werden könnte, als auch über die durchaus günstige Loge im Osten. Unter solchen Umständen besteht eine Ucbereinstim- rnung zwischen der Regierung und den Volksvertretern darin, daß nur ein Friede geschlossen werden darf, der absolute Dauer verspricht und der uns für olle dargcbrachtcn Lpsc: an Gut und Blut entschädigt."
Höchstpreise für — Arbeitskraft.
Die Kriegsindustrien haben einen lebhaften Bedarf an bestimmten Kategorie» gelernter Arbeiter hcrvorgerusen. Für diese gestaltete sich also die Konjunktur deS Arbcits- Marktes, im Gegensatz zu vielen anderen Gclverbcn, überaus günstig. Indes wird hier sehr rasch dafür gesorgt, dag die Bäunie nicht in den Himmel wachsen. Tie Handwerks- kammer Berlin hatte der Heeresverwaltung eine gutachtliche Aeuherung über den Kriegszuschlag auf die im Tarifvertrag aufgeführtcn Stücklöhne und den Höchstzeitlohn für Sattlerarbeiten erstattet und dabei aus die Mißstände in den Betrieben der Militärausrllstungsindustrie bezüglich der Lohnverhältnisse hingewiesen. Das Kriegsniinistcrium hat daraufhin zu dieser Angelegenheit durch folgenden Erlaß Stellung genommen:
1. Vs wolle» einige Fabrikanten, entgegen den Abmachungen vom 20. August d. I.. ihren Arbeitern höhere Löhne zahlen, als durch jene Abmachungen festgesetzt worden ift; 2. solle» einige Irinnen sich nicht gescheut haben, Arbeiter anderer Betriebe der Branche durch Anbiele» höherer Löhne diesen abspenstig zu machen und sogar Prämien für Zuführung solcher Arbeiter zu zahlen: 3. sollen einige Betriebe, um die Abmachungen vom 4. August zu hintergehen, neben der Lohnzahlung ihren Arbeitern Ertralöhne, Ncbcrnahme der Krankenkassen, und Fnvolidcnversicherungsleistiingen, MietMhiungc» usw. bewilligt haben.
Durch solche als unlautere» Wettbewerb sich kennzeichnende Matznahmen werden die solide» Firmen, die sich an die Abmachungen gebunden halten, zum Nachteil der Heeresverwaltung in ihrer Leistungssähigkcit herabgcdrülkt. Ties dars aber das Sriegsininisterinm unter keinen Umständen zulasten, und deshalb erklärt dasselbe hiermit ausdrücklich, dag, sosern ihm in der Folge derartige Klagen bekannt werden sollten, cS unweigerlich den betresfendcn Firme» die Austräge entziehen und dieselben dauernd von Lieferungen für die Heeresverwaltung ausschlietzen wird.
Es ist also dafür gesorgt, daß kein Arbeiter des Sattlcr- gewcrbcs durch den Krieg etwa zum Millionär wird. Wie steht es aber mit den Gewinnen der Unternehmer und Agenten im Sattlcrgcwcrbc und in den übrigen Kriegsindustrien? Da lassen sich die Profite nicht so leicht kontrollieren und darum wird Wohl an die Einführung von Höchstprofiten nicht gedacht.
Jedenfalls ist die Einführung eines Marimallohns — gewissermaßen ein auf den Kops gestellter Sozialisnnls — der stärkste Eingrisf in das sogen. „Spiel der freien Kräfte", daS sich überhaupt denken läßt. Ter Grundsatz, daß die Staatsgewalt über die Wirtschaft zu herrschen habe, tritt hier in auffälligste Erscheinung. Und an dieseni Grundsatz wollen wir für die Zukunft festhaltcn, wie immer wir über seine Anwendung iin einzelnen zur gegenwärtigen Zeit denken mögen.
Dom Diirgsrieden.
Ta» die Sozialdemokratie beschimpfende Flugblatt in Selm lWcstsalen). das wir im Wortlaut mitgeteilt haben, hat die vom Verfasser und Verbreiter gcwünschle Wirkung, die Einschüchterung der Wähler, nicht verfehlt. Bei der Gemeinderats- wähl der dritten Abteilung erhielt die Liste der verbündeten Zentrums- und Zechenpartei 134—138 Stimmen, die Liste unserer Ge- uostcn 70—82 Stimmen. Als eigentlicher Urheber des Flugblattes wird jetzt ein Zentrumsman» genannt: die Zeche lehnt die Ver- antwortung ab. Gedruckt ist das Flugblatt in der Druckerei der Lüdinghauser Zeitung Vs ist übrigens gegen den Urheber und Truckrr bereits ein kriegsgerichtliches Verfahren eingeleitet. — Ter Torimunder Generalanzeiger teilt mit, datz die Verbreitung de» Flugblattes ohne sein Wiste» erfolgt und auf einer Eigenmächtigkeit seines Boten beruhe.
