreitung falscher Rochr:ch:en angetlogi. Genosse Hubert hat sich seit Beginn des Krieges in den Dienst der Rotion gestellt unS zwar vermittelte er die Dansonäe von Erdarbeitern, welche die Militärbehörde für die Anlage von BerteidigungSwetken brauchte. Er beterligte sich auch an der Ueberwachung dieser Arbeiten. E:n-es