Der Kampf im Dsten.
Zu der Kriegslage im Osten bemerkt der Berner Bund: Die Entscheidung liegt noch immer bei dem Offensivflüge! Hindcnburgs, dessen wuchtiger Stoß noch viel weiter südlich gedrungen ist, als die deutschen Meldungen erkennen ließen. Tie Russen erwähnen selbst Tuszvn, daS 20 Kilometer südöstlich von Lodz liegt. Das Zurücknehmen dieser Vortruppen hatte anscheinend die Unterlage zu den letzten russischen Siegesmeldungen abgegeben. Doch sind dieses Teilerfolge, welche nur dann von Bedeutung sind, wenn den Russen eine Umfassung oder Eindrückung glückt. Tic russische Leitung scheint ini Vertrauen aus die Massen, überall «die Truppen vorzutrciben, nach altem russischen Brauch keine Derluste scheuend.
Vom Kampf im Westen.
Rvtterdam, 1. Dez. Den Daily News wird gemeldet: Obwohl schon seit drei Ponatcn einzelne deutsche Granaten nach Arras' sielen, waren die meisten Bewohner in der Stadt geblieben. Gestern abend aber strömten Hunderte von Flüchtlingen aus AxraS auf die Straße nach Toullens. Seit Donnerstag greisen die Deutschen mit großer Kraft an. A:>k einem kleinen Stückchen Boden vor Arras ist wütend gekämpft worden. Zuerst bemächtigten sich die Deutschen, sodann die Franzosen des Geländes. Es waren hauptsächlich blutige Gefechte von Mann zu Mann zwischen Laufgräben, die nur 50 Meter von einander entfernt waren. Den ganzen Donnerstag war es ein Bajonettkampf. Am Samstag begann der Kainpf um die Laufgräben aufs neue. Verschiedene deutsche Regimenter warfen sich auf die französischen Stellungen. Auf beiden Seiten lvaren die Derluste schwer. Beide Parteien harrten aber ans und die Franzosen behielten ihre Stellungen. Indessen hatten die Deutschen fortwährend Arras beschossen, das in einen Trümmerhaufen verwandelt wurde. Freitagnacht flüchtete der Rest der Bevölkerung in höchster Verwirrung aus der Stadt.
Ter serbische Zusammenbruch.
König Peter zur Flucht bereit.
Genf, 1. Tez. Hier angekommene Flüchilinqe aus Serbien erzählen, bah König Peter sich über die gegenwärtige Lage ganz klar ist und weiß, datz das Schicksal Serbiens unabwendbar ift. Er hasst so wenig noch aus eine überraschende günstige Wendung, das; er sich bereits mit den Vorbereitungen zu seiner Flucht beschäftigt Zunächst sorgte er dafür, datz sein beträchtliches Vermögen in Sicherheit gebracht wurde. Er beabsichtigt, wie Athener Blätter
melden, sich zunächst nach Athen ,o begeben, «m sodann rngsilcheS oder französisches Gebiet -ufznsuchen.
Lchwinvelnachrichttn.
Nach einer Meldung der Basler Nachrichten haben die An- gaben des russischen Generalstab», die den Aufbauschungen der Pariser und Londoner Presse entgegentreten, dorr b e t s p i e l - I^osen Eindruck hcrvorgerusen. Thalia sagt, e» sei an der ^eit, einem solchen Nachrichtenschwindel einen Riegel vorzuschieben. Pcrseveranza äutzert sich in ähnlichem Sinne. Eorriere della Sera sucht sich damit zu decken, datz er versichert, er habe die gerügten Meldungen nur unter Vorbehalt ausgenommen.
Desertion serbischer Solvaten.
Ta» Berliner Tageblatt meldet an« Konftantinopel: Nach einer hier eingelrossenen Meldung kamen vor einigen Tagen 2000 serbische Soldaten an der bulgarische, Grenze an und begaben sich aus bulgarisches Gebiet. Tic serbische Negierung ersuchte sosort »m Ausliescrung der Teserteure, die bulgarische Negierung verweigerte jedoch die Ansliesernng unter Berufung aus die Bestimmungen des Völkerrechts und brschlotz, die Teserteure eniwassaen zu losten und sie bi» nach Beendigung de» Kriege» in Bulgarien zu internieren. ES jost sich angeblich um Solvaten »er Trina-Tivifion gehandelt haben.
Die Verurteilung deutscher Militärärzte.
W, B. Köln, 1. Tez. (Nichtamtlich.) Tic Köln. Zeitung meldet aus Berlin vom 30. November: Tie Weyen der Verurteilung der deutschen Militärärzte durch die Vermittlunz der amerikanischen Botschaft in Berlin in Paris bei der sronzösischcn Regierung unternommenen Schritte beziehen sich auf die Aushebung des unglaublichen Urteils. DaS Wort bat jetzt die französische Regierung. Sie muß wissen oder wird amtlich erfahren, daß der Spruch des französischen Kriegsgerichts auf einem Irrtum beruht. Die französische Regierung hat die Gelegenheit, von amtswegen cinzugreiscn. um das irrtümlich ergangene Urteil aus der Welt zu schäften. VenieinendcnsallS würde man ans deutscher Seite die Folgerungen zu ziehen wissen.
Kämpfe im Kongo.
Zürich, 1. Tez. Italienische Blätter melden aus dem Kongo, belgische Truppen hätten am 0. Oktober nach einem heftigen Tressen bei Kokango den Vormarsch aus deutsches Gebiet fortgesetzt. In derselben Gegend habe am 20. Oktober eine belgische Abteilung eine deutsche geschlagen. Ebenso seien !,n Norden von Ubangi deutsche Kräfte von Franzose» und Belgiern geschlagen worden. Ter ganze belgische Kongo sei von den Teutschen geräumt worden. lMan wirb natürlich eine deutsche Mitteilung abwarten. T. Red.)
Ter Reichskanzler in der Kriegskonnnission des Reichstags.
T. U. Berlin, 1. Tez. Tie freie Kommission des Reichsiags, die zur Vorberatung der Militärkredite heute vormittag zusammen- trat, wurde vom Reichskanzler mit einer kurzen Ansprache be- grsitzt. Er bezeichnete die Kriegslage aus beiden Fronten al« durchaus günstig. Er wolle heute nur diese kurze Erklärung ab- geben, da er morgen im Plenum ausführliche Mitteilungen machen wolle. Natürlich bleibe noch viel zu tun übrig: er hasse, datz der Reichstag seine volle Einmütigkeit zeigen werde, da gerade diese Einmütigkeit am geeignetsten sein werde, die Truppen zu weiterer höchster Kräjteanstrcngung anzuseuern.
Der französische Abendbericht.
T. U. Gens, 1 Tez. Der amtliche französische General- stabsbericht von gotern abend 11 Uhr besagt: Es ist nichts zu melden außer einige» vergebliche» Angriffe» des Feindes südlich Arras.
Stockholm, 1. Dez. Aus einem russischen Depot bei der finni- schen Stadt Tammerssors wurden 300 Kilogramm Dynamit entwendet. In der letzten Nacht wurde von unbekannten Tätern die '/- Kilometer lange Brücke bei Pyhä-Färoi in die Lust gesprengt. Tie Zerstörung dieser wichtigen sinnländischen Brücke gelang vollständig.
Hessen und Nachbargebiete.
«ießtn und Umgebung.
Keine kampflosen Landtagswahlen.
In Darmstadt tagten Montag erneut die Vertreter der politischen Parteien und der Landtagssraktionen Hessens, um sich über die Frage „kampfloser Wahlen zum Landtag" zu verständigen. Ein Vorschlag, den Sozialdemokraten eines von den Mainzer Mandaten, die sich bereits bis zur letzten Wahl 24 Jahre lang in deren Händen befunden haben, ihnen wieder zn überlassen, zumal da es ini Kampfe sicher geholt werden würde, und dafür das parteilose Mandat Nauheim der in Mainz ausscheidendcn Partei zu überlassen,»fand nicht de» nötigen Verständigungsboden. Die Verhandlungen verliefen infolgedessen ergebnislos. Es wird daher bei der Absicht der Regierung blechen, die Landtagswahlen bis noch dem Kriege zu verschieben und dann im Wahlkampfe die Kräfte der Parteien zu messen.
Ans den Verlustlisten.
Reserve-Jnsanterie-Regiment Rr. 116.
II. Bataillon. sFortsetzung.)
8 Kompagnie. Ltn. d. R. Paul Beyer, schvw — Vzseldw. Paul Kirchner, Rotzdorf, gefallen. — tltsfz. August Greb, Eiiaelrod, Mr. Vflutcrbadj, schvw. — UtiM- dldam XcdjCTt, Pfordt, Kr. Lauterbach, g e s a l l e n. — Utssz. Karl Bögler. Grebenhain. Irro. — Utffz. Otto Zchmittberger, Eichelsdors, lvw. — UtfU- Theodor Pfeffer, Eichelsachlen, lvw. — Utssz. Georg Straub, Rü> dingshain, lvw. — Utssz. Otto Möser, Eichelsdorf, lvw. — Utssz. Otto Bast, Rainrod, lvw. — Utffz. Heinrich AI«, Rainrod, gefallen. — Res. Heinr. Rcpp, Heisters, gefallen. — Reservist Ludwig Faeob, Leusel, g e s a l I e n. — Res Ludwig Karps, EinertS- hausen, ge falle ii. — Res. Ludwig Felsing. Billerlshausen, ge- fallen — Res Ludwig Krautzmüller, Rainrod, Kr. Alsfeld, gefallen - Gesr. August Korell, Ttrebendorf, gefallen. Res. Karl Volz. Ober-Breidenbach, gefalle». — Res. Karl Alles, Grüningen, gefallen. — Gefr. Karl Fuchs. Bobenhauien, Kr. Schotten, gefallen. — Res. Heinrich Gans. Kölzenhain, gefallen. — Res. Karl Schreiner, Alien-Buscck, gefallen. Geft. Karl Mandler, Wieseck. gefallen. — Gesr. Heinrich Huhn, Gietzen gefallen. — Gefr. Oswald Riedel. Talwitz, gefallen. — Gesr. Heinrich Bodes. Ober-Geitz, gefallen. — Gesr. Heinrich Fast, Rödgen, gefallen. — Res. Karl Becker, Gedern, gesal- I e n. — Res. Karl Trautb. Bickenbach, gefallen. — Gefr. Karl Kumpf, Gietzen, lvw. — Res. Seipp I, Hattenrad, lvw. — Res. Wilhelm Fritzges, Göven, lvw. — Res. Wilhelm R-inschmibt, Gr.- Buseck, lvw. — Res. Heinrich Kling. Leisenwald, Kr. Gelnhausen, lvw. — Res. Otto Feldbusch, Leusel, lvw. — Res. Georg Eifert, Zahmen, lvw. — Res. Wilhelm Stcuernagel, Lanzenhain, lvw. — Rei. Adolf Ester. Villingen, lvw. — Res. Ludwig Hartmann, Lich, fr; . Res. Karl Kreutzer. Vetzberg, lvw. — Geft. Bernhard > Ba> -r, tzederu, lvw. — Gesr. Hans Lelchke, Blitzenrod, schvw. —
Res. Ludwig -choll. Kontersbausen, lvw. — Gefr. Karl Hofinann.l Zell. Kr. Alsfeld, lvw. — Gesr. Heinrich Rau, Rainrod, lvw. —' Gesr. Kasper Noll, Rainrob, lvw. — Gesr. Peter Richtberg, Rainrod. schvw. — Gefr. Georg Richtberg, Rainrod, lvw. — Geft. Gustav Seng, Atzenhain, gefallen. — Gesr. Georg Peier, Ober- Breidenbach, lvw. — Gefr. Adolf Schmidt. Strebendorf, lvw. — Gefr. Otto Simpel, Ober-Breidenbach, gefallen. — Geft. Karli Weitz, Grüniiige». lvw. — Gesr. Karl Hofman». Grüningen, verm. Gesr. Heinrich Bender. Grüningen, verm. — Geft. Ludwig Fung II. Watzciiborn-Steinderg. lvw. — Gesr. Karl Raab, Filheide». lvw.
— Geft. Heinrich Schmidt, Hörgeiiai,. Kr. Lautrrdach, gefallen.
— Res. Heinrich Listinann. Allmenrod, Kr. Lauterdach, lvw. — Sief. Philipp Schmidt. Trohe. lvw. — Gesr. Heinrich Faust, Eichen» rod, lvw, - Geft, Georg Hosmann, Ortenberg, schvw. — Res Kork Bast, Ulfa. lvw. — Res. Otto Müller, Ulfa, lvw. — Res. Heinrichs Wenzel, Ulfa. lvw. Res. August Lind, Gonterskirchen, Kreis Schotten, lvw. — Res. Heinrich Döring. Rei»kirche„ d. Gietzen, schvw. — Res. Philipp Arnold, Leihgestern, lvw. — Res. Georg Zimmer, Villingen. lvw. — Res Peter Zulaus, Bieder, lvw. - Sles. Konrad Becker, Wallersdors, verm, — Res. Albert Stein. Grebenau, schvw. — Res. Fohani, Gcitzel, Eisa. lvw. — Res. Karl Fink, Zell, schvw. — Res. Louis Simon, Gietzen, verm. — Res. Heinrich Becker. Slornsel«, lvw. — Geft. Friedrich Reichold. Slammheim, lvw. — Res. Albert Ullrich, Reichelsheim, g e s o 11 e „. Res. Heinrich Fohanen Slupp. Friedberg, schvw. — Gefr. Karl Seid, Gedern. lvw. — Gesr. Georg Boni», Rohrbach, verm. — Sief. Fases Hubertus Wiegand. Herbstein, schviv. — Sles. Karl Braun, Annerod, verm. — Res. Hermann Gründer, Wettsasen, Kr. Al»- seld, verm. — Res. Karl Griinewald, Appenrod, Kr. Alsfeld, lvw.
— Res. Wilhelm Gliben, Grilningen, gefalle». — Res. Tamb- ma»n, schvw. — Sles. Karl Fritzges, Götze», verm. — Res. Ludwig Funk, Leusel, lvw. — Res Gustav Schäfer, Utphe, gefallen. — Res. Wilhelm Reumann, Rüdingohain, gefallen. — Res. Karl Orth, Ruppertenrod, lvw. — Res Karl Maurer, HöckerLdorf, lvw.
— Res Richard Landmann. Gedern, schvw. — Res. Heinrich Decher, Nieder-Breibenbach, lvw. — Geft. Ludwig Dörr, Weickartshain, schvw. — Res. Heinrich Gröllz. Staufenberg, gefallen.
III. Bataillon.
9. Kompagnie, Vizeseldwebel b. R Konrad Heusoh», Wenings, gefallen. — Res. FohanneS Pseisser, Rebbach, Kr. Erbach, gefallen. — Res. Mar Facobi, Ober-Mörlen, Kr. Friedberg, gefallen. — Res. Adolf Krauch, Bad-Nauheim, lvw, - Res. Wilh. Bätb. Södel, lvw. — Res. Konrad Rolenbecker, Tteii,- surt, schvw. — Siel Ludwig Falk, Sleinsurl, verm. — Res. Peier Hühl, Griesheim, Kr, Tarmstadt, g e s a l l e n. — Res, Heinrich Schott, Kestrich, Kr. Alsselb, gesallen. Res. Wilh. Trumps- Heller, Bürgel-Osfenbach a. SV., gesallen — Res. Frlebr. Giese, Gr.-Wede», Lauenburg. Tchlesw.-Holst., gesallen. — Res. Adam Syberls, Ossenbach a. M., g e s a l i e n. — Res. Fases Jung, Hetschbach, Kr. Erbach, gesallen. — Res. Heinrich Heinz II. Burgsolms, Kr, Wetzlar, lvw. — Res. Philipp Leoiihardl. Ar» Heilgen, Kr. Tarmstadt, gesallen.
Laadwehr-Fnsanterle-Regimeni Re. 116, Tarmstadt Tahure vom 10. bis 24. 10. 14.
I. Bataillon
3. Kompagnie. Wehrm. Wilh Krämer, Airenbach. Kr. Erbach, lvw. - Wehrm. Georg Wiegand, Lorsch, Kr. Bensheii», gesallen. — Wehrm. Foh. Wiegand, Biirftadt, Kr. Bensheii», gesallen. — Wehrm. Wilh. Emil Louis MUller II., Halberftadt, gesallen.
4. Kompagnie. Geft. Tamb. Johann Riebel, Auerbach, Kr.
Bensheim, durch Unglückssall lv. '
II Baioillo»
0. Kompagnie Wehrm. Heinrich Kraft, Frau-Romdach ift, Hessen, lvw.
7. Kompagnie. Wehrm. Karl Muzenhardt, Ossenbach, gefallen. — Wehrm Ludwig Leyerer, Eiimdach, Kr. Gietzen, low.
— Wehrm. Heinr, Wagner. Gietzen, durch U«glllck»iall lvw.
— Tank der Elsässer ftir die Nnterftüftung. Auf dick vor einigen Tagen erfolgte Absendung eines größeren Teilen der Sammlung für die durch den Krieg in Not geratenen Teile von Elsaß-Lotl,ringen hat Oberbürgermeister Keller von dem Bürgermeister drr Stadt Straßbnrg folgendes Schreiben erhalten:
„Sehr geehrter Herr Kollege! Ich bin Fhnen von Herzen, dankbar siir Fhre tatkräftigen Bemllhungeii zur Linderung der Slot in den durch de» Krieg heimgeluchle» Gebieten Elsas,- Lothringen«, und es hat mir eine grotze Freude gemacht aus Ihrem Schreiben vom 10. d. M. zu ersehen, welchen Erfolg die von Ihnen veranstaltete Sammlung bereits hatte. Ich bitte Sie, sehr geehrter Kollege, alle» denjenigen, welche sich an der Sammlung beteiligt habe», meinen wärmsten Tank, de» ich zu- gleich auch namens unserer Bevölkerung hiermit ansspreche, übermitteln zu wollen. Mit kollegialer Hochachtung! Gez. Tr. Schwander. Bürgermeister."
— Aus den Gewerkschasten. Noch Mitteilungen des- Korrespondenzblattes der Generalkommission wurden Ende Juni 2 522 643 Mitglieder in den freien Gewerkschaften ge- zählt. Am 31. Oktober wurde eine Aufnahnic gemacht, beb drr für 2 301829 Mitglieder Angaben eingingen. Davon waren 661 005 oder reichlich 31 Prozent zum Kriegsdienst eingczogen. Im Laufe des November l>at sich natürlich dick Zahl der Einberufenen weiter erhöht. Mindestens zlve: Drittel von den Einberufenen waren verheiratet. — Riesige Summen wurden an U n t e r st ü tz n n g e n bezahlt. IN der Zeit vom 1. August bis 31. Oktober wurden nicht weniger wie 12 776 940 Mk. an Arbeitslosen-Unterstützung »nd 2 935 505 Mk. an die Familien der jkriegsteilnehmer bezahlt. DaS sind zusammen fast 15% Millionen, wozu noch die Unterstützungen an Kranke und Invalide kommen, sowie Unterstützungen anderer Art, die in obiger Summe nicht inbegriffen sind. — Im Tabakarbeiterverband kommen vom 2. Dezember die wöchentlichen Ertrabeiträge von 25 Pfg. in Wegfall, weil die Mitglieder dagegen protestierter, und auf den geringen Verdienst hinwiescn, den sie infolge des Krieges hatten.
— Gefallene aus Oberheffen und Nachbargebieteu. Dra- goner Karl Weitzel aus Kirtorf b. Alsfeld, Dragoner- Regiment Nr. 23. — Einj.-Freiw. Wilhelm Müller aus Heimertshausen b. Alsfeld. 2. bayer. Jägerbataillon. — Feldwebel-Leutnant Fritz I ä g e r aus Mainzlar. Jnf.-Regt. Nr. 168. — Musk. Heinrich Keller aus Ober-Bessmgen, Inf.-Regt. Nr. 111. — Johann Nicolai aus Echzell. - Gefr. Wilhelm Zörb aus Dornholzhausen, Jnf.-Regt. 81..
— Mitzverftandene Tiegesnachrichten Am Samstag ivurde bi» Nachricht bckann ««geben. txrtz lSonrral Sinbenburg wieder etlickze 00 000 Russen gelangen habe, «oti Gietzen er Anzeiger ivurde ei» grobes Ertrabdirt herausgegeben und es dauerte gar nicht lange, so wehten von emer Anqohl vaufer tm Flaggen. Siütürlwf). 60 006 Mann sinh eine Menge Menschen, das Doppelte der Einwohnerzahl Giehenö, warum soll man über einen solchen Riesen-Erfolg nicht Freude zu erkennen geben? In verschiedenen Orten der Umgehung läutete nxm die Glocken halbe Sttmden lang. In diesem Fall« man aber zu voreilig gawofon, denn mtt den 00 000 gefangenen Russen war es nichts. Tr« Telegramm war mitzverftaud«n worden — woö bet der Fassung allerdings leicht möglich war —